Verbrechen, 3 Audio-CDs - Schirach, Ferdinand von

Ferdinand von Schirach 

Verbrechen, 3 Audio-CDs

Auswahl. 210 Min.

Gesprochen von Klaußner, Burghart
Audio CD
 
17 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Verbrechen, 3 Audio-CDs

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er - lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3837108767
  • Best.Nr.: 33337402
  • Laufzeit: 210 Min.
"Und Burghart Klaußner findet beim Vorlesen genau den richtigen Tonfall." Feridun Zaimoglu Brigitte

"Ruhig, und trotzdem mit stimmlicher Dramatik liest Burghart Klaußner die einzelnen Kurzkrimis."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.09.2009

So riecht ein Polizeirevier
Da saust die Axt: Ferdinand von Schirachs „Verbrechen”
Ein Mann packt aus. Einer, der ständig mit Verbrechern zu tun hat, ein teilnehmender Beobachter an der ewigen Front von Eifersucht, Gier, Rache, Schuld und Sühne, der die wildesten Fälle und Schicksale aus der Nähe kennt. So oder ähnlich lautet der Tenor der Rezensionen, Interviews und Porträts, die bisher zu Ferdinand von Schirachs literarischem Debüt „Verbrechen” erschienen sind. Das klingt gut, und es klingt als Leitmotiv auch so dominant, dass man das Denken danach eigentlich gleich einstellen könnte. Richtig ist es trotzdem nicht.
Das Problem ist dies: Schirach, geboren 1964 in München, ist ein bekannter Strafverteidiger mit Kanzlei in Berlin, und sein Ich-Erzähler ist ebenfalls ein bekannter Strafverteidiger mit Kanzlei in Berlin. Wenn die Ehefrau erst einmal zerstückelt, der Bruder ertränkt, der „führende Industrielle” unter Mordverdacht festgenommen ist, wird dieser Ich-Erzähler gerufen. Dann entwickelt er eine klare, meist recht nüchterne Verteidigungsstrategie, argumentiert vor Gericht, erwartet das Urteil. Was er weiß – und er weiß, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.09.2009

Anwalt seiner selbst

Ohne Zweifel für den Angeklagten: Ferdinand von Schirach verteidigt das Verbrechen mit literarischen Mitteln.

Fast alle großen Veränderungen in unserer Gesellschaft spiegeln sich in Strafprozessen wider", sagte der Jurist Ferdinand von Schirach vor ziemlich genau einem Jahr in einem "Welt"-Interview. Befragt hatte man ihn nicht nur als prominenten Strafverteidiger, sondern - wieder einmal - auch als Enkel des ehemaligen Reichsjugendführers Baldur von Schirach. Der Anlass schließlich war die Attacke auf die Wachsfigur Adolf Hitlers in der neu eröffneten Madame-Tussaud-Dependance in Berlin. Wie sollte mit dem Täter verfahren werden? Rhetorisches Geschick verrät es, wie von Schirach sofort die Schuldfrage verschiebt: "Ein Richter wird sich Gedanken darüber machen müssen, dass in unserer Gesellschaft, in der es fast keine Tabus mehr gibt, nun auch noch das letzte überschritten wurde: Hitler wird als Wachsfigur aufgestellt, als sei er ein berühmter Tennisspieler." Wie dieser Jurist ebenden Mann, der Hitler den Wachsschädel abgerissen hat, zum einzig Aufrechten erklärte, das hatte Feuer: Er heile mit seiner Tat den Frevel, …

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Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt.

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Kundenbewertungen zu "Verbrechen, 3 Audio-CDs" von "Ferdinand von Schirach"

17 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 17 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 01.04.2013 ***** ausgezeichnet
Reale Verbrechen

In diesem Buch erzählt der Autor und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach elf Kurzgeschichten oder besser gesagt, er berichtet von elf Fällen, die er so in seiner Praxis tatsächlich erlebt hat.

Es sind ganz unterschiedliche und manchmal wirklich haarsträubende Begebenheiten. Man kann es oft kaum glauben, dass so etwas tatsächlich geschehen sein soll.

Alle Protagonisten geraten hier - wie soll es anders sein - auf die ein oder andere Art in Konflikt mit dem Gesetz. Von Schirach berichtet von den Tätern und deren Vergehen und wie es dazu kommen konnte. Auf den Inhalt der einzelnen Stories möchte ich hier nicht eingehen, um die Spannung nicht vorwegzunehmen.

Die Sprache des Autors ist knapp, prägnant, lakonisch. Doch gerade diese scheinbare Distanziertheit lässt die Ungeheuerlichkeit der Fälle hervortreten.

Mir wurde dieses Buch von meinem Buchhändler empfohlen und das vollkommen zurecht. Die Geschichten über menschliche Abgründe haben mich in ihren Bann gezogen ,aber auch manchmal erschreckt.. Mir hat dieses Buch so gut gefallen , dass ich nicht umhin konnte , mir auch von Schirach´s zweites Werk " Schuld " zuzulegen . Und auch das habe ich regelrecht verschlungen.

