Frau Bengtsson geht zum Teufel - Jensen, Caroline L.

Frau Bengtsson geht zum Teufel

Roman

Caroline L. Jensen 

Übersetzung: Zuber, Frank
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Frau Bengtsson geht zum Teufel

Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben. Bloß war ihr Tod so banal, dass Gott sich in letzter Sekunde ihrer erbarmte. Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen - wäre da nicht der Teufel, der sich als fürsorgliche Nachbarin der gläubigen Hausfrau annimmt. Und so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen schlagen will ... Der neue Bestseller aus Schweden!


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2013
  • Ausstattung/Bilder: 2013. 240 S. 210 mm
  • Seitenzahl: 240
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 134mm x 22mm
  • Gewicht: 303g
  • ISBN-13: 9783426226391
  • ISBN-10: 3426226391
  • Best.Nr.: 36769408
Caroline L. Jensen, geboren 1978, hat Psychologie und Jura studiert, als Balletttänzerin, Sängerin und Stripperin gearbeitet, bevor sie als freie Schriftstellerin Bücher schrieb. Sie lebt mit ihrem Partner Magnus und Sohn Maximilian in Schonen, Schweden.


Kundenbewertungen zu "Frau Bengtsson geht zum Teufel" von "Caroline L. Jensen"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen   gut)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 29.05.2013   weniger gut
Enttäuschend

Frau Bengtsson ist 38 Jahre alt, glücklich verheiratet, kinderlos und eine äußerst gewissenhafte Hausfrau. Ihr Leben ist bisher rundum harmonisch und zufriedenstellend verlaufen...bis zum Tage ihres Unfalls, der ihr Leben bzw. ihre Einstellung auf den Kopf stellt.

Eines Tages ertrinkt Frau Bengtsson durch unglückliche Umstände in der Badewanne. Doch der Allmächtige,der dies zufällig beobachtet, hat ein Einsehen, dass ihr Tod noch viel zu früh ist und rettet ihr Leben. Dieses Ereignis bewirkt eine tiefgreifende Veränderung in Frau Bengtsson. Sie beschäftigt sich von Stund an intensiv mit ihrem Glauben und ihrer Einstellung zu Gott. Unterstützung sucht sie dabei bei ihrer jungen Nachbarin, der Theologiestudentin Rakel. Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass Rakel zur Zeit nicht mehr ganz sie selbst ist. Denn Satan bedient sich ihrer, um Gott eins auszuwischen. Und es erscheint ganz so, als hätte er Erfolg damit. Frau Bengtsson beschließt, nacheinander jedes einzelne der 10 Gebote zu brechen.

Ich habe mir das Buch aufgrund einer wirklich tollen Leseprobe gekauft und wurde leider ziemlich enttäuscht. Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend. Mit viel Humor und reichlich gespickt mit Sarkasmus und Ironie wird zunächst das Unglück geschildert. Hier musste ich auch noch einige Male schmunzeln oder auch herzhaft lachen. Doch im weiteren Verlauf ist für mich der Witz irgendwo stecken geblieben. Eine absurde Situation reiht sich an die andere, die Gespräche zwischen Rakel bzw. Satan und Frau Bengtsson ziehen sich unnötig in die Länge, sind stellenweise regelrecht langweilig. Der Teil, in dem die Hausfrau ihre " Sünden " begeht kommt viel zu kurz und ist im Prinzip lediglich eine eher knappe Aneinanderreihung ihrer Taten. Das Ende mutet seltsam und nicht überzeugend an. Gelacht oder auch nur geschmunzelt habe ich kaum noch.

Eigentlich mag ich skurrile Geschichten dieser Art sehr, aber hier ist der Funke nicht übergesprungen. Schade, denn die Grundidee hat mir gut gefallen und hätte sicher viel mehr Potential gehabt.

Hat die Leseprobe von mir noch volle fünf Sterne erhalten, so kann ich dem ganzen Buch jetzt leider nur noch zwei Sterne geben.

