Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Nijura

Bewertungen

Insgesamt 202 Bewertungen
Bewertung vom 17.12.2022
Anatomy
Schwartz, Dana

Anatomy


sehr gut

Unterhaltsam, viel Crime, zu wenig Love Story
Edinburgh anno 1817. Die junge Lady Hazel Sinnett ist entschlossen Chirurgin zu werden und lässt nichts unversucht, sich diesen Traum zu erfüllen. Sie kann dem Dozenten der Medizinschule einen Deal abringen, wenn sie es schafft, die medizinische Prüfung zu bestehen, darf sie bei ihm studieren.
Glücklicherweise trifft sie auf Jack, er ist ein Auferstehungsmann bzw. ein Leichengräber, er kann Hazel Leichen besorgen, an denen sie üben kann. Gleichzeitig nähern sich die beiden an und entwickeln Gefühle füreinander.
Bald schon entdecken sie Unstimmigkeiten bei den Leichen und stoßen auf gefährliche Geheimnisse.
Meine Meinung:
Das Cover
Als erstes hat mich das Cover des Buches fasziniert, es ist schlicht, drückt aber gleichzeitig den Inhalt des Buches perfekt ab. Am Anfang habe ich nur das Herz gesehen und erst später entdeckt, dass es sich um eine Frau von oben handelt. Sehr geschickt gemacht!
Zum Inhalt
Der Schreibstil ist sehr schön und eingängig. Besonders finde ich auch die in schwarz gehaltenen Seiten, die teilweise Abhandlungen von Dr. Beecham, Briefe von Hazels Mutter und anderes wiedergeben.
Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, teilweise blutig, aber für die Bezeichnung „eine Liebesgeschichte“ kommt für meinen Geschmack die Liebe doch recht kurz.
Sehr unglaubwürdig finde ich, dass Hazel sich ungehindert überall bewegen kann, sie hat keine Anstandsdame, und auch die Diener sind allesamt auf ihrer Seite und finden ihre Handlungen kein bisschen anstößig. Niemand außerhalb nimmt Notiz von ihren Handlungen und schiebt diesen einen Riegel vor. Auch ihr Cousin, der sie bald heiraten wird, hat scheinbar keinen Schimmer, was sie so treibt. Ich denke, dass er in einer realen Situation das kein bisschen dulden würde.
Jack wirkt dagegen sehr bodenständig und real. Aber das ist in diesen Roman eher die Ausnahme.
Am Ende des Buches kommt dann auch noch ein Fantasy Element dazu, auf das ich gerne verzichtet hätte, es passt einfach nicht.
Fazit: Unterhaltsamer Jugendkrimi, aber zu wenig Liebesgeschichte und recht unglaubwürdig.

Bewertung vom 02.12.2022
Blutmond / Harry Hole Bd.13
Nesbø, Jo

Blutmond / Harry Hole Bd.13


sehr gut

Aufregender neuer Fall für Harry Hole

Harry Hole ist in Los Angeles versumpft, wo er seine Wunden leckt. Der Tod seiner geliebten Rachel hängt ihm noch lange nach. Einzig Lucille, eine alternde Schauspielerin mit hohen Schulden, ist ihm eine Freundin. Kann sie das Geld nicht bald zurückzahlen, ist sie ihres Lebens nicht mehr sicher.
Derweil werden 2 Frauen in Oslo bestialisch ermordet. Ein Immobilienmakler, der unter Verdacht gerät, bietet Harry eine Menge Geld, Nachforschungen anzustellen und den wahren Täter zu finden. Harry sieht darin eine Chance Lucille aus der lebensbedrohlichen Situation zu retten und geht auf den Deal ein.

Meine Meinung:
Am Anfang musste ich mich tatsächlich etwas zwingen weiterzulesen. Geht es doch erstmal wieder ums Trinken und den Absturz von Harry Hole. Aber die Handlung wird mit der Zeit immer besser und irgendwann war es dann so spannend, dass ich kaum mehr aufhören konnte zu lesen.

