Saeculum - Poznanski, Ursula

Ursula Poznanski 

Saeculum

Thriller

Broschiertes Buch
 
8 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Saeculum

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.

Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?


Produktinformation

  • Verlag: Loewe Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 492 S.
  • Seitenzahl: 496
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 143mm x 47mm
  • Gewicht: 672g
  • ISBN-13: 9783785570289
  • ISBN-10: 3785570287
  • Best.Nr.: 33369665

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Auch mit ihrem zweiten Thriller "Saeculum" beweist Ursula Poznanski, dass sie eine talentierte Jugendbuchautorin ist, meint Rezensent Tilman Spreckelsen. Das Erfolgsrezept der ehemaligen Medizinjournalistin vermutet der Kritiker in der gelungenen Verbindung aus Spannung und Ethik, welche ihre Romane bestimme. In "Saeculum" erzähle sie die Geschichte des jungen Medizinstudenten Bastian, der seine Freundin Sandra auf ein mehrtägiges mittelalterliches Rollenspiel begleitet und dort nicht nur mit einer hysterischen Gruppe konfrontiert wird, sondern auch in ein mysteriöses Spiel aus Wahrheit und Täuschung gerät. Der Rezensent lobt insbesondere die angenehm undurchsichtigen Charaktere dieses überraschungsreichen Thrillers. Das Liebespaar erscheint ihm allerdings etwas zu "stereotyp" und auch das Finale hat ihn nicht ganz überzeugt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.12.2011

Den medizinischen Fortschritt wollen wir hier nicht!

Auf "Erebos" folgt "Saeculum": Die österreichische Autorin Ursula Poznanski ist mit ihren Thrillern derzeit ungeheuer beliebt. Ihr Rezept ist so simpel wie wirkungsvoll: Spannung trifft Ethik.

Das Buch, das vor knapp zwei Jahren unter dem Titel "Erebos" bei Loewe erschienen ist, trägt zwar die Genrebezeichnung "Thriller" und verweist damit auf unsere Gegenwart. Zugleich aber auch ins neunzehnte Jahrhundert, weil es den Namen der Autorin mit "U. Poznanski" abkürzt und damit eine vor etwa hundertfünfzig Jahren aufgestellte Regel befolgt. Sie besagt, dass die Abenteuerbücher weiblicher Autoren weniger nachgefragt werden als die ihrer männlichen Kollegen - also wurden etwa die Bestseller der Sophie Wörishöffer ("Der Schatz der Frascuelo") konsequent unter dem Namen "S. Wörishöffer" vertrieben.

Ob "Erebos" ohne diese Camouflage anders aufgenommen worden wäre? Es ist schwer vorstellbar, dass dieses grandiose Debüt unbeachtet in der Versenkung verschwunden wäre. Der Autorin jedenfalls ist mit ihrem Roman um ein Online-Rollenspiel, das allmählich die Kontrolle über seine Spieler auch in …


Verzweiflung, Angst, Panik und eine Portion Grusel - kein Problem für Aleksandar Radenkovic. Ich bin wirklich sehr begeistert - einerseits von der äußerst spannenden Geschichte - andererseits von diesem wunderbaren und mitreißenden Sprecher, von dem ich unbedingt mehr hören möchte. Quelle: Ankas Geblubber, ankas-geblubber.blogspot.com

"Verzweiflung, Angst, Panik und eine Portion Grusel - kein Problem für Aleksandar Radenkovic. Ich bin wirklich sehr begeistert - einerseits von der äußerst spannenden Geschichte - andererseits von diesem wunderbaren und mitreißenden Sprecher, von dem ich unbedingt mehr hören möchte." -- Quelle: Ankas Geblubber, ankas-geblubber.blogspot.com
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universitäten und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag. Nach dem fulminanten Erfolg ihres Jugendromans "Erebos" widmet sie sich dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Videoclip zu "Saeculum"

