Gotteszahl, 5 Audio-CDs - Holt, Anne

Gotteszahl, 5 Audio-CDs

Gekürzte Lesung. 396 Min.

Anne Holt 

Übersetzung: Haefs, Gabriele; Gesprochen von Fröhlich, Andreas
Audio CD
 
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Gotteszahl, 5 Audio-CDs

Im entlegenen norwegischen Küstenort Bergen nimmt eine grausige Mordserie ihren Anfang: Eva Karin Lysgaard war eine unbequeme Person. Jetzt ist die engagierte Bischöfin tot, erstochen, jegliches Motiv aber scheint zu fehlen. Kommissar Yngvar Stubo ermittelt im tief verschneiten Bergen. Währenddessen geschehen in Oslo weitere Morde, scheinbar ohne Verbindung und in sehr rascher Folge: eine Leiche im Hafenbecken, ein toter Junkie und ein herztoter Künstler. Dann stößt Stubo bei seinen Nachforschungen auf eine christlichfundamentalistische Bewegung: "Gruppe 25", Zahlenmystiker, die von archaischem Hass getrieben jeden töten, der ihren religiösen Vorstellungen nicht entspricht.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3869520558
  • Best.Nr.: 29976621
  • Laufzeit: 396 Min.
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die Bischöfin Eva Karin Lysgaard ist für Homosexuellen-Rechte, gegen Abtreibung - und am Weihnachtsabend wird sie ermordet. Eine harte Nuss für Polizist Yngvar Stubø, denn die Bischöfin hatte im liberalen Norwegen anscheinend keine Feinde. Aber ein Geheimnis, wie der Kommissar langsam aber sicher und gegen den erbitterten Widerstand ihres Witwers aufdeckt. Autorin Anne Holt wäre allerdings nicht sie selbst, wenn es nicht darüber hinaus zahlreiche weitere Handlungsstränge gäbe, die - anfangs scheinbar zusammenhanglos - sich nach und nach zu einem komplexen Bild zusammenfügen. Ein Fest für Krimifans, das mit Sprecher Andreas Fröhlich auch in der Hörversion groß punktet. (kab)

»Das hat man davon: Verfolgungswahn. Kalte Füße. Kaffeedurst. Was sich für diesen unfassbar spannenden Thriller alles lohnt.« Brigitte . »>Gotteszahl< heißt der neue, exzellent geschriebene Krimi von Anne Holt. Mit sicherer Hand führt sie die einzelnen Erzählstränge am Ende zusammen und serviert eine ebenso überzeugende wie überraschende Lösung.« Kölner Stadt-Anzeiger