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Bewertung von Sonja am 17.05.2013   schlecht
Frau Bengtsson ist eine biedere Vorstadthausfrau mittleren Alters. Alles in ihrem Leben ist durchorganisiert und geregelt. Es wird genau nach Plan sauber gemacht, Essen gekocht. Sie ist nicht berufstätig, besucht in ihrer Freizeit aber verschiedene Kurse. Und dann eines schönen Tages passiert ein Unglück: Ihre Haare verfangen sich im Ansaugstutzen für die Massagefunktion der Badewanne und sie ertrinkt – für genau 38 Sekunden. Dann hat Gott ein Einsehen, denn der Tod war gar nicht geplant, und er erweckt sie wieder zum Leben. Frau Bengtsson kommt daraufhin ins Grübeln und beginnt, sich für das Christentum zu interessieren. Sie beginnt, die Bibel zu lesen, hat aber sofort einige Probleme damit, denn sie versteht nicht alles und ist längst nicht mit allem einverstanden, was da von Gott erzählt wird. Zum Glück hat sie ihre junge Nachbarin Rakel, die Pastorin werden will, und begibt sich gleich zu ihr und beginnt, mit ihr über die Bibel und Gott zu diskutieren. Was sie dabei nicht weiß, ist, dass Rakel zwar nach außen gläubig ist, aber selbst auch so ihre Probleme mit der Religion hat. Und nun ist auch noch der Teufel in Rakel gefahren und spricht durch sie. Dass es da zu weiteren Verwicklungen kommt, versteht sich von selbst …

Das Buch erweckt den Eindruck, dass es lustig sei. Aber bis auf wenige Ausnahmen (etwa Gott, wie er Zimtschnecken bäckt, denen er sein Antlitz verleiht, damit die Gläubigen in aller Welt an ein Wunder glauben) ist dieses Buch weit davon entfernt, lustig zu sein. Stattdessen ist es vielmehr eine unorthodoxe Auseinandersetzung mit dem Christentum und auch der Kirche. Es werden viele Fragen aufgeworfen und nach Lösungen gesucht. So wird es nebenbei etwa thematisiert, dass die Kirchen außerhalb der Gottesdienste verschlossen sind aufgrund einer Anordnung der Stadtverwaltung. Hat man zu anderen Zeiten ein Anliegen, muss man sich telefonisch an den Pastor wenden.

Es ist jedoch keine wirkliche ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Glauben und der Kirche, sondern es bleibt vieles unvollendet oder wird ins Lächerliche gezogen. Es werden einzelne Aspekte aufgeworfen wie etwa die Schöpfungsgeschichte mit Adam und Eva – dann wird dazu gesagt, wie man diese Geschichte verstehen könnte und von einigen Kirchenwissenschaftlern auch verstanden wird – aber dann folgt nichts weiter zu diesem Thema.

Dieses Buch enthält viele interessante Ansätze und Aspekte. Ich wäre auch damit klar gekommen, wenn es eine lustige oder witzige Auseinandersetzung mit der Religion gewesen wäre. Aber daran fehlt es vollkommen. Selbst die Passage mit dem backenden Gott wird nur angerissen und ist nicht ausgearbeitet, sodass man lachen könnte oder anfängt, sich Gedanken darüber zu machen, wie irrsinnig es ist zu glauben, dass Gott Zeichen durch Zimtschnecken schicken könnte.

So ist es einfach nur ein langweiliges Buch ohne jeden Inhalt, Witz oder gar eine Moral.