Trailer lädt den Film

Kundenbewertungen zu "Saeculum" von "Ursula Poznanski"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 25.04.2012 ***** ausgezeichnet
Bastian ist ein ehrgeiziger Medizinstudent, der unter seinem berühmten Vater leidet, und eigentlich nie aus seinem konservativen Leben ausbricht. Als er Sandra kennen lernt, lässt er sich von ihr überreden, sie auf ein mehrtägiges Rollenspiel in eine entlegene Gegend zu begleitet. Die beiden und einige andere Spieler tauchen in die Welt des Mittelalters ein. Was als Spiel begann, wird schnell zum Alptraum. Ein bekannter Fluch scheint sich zu bewahrheiten, Spieler verletzen sich oder verschwinden und merkwürdige Hinweise versetzen die Spieler in Angst. Der Wald scheint sie nicht mehr gehen lassen zu wollen.

"Saeculum" ist nach "Erebos" der zweite Roman der Autorin Ursula Poznanski, in dem sie die Leser in die Welt der Rollenspiele rund um das Mittelalter entführt. Sie nimmt sich genügend Zeit um die Charaktere und vor allem auch den Ablauf eines Rollenspiels dem Leser vorzustellen, da viele damit sicherlich keine Berührungspunkte im eigenen Leben haben werden, und erzeugt bereits am Anfang eine mittelalterliche Stimmung, in dem sich die beteiligten Rollenspieler auf einem Mittelaltermarkt treffen. Es ist der Autorin gelungen die Einführung interessant zu gestalten, so dass trotz langsamem Einstieg keine Langeweile aufkommt, sondern eher Vorfreude darauf, in die unbekannte Welt einzutauchen.

Sobald die Rollenspieler dann jedoch mit ihrem Spiel beginnen, auf alles Moderne verzichten und in den Wald aufbrechen, steigt die Spannung merklich an. Es dauert nicht lange, bis unerwartete Dinge passieren, die einige Charaktere dazu veranlasst von einem alten Fluch zu erzählen. Die Geschehnisse decken sich 1:1 mit dem Fluch. Während einige Spieler dieses für einen Zufall halten und zur Vorsicht mahnen, steigern sich andere hinein und sind bereit alles zu tun, damit der Fluch endet und sie aus dem Wald entkommen können.

Der Autorin gelingt es nicht nur hervorragend dem Roman durchweg Spannung einzuhauchen, sondern vor allem die Ausarbeitung der Charaktere gefällt mir sehr. Jeder wird einzeln dargestellt und in dem die Autorin immer wieder etwas aus der Vergangenheit der Personen oder über deren Charaktereigenschaften erzählt, erhält der Leser ein tolles Gesamtbild über die Teilnehmer. Nur durch die besondere Ausarbeiten der Persönlichkeiten ist der Ablauf des Rollenspiels samt Auflösung am Ende möglich. Die Handlung hat mich durchgehend gefesselt, nur der Schluss war, verglichen mit dem Rest, etwas enttäuschend, da in diesem Teil irgendwie die Atmosphäre etwas verloren ging.

Gesprochen wird das Hörbuch von Aleksandar Radenkovic, der 1979 in Serbien geboren wurde. Seine Leistung macht das Hörbuch zu einem wahren Genuss. Ich musste mich zunächst in seine Stimme "hinein hören", aber dann schaffte er es eine so düstere Atmosphäre zu erzeugen, dass mich das Hörbuch nicht mehr losließ. Die verschiedenen Charaktere und ihre zahlreichen Emotionen kann Radenkovic perfekt darstellen und ich habe mich teilweise wirklich wie "in" der Geschichte gefühlt, mitgefiebert, mitgelitten und mitgegruselt. Mit Radenkovic wurde wirklich der perfekte Sprecher für diesen Jugendthriller ausgewählt. Ich bin absolut begeistert!

