Benutzername: Fabella von BuchZeiten
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Über mich: Ich liebe Bücher. Ich möchte mich einfach in den Geschichten verlieren können. Das macht für mich ein gutes Buch aus!
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Bewertungen

Insgesamt 688 Bewertungen
Bewertung vom 16.09.2017
Cloud
Pietschmann, Claudia

Cloud


ausgezeichnet

Inhalt:
Seit ihr kleiner Bruder verstarb ist nichts mehr wie es war. Emma ist mit dem Verlust überfordert, doch wirklich helfen kann ihr keiner. Was nicht zuletzt auch daran liegt, dass sie sich verschließt. Das ändert sich, als sie Paul kennenlernt. Online. Auch er hat jemanden verloren. Er versteht sie, er kann ihre Gefühle nachempfinden. Mehr und mehr lässt sie sich auf ihn ein und nichts ist wichtiger, als ihn zu treffen. Gemeinsam mit ihrem besten Freund macht sie sich auf die Suche, doch sie findet etwas anderes als erwartet.

Meine Meinung:
Bereits als ich das Cover das erste mal sah, war klar, das Buch möchte ich unbedingt lesen. Als ich es dann endlich in der Hand hatte, habe ich es tatsächlich in einem Satz verschlungen. Und war völlig fassungslos, was für eine Geschichte sich da auftat. Denn mit dem, was ich hier zu lesen bekam, hätte ich nie gerechnet. Und ich gebe zu, es hat mich teilweise wirklich überrascht und entsetzt - positiv, wen man das so sagen kann. Denn die Geschichte ist wirklich unglaublich. Sie ist absolut spannend, zeigt einem Dinge auf, die einen wirklich erschrecken, wo man ins Denken kommt - gibt es so was wirklich, kann so was sein? Aber auch das ganze drumherum, was ja nicht alles Fantasie ist, lässt einen manche Dinge wieder und wieder überdenken.

Es ist schwierig, viel über das Buch zu erzählen, da man sonst einfach wichtige Details verraten würde, die aber unbedingt selbst entdeckt werden sollten. Was ich unbedingt aber auch hervorheben möchte, ist der wirklich schöne Schreibstil der Autorin, der einen mühelos in die Geschichte zieht, so dass man das Buch gar nicht wieder aus der Hand legen möchte. Aber auch die außergewöhnlichen Ideen, die die Autorin in ihre Geschichten einfließen lässt, wie hier. Die sicherlich zumindest teilweise gar nicht so abwegig sind, vielleicht sogar schon Realität, aber doch immer mit so viel Fantasie begleitet, dass man einfach hoffen kann, es ist Fiktion und nicht Realität.

Übrigens finde ich auch das Cover absolut passend und sehr gelungen. Man muss sich wirklich mal Zeit nehmen und betrachten ...

Ich bin mir allerdings mal wieder nicht unbedingt sicher, ob ich das Buch wirklich für 12 jährige passend finde ... aber das geht mir ja öfter so und ich denke, Eltern werden das schon beurteilen können.

Fazit:
Ein packender Roman, der einem eine (mögliche?) Zukunft zeigt, die mich hier und dort doch sehr erschreckt hat. Doch trotzdem oder gerade deswegen, war es mir nicht möglich, das Buch wegzulegen und so hab ich es in einem durchgelesen. Wirklich eine gelungene Kombination aus Fiktion, Realität und fesselndem Schreibstil!

Bewertung vom 22.08.2017
Einfach ehrlich essen
Ehrlichmann, Maike

Einfach ehrlich essen


sehr gut

Inhalt:
Die Autorin beschäftigt sich in diesem Buch mit der Überlegung, wohin uns die gesamten Diäten und Ernährungstipps geführt haben und ob es nicht vielmehr möglich ist, durch eine optimale Selbsterkenntnis seiner Bedürfnisse zu einem normalen Essverhalten zurück zu gelangen. Hierbei beleuchtet sie viele Diättrends, Expertenratgeber zu sinnvoller Ernährung, aber auch ihre Erfahrungen aus ihrer Praxis der Ernährungsberatung. Grob gesagt sind es Ausführungen ihrer eigenen Meinung zu dem Thema - unterlegt mit fachlichen Hinweisen, dass sie nicht die Einzige ist, die so denkt.


