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| Bewertung von Sharons Bücherparadies aus Diepholz am 21.03.2013 | |
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Meine Meinung: An dieses Buch hatte ich große Erwartungen, da mir der Klappentext und das Cover sehr gefielen und ich gerne mal über das Thema Tod und Trauer lese! Doch wurde ich hier ziemlich enttäuscht! Das Buch ließ sich zwar schnell und flüssig lesen, doch die Story war alles andere als gut! Als Luisas kleiner Bruder urplötzlich an Krebs stirbt, gibt es keinem Grund mehr für sie zu leben! Also beschließt sie Selbstmord zu begehen im Walde Berlins und trifft dort auf den rätselhaften aber sehr liebevollen und charmanten Thursen! Durch ihn entdeckt sie neuen Lebensmut und entdeckt auch bald sein Geheimnis! Er ist ein Gestaltwandler! So beginnt Luisas neues Leben an Thursens Seite! Als Leser merkte man zwar deutlich Luisas Trauer, aber alles ging mir hier einfach zu schnell! Schon auf der 12. Seite stieß sie an ihre Grenzen und begegnete Thursen! Besser hätte es mir gefallen, wenn sie noch viel mehr über sich und ihr Leben und ihre Gefühle erzählt hätte! Hier hätte die Autorin einfach viel tiefgründiger gehen müssen und weniger Oberflächlichkeit zeigen sollen! So war mir die Story einfach zu flach! Auch die Beziehung mit Thursen war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte! Ein wenig erinnerte mich das Ganze sogar an die "Twilight Saga", nur hier mit Werwölfen statt mit Vampiren! Mir fehlte an der ganzen Geschichte einfach mehr Herz und Gefühl! Daher werde ich Band 2 auch nicht lesen! Die Charaktere wurden auch nur sehr halbherzig dargestellt und ich konnte mich mit diesen leider nicht anfreunden, daher werde ich auf diese jetzt auch nicht weiter eingehen. Dieses Buch bekommt lediglich 2 von 5 Punkten, welche sich auf das tolle Cover und den Klappentext beziehen! Schade! http://sharonsbuecher.blogspot.com |
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Bewertung von Jessi am 05.03.2012 |
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Schattenblüte "Die Verborgenen" ist ein wirklich tolles Buch. Werwölfe in Berlin, die so anders sind, dass sie mich wirklich überraschen konnten. Menschen die Trauern und alles dafür tun würden, diese Trauer endlich zu vergessen, können sich dem Rudel anschließen und so auch ein Wolf werden. Die Trauer hinter sich zu lassen, sich völlig in der Welt des Wolfes zu verlieren und alles zu vergessen, was einen runter zieht, dass ist es auch was Luisa möchte. Sie trauert, hat sich selbst verloren und läuft als Geist durch die Welt. Sie ist nicht mehr sie selbst und als sie Thursen kennen lernt, bekommt ihr Leben einen neuen Hoffnungsschimmer. Da ist jemand der sie versteht, der ihr Halt gibt und sie in ihrer Trauer nicht alleine lässt. Doch Thursen ist ein Werwolf. Er und sein Rudel leben in einem Wald am Rand von Berlin und einige von ihnen sind schon voll und ganz zu Wölfen geworden. Sie sperren die Trauer aus, leben ihr Leben und lieben es. Davon lässt sich Luisa zum Teil anstecken und möchte auch wieder leben. Doch dann passieren so viele Dinge, die ihr das neue Leben zusammen mit Thursen und dem Rudel sehr schwer machen. Dieses Buch ist wirklich sehr melancholisch, aber auf eine nicht zu herbe Art und Weise. Die Melancholie ist eher unterschwellig immer und überall, allgegenwärtig. Ich für meinen Teil liebe solche Bücher und kann mich dadurch auch sehr in die Gefühlswelt der Protagonisten einfühlen. Die Trauer von Luisa ist vordergründig, sie ist real und wirkt sehr gefühlvoll und feinfühlig. Dadurch kann man als Leser auch sehr gut verstehen wieso