Das tolle Cover des Romans, der im Loewe Verlag erschienen ist, ziert auch das Hörbuch und das Booklet. Ich finde es sehr passend, da es den Wald, der nach den Charakteren "greift" und sie nicht mehr kommen lassen will, darstellt und zugleich bereits die düstere Atmosphäre widerspiegelt.

Fazit: Absolutes Suchtpotential und in diesem Fall würde ich sogar die Aussage treffen, dass das Hörbuch noch besser ist, als der Roman, da es Radenkovic gelingt eine ungeheure Atmosphäre beim Sprechen zu erzeugen.

Audio CD: 5 CDs - ca. 360 Minuten
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag (27. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833728485
ISBN-13: 978-3833728488

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Bewertung von http://gottagivethembooks.wordpress.com am 20.01.2012 ***** sehr gut
Sandra ist wirklich ein hübsches Mädchen und sie scheint ehrliches Interesse an ihm zu haben. Nur deshalb lässt sich Bastian so schnell von ihr überreden an dieser Convention teilzunehmen, bei der alle Mitspieler fünf Tage lang im tiefsten Wald Mittelalter spielen. Eigentlich ist das alles nämlich gar nicht sein Ding. Und kaum sind sie angekommen, beginnt auch schon alles irgendwie aus dem Ruder zu laufen. Während die abergläubische Doro ständig von einem Fluch faselt, der auf dem Wald liegen soll, glauben die anderen zunächst noch an Zufälle als plötzlich Mitspieler spurlos verschwinden. Aber die Situation spitzt sich immer mehr zu und aus dem Spiel wird bitterer ernst. Ist doch etwas an Doros Geschichte mit dem Fluch dran?

Sehr geschickt hat Ursula Poznanski ihren Thriller angelegt und ihr fesselnder Schreibstil nahm mich sofort mit in den dunklen Wald ohne die Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts. Die Ängste, die die Protagonisten ausstehen müssen, sind so plastisch geschildert, dass ich der Geschichte stellenweise regelrecht atemlos folgte.

Aus Spiel wird ernst – damit erfindet man sicher das Rad nicht neu, aber der Plot ist wirklich gelungen und größtenteils so gut durchdacht, dass das auch gar nicht nötig ist. Ein bisschen hat mich die Story an die Serie “Harper’s Island” erinnert, die Pro7 vor einiger Zeit ausgestrahlt hat. Aber ich kann zur Beruhigung sagen, dass es weitaus weniger blutig zugeht und die Auflösung nichts mit einem brutalen Mörder zu tun hat, der meuchelnd durch den Wald rennt. Immerhin ist Saeculum ein Jugendbuch und kein zu Papier gebrachter Splatterfilm.

Die Charaktere sind größtenteils schön ausgearbeitet und besonders Bastian ist gleich ein Sympathieträger. Die gut gewählten Schauplätze geben der Geschichte einen Rahmen, der die gruselige Stimmung perfekt unterstützt. Die Auflösung ist grundsätzlich gut angelegt, der ein oder andere glückliche Zufall weniger hätte sie aber überzeugender gemacht und dem Buch einen runderen Abschluss verschafft. Aber auch so kann ich Saeculum noch mit gutem Gewissen vier Sterne geben, denn ich wurde hervorragend und fesselnd unterhalten und würde es jedem Liebhaber spannender Jugendliteratur umstandslos empfehlen.

Zitate:

Aber wenn man zwischen Leben und Tod wählen kann, sollte man sich im Zweifelsfall für das Leben entscheiden. Finde ich. Ende der Ansprache, guten Appetit. (Seite 491)

