Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Melanie T.
Wohnort: 
Vettweiß
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 388 Bewertungen
Bewertung vom 19.02.2024
Die Insel des Zorns
Michaelides, Alex

Die Insel des Zorns


ausgezeichnet

Diese Geschichte haben Sie noch nie gehört - soweit das Versprechen. Und ich muss sagen, es stimmt.
Es ist ein bisschen eine Liebesgeschichte, dann ein bisschen ein Psychothriller, insgesamt wird eine Bühne bereitet und es wird immer wieder umorganisiert.
Das Ganze arrangiert mit tollen Schauspielern, die sich an die Gegebenheiten anpassen.
Der Schreibstil ist ebenso mitreissend wie der Erzählstil aus Elliot's Sicht. Aber ist seine Sicht auch die einzig Wahre? Hintergeht er nur oder wird er hintergangen? Immer wieder tun sich neue Fragen und Richtungen auf, wohl verpackt in kurzen und knackigen Kapiteln.
Die Protagonisten haben alle ihren besonderen Charme und ihre Aufgabe in der Geschichte und sind hervorragend ausgearbeitet.
Das Cover dagegen ist nicht sonderlich ansprechend, aber es hat auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.

Bewertung vom 28.01.2024
Gestehe
Faber, Henri

Gestehe


ausgezeichnet

Inspektor Jacket, nicht nur Ermittler, sondern Star-Buchautor, kommt an einen Tatort, der genauso aussieht wie in seinem neuen Buch. Soweit - so schlecht. Für ihn und für die Ermittlungen. Zum Glück hat er einen loyalen Kollegen, denn alle anderen halten ihn nicht für ganz koscher aufgrund seiner Vergangenheit.
Die Kapitel stehen immer im Fokus der jeweils handelnden Person und sind von dieser aus in der Ich-Form geschrieben. Manchmal vergißt man beim Lesen, bei wem man gerade ist. Die Überschrift ist hier aber ein guter Gehilfe, die auch immer zeigt wann und wo man gerade unterwegs ist.
Der Schreibstil ist angenehm locker und mit dem ein oder anderen Humor, der auch schon mal schwarz sein darf, gespickt.
Die Story ist verwirrend, teilweise grausam, auf keinen Fall etwas für zart besaitete Seelen.
Das Cover ist einfach, und genau deshalb hat es einen Wiedererkennungswert.

Bewertung vom 18.01.2024
VITA
Dalcher, Christina

VITA


weniger gut

In diesem Roman geht es um das Thema der Todesstrafe und wie man damit umgeht, wenn ein Staatsanwalt diese gefordert hat und nach der Hinrichtung festgestellt wird, dass der Verurteilte doch nicht schuldig war. Denn dann wird der Staatsanwalt genauso hingerichtet wie der Verurteilte.

Die Geschichte basiert auf einer interessanten Idee. Leider ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen.

Es gibt den Handlungsstrang der betreffenden Staatsanwältin in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit, wie sie zu der Person wurde, die sie heute ist. Daneben gibt es noch eine Art Tagebuch des unschuldig Verurteilten, welches in Briefform der Staatsanwältin zugeht.

Soweit so gut. Der einzig angenehm lesbare Teil sind die Aufzeichnungen des vermeintlichen Mörders.

Die restliche Geschichte ist lediglich eine Aneinanderreihung von Ereignissen ohne Tiefgang und ohne Protagonisten, die auch nur im entferntesten gut beschrieben wären.

Mich konnte das Buch weder fesseln noch begeistern.

Bewertung vom 16.01.2024
Aktion Phoenix
Herzog, Christian

Aktion Phoenix


sehr gut

Dieser Roman mit historischem Hintergrund kommt fast schon als Krimi daher.

Die Geschichte spielt im Jahr 1936 vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele in Berlin. Daneben spielt auch die Hindenburg eine große Rolle.

Die Handlungsstränge gehen ineinander über und treffen sich teilweise, das macht das Verfolgen der Story ganz besonders interessant und auch spannend.