Luisa dieses oder jenes tut oder nicht tut. Außerdem ist Luisas Familie der zweite wunde Punkt in ihrem Leben. Nach dem Tod ihres Bruders liegt vieles im Argen und dies belastet Luisa nochmal sehr stark. Dann flüchtet sie in den Wald und in die Arme von Thursen. Dieser ist unglaublich hilfsbereit und hat immer ein offenes Ohr für Luisa. Er ist Luisas Fels in der Brandung, wenn das Rudel dies zulässt. Aber dies ist der zweite Knackpunkt und die zweite Hürde die bewältigt werden möchte. Alles in allem geht es in diesem Buch um sehr viele Probleme die alle nach einer Lösung schreien. Einer anfangs schwachen Protagonistin die zum Ende des Buches noch Stärke und Mut beweist und einer außergwöhnlichen Geschichte mit außergewöhnlichen Wölfen. Einem sehr gefühlvollen Schreibstil der in eine tolle Welt entführt und nach mehr schreit. |
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Bewertung von Manja Teichner aus Krefeld am 09.02.2012 |
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Meine Meinung: Ich habe dieses Buch zusammen mit noch einem weiteren von Rowohlt Verlag bekommen und war direkt von Cover beeindruckt. Ich fühlte mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. In „ Schattenblüte. Die Verborgenen“ geht es um Luisa, die durch den Krebstod ihres kleinen Bruders vollkommen die Lust am Leben verloren hat. Ihre Eltern, die selber in ihrer Trauer gefangen sind, bekommen nicht mit wie es ihrer Tochter wirklich geht und so zieht sich Luisa aus allem raus. Sie geht sogar soweit, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte. Doch sie wird in letzter Sekunde von einem fremden, geheimnisvollen Jungen davon abgehalten, Thursen. Luisa ist von Anfang an von Thursen fasziniert und die Sehnsucht ihn wiederzusehen treibt sie immer wieder aufs Neue in den Wald. Schließlich findet sie Thursen, zusammen mit weiteren Jugendlichen und auf Wölfen. Die Gruppe scheint ein Geheimnis zu haben, doch zuerst erzählt Thursen Luisa nichts davon. Er rät ihr sie solle sich von ihnen verhalten aber Luisa bleibt hartnäckig. Sie kehrt immer wieder ins Lager zurück und es entwickelt sich eine junge Liebe zwischen Thursen und Luisa. „ Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist der Auftakt zu einer Triologie, der mich sofort mitgerissen hat. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Sätze kurz und klar. Sie schreibt sehr gefühlvoll und detailliert und vermittelt dem Leser so ein genaues Bild über die Werwölfe, wer sie sind und weshalb sie so geworden sind. Die Liebe zwischen Thursen und Luisa ist glaubhaft und sie wird sehr einfühlsam beschrieben ohne dabei kitschig zu wirken. Man fiebert zu jeder Zeit mit den beiden Protagonisten mit und es wird sehr schnell klar, die beiden brauchen einander um lebendig zu bleiben. Das Buch ist aus Sicht von Luisa in der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben, wodurch ihre Emotionen und Handlungen sehr gut rüberkommen. Diese fügen sich in die spannende und temporeiche Handlung ein und es wirkt an keiner Stelle des Romans langweilig. Es beinhaltet eine gelungen Mischung aus Liebe und Freundschaft, zeigt aber auch auf, wie sehr Trauer und Verzweiflung einen Menschen hinab ziehen können Fazit: „Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist ein wunderbares Buch, was nachhält, auch nachdem man es fertig gelesen hat. Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf zu erfahren wie es mit Luisa und Thursen weitergeht und zum Glück muss ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. „ Schattenblüte. Die Wächter“, der zweite Teil, erscheint bereits im März. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung! Vielen Dank an den Rowohlt Polaris Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars. |