Die Thematik ist sehr interessant, es geht unter anderem um Parasiten, die das Verhalten beeinflussen können. Das hat mich sehr fasziniert, auch wenn manches dabei sicher noch utopisch ist.
Eigentlich weiß man von Anfang an, wer der Täter ist, aber das mindert die Spannung kein bisschen. Es ist sehr aufschlussreich, den Überlegungen und dem Motiv des Täters zu folgen.

Auch trifft man wieder auf viele gute Bekannte aus den vorherigen Krimis. Auch die Umstände von Rachels Tod werden noch einmal wiederholt, was ich sehr gut fand, bin ich doch immer ein bisschen vergesslich.

Am Ende hat Jo Nesbo noch einige Twists eingebaut, die erstens sehr spannend herüberkamen und mit denen ich so nicht gerechnet habe. Das hat mich wirklich überrascht und hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Es braucht ein bisschen, um in die Story einzutauchen, aber das Dranbleiben lohnt sich – garantiert!

Bewertung vom 09.11.2022
Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum
Stehn, Malin

Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum


gut

Mehr Familiendrama als Krimi

Das erste Mal dürfen die Töchter der befreundeten Paare Lollo und Max und Nina und Fredrik Silvester mit Freunden allein feien, während die Eltern gemeinsam bei Lollo und Max und anderen Freunden verweilen.
In der Nacht verschwindet die Tochter von Lollo und Max spurlos.

Die Story lebt von mehreren Perspektivwechseln, wobei vor allem Ninas und Fredriks Sicht wieder gegeben wird.
Über die Jahre hat sich viel Frust und etliche Geheimnisse zwischen den Paaren angesammelt, die nun alle zum Vorschein kommen. Dazu kommen Selbstvorwürfe und viel Gejammer dazu.

Als Jennifer tot aufgefunden wird, rückt vor allem Fredrik in den Fokus. Als Leser meint man zu wissen, worauf es hinausläuft.

Die Ermittler bleiben zu meinem Leidwesen absolute Randfiguren.

Am Schluss gibt es dann noch einen Twist, gegenüber den wirklich ausführlichen Teil wurde das für meinen Geschmack dann zu schnell abgehandelt.

Insgesamt gut lesbar, aber kein absolutes Highlight.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.10.2022
Tage des Lichts / Kinderklinik Weißensee Bd.3
Blum, Antonia

Tage des Lichts / Kinderklinik Weißensee Bd.3


sehr gut

Die Weimarer Republik und der Zerfall

Im dritten Teil der Reihe um die Kinderklinik Weissensee widmet sich die Autorin vielen verschiedenen Themen, wie die Erfindung des Penicillins, dem Ende der Weimarer Republik und dem Aufstieg der NSDAP, der Weltwirtschaftskrise, Homosexualitat und dem sich stetig verändernden Frauenbild.
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf den dritten Band gefreut, da ich als Kinderkrankenschwester natürlich sehr großes Interesse an der Geschichte habe und mich die Umstände dieser Zeit sehr interessieren.
Emma wird zur Oberschwester ernannt, bekommt aber gleichzeitig die Oberin …. Vor die Nase gesetzt, die bereits in einem der Vorgängerteile aufgetaucht ist und die die beiden Schwestern von oben herab behandelt. Etwas fassungslos hat mich gemacht, dass die Hygienestandards dermaßen von der Oberin mit Füßen getreten wurden und außer Emma scheinbar niemand diesen Missstand gesehen hat und diesen auch nicht beanstanden kann.
Emmas Sohn Theodor hat es nicht leicht am neuen Gymnasium, er wird sowohl von den Schülern als auch vom Lehrer gemobbt. Erst als sich sein Mitschüler Johannes um ihn bemüht, wird das Verhältnis zu allen besser, aber zu welchem Preis. Der Aufstieg der NSDAP beginnt.
Emmas Schwester Marlene ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wünscht sie sich zusammen mit ihrem Mann Maximillian ein Kind, auf der anderen Seite möchte sie als Ärztin weiterarbeiten, besonders die Forschung an dem neuen Wundermittel Penicillin haben es ihr angetan. Ich fand die Erkenntnisse darüber sehr aufschlussreich.
Natürlich kommen auch einige Kinderschicksale zum Tragen, die kleine Gertrude, die eine Herzschwäche hat und mit Keuchhusten eingeliefert wird und Albert, der schwer erkrankt. All das macht das Buch abwechslungsreich und sehr emotional.
Nicht so gut gefallen haben mir, dass sich viele Probleme am Ende in Nichts aufgelöst haben, das war mir etwas zu weichgespült.
Wiederum sehr interessant fand ich das Nachwort von Antonia Blum, wo sie noch einmal auf die geschichtlichen Aspekte genauer eingeht.
Und sie verrät, dass es einen vierten Band geben wird, der nach dem 2. Weltkrieg angesiedelt ist.
Darauf freue ich mich jetzt schon.
Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 06.06.2022
Was das Schicksal will / Die Dorfschullehrerin Bd.2
Völler, Eva