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Bewertung von buchleserin aus Deutschland am 14.03.2013   sehr gut
Frau Bengtsson mag Kunstmalerei, Keramik, Kalligraphie und auch Kosmetik.
Sie möchte einen ausführlichen Anhang zu ihrem Testament verfassen. Es sollen unbedingt ihre eigenen Kosmetikartikel nach ihrem Tod benutzt werden. Sie will ja nicht wie ein Clown aussehen in dem Sarg oder wie eine Leiche. Ihr Mann liest in der Zeitung die Sportseite und hört ihr mal wieder nicht so richtig zu.
Doch Frau Bengtsson ist bereits gestorben, an einem stinknormalen Dienstag. Beggo der Briefträger, der aus Tunesien kommt, hat ihr an diesem Tag bereits die Post vorbei gebracht. Nach erledigter Hausarbeit läßt sich Frau Bengtsson ein Bad ein und ertrinkt dann durch ein Ungeschick in der chinesischen Massagebadewanne. Gott greift ein und erweckt sie wieder zum Leben. 38 Sekunden ist Frau Bengtsson tot gewesen.
Ihr Mann glaubt ihr nicht, dass sie ertrunken ist, denn sie lebt ja.
Warum hat Gott sie wieder zum Leben erweckt? Frau Bengtsson beschäftigt sich mit der Bibel und sucht Rat bei ihrer Nachbarin Rakel, die Theologie studiert. In Rakel ist jedoch inzwischen der Teufel gefahren. Frau Bengtsson beschließt alle 10 Gebote zu brechen…

Das Cover ist auffällig gestaltet mit den Wegweisern zum Teufel auf dem hellblauen Hintergrund Himmel mit Wolken und der kleine Kanarienvogel mit den Hörnern.

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Einige Stellen waren jedoch etwas zu ausführlich beschrieben und somit etwas langatmig. Mit dem Teufel wurde es dann jedoch unterhaltsamer. Wie die beiden dann immer aus dem Fenster geschaut haben, als „die gelbe Gefahr“ kam, da musste ich schon schmunzeln. Der Schluss hat mir leider nicht so gefallen. Es ist aber ein humorvolles Buch und an einigen Stellen musste ich wirklich auflachen.

Ein sehr humorvoller Roman.

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Bewertung von JulesK am 04.03.2013   weniger gut
Müsste ich genaustens festelegen, was „Frau Bengtsson geht zum Teufel“ denn nun ist, könnte ich es wohl nicht. Denn das Buch ist nun fertig gelesen und ich frage mich, was genau mir die Autorin eigentlich mitteilen wollte.
Auf eine sehr sarkastische und seltsame Weise wird hier das Thema Gott und der christliche Glaube behandelt. Aber will das Buch dabei kritisieren? Hm, das ist eine gute Frage. Denn, zwar wird im Zwiegespräch von Rakel und Frau Bengtsson der Glaube ordentlich durch den Fleischwolf gedreht, so richtig kritisch wirkt dies aber nicht. Auf 240 Seiten wird philosophiert und sinniert, wie viel Wahrheit denn nun im christlichen Glauben liegt. Dabei ziehen sich diese langen und drögen Abschnitte aber leider sehr in die Länge und am Ende ist man als Leser genauso schlau wie vorher. Jede Erkenntnis oder These, welche die beiden aufstellen klingt gleich und irgendwie belanglos.

