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Fabella von BuchZeiten
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Neuss
Über mich: 
Ich liebe Bücher. Ich möchte mich einfach in den Geschichten verlieren können. Das macht für mich ein gutes Buch aus!

Bewertungen

Insgesamt 755 Bewertungen
Bewertung vom 24.07.2023
Der Lehrmeister: Thriller
Shepherd, Catherine

Der Lehrmeister: Thriller


ausgezeichnet

Die Reihe:
Band 1: Krähenmutter
Band 2: Engelsschlaf
Band 3: Der Flüstermann
Band 4: Blütenjäger
Band 5: Der Behüter
Band 6: Der böse Mann
Band 7: Der Bewunderer
Band 8: Der Lehrmeister

Inhalt:
Der neuste Teil der Reihe rund um die Spezialermittlerin Laura Kern bringt uns einen Ausflug zu den alten Meistern. Eine Frauenleiche wird gefunden, sitzend an einen Baum gelehnt - um ihren Hals eine Schiefertafel mit einem Zitat eines alten Meisters .. Und auf der Rückseite eine noch schlimmere Botschaft. Laura Kern ist klar, das war kein Einzelmord und weitere werden folgen. Die erste Spur führt sie in eine Anwaltskanzlei, doch ab dort wird es immer verwirrender .. Ein möglicher Täter nach dem anderen taucht auf und muss bald schon wieder ausgeschlossen werden, während weitere Morde geschehen. Der Täter führt sie scheinbar an der Nase herum.

Meine Meinung:
Tja, die Superlative gehen mir bei der Autorin und ihren Werken langsam wirklich aus. Wie immer bin ich fasziniert von den Ideen und Fantasien, die hier zu Papier gebracht werden. Nicht zu grausam und brutal, aber dennoch sehr fesselnd und erschreckend.

Und ich muss mich auch hier wiederholen .. Mich führte die Autorin auch diesmal aufs Glatteis .. Eine Idee ganz zu Anfang, wer der Mörder ist, wurde schnell wieder verworfen, immer mal wieder aufgenommen und doch nicht verfolgt .. Und dazwischen hatte ich mindestens 3 Weitere im Verdacht *gg* … um dann am Schluss .. Naja gut, das kann ich ja jetzt auch nicht erzählen. Fakt ist, aus mir würde wohl nie ein Ermittler werden, bis dahin wäre eher die ganze Stadt tot, als dass ich wen überführe. Doch Laura und Max gelingt es Stück für Stück das Rätsel zu lösen. Auch, was es mit den Zitaten auf sich hat - was für Gedankengänge teilweise.

Schön war auch wieder ein kleiner Auszeit in das private Leben der Ermittler und auch hier wurde es spannend .. Wenn ich allerdings direkt überzeugt war, das könne so nicht sein … aber ob ich da richtig lag, verrate ich natürlich auch nicht.

Fazit
Spannung in der Geschichte, wieder abwechslungsreiche Ideen was Motive, Täter und Tatorte angeht, alles mit einem roten Faden verbunden, der einem - je länger man ihm folgt - immer logischer vorkommt. Ein weiterer toller Teil mit der sympatischen Ermittlerin

Bewertung vom 25.04.2023
Das Wiegenlied: Thriller
Shepherd, Catherine

Das Wiegenlied: Thriller


ausgezeichnet

In der Gegenwart geschieht ein brutaler Doppelmord, der Oliver Bergmann vor Rätsel stellt, denn es gibt eine Hinterlassenschaft vom Täter, die ungewöhnlich ist. Ein uraltes Wiegenlied. Was will der Täter ihm damit mitteilen? Doch nicht nur Oliver Bergmann kämpft mit diesem Rätsel, nein auch Bastian Mühlenberg steht ebenso ratlos vor einer ermordeten Nonne, jedoch 500 Jahre in der Vergangenheit. Was hat es mit dem Lied auf sich und warum werden hier Nonnen zu Opfern. Was haben sie dem Täter getan?

Meine Meinung:
Ich bin immer wieder fasziniert von diesen doch so unterschiedlichen Geschichten, die sich die Autorin ausdenkt und dann passend auf Fälle in der Vergangenheit und Gegenwart konstruiert. Es gibt immer einen gleichen Bezug und dennoch finden sich auch Unterschiede - was so passend ist, da sich ja auch Zeiten wandeln.

