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Benutzername: Claudias Bücherregal
Wohnort: Schleswig-Holstein
Über mich: Ich liebe Bücher und habe daher einen eigenen Bücherblog: http://claudias-buecherregal.blogspot.com
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Bewertungen

Insgesamt 1035 Bewertungen
Bewertung vom 10.12.2018
Welche Farbe hat ein Kuss?
Bonilla, Rocio

Welche Farbe hat ein Kuss?


ausgezeichnet

Auf der Frankfurter Buchmesse bin ich auf die Neuerscheinung von Rocio Bonilla aufmerksam geworden und zwar hat mich diese so stark angesprochen, dass ich mir gleich die ersten beiden Kinderbücher, die bei Jumbo erschienen sind, besorgen musste und das sind: „Welche Farbe hat ein Kuss“ sowie „Der höchste Bücherberg der Welt“.

Die Rezension bezieht sich auf das Buch „Welche Farbe hat ein Kuss“, in dem Minimia lieben gerne zeichnet. Alles hat eine Farbe. Der Himmel ist blau, die Bananen gelb, aber wie malt man einen Kuss? Minimia geht alle Farben durch, die sie kennt, aber so richtig will ihr keine Farbe für einen Kuss einfallen. Zum Glück hat ihre Mama eine Idee.

In vielen Kinderbüchern gibt es nur eine Illustration pro (Doppel-) Seite. Die spanische Autorin und Illustratorin hat sich für dieses Buch im Querformat jedoch meistens dazu entschieden viele kleine Bilder zu zeichnen, denn es gibt z.B. ganz viel grünes Gemüse oder gelbe Blumen.

Fazit: Mir gefällt dieses Buch für Kinder ab 3 Jahren, da ich das Spiel mit den Farben, die Illustrationen der kleinen Minimia und den Ausgang des Buches total schön finde.

Als Extra gibt es noch eine Postermesslatte zum Herausnehmen, an der das Größerwerden eines Kindes festgehalten werden kann. Natürlich besitzt dieses Poster eine Illustration aus dem Buch.

Bewertung vom 10.12.2018
Gehirnjogging 2019 Textabreißkalender

Gehirnjogging 2019 Textabreißkalender


ausgezeichnet

Die Abreißkalender des Südwest Verlages sind ein täglicher Begleiter für ein gesamtes Kalenderjahr. Im praktischen 11x15 cm Format finden sie auf jedem Schreibtisch, im Flur oder auf dem Nachttisch Platz. Jeden Tag wird eine Seite gelesen und abgerissen. Die Seite enthält neben einem Beitrag zur Thematik des Kalenders auch ein Kalendarium des jeweiligen Monats, den Wochentag, das Datum sowie die Zeiten von Sonnenauf- und -untergang sowie analog die des Mondes. Die Auflösung des Rätsels steht stets auf der Rückseite. Die Rückwand des Kalenders besteht aus dicker Pappe, so dass man den Kalender aufstellen oder an einem vorgestanzten Loch aufhängen kann.

Der Textabreißkalender "Gehirnjogging 2019" bietet 365 knifflige Denksporträtsel fürs tägliche Kopftraining im Jahr 2019. Regelmäßiges Gehirntraining ist gut und wichtig, auch wenn es nur kleine Einheiten sind. Daher bietet sich so ein Kalender an, denn die tägliche Dosis und der Zeitaufwand sind nicht besonders hoch und somit lässt er sich auch im stressigen Alltag gut einbinden. Sport treiben ist nicht nur für den Körper wichtig, sondern auch für den Kopf.

Alle Seiten sind im gleichen Design gestaltet und in den Farben weiß und hellblau gehalten.
Besonders gefällt mir erneut die Vielfalt der Rätsel, denn der Kalender ist sehr abwechslungsreich. Er besteht aus vielen altbekannten Rätselarten wie zum Beispiel Sudoku, Um die Ecke denken, Zahlenpyramiden oder Bilderrätsel. Es gibt Rätsel, die mit Zahlen zu tun haben, aber auch welche mit Buchstaben oder Bildern. Man kann damit u.a. seine Rechenkünste, seine Logik und sein räumliches Vorstellungsvermögen trainieren. Manche Rätsel benötigen nur wenig Zeit, andere sind etwas zeitintensiver.