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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.blogspot.com aus Sulzheim am 31.12.2011 ***** sehr gut
Der Medizinstudent Bastian gerät über seine neue Liebe Sandra in die Mittelalterszene und darf sie kurz darauf zu einem Live-Rollenspiel ihrer Gruppe "Saeculum" in ein abgelegenes Waldstück begleiten. Bereits im Vorfeld droht die Stimmung zu kippen, als herauskommt, dass das Waldstück, welches die Gruppe bereits im Vorjahr für ihr Live-Rollenspiel gewählt hat, verflucht sein soll. Nur wenige aus der Gruppe nehmen die Warnung erst, doch die wenigen kritischen und warnenden Stimmen scheinen Recht zu behalten: was als harmlose Reise in die Vergangenheit beginnt, droht bald bitterer Ernst zu werden, Personen verletzen sich, Teilnehmer verschwinden auf geheimnisvolle Weise und schon bald scheint einer der Gruppe vom Tod bedroht zu sein. Vergangenheit und Gegenwart verknüpfen sich auf eine mysteriöse Weise. Trifft die Gruppe "Saeculum" eine Weissagung, die vor hunderten von Jahren bereits einmal erfüllt wurde oder liegt der eigentliche Fluch für die Rollenspieler in der Gegenwart?

Eigene Meinung:
Das Cover des "Saeculum"-Hörbuchs schmückt das gleiche Bild wie die gleichnamige Buchausgabe aus dem Loewe-Verlag. Karge Äste sind das einzige Bild, das sich beim Blick in den wolkenlosen Himmel bietet, und so karg und ohne Luxus war das Leben auch vor Hunderten von Jahren, in der sich die Live-Rollenspiel-Gruppe Saeculum ansiedelt. Ohne Komfort und ohne Luxus beziehen sie für einige Tage ein karges Waldstück, fernab von jedweder Zivilisation, und Ursula Poznanski hat genau wie bei "Erebos" wieder sehr gute Arbeit geleistet und umfassend in der Szene recherchiert, so dass sie eine glaubwürdige Szenerie heraufbeschwört, in die man sich beim Hören hervorragend hineinversetzen kann.
Die autorisierte Lesefassung wird von Aleksandar Radenkovic gesprochen. Zu Beginn erschienen mir einige seiner stimmlichen Charakterstudien noch etwas überzogen, aber wenn die Handlung erstmal richtig in Fahrt kommt, funktioniert seine Interpretation der Charaktere wirklich perfekt: selbst bei dialoglastigen Szenen und einer temporeicheren Handlung erkennt man jeden Protagonisten dank seiner stimmlichen Interpretation sofort und er fängt sehr gut die von Ursula Poznanski beschriebenen Charaktereigenschaften von jeder agierenden Person ein. Einige Personen konnten mich zwar nicht gänzlich überzeugen, so bleibt Bastian streckenweise wirklich nicht mehr als der langweilige Medizinstudent, als der er zu Beginn beschrieben wird und seine Wendung in der zweiten Hälfte der Story habe ich ihm nicht gänzlich abgenommen, dafür wirken andere Charaktere umso überzeugender und in ihrem Wandel glaubwürdig und überraschend.
Im Gegensatz zu "Erebos" fand ich den Einstieg in das Buch etwas langatmiger und die Charaktere stellenweise nicht ganz so interessant und lebendig und ziehe deshalb im direkten Vergleich an der Benotung einen Punkt ab, da "Erebos" zudem mit einer interessanteren Wendung aufwartet und die Auflösung für mich nicht so konstruiert und überraschender daherkam.
Ein großer Pluspunkt der Hörfassung ist für mich die gestraffte Handlung, da mir das Vorspiel - mit der Charaktereinführung der einzelnen Akteure - zum Live-Rollenspiel im Wald hier schon ausufernd genug ist und die Musik zu Beginn und als Abschluss des Hörbuchs, die eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte spielt, und auf die die Leser der gedruckten Ausgabe leider verzichten müssen.