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Bewertung von joshi_82 aus Olbersdorf am 08.02.2012 |
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"Schattenblüte: Die Verborgenen" ist Nora Melling´s Debüt und gleichzeitig Auftakt einer Serie. Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, ob mich das Buch nicht zu sehr an Maggie Stiefvater´s Werwölfe erinnern könnte, doch das tut es nicht wirklich. "Die Verborgenen" hat eine ganz eigene Story und die Werwölfe sind komplett anders, als ich sie vorher kannte. Besonders die Gründe dafür, warum sie zu Wölfen werden finde ich wirklich interessant und neu. Der Schreibstil der Autorin hat mir anfangs gar nicht mal so gut gefallen, weil viele Sätze sehr kurz waren, manche kamen mir seltsam verschachtelt vor. Doch nachdem ich mich an diesen Schreibstil gewöhnt hatte, lies er sich sehr gut lesen. Was sie meiner Meinung wunderbar geschafft hat, ist die Gefühle von Luisa (der Ich-Erzählerin) zu beschreiben. Man trauert mit ihr, man ist ab und an allerdings auch ein wenig genervt von ihr, da sie zeitweise recht egoistisch daher kommt. Was mich sehr gestört hat, war das sie immer nur ihre eigene Trauer im Auge hatte, ihre Eltern aber nicht wirklich verstehen konnte oder wollte, die eine ganz eigene Art hatten, mit ihrer Trauer umzugehen. Wie schlimm muss es auch für die beiden gewesen sein, ihren Sohn zu verlieren. Ich musste mich an manchen Stellen wirklich zusammenreißen, um nicht selbst loszuweinen. Trotzdem mag ich Luisa. Man hat Mitleid mit ihr, möchte sie einfach mal in den Arm nehmen und trösten. Die Entwicklung ihrer Figur gefällt mir gut. So langsam versucht sie, mit ihrer Trauer klarzukommen, denkt in bestimmten Sachen nicht mehr ganz so egoistisch (allerdings eher was Thursen angeht). Thursen kommt leider ein wenig zu kurz für meinen Geschmack, dabei ist er ein wirklich interessanter Charakter. Von seiner Gefühlswelt würde ich zu gerne noch viel mehr erfahren. Ebenso interessant fand ich auch die Nebencharaktere (wie zb. Norrock und Sjöll) und ich hoffe, dass einige davon auch im nächsten Band wieder auftauchen werden. Das Buch ist eigentlich in sich abgeschlossen, so dass man die Nachfolger nicht unbedingt lesen müsste, wenn man das nicht will, allerdings werde ich das natürlich tun, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht mit Luisa und Thursen. Teil 2 "Die Wächter" erscheint im März. |
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| Bewertung von micra-cat aus bordesholm am 12.12.2011 | |
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Nachdem Luisas jüngerer Bruder überraschend an Krebs gestorben ist, will die Familie einen Neuanfang in Berlin starten, um das Geschehene zu vergessen. Doch das gestaltet sich schwierig, zu tief sitzt der Schock bei allen. Luisas Eltern sind so von Trauer überwältigt, dass sie sich um die 17jährige kaum noch kümmern. So entgeht Ihnen, dass Luisa keine Freude mehr am Leben empfindet. Sie schwänzt die Schule, isst kaum noch etwas, läuft stundenlang ziellos durch den Grunewald und befasst sich mit Selbstmordgedanken. Als sie versucht, diese Gedanken dann auch wirklich in die Tat umzusetzen, hält ein fremder Junge sie zurück. Der merkwürdige Thursen begegnet ihr immer wieder im Wald und als Luisa ihm heimlich folgt, trifft sie auf eine Gruppe Kinder, die ein ähnliches Schicksal haben wie sie. Kinder die kein Zuhause mehr haben oder die weggelaufen sind. Die sich in Wölfe verwandeln können, um den Schmerz zu vergessen, jedoch dafür ihre Menschlichkeit