Die Flucht / Cassia & Ky Bd. 2 - Condie, Ally

Ally Condie 

Die Flucht / Cassia & Ky Bd. 2

Roman

Aus d. Amerikan. v. Schäfer, Stefanie
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Die Flucht / Cassia & Ky Bd. 2

Nach "Die Auswahl" von Ally Condie jetzt endlich der 2. Band der Bestsellerserie um Cassia & Ky.

Wie durch ein Wunder gelingt Cassia, die zur Arbeit in die landwirtschaftliche Provinz versetzt worden ist, die Flucht in die Äußeren Provinzen - sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe. Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen tödlichen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die gefährlichen Canyons in den Grenzgebieten. Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensbedrohlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky - sondern auch nach sich selbst.

"Cassia", sagt die Funktionärin. "Bitte kommen Sie mit mir ins Hauptgebäude. Wir haben einen Kontakt für Sie." Die anderen Mädchen starren mich überrascht an. Mir läuft es kalt den Rücken hinunter. Ich kann mir denken, wer es ist. Meine Funktionärin, die mich über das Terminal überprüfen will. Ich sehe ihr Gesicht ganz deutlich vor mir, jeden eiskalten Zug. Ich will sie nicht sehen! "Cassia", mahnt die Funktionärin. Ich drehe mich um und betrachte die anderen Mädchen und die Unterkunft, die mir plötzlich warm und gemütlich erscheint. Die Funktionärin geht mir auf dem Weg zum Hauptgebäude voraus, und ich höre schon beim Durchqueren der Eingangshalle das Terminal auf der anderen Seite summen. Einen Augenblick lang senke ich die Augen, bevor ich den Blick zum Terminal hebe. Erst muss ich mein Gesicht, meine Hände und Augen unter Kontrolle bekommen. Haltung und Miene müssen so beherrscht sein, dass niemand in mir lesen kann. "Cassia", sagt jemand. Die Stimme kenne ich! Dann blicke ich auf und traue meinen Augen nicht. Er ist hier! Der Terminalbildschirm ist leer. Dafür steht er vor mir, er selbst! Er ist hier! Heil, gesund und unversehrt. Hier. Er ist nicht allein - ein Funktionär steht hinter ihm -, aber egal, er ist - Hier. Ich schlage meine geröteten Hände vor die Augen, weil mich der Anblick überwältigt. "Xander", flüstere ich.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Fjb
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 455 S.
  • Cassia & Ky Bd.2
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 155mm x 47mm
  • Gewicht: 814g
  • ISBN-13: 9783841421449
  • ISBN-10: 384142144X
  • Best.Nr.: 33994187
Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Salt Lake City, USA. Nach ihrem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

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Kundenbewertungen zu "Die Flucht / Cassia & Ky Bd. 2" von "Ally Condie"

15 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 15 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Lettercrubler aus Osnabrück am 20.02.2013 ***** ausgezeichnet
Nachdem Ky in die äußeren Provinzen gebracht wurde, ist Cassia immer noch fest entschlossen, zu ihm zu gelangen. Als sie zusammen mit einem anderen Mädchen -Indie- aus dem Arbeitslager fliehen kann, findet sie sich auf einem langen Weg durch Wüsten und Felsen wieder.
Doch auch Ky ist festentschlossen, seine Freundin wiederzusehen. Er befindet sich mit mehreren anderen Jungen an einem Ort, um als vorgebliche Bauern den Feinden des Systems als leichte Beute gegeben zu werden. Ky kann mit zwei weiteren Jungen fliehen und begibt sich ebenfalls auf die Suche nach Cassia.
Was beide aber nur unterschwellig merken, sie kommen einer Rebellion immer näher. Immer mehr Hinweise deuten an, dass die Untergrundorganisation die "Erhebung" existiert.
Während ihrer Reise werden sowohl Cassia und Ky mit vielen Gefahren konzentriert. Nicht zuletzt ihrer Vergangenheit und bisher unbekannten Geheimnissen...