Was das Schicksal will / Die Dorfschullehrerin Bd.2


sehr gut

Die Lehrerin Helene erhält 1964 das Angebot Rektorin an der Schule in Kirchdorf zu werden. Sie nimmt das Angebot sehr gerne an, allerdings hat sie auch Bedenken. Dort wird sie wieder auf den Landarzt Tobias treffen, den sie einst verlassen hat. Wie wird er reagieren? Helene hat immer noch Gefühle für Tobias, aber sie will Rücksicht auf ihre Tochter nehmen, Marie hat einfach Vorrang vor einer neuen Liebe. Konflikte sind da vorprogrammiert.

Meine Meinung:
Das zweite Buch über die Dorfschullehrerin Helene bietet viel Unterhaltung und Abwechslung.

Geschickt verbindet die Autorin die vielfältige Handlung mit realen geschichtlichen Details der damaligen Zeit. Themen wie z.B. Rassismus, Ost-West Konflikte, Krankheiten und insbesondere das Schulwesen werden eindrucksvoll beschrieben. Überrascht hat mich z.B., dass es zu der Zeit schon die Bravo gab.
Ich habe viel über die damalige Zeit gelernt und war manches Mal erstaunt wieviel vorsintflutliche Vorurteile es noch gab.

Natürlich kommt auch das Liebesleben mancher Personen, insbesondere das von Helene und Tobias nicht zu kurz.
Eva Völler versteht es, ihre Figuren sehr lebensnah wirken zu lassen. Die meisten habe ich sehr gemocht. Ich werde sie vermissen!

Fazit: Es ist ein wunderbarer Roman zum Mitfiebern und Mitfühlen, sehr angenehm und flüssig zu lesen. Mein einziger klitzekleiner Kritikpunkt ist, dass es am Ende zu viele Happy Ends gab, das kam etwas kitschig rüber.

Bewertung vom 12.04.2022
Einsame Entscheidung / Leander Lost Bd.5 (eBook, ePUB)
Ribeiro, Gil

Einsame Entscheidung / Leander Lost Bd.5 (eBook, ePUB)


sehr gut

Wieder absolut lesenswert!

In Fuseta wird ein englischer Tourist ermordet in einem Ferienhaus aufgefunden. Seine portugiesische Begleiterin ist auf der Flucht. Alles deutet auf eine Beziehungstat hin. Wenn da nur nicht die fehlenden Schuhe wären, die Leander Lost Rätsel aufgeben. Während alle anderen dies als eine Nichtigkeit ansehen, folgt Leander Lost seiner eigenen Logik, natürlich nicht ohne Erfolg.

Kurz darauf befindet sich Leander mit der vermutlichen Täterin gemeinsam auf der Flucht, während alle anderen auf der Suche nach den beiden sind. Es entspinnt sich ein Wettlauf mit der Zeit, in welcher Lost versucht, die Unschuld seiner Begleiterin zu beweisen.



Der fünfte Band unterscheidet sich leicht von den Vorgängern. Der Fall an sich ist wieder spannend und gut gemacht. Ich konnte Leanders Denkweise gut folgen.

Natürlich waren wieder all meine Lieblingscharaktere dabei, Graciana, Carlos, Soraia und natürlich Zara. Allerdings fehlten mir die gemeinschaftlichen Treffen und Essen der gesamten Gemeinschaft. Das portugiesische Feeling gerät diesmal leider etwas ins Hintertreffen, was sehr schade ist.