»Anne Holt schreibt phantastische Krimis.«, Brigitte»Anne Holt zeigt in diesem Roman über weite Strecken, dass der Kriminalroman derzeit wie kaum ein anderes Genre geeignet ist, wesentliche gesellschaftliche Probleme in literarischer und spannender Form einem breiten Publikum nahe zu bringen.«, Radio Darmstadt, 23.02.2011»Das hat man davon: Verfolgungswahn. Kalte Füße. Kaffeedurst. Was sich für diesen unfassbar spannenden Thriller alles lohnt.«, Brigitte, 20.10.2010»Ein intelligent konstruiertes Gesellschaftstableau.«, Myself»Extrem spannend, clever verschachtelt, mit politischen Bezügen, stilistisch originell und dabei auch anspruchsvoll geschrieben.«, Münchner Merkur, 13.01.2011›Gotteszahl‹ ist atemlos und packend – Holt in Höchstform. Dies ist eines ihrer besten Bücher.«, Aftenposten
Anne Holt, geboren 1958 in Norwegen, arbeitete nach ihrem Jurastudium als Journalistin, Polizistin und Anwältin, bevor sie 1996 für kurze Zeit norwegische Justizministerin war. Ihre psychologischen Kriminalromane avancierten zu Bestsellern und wurden mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Seit 1993 veröffentlicht sie Kriminalromane um die außergewöhnliche Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Die Autorin lebt in Oslo.
Für Ann-Marie, für fünfzehn gute Jahre
der Zusammenarbeit
TEIL I
Weihnachten 2008
Das unsichtbare Kind
Es war die zwanzigste Nacht im Dezember.
Einer dieser Samstagabende, die so viel versprechen, was sie niemals halten,war fast unmerklich in den letzten Adventssonntag übergegangen. Die Menschen schwankten noch immer von einem Lokal zum anderen, während sie den heftigen Schneefall verfluchten, der einige Stunden zuvor über Oslo hereingebrochen war. Die Temperatur war danach auf drei Grad über null geklettert, und alles, was noch an Weihnachtsstimmung erinnerte, war grauer Matsch auf Eisbuckeln neben Seen aus geschmolzenem Schnee.
Mitten in der Stortingsgata stand ein Kind.
Es war barfuß.
"Haltet in den dunklen Tagen", sang die Kleine zaghaft, "euer Herz bereit "
Ihr Nachthemd war hellgelb und auf der Brust mit Marienkäfern bestickt. Die Waden, die unter dem Hemd hervorsahen, waren dünn wie Essstäbchen, und ihre Füße bohrten sich in den Matsch. Das schmächtige, halbnackte Kind war in diesem nächtlichen Stadtbild dermaßen fehl am Platze, dass niemand es bisher auch nur bemerkt hatte. Die Saison der Weihnachtsfeiern näherte sich dem Höhepunkt, und alle waren mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Ein halbnacktes, summendes Kind auf einer Hauptstadtstraße mitten in der Nacht wurde einfach unsichtbar, wie in einem der Bücher, die die Kleine zu Hause hatte, woTiere aus Afrika sorgfältig in Zeichnungen von norwegischen Landschaften versteckt waren, hinter Rinde und Laub kaum zu entdecken, wenn man sich dort nicht auskannte.
" Tannen werden Lichter tragen "
Alle waren unterwegs, um sich zu amüsieren, was nur den wenigsten gelang. Vor dem Laden von Juwelier Langgaard stützte sich eine Frau an das Panzerglas und starrte ihr Erbrochenes an. Unverdaute tiefrote Himbeersoße zwischen Resten von Schweinerippe und Frikadellen, Schneematsch und Streusand. Eine Bande junger Männer johlte auf der anderen Straßenseite Schmählieder auf die Kotzerin. Sie zogen einen abgestürzten Kollegen zwischen sich am Nationaltheater vorbei, ohne darauf zu achten, dass der nur noch einen Schuh anhatte. Vor jedem Lokal drängten sich die Raucher fröstelnd im kalten Wind. Durch die Straßen zog eine salzige Brise vom Fjord her und mischte sich mit dem Geruch von brennendem Tabak, Schnaps und Parfüm, dem Geruch einer norwegischen Großstadt in einer Nacht kurz vor Weihnachten.
Aber niemand bemerkte das kleine Mädchen, das so leise auf der Straße sang, zwischen zwei silbrig schimmernden Straßenbahnschienen.
" und die leuchten und die leuchten "
Sie kam nicht weiter.
" und die leuchten "
Eine Straßenbahn der Linie 19 riss sich von der Haltestelle hundert Meter weiter in Richtung Schloss los. Wie ein bleischwerer Schlitten voller Menschen, die nicht so genau wussten, wohin sie wollten, fuhr sie langsam den Hang zum Hotel Continental hinab. Einige Fahrgäste wussten kaum noch, wo sie gewesen waren. Sie schliefen. Andere tuschelten über ein mögliches Nachglühen, mehr zu trinken und mehr Frauen, bei denen sie ihr Glück versuchen könnten, ehe es zu spät wäre.Viele starrten nur in die kompakte Wärme, die sich als feuchte Undurchdringlichkeit auf die Fensterscheiben legte.
Ein Mann am Eingang zum Theatercafé hob den Blick von den teuren Schuhen, die er für diesen Abend in der Annahme gewählt hatte, der Schnee würde noch auf sich warten lassen. Seine Füße waren nass, und die Streusalzstreifen würden sich nur mit Mühe entfernen lassen, wenn die Schuhe überhaupt je trockneten.
Er war der Einzige, der das Kind sah.
Sein Mund öffnete sich zu einem Warnruf. Ehe er Atem holen konnte, versetzte ihm jemand einen Stoß in den Rücken, und er hatte zu tun, sich auf den Beinen zu halten.
"Kristiane! Kristiane!"
Eine Frau in norwegischer Tracht stolperte über ihren voluminösen Rock. Instinktiv klammerte sie sich an den Mann mit den ruinierten Enzo-Poli-Schuhen. Er hatte das Gleichgewic