Meine Meinung:
Schwierig. Zum einen finde ich es ein sehr gelungenes Buch. Vieles, was die Autorin hier aufführt, ist mir in den letzten Monaten auch durch den Kopf gegangen. Ich bin so ein typisches Beispiel dafür, dass ich mich zu leicht von Esstrends leiten lasse. Immer darauf bedacht, die 5 Kilo zu viel loszuwerden, ja nicht mehr zuzunehmen und dabei aber auch möglichst den gesunden Weg für den Körper zu finden. So kenne ich natürlich all die gängigen "Diäten" von Low Carb zu SIS, zu Trennkost, zu intermittierendes Fasten, Heilfasten, Kalorienzählen, Eiweißdiät, Shake-Diäten .. die meisten natürlich immer als "keine Diät sondern lebenslange Ernährungsumstellung" angepriesen.

Was mir das gebracht hat? Genau das, was die Autorin in ihrem Buch sehr gut wiedergibt und was ich in den letzten Monaten immer mehr gedacht habe - man ist so voller Weisheiten, was nun gut sein soll und was nicht, dass man total verwirrt ist und gar nicht mehr weiß, was man noch essen soll, weil sich alle ständig widersprechen. Doch ... einfach essen? Bringt mir erfahrungsgemäß auch nur zu viel ein... denn immer wenn ich mal ein paar Wochen einfach diät-müde bin und nicht drauf achte, nehme ich auch wieder zu ... und bei jedem Essen meckert auch noch das schlechte Gewissen.

Auch das beleuchtet die Autorin sehr gut formuliert ... zeigt Auslöser dazu, die sie Störfaktoren nennt, die uns daran hindern, uns bzw. unseren Hunger wirklich wahr zu nehmen. Manche Tipps sind aber in der Realität sicherlich nicht immer umsetzbar.... so regt sie dazu an, zu prüfen, ob der gerade einsetzende Hunger nicht der sogenannte Lusthunger ist - man sollte dann einfach mal küssen oder kuscheln .. naja, schlecht umsetzbar, wenn man gerade im Büro ist oder vielleicht gar keinen Partner hat ...

Und während sie uns einige Störfaktoren aufzeigt, bringt sie aber meiner Meinung nach leider nicht genug Hinweise, wie man für sich allein da heraus finden kann. Und das ist, was sie in ihrem Vorwort auch angibt: "Dieses Buch ist keine Anleitung, um Schritt für Schritt den ehrlichen Appetit zu aktivieren". Und das genau trifft den Kern des Buches und hätte meiner Meinung nach auch klar auf den Klappentext gehört. Damit man sich von Anfang an darüber klar wird, dass dieses Buch ein reiner Anstoß ist, seine Denkweise zu hinterfragen und vielleicht umzudenken.... wie ... tja nun ... gute Frage.

Für mich hat die Autorin ganz klar meine eigenen Gedanken unterstrichen und mir viele weitere Denkanstöße gegeben. Dafür ist es sehr empfehlenswert. Um aber jetzt aus dieser Gedankenfalle herauszufinden, muss ich wohl weiter suchen .... aber es war auf jeden Fall ein guter Anreiz, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen.

Fazit:
Keine Anleitung zum ehrlichen Essen. Vielmehr eine ausgiebige Meinungsfindung der Autorin, die viele Diäten, Trends, Ratgeber durchleuchtet und den Mensch dazu bringt, einmal in Frage zu stellen, was er da eigentlich macht. Was der Leser letztendlich daraus macht, bleibt ihm überlassen. Denn es gibt hier keine klaren Lösungswege, da es zu viele individuelle Störfaktoren geben kann, die uns vom ehrlichen Essen abhalten. Auch wenn es mir nicht in allen Punkten zusagte, ist es eine wirklich interessante Lektüre, die ich jedem empfehlen kann, der auch über dieses ganze Thema nachdenkt.

Bewertung vom 20.08.2017
Call it magic 3: Wolfsgeheimnis (eBook, ePUB)
Dylan, Cat; Otis, Laini

Call it magic 3: Wolfsgeheimnis (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Inhalt:
Die Wölfin Alec soll Cary für ihren Boss ausspionieren. Wie könnte das einfacher sein, als seine neue Barkeeperin. Doch Alec hat solch einen Hass auf Cary, dass es ihr am Anfang sehr schwer fällt, ihm neutral zu begegnen. Doch nach und nach findet sie gefallen an ihrem neuen Job und an ihrem neuen Chef. Mehr und mehr merkt sie, dass nicht immer alles so ist, wie es am Anfang scheint. Und so widerstrebt es ihr immer mehr, Informationen zu sammeln. Cary jedoch macht es ihr auch nicht einfach. Der Vampir ist sehr verschlossen und lässt kaum jemanden wirklich an sich heran. Doch auch er fühlt sich mehr und mehr zu Alec hingezogen, obwohl er alles in seiner Macht stehende dagegen versucht.