Es ist schwierig, immer wieder neue, begeisterte Worte zu erfinden, wenn man eine Reihe liest und sich wirklich an jedem Band erfreut. Nach wie vor bin ich begeistert darüber, dass die Ereignisse in beiden Zeiten spielen. Das hat so ein interessantes, abweichendes Format. Und so werden ohnehin schon spannende Geschichten für mich persönlich noch interessanter.

Und wieder einmal war ich soo überzeugt davon, diesmal eine Spur gefunden zu haben, überzeugt zu wissen, wohin es führt - tja und wieder mal lag ich falsch. Ich hätte jedenfalls nie zur Kripo gehen dürfen, ich würde wohl die Täter nie überführen. Aber dieses Wechselspiel der Gefühle, zu meinen, man wisse es diesmal und dann irgendwann dämmert es einem .. genau, wieder an der Nase herumgeführt und schon fängt man von vorn an zu rätseln. Das ist es, was mir besonders gut gefällt.

Interessant auch wieder die Erläuterungen der Autorin im Anschluss an die Geschichte, die einem auch immer wieder ein wenig Wissenswertes vermitteln.

Und auch die ganz zarten Fäden, die es immer noch zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart - zwischen Bastian und Anna bringen für mich ein bisschen zusätzliche Spannung hinein ... und die Hoffnung, dass sich die Wege doch irgendwann kreuzen ... schließlich ist in Büchern alles möglich.

Fazit:
Für mich ein weiterer spannender Teil, den ich mit viel Spaß verschlungen habe und wie immer in die geschickt gestellten Fallen der Autorin getappt bin ...

Bewertung vom 17.11.2022
Düsteres Wasser: Thriller
Shepherd, Catherine

Düsteres Wasser: Thriller


ausgezeichnet

Ein neuer Fall für die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Eine junge Frau wurde aus dem Rhein gefischt und Julia will herausfinden, ob die junge Frau ertrunken ist und ob es sich um einen Selbstmord handelt. Denn zunächst sieht alles danach aus, denn die Tote hat einen Abschiedsbrief bei sich. Bei der Obduktion stellt sie jedoch fest, dass hier scheinbar mehr dahinter steckt. Denn die Tote weist Merkmale auf, die eher nach einem Mord, als nach einem Selbstmord aussehen. Und während Kommissar Kessler Familie und Freunde des vermeintlichen Opfers aufsucht, überrascht Julia einen Mann, der sich im Kühlhaus die Tote anschaut.

Meine Meinung:
Für mich war dieser Band irgendwie extrem spannend. Zum einen wohne ich am Rhein, der Fluss, aus dem das Opfer geborgen wird, zum anderen trifft es den beruflichen Hintergrund eines Familienangehörigen, so dass man irgendwie näher an diesen Fällen ist.

Diesmal war ich ab der Hälfte des Buches absolut überzeugt davon, den Täter identifiziert zu haben. Und ich wurde in meiner Meinung immer öfter bestätigt .. tja .. bis ich am Ende mal wieder von einem völlig anderen Ausgang überrascht wurde. Und dabei dachte ich nun endlich einmal ein Buch "vorher" geknackt zu haben .. tja ... und was soll ich sagen, es macht die Bücher trotzdem für mich immer wieder spannend, weil ich aufs Glatteis geführt werde *schmunzel*

Die Protagonisten des Buches, also die Rechtsmediziner, Ermittler etc kenne ich ja schon die ganze Reihe durch und finde es immer schön, wie der private Faden sehr fein, aber dennoch stetig fortgesponnen wird. So taucht man auch in diesem Buch wieder ein bisschen in das Privatleben von Julia ein, was für mich zusätzlich noch eine überraschende Neuerung mit sich bringt. Aber das müsst Ihr selbst erleben.

Fazit:
Spannung ist hier auf jeden Fall wieder garantiert. Wer ist nun der Mörder, und was genau führt er im Schilde mit den Qualen, denen er die Opfer aussetzt.. Erneut eine absolute Empfehlung.