Kundenbewertungen zu "Gotteszahl, 5 Audio-CDs" von "Anne Holt"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von bookorpc aus Kumhausen am 03.04.2011   sehr gut
Gotteszahl ist der vierte Roman aus der Yngvar Stubø Reihe von Anne Holt. In diesem Roman hat auch Hanne Wilhelmsen, die Protagonistin aus der gleichnamigen Reihe ein kurzes Gastspiel.

Inhalt: Wer hat die Bischöfin Eva Karin Lysgaard an Heilig Abend ermordet und wohin wollte sie mitten in der Nacht? Um die Antworten darauf zu finden, begibt sich Yngvar nach Bergen, dort trifft er auf eine Mauer aus Schweigen. Während Yngvar sich auf der Suche nach einen Bild macht, verfolgt seine Frau Inger Johanne eine andere Theorie. Diese hat mit ihrer Studie über Hasskriminalität zu tun. Dabei stößt sie auf weitere Todesfälle. Diese haben die Homosexualität als Gemeinsamkeit.
Des weiteren macht sie sich Sorgen um Kristiane, ihrer ältesten Tochter. Diese würde nur knapp vor einen schrecklichen Unfall gerettet und seitdem hat Inger Johanne das Gefühl ihre Tochter werde verfolgt.

Meine Meinung: Gotteszahl ist der erste Roman von Anne Holt, den ich gelesen habe und ich bin begeistert. Zwar fielen mir die ersten 100 Seiten etwas schwerer, da ich mich erst an den Schreibstil der Autorin und die verschiedenen Personen, die erst langsam ein Gesamtbild ergaben, gewöhnen musste. Aber die restlichen Seiten waren ein Genuss, der viel zu schnell verging. Obwohl ich die vorherigen Bücher nicht kenne, empfand ich Verweise bzw. Details aus diese nicht störend, sondern perfekt integriert. Es klärte sich zwar nicht alles auf, aber dadurch entstand kein Defizit beim Lesen. Dieser Kriminalroman enthält manch degoutanten Teil, oder hat euch schon mal ein Fisch aus einer Wasserleiche angelacht?! Diese sind zwar eher vereinzelnd, aber trotzdem einprägend. Mehr beschäftigte mich aber die Frage, wie all diese Personen zu einem gemeinsamen Ende finden, auch wenn das Ergebnis nicht vollkommen überraschend war.
Fazit: Wer volles Lesevergnügen wünscht, sollte lieber beim ersten Band anfangen und auch die Reihe um Hanne Wilhelmsen nicht vergessen. Da die Kommissarin auch in der Yngvar Stubø Reihe eine Rolle spielt. Für mich steht fest, ich werde auch in Zukunft Bücher der Autorin lesen.

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Bewertung von Angeleye aus Dietmannsried am 21.02.2011   sehr gut
Gotteszahl

Eva Karin, eine komplizierte Bischöfin, wird an Heilig Abend von einem Unbekannten erstochen. Im Hafenbecken von Oslo wird eine Leiche gefunden. Ein kleines behindertes Mädchen wird von einem Unbekannten davor bewahrt, von einer S-Bahn überfahren zu werden. Was gab es für ein Motiv für den Mord an einer Bischöfin? Welche Geheimnisse hatte sie? Wer ist der Tote im Wasser? Und wer hat ihn getötet? Was tut das kleine Mädchen allein nachts auf der Straße, und was hat sie mit den beiden Toten zu tun?