Meine Meinung:
Auch der dritte Teil der Reihe konnte mich voll und ganz überzeugen. Ich liebe es, wenn ich Bücher nicht aus der Hand legen mag, weil ich die Geschichte einfach nicht verlassen möchte. Und genau das ist der Autorin auch hier wieder gelungen. Eine sehr eigenständige Geschichte, in der doch immer wieder auch die Personen der ersten beiden Bände auftauchen, was natürlich auch ein Gefühl der Vertrautheit mit sich bringt.

Ich finde die Kombination Wolf und Vampir auch sehr spannend, denn die Autorin hat sich viele feine Faczetten ausgedacht, die zeigen sollen, dass dies nicht so wirklich passend ist. Und doch wird schnell klar, dass es ein klares „das passt nicht“ einfach nicht gibt. Ich mochte Alec als Protagonistin sehr sehr gern. Sie überzeugt mich in ihrer extrem liebevollen Art zu ihrem Bruder und ihrem kompletten Wesen, das hinter der Sache steht. Sie ist so unglaublich stark und doch verletzlich. Aber auch Cary ist wieder einer dieser Charaktere, denen man einfach nur erliegen kann. Vor allem seine Loyalität hat mich doch sehr berührt. Und natürlich leidet man immer auch ein Stück weit mit, wenn es um ein trauriges Schicksal geht.

Und so verschlingt man Seite um Seite und weiß nicht, ob man möglichst schnell zum Ende kommen möchte, um zu erfahren, wie es endet – oder ob man sich mehr und mehr Zeit lässt, um das Ende herauszuzögern und damit den Abschied von der tollen Geschichte. Aber sind das nicht genau die Geschichten, die man liebt? Bei mir ist es jedenfalls so.

Fazit:
Auch der dritte Teil der Reihe konnte mich wieder vollständig überzeugen. Starke Protagonisten, tolle Ideen und eine Geschichte, die man einfach nicht aus der Hand legen möchte und dafür gern alles andere liegen lässt. Ich freue mich sehr, dass es noch weitere Teile geben wird!

Bewertung vom 14.08.2017
Von Liebe und Lügen
Schneider, Anna

Von Liebe und Lügen


sehr gut

Inhalt:
Wie fühlt man sich, wenn man von seinen Eltern gezwungen wird, nach Asien zu ziehen und damit seine Freunde, seine Clique und seine große Liebe zu verlassen und das letzte Schuljahr unter Fremden zu verbringen? Für Lynn scheint eine Welt unterzugehen, als sie zu diesem Schritt gezwungen wird. In ihrer Clique hinterlässt sie eine Lücke, die jedoch sehr unterschiedlich von den Freunden wahrgenommen wird. Für alle scheint aber eins klar zu sein, alles verändert sich und fühlt sich nicht mehr vertraut an. Jonah, der Lynn ewige Treue geschworen hat fühlt sich mehr und mehr verfolgt von etwas Unbekanntem. Aber auch Franzi und Saskia, Lynns beste Freundinnen, verlieren sich in ihren widersprechenden Gefühlen. Doch auch sie sind sicher, irgend etwas bedroht die Clique. Ist es nur der Verlust von Lynn oder ist da noch mehr ..


Meine Meinung:
Ich bin etwas zweigeteilt. Zum einen fand ich die Idee der Geschichte, wie sie verläuft und das Ende wirklich sehr interessant und lesenswert. Man grübelt eigentlich ständig, was hinter bestimmten Abschnitten steckt. Denn neben der Geschichte der Clicque an sich, gibt es noch die Gedanken von jemandem, der sich erst zum Ende hin enthüllt und dem man einfach nicht auf die Schliche kommen kann … das war taktisch wirklich brilliant, allerdings – und hier kommt mein aber – mir war es fast zu sehr ausgedehnt. Oftmals sehr wirre Gedanken, wenn auch absolut passend zur Geschichte, rissen mich zu oft aus dem Spannungsbogen. Sie gehören ganz klar dazu, aber ich fand es ab und an irgendwie zu viel …

Die Geschichte beginnt damit, dass Lynn schon weg ist … ich hätte gern noch einen Tick Vorgeschichte gehabt, um mich besser in die Beziehung von Lynn und Jonah denken zu können. So fehlt einem ein bisschen das Gefühl dafür, wie tief diese Beziehung gewesen ist, bevor Lynn geht. Das wiederum macht es schwer, manche Handlungen der Protagonisten nachvollziehen zu können.

