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Benutzername: Monili84
Wohnort: Aachen
Über mich: "Wenn du nicht all deine Bücher lesen kannst, dann nehme sie wenigstens zur Hand, streichle ein wenig über sie, schau' etwas hinein, lasse sie irgendwo auffallen und lese die ersten Sätze, auf die dein Auge fällt, stelle sie selbst auf's Bord zurück, ordne sie nach deinen Vorstellungen so, daß du wenigstens weißt, wo sie sind. Laß' sie deine Freunde sein; lasse sie auf alle Fälle deine Bekannten sein." (Winston Churchill )
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Bewertungen

Insgesamt 180 Bewertungen
Bewertung vom 20.09.2014
Es wird keine Helden geben
Seidl, Anna

Es wird keine Helden geben


ausgezeichnet

Ein eindrückliches Debüt einer jugnen deutschsprachigen Autron, die sich einem Thema widmet das auch global Relevanz hat.
Miriam hat fast alles um als Teenager glücklich zu sein, wäre da nicht das verrüttete Verhältnis zur Mutter, die Tochter und Vater zurückließ. Aber sie hat die besten Freundinnen der Welt, den süßesten Typ der Welt an ihrer Seite und zudem Großeltern und Vater, die ihr zur Seite stehen. Sie wird liebevoll umsorgt, wenn Vater arbeitet.
Doch dann kommt der Tag, der alles verändert. Es geschieht das Unfassbare. Am örtlichen Gymnasium schießt der unbeliebte Mathias um sich. Miriam ist machtlos gefangen in ihrer Schockstarre und in einem Albtraum der kein Ende nimmt und aus dem es kein Erwachen gibt. Auch sie wird getroffen, doch einen Schutzengel und überlebt. Aber das Glück selber zu leben und mit ansehen zu müssen machtlos wie ihr Freund vor ihren Augen stirbt ist kein wirkliches Glück und das Bild wird sie nie wieder loslassen.
Das junge Mädchen will aufwachen aus diesem Leben, das kein Leben mehr ist, sie ist eine Gefangene in diesem niemals endenden Albtraum und mit ihr GEfangen sind auch die Freundinnen. Wird Miriam wieder zurückfinden in die Realität und aufwachen aus ihrem Dornrösschenschlaf? Wird der Amoklauf auch nachträglich noch Opfer fordern? Über allem schwebt die große Frage, warum es so weit kommen musste? Wer hat eigentlich schuld an den schrecklcihen Ereignissen? Wie soll und kann es überhaupt weitergehen?
Ein Buch, dass nicht mehr loslässt, und für Leser ab 14 Jahren oder besser noch älter, und vor allem für geübte Leser eine empfehlenswerte Lektüre ist. Zurecht außerdem ein preisgekürtes Werk!!!

Bewertung vom 20.09.2014
Zeit der großen Worte
Günther, Herbert

Zeit der großen Worte


ausgezeichnet

Es ist noch nicht lange her, da ist Paul mit seiner Familie, den Kaufmanns, ind ie Stadt gezogen, um dort einen Krämerladen zu betreiben. Auf dem Dorf war so vieles anders. Dann geschieht in Sarajevo das grausame Attentat und der Kaiser löst sein Bündis mit den Österreichern eein.
Auch Pauls Bruder Max und der Vater melden sich zum Wehrdienst.
Der noch zu junge Paul bleibt daheim und versucht zu helfen, wo er nur kann. Aus der alten Heimat kommt tatkräftige Hilfe: das Dorfmädchen Ida, an dem der Kramersohn immer mehr Gefallen findet....und an Büchern: Denn er lernt Maxß große Liebe Louise kennen und schätzen. Schon bald verbindet die beiden in schweren Zeiten voller Grauen die Liebe zum geschriebenen Wort.
Der Hunger in der Stadt wächst derweil, und mit ihm Armut und Entbehren, die Geschäfte laufen immer schlechter und das Gerade der Leute über die Kaufmanns nimmt weiter zu.
Wer mehr über das Schicksal der Kramersfamilie und der Menschen aus dieser Zeit erfahren möchte, sollte dieses eindrückliche Werk unbedingt lesen.