Der Kommisar Yngvar Stubo wird auf den Fall Eva Karin angesetzt und stößt speziell in der Familie auf scheinbar undurchdingbare Mauern. Der Mann möchte nicht helfen und der Sohn ist total überfordert mit dem Mord an seiner Mutter und der Veränderung die sein Vater durchmacht. Während der Ermittlungen stösst Yngvar auf eine Gruppe radikal-christliche Hassgruppe, die sich "Gotteszahl 25" nennt. Zu lebzeiten hat sich Eva Karin sehr für Lesben und Homosexuelle eingesetzt. Hat die Gruppe etwas mit ihrem Tod zu tun?



Ich finde das Buch sehr spannen, hab es auch in sehr kurzer Zeit durchgelesen. Ich mag die Art wie Anne Holt schreibt, für mich sehr flüssig und unkompliziert, gut verständlich. Die Ermittlungen laufen schön nebeneinander her und kommen am Ende des Buches zusammen. Auch bleibt lange verborgen, wer hinter den Morden steckt und welche Geheimnisse gelüfted werden müssen.

Insgesammt finde ich Geschichte, Schreibweise und auch das Cover mehr als interessant und ansprechend.

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Bewertung von lenchen_196 aus Bayern am 28.10.2010   sehr gut
Morde aus Hass

Es passiert eine Serie von Morden, scheinbar ohne Verbindung. Im Osloer Hafenbecken wurde eine Leiche gefunden. In Bergen stirbt Eva Karin Lysgaard, die Bischöfin, die sich für „unbequeme“ Fragen heutigen Lebens engagierte. Sie wurde ausgerechnet an Heiligabend erstochen, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen. Dazu kommen ein toter Junkie und ein bekannter Künstler, der einen Herzinfarkt erlitt. Meistens sind diese Morde als ein „natürlicher“ Tod vorgetäuscht. Und das ist nicht alles. Jemand beobachtet das friedliche Familienleben der Bürger und bereitet höchstwahrscheinlich den nächsten Schlag vor...

Kommissar Yngvar Stubo mit seinem Team ermittelt im Fall der toten Bischöfin, sucht die Antworten in anderen Fällen, bis sich ihm plötzlich der Zusammenhang aller Opfer entfaltet. Seine Frau Inger Johanne, Psychologin und Kriminologin, steht ihm mit ihrem Wissen und hilfreichen Vermutungen zur Seite.

Eine weltweite christlich-fundamentalistische Bewegung scheint wohl in die Sache verwickelt zu sein. Ihr Programm ist Hass und Mord. Ein mystisches Ergebnis der Zahlenforschungen begründet angeblich das Recht, jeden zu töten, der den religiösen Vorstellungen dieser Bewegung nicht entspricht. Ich werde hier den Grund dieser Tode nicht verraten, damit dem künftigen Leser auch der Spaß bleibt, selber einige Mutmaßungen aufzustellen. Allerdings kommt Kommissar Stubo auch nicht gleich auf die richtige Lösung.

Es klingt jetzt eher trocken und zu wissenschaftlich, der Roman ist aber sehr fesselnd und lebendig. Nicht viel Action, dagegen aber detaillierte Beschreibungen, ausführliche Gespräche und innere Monologe machen das Buch so interessant, dass man es kaum aus der Hand lässt, bis man mit dem Lesen fertig ist. Viele Familienszenen sind sehr ansprechend beschrieben, mal humorvoll, mal rührend. Auch die vielleicht etwas ungewöhnlichen Arten der Ehe finden hier Platz und sind von der Autorin mit viel Wärme präsentiert, was einen nicht wundern muss, wenn man die Biografie von Anne Holt kennt. Die Sprache ist flüssig, die Länge der Abschnitte genau richtig, um den Leser mit den hier manchmal unbedingt nötigen trockenen Erklärungen nicht zu langweilen und die Spannung zu erhalten.

Was mich beim Lesen des Romans allerdings etwas störte, war, dass die Autorin alle englischen Begriffe und Wörter (die nicht gerade selten vorkommen) nicht übersetzt. Als ob es ganz selbstverständlich wäre, dass wohl jeder (in Norwegen und auch in Deutschland) der englischen Sprache mächtig ist. Sogar ein Brief, der wichtige Informationen für die weitere Handlung enthält und vollständig in Englisch verfasst ist, wurde nicht übersetzt. Es wird aus dem weiteren Kontext zwar ein bisschen klar, worum es im Brief ging, aber es wäre besser, dem Leser einen adäquaten Text auch in Deutsch zur Verfügung zu stellen.