Ich finde es insgesamt eine sehr sehr düstere Geschichte, die einen doch hier und da leicht zum gruseln bringen kann. Vor allem über das Verhalten mancher Beteiligten. Im Hinblick darauf, dass wir hier über Jugendliche bzw. junge Erwachsene sprechen. Das macht die Geschichte jedoch auch sehr interessant und vielseitig.

Es gibt in meinen Augen auch keine klaren Protagonisten. Hier wird der Augenmerk auf die komplette Clique gelegt. So fehlt einem natürlich auch ein direkter Bezug zu einer Person und man bleibt als Leser ein bisschen außen vor, wie ein stiller Beobachter.

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass mich das Ende doch sehr überraschte – das sich Dinge eröffneten, die ich so nicht in Betracht gezogen hatte. Und das ist etwas wiederum, was ich mag, wenn es der Autor schafft, mich bis zum Ende ein bisschen an der Nase herumzuführen J

Fazit:
Eine düstere, aber sehr gute Geschichte mit – für mich – überraschendem Ausgang. Die für mich hier und da aber leider kleine Störungen aufwies, was mich ein bisschen aus dem Spannungsbogen herausriss, auch wenn sie gut zur Geschichte passten.

Bewertung vom 10.08.2017
Ein Sommergarten in Manhattan / From Manhattan with Love Bd.2
Morgan, Sarah

Ein Sommergarten in Manhattan / From Manhattan with Love Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:
Frankie liebt ihren Job. In der gemeinsamen Firma mit ihren Freundinnen ist sie für alles zuständig, was blüht. Leider muss sie dabei viel zu oft Blumenschmuck für Hochzeiten arrangieren und das ist gar nicht ihr Fall. Denn in ihren Augen taugen Beziehungen rein gar nichts - und Hochzeiten noch viel weniger. Die einzige Liebe, die sie verschenkt, gilt ihren Pflanzen. Doch das ändert sich, als sie für ein Projekt mit dem Bruder ihrer besten Freundin zusammen arbeiten muss. Denn Matt hat schon immer ihr Herz höher schlagen lassen. Doch wenn Frankie eines genau weiß, dann das: ihre Freundschaft zu Matt würde sie nie für eine Beziehung riskieren, die von vornherein zum scheitern verurteilt ist.

Meine Meinung:
Wow, Frankie ist wirklich jemand, der voll beladen ist mit Problemen. Das bekam man schon im vorherigen Teil mit, aber hier kommt es ganz deutlich heraus. Schließlich ist sie hier selbst die Hauptfigur. Dachte ich zunächst, das kann gar nicht interessant werden, wenn jemand so auf Abstand zu allem geht, was auch nur im entferntesten schön, romantisch oder gefühlvoll ist, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Denn Frankie selbst ist absolut liebenswert und so fiebert der Leser mit, ob sie es schafft, aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen.

Dabei erfährt der Leser nach und nach, wie es überhaupt dazu kam, dass sie dort steckt,wo sie nun ist. Und das hat nicht nur einen Grund, sondern direkt mehrere. Einer davon ist ganz sicherlich ihre - in meinen Augen einfach nur peinliche Mutter. Warum, nun das solltet ihr selbst erleben. Das ist so peinlich, dass es teilweise schon wieder lustig war. Doch ich kann Frankie da durchaus verstehen, dass sie damit nicht klar kommt.