Fazit:
Auch wenn "Saeculum" für mich nicht ganz an "Erebos" heranreicht, so schafft es Ursula Poznanski dennoch zum wiederholten Mal mit einem starken Plot, größtenteils interessanten Charakteren und einer fundiert recherchierten Kulisse zu überzeugen, und entführt ihre Hörer in diesem Fall mitten aus der Gegenwart direkt in ein mittelalterliches Leben behaftet mit einem grausigen Fluch, welcher sicher bei dem einen oder anderen Lauscher der Geschichte eine Gänsehaut erzeugen wird.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 22.12.2011 ***** sehr gut
Für Bastian stehen aufregende Tage bevor. Der scheue Medizinstudent, der sich hauptsächlich hinter Lernbücher verkriecht, lernt Sandra kennen und geht für sie sogar auf ein Rollenspiel, dass ihn normalerweise nie interessiert hätte. Im Wald trifft er auf eine Gruppe von Rollenspielern, die für fünf Tage das Leben im 14. Jahrhundert nachstellen wollen.
Doch das Rollenspiel steht von Anfang an unter keinem guten Stern, denn Sandra ignoriert Bastian nahezu und auch der Standort ist der Gruppe zum Teil nicht ganz geheuer, denn der Wald, indem sich die Studenten treffen, soll verflucht sein. Als dann auch noch Mitspieler verschwinden, beginnt ein Wettlauf zwischen Leben und Tod...


Da ich "Erebos" zu meiner Schande immer noch nicht gelesen habe, war ich auf "Saeculum" gleich doppelt gespannt - und ich wurde nicht enttäuscht.
Ursula Poznanski hat einen so spannenden und mitreissenden Schreibstil, das es eine Freude war, dieses Buch zu lesen und mit den Protagonisten mitzufiebern. Das Buch liest sich flüssig und leicht und die Autorin hat es geschafft, die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten.

Obwohl Rollenspiele und auch das Mittelalter nicht so ganz mein Ding sind, konnte ich mich von Anfang an auf das Buch einlassen und habe mich in keiner eizigen Minute gelangweilt - ganz im Gegenteil. Das Leben im 14. Jahrhundert wird authentisch dargestellt und es war interessant mitanzusehen, wie die Charaktere sich auf das Abenteuer Mittelalter eingelassen haben. Einige kamen mit der Umstellung wunderbar zurecht und haben sich auf ein Leben ohne Handy und weitere Medien eingelassen und andere konnten mit den Extremsituationen, die das 14. Jahrhundert geboten hat, nicht umgehen. Allgemein ist es interessant, wie die Gruppe miteinander umgeht.
So unterschiedlich die Gruppe miteinander umgeht, so unterschiedlich sind auch ihre eigenen Mitglieder. Die Gruppe ist bunt gemischt und vor allem Bastian hat seine Problem, sich daran zu gewöhnen. Allerdings steckt mehr in ihm, als man evtl. am Anfang erwarten könnte. Seine Entwicklung ist gut und er erkennt schnell, das etwas nicht stimmt und handelt auf realistische Art und Weise, ohne als Held zu wirken.

Von den anderen Charakteren wirkt man besonders am Anfang wie erschlagen, da es zu viele sind und ich meine Probleme hatte, jeden einzelnen Charakter zu unterscheiden. Es war wahnsinnig schwer, sich auf die charaktere einzulassen und sie zu mögen. Allerdings ist ihre Entwicklung gut und ich konnte manche von ihnen im Verlauf der Geschichte ins Herz schließen.

Die Covergestaltung ist genial. Obwohl sie so schlicht erscheint, sagt sie doch eine ganze Menge über dieses Buch aus, dass ebenfalls eine gewisse Schlichtheit ausstrahlt und dennoch so viel mehr zu bieten hat. Auch die Kurzbeschreibung ist gut geschrieben und macht neugierig auf mehr, ohne zu viel zu verraten.

