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Bewertung von anne60 aus verden am 29.01.2012 |
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Der Autor wendet sich mit einem schwierigen, sperrigen und schweren Thema an die Leser: Was ist philosophische Betrachtungsweise im Verlaufe der Jahrhunderte und wie setzt man philosophische Erkenntnisse von heute dann in den Alltag der Leser um? Er bespricht dabei wirklich fast alles, was in der heutigen Zeit auch einmal unter philosophischen Aspekten betrachtet werden könnte und sollte. Manches ist im wahrsten Sinne "schwere Kost", z. B.: Darf man Tiere essen oder zu Forschungszwecken quälen? Der Autor geht dabei an jedes Thema mit einem griffigen Beispiel heran, um dann die Thematik unter vielen Aspekten und verschiedenen Erkenntnissen verschiedener Wissenschaften zu betrachten. Ich fand den Schreibstil flüssig und das Beleuchten aller möglichen Aspekte zeugt davon, dass der Autor gewiss jahrelang wissenschaftliches Arbeiten gewohnt ist. Aus meinem Philosophieunterricht an der Schule aber weiß ich noch, dass am Ende aller Abwägungen dann ein philosophisch geklärtes "Ergebnis" stehen sollte. Die hier hergeleiteten Schlüsse fand ich aber zu häufig enttäuschend (z. B. könnte man ja "seltener" Tiere essen). Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet, fiel mir bei so mancher Schlussfolgerung, die über viele Seiten mühsam hergeleitet wurde, ein. Das fand ich schade, da hatte ich mir doch irgendwie Überzeugenderes erwartet. Von einem Buch, dass endlich mal das für die Mehrheit der Menschen völlig fremde Thema der Philosophie aufgreift, hatte ich mir markigere und aufrüttelndere Thesen erhofft. Aber ich fand das Buch trotzdem prima zu Lesen und kaum bis gar nicht langweilig! Wer einmal neue Denkanstöße für die Themen unserer Zeit in seine Gedankenwelt aufnehmen möchte, sollte das Buch unbedingt gelesen haben. |
5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Jodeldi aus Münster am 04.10.2011 | |
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Der Untertitel des Buches lautet: "Eine philosophische Reise", was das Buch meiner Meinung nach sehr treffend beschreibt. Man begibt sich auf eine Reise durch das Land der Philosophie, wobei R.D. Precht die Philosophie nicht als einzene Wissenschaft betrachtet, sondern immer mit anderen Wissenschaften verknüpft und vergleicht. Insofern ist es nicht nur eine philosophische Reise, sondern ebenso eine Reise u.a. in die Hirnforschung, Verhaltensforschung und Psychologie. Auch das Wort Reise finde ich sehr treffend: Das Lesen ist leicht, interessant, bildend und macht Spaß. Alle beschriebenen Philosophen und Theorien werden anhand von "Geschichten" eingeführt und beschrieben, wodurch sie auch für Neulinge auf dem Gebiet verständlich werden. Dabei kann man sich die Theorie zu einem Philosophen viel besser merken, weil man sie mit einem geschichtlichen Ereignis oder einer Eigenschaft der Persönlichkeit verbindet. Schon mal Gehörtes wird mit Neuem verknüpft und in einen Gesamtzusammenhang gestellt. Natürlich kann man auf so einer Reise nie überall sein oder zu lange an einem Ort verweilen - es handelt sich bei dem Buch nicht um eine vollständige Abhandlung aller philosophischen Fragen. Aber die für den Einzelnen beteutsamen Themen werden ausreichend und vielschichtig beleuchtet, sodass jeder eigene Ansichten entwickeln kann. U.a. werden folgende Themen angesprochen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet (spannend fand ich immer das persönliche Fazit des Autors): - Was kann ich wissen? (unser Gehirn, Gefühle, Unterbewusstsein, Gedächtnis, Sprache) - Was soll ich tun? (Der Mensch als soziales Tier? Moral, Abtreibung, Sterbehilfe, Vegetarier, Naturschutz, Klonen, Was darf die Hirnforschung?) - Was darf ich hoffen? (Glaube, Sinn, Liebe, Freiheit, Eigentum, Gerechtigkeit, Glück - u.a.: was macht glücklich) FAZIT: Ich kann das Buch für alle, die auf der Suche sind nach wissenschaftlich fundierter und trotzdem leichter philosophischer Kost, bei deren Lektüre man häufig schmunzeln, lachen oder staunen muss, uneingeschränkt empfehlen! Mich hat es gefesselt und es gehört meiner Meinung nach zu den lesenswerten Werken der Allgemeinbildung! |
12 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von kumiko aus halle am 23.02.2011 | |
| eine großartige einführung in die philosophie, interessant geschrieben |
1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Sarah aus Aachen am 13.01.2011 | |
| -- Absolut Empfehlenswert -- |
0 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von kera aus bayern am 13.11.2010 | |