Natürlich dreht sich hier die Hauptgeschichte um Frankie und Matt und den Versuch, sich irgendwie näher zu kommen. Doch man erlebt auch immer wieder was von den zwei Freundinnen Paige und Eve, die man schon aus dem ersten Band kennt. Und ich finde es schön, hier und da zu erleben, wie es bei ihnen weiter geht. Und man erlebt natürlich auch wieder ein bisschen was von New York, was dem Ganzen für mich das Sahnehäubchen aufsetzt :)

Was mir immer ganz besonders gut gefällt, ist der Humor der Autorin ... so herrlich trocken und treffend. Ich habe mal ein Beispiel mitgebracht, in dem es um ein sehr altes Schlaf-Tshirt geht:

"Was ist, wenn nachts ein Feuer ausbricht? Dann kommt ein schnuckeliger Feuerwehrmann, um Dich zu retten, und du hast dieses hässliche graue Ding an?" - "Wenn nachts ein Feuer ausbricht, hoffe ich, dass der Feuerwehrmann andere Sorgen hat, als sich über meine modischen Vorlieben zu wundern."

Fazit:
Ein schöner Roman, der es schaffte, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Das bringt mich immer zum lächeln, weil es mir zeigt, dass mich die Geschichte beschäftigt und ich wissen möchte, wie sie weiter geht. Auch wenn der Band unabhängig lesbar ist,würde ich empfehlen, zuerst den ersten zu lesen. Es ist einfach schöner für die Geschichte.

Bewertung vom 01.08.2017
Der Herzschlag deiner Worte
Ernst, Susanna

Der Herzschlag deiner Worte


ausgezeichnet

Inhalt:
Wieviel Einfluss hat das Schicksal auf ein Leben? Diese Frage stellt sich Alex sicherlich, als sein Leben in wenigen Jahren mehrfach durchgerüttelt wird durch unvorhergesehene Ereignisse. Doch so schwer diese auch sind, jedes bringt unweigerlich auch Gutes mit sich. Doch es ist nicht nur Alex Geschichte, die wir erleben, sondern auch die von Vincent, seinem Vater - wenn auch auf sehr ungewöhnliche Weise. Und während wir Alex in der Gegenwart begleiten, so zieht uns Vincent in die Vergangenheit. Und doch ist beides untrennbar miteinander verknüpft. Und das viel enger, als man es anfangs denkt. Und es verbindet Freundschaft, Liebe und Schicksalsschläge miteinander.

Meine Meinung:
Es ist sehr schwer, etwas über das Buch zu erzählen, ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Während man anfangs noch denkt, man lernt einen jungen Musiker kennen, der mit zwei Schicksalsschlägen versucht umzugehen .. oder sind es eigentlich sogar drei ... merkt man im Laufe des Buches, dass es hier bei weitem nicht "wieder" einmal um einen Musiker geht, sondern vielmehr um das Leben und seine manchmal doch sehr eigenwilligen Wege. Und diese treffen in dieser Geschichte so geballt aufeinander, dass man fast gewillt ist zu sagen, das ist so unwahrscheinlich, dass es schon gar nicht erfunden sein kann.

Ja, das klingt sicherlich sehr kryptisch, jedoch, wenn man den Inhalt kennt wird es sehr plausibel. Denn es sind eigentlich die Wege von fünf Hauptpersonen, die man in diesem Buch erlebt - und einigen wichtigen Nebenpersonen. Man kann das Hauptaugenmerk eigentlich auf keine einzelne lenken, weil nur alle miteinander einen Sinn ergeben.

Müsste ich entscheiden, so würde ich klar die Gegenwart und Alex Leben als für mich intensiveren Part wählen. Ich mochte Alex, der so einfühlsam ist. So verletzlich und doch so kämpferisch, der so emphatisch ist und dennoch dabei kein bisschen weichlich wirkt. Der freundlich und aufrichtig seinen Weg geht, egal, was ihm das Schicksal mal wieder vor die Füße wirft. Doch Alex Geschichte wäre nicht seine, gäbe es die weiteren 4 Figuren um ihn herum nicht.

Und auch wenn ich Vincents Geschichte an zweite Stelle in meiner Bedeutung legen würde, so hat mich vieles seiner Reise in die Vergangenheit doch bewegt und nachdenklich gemacht. Wie vieles man gleichzeitig bedauern kann und doch wieder genau die gleichen Wege beschreiten würde, könnte man sie noch einmal gehen.

Trotz der vielen Schicksalsschläge ist es ein sehr ruhiges Buch, das man jedoch nicht mehr aus den Händen legen mag. Eigentlich wollte ich nur ein paar Seiten lesen, hatte so viel andere Termine an dem Tag und doch war es mir nicht möglich aufzuhören, bis ich am Ende ankam ... manchmal muss es einfach so sein. Und das sind für mich die wirklich tollen Bücher. Die mich aus ihrem Griff einfach nicht mehr entlassen. Was sicherlich nicht zuletzt an dem so tollen und eindringlichen Schreibstil der Autorin liegt.