Bewertung vom 22.10.2022
Mittsommernachtsküsse
Engel, Cornelia

Mittsommernachtsküsse


ausgezeichnet

Der neuste Roman von Cornelia Engel entführt einen in die zauberhafte Landschaft der Shetland-Inseln. Und nicht nur den Leser führt es dorthin, sondern auch die Protagonistin Mara, eine erfolgreiche Hotelmanagerin aus München. Sie hat überraschend eine kleine Pension geerbt und will sich vor Ort anschauen, wie es damit weiter gehen kann. Kaum angekommen überrollen sie die Erinnerungen an eine längst vergessene Zeit, als sie schon einmal hier war und ihr Herz verlor... an die Insel, aber auch an Gavin.

Ich liebe Bücher, die mich in ihren Bann ziehen und bei denen man das Gefühl hat, ein kleines bisschen Urlaub in einer Art Zeitreise zu erleben. Die Schilderungen der Landschaft und auch der Menschen ist so wundervoll beschrieben, dass man sofort Bilder vor den Augen hat. Und so habe ich mich ein kleines bisschen in die Gegend verliebt und würde zu gerne selbst einmal dorthin fahren. Aber das ist nicht das erste Mal, dass die Autorin es mit ihrem zauberhaften Schreibstil schafft, in mir diese Wünsche zu erwecken ...

Die Geschichte ist eine dieser typischen, wundervollen Geschichten, die zwar ein bisschen vorhersehbar sind, dennoch trotzdem so liebenswert und mitreißend, dass es eine wahre Freude ist, ihr zu folgen.

Und so erleben wir nach und nach, wie Mara auf der Insel ankommt und diese und die Menschen ihr immer mehr ans Herz wachsen. Und gleichzeitig erlangen wir Stück für Stück tiefere Einblicke, was damals geschah. Und natürlich ist auch diese Geschichte gespickt mit kleinen oder größeren Katastrophen, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Mir ging es jedenfalls so und ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen... leider ... denn nun ist die Sehnsucht groß nach einer Fortsetzung .. oder nach einem Besuch dort ;-)

Fazit:
Ein warmherziger Roman, der in eine wundervolle Gegend entführt und so ein bisschen Urlaubsfeeling zu Hause zaubert.

Bewertung vom 22.08.2022
Der Bewunderer: Thriller
Shepherd, Catherine

Der Bewunderer: Thriller


ausgezeichnet

Laura Kern ermittelt wieder - und das bereits zum 7. Mal. Und natürlich kann ich auch von diesem Band nicht lassen.

Für mich ist übrigens das Cover eins der besten. Dieses Herz sieht so dreidimensional toll aus .. aber das nur am Rande :)

Das Buch beginnt (wie sollte es auch anders sein) mit einem Mord. Doch es handelt sich nicht um einen einfachen Leichenfund. Vielmehr ist die Tote als / in einem Kunstwerk dargestellt. Teils gemalt, teils realistisch. Der Mörder hatte also viel Zeit und wusste, dass er nicht entdeckt wird. Als i-Tüpfelchen gibt es rote High-Heels für das Opfer ...

Und während Laura und Max versuchen, den Mörder zu finden, ist dieser längst schon einen Schritt voraus und setzt das nächste Opfer in Szene.

Doch wo soll man den Mörder suchen? In der Kunstszene, der Uni oder der Bücherei?

Und wieder hat mich die Autorin bei dem Fortschreiten der Geschichte aufs Glatteis geführt. Dabei war mir klar, dass mein erster Gedanke sicher nicht richtig ist. Ist er nie. Aber diesmal gab es irgendwie mehrere Möglichkeiten, die ich alle ganz schlau in Betracht gezogen habe und mich sicher fühlte ... weit gefehlt - wie jedes Mal .. aber irgendwann werde ich es sicher mal schaffen ;)

Fazit:
Ein weiterer spannender Teil rund um die Ermittlerin Laura Kern. Gespickt mit ein paar privaten Ereignissen in den zwischenmenschlichen Beziehungen der Ermittler. Der Hauptaugenmerk liegt aber wie immer auf der Geschichte. Und die ist wie gewohnt spannend und mitreißend.

Bewertung vom 15.06.2022
Im Schein der Morgenröte
Engel, Cornelia

Im Schein der Morgenröte


ausgezeichnet

Dies ist der zweite Teil der Saga - Achtung, es kann Spoiler auf Teil 1 geben!