Fazit: Ich benutze diesen Abreißkalender bereits seit zwei Jahren. Zunächst wollte ich mir für 2019 keinen Neuen kaufen, aber dann ist mir vor ein paar Tagen bewusst geworden, dass ich diese tägliche Aufgabe vermissen würde. Daher wird mich dieser Abreißkalender nach 2017 und nach 2018 auch im neuen Jahr wieder begleiten.

Bewertung vom 18.11.2018
Meine verzauberte Freundin / Der zuckersüße Wunderladen Bd.1 (Audio-CD)
Moser, Annette

Meine verzauberte Freundin / Der zuckersüße Wunderladen Bd.1 (Audio-CD)


ausgezeichnet

In den Ferien wird Charlie zu ihrer bis dahin unbekannten Tante Agathe abgeschoben. Diese besitzt einen Bonbonladen‚ aber neben zahlreichen Süßigkeiten gibt es dort auch Naschkram mit einer Prise Magie, denn schnell erkennt Charlie, dass ihre Tante für alle ein offenes Wort hat und für jede Gemütslage das passende Bonbon verabreicht. Es könnte in Glückshausen also recht friedlich ablaufen, wenn da nicht ein Gegenspieler - der Zauberer Süßholz - sein Unwesen treiben würde. Charlie und Agathe nehmen zusammen mit einer sprechenden Schildkröte den Kampf auf.

„Meine verzauberte Freundin“ ist der Auftakt der Buchreihe „Der zuckersüßen Wunderladen“ um Charlie und ihre magische Tante. Annette Moser hat eine kindgerechte, fantasievolle Geschichte erdacht, die auch noch spannend ist und zeigt, wie wichtig es ist, dass man für andere Menschen ein offenes Ohr hat. Außerdem nimmt Freundschaft einen wichtigen Part im Buch ein. Ihre geschaffenen Figuren sind toll. Sowohl die guten, wie auch die bösen Charaktere. Im Zusammenspiel ergibt sich eine aufregende Geschichte.

Gelesen wird das Hörbuch hauptsächlich von Uta Dänekamp, deren junge Stimme sehr gut zu Charlie passt. Des Weiteren hilft Mark Bremer an den jeweiligen Stellen mit männlichen Stimmen aus, wodurch der Eindruck eines Hörspiels entsteht. Dass die beiden gut zusammen sprechen, habe ich schon mehrfach erlebt, und auch hier passt es wieder hervorragend zusammen.

Fazit: Ein tolles Kinderhörbuch aus dem Rubikon-Verlag, das Lust auf mehr macht, denn sowohl die Präsentation der beiden Sprecher, als auch die tolle Geschichte sorgen für gute Unterhaltung.

Bewertung vom 18.11.2018
Dafür ist man nie zu alt, 2 Audio-CDs
Engelmann, Gabriella

Dafür ist man nie zu alt, 2 Audio-CDs


sehr gut

Die mittlerweile fast 20-jährige Pia fühlt sich sehr erwachsen, seit sie wegen ihrer Ausbildung nach München gezogen ist. Immerhin steht sie nun auf eigenen Beinen. Auf Drängen ihrer Familie kehrt sie jedoch für die Weihnachtstage zurück in ihr altes Zuhause, in ihr Jugendzimmer und in das altbekannte Chaos mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester. Eigentlich ist sie dafür schon zu alt aber wer weiß, vielleicht wird es ja auch weihnachtlich-schön. Doch statt alter Traditionen, duftender Weihnachtskekse und einem gemütlichen Heiligabend, muss Pia plötzlich ihre Eltern ersetzen, ihre Schwester bespaßen und sich auch noch mit dem nervigen Nachbarsjungen Nic herumärgern, der über die Weihnachtstage bei ihnen untergebracht wurde. Dafür ist sie nun wirklich zu alt!