| Ich hab dieses Buch erst angefangen aber ich hoffe, so ein wenig mehr über mich selber herrauszufinden. |
0 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von bbqueen aus Calw am 14.10.2010 | |
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Faszinierend dieses Buch. Precht versucht Philosophie, Psychologie und Forschung mit einfach verständlichen Worten an den Mann zu bringen. Dabei benutzt er geschickt die Mischung aus kleinen Alltagsgeschichten mit wissenschaftlich fundierten Studien. Zum ersten Mal scheint Philosophie für Nicht-Philosophen ein spannendes Thema zu sein. Beachten sollte man, dass dieses Buch nicht schnell zu lesen ist. Die Themen dieses Buches hat Precht in viele kleine Kapitel unterteilt. Bestens geeignet als Bettlektüre oder für Wartezeiten im Wartezimmer beim Arzt. So kann man immer ein Thema mit einmal durchlesen und abschließen. In jedem Kapitel steckt so viel Wissen drin, dass ein mehr Lesen als 2 Kapitel, meiner Ansicht nach, nicht möglich ist, mehr ist unser Gehirn nicht in der Lage aufzunehmen. Hat man dieses Buch erstmal durch bereitet es allerdings großen Spaß einzelne Kapitel nochmals und durcheinander zu lesen. Den Titel finde ich allerdings ein wenig irreführend. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um leichte Persönlichkeitspsychologie, sondern um Philosophie des Menschen. Ich kann dieses Buch für jeden empfehlen der sich nicht abgeneigt von Philosophie, Wissenschaft und Psychologie fühlt, aber bisher noch keine Lektüre für einen leichten Einstieg in diese Materie gefunden hat. Als ich die Hälfte gelesen hatte, kaufte ich mir sofort sein zweites Buch: 'Liebe' |
20 von 22 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von unbekanntem Benutzer am 16.06.2010 | |
| Sehr sehr gutes Buch |
0 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von R.E.R. am 04.05.2010 |
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Der kleine Mann im Ohr Darf man eine hilfsbedürftige Dame einfach stehen lassen, nur weil man seine Straßenbahn noch erreichen möchte? Über Tote darf man nicht schlecht sprechen. Oder vielleicht doch? Kann man guten Gewissens an einem Schnitzelwettessen teilnehmen? Diese und ähnliche Fragen werden seit einigen Jahren im Magazin der Süddeutschen Zeitung beantwortet. Jeden Freitag können Leser ihre “Gewissensfrage” stellen. Der Autor der Kolumne Dr. Dr. Rainer Erlinger antwortet auf lebenskluge, interessante, oft auch sehr überraschende Weise. Immer aber geisteswissenschaftlich bzw. philosophisch fundiert und kurzweilig zu lesen. Ich freue mich jeden Freitag auf diese halbe Seite intelligenten Stoff zum Nachdenken. Ähnlich geht es mir mit Richard David Prechts Buch “Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?”. Der Unterschied zu oben genannter Zeitungskolumne besteht darin, das Precht selber Fragen formuliert und beantwortet. Seine Fragen lauten zum Beispiel: Woher weiß ich, wer ich bin? Lohnt es sich gut zu sein? Darf man Tiere essen? Jeder dieser Fragen widmet er ein eigenes Kapitel, in dem er den philosophischen Hintergrund der Fragestellung beleuchtet und erklärt. Eingeleitet werden diese kleinen Aufsätze durch eine Geschichte, die auf unterhaltsame Weise zum Kernproblem des Kapitels führt. Daneben erhält der Leser meist noch eine kurzweilige Beschreibung des jeweiligen Philosophen sowie die Beschreibung dessen charakterlicher Besonderheiten und Lebensumstände. Precht nennt sein Buch eine “philosophische Reise”. Auf Reisen kehrt man oft an einen Urlaubsort zurück, der einem besonders gut gefallen hat. Auch Prechts Buch nehme ich immer wieder gerne zur Hand. Stöbere noch einmal durch die Kapitel, versenke mich in den einen oder anderen Gedankengang und versuche ihn nachzuvollziehen oder anders durchzudenken. Das große Plus dieses Buches liegt für mich in der Mischung. Die Grundsätze der Philosophie als faszinierend unterhaltsamer Prosa stehen einer wahren Fundgrube nachdenkenswerter Forschungsgegenstände gegenüber. Durch den ausführlichen Anhang hat man überdies die Möglichkeit, sich die eine oder andere Zusatzlektüre zu besorgen um sich intensiver in einzelne Bereiche einzulesen. Mir kam es nach der Lektüre des Buches so vor, als hätte ich einen kleinen Mann im Ohr. Einen winzigen Philosophen, der mir ständig rät alles zu hinterfragen und die Dinge des Lebens doch auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich finde, das kann nicht schaden! |
19 von 23 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 25.11.2009 | |
