Tierische Profite / Commissario Brunetti Bd.21 - Leon, Donna

Tierische Profite / Commissario Brunetti Bd.21

Commissario Brunettis einundzwanzigster Fall

Donna Leon 

Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Buch mit Leinen-Einband
 
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Tierische Profite / Commissario Brunetti Bd.21

Ein toter Mann, der von niemandem vermisst wird, weder von den Venezianern noch von Touristen. Und ein teurer Lederschuh am Fuß dieser Leiche. Brunetti muss all seine Menschenkenntnis aufbieten und sein ganzes Kombinationstalent, um diesen Fall zu lösen, der ihn bis aufs Festland nach Mestre führt.

Als im Morgengrauen eine aufgedunsene Leiche im Kanal gefunden wird, ist ein eleganter Lederschuh die einzige Spur, die Brunetti hat. Und eine persönliche Erinnerung: Obwohl die Augen des Toten geschlossen sind, glaubt Brunetti deren Farbe von irgendwoher zu kennen. Aber woher? Seinen Stiernacken verdankt der Tote einer seltenen Krankheit. Doch so erschreckend sein Aussehen, so sanft seine Seele, wie Vianello und Brunetti bei ihren Nachforschungen entdecken. Ein Fall, der bis in den Bauch von Venedig, nach Mestre, führt. Familienleben, Spaziergänge und Einkehren in Bars und Caffès – Brunetti braucht dies mehr denn je in seinem neuesten Fall, der ihm regelrecht auf den Magen schlägt.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2013
  • Ausstattung/Bilder: 2013. 336 S. 184 mm
  • Seitenzahl: 327
  • Commissario Brunetti Bd.21
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 125mm x 27mm
  • Gewicht: 364g
  • ISBN-13: 9783257068580
  • ISBN-10: 3257068581
  • Best.Nr.: 36805145
Donna Leon, geb. 1942, verließ mit 23 Jahren New Jersey, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Seit 1965 lebt sie ständig im Ausland, arbeitet als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London, an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Seit 1981 lebt und arbeitet sie in Venedig.


Kundenbewertungen zu "Tierische Profite / Commissario Brunetti Bd.21"

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Bewertung von schildi aus Augsburg am 27.04.2014   ausgezeichnet
Nachdem ich mindestens die letzten beiden Bände von Donna Leon über ihren Kommissar Brunetti nicht mehr so gut fand war ich von diesem Buch wieder positiv überrascht. Es wurde wieder einmal spannend (was mir in den letzten Geschichten eher gefehlt hat) und das Thema ist mir auch noch sehr nahe gegangen.
Sie schafft es einen guten, spannenden Kriminalroman mit einem relativ aktuellen Thema (Ekelfleisch für den Verzehr) zu verbinden und einen sehr zum Nachdenken anzuregen. Und mich würde es ehrlich gesagt nicht wundern, wenn ihre Geschichte nicht NUR eine Fantasie-Geschichte wäre, so gut ist ihr dieses Buch meiner Ansicht nach gelungen.

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Bewertung von R.E.R. am 26.07.2013   sehr gut
Während und nach der Lektüre von Donna Leons “Tierischen Profiten” wird so mancher Leser wohl auf den Genuss von Fleisch und Fleischprodukten verzichten. Die blutigen Stellen im Krimi stammen diesmal nicht von menschlichen Opfern grauenvoller Gewaltverbrechen. Brunetti durchwatet sie mit Gummischuhen an der Seite seines getreuen Vianello im Schlachthof von Mestre. Der Mord an einem Veterinärmediziner führt sie dorthin. Was aber hat den für seine Tierliebe bekannten Mediziner dorthin verschlagen, in diese Hölle für Vierbeiner?

Die Lektüre eines Falles mit Commissario Brunetti wirkt immer beruhigend. Sei der Inhalt auch noch so abscheulich. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass Donna Leon mit dem sensiblen Venezianer eine Figur geschaffen hat, die an das Beste im Menschen appelliert und dabei keine allzu menschlichen Züge vermissen lässt, vor allem im Hinblick auf lukullische Genüsse. “Fast ein Heiliger” um es mit den Worten bzw. einem Buchtitel der Pulitzer Preisträgerin Anne Tyler zu sagen.