Anfangs kam mir die Protagonistin Pia etwas anstrengend vor. Ständig wiederholt sie, dass sie für dieses und jenes viel zu alt sei. Das passt zwar zum Titel der kurzen Erzählung, aber ist irgendwann ein kleines bisschen nervig. Zum Glück entwickeln sich Pia und die Geschichte weiter. Schnell entstehen Sympathien für die junge Frau, ihre Schwester und auch für Nic. Leider ist die Geschichte wirklich sehr kurz. Von Pia und Nic hätte ich gerne noch mehr gelesen.

Natürlich wirft Engelmann ihren Figuren wieder Steine in den Weg und so läuft nichts wie geplant. Der Hörer kann manchmal mitleiden, aber auch über manches Schmunzeln. Für eine Weihnachtsgeschichte hätte es für meinen Geschmack gerne noch etwas weihnachtlicher sein können. Zwar spürt man eine gewisse besondere Atmosphäre, aber da ist noch ein bisschen Luft nach oben. Vanessa Eckart liest die Erzählung und hat eine sehr frische, angenehme Stimme, so dass man ihr gerne zu hört.

Fazit: Eine schöne Weihnachtserzählung, die gerne noch etwas länger und etwas weihnachtlicher hätte sein können, deren Inhalt und Figuren jedoch Spaß machen und somit ist das Hörbuch sehr für einen kuscheligen Adventstag auf der Couch oder für ähnliche Gelegenheiten geeignet.

Bewertung vom 07.11.2018
Der Insasse
Fitzek, Sebastian

Der Insasse


ausgezeichnet

Vor einem Jahr wurde der Sohn von Till Berkhoff entführt. Mittlerweile hat Till die Hoffnung, dass sein Sohn noch lebt, aufgegeben. Er benötigt jedoch Gewissheit, um endlich abschließen zu können. Diese kann ihm nur der Mörder geben, doch der Tatverdächtige sitzt wegen zwei weiterer Kindstötungen im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie und schweigt zu den Vorwürfen, auch Max getötet zu haben. Till bliebt daher nur eine Möglichkeit: er muss selbst Insasse der Anstalt werden und Kontakt zum potentiellen Mörder seines Sohnes aufnehmen.

Jedes neue Buch von Sebastian ist seit Jahren Pflichtprogramm für mich. Bei „der Insasse“ hatte ich Glück und habe die „Limited Edition“ erhalten, bei der sich der Einband wie die gepolsterten Wände einer Zelle in einer Psychiatrie anfühlt und der Buchschnitt rot gefärbt ist.

Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Außerdem hält Fitzek die Kapitel kurz, so dass ein schnelles Tempo entsteht. Hinzu kommt noch die Spannung, die mich bei diesem Buch durch die Seiten getrieben hat. Immer wieder setzt der Autor noch eins oben drauf. Man denkt als Leser schon, dass es nicht schlimmer kommen könnte, aber weit gefehlt, Fitzek hat immer noch eine Überraschung in petto. Ich fand die Handlung wirklich extrem spannend. Endlich einmal wieder ein richtiger Psychothriller!

Die Auflösung war etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Ich bin auch noch nicht ganz sicher, ob diese Erklärung zu allem passt, was im Roman passiert ist. Aber auch wenn das Ende nicht ganz ideal für mich war, erhält der Roman eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne von mir.

Fazit: In diesem Roman steckt tatsächlich Psychothriller! Fitzek hat mich über 350 Seiten extrem spannend unterhalten und daher absolut 5 Sterne für dieses Buch verdient.