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Feuerwerk der Bilder und Gedanken zwischen Philosophie, Psychologie und Neurobiologie Das Buch gleicht einem dreieckigen Billardtisch - mit den wesentlichen Eckpunkten Philosophie, Psychologie und Neurobiologie. Dazwischen bewegen sich gut formuliert und fachlich fundiert die Gedankengänge des Autors, wobei der Neurobiologie häufig eine -wenn auch nicht absolute- Vorrangstellung zukommt. Es enthält ein Feuerwerk einprägsam dargestellter, anregender Gedanken. Selektiv und kapitelweise sollte das Buch wohl nicht gelesen werden: Man muss es wirklich von ganz vorne beginnen und bis zum Schluss durchlesen. Dann erst werden die Vernetzungen deutlich, dann erst wird das Gesamtgemälde sichtbar.--- Der Autor schlägt dabei einen riesenhaft erscheinenden thematischen Bogen. Den Atem anhaltend, könnte man glauben, sich auf einer Achterbahnfahrt zu befinden, allerdings teilweise kurz vor dem gedanklichen neurobiologischen Absturz, dann aber sich auch wieder in Details verlierend, die nicht immer für das Große und Ganze wirklich wichtig erscheinen. -- Manche der angesprochenen Themen haben denn wohl auch mit Philosophie im klassischen Sinn kaum noch etwas zu tun, es sei denn, man erklärt eben, alles sei Philosophie. Das Werk befindet sich in der atemberaubenden Gefahr, sich auf der Fahrt zwischen Philosophie, Psychologie und Neurobiologie zu verlieren, zumal dann, wenn Precht noch Etliches zu aktuellen politischen Grundsatzfragen zum Besten gibt oder sich als allgemeiner Lebensratgeber versucht. Dann besteht das Risiko, dass der rote Faden, der große Überblick verloren geht. An diesen Stellen steht der Autor in akuter Gefahr, sich heillos zu verzetteln - irgendwie nachvollziehbar, will doch sein zweifellos großes Universalwissen, wollen doch alle seine Einsichten irgendwie untergebracht sein… Wie, so scheint sich Precht pausenlos gefragt zu haben, soll das bloß auf knapp 400 Seiten gelingen..? Weniger wäre da vielleicht an manchen Stellen mehr gewesen. --- Zwecks fachlicher Abrundung bleibt dem geneigten Leser am Ende eben doch nichts anderes übrig, als sich etwa in Fragen der Psychologie intensiver mit Freud und C.G. Jung oder zur Neurobiologie mit Antonio Damasio zu befassen, von der Vielfalt der für sich gesehen -eben auch außerhalb Prechts!- durchaus einzigartigen philosophischen Literatur einmal ganz abgesehen. Warum nur muss das Buch in seinem Klappentext einen derart überzogenen Anspruch auf Einzigartigkeit erheben, wo Precht doch gerade die Relativität und Individualität von Erkenntnis und Sinn herausarbeitet?--- Gerade noch bekommt Precht in den Schlusskapiteln des Buches die philosophische Kurve und behandelt in einigen kurzen Abschnitten zentrale philosophische Fragen wie diejenigen nach Gerechtigkeit, Glück und Sinn. Mit dem Verweis auf den rein individuell zu verstehenden Sinn mag für manchen Leser am Ende wohl –außer womöglich ein wenig Ratlosigkeit- doch nicht so viel Verbindliches übrig bleiben. |
19 von 22 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Julia aus Münster am 06.09.2009 | |
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Richard David Prechts philosophische Reise beginnt mit einer ausführlichen Analyse des Verhältnisses von Philosophie, Psychologie und HIrnforschung. Der Autor hat die Verdrängung der Philosophie durch die Psychologie und die inzwischen drohende Verdrängung beider durch die Hirnforschung sehr gut aufgezeigt. Auch zeigt er sehr genau die Probleme auf, z.B. dass die Ergebnisse der Hirnforschung von ihren vollmundigsten Vertretern eher diskreditiert werden, weil sie einen grundlegenden Fehler begehen: Spätestens in der Hirnforschung fallen Subjekt und Objekt der Forschung, also Forscher und Forschungsgegenstand, schlicht zusammen, und dieses Problem ist mit den Mitteln dieser Wissenschaft nicht lösbar. Leider folgt auf die brillante Analyse eine wesentlich umfangreichere Abfolge weitschweifiger Abhandlungen zu ethischen Fragen, die sehr beliebig gehalten sind. Damit bleiben seine Folgerungen aber nichts als beliebige Meinungen zum jeweiligen Thema. Angesichts des großen Wurfs, den er mit den ersten hundert Seiten seines Buches startet, ist der zweite Teil extrem enttäuschend, denn er regt nicht dazu an, sich mit Philosophie auseinander zu setzen, sondern nur mit der eher sehr unsystematischen privaten Ethik des Herrn Richard David Precht. Am Ende erweist sich die philosophische Reise leider nur als Sonntagsausflug mit belanglosem Biergartengeplauder. |
17 von 20 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
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