Fazit:
Ein Roman, der eigentlich die Geschichten von fünf Menschen enthält, die unweigerlich miteinander verbunden sind durch das Schicksal. Und trotz aller Ereignisse ist es trotzdem ein sehr ruhiges, wenn auch eindringliches Buch, das einen nicht mehr aus seinem Griff lässt, wenn man es einmal begonnen hat.

Bewertung vom 30.07.2017
Looking for Hope
Hoover, Colleen

Looking for Hope


ausgezeichnet

Inhalt:
Dean Holders Leben fühlt sich an wie ein Scherbenhaufen. Er hat gelernt zu überleben, aber wirklich leben sieht anders aus, seit seine Schwester starb. Doch als er Sky trifft, rückt der Verlust seiner Schwester ein wenig in den Hintergrund. Dafür kommt etwas anderes an die Oberfläche, dass er lang verloren glaubte. Doch es ist schwer für Dean, Sky näher zu kommen. Denn auch in ihr toben die Schrecken der Vergangenheit, ohne, dass sie sie greifen kann.

Meine Meinung:
Ich habe zuerst Hope Forever gelesen und das ist jetzt fast ein Jahr her. Ich war so ergriffen, dass ich mir direkt auch Looking for Hope kaufte - doch dann blieb es liegen. Jetzt endlich griff ich danach und musste erstaunt feststellen, dass es gar nicht lang dauerte, bis ich wieder völlig in der Geschichte war. Es gibt sie also definitiv. Die Bücher, die einem einfach nicht aus dem Kopf gehen. Manchmal lese ich eine Geschichte und wenn ich mir 2 Wochen später meine Bewertung dazu durchlese, habe ich wirklich Schwierigkeiten, mich an ihren Inhalt zu erinnern. Sie sind toll, aber verwehen wie ein warmer Sommerwind ... und sind weg. Und dann gibt es Bücher, die sind scheinbar so emotional, dass man weder sie noch ihre Einzelheiten vergisst. Und die Geschichte von Hope und Dean ist genau so eine.

Eigentlich müsste man denken, dass dieser theoretisch zweite Teil langweilig ist. Denn eigentlich erzählt er ja die genau gleiche Geschichte wie Hope Forever - nur diesmal aus dem Blickwinkel von Dean. Doch irgendwie schafft es die Autorin, dass man trotz gleichem Inhalt total gefesselt ist. Manchmal kann ein anderer Blickwinkel einfach alles verändern. Wobei ich zugebe, dass mir Hope Forever einen Tick besser gefiel .. macht aber vielleicht auch die Tatsache, dass ich damals total überwältigt von der Geschichte war und jetzt vorbereitet, was passiert. Daher überraschte es mich nicht mehr so sehr. Dennoch war es wieder unglaublich toll zu lesen und ich hätte nicht drauf verzichten wollen, auch Deans Seite zu erleben.

Aber auch wie schon der erste Band ist das, worum es geht auch hier noch unfassbar. Wie viele Leben ein einzelner Mensch so zerstören kann, wie es hier in dieser Geschichte erzählt. Wahrhaftig nichts für zu sanfte Gemüter. Und wenn man die Geschichte dann verlässt, verlässt sie einen dennoch nicht, sondern bleibt lange zurück und hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack. Die Ausgewogenheit von schlimmen Ereignissen und guten Gefühlen ist einfach etwas, was die Autorin fabelhaft meistert. Und so kann ich es trotz des schlimmen Kerns wirklich empfehlen!

Fazit:
Auch wenn ich die Geschichte schon aus Hope Forever kannte - so ist es ebenfalls berührend, Deans Seite zu sehen. Alles noch einmal, aber aus seiner Perspektive zu erleben. Fantastisch, wie die Autorin das schafft, eine Geschichte zweimal so zu erzählen, dass es nicht langweilig oder wiederholend wirkt!

Bewertung vom 23.07.2017
Ich bin deine Bestimmung / Schicksalsbringer Bd.1
Hasse, Stefanie

Ich bin deine Bestimmung / Schicksalsbringer Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:
Als kleines Mädchen bekommt Kiera auf dem