Frau Bengtsson als Protagonistin bleibt leider sehr auf Distanz zum Leser. Dies liegt überwiegend an dem sehr eigenwilligen Stil des Buches. Sie wird immer nur als „Frau Bengtsson beschrieben“, nie erfährt man auch nur einmal ihren Vornamen. Aber irgendwie erscheint dies auch passend, da der Erzähler in der Position des kommentierenden Beobachters steht. Sie ist sehr gefangen in ihrem Alltagstrott, aber trotz allem glücklich, wie ihr Leben verläuft. Als sie einmal auch nur minimal aus diesem Trott ausbricht, stirbt sie. Ironie des Schicksals. Anfangs wirkt sie, trotz ihres sehr überzeichneten Charakters noch sympathisch und nachvollziehbar. Ich konnte mir aber einfach nicht vorstellen, warum eine kleine und feine Hausfrau, nachdem sie die Bibel studiert hat und nicht zufrieden mit dem ist, was sie findet, mir nichts dir nichts bereit ist, Ehebruch zu begehen, zu morden und andere Menschen in ihr Unglück zu treiben. Für eine Frau, die stets bedacht ist, darauf zu achten, wie sie auf andere Menschen wirkt ist das schon ziemlich widersprüchlich
Alle Charaktere sind sehr stereotypisch gestaltet. Da hätten wir einmal die kleine und tüchtige Haus- und Ehefrau Frau Bengtsson, die streng gläubige Theologiestudentin Rakel und der sehr praktisch veranlagte Ehemann. Diese fügen sich alle sehr gut in das Gesamtbild der Geschichte ein, was war es also, was an „Frau Bengtsson geht zum Teufel“ so wenig überzeugt? Ganz klar: Die Langeweile. Denn eigentlich geschieht nicht wirklich etwas. Bis die gute Hausfrau endlich einmal beschließt gegen Gott vorzugehen, wie im Klappentext beschrieben, vergehen gut 2/3 des Buches. Womit? Geschwafel. Anders kann man es leider nicht ausdrücken.
Der Humor ist im Buch leider nur sehr selten vertreten, wenn ist er aber sehr schwarz und es wird Gott, der Tod und eigentlich das Leben an sich auf die Schippe genommen. Leider reichten diese wenigen witzigen Passagen nicht aus, um das Buch als unterhaltend zu bezeichnen.

Fazit:
„Frau Bengtsson geht zum Teufel“ ist gespickt mit sehr viel schwarzem Humor, es gelingt jedoch nicht den Leser durchweg zu unterhalten. Belanglose und in die Länge gezogene Abschnitte, in denen über das Leben und Gott sinniert wird mindern das Lesevergnügen sehr. Leider nicht mein Buch.

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Bewertung von monerl am 24.02.2013   gut
Frau Bengtsson stirbt wegen einer unüberlegten Dummheit in ihrer Badewanne. Sie ertrinkt. Und da Gott rein zufällig zur gleichen Zeit in Frau Bengtssons Lebensbuch liest und dieser "schusselige" Tod einfach nicht in seine Planung für Frau Bengtsson gepasst hat, gibt er ihr eine zweite Lebenschance und spult ihre 38 Sekunden Tod zurück. Folgendes hatte mich sofort für das Buch eingenommen:

Zitat:
"Arme, kleine, geliebte Kreatur. Oi, oi, oi. Wie dumm! Dann öffnete der Herr den Mund und flüsterte dem toten Körper etwas ein. Überall im Himmel konnte man es als sanften Gotteshauch vernehmen, und die Engel seufzten vor Freude, als der lebensspendende Wind sie streichelte."

Frau Bengtsson versucht auf eigene Art und Weise das Erlebte zu verarbeiten. Auch ihrem Mann erzählt sie von ihrem Tod, der dies natürlich nicht richtig glauben kann und es als eine Ohnmacht abtut. Trotzdem repariert er die Badewanne:

Zitat:
"Er hatte seine geliebte kleine Frau nicht verloren und würde dies auch nicht tun, jedenfalls nicht wegen einer lausigen, fehlkonstruierten Massagewanne aus China."

Zitat:
"Ihr Hass auf Gott begann in kleinen, zaghaften Schritten." Warum? Was ist dies für ein gotteslästerlicher Plan, der sogar den Engel Nr. 1 so tief erschüttert?

Meine Meinung:
Nach der Lesebprobe hatte es sich abgezeichnet, dass dies eine Geschichte wird, die auf sehr humorvolle Art das Thema "Gott und seine Schöpfung" behandelt. Auf die Idee und ihre Umsetzung war ich sehr gespannt.
Leider war die erste Euphorie sehr schnell verflogen. Der Humor war in den ersten Kapiteln zurückgeblieben. Lediglich gab es zum Schluss noch ein paar Situationen, die mich schmunzeln oder auch mal auflachen ließen.