Insgesamt konnte mich "Saeculum" von sich überzeugen und ich hatte großen Spaß, die Charaktere bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Vor allem Fans vom Mittelalter und Rollenspielen werden hier ihren Spaß haben. "Erebos" wird auch sehr bald gelesen, denn diese Autorin sollte man sich nicht entgehen lassen. Sehr empfehlenswert.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 21.12.2011 ***** ausgezeichnet
Bastian ist ein fleißiger Medizinstudent und steht eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben. Vernunft und Logik werden bei ihm ganz groß geschrieben. Dennoch lässt er sich von Sandra überreden, an einer mittelalterlichen Convention - einem fünftägigen Rollenspiel - teilzunehmen. Fünf Tage Mittelalter. Fünf Tage ohne Brille, Handy, Strom und fernab der Zivilisation auf einem abgelegenen Ort im Wald... Außerdem sind die Regeln etwas strenger als üblich.
Was ein großer Spaß für alle Beteiligten werden soll, entwickelt sich schnell zu tödlichem Ernst.
Dass mysteriöse Nachrichten auftauchen, könnte ja noch zum Spiel gehören. Aber als dann auch noch Mitspieler ohne jede Spur einfach verschwinden sind alle in Panik. Geschehen hier Verbrechen oder liegen die Geschehnisse an dem Fluch der auf dem verlassenen Waldstück liegt?

Highlight ist natürlich zunächst einmal die Optik des Buches. Das Cover ist komplett in schwarz und weiß gehalten. Die kahlen Bäume - passend zur düsteren Stimmung der Geschichte sind in einer Art Scherenschnitt zu sehen.
Der Schnitt des Buches ist komplett Schwarz. Auch wenn man das im Buchregal später nicht mehr sehen wird, ist es schon etwas besonderes, wenn die Seiten an den Rändern komplett geschwärzt sind.

Zum Inhalt des Buches möchte ich an dieser Stelle gar nicht mehr verraten, da dem Leser sonst zuviel Spannung genommen wird. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Bastian kommt sofort sehr sympathisch rüber und die anderen Gruppenmitglieder kann man sich gut vorstellen, so dass man ein klares Bild vor Augen hat. Ob die einzelnen Protagonisten sympathisch oder nicht sind und welche Absichten hinter ihren Handlungen stecken, bleibt natürlich jedem selbst überlassen und muss jeder Leser selbst für sich herausfinden.

Der wunderbar flüssige Schreibstil machen es leicht den Handlungen gut folgen zu können. Die Geschichte selbst baut durch viele Ereignisse und Wendungen auf. Hat man einmal mit dem Buch begonnen und sich voll und ganz auf "Saeculum" eingelassen, ist es schier unmöglich den Schmöker wieder aus der Hand zu legen. Es geschehen unglaublich viele Dinge und die Ereignisse spitzen sich immer mehr und mehr zu, die Nerven sind zum zerreißen gespannt und die Spannung steigert sich ins Unermessliche...

Wie auch schon in dem Erstling "Erebeos" behandelt die Autorin in ihrem neuen Werk ein aktuelles Thema. Während es in ihrem ersten Buch um Computerspiele ging, handelt es sich in "Saeculum" um Liverollenspiele. Spielerisch warnt die Autorin vor den möglichen Gefahren, ohne belehrend zu wirken und packt das ganze in einen spannungsgeladenen Jugendthriller. Daumen hoch dafür.

Ich war Ursulas Poznanskis Erstling "Erebos" schon sehr begeistert. "Saeculum" hat für mich aber nicht nur ihren ersten Jugendroman, sondern alles bisher dagewesene 2011 komplett in den Schatten gestellt. Und das mit Abstand. Ich persönlich hatte eine schlaflose Nacht und ärgerte mich über mein Leseverhalten, da ich richtig enttäuscht war, als die Geschichte schon zuende war.
Ich bin warte schon ganz gespannt und voller Vorfreude auf das nächste Buch der Autorin und kann mir kaum vorstellen, dass man diesen Roman noch steigern könnte. Aber wer weiß?
"Saeculum" hat auf jeden Fall eindeutig Suchtpotenzial!