Nebenher erfährt man nicht nur Einiges über einen geplanten Anschlag und über Widerstandskämpfer, sondern auch viel über das Geschehen in den 30er Jahren in Deutschland.

Hier gewinnt man Einblicke in unsere deutsche Vergangenheit, die nicht immer schön war und auch heute noch nicht ist.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, auch wenn für mich am Ende ein paar offene Fragen geblieben sind.

Bewertung vom 03.01.2024
Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt / Die Mordclub-Serie Bd.4
Osman, Richard

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt / Die Mordclub-Serie Bd.4


ausgezeichnet

Weiter geht es mit einem spannenden Fall des Donnerstagsmordclubs. Die Gang hat sich nach Weihnachten wieder zusammen gefunden, um einem mysteriösen Mord auf die Spur zu gehen. Bei diesem einen Mord bleibt es dann aber nicht, und die Geschichte wird immer konfuser.
Auch in diesem Band wird die Kapitelaufteilung wie bei bisherigen Büchern beibehalten. Es gibt immer aktuelle Geschehnisse und Tagebucheinträge von Joyce, was das Lesen abwechslungsreich gestaltet. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, an Humor mangelt es nicht und die Personen entwickeln sich und ihre Beziehungen weiter.
Das Cover passt wieder hervorragend zum Thema und auch zu den anderen Bänden. Schön ist die Farbgestaltung, die sich bisher nicht wiederholt hat.
Ich bin gerne bei den nächsten Bänden dabei und hoffe, dass die Gang noch lange gesund und munter bleibt.

Bewertung vom 29.12.2023
Himmelfahrt
Binge, Nicholas

Himmelfahrt


gut

Ein mysteriöser Berg, eine Forschertruppe die allmählich den Verstand verliert, Gefahren in Eis, Schnee und Kälte. Das ist die Grundlage dieses Sci Fi Thrillers. Die Erzählform ist besonders, in Form von Briefen eines der Forscher an seine Nichte. Man erfährt in Rückblenden, wie er zu dem Menschen geworden ist mit dem wir hier gemeinsam die Reise auf den Berg unternehmen und lernen ihn im Zuge der Erforschung näher kennen. Als Leser begibt man sich auf eine unvorstellbare Reise, bei der es wichtig ist, offen an manche Themen heranzugehen. Fast schon hat man den Eindruck, dass man ein Tagebuch liest über eine tatsächlich stattgefundene Expedition. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und die Protagonisten sind ebenso wie die Vorgänge und Örtlichkeiten sehr gut dargestellt.
Insgesamt konnte mich dieser Thriller allerdings nicht überzeugen.
Andererseits könnte ich mir eine Verfilmung gut vorstellen, Stoff wäre auf jeden Fall reichlich vorhanden.

Bewertung vom 04.12.2023
Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen / Die mörderischen Cunninghams Bd.1
Stevenson, Benjamin

Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen / Die mörderischen Cunninghams Bd.1


sehr gut

Ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe in Australien.
Im Mittelpunkt stehen die Cunninghams, eine nicht ganz einfach gestrickte Familie mit verbrecherischem Hintergrund und genau ebensolchen Anverwandten.
Es passiert buchstäblich ein Mord nach dem anderen und man wird mit einer ominösen Familiengeschichte verwirrt.
Eine wirklich fast komische Geschichte im Agatha Christie Style, die englischer kaum sein könnte.
Die Protagonisten, besonders hervorzuheben der Erzähler der Geschichte, sind alle herausragend ausgearbeitet, auch die Geschichte hat einen Anfang, einen Mittelteil und einen Ausblick auf die Zukunft. Weiterhin werden die 10 Gebote - bzw. Verbote - des Detektivseins eingehalten.
Mir hat das Cover gut gefallen, der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Geschichte hat ihre humorigen Anteile ohne direkt Cosy Crime zu sein.
Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Band, der im nächsten Jahr erscheinen soll.