Frau Bengtsson, die durch ihre Todeserfahrung zum Glauben zurückgefunden hatte, suchte nun aktiv nach Gott und ihrem Weg zu ihm. Sie fühlt sich von ihm verlassen und nicht richtig wahrgenommen. Warum hat er ihr ein zweites Leben gegeben, wenn sie ihn nicht interessiert? Enttäuscht darüber beschließt sie, Antworten bei ihrer Nachbarin und Pastorenanwärterin Rachel zu suchen, die jedoch, weil der Teufel in sie gefahren ist, Frau Bengtsson auf dem antichristlichen Weg mit Endziel "Hölle" unterstützt. Frau Bengtsson will ohne Reue gegen alle 10 Gebote verstossen.

Es folgt ein seitenlanger Disput über das Alte Testament und den Sinn von christlichem Glauben. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass die Autorin selbst nicht weiß, zu welchem "Lager" sie gehören möchte. Ist sie für oder gegen die Kirche, den Glauben, die christliche Lebensart, die katholische oder protestantische Ausrichtung? Es wird nicht deutlich. Nur ein hin und her, dass mir irgendwann zu anstrengend wurde, da kein richtiger Sinn dahinter steckte.

Die Entwicklung der Hauptfigur war leider nicht so richtig gelungen. Ich muss zugeben, dass mir die Randfigur des Ehemanns, Herrn Bengtsson, im Laufe des Buches mehr ans Herz gewachsen ist als seine Frau, um die es ja eigentlich ging.

Fazit:
Die Idee des Buches finde ich grandios. Es hätte ein richtig gutes und humorvolles Buch werden können. Leider hat die Autorin ganz schnell den Abzweig dazu verpasst.

Ich vergebe 3,5, da es kein schlechtes Buch ist. Das Ende war für mich doch überraschend und riss die Geschichte noch einmal zum positiven herum. Dafür der halbe Stern.

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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 17.02.2013   sehr gut
Frau Bengtsson ist eine Vorstadthausfrau, die ihren Haushalt, bis auf eine geheime Ecke, vorbildlich in Ordnung hält. Die Zierkissen auf dem Sofa sind stets akkurat ausgerichtet, frische Schnittblumen lockern das Bild auf, die Spüle glänzt und an seinem wohlverdienten Feierabend darf sich Herr Bengtsson auf eine liebevoll zubereitete Mahlzeit freuen. Nach neunzehn gemeinsamen Jahren ist die Ehe der beiden noch immer harmonisch. Das wäre sicher auch noch lange so weitergegangen, wenn es da nicht diesen schicksalhaften Dienstag gegeben hätte. Denn an diesem stinknormalen Tag stirbt Frau Bengtsson, durch einen äußerst dummen Zwischenfall in der Wanne. Achtunddreißig Sekunden lang ist sie tot. Gott beobachtet ihren Tod und beschließt, dass es für Frau Bengtsson noch nicht zu Ende sein soll. Er haucht ihr das Leben wieder ein. Nach diesem Erlebnis beginnt die Hausfrau sich intensiv mit Gott und der Bibel zu befassen. Sie beschließt eine gute Christin zu werden und hält nach weiteren göttlichen Zeichen Ausschau. Als diese ausbleiben fühlt Frau Bengtsson sich vernachlässigt. Sie beginnt Gott herauszufordern und bricht ein Gebot nach dem anderen. Satan lehnt sich entspannt zurück und beobachtet amüsiert das Treiben....

Das Cover passt hervorragend zum Buch. Der teuflische kleine Kanarienvogel, dem man übrigens auch zu Beginn der einzelnen Kapitel begegnet, stimmt auf eine herrlich skurrile Geschichte ein, die man auf keinen Fall zu ernst nehmen darf. In einem lockeren und humorvollen Schreibstil schildert die Autorin das Geschehen. Man kann sich dabei ganz entspannt zurücklehnen und die höchst skandalösen Vorgänge verfolgen.