Das Buch knüpft unmittelbar an den ersten Teil an und erzählt im gleichen Stil weiter. Allerdings wird dem Leser hier auch ein Einblick in Kys Sicht gegeben, was sehr viel interessanter ist als ihn immer nur aus äußerer Perspektive zu erleben. Außerdem kann die Geschichte so parallel an zwei Orten ablaufen.
Mir hat dieses Buch fast noch besser gefallen als sein Vorgänger. Die Handlung ist deutlich spannender aufgebaut und enthält einige Wendepunkte. Außerdem weiß der Leser in einigen Aspekten nicht, wie das Ganze enden soll.
Allerdings wirkt der zweite Teil zeitweise düsterer, wobei auch deutlich mehr Gewalt als zuvor eine Rolle spielt (diese ist allerdings sehr seicht erzählt und von daher passend zum ersten Teil).
Daher werde ich mir den dritten Teil auf jeden Fall auch noch kaufen. Eine gelungene Fortsetzung.

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Bewertung von Stephie am 10.10.2012 ***** ausgezeichnet
Die Flucht kommt, genau wie schon Die Auswahl, eher in leisten Tönen daher. Es ist nicht wirklich spannend und verzichtet auf viel Action, dennoch wird einem nie langweilig und man hat andauernd das Bedürfnis weiter zu lesen, weil einen die Handlung auch so genug fesselt.

Man leidet sowohl mit Ky als auch mit Cassia mit, die eine ganze Menge durchstehen muss um zu Ky zu gelangen. Sie wird auf dem Weg vor einige Herausforderungen gestellt und muss mehr als einmal eine schwere Entscheidung treffen. Dadurch entwickelt sich Cassia aber auch weiter und hinterfragt schließlich nicht nur andere, sondern auch ihr eigenes Verhalten sowie ihre Beweggründe.

Im zweiten Teil der Trilogie erfährt man des Weiteren nach und nach mehr über die Erhebung, die sich gegen die Zwänge und Kontrolle der Gesellschaft wehrt. Dabei muss man sich im Laufe der Geschichte aber auch die Fragen stellen, ob diese Erhebung wirklich so gut ist, wie die meisten, einschließlich Cassia, sie sich vorstellen und sogar, ob nicht auch das Leben innerhalb der Gesellschaft mit all ihren Regeln trotz allem gewisse Vorteile hat.
Natürlich wird die Gesellschaft, verständlicherweise, immer noch stark kritisiert, man muss jedoch erkennen, dass eben nicht alles nur schwarz/weiß ist, sondern es dazwischen auch Grautöne gibt. Die Furcht vor und der Hass auf die Gesellschaft bleiben allerdings nicht gänzlich aus angesichts der Tatsache, dass die Gesellschaft offenbar alle Aberrationen, selbst die Kinder, auszulöschen versucht indem sie sie als Lockvögel und Konenfutter in die äußeren Provinzen schickt, wo niemand lange überlebt.


Das Besondere an dieser Fortsetzung ist allerdings vor allem der ständige Perspektivwechsel zwischen Cassia und Ky, die das Geschehen abwechselnd aus ihrer jeweiligen Sicht erzählen. Obwohl man dadurch schon lange vor Cassia weiß, dass Ky noch lebt, bleibt die Handlung trotzdem interessant, da man ja nicht weiß, ob und wann die Beiden sich wieder sehen werden und gerade das möchte man erfahren.
Durch die zwei verschiedenen Blickwinkel, jeweils in Form eines Ich-Erzählers, kann man verfolgen, was mit ihnen geschieht und sie Beide gemeinsam auf ihrem beschwerlichen Weg begleiten. Außerdem lernt man so auch endlich Ky etwas besser kennen und kann sich zum ersten Mal richtig in ihn hineinversetzen. Über seine Gedanken und Gefühle erfuhr man ja im ersten Teil noch nicht sonderlich viel bzw. nur das, was er Cassia gegenüber preisgab.

Xander taucht im zweiten Band zwar leider nur einmal persönlich auf, spielt aber trotzdem eine wichtige Rolle, und das nicht nur in Cassias Gedanken, sondern auch in Kys.