Stück für Stück zu verlieren, bis sie schließlich nur noch Wolf sind. In Wolfsgestalt gehen sie auf Beutejagd (Tiere) und in Menschengestalt gehen sie in die Einkaufsstraße, um Geld zu erbetteln. Thursen wird Luisas Halt und hilft ihr die Trauer um ihren Bruder zu bewältigen, als Gegenzug dazu versucht sie ihm zu helfen seine menschliche Gestalt nicht zu verlieren und nimmt dafür einiges auf sich. Bei dem Wolfsrudel findet sie die Wärme und Geborgenheit, die sie zu Hause verloren glaubt. „Schattenblüte“ wird sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen. Es ist eher für sensiblere Gemüter geeignet, die sich in Luisa einfühlen können oder selbst entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Wer hier eine der üblichen Teenie-Liebesgeschichten mit strahlenden Helden oder gar einen blutigen Werwolf-Roman erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht. Stattdessen erhält man eine schöne zerbrechlich-zarte Liebesgeschichte zwischen Romantik und Verzweiflung und die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Alles in allem fand ich das Buch sehr gut, obwohl ich der Zielgruppe (Teenager) längst entwachsen bin. Aber es ist wie gesagt auch kein typischer Teenie-Roman. Der Schreibstil ist schön und gut zu lesen, die Sätze meist kurz aber dafür fast poetisch. Und wem dieses Buch gefallen hat, dem empfehle ich „Nach dem Sommer“ von Maggie Stievater, die Geschichte ist ähnlich (auch mit „Wer“wölfen) und sogar noch einen Tick besser. |
1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 08.10.2011 |
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Luisa ist 17 Jahre alt, als ihr kleiner Bruder stirbt. Ihre Eltern ziehen deshalb überstürzt von Hamburg nach Berlin, was es Luisa, die mit der gesamten Situation eh schon überfordert ist, nicht einfacher macht. Sie sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben und will sich umbringen. In letzter Sekunde wird sie von einem Jungen gerettet, dem sie versprechen muss niemals Selbstmord zu begehen. Thursen erscheint ihr fremdartig, geheimnisvoll aber auch faszinierend. Die beiden verlieben sich in einander, allerdings ist Thursen ein Werwolf, und jede Rückverwandlung in einen Menschen wird immer schwieriger für ihn, bis er irgendwann ganz Wolf sein wird. Muss Luisa schon wieder einen geliebten Menschen verlieren? "Eine Liebe, stärker als der Tod" (Klappentext) Die Verborgenen ist der erste Band der Schattenblüten-Trilogie von Nora Melling, welches mich von Anfang an verzaubert hat. Ich liebe Mellings Schreibstil, der nicht nur flüssig, sondern auch glaubwürdig und gefühlvoll ist. Die Autorin nimmt sich Zeit ein detailliertes Bild über die Werwölfe zu vermitteln, wie sie zu diesem Wesen wurden und was das für ihr Leben bedeutet. Die Beziehung zwischen Luisa und Thursen wird glaubhaft präsentiert und der Beginn ihrer Liebe einfühlsam beschrieben ohne kitschig zu sein. Die zwischenmenschliche Beziehung zwischen den beiden ist von etlichen Auf's und Ab's geprägt. Wobei die Auf's durch ihre gegenseitigen Gefühlen entstehen und die Ab's durch Thursens Schicksal und Trauer im Allgemeinen. Das Buch hat zwar knapp 350 Seiten, aber ich habe mir gewünscht, es würde nicht so schnell vorbei gehen, da die Geschichte das Herz berührt und das obwohl nicht alles nur aus "Friede, Freude, Eierkuchen" besteht. "Verzaubern" trifft es einfach am Besten und ich danke der Autorin nicht nur für diesen wunderschönen Roman, sondern auch dafür, dass sie auf einen Cliffhanger verzichtet hat. "Ich kämpfe um jeden Tag, den ich dich noch habe." (Seite 154) Optisch ist das Buch ebenfalls ein Highlight. Das Coverbild ist wunderschön