Bewertung vom 05.11.2018
Reise Know-How Reisetagebuch - Muster aus aller Welt
Feldmann, Franziska; Urban-Rump, Gunda

Reise Know-How Reisetagebuch - Muster aus aller Welt


ausgezeichnet

Im letzten Jahr ist das Reisetragebuch „Notizen von unterwegs“ im Reise Know-How Verlag erschienen und dieses Jahr kam das Reisetagebuch “Muster aus aller Welt“ hinzu.

Bezüglich Optik und Ausstattung wurde sich am bisher erfolgreich Erprobtem orientiert: Das Tagebuch hat abgerundete Ecken, ein pinkes, elastisches Gummiband zum Verschließen des Buches und eine Einstecktasche am Ende, um z.B. Eintrittskarten oder Ähnliches zu verwahren. Im Inneren gibt es weiße Seiten mit einem angenehmen Punktraster, wodurch es leicht ist geradlinig zu schreiben, ohne dabei so erdrückend zu wirken, wie es bei liniert oder kariert auf der Fall ist. Außerdem gibt es noch ein Lesebändchen. Das Tagebuch weist also erneut eine tolle Ausstattung auf.

In der Neuauflage wurde jede zweite Doppelseite mit einem Muster illustriert. Diese stammen aus der ganzen Welt und es steht stets dabei aus welchem Land das jeweilige Muster stammt. Dabei wurde sich an Stoffen, Strickmustern, Trachten, Teppichen u.ä. orientiert. Die Doppelseiten dazwischen sind (bis auf das Punkteraster) weiß und ohne Illustrationen. Ich liebe diesen Freiraum. Dadurch kann man sie ganz individuell beschreiben, bemalen, bekleben oder was einem sonst noch einfällt.

Neben den Blanko-Seiten bietet das Tagebuch auch einige praktische Vorgaben, z.B. eine Packliste, eine Budgetliste und Adress-Seiten zum Ausfüllen. Und dann noch einiges, was unterwegs nützlich sein könnte: Eine Weltkarte, Kontinente & Zeitzonen, internationale Maße, einen immerwährenden Kalender, ein Reiseverzeichnis und eine Sprachhilfe ohne Worte: Die wichtigsten Reisebegriffe zum Zeigen. Falls man also in einem Land ist, in dem man die Sprache nicht spricht, kann man immerhin auf das Symbol zeigen und somit z.B. das Bedürfnis nach Wasser, einer Tankstelle oder einem Krankenhaus aufzeigen.

Fazit: Optisch gefällt mir das Reisetagebuch total gut und der gebotene Freiraum im Inneren wird dafür sorgen, dass ich es individuell befüllen und somit zu „meinem“ Buch machen kann. Die Neuauflage ist genauso toll wie die erste Ausgabe.

Bewertung vom 05.11.2018
Halloween. Das Koch- und Backbuch
Grimm, Tom

Halloween. Das Koch- und Backbuch


ausgezeichnet

Halloween wird seit Jahren in Deutschland immer beliebter. Dekorationen dazu bekommt man mittlerweile an jeder Ecke, aber zu einer richtigen Halloween-Party gehört dann natürlich auch entsprechendes Essen und Trinken und da kommt dieses Buch ins Spiel, welches 50 Rezepte zum Kochen und Backen bietet, die nicht nur lecker, sondern auch dekorativ sind.

Das Buch bietet Süßes und Herzhaftes, wobei die Rezepte in folgende Kategorien aufgeteilt wurden: Fingerfood, Horrord’Oeuvre, Schlürf und Schlabber, Henkersmahlzeit, Schreilagen, Zuckerschocker, Aus dem Hexenofen und zum Abschluss gar garstig Gebräu.

Die Seiten sind stets gleich aufgebaut. Die linke Seite besteht aus einem Farbfoto des fertigen Essens/Getränks. Die rechte Seite beinhaltet das Rezept mit einer kurzen Anmerkung dazu, gefolgt von einer Zutatenliste, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und den Angaben zur Menge und zur Zubereitungszeit. Bei den Getränken gibt es übrigens stets eine Variante mit und eine ohne Alkohol.