Für das meiste Schmunzeln bzw. Fremdschämen sorgte Miguel Duarte mit seinen hochfliegenden Karrierefantasien.

Fazit: Wieder ein spannender und kurzweiliger Krimi mit viel Humor.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.03.2022
Leicht gesagt! (MP3-Download)
Staudinger, Nicole

Leicht gesagt! (MP3-Download)


ausgezeichnet

Ein sehr hilfreiches Buch!

In Nicole Staudingers Hörbuch „Leicht gesagt“ geht es um gute Kommunikation. Wie und vor allem in welchen Ton man etwas herüberbringt, kann entscheidend die Beziehung zu anderen verbessern oder aber auch verschlechtern.
Mit anschaulichen Beispielen bringt die Autorin uns Lesern/Hörern das Thema interessant, unterhaltsam und vor allem sehr lehrreich nah.
Dabei kommt es oft nicht nur auf Aussagen an, sondern auch dem Gegenüber richtig zuzuhören.
Ich habe viel nachvollziehen können. Vor allem ist es wichtig sich im Vornherein klarzumachen, was man erreichen will und dies verständlich zu kommunizieren, ohne den anderen dabei anzugreifen.
Das fällt mir oft schwer, ich bin meistens zu direkt.
Aber ich versuche mir das Wissen nun anzueignen und in Zukunft feinfühliger und empathischer zu agieren.
Wahrscheinlich werde ich mir noch das Buch zulegen, da man da leichter etwas nachlesen und rekapitulieren kann.

Das Buch ist auf jeden Fall eine richtig gute Hilfe besser zu kommunizieren. Klare Hör/Leseempfehlung.

Bewertung vom 17.02.2022
Ein Grab für zwei (MP3-Download)
Holt, Anne

Ein Grab für zwei (MP3-Download)


gut

Viel Doping, wenig Spannung
Jan Morell ist geschockt, der Dopingtest seiner Tochter Hege ist positiv. Hege ist Norwegens beste Skifahrerin und sich keiner Schuld bewusst. Die Rechtsanwältin Selma Falck, selbst einmal Olympiasiegerin im Skisport, steht tief in der Schuld von Jan Morell. Er beauftragt Selma damit, die Unschuld von Hege zu beweisen. Als kurz darauf ein anderer Athlet tot aufgefunden wird, dämmert Selma, dass viel mehr dahinterstecken könnte als gedacht.

Meine Meinung:
Das Hörbuch wird von Katja Bürkle gesprochen, die ich schon bei der Hulda-Trilogie von Ragnar Jónasson schätzen gelernt habe. Sie hat eine großartige Stimme und erzählt mit großen Einfühlungsvermögen die Story.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich relativ oft mit den Gedanken abgeschweift bin. Irgendwie wiederholte sich vieles und das Dopingmittel Clostebol ist in mein Gehirn einzementiert, da es gefühlt in jedem zweiten Satz erwähnt wird.
Die Hauptprotagonistin Selma hat einen gewissen Tiefgang, aber alle anderen Personen werden nur sehr oberflächlich beschrieben und wirklich sympathisch ist mir eigentlich nur Maggie, die Haushälterin von Jan Morell.
Da ich bereits andere Bücher von Anne Holt gelesen/gehört habe, hatte ich mir mehr Spannung erwartet, als tatsächlich vorhanden war.
Lediglich die Stellen, in welchen der Täter zu Wort kommt, fand ich spannend, auch weil das Motiv immer noch im Dunklen lag.
Die Auflösung fand ich gut und die Tragik, die hinter dem Motiv des Täters stand, kam am Ende gut zu Tage.

Fazit: Gut recherchierter Krimi um Doping, allerdings viel zu ausschweifend, dabei kam die Spannung viel zu kurz.

Bewertung vom 11.02.2022
Der Mann, der zweimal starb / Die Mordclub-Serie Bd.2
Osman, Richard

Der Mann, der zweimal starb / Die Mordclub-Serie Bd.2


sehr gut

Letztes Jahr habe ich mit viel Genuss den ersten Teil des Donnerstagsmordclub gelesen, weshalb ich mich sehr gefreut habe, als Teil 2 erschienen ist.