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Bewertung von LisaE. aus Mönchengladbach am 31.07.2012 ***** ausgezeichnet
Tolles Buch! Es ist in kurze knackige Kapitel unterteilt, was ideal ist, wenn man nicht viel Zeit zum Lesen an einem Stück hat.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil - sehr klar und präzise. Von Schirach beschreibt die Protagonisten sehr neutral, wertet nie und lässt dem Leser so Freiraum für ein eigenes Urteil. Demnach ein absolut gelungenes Buch.
Ich werde mir noch "Schuld" bestellen.

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Bewertung von Lilli15 aus HC am 22.07.2012 ***** sehr gut
Ferdinand von Schirach – Verbrechen

Ein Strafverteidiger, welcher sich als großartiger Erzähler erweist.
Ein Tatsachenbericht, aus dem Leben gegriffen.

Dieses Buch war mal etwas erfrischend anderes, hinter jeden Verbrechen, begangen aus Leidenschaft, Habsucht oder einfach nur Mitleid, stand im Gegensatz zu Krimis und Thrillern der Mensch, welcher das Verbrechen begangen hat. Aus welchen Beweggründen er gehandelt hat und wie er nun mit seiner Schuld leben muss.
Besonders nahe ging mir der erste Fall, wie eine jahrelange Demütigung einen sonst ruhigen und netten Menschen zu einer so grausamen Tat veranlasst. Ebenso der Fall „ Das Cello“ und „Der Äthiopier“. Man hoffte beim Lesen der Geschichte auf ein positives Ende, sympathisierte mit dem „Täter“.

Besonders hat mir gefallen, das nicht nur die Tat beschrieben wurde sondern auch, wie es dazu kam. Dadurch wird dem Leser ein Einblick in das Leben der Täter oder auch der Opfer gegeben und nicht immer ist der Täter als solcher zu sehen.

Das Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen und ich hoffe, das dieser begnadete Erzähler noch mehr seiner Fälle zu Papier bringt.

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Bewertung von Raindance am 27.05.2012 ***** sehr gut
Ich persönlich finde das Buch von Ferdinand von Schirach sehr gelungen. Er hat das Talent, mit seiner zwar sehr einfachen und präzisen Schreibweise, starke Gefühle beim Leser auszulösen. Er versteht es ohne jeglichen Schnörkel, die Wucht der Emotionen auzudrücken und damit Gänsehaut, Mitgefühl sowie Überraschung zu verursachen. Ich war nach jeder Geschichte immer wieder aufs Neue von ihrem Ausgang überwältigt und überrascht.
Allerdings verlieren viele Geschichten auch zeitweise ihre Spannung, da sie teilweise überdurchschnittlich genau erzählt werden.
Deswegen gebe ich dem Buch nur 4 Sterne , muss aber trotzdem hinzusagen, dass es ein sehr gutes Buch.
Es ist wirklich sehr aufwühlend und regt zum Nachdenken an, aber es erzählt aus dem Leben und ich denke genau diese Tatsache ist es, die dafür verantwortlich ist, dass der Leser mit jeder Figur mitfühlen kann und das Buch nicht so schnell aus der Hand legen kann.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 29.04.2012 ***** ausgezeichnet
Beschreibung
Ein freundlicher älterer Doktor erschlägt nach vierzig Jahren Ehe seine Frau mit einer Axt, ein führender Industrieller wird des Mordes an einer Prostituierten verdächtigt, eine Frau tötet ihren Bruder Elf Geschichten über die Abgründe der menschlichen Natur, erzählt von Strafverteidiger Ferdinand von Schirach, basierend auf Fällen, die er in seiner Kanzlei erlebt hat.

Ferdinand von Schirach berichtet hier von Fällen aus seiner Kanzlei. (Ich gehe davon aus, das die Namen der betroffenen Personen geändert wurden). Ich wurde auf dieses Buch durch eine Fersnsehsendung aufmerksam, in der Ferdinand von Schirach zu diesem Buch und den Fällen interviewt wurde. Ich hatte mir viel davon erhofft und meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Eine megaspannende Lektüre, bei der auch das deutsche Rechtssystem und die Aufgaben der einzelnen Gruppen (Staatsanwaltschaft, Verteidigung, Richter) in groben Zügen -und ganz nebenbei- erklärt wird. Ich bin total begeistert und freue mich schon auf den zweiten Band aus der Feder von Herrn von Schirach.

Bisher von Ferdinand von Schirach erschienene Bände:

1. Verbrechen
2. Schuld
3. Der Fall Collini
4. Der Bäcker (nur als eBook)

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Bewertung von herbert rost aus düsseldorf am 04.12.2011 ***** sehr gut
Ein hervorragendes Buch, sehr unterhaltsam geschrieben, auch wenn die Fälle so nicht stattgefunden haben. Aber es gibt eine gute Vorstellung davon, wie eng verbunden oft die Verbrechen mit der Vita der Täter sind, wenn auch nicht zwangsläufig. Ähnliches, aber in Romanform, habe ich bislang nur bei Martin W. Brocks Krimi "Gitterblüten" gefunden.