und verkörpert sowohl die Blüte aus dem Titel, als auch das wölfische. Des Weiteren sind auf der Blüte kleine Regentropfen zu sehen, die sich aufgrund der besonderen Prägung erfühlen lassen. Wirklich klasse! Fazit: Nora Melling konnte mich mit ihrer Geschichte absolut fesseln. Ich liebe ihre Werwolfwelt und bin froh, dass es neben Vampiren auch Bücher über andere Kreaturen gibt. Voller Vorfreude erwarte ich die Folgebände. * Gebundene Ausgabe: 352 Seiten * Verlag: Rowohlt Polaris (1. November 2010) * Sprache: Deutsch * ISBN-10: 3862520005 * ISBN-13: 978-3862520008 |
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Bewertung von JED aus Berlin am 29.05.2011 |
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Kurzinhalt: Mit dem Krebstod ihres Bruders Fabian hat sich für Luisa schlagartig alles geändert: Ihre Eltern ziehen mit ihr nach Berlin, versinken in ihrer eigenen Trauer, während Luisa eigentlich nur noch sterben möchte. An ihrem Geburtstag steigt sie dafür auf einen Turm und wird im letzten Moment von einem mysteriösen Jungen gerettet: Thursen. Er nimmt ihr das Versprechen ab, am Leben zu bleiben, doch schon bald erfährt Luisa, dass Thursen und seine Freunde, die versteckt im Wald leben, ihren eigenen Weg gefunden haben, dem Leben aus dem Weg zu gehen. Sie können sich in Wölfe verwandeln und verlieren mit jeder Verwandlung ein Stück mehr von sich selbst. Meine Meinung: Zunächst eine Warnung: Wer ein reines Fantasy-Buch erwartet, wird enttäuscht werden. Dieses Buch ist mehr. Es ist anderes. Es ist vor allem sehr traurig. Aber auch wunderschön. Und allein deswegen lohnt es sich, es zu lesen. Wortgewaltig beschreibt Nora Melling den Schmerz Luisas seit dem Tod ihrer Bruders und ruft damit ungeheure Bilder im Kopf hervor. "Nur über mir glaube ich das leichte Pat-Pat des Gehstocks der alten Frau zu hören, die sich mühsam in die Küche schiebt. Bestimmt hat sie Hunger. Ich habe keinen. Versuche meinen Hunger herunterzuschlucken, damit meinen leeren Magen zu füllen. Er wehrt sich grollend." (S. 83) Das Schweigen von Luisas Eltern, die ihren eigen Weg suchen, den Verlust des Sohnes zu verarbeiten, macht Luisas Sehnsucht nach jemand, der sich für sie interessiert, verständlich. Dass sie Thursen nach ihrer ersten Begegnung sucht und letztlich findet, hätte in jedem anderen Zusammenhang kitschig gewirkt, in diesem Kontext wird er jedoch zum verständlichen Anker, den jeder Mensch irgendwann einmal braucht. Doch Thursen ist nicht nur Anker. Er ist auch ein wieteres Beispiel dafür, wie man Schmerz verarbeiten kann. Dieses Buch enthält damit vor allem die wichtige Frage, was Trauer für unser Menschsein bedeutet, wie sie uns formt. Es zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen. Während der eine durchgeht, stärker wird, versucht der andere zu vergessen und gibt sich damit im Prinzip selbst auf. Dass zum Menschsein auch Schmerz gehört, wird letztlich deutlich, sobald man als Leser versteht, welchen Weg die Wölfe gewählt haben und welchen Preis sie dafür zahlen. Die Grundidee Nora Mellings ist damit eine höchstphilosophische und nimmt jeden, der selbst schon einmal tiefen Schmerz erlebt hat, wohl ziemlich mit. Ich für meinen Teil musste das Buch jedenfalls häufiger mal aus der Hand legen, weil ich nicht weiterlesen konnte. In anderen Rezensionen beklagten einige LeserInnen, das Buch mache sie depressiv. Aber macht dies letztlich nicht ein gutes Buch aus, wenn man so stark mitempfindet? Dazu das allgegenwärtige Präsens der Erzählsprache, das dem Leser Luisas Gefühle nur noch näher bringt, für den Augenblick durchleben lässt. Das Buch war mir auch insofern nah, da es in meiner Heimatstadt Berlin spielt, die beschriebenen Orte wirklich existieren, ich sie kenne. Fazit: Bildgewaltiges, trauriges Buch über die Schattenseiten des Lebens - und die Blüten, die daraus möglicherweise erwachsen können. |