Beim Ausprobieren war mir wichtig, dass das Ergebnis optisch ansprechend, die Anleitung brauchbar und das Gericht lecker ist. Ein paar Sachen sahen mir schon zu gruselig aus, um sie überhaupt zu testen, aber bei den anderen konnte ich mich austoben und bin belohnt worden. Die Ideen sind klasse und für die Umsetzung muss man definitiv kein Sternekoch sein. Wurstmumien, Friedhofsschmankerl, abgehackte Hexenfinger und die Brownie-Geister waren u.a. ein Knaller.

Fazit: Wer seine Halloweenparty kulinarisch aufpeppen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei! Toll Ideen, die vielfältig und gut umzusetzen sind.

Bewertung vom 05.11.2018
Fredy flunkert
Kauer, Jacqueline; Kauer, Daniel

Fredy flunkert


sehr gut

Fredy, das Lama, und Fauli, das Faultier, sind beste Freunde. Fredy ist eindeutig der Coolere von den beiden. Er hat Erfolg mit seiner Rockband, in seinem Beruf und natürlich auch bei den Lama-Damen. Zum Glück gönnt Fauli ihm dieses von Herzen und ist überhaupt nicht eifersüchtig. Als er jedoch feststellt, dass Fredy ihn scheinbar mehrfach angelogen hat, droht die Freundschaft zu zerbrechen, denn Fauli hat das Vertrauen in Fredy verloren – auch als dieser schwört, nun die Wahrheit zu sagen. Ob die beiden sich wieder vertragen?

Inhaltlich bietet die Geschichte eine moderne Version vom Hirtenjungen Peter, der ständig „Wolf“ schreit, obwohl keiner dort ist, bis man ihm irgendwann nicht mehr glaubt – denn, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr. Die Protagonisten sind zwei Tiere, die zurzeit sehr angesagt sind, nämlich ein Lama und ein Faultier. Die beiden sind hochmodern, so dass sie z.B. ihre Freundschaft durch zahlreiche Handyselfies festhalten. Freundschaft ist jedoch das höchste Gut und dieses droht verloren zu gehen.

Jacqueline und Daniel Kauer, die für Text und Illustration verantwortlich sind, habe sich eine süße Geschichte ausgedacht. Die Flunkereien passen zu Fredy und auch wie Fauli ihm auf die Schliche kommt, ist plausibel. Mir gefällt lediglich die letzte Idee nicht. Die „super-krass-extrem-seltsame“ Sache, um Fauli zu zitieren, die vielleicht wahr ist, die er Fredy aber nicht mehr glauben kann. Diese wird zum einen gar nicht wirklich im Buch aufgenommen, nur kurz angerissen, aber nicht thematisiert, und zum anderen ist das nichts, was ich meinen Kindern ab einem Alter von 4 Jahren vorlesen wollen würde. Da hätte ich mir eine schönere, kindgerechtere Idee gewünscht.

Fazit: Fredys letzte Lüge oder Wahrheit, wer weiß das bei ihm schon so genau, gefällt mir thematisch leider gar nicht. Ansonsten ist das Kinderbuch süß illustriert und zeigt Kindern, warum man nicht flunkern darf, denn dadurch wird das Vertrauen in einer Freundschaft zerstört.

Bewertung vom 04.11.2018
Sternstunde
Kalisa, Karin

Sternstunde


weniger gut

Kim wurde am 24. Dezember geboren, heißt mit zweitem Vornamen Stella, was Stern bedeutet, und liebt daher den Weihnachtsstern. Alles sammelt sie über ihn, Informationen und Abbildungen, bis sie eines Tages in der Vorweihnachtszeit erfährt, dass der Weihnachtsstern gar kein Stern sei, sondern nur ein Komet, also ein Klumpen aus Gas und Staub. Die kleine Kim ist entsetzt, desillusioniert und macht sie auf die Suche nach Antworten. Dabei trifft sie u.a. auf den Astrophysiker Arthur Sanftleben und den gleichaltrigen sternenkundigen Max, die jeder ihre eigenen Theorien und Ansichten zum Weihnachtsstern haben.