Der 21. Band beginnt unspektakulär. Ein Toter wird aus dem Kanal gefischt und mehr als sein gewaltsames Ableben sorgt sein Aussehen bei Brunetti für Irritationen. Bis ihn der Pathologe darüber aufklärt, das das Opfer lunter dem sogenannten Madelung Syndrom litt. Einer seltenen (chronisch unheilbaren) Krankheit, bei der sich Fett an bestimmten Körperstellen sammelt. Der Hals des Toten war bereits so breit wie sein Kopf. Trotz dieses außergewöhnlichen Merkmals ist es zunächst nicht möglich ihn zu identifizieren. So beginnt der typische Donna Leon Flair.

Brunetti spaziert sinnierend durch seine Heimatstadt. Trinkt Kaffee, isst Antipasti und genießt Weißwein oder Prosecco. Lässt sich mittags und abends wahlweise mit Drei-Gänge-Menüs seiner Frau Paola oder ausgewählter Lokalitäten verwöhnen. Zwischen diesen Wellness Oasen für Gaumen und Seele löst er seine Fälle. Die Ruhe, die er dabei (fast) immer behält, überträgt sich irgendwann auf den Leser. Seine philosophischen Gedankengänge, immer untermalt mit den literarischen Auszügen seiner Lieblingswerke (diesmal Aurel und Aischylos) tragen zudem dazu bei, sich in dem wohligen Gedanken zu gefallen, dass man trotz leichter Lektüre etwas für seinen Intellekt tut. Und nicht nur savoir vivre für den nächsten Italien Urlaub übt.

Boshaft ließe sich sagen: Kennt man einen, kennt man alle. Aber gerade das ist wohl das Rezept des Erfolges. Die immer gleiche Routine, alterniert nur durch wechselnde Verbrechen. Es macht nichts, wenn man die Reihenfolge der Bände nicht einhält. Donna Leon bleibt sich und ihrem Brunetti treu. Wer sich also mit den oben genannten Grundzutaten anfreunden kann, dem sei nur gesagt, was es in diesem Band abseits des Verbrechens zu lesen und zu überdenken gibt: Neben dem Geheimnis im Schlachthof u.a. die Überproduktion von Milch, Butter und Käse, fehlgeleitete EU-Subventionen, den üblichen Sumpf in italienischen Behörden, eine Intrige an Paolas Universität, die Arbeitslosigkeit unter italienischen Jungakademikern und den Ausverkauf Venedigs durch den Tourismus. Klingt etwas überladen? Ist es aber keineswegs! Ein Vergleich mit einer guten italienischen Pastasauce drängt sich auf. Je mehr Sahne, desto besser. Vielleicht dauert es manchmal etwas länger bis man sie verdaut hat, aber gut ist sie trotzdem.

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Bewertung von Karthause am 27.06.2013   sehr gut
Zum einundzwanzigsten Mal hatte Commissario Brunetti in den Kanälen und Gassen Venedigs einen Fall zu lösen, zum einundzwanzigsten Mal fieberte ich mit ihm. War ich von den ersten Krimis aus der Feder von Donna Leon wirklich begeistert, ließ dieses Empfinden bei mir bereits seit einigen Fällen nach. Umso gespannter wartete ich nun auf den neuen Brunetti.