Um was es geht:
Die vier Rentner Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim treffen sich wöchentlich im Puzzlezimmer ihrer Seniorenresidenz und erörtern dort Kriminalfälle.
Überraschend erhält Elizabeth eine Einladung von ihrem Exmann Douglas, der sich nun auch in Coopers Chase eingemietet hat. Er braucht dringend ihre Hilfe, da er im Besitz von Diamanten ist, die eigentlich der Mafia gehören. Und die sind nun auf der Suche nach ihm, bestimmt nicht mit freundlichen Absichten.

Bald geht alles drunter und drüber und der Donnerstagsmordclub hat alle Hände voll zu tun, den Schaden zu begrenzen.


Meine Meinung:
Auch im zweiten Teil ist der Autor seiner Linie treu geblieben. Die Dialoge, vor allem zwischen Joyce und Elizabeth, sind sehr vergnüglich und strotzen nur so von Humor.

Auch in diesem Buch hat Joyce ihre eigenen Passagen, in welchen sie die Sicht der Dinge aus ihrer Perspektive wiedergibt. Das passt sehr gut und lockert die Handlung noch einmal zusätzlich auf.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass alle Figuren, angefangen von den Senioren, über Bogdan, den Bösewichten bis hin zu den Polizisten, liebevoll und facettenreich gestaltet sind.

Der Kriminalfall hat es auch in sich, immer wieder konnte mich die Handlung neu überraschen, Respekt vor so viel Einfallsreichtum!

Zwischen dem Humor und der Spannung hat der Autor es auch noch geschafft, die Probleme der Senioren mit unterzubringen. Der Autor hat ein gutes Einfühlungsvermögen in die Sorgen und Nöte von älteren Menschen. Hut ab!

Fazit: Ein wunderbar skurriler Krimi mit absolut liebenswerten Senioren.

Bewertung vom 17.01.2022
Perfect Day
Hausmann, Romy

Perfect Day


gut

Die Macht der Gefühle

Ein Serienmörder geht um. Er tötet kleine Mädchen und hinterlässt rote Schleifen, die zu ihrem Fundort führen.
Eines Abends wird der Philosophieprofessor Walter Lesniak wegen Mordverdachts festgenommen. Seine Tochter Ann ist schockiert. Ihr Vater soll der Täter sein? Der schweigt beharrlich. Ann begibt sich auf die Suche nach dem wahren Täter, was nicht nur für sie gefährlich wird.

Meine Meinung:
Ich habe bereits die ersten beiden Bücher von Romy Hausmann regelrecht verschlungen, diese waren etwas wirklich Besonderes. Deshalb habe ich mich sehr auf den neuen Thriller gefreut.
Das Cover passt stilistisch zu den anderen Thrillern der Autorin. Es gefällt mir durch seine bewusste einfache Aufmachung sehr gut.

Das Buch ist hauptsächlich aus der Sicht der 25jährigen Ann geschrieben, dazwischen gibt es immer wieder Passagen, die mit „Wir“ gekennzeichnet sind, Interviews mit dem Täter und kurze Abschnitte, in welchen die 7-jährige Ann Gefühle beschreibt. Diese Abschnitte fand ich sehr gelungen, da sie vermeintlich viele Rechtschreibfehler enthalten, die bei einem 7-jährigen Kind wohl so vorkommen können.

Durch die vielen thematischen Wechsel wird das Buch auch nie langweilig.
Der Schreibstil ist eingängig und flüssig und ich war schnell in der Handlung drin. Es konnte mich schnell fesseln, dennoch blieb es bei einer konstanten Spannung, es gab kaum Auf und Abs.

Ann war mir relativ sympathisch, ihre Gefühle wurden gut beschrieben und waren teilweise nachvollziehbar. Dafür bleiben die anderen Protagonisten blass. Da hätte ich mir gerne mehr Tiefe gewünscht.

Ab der Hälfte war mir klar, wer der Täter ist. Die Auflösung hatte diesmal leider nicht diesen Wow-Effekt der vorangegangenen Thriller von Romy Hausmann. Das hat mich ein bisschen enttäuscht, dennoch ist das Buch lesenswert.