Das letzte Kapitel, das sich eher wie ein Epilog liest, lässt einen, im Gegensatz zum restlichen Teil des Buches, aber etwas unbefriedigt und vielleicht sogar ein wenig unglücklich zurück, zumal es wieder sehr offen gehalten ist.
Den nächsten und damit letzten Teil der Serie wird man jedoch auf jeden Fall lesen, insbesondere um zu erfahren, wie die Geschichte um Cassia und Ky ausgeht, aber auch um zu erleben, ob es der Erhebung gelingen wird etwas gegen die Gesellschaft auszurichten. Wie gut, dass der Abschlussband der Trilogie schon Anfang 2013 erscheint.

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Bewertung von Kerry aus Berlin am 08.10.2012 ***** sehr gut
Fast drei Monate ist es her, dass Cassia und Ky getrennt wurden. Ky kämpft als Soldat gegen die Gegner der Gesellschaft, jeden Tag hat er den Tod vor Augen und dennoch hat er nur ein Ziel: er will zurück zu Cassia. Sie lebt derweil in einem Arbeitslager. Ihre Familie wurde in eine andere Stadt übergesiedelt, doch auch Cassia hat es nicht aufgegeben. Sie will in die Äußeren Provinzen gelangen, in denen sie Ky vermutet und mit ihm ein neues Leben beginnen.

Das Schicksal jedoch scheint es nicht gut mir ihr zu meinen. Innerhalb der nächsten Zeit soll sie abreisen, um ihre endgültige Arbeit in der Hauptstadt aufzunehmen. Dort wird von ihr erwartet, den ihr von der Gesellschaft ausgesuchten Partner, ihren besten Freund Xander, zu heiraten und Kinder mit ihm zu bekommen. Durch Zufall gelingt ihr die Flucht und sie wird in die Äußeren Provinzen geschickt. Hier soll sie gegen die Feinde der Gesellschaft kämpfen, doch sie denkt gar nicht daran. Zusammen mit dem jungen Mädchen Indie aus ihrem Arbeitslager gelingt ihr die Flucht in die Berge und hier hofft sie, auf die Spur von Ky zu stoßen, der sich angeblich ebenfalls hierher geflüchtet haben soll.

Ky weiß, dass er die Schlachten, die die Gesellschaft kämpft, nicht überleben wird - es war auch nie beabsichtigt, dass irgendeiner der Soldaten dies tut. Zusammen mit dem Anführer seiner Gruppe, Vick, flüchtet er sich in die Berge. Über Umwege will er zurück zu Cassia, um sie wenigstens noch einmal zu sehen. Auf ihrer Flucht begleitet sie der 13-jährige Eli, den Ky nicht zum Sterben zurücklassen wollte, da er ihn an Cassias kleinen Bruder erinnert. Zu dritt machen sie sich auf, allen Gefahren durch die Gesellschaft zu trotzen und hoffentlich Hilfe durch in den Bergen ansässigen Farmern zu erhalten.

Cassia gelingt es derweil tatsächlich Spuren von Ky in den Bergen zu finden und kurz darauf stoßen die beiden Mädchen zu der anderen Gruppe. Mit Hilfe des in den Bergen lebenden Farmers Hunter erkennen sie ein schreckliches Geheimnis der Gesellschaft. Cassia ist mehr und mehr überzeugt, sich der "Erhebung", dem Widerstand zu Gesellschaft anschließen zu müssen, um die Gesellschaft ein für alle Mal zu zerstören. Ky hingegen weiß, was solch ein Kampf ausrichtet, verlor er doch vor Jahren seine Familie dadurch. Wird ihre Liebe es schaffen, trotz aller Widrigkeiten zu bestehen?

Eine gelungene Fortsetzung! Bereits wie beim ersten Band der Reihe "Die Auswahl" hat mich auch hier der Schreibstil der Autorin von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die Figuren wurden allesamt sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jederzeit deren Handlungsweise nachvollziehen konnte. Etwas enttäuscht war ich jedoch vom Plot des Buches. Im ersten Band überschlugen sich fast die Ereignisse, sodass ich einfach weiter lesen musste, um herauszufinden, wie das Buch ausgeht, hier hingegen fand ich den Handlungsverlauf von Anfang an recht eindeutig und wenig überraschend. Jedoch lässt das Ende dieses Buches eine Menge Spielraum für Spannung und Wandlungen im 3. und letzten Band der Reihe, "Die Ankunft", wobei hier jetzt das lange Warten bis zum Erscheinen desselben beginnt.