Noch ein Manko, aus meiner Sicht, und ich weiß nicht, ob es sich hier um die Arbeit der Übersetzerin handelt oder um einige Unvollständigkeiten von der Autorin selber. Ich tippe eher auf die Übersetzung. Und zwar: jeder letzte Satz von einem jeweiligen Abschnitt enthält ein bestimmtes Wort, das im ersten Satz des nächsten Abschnitts wiederholt wird. Man merkt es schnell, gewöhnt sich daran und es macht Spaß zu beobachten, wie die Autorin damit spielt. Dann plötzlich fällt es in einem oder anderem Satz aus, was ich als ärgerlich empfand, weil es aus dem Konzept reißt.

Allerdings sind diese Kleinigkeiten nicht entscheidend bei dem Lesen dieses Werks, welches ich mit großem Vergnügen bewältigt habe.

Das war mein erster Roman von der internationalen Bestsellerautorin Anne Holt und auf jeden Fall nicht der letzte. Ich würde ihre weiteren Bücher gern kennenlernen, vor allem die Fälle des Osloer Kommissaren Yngvar Stubo. Das Buch „Gotteszahl“ kann ich nur weiterempfehlen für alle nachdenklichen Leser von Krimiromanen.

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Bewertung von Tintenherz aus Kronshagen am 06.10.2010   gut
Die falschen Gläubiger


"Gotteszahl" von Anne Holt

erschienen im Hörbuchverlag Hamburg, eine osterwold audio Produktion,
gekürzte Lesung, 5 CD, 396 Minuten mit 85 Tracks, gelesen von Andreas Fröhlich


Inhalt:

Weihnachten 2008, Oslo. Die Bischöfin Eva Karin Lysgaard wird am Heiligabend ermordet. Ein geistig behindertes Kind wird durch einen Fremden gerettet. Zahlreiche ungeklärte Morde werden verübt. Wie passen die Ereignisse zusammen? Kommissar Yngvar Stubo nimmt die Ermittlungen auf und stößt auf Geheimnisse und Tragödien.


Autorin:

Anne Holt, geb. 1958 in Larvik, wuchs in Norwegen und in den USA auf. Nach einer Karriere als Anwältin und kurzzeitige Justizministerin Norwegens lebt sie heute als freie Autorin in Oslo. Mit ihren erfolgreichen Kriminalromanen gehört sie zu den wenigen skandinavischen Autorinnen, deren Bücher weltweit gelesen werden.


Sprecher:

Andreas Fröhlich, geb. 1965 in Berlin, wurde als Sprecher von Bob Andrews aus der legendären Hörspielreihe Die drei ??? bekannt. Er arbeitet als Schauspieler und Synchronsprecher für Hollywoodgrößen und bekam 2010 den Deutschen Hörbuchpreis, Kategorie "Bester Interpret".


Meine Meinung zu dem o. g. Hörbuch:

In diesem Krimi geht es um Hassgruppen, ansässig in den USA, die sich nach Norwegen ausbreiten und Morde unter bestimmten Voraussetzungen verüben.
Anfangs war es für mich sehr verwirrend, die vielen verschiedenen Charaktere auseinander zu sortieren. Aber das legte sich dann sehr schnell und ich konnte mich in die Geschichte hineinfinden.
Geschickt werden die verschiedenen Handlungsstränge von der Autorin verbunden. Da sie selbst für die Polizei gearbeitet hat, lässt dieser Krimi eine solide Kenntnis der Ermittlungsarbeit erkennen und beleuchtet aktuelle gesellschaftliche Probleme.
Der Sprecher Andreas Fröhlich versetzt sich wunderbar in die einzelnen Protagonisten und gibt mit der dann entsprechenden Stimme die Gefühle und Gemütsbewegungen anschaulich zum Ausdruck.