Diese kleine Weihnachts- oder auch Wintergeschichte konnte mich leider nicht begeistern. Irgendwie hat sie mich nicht berührt. Ich fand sie weder atmosphärisch noch poetisch. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was die Autorin mir mit ihrer Geschichte sagen oder bei mir auslösen möchte. Es ist leider gar keine Verbindung zwischen dem Roman und mir entstanden. Das Buch lässt sich zwar flüssig lesen und einige Ansätze fand ich auch schön, aber es war einfach nicht meins.

Fazit: Mir hat die Geschichte leider nicht zugesagt. Ich habe jedoch auch schon viel positives Feedback dazu gehört, daher empfehle ich Interessierten einfach einmal in diese Leseprobe auf der Verlagsseite von Droemer hineinzulesen und selbst zu entscheiden. Für mich waren es leider nur 2,5 Sterne.

Bewertung vom 04.11.2018
Hauptsache, der Baum brennt
Beerwald, Sina

Hauptsache, der Baum brennt


ausgezeichnet

Verkatert öffnet Sarah Christkind am Sonntagmorgen einem Mann die Haustür, der behauptet, er sei DER Weihnachtsmann und wäre bei IHR genau richtig, da er das letzte Christkind getötet hätte und nun Ersatz bräuchte. Als sie den –offenbar gestörten- Mann nicht beim sozialpsychiatrischen Dienst loswird, nimmt sie sich ihm an – immerhin ist sie Therapeutin. Dabei hat sie mit ihrem gerade ausgezogenem Mann, seiner Neuen und ihren beiden Pubertieren schon genug um die Ohren, aber dem Mann, der scheinbar weder Autos kennt noch weiß, was ein Geschirrspüler ist, und stattdessen dringend seine Rentiere sucht, muss geholfen werden. So eine turbulente Adventszeit hat Sarah jedoch noch nie erlebt.

Sina Beerwald schreibt querbeet. Historisches, Nordseekrimis, Thriller („Hypnose“ ist u.a. sehr zu empfehlen) und als ich gelesen habe, das es von ihr nun einen humorvollen Weihnachtsroman gibt, musste ich diesen unbedingt lesen. Leider sind humorvolle Bücher oft ein Problem für mich, da ich sie nicht witzig finde, aber Beerwald hat genau mein Humorniveau getroffen. Die Ich-Erzählerin Sarah Christkind ist sympathisch, authentisch und als Leser begleitet man sie durch den Dezember. Die eigentliche Hauptfigur ist jedoch der Weihnachtsmann. Frisch vom Nordpol einflogen, kommt er so gar nicht in unserer Welt zurecht. Wortspiele versteht er nicht und mit den meisten Haushaltsgegenständen steht er auf Kriegsfuß. Kein Wunder, dass Sarah ihn entweder rund um die Uhr betreuen muss oder halt eine Katastrophe nach der nächsten erlebt.

Mich hat das Buch auf einer langen Bahnfahrt begleitet und ich habe tatsächlich die Zeit und die Menschen um mich herum vergessen. Ich musste so oft lachen und habe es genossen, dass so alltägliche Dinge so humorvoll umgesetzt wurden und Beerwald eine Komödie geschrieben hat, die überhaupt nicht krampfhaft versucht witzig zu sein, sondern durch Situationskomik großartig unterhält. Zudem ist es natürlich auch weihnachtlich und ein bisschen magisch.

Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Lust auf einen wirklich witzigen Weihnachtsroman haben, der zwar einen Hauch Magie besitzt, aber nicht kitschig oder klischeehaft ist, sondern frisch und fröhlich über eine chaotische Adventszeit mit dem Weihnachtsmann berichtet. Definitiv eine Weihnachtsbuchempfehlung – zum Selbstlesen und auch zum Verschenken. Da kann man nur 5 Sterne für vergeben!