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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 11.06.2012 ***** ausgezeichnet
Beschreibung

Cassia ist auf der Suche nach ihrer großen Liebe Ky, wie durch ein Wunder gelingt es ihr in die äußeren Provinzen zu gelangen, gemeinsam mit Indie kämpft sie sich durch die unwegsame Natur. Zur gleichen Zeit befindet sich Ky als Soldat für die Gesellschaft in tödlicher Gefahr, es gelingt ihm nur Knapp einem verheerenden Anschlag zu entfliehen und in die Reichweite der schützenden Canyons zu gelangen.

Obwohl es fast aussichtslos scheint wagt sich Cassia in das gefährliche Grenzgebiet, durch steinige Schluchten und trockenes Land, immer nur ein Ziel vor Augen. Ky.

Meine Meinung

Sehnsüchtig erwartet ist er nun da, der zweite Band von Ally Condies Cassia & Ky Reihe!

Der Beginn ist durch die Einfrühren mit Gedichten sehr poetisch und diese leicht poetische Note spiegelt sich im Verlauf des ganzen Buches in der Atmosphäre wieder.

Die Flucht knüpft so gut wie nahtlos an den vorherigen Band Die Auswahl an. Hautnah verfolgt man die Emotionen mit die Cassia und Ky während ihrer Trennung und der Suche nach dem anderen empfinden. Dabei spinnt Ally Condie ein realistisches Netz das den Leser geradezu gefangen nimmt.

Außerdem entwickeln sich Cassia und Ky in Die Flucht prächtig, durch neue Erfahrungen werden ihre Charakterzüge reifer, ja sogar fast erwachsen. Ally Condie ist eine wahre Meisterin im übermitteln von Emotionen – und diese streut sie gekonnt ein. Verzweiflung und Hoffnung stehen sich in Ally Condies Geschichte sehr nahe und machen den Lesestoff unheimlich spannend.

Nur die Sonne ist am Himmel zu sehen. Nichts fliegt. Hier gibt es keine Engel.

(Zitat aus S. 185, Die Flucht)

Obwohl die Gesellschaft und deren Gegner die "Erhebung" eine große Rolle in Ally Condies gesellschaftskritischem Roman einnehmen kommt die Liebesbeziehung zwischen Cassia und Ky nicht zu kurz. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle die auf den Leser zukommt.

Ich weiß, dass du meinetwegen in die Berge gegangen bist, Cassia. Aber die Erhebung ist das einzige Ziel, von dem ich nicht weiß, ob ich dir dorthin folgen kann.

(Zitat aus S. 337, Die Flucht)

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich und lässt einen förmlich die Trockenheit des Grenzgebites spüren oder wie im Falle dieses Zitates die Enge des Raumes:

Ich weiß nicht mal, wie viel ein Kubikmeter Sandstein wiegt, aber das Gesamtgewicht muss gigantisch sein. Und die Luft im Verhältnis zur Masse des Gesteins nur ein Hauch. Hat uns…. deswegen geraten, den Atem anzuhalten? Weiß er, dass es hier nicht genügend Sauerstoff gibt? Das ich womöglich ausatme, und danach ist nichts mehr zum Einatmen da?

(Zitat aus S. 303, Die Flucht)

Das Cover zu Die Flucht ähnelt sehr stark dem englischen Original und passt einfach hervorragend zum Thema des Buches. Schon beim ansehen des ausbrechenden Mädchens wird klar um wen es sich handelt. Cassia die aus der Gesellschaft ausbricht um mit ihrer großen Liebe zusammen zu sein. Die Glaskugel verdeutlicht zusätzlich die starke Macht, die die Gesellschaft über ihre Bürger hat.

Das Ende von Die Flucht hinterlässt mir einem Kopf voller Gedanken um Cassie und Ky sowie die Hoffnung auf einen atemberaubenden nächsten Band.

Fazit

Ich hätte nicht gedacht, dass mich nach einem so grandiosen Reihenstart mit Die Auswahl der zweite Band noch so begeistern kann. Wenn ich nun mein Resümee ziehe steht für mich eindeutig fest, dass Die Flucht diesen ersten Band getoppt hat. Greifbare Emotionen und das grausam realistische Bild der Gesellschaft machen den Roman zu etwas ganz Besonderem.