Fazit:

Für mich ist "Gotteszahl" ein solider, aber tiefgründiger Krimi, dem zwar etwas an Spannung fehlt, der aber gesellschaftskritisch sehr aussagekräftig ist.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 25.09.2010   ausgezeichnet
Anne Holts neuer Krimi „Gotteszahl“ mit dem Ermittler-Ehepaar Yngvar und Inger Johanne Stubø sowie der Osloer Kripobeamtin Silje Sörensen kommt zunächst nur etwas langsam in Schwung. Viele scheinbar unzusammenhängende Fäden verwebt sie, bis daraus ein raffiniert gesponnenes Netz entsteht und in steigendem Tempo immer weiter ausgedehnt wird. Angereichert mit vielen Infos über die Mechanismen des Hasses und die falsch verstandene, fanatische Religiosität christlicher Fundamentalisten, wird „Gotteszahl“ so trotz einiger kleiner logischer Fehler zu einem mitreißend-spannenden Krimi mit facettenreicher Story und sprachlich überzeugenden Kapiteln – insbesondere die Übergänge erfreuen durch kleine Augenzwinkereien. Anne Holt fängt die nordisch-winterliche Atmosphäre Skandinaviens authentisch ein und gibt uns einen weiteren Einblick in die Patchwork-Familie von Yngvar und Inger Johanne samt Töchtern, Ex-Mann und nörgelnden Großeltern. Auch Hanne Wilhemsen, die viele Fans ins Herz geschlossen haben, bekommt einen neuen kleinen Auftritt. Und: Man muss die vorherigen Bände nicht kennen, um Anne Holts gelungenen neuen Fall zu genießen.

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Bewertung von goat aus Niedersachsen am 24.09.2010   ausgezeichnet
Im Jahr 2006 habe ich, ohne es zu wissen, den Auftakt der Reihe um Kommissar Yngvar Stubø begonnen. Ich weiß noch, dass mir das Buch damals sehr gut gefallen hat. Obwohl ich mich jetzt nicht daran erinnern kann, ob Anne Holt auch zu dem Zeitpunkt schon einen so ausführlichen Schreibstil hatte.

Zu Beginn des Romans hatte ich noch Schwierigkeiten, mir die immer neu auftauchenden Namen zu merken. Mit der Zeit besserte sich das jedoch, weil die Autorin ihre Figuren in den, wie ich finde, recht langen Kapiteln sehr genau beschreibt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl etwas Wichtiges aus den Vorgängerbänden versäumt zu haben - obwohl es sicherlich interessanter gewesen wäre, die Entwicklung zwischen Inger Johanne und Yngvar Stubø von Beginn an zu verfolgen. Ann Holt versteht es, in ihren Büchern eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, so dass ich mich gleich wohl gefühlt habe.

Ich denke, dass ein typischer Thrillerleser Probleme mit Ann Holts Schreibstil haben könnte. Anstatt auf Action wird hier mehr Wert auf Details gelegt. Und gerade die haben dafür gesorgt, dass unheimlich viel Spannung vorhanden ist. Ich konnte mich in jede Figur gut hinein versetzen und habe mitgelitten und mitgefiebert.
Alleine das Leid der Familie der ermordeten Bischöfin. Ihr Mann trägt ein großes Geheimnis mit sich herum, ist aber nicht in der Lage, sich seinem Sohn zu offenbaren. Dieser wiederum versucht verzweifelt, dem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen und muss mit ansehen, wie ihm sein Vater langsam immer mehr entgleitet.

Gewundert hat mich, dass die norwegische Polizei so lange gebraucht hat, herauszufinden, dass alle Opfer homosexuell waren. Dies und der Epilog des Buches waren in meinen Augen etwas unglaubwürdig. Außerdem werden sich Leser, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, über einige Textpassagen ärgern, die nicht übersetzt wurden. Aber dies sind nur ganz winzige Kritikpunkte.

Wer einen anspruchsvollen Krimi lesen möchte, ist mit "Gotteszahl" gut beraten. Die vielen parallel laufenden Handlungsstränge finden zum Schluss gut zusammen und auf die Lösung des Falles kommt der Leser, wie ich finde, nicht so schnell.