Elisabeths Kampf um ihre Selbständigkeit geht weiter. Doch noch immer hat sie keine Möglichkeit gefunden, ihrem Bruder die geforderten Gewürznelken zu schicken. Immer noch will keiner mit ihr Geschäfte machen. Einzig Gramberg wäre noch eine Rettung für sie, doch Jakob ist strikt dagegen. Doch dann erfährt Elisabeth etwas über Jakob, was ihr fast den Boden unter den Füßen wegzieht und sie lässt sich auf ein gewagtes Spiel ein ... doch kann sie das gewinnen?

Dieses Buch war irgendwie gleichzeitig eine Zeitreise und eine Urlaubsreise. Hineinfallen lassen in den Charme dieser ganz anderen Welt. Wer sich richtig drauf einlässt, hat hier und da das Gefühl, manche Gerüche regelrecht wahrnehmen zu können ... die Guten natürlich.

Es war leicht, zurück in die Geschichte von Elisabeth zu finden, da es einen kleinen Rückblick gibt. Und fast mühelos konnte ich wieder in die Welt von Elisabeth eintauchen. Es ist wirklich unglaublich, was diese Frau in dieser Zeit versucht - ich bin sicher, selbst heute wäre es in einem solchen Land schwierig, sich als Frau zu beweisen. Was absolut traurig ist. Umso mutiger von Elisabeth, die scheinbar an allen Fronten gleichzeitig kämpfen muss.

Auch Anna nimmt wieder einen Platz in diesem Buch ein, allerdings muss ich sagen, dass ich sie nicht wirklich mag. Für mich ist sie sehr schlicht strukturiert und dabei ziemlich egoistisch .. keine schönen Wesenszüge. Umso erstaunlicher, mit welcher Ruhe und Geduld Elisabeth der jungen Frau immer wieder hilft.

Überhaupt gibt es in diesem Buch Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das machte die Geschichte spannend und mitreißend und den Lesefluss immer wieder beschleunigen. Viel zu schnell war das Ende da und ich hoffe, dass es schon ganz bald ein Wiedersehen geben wird .. ich werde Elisabeths Weg auf jeden Fall weiter mit ihr gehen.

Bewertung vom 03.04.2022
Die Rezeptur: Thriller
Shepherd, Catherine

Die Rezeptur: Thriller


ausgezeichnet

In diesem 12. Teil ihrer Reihe nimmt uns die Autorin diesmal auf die Suche nach dem ewigen Leben mit. Zumindest scheint es so, denn in der Gegenwart beginnt die Story damit, dass ein Teenager ihren Vater Tod in der Badewanne findet. "Vitam eternam" .. ewiges Leben ... so steht es auf dem Spiegel geschrieben, der im Badezimmer des Toten hängt. Zudem liegt er in einem Bad aus den merkwürdigsten Zutaten und der Leser ahnt bereits in diesem Moment, dass dies einer der roten Fäden im Buch sein wird. Doch wohin wird er führen?

Und wie immer - und das liebe ich so an dieser Reihe - geschehen auch 500 Jahre in der Vergangenheit bei Bastian Mühlenberg merkwürdige Dinge. Ein Mönch des Franziskanerklosters wird tot aufgefunden. In seiner Hand hält er ein Pergament, das zunächst keinen Hinweis geben kann, worum es hier geht. Und woran ist er gestorben? Denn äußerlich scheint er unversehrt zu sein.

Wie immer wechselt die Autorin zwischen den beiden Zeiten hin und her und vergrößert damit die sich langsam aufbauende Spannung in beiden Geschichten. Nach und nach verfolgt man das Geschehen und kann sich zunächst keinen Reim auf die Gemeinsamkeiten der beiden Erzählstränge machen. Genau so wenig, wie man etwas unsicher umhertappt bei seinen Überlegungen, wer hinter dem Mord - nun gut, natürlich den Morden - steht. Erst nach und nach kommen mehr Einzelheiten zutage, die einem den Hintergrund der jeweiligen Geschichte präsentieren. Und doch führt die Autorin, so wie ich es kenne und liebe, wieder so geschickt in immer wieder neue Richtungen, dass man erst sehr spät hinter den wahren Kern des Auslösers - und somit des Täters blicken kann. Gerade dieses Katz- und Mausspiel gefällt mir immer wieder gut.