Information zur Reihe (Trilogie)

2011 Die Auswahl (engl. Original "Marked")
2012 Die Flucht (engl. Original "Crossed")
- Titel und Erscheinungstermin noch nicht bekannt

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Bewertung von anni aus gelsenkirchen am 05.06.2012 ***** ausgezeichnet
ich kann es jeden weiter empfehlen. mehr kann ich nicht sagen der erste teil war gut unde der auch ich bin gespannt wie es weiter geht und kann es kaum erwarten .

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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 25.04.2012 ***** sehr gut
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Auswahl" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Cassia versucht in die Äußeren Provinzen zu gelangen. Normalerweise würde sie -als Bürgerin- nie dort stationiert werden, denn in diesem Bereich herrscht Krieg und dort werden lediglich Anomalien und Aberrationen als "Kanonenfutter verheizt". Cassia will dort jedoch nicht das System im Kampf gegen den Feind unterstützen, sondern Ky wieder finden. Als sie tatsächlich dort ankommt, ist Ky bereits in die Canyons geflüchtet. Für Cassia beginnt eine gefährliche Suche nach ihrer großen Liebe, auf der sie evtl. auch zu sich selbst findet.

Seitdem ich letztes Jahr im September den ersten Band der Jugend-Dystopie-Trilogie gelesen hatte, fieberte ich dem zweiten Band entgegen, da mich "Die Auswahl" extrem begeistern konnte. Mir gefiel die Welt, die Ally Condie erschaffen hatte, ihr Schreibstil und die Protagonisten Cassia, Ky und Xander. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an die Fortsetzung, die leider nicht vollends erfüllt wurden.

Zunächst einmal war ich sehr froh, dass sich der Verlag dafür entschieden hat, den zweiten Band im gleichen Design herauszugeben. Meiner Meinung nach sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, allerdings kenne ich auch Mehrteiler/Serien, bei denen das leider nicht berücksichtigt wurde. Das Cover von "Die Flucht" ist zum Glück stark an dem Cover von "Die Auswahl" angelehnt und auch hier findet sich ein besonderer Buchstabe im Titel wieder (das umgedrehte "C", wobei es im ersten Roman das "A" ohne Querstrich war). Der Titel am Buchrücken ist ebenfalls erneut hervorgehoben und lässt sich somit erfühlen und die Gestaltung der Seiten ist identisch zu den Seiten im Auftaktroman.

Der Einstieg in den Roman war problemlos möglich, da es Ally Condie mal wieder gelungen ist einen einfachen, flüssigen Schreibstil zu benutzen. Da die Kapitel abwechselnd aus Cassias und Kys Sicht geschildert werden, ist der Leser schnell auf dem aktuellen Stand, wo sich die beiden Charaktere befinden und was ihre Pläne sind. Nachdem die ersten Kapitel noch recht interessant waren, verschwindet nach einer Weile die "Action" und Ruhe kehrt in den Roman ein. Der Titel macht dann seinem Namen alle Ehre, da es die ganze Zeit nur noch um "die Flucht" geht. Während dieser Zeit erlangen die Charaktere Erkenntnisse über sich selbst und decken etliche Lügen des Systems auf, allerdings fehlte mir irgendwie die richtige Handlung. Bei mir kam das ungute Gefühl auf, dass die Autorin den zweiten Roman nutzt, um eine Lücke zu füllen, damit die Story für eine Trilogie ausreicht. Diese Lücke wurde mit viel Poesie und Kunst gefüllt, was mir einfach oft zu ruhig war. Im ersten Roman fanden sich auch oft ruhigere Klänge wieder, allerdings nimmt es im zweiten Roman etwas überhand und die Handlung wurde in die Länge gezogen, zumindest fühlte sich für mich so an.