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** sehr gut
11 Verbrechen, 11 Geschichten, 11 Schicksale – ein(e) jede(s) anders.
Aber eins haben alle gemeinsam: sie sind ungewöhnlich und werden vom Strafverteidiger Ferdinand von Schirach in seinem Buch erzählt und sollen auf wahren Ereignissen beruhen.
Die Geschichten sind alle relativ kurz, spannend erzählt, jede mit Aha-Effekt am Ende.
Trotzdem will sich mir nicht erschließen, was der Autor uns mit dem Buch sagen will: sollen wir bei Verbrechen immer den Hintergrund suchen und abwägen? Oder hat er sich einfach nichts gedacht und lässt uns nur an seinen spektakulären Fällen teil haben?
Mir hat das Buch jedenfalls gut gefallen, es lässt sich locker leicht lesen, ist mal was Neues, was Anderes und hebt sich in meinen Augen von der Alltagsliteratur ab. Geht ein bisschen in die Tiefe.
Besonders gut gefallen hat mir die erste Geschichte, Fähner, die auch in der Leseprobe zu lesen war. Und die Notwehr-Geschichte fand ich auch ganz toll. Da konnte man sich quasi denken, was Sache war, aber aufgeklärt wurde schlussendlich nichts.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 15.07.2011 ***** ausgezeichnet
Mich interessiert was in Menschen vorgeht, was sie zu unverständlichen Taten treibt wie es dazu kommt und was es alles gibt. In diesem Buch habe ich Geschichten erfahren die sehr traurig waren und unvorstellbar. Man hört und sieht ja sehr viel in den Medien, aber was Herr von Schirach in -Verbrechen- schilderte habe ich noch nie gehört. Und es hat mir gezeigt, dass jeder Mensch in bestimmten Situationen, unter Druck, bei Angst und Ausweglosigkeit ein Verbrechen begehen kann. Sehr spannendes und sehr interessantes Buch. Das war nicht das letzte was ich von ihm gelesen habe...

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 04.06.2011 ***** ausgezeichnet
Kurzerzählungen nach wahren Fällen des Berliner Strafverteidigers von Schirach. In jeweils ca. 20-seitigen Erzählungen werden Einzelschicksale nacherzählt, die meist etwas mit Mord, Totschlag oder Notwehr zu tun haben. Hinter jedem verbirgt sich eine eigene Geschichte, ein eigenes Schicksal. Es sind Schicksale, die berühren, fesseln, faszinieren. Der Erzählstil ist äußerst literarisch und spannend. Manchmal kaum fassbar, dass es um wahre Geschichten geht. Ich habe es in einem Zug ausgelesen.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 14.03.2011 ***** ausgezeichnet
Herr von Schirach plaudert als Anwalt und Strafverteidiger aus dem Nähkästchen. Unterhaltsam erzählt er die interessantesten und skurillsten Geschichten aus seinem Alltag. Storys, die nachdenklich machen und lange in Erinnerung bleiben. Am bewegendsten war für mich die Geschichte des Äthiopiers. Ein Mann, nicht klug aber geschickt mit den Händen, den die Gesellschaft ausschloss. Er ist so verzweifelt und begeht, recht tollpatschig, einen Banküberfall mit einer Plastikpistole. Danach flieht er nach Addis Abeba, in der Hoffnung in Asien zu landen. Über einige Umwege gelangt er schließlich in ein Kaffeedorf und wird von der dortigen Gemeinschaft aufgenommen. Die Akzeptanz, Aufmerksamkeit, Toleranz und Liebe die er dort erfährt sind so neu und einmalig, das er sich revanchiert und einen Teil seiner Dankbarkeit ausdrückt, indem er den Kaffeeanbau, Transport und Verkauf revolutioniert. Dank seines handwerklichen Könnens kommen die Einwohner des Dorfes zu einem bescheidenen Reichtum. Aber selbst in dieses kleine Kaffeedorf reicht der Arm der deutschen Justiz…

An dieser Geschichte zeigt sich sehr deutlich wie eingeschränkt wir sind in unserem Streben nach Macht, Intelligenz und Schönheit, dass wir alle die „anders“ sind verachten und ihnen kaum Chancen einräumen mit und nicht am Rande der Gesellschaft zu leben.

Die zweite Story die mich ebenfalls sehr nachdenklich stimmte war „Liebe“. Hier zeigt sich, das die anwaltliche Schweigepflicht auch sehr viele Nachteile in sich birgt.



Fazit: Ein sehr gelungenes Buch von einem begnadeten Erzähler. Kurz und knackig vermittelt Schirach seine Geschichten und würzt sie mit etwas Zynismus. Sie sind absolut lesens- und empfehlenswert.

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