Frau Bengtsson ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin. Sie hat zwar gewisse Eigenarten, doch diese lassen sie menschlich und äußerst lebendig wirken. Trotz all ihrer bösen Vorsätze, sich nicht länger von Gott ignorieren zu lassen und seine Aufmerksamkeit zu erringen, merkt man, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat. Obwohl man ihre Handlungen natürlich nicht nachvollziehen kann, macht es Spaß, ihre skurrilen Einfälle zum Brechen der zehn Gebote zu beobachten. Genau wie bei der Hausarbeit, geht Frau Bengtsson dabei sehr systematisch vor. Selbst der Satan, der mittlerweile die Gestalt der gottesfürchtigen Nachbarin übernommen hat, kann vor diesem Einfallsreichtum nur den Hut ziehen. Temporeich stolpert Frau Bengtsson von einem Gebot zum nächsten und sorgt mit ihren Bemühungen dafür, dass man beim Lesen unwillkürlich schmunzeln muss. Doch leider zieht sich diese herrlich lockere Erzählkunst nicht durch die gesamte Geschichte. Denn wenn Frau Bengtsson gemeinsam mit ihrer vermeintlich bibelfesten Nachbarin, die nun ja aber vom Satan besessen ist, über die Bibel und Gott diskutiert - dann kann es zuweilen schon mal etwas ausufern und damit auf Dauer langweilig wirken.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen allerdings sehr gut unterhalten. Denn ich habe eine skurrile Handlung erwartet, die mit einem Augenzwinkern erzählt wird, und das wird bei diesem Buch erfüllt. Eine überraschende Wendung zum Ende der Erzählung, konnte mich über die ausufernden und langatmig wirkenden Diskussionen im Mittelteil hinwegtrösten. Ich vergebe begeisterte vier von fünf Bewertungssternen und empfehle das Buch gerne an Leser weiter, die eine skurrile und humorvolle Geschichte zu schätzen wissen und sich nicht daran stören, dass hier ein biblisches Thema auf die Schippe genommen wird.

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Bewertung von leserattebremen aus Berlin am 04.02.2013   ausgezeichnet
Frau Bengtsson ist eine brave schwedische Vorstadthausfrau, bis sie eines nachmittags stirbt. Sie ertrinkt in der Badewanne, angesaugt von einer Massagedüse. Doch Gott rettet Frau Bengtsson und haucht ihr wieder Leben ein. Von nun an will sie gläubige Christin sein und beginnt die Bibel zu lesen und Kontakt zu Gott zu suchen. Doch der ignoriert sie, genau wie die letzten 39 Jahre. Also beschließt Frau Bengtsson zu rebellieren und gegen alle 10 Gebote zu verstoßen- ein ambitioniertes Projekt, wie sie feststellt.
Eigentlich hatte ich bei diesem Roman nur eine witzige und kurzweilige Story erwartet, doch die Geschichte ist sehr viel mehr. Frau Bengtsson führt lange Gespräche mit dem Teufel, der in ihre Nachbarin gefahren ist, erläutert ihren Glauben, ihre Zweifel und diskutiert religiöse Probleme. Das alles geschieht keineswegs veralbernd sondern auf einer ernsthaften Basis, denn Frau Bengtsson ist es wirklich ernst, sie will glauben, aber in aller erster Linie will sie verstehen! Also stellt sie Fragen und kommt zu dem Ergebnis, dass Gott nicht nur arrogant und überheblich ist, er ist auch ein fieser Rassist! Und so nutzt sie ihren freien Willen- von dem Gott schon öfter dachte, dass er ihn den Menschen vielleicht lieber nicht gegeben hätte- und kämpft sich durch den christlichen Glauben.
Ein lustiges Buch mit Tiefgang und spannenden Hintergedanken. Über die Protagonistin kann man manchmal nur den Kopf schütteln, so überdreht wirkt sie, aber dann kann man sie auch wieder verstehen, wer möchte nicht manchmal gerne den wichtigen Dingen im Leben auf den Grund gehen? "Frau Bengtsson geht zum Teufel" ist ein außergewöhnliches Buch, ein toller Debutroman, ich freue mich auf mehr von der Autorin Caroline L. Jensen.

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