Gegen Ende hin wird das Buch wieder spannender und deutet bereits an, dass sich die Charaktere im dritten Band für einen fulminanten Showdown rüsten müssen. Deshalb freue ich mich auf den Abschlussband der Trilogie, auch wenn ich den zweiten Teil etwas als "Hänger" empfunden habe. Ich habe mich trotzdem für 4 Sterne entschieden, vielleicht auch, weil mich "Die Auswahl" noch positiv beeinflusst hat. "Die Flucht" ist wirklich nicht schlecht, aber man sollte sich vorab bewusst sein, dass es doch eher zu den ruhigeren Büchern zählt und wie bereits erwähnt viel Poesie und Kunst vorkommt. Begeisterte Leser von "Die Auswahl" sollten den Roman trotzdem nicht verpassen, da der Abschlussband sicherlich wieder richtig begeistern kann, auch wenn "Die Flucht" leider nicht an "Die Auswahl" heran kommt.

Fazit: Eine (etwas zu) ruhige Fortsetzung, aber das Wiedersehen mit Cassia und Ky macht trotzdem Spaß.

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Bewertung von Suraniti am 02.04.2012 ***** ausgezeichnet
Toller Roman...
Genauso vielversprechend wie der Erste....
Warte gespannt auf Teil 3....

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 02.03.2012 ***** weniger gut
5 Monate sind seit dem Matching vergangen. Cassia hat sich freiwillig zu Arbeitseinsätzen in den Provinzen gemeldet, in der Hoffnung Ky so wiederzufinden. Ihr letzter Einsatz rückt näher und immer noch hat sie keine Spur von ihrem geliebten Ky entdeckt, als sich ihr eine Möglichkeit bietet doch noch in die äußeren Provinzen zu gelangen. Einige Aberrationen werden abgeholt, um im Krieg als Köder zu dienen und Kassia schmuggelt sich auf diesen Transport ein auf dem sich auch das Mädchen Indie befindet.
Ky versucht währenddessen zu entkommen, um Cassia eine Nachricht zukommen zu lassen.

Dieser zweite Band war eine Enttäuschung. Zwar war schon der erste Band alles andere als innovativ, aber er war zumindest ein wenig sozialkritisch und unterhaltsam. Dieser zweite Band bietet kaum Handlung. Cassia gelangt in die äußeren Provinzen, entkommt und versteckt sich in einem Canyon. Ky ist in den äußeren Provinzen, entkommt und versteckt sich in einem Canyon. Dann hängen die Protagonisten fast das komplette Buch in diesem Canyon ab, finden ein paar Hinweise, dass es mit der Gesellschaft abwärts geht und dass es wohl eine Rebellion gibt. Was die beiden dann machen, kann man an zwei Fingern abzählen. Das Ganze dann natürlich noch keusch, denn mehr als Händchen halten und mal Küssen geht gar nicht, erste Beziehungsprobleme und natürlich hat auch Xander, der Rivale noch einige Auftritte und spukt im Hintergrund herum.
Was wirklich nervte, war die Erzählweise. Cassia und Ky erzählen die Geschichte abwechseln aus ihrer Perspektive. Das an sich wäre ja nicht schlecht, das funktioniert bei vielen anderen Bücher auch recht gut. Hier aber ergeht sich die Autorin seitenlang in Selbstanalysen, Nabelschau und Gefühlschaos ohne dass die Handlung vorankommt. Würde man diese pseudopsychologischen Selbstanalysen herauskürzen, bliebe nur noch ein Drittel des Buches übrig.

Milde ausgedrückt, Schema F Teenie Dreiecksromanze mit ein wenig Science Fiction und Aufbegehren gegen die Gesellschaft. Das alles sehr vorhersehbar und zahm eingestreut in seitenweise pseudopsychologische Selbstanalysen.

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Bewertung von http://gottagivethembooks.wordpress.com am 28.02.2012 ***** sehr gut
Als Cassia die Flucht aus ihrer Welt gelingt ist sie nur von einem Gedanken getrieben: Sie muss Ky finden. Auf ihrem Weg durch die wilden Canyons findet sie bald seine Spur. Aber bei ihrer Suche findet sie auch etwas anderes. Hinweise darauf, dass die Gesellschaft nicht ganz so perfekt ist, wie sie ihren Bewohnern glauben machen will.

Den absolut grandiosen Auftakt ihrer Trilogie (Die Auswahl) setzt Ally Condie hier durchaus solide fort, wenn auch dieser zweite Band gegenüber dem ersten merklich abfällt. Zwar findet man wirklich spannende Szenen und es geschehen auch für die weitere Handlung wichtige Dinge, aber es gibt eben auch die Teile, die sich einfach nur ziehen. So war etwa die Zeit in den Canyons für meine Begriffe zu langatmig und man hatte das Gefühl, es sollten einfach nur Seiten gefüllt werden.