Bewertung vom 20.09.2014
Weil ich Will liebe / Will und Layken Bd.2
Hoover, Colleen

Weil ich Will liebe / Will und Layken Bd.2


ausgezeichnet

Will und Layken sind im zweiten dTeil nun ganz auf sich alleine gestellt. Fast - ihre Eltern sind nicht mehr - aber der Personenkreis wird um Großeltern und Eltern der Freunde erweitert.
Die große Liebe des Paares geht weiter und doch führt die Geschichte die Protagonisten an ihre Grenzen.
Kann Layken Wills Gefühlen trauen, nun da er sich endlich für sie entschieden hat?
So viele Zweifel von anderen an Wills Wahrhaftigkeit und zig dumme Zufälle lassen das junge Mädchen ebenso wankelmütig werden. Und es kommt noch viel schlimmer: eine ungewollte Schwangerschaft und ein tragisches Unglück bilden die finale Belastungsprobe für das junge GLück - eine belastungsprobe für Will und Layken aber genauso für die Nerven des Lesers.
Ich habe mitgefiebert und mitgelitten...geschrieen und geweint.
Nun bin ich in Vorfreunde auf Teil 3, der gerade ins Deutsche übersetzt wird.

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Bewertung vom 20.09.2014
Mein kleines dummes Herz
Petit, Xavier-Laurent

Mein kleines dummes Herz


ausgezeichnet

Eines der bewegendsten Bücher, dass ich in diesem Sommer lesen dürfte.
Maswala, die wie eine Gazelle rennt, rennt nicht um ihr eigenes Leben, sondern um das ihrer Tochter. Denn Sisanda hat nur ein halbes Herz. Wenn es warum und schwül ist, muss sie zu Hause bleiben und überhaupt ist das Leben der beiden beschwerlich und einfach. Ihre Besitztümer sind spärlich, wie es in der sogenannten "Dritten Welt", den Entwicklungsländern üblich ist.
Doch dann liest Maswala mit Sisanda eines Tages den Zeitungsartikel, der ihr Leben verändern kann. Ein Marathon für den es ein sagenhaft großes Preisgeld gibt, das so groß ist, dass Sisanda die wichtige Operation bekommen könnte.
Und Maswala läuft und läuft und läuft und mit ihr fliege ich als Leser über die Seiten. Fiebere mit und strauchele wie die große Läuferin, als sie sich während des Trainings gefährlich verletzt. Ich bin begeistert von dem Mut dieser Frau, die trotzdem nicht aufgibt. Und mit dabei sind die Augen von Sisanda, die schwankt zwischen Vorfreunde, Zweifel und Skepsis. Sich aber weniger um sich selbst, als um ihre Mutter sorgt.
In einem packenden Finale geht es auf den alles entscheidenden Marathon zu.
Ein Buch das bewegt und durch seine Figuren besticht, die alle klar raus gearbeitet sind. Selbst die Lehrerin und der Arzt haben Wesenszüge, die die Autorin auf so wenigen Seiten mit so kristalinen Worten einfängt, wie ich es selten in einem Kinderbuch lesen durfte. Prädikat lesens- und empfehlenswert, auch für erwachsene Leser.