Wie in den vorhergehenden Fällen konstruiert die Autorin ihren Kriminalfall um ein gesellschaftlich ebenso brisantes wie auch aktuelles Thema. In ihrem neuesten Krimi widmet sie sich den Zuständen in der Fleischindustrie. Die Beschreibungen sind ungeschönt und sie verschont weder Commissario Brunetti noch den Leser mit unappetitlichen Details. Die Krimihandlung weist keine großen Längen auf und ist von Beginn an spannend. Das Buch liest sich sehr flüssig, was zum einen der routinierten Schreibweise der Autorin zum anderen der gelungenen Übersetzung von Werner Schmitz zu verdanken ist. Ganz besonders sind mir jedoch seit dem ersten Teil die Spaziergänge durch Brunettis Venedig ans Herz gewachsen. Wer Venedig kennt, wird sicher beim Lesen auch das Gefühl haben, die Stadt riechen und hören zu können. Donna Leon schaffte es aber auch bei den Szenen im Schlachthof das Kopfkino bei mir in Gang zu setzen. Bei dem Zusammenspiel von den Ermittlungen um die aufgefundene Leiche und die Machenschaften im Schlachthof hat die Autorin genau das richtige Maß gefunden. Sie weist deutlich auf Missstände hin ohne dadurch den Kriminalfall zu belasten. Was mich jedoch ein wenig stört, Brunetti ist immer noch der „Alte“, seit den ersten Fällen ist kaum eine persönliche Weiterentwicklung zu erkennen. Aber wenn ich es recht bedenke, will ich eigentlichen anderen Commissario?

Mit diesem 21. Fall hat mich Donna Leon wieder überzeugt und über die etwas schwächeren Vorgänger hinweg getröstet. Fall. Wer ruhige Krimis und die Serenissima mag, wird auch dieses Buch mögen. Ich freue mich jetzt schon auf Brunettis 22 Einsatz.

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Bewertung von Havers am 09.06.2013   ausgezeichnet
Die Qualität der Brunetti-Romane von Donna Leon Romane hat in den letzten Jahren stark differiert. "Tierische Profite" nun ist der 21. Band der Reihe, und in diesem findet die Autorin eindeutig zu alter Stärke zurück: der Fall ist brisant, die Beschreibung der 'Serenissima' gelungen und das Verhalten der Hauptfiguren gewohnt authentisch.

Eine männliche Leiche mit deformiertem Oberkörper wird aus dem Kanal gezogen. Die Untersuchung durch Commissario Brunetti und seinen Assistenten Vianello ergibt, dass es sich bei dem Erstochenen um den an einer seltenen Krankheit leidenden Tierarzt Nava handelt, der neben der Arbeit in seiner Kleintierpraxis auch als Fleischbeschauer in einem Schlachthof arbeitete. Dort war er bei den angelieferten Tieren für die Überprüfung ihres Gesundheitszustandes zuständig und musste das Fleisch für den Verzehr freigeben.

Mit Hilfe der Computerkenntnisse und den Kontakten seiner Mitarbeiterin Signorina Elettra gelingt es Brunetti recht zügig, den Mord entsprechend einzuordnen und er findet heraus, dass auch in den italienischen Schlachthöfen Vorteilsnahme und Gier das treibende Element für skrupelloses Verhalten ist.

Donna Leon legt einmal mehr den Finger auf die Wunde, wenn sie, wie bereits der Titel vermuten lässt, sehr realitätsnah die Machenschaften der Fleischindustrie aufzeigt. Schonungslos beschreibt sie die Zustände in einem Schlachthaus, das der Commissario und Vianello unter die Lupe nehmen. Und Brunetti kann einmal mehr nachvollziehen, warum seine Tochter Chiara Vegetarierin ist und Vianello ihm vom Rindfleischverzehr abrät.

Aber dennoch lässt es sich nicht leugnen, dass eine gewisse Resignation bei Brunetti zu spüren ist. Er selbst hat hohe moralische Grundsätze, muss aber zu seinem Leidwesen immer wieder feststellen, dass das Verhalten derjenigen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, in erster Linie von Profitgier und Eigennutz geprägt ist.

Wie immer werden aber auch andere Themen gestreift. Ob es nun um den Eingriff in das Ökosystem der Lagune durch die Fluttore, die Überfremdung von Venedig oder um unsinnige Förderprogramme der EU geht – die Autorin bezieht Stellung, wobei sie nicht nur von einem ethischen, sondern ganz deutlich auch von einem politischen Standpunkt aus argumentiert.

Mit "Tierische Profite" legt Donna Leon einmal mehr einen nicht nur spannenden, sondern stellenweise auch schockierenden Kriminalroman vor, der den Leser zum Nachdenken anregt. Denn so weit hergeholt scheinen mir die Ereignisse rund um den Tod des Tierarztes Nava nicht zu sein.

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