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Bewertung von Nijura am 18.09.2010   ausgezeichnet
Yngvar Stubo feiert mit seiner Frau Inger und der Familie Weihnachten.
Leider kann er dies nicht richtig genießen, da einige Morde geschehen. Ein junger Stricher, ein Penner, ein aufstrebender Maler, eine attraktive Blondine und eine Bischöfin. Wie sich herausstellt, sind alle bis auf die Bischöfin homosexuell bzw. lesbisch. Wurde die Bischöfin ermordet, weil sie sich für diese Gruppe engagiert hatte oder steckt noch mehr dahinter?
Eine amerikanische Freundin bringt Inger auf die richtige Spur, sie berichtet von einer Hassgruppe, die sich auf die Gotteszahl 25 bezieht und diese mit den Morddatum der Opfer übereinstimmen, wenn man die Quersumme ermittelt.
Gemeinsam mit der Hauptkommissarin Silje Sorensen beginnt sie zu ermitteln, während ihr Mann in Bergen dem Motiv des Todes der Bischöfin Eva Karin Lysgaard auf den Grund geht.

Wie sich herausstellt, hat Ingers Tochter Kristiane bei einer Hochzeit einen der Morde beobachtet und gerät deshalb ins Visier des Täters...

Die Autorin schreibt sehr spannend und bringt die vielen einzelnen Handlungsstränge gekonnt zusammen, der Schluß hat mich überrascht, aber auch überzeugt. Es war mein erstes Buch von Anne Holt, ich kenne zwar die Vorgänger nicht, konnte dem Buch aber gut folgen und habe nichts vermisst. Mir hat vor allem gefallen, dass das Ende eines Absatzes dem Anfang des nächsten ähnlich ist (z.B. Fast wäre er sich sicher gewesen - Neuer Absatz Trude Hansen war sich ziemlich sicher). Wirklich gekonnt gemacht!

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 10.09.2010   sehr gut
Es gibt eine ganze Reihe von Morden in Bergen und Oslo - oder besser Toten. Eine ermordete Bischöfin, ein toter Asylbewerber der aus dem Wasser gefischt wird, eine heroinsüchtige junge Frau stürzt aus dem Fenster, ihr Bruder wird in einem Park niedergeschlagen und noch ein, zwei mehr. Wer den Klappentext zuvor nicht gelesen hat, wird keinerlei Verbindungen erkennen, erste Anhaltspunkte tauchen ab der Mitte des Buches auf. Dort wird eine ominöse "Gruppe 25" eher beiläufig eingeführt, religiöse Fanatiker deren Ziel die Tötung einer bestimmten 'Art' Menschen ist. Doch erst nach 3/4 der Lektüre werden die Zusammenhänge klarer erkennbar, die zwischen all den Toten und dieser Gruppe bestehen. Bis dahin laufen die Ermittlungen unabhängig voneinander, wobei Kommissar Yngvar Stubø aufgrund der Brisanz des Falles in Bergen ermittelt, um dort den Mord an der Bischöfin aufzuklären. Insgesamt gibt es sicherlich sieben bis acht unterschiedliche Handlungsstränge, die mehr oder weniger zusammenhanglos nebeneinanderher laufen, bis dann im letzten Viertel des Buches sich alles ineinander fügt wie die Teile eines großen Puzzles (wobei das ein oder andere Teil übrigbleibt).

Gotteszahl war mein erstes Buch von Anne Holt und vermutlich auch nicht mein letztes. Denn eines steht fest: Frau Holt kann schreiben. Und zwar in dem Sinne, dass man es lesen möchte. Doch nach dem Lesen der letzten Seite bin ich mir immer noch unschlüssig: War das nun wirklich brilliant oder eher langatmig und zäh? Denn die typischen Eigenarten eines Krimis sind in diesem Buch nicht zu finden: Man fiebert vor Aufregung, wen erwischt es als Nächstes? Ist der/die ErmittlerIn auf der richtigen Spur? Liege ich mit meinem Verdacht richtig?

Vielleicht sollte man ein neues Genre einführen: Roman mit krimihaftem Charakter - dafür gibt es auch 4 Sterne :-)

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