Bewertung vom 20.09.2014
Der Tag, an dem ich zaubern lernte
Lloyd, Natalie

Der Tag, an dem ich zaubern lernte


ausgezeichnet

Felicity zeiht oft mit ihrer Mutter und Schwester um. Dann aber kommt sie in ein kleines, ja fast magisches Städtchen.
Nicht nur besondere Wörter flattern um sie herum, sondern auch geheimnisvolle Geschichten, die das Mädchen kaum glauben mag. Nach und nach lösen sich die rästelhaften Fälle auf und mit ihnen löst sich auch Felicitys Schüchternheit in Luft auf. Sie fast neuen Mut und die Worte purzeln nur so aus ihr raus und mit ihnen deren entsprechende Wirkung auf Felicitys Zuhörer und auch auf uns, als Leserschaft.
Ein magisches Buch, das mit einem wundervoll illustrierten Cover aus Tourlonias Feder daherkommt und noch mehr zum Lesen und Liebhaben anregt. Eine liebevolle Geschichte vor allem für kleine Leserinnen oder ihre Vorleserinnen.

Bewertung vom 20.09.2014
Der rubinrote Mantel
Genar, Katarina

Der rubinrote Mantel


ausgezeichnet

Livia bekommt zu ihrem Geburtstag einen ganz besonderen roten Mantel geschenkt. Einen Mantel mit Geschichte, denn er ist aus einem Second-Hand-Laden und hat vorher einem anderen Mädchen gehört. Nach und nach taucht die neue Besitzerin nicht nur in den Mantel ein, sondern auch in das Leben von Elin, die diesen Mantel einst trug.
Doch von Elin findet sich nur ein Grab auf dem Friedhof. Livias Eltern und Freunde finden die Veränderung befremdlich und wundern sich, wie sehr das Kind in die Vergangenheit eintaucht. Alles nur wegen diesem einen Mantel, der sie gefangen nimmt.
Ein Buch, das auch den Leser gefangen nimmt und ihn mit einfühlsamen Worten ebenso einhüllt wie ein rubinroter Mantel an einem Wintertag uns wärmen und berühren kann.
Das Ende ist ebenso klar wie authentisch und es lohnt sich jede Seite, nur bei der letzten beschleicht mich die Wemut, dass dieses wundervolle Buch schon ausgelesen ist. Aber wer weiß, es lohnt sich ja oft auch, eine besondere Lektüre ein zweites Mal zu genießen und dann werde ich vermutlich noch viele weitere wunderbare Details entdecken, die mir aufgrund der ersten Spannung entgangen waren.

Bewertung vom 19.06.2014
So fern wie nah
Boyne, John

So fern wie nah


ausgezeichnet

Alfie lebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine Familie ist zwar nicht arm, muss aber doch kämpfen und sich sorgen ums täglich Brot. Vor allem aber um den kleinen Krämerladen, den sie in der Stadt halten. Die Menschen kaufen weniger und anders ein seit der Krieg ins Land zog. Die Sorgen nehmen immer mehr zu, nachdem sein Alfies Vater in den Krieg zog.
Auf einmal ist alles anders und Alfie vermisst ihn so sehr, dass er es eigentlich gar nicht ertragen kann. In seiner Verzweiflung findet er Briefe, die ihm die Mutter verschwiegen hat und beginnt Nachforschungen anzustellen. Doch des Rätsels Lösung ist alles andere, als was sich der kleine Junge in seinen nächtlichen Träumen gewünscht hatte. Ein Meisterwerk von einem großen Autor, das nachdenklich stimmen kann.

Bewertung vom 19.06.2014
Das dunkle Kind
Forster, Margaret

Das dunkle Kind


ausgezeichnet

Die kinderlose Phsychologin Julia sollte diejenige sein, die den kleinen Patienten in Tat und Rat zur Seite stseht. Doch gerade diese Arbeit lässt ihre alten Wunden aufbrechen. Julia hatte in jungen Jahren nie eine erwachsene Bezugsperson, die ihr zur Seite gestanden hat. Die Jahre der strengen Kindheit haben sie geprägt und besonders die dunklen Geheimnisse musste sie immer mit sich selbst rumtragen und konnte niemandem davon erzählen. Nur dem Leser vertraut sie diese Seite von sich an. Nach und nach müssen wir mit ihr der Wahrheit ins Gesicht blicken, ist diese auch noch so schonungslos, zieht sie einen ungewollt in ihren Sog.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.