Bewertung vom 29.11.2023
Ingenium
Trussoni, Danielle

Ingenium


sehr gut

Ein Thriller mit mysthischen und mysteriösen Aspekten, mit Rätseln und interessantem Religionshintergrund.
Mike Brink erstellt Rätsel, seit er einen Unfall mit Schädelhirntrauma erlitten hat. Durch diesen Umstand erhält er Zugang zu einer Gefangenen, die seit Jahren im Gefängnis sitzt und nie über den Tod eines Freundes spricht, für welchen sie verurteilt wurde. Im Verlauf der Geschichte erfährt man viel über die geheimnisvollen Geschehnisse der entsprechenden Nacht als auch über aktuelle Ereignisse, die sowohl mysteriös als auch mythisch sind und Verbindungen zu moderner Quantentechnologie haben. Wie hängt das alles zusammen und wie kann man dieses besondere Rätsel lösen.
Die Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet und die Geschichte nimmt an Spannung im Verlauf kontinuierlich zu. Der Schreibstil ist mitreissend und die kurzen Kapitel laden dazu ein, schnell durch die Geschichte zu gleiten.
Eine aussergewöhnliche Geschichte, wie ich sie so noch nicht erlebt habe.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 20.11.2023
Der Mentor
Diel, Svenja

Der Mentor


ausgezeichnet

Frauenleichen - bösartig zugerichtet und durchnummeriert. Ein Team aus Heidelberger Ermittlern erhält Unterstützung vom LKA München. Und es geht richtig blutrünstig zur Sache.
Ein Thriller, wie er seinesgleichen sucht. Ein tolles Ermittlerteam ist überfordert und findet einfach keinen richtigen Ansatzpunkt in der Aufklärung dieser bösartigen Verbrechen, denen ausschließlich junge Frauen zum Opfer fallen. Auch wenn ich den Begriff Pageturner nicht sonderlich gerne mag, hier trifft er absolut zu. Man hechtet durch die Geschichte, man erfährt Hintergründe, verläuft sich in falschen Fährten und ist immer auf der Hut vor der nächsten Leiche oder der nächsten vorangehenden Entführung. Spannung in Hochform, dazu ein toller und mitreissender Schreibstil und hervorragend herausgearbeitete Protagonisten. Ich hoffe sehr, dass dieser Thriller der Auftakt zu einer Reihe wird. Ich wäre auf alle Fälle wieder dabei.

Bewertung vom 06.11.2023
Der Cocktailmörderclub / Phyllida Bright Bd.2
Cambridge, Colleen

Der Cocktailmörderclub / Phyllida Bright Bd.2


ausgezeichnet

Nach Band 1 „Die Dreitagemordgesellschaft“, in der Phyllida Bright das erste Mal ermittelt, nun endlich der zweite Band. Es geht wieder herrschaftlich englisch zu, diesmal mit einem Mordbasar. Das vermutete Opfer überlebt, dafür muss leider der Pfarrer dran glauben. Zum Glück ist Phyllida da, um nicht zuletzt im Auftrag ihrer Chefin Agatha Christie in die Ermittlungen einzusteigen. Sie hat nicht nur ein Gespür für Mordfälle, sondern auch die richtigen Verbindungen zur Dienerschaft. Es gibt wieder herrliche Schlagabtäusche zwischen Phyllida als Haushälterin auf der einen Seite und sowohl dem Butler als auch dem Chauffeur auf der anderen Seite. Die Auflösung des Mordfalls letztendlich erinnert sehr an Mord im Orient Express, was natürlich in Bezug auf Agatha Christie absolut passend ist. Aber auch ein bisschen Death in Paradise lässt anmuten. Der Schreibstil ist zackig und verleitet zum Weiterlesen, die Personen sind sehr gut beschrieben, die Örtlichkeiten geradezu bildlich vor Augen des Lesers. Die Story an sich schon fast ein Meisterwerk an Verwicklungen und Verwirrungen. Gerade das Buch zur Seite gelegt gelüstet es schon nach weiteren Fällen rund um Mallowan Hall.