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Bewertung von Lettersalad am 16.11.2011 ***** sehr gut
Saeculum heißt Jahrhundert und ist der Name des Rollenspiels, zu dem sich Bastian von Sandra überreden lässt. Eigentlich sind das Mittelalter, Verkleiden und Schwertkämpfe nicht seine Welt, viel lieber würde er zuhause bleiben und dort für sein Medizinstudium büffeln.
Doch noch bevor es richtig losgeht, befallen Bastian Zweifel an dieser Entscheidung. Nicht nur dieser anonyme Anrufer, der Bastian rät nicht an dem Rollenspiel teilzunehmen, beunruhigen ihn. Manche in der Gruppe benehmen sich Bastian gegenüber sehr seltsam, einige überfreundlich andere wiederum ablehnend und sogar feindselig.
Dabei kennt Bastian außer Sandra doch niemanden aus der Gruppe. Kaum in dem abgelegen Waldstück angekommen, wo das Rollenspiel fünf Tage lang seinen Lauf nehmen soll, benimmt sich auch Sandra Bastian gegenüber plötzlich völlig anders. Gerade so, als ob sie ihn nicht mehr leiden könnte. Sie beginnt, ihm aus dem Weg zu gehen oder ihn vor allen anderen völlig grundlos anzufeinden. Aber warum war sie dann vorher so versessen darauf, dass Bastian mit ihr mitkommt? Viel Zeit darüber nachzudenken, bleibt Bastian nicht. Eine alte Sage lastet angeblich dem Waldstück an, ein Fluch, der reeller zu werden scheint, als es Bastian und der Gruppe lieb ist. Seltsame Dinge geschehen und schließlich passiert das Unvorstellbare: Einer aus der Gruppe verschwindet spurlos. Und er soll nicht der letzte gewesen sein.

Das erste Kapitel des Buches spielt auf einem mittelalterlichen Markt, an dessen Umgebung und Bräuche sich nicht nur Bastian sondern auch ich mich erst einmal gewöhnen musste. Viele Personen werden vorgestellt, darunter einige, die später auch an dem Rollenspiel im Wald teilnehmen werden. Dabei waren mir kaum welche der Charaktere auf Anhieb wirklich sympathisch. Nicht die aufgekratzte Sandra, nicht der selbstbewusste Paul, die übernatürlich schöne Lisbeth mit ihrem Anhängsel Georg, nicht Doro, die glaubt mit Geistern kommunizieren zu können und selbst den dicklichen Steinchen fand ich bestenfalls nur ganz nett. Lediglich Bastian konnte mich mit seiner intelligenten und gleichzeitig ganz witzigen Art für sich begeistern.
Und da das Buch hauptsächlich aus seiner Sicht erzählt wird, konnte ich im Verlauf der Story gut damit leben, dass mir die anderen Figuren mehr oder weniger egal waren. Sobald die Gruppe das Waldstück betritt, bekommt man als Leser dieses beunruhigende Gefühl, das dort irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Spannung, Grusel und Neugier geben sich von nun an abwechselnd die Klinke in die Hand. Geschickt hat die Autorin etwa aber der Hälfte des Buches einen zweiten Handlungsstrang parallel zu dem angeblich verfluchten Waldstück laufen lassen und irgendwann war ich als Leser dadurch an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr wusste, welchem Pfad ich nun folgen soll, welcher der Handlungsstränge der richtungsweisende ist. Kurz: Die Geschichte hatte mich voll und ganz in ihren Bann gezogen.
Einige Stellen waren mir zu umfangreich beschrieben, sodass die Story immer wieder ausgebremst wurde. Gerade diese actionreichen Szenen dauerten mir einfach viel zu lange, sodass diese Hochspannung schon langsam wieder nachließ, obwohl man noch mittendrin im Geschehen war. Vielleicht kann man sagen, dem Buch fehlten ein wenig die Knalleffekte. Nichtsdestotrotz hat mir die Entwicklung der Geschichte extrem gut gefallen, denn sie geht schlussendlich in eine Richtung, die man niemals erwartet hätte.