5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Kleene aus Northeim am 16.05.2011 |
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In dem Buch „Schattenblüte- Die Verborgenen“ von Nora Melling geht es um ein junges Mädchen n Luisa. Seit dem Tod ihres Bruders ist für sie die Welt aus den Fugen geraten. Sie hält es einfach nicht mehr aus und will sich das Leben nehmen. Auf ihrem Weg in den Tod wird sie von einem zerzausten Hund begleitet. Doch bevor sie ihren letzten Schritt machen kann, kommt ihr ein Junge namens Thursen in den Weg. Doch er ist kein normaler Junge, er lebt mit ein paar anderen Jugendlichen zusammen im Wald. Jeder von ihnen war schon einmal an Luisas Stelle und wollte sich das Leben nehmen, doch sie haben einen anderen Weg gefunden. Sie sind zu Werwölfen geworden. Jedes Mal, wenn sie sich wider in einer Hundeähnliche Kreatur des Waldes verwandeln vergessen sie mehr und mehr aus ihrer Vergangenheit. Von Mal zu Mal fällt es ihnen schwerer sich zurück zu verwandeln und bald werden sie ganz Werwolf sein. Auch Thursen, in den sich Luisa verliebt, wird bald nicht mehr als Mensch an ihrer Seite stehen. Doch es gibt einen Weg, wie Luisa Thursen davor bewahren kann komplett Wolf zu werden. Er muss seinen wahren Namen hören. Denn durch die vielen Verwandlungen kennt er ihn nicht mehr. Doch wenn er sich zurück erinnert, kommen auch die schlimmen Geschehen zurück, schließlich gab es einen Grund, warum er zu den „Verborgenen“ in den Wald gegangen ist. Wie sie sich entscheidet überlasse ich euch, schließlich möchte ich euch nicht die Spannung des Buches nehmen. Mit „Schattenblüte- Die Verborgenen“ schafft Nora Melling eine Welt, die unserer so sehr ähnelt. Wer weiß, vielleicht leben auch bei uns nebenan Werwölfe. Für mich ist es ein wunderschöner, mitreißender Liebesroman. Es ist wieder diese „verbotene Liebe“ die mich gereizt hast dieses Buch zu lesen. Und ich muss sagen Nora Melling hat mich nicht enttäuscht. Sie hat einen wunderschönen Schreibstyl, der es dem Leser umso mehr in die Geschichte fesselt. Man wird quasi direkt in ihr Leiden und ihre Liebe hineinversetzt, und man kann sich genau vorstellen wie sich Luisa fühlen muss. Thursens verborgene und mysteriöse Art gefällt mir sehr. Es ist mal etwas anderes. Und ich muss sagen „Schattenblüte“ zählt mit zu meinen Lieblings-Büchern. Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
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| Bewertung von LiteraturFee aus Hösbach am 10.05.2011 | |
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Fazit: Der unverblümte, direkte Schreibstil hat mich überzeugt Die Autorin schafft es die Liebesgeschichte zwischen Luisa und Thursen romantisch und ergreifend darzustellen ohne kitschig oder überladen zu wirken. Nur der innerliche Zwiespalt von Luisa und auch den von Thursen hätte man deutlich besser darstellen können. Diese werden immer nur angekratzt ohne Klarheit zu bringen. Ebenso hätte ich mir gewünscht, wenn Nora Melling auf das „Drumherum“ ausführlicher eingegangen wäre. Absolut überzeugend und ohne jeglichen Kritikpunkt ist die Buchaufmachung: eine reine Augenweide! Sicherlich schwimmt Nora Melling mit „Schattenblüte“ auf der Welle der Jugend-Romantik-Fantasy-Bücher mit und beinhaltet nichts bahnbrechendes oder gar neues, dennoch empfand ich dieses Buch als absolutes Lesevergnügen. |
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