Allerdings hatte die Autorin auch in diesem Band wieder ein außergewöhnliches Gespür für ihre Figuren und war in der Lage, das Zwischenmenschliche überdurchschnittlich gut herauszuarbeiten und damit eine allgemeine Atmosphäre der Glaubwürdigkeit zu schaffen.

Ganz besonders gut gefallen haben mir die teilweise tiefgründigen Dialoge, die nachdenklichen Momente und die Bedeutung, die Kreativität im Allgemeinen und Literatur im Besonderen auch in diesem Buch wieder hat. Die Bedeutung, die kreatives Schaffen, Lesen, Kunst und die Fähigkeit, frei zu denken für eine Gesellschaft haben, wird ganz besonders eindrucksvoll zunächst durch die Abwesenheit und dann durch das langsame, zaghafte Entdecken der Selben verdeutlicht.

Diese eher leisen Zwischentöne sind es auch, die mich trotz aller Kritikpunkte dazu bewogen haben diesem Buch vier Sterne zu geben. Denn ein Autor, der die leisen Töne so beherrscht, dem kann man Schwächen in den lauten durchaus vergeben. Allerdings hoffe ich sehr, dass das Finale wieder in allen Bereichen überzeugen kann.

Zitate:

Wenn man jemanden liebt, wenn man von jemandem geliebt wurde, wenn man schreiben gelernt hat und einen Mund zu Sprechen hat, wie kann man dann schweigen und stillhalten? (Seite 83)

Nur die Sonne ist am Himmel zu sehen. Nichts fliegt. Hier gibt es keine Engel. (Seite 185)

Aber ich muss den Gedanken an sie unterdrücken – die Eltern, die mich aufnahmen und nichts dafür zurückerhielten außer einen neuen Verlust. Es war tapfer von ihnen, noch einmal zu lieben. Das machte mich glauben, ich könnte es auch. (Seite 193)

Schnelle Schritte. Kräftige Atemzüge. Hand in Hand mit Menschen, die ich liebe. Ich liebe. Das gefährlichste Wagnis von allen. (Seite 299)

Sogar verborgen in der Dunkelheit weiß ich, dass es da ist. Ein kleiner Teil von mir ist freu, für immer frei. (Seite 304)

Den Bergen ist alles gleichgültig. Wir leben, wir sterben, wir werden zu Stein, liegen in der Erde, treiben hinaus ins Meer oder verbrennen zu Asche und den Bergen ist das völlig egal. Wir kommen und gehen. Die Gesellschaft ist entstanden und wird irgendwann untergehen. Die Canyons werden weiterexistieren. (Seite 308)

“[…] ich würde gerne alles über die erfahren.” “Alles?”, fragte er mit ernster Stimme. “Alles, was du mir erzählen möchtest”, antworte ich. […] Er schließt die Augen. “Meine Mutter hat mit Wasser gemalt”, beginnt er, “und mein Vater mit dem Feuer gespielt.” (Seite 341)

Ihr Gesicht leuchtet blass in der Dunkelheit des verlassenen Hauses. Irgendwo über uns weint der Himmel, und ich denke an fallenden Schnee. Bilder, mit Wasser gemalt. Poesie, zwischen Küssen gehaucht, Zu schön, um von Dauer zu sein. (Seite 370)

Sie nimmt mich fest in die Arme und flüstert mir etwas ins Ohr. Worte, die nur für mich bestimmt sind – die Poesie des Ich liebe dich – , um mich in der Kälte zu wärmen. Damit verwandelt sie mich aus Asche und Nichts wieder in Fleisch und Blut. (Seite 423)