Auch ein bisschen privates ist wieder rund um die Ermittler in der Vergangenheit und der Gegenwart zu lesen. Aber so dezent, wie es einfach in einen Thriller passt. Schließlich geht es hier weniger um die zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber dennoch genug, um wieder weiter die Geschichte genießen zu können, die man seit dem ersten Buch verfolgt - getrennt und dennoch irgendwie verbunden.

Es war ein weiterer toller Teil der Reihe, den man kaum aus der Hand legen mochte. Und wie immer freut man sich beim Schließen des Buches darauf, hoffentlich ganz bald den nächsten Teil genießen zu können.

Bewertung vom 31.10.2021
Verloschen: Thriller
Shepherd, Catherine

Verloschen: Thriller


ausgezeichnet

Ein neuer Thriller mit der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die so langsam zu einer meiner Lieblingsgestalten mutiert.

Diesmal bekommt es Julia mit einer bizarren Reihe von Morden zu tun, die zunächst große Rätsel aufgeben. Das erste Opfer, eine junge Frau, scheint äußerlich unverletzt - bis auf die Tatsache, dass ihr jemand die Ohren abgetrennt und dafür andere Ohren angenäht hat. Doch wo kommen die anderen Ohren her und warum macht der Täter so etwas? Als sie kurz danach einen Mann finden, dem die Hände fehlen ist klar, das wird nicht der letzte Fund gewesen sein. Doch wo kann man ansetzen. Was für Beweggründe könnte der Mörder haben und wo kann man sein nächstes potentielles Opfer suchen?

Ich gebe zu, ich fand die Idee, die hinter diesem Buch und den Morden steht, schon absolut genial. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen. Und genau wie Julia und dem Kommissar Florian hatte ich so gar keine Idee anfangs. Bis sich bei mir eine Idee herauskristallisierte an der ich dann beharrlich festhielt und mich total schlau fand. ... was soll ich sagen? Natürlich bin ich mal wieder absolut aufs Glatteis geführt worden. Sehr geschickt sage ich nur. Denn mit dem Ausgang hätte ich so gar nicht gerechnet. Und das blieb tatsächlich bis zu einer der letzten Seiten geheim und spannend.

Und auch in diesem Teil geht die private Geschichte der Protagonisten weiter. Nur ein wenig, nur am Rande, aber gerade das macht sie irgendwie realer und greifbarer ... und so freut man sich immer auf ein Wiedersehen. Diesmal wurde auch Julias Assistentin mit mehr Geschichte bedacht - wobei ich noch nicht so recht weiß, wie mir diese Seitengeschichte gefällt. Ich lasse mich da mal von den nächsten Bänden, die hoffentlich bald kommen, überraschen.

Fazit: Für mich seit längerem wieder einmal ein absolut spannendes Buch, das ich gar nicht wirklich aus der Hand legen wollte, bis ich endlich die Auflösung kannte. Perfekt aufs Glatteis geführt, verfolgte ich eine ganz andere Fährte ... aber das geschieht mir sehr häufig in den Büchern dieser Autorin - genial kann ich nur sagen! Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe!

Bewertung vom 14.07.2021
Der böse Mann: Thriller
Shepherd, Catherine

Der böse Mann: Thriller


ausgezeichnet

Ein neuer Teil aus der Reihe rund um die Ermittlerin Laura Kern. Und natürlich kann ich da nichts anderes als schnellstmöglich zugreifen.

Als Laura auf eine weibliche Leiche trifft, entdeckt sie, dass die Leiche eine Botschaft mit sich bringt. Und die wenigen Worte auf dieser Botschaft lassen Laura das Blut in den Adern gefrieren. Denn durch die Worte wird klar, dies wird nicht die einzige Leiche bleiben - und es muss auch schon weitere geben, die sie bislang nicht gefunden haben.

Doch die Zweite ist relativ schnell gefunden und jetzt erst wird klar, dass auch in diesem Fall wieder Eile geboten ist. Denn die Zeitabfolge zeigt, dass nicht viel Zeit bleibt für das nächste Opfer.