Ursula Poznanski ist es zum zweiten Mal gelungen einen mitreißenden und vor allem für jüngere Leser sehr authentischen Jugendthriller zu schreiben. Ein paar Kürzungen hier und da hätte nicht nur den Umfang des Buches gut getan, sondern auch die Story etwas flinker vorankommen lassen. Doch abgesehen davon, kann ich Saeculum uneingeschränkt jedem empfehlen, der auf der Suche nach ein paar Stunden Gänsehaut ist und tief in eine düstere, spannungsgeladene Atmosphäre eintauchen möchte.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 11.11.2011 ***** ausgezeichnet
Die Darstellung des Mittelalters steht noch immer hoch im Kurs. Historische Weihnachtsmärkte, Mittelalterspektakel, Rollenspiele und Fantasy-Conventions haben Hochkonjunktur. Vor diesem Hintergrund entwickelt auch Ursula Poznanski in „Saeculum“, was soviel wie ein Jahrhundert heißt, ihre mitreißende und hoch spannende Jugend-Abenteuerstory, in der es um alte Flüche und späte Rache geht. Aber natürlich steckt noch mehr dahinter, denn es geht auch völlig zeitlose Fragen wie die nach dem Geheimnis von Freundschaft und der Bedeutung von Anerkennung. Poznanski stellt ihre Figuren sehr lebendig dar und hat ein unvergleichliches Gespür dafür, die Atmosphäre bis zum großen Finale auf knisternder Spannung zu halten.
Der Schauspieler Aleksandar Radenkovic liest das Hörbuch wunderbar akzentuiert und haucht den verschiedenen Charakteren jede Menge Leben ein.

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Bewertung von joshi_82 aus Olbersdorf am 01.11.2011 ***** ausgezeichnet
Selten habe ich ein Buch so verschlungen und selten hat mich ein Buch so fesseln können, wie "Saeculum". Ich hatte wirklich Mühe, dieses Buch aus der Hand zu legen und wenn ich es getan habe, dann war ich mit meinen Gedanken doch immer wieder bei den Protagonisten und habe überlegt, wie es wohl weitergehen könnte.
Eigentlich beginnt alles ganz harmlos, doch sobald Bastian und seine neuen Freunde im Wald ankommen, wird es auch schon spannend. Nicht selten ist mir ein wohliger Gruselschauer über den Rücken gelaufen und ich muss ehrlich gestehen, dass ich dieses Buch abends nicht mehr lesen wollte, aus Angst vor Alpträumen. Ursula Poznanski schafft es, dass man sich mitten ins Geschehen hineinversetzt fühlt. Sie beschreibt so detailreich, dass man das Gefühl hat, mitten im Wald zu stehen. Trotz dieser vielen Details wird das Buch keine Sekunde langweilig, denn eigentlich passiert immer etwas. Ich fand es wahnsinnig spannend, dass mir Protagonisten, die mir vorher unsympathisch waren, plötzlich sympathisch wurden und umgekehrt. Immer wieder kommen die Abgründe der Menschen in Extremsituationen hervor und ich muss ehrlich sagen, dass ich in so einer Situation selbst nicht wüsste, wie ich reagieren würde. Frau Poznanski gönnt dem Leser selten eine Verschnaufpause und das Buch ist ein wahrer Pageturner. Der Einfallsreichtum der Autorin ist sagenhaft und ich wusste bis zur Auflösung nicht, was hinter den ganzen Vorfällen steckt.
Für mich steht jedenfalls fest, dass dieses Buch eins der besten ist, die ich bisher gelesen habe. Nicht nur weil die Autorin wahnsinnig gut schreiben kann, sondern auch, weil die Geschichte sehr spannend geschrieben ist, mich wahnsinnig gefesselt hat und mir die Charaktere sehr ans Herz gewachsen sind. Das war auch ganz sicher nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe.

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