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Bewertung von Seelchen am 20.02.2012 ***** ausgezeichnet
Ebenso wie Die Auswahl ist auch dieser Band in der Ich-Perspektive geschrieben, doch diesmal ist es nicht Cassia alleine, die den Leser durch die Geschichte führt. Unterstützung bekommt sie dabei von Ky, mit dem sie sich abwechselnd die Erzählerrolle teilt. Wenngleich die doppelte Ich-Perspektive am Anfang ein klein wenig verwirrend wirken kann, gelingt es doch recht schnell, sich daran zu gewöhnen und in die Geschichte abzutauchen. Auch sprachlich hat sich Die Flucht im Vergleich zum ersten Band ein wenig verändert. Diese eher nüchterne, teilweise auch steril und kalt wirkende Nuance, die die Schreibe im ersten Band mit sich brachte und gleichzeitig die strukturierten Lebensumstände nochmal betonte, sind hier ein bisschen verloren gegangen. Allerdings hat das der Geschichte nicht geschadet, sondern war für die Umgebung und die Situation, in der sich die Charaktere in diesem Buch befinden, genau richtig. Hier war kein Platz für klare Strukturen, für penibel kontrollierte Abläufe und Sterilität.

Die Auswahl hat dem Leser das Leben in der Gesellschaft nahe gebracht, ihn mit strengen Tagesabläufen, Regeln, der Bestimmung, wen man lieben und welchen Beruf man ausüben soll schockiert und manch einer mag sich bei dem Wunsch ertappt haben, dass diese Zukunftsvision niemals Realität werden wird. In Die Flucht geht Ally Condie auf das Für und Wider beider Seiten ein und zeigt dabei auf, dass weder die Gesellschaft noch das Leben außerhalb der Gesellschaftsmauern so perfekt oder wenig perfekt ist, wie man zunächst vielleicht meinen mochte. Auch Cassia und Ky müssen sich im Laufe der Geschichte immer mal wieder eingestehen, dass sie in der Vergangenheit vielleicht voreilig geurteilt haben und erkennen, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Doch nicht nur Für und Wider von Freiheit auf der einen und Kontrolle auf der anderen Seite ist Thema dieses Buches, nein, die Charaktere müssen sich mit einer ganzen Reihe von Gefühlen und Gedankensträngen auseinandersetzen.

Dank der doppelten Ich-Perspektive ist es dem Leser möglich, hinter Kys Fassade zu schauen, ihn und seine Vergangenheit ein bisschen besser kennenzulernen, seine Gedanken zu lesen, seine Beweggründe zu erfahren und in seine Gefühlswelt abzutauchen. Er lässt uns teilhaben an egoistischen Augenblicken, in denen sein Überlebenswille stärker ist, als jedes Gefühl von Anstand, in denen er lieber als Feigling gilt und sein Leben über das anderer stellt, anstatt einen hoffnungslosen Kampf zu führen und seinen Tod damit willkommen zu heißen. Er gesteht uns seine Angst davor, ersetzt zu werden, davor, dass sich Meinungen über ihn ändern, sobald man alles über ihn erfahren hat, fragt sich, welchen Preis man bereit ist für die Liebe zu zahlen und duldet uns als stumme Begleiter, während er für sich erkennt, dass man irgendwann an einen Punkt gelangt, an dem man seinen Frieden schließen, Fehler verzeihen und mit sich selbst ins Reine kommen muss.
Doch nicht nur Ky lernen wir besser kennen, sondern auch Cassia. Fernab von ihrer gewohnten Umgebung und den Strukturen erleben wir das junge Mädchen von einer anderen Seite. Von dem Willen geleitet, Ky aufzuspüren, geht sie unsagbare Risiken ein, zeigt Willenskraft und eine unglaubliche Stärke, während sie sich verbissen und ungeachtet ihrer bereits schwächelnden Gesundheit ihren Weg durch die äußeren Provinzen kämpft, nur getrieben von ihrer Hoffnung, den zu finden, den sie liebt. Die kräftezehrende Reise ist jedoch nicht das einzige, was Cassia verändert. Die Umstände um sie herum, die Denkweise und das Verhalten ihrer Gefährten, Traditionen und Legenden, die außerhalb der Gesellschaft auf sie niederprasseln und das Mädchen zum Nachdenken bringen, Vertrauensbrüche und die Erkenntnis, dass auch Liebe Raum braucht und man nicht alles über den anderen wissen muss, damit das Herz für ihn schlägt, lassen Cassia reifer werden und verleihen ihrem Charakter mehr Tiefe.

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