Mit Hochdruck versuchen die Ermittler Parallelen zwischen den Opfern zu finden und dabei gehen sie verschiedenen Spuren nach. Als Leser fand ich es absolut spannend, diese Spuren ebenfalls zu verfolgen und zu sehen, was sich daraus ergab.

Nicht vergessen darf man eine weitere interessante Person dieser Reihe: Taylor. Auch er ermittelt in einem Fall, der scheinbar auch etwas mit dieser Mordserie zu tun hat. Und so kreuzen sich hier und da die Wege der Beiden. Obwohl sie sich privat scheinbar gerade näher kommen, bringt dieser Fall und Taylors Verhalten so viel Unruhe, dass sich Lauras Kollege Max einmischt und damit alles nur noch schlimmer macht.

Wie immer schafft es die Autorin damit, die Figuren lebendiger zu machen. Durch diese kleinen Ausflüge in die privaten Welten der Ermittler, lässt sie diese näher an den Leser herankommen. Dennoch sind die Ausflüge in diese Bereiche wie immer so dezent, dass es von der Hauptgeschichte nicht ablenkt.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich auf den Ausgang dieser Geschichte nieee gekommen wäre. Die Autorin hat mich maßlos überrascht damit. Und auch wenn dieses Buch natürlich eine in sich geschlossene Geschichte ist, kann ich nur empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten, denn nur dann wird man von dem Verlauf wahrscheinlich so überrascht wie ich auch.

Letztendlich habe ich das Buch nahezu inhaliert, weil es einfach zu spannend war und man hoffte, dass der Täter so schnell gefasst wird, dass sein nächstes Opfer vielleicht doch überlebt - doch er ist gnadenlos und lässt einem nicht nur einmal eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Für mich einer der Besten Teile der Reihe, obwohl ich sie alle super gut fand.

Bewertung vom 05.04.2021
Stummes Opfer: Thriller
Shepherd, Catherine

Stummes Opfer: Thriller


ausgezeichnet

Endlich geht es weiter .. mit den Zons-Thrillern. Diese Reihe gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingen (und das, obwohl ich eigentlich gar kein Thriller-"Fan" bin. Doch die Geschichte, die immer ähnliche Fälle in der Vergangenheit und in der Gegenwart erzählt, ist einfach ungebremst unterhaltsam und mitreißend.

Hier in diesem 11. Teil der Reihe haben wir es mit einem Serienmörder zu tun, der mit hinterlassenen Siegeln nicht nur den Ermittlern Rätsel aufgibt. Und auch die Fundorte der Leichen werfen unendlich viele Fragen auf.

So finden sich ganz am Anfang in der Gegenwart 2 in Säulen einbetonierte junge Menschen. Eine Katastrophe, denn sie standen in der Eingangshalle eines Gebäudes, das eigentlich gerade feierlich eröffnet werden sollte. Wollte der Täter seine Tat also so geschickt verbergen, weil ein frisch eröffnetes Gebäude voraussichtlich für lange Zeit nicht renoviert wird und seine schreckliche Tat damit unentdeckt bleibt? Aber warum gab er seinen Opfern diese Siegel in die Hand?

In der Vergangenheit muss sich Bastian Mühlenberg dagegen mit verschwundenen Bettelweibern beschäftigen, während gleichzeitig bei einer Kirchenreparatur noch weitere Probleme auf ihn und den Pfarrer zukommen. Und noch während sich Bastian fragt, wo die Bettelweiber hin sind, taucht die Erste wieder auf - tot. Und auch sie hält ein Siegel in der Hand, das viele Fragen aufwirft.

Aber auch die kleinen Ausflüge in die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagnisten dürfen wieder nicht fehlen, hier geschehen aufregende Dinge. Für mich könnte man mehr erfahren - für reine Thrillerfans sind diese Ausflüge dafür wahrscheinlich perfekt kurz gehalten und machen die Hauptfiguren einfach nur menschlicher und bringen sie uns näher. Und doch .. noch immer hoffe ich, dass sich die Vergangenheit irgendwie mit der Zukunft verbinden lässt *g*

Fazit:
Wieder ein spannendes Buch, das ich nur so verschlungen habe, und das viel zu schnell wieder zu Ende war, so dass ich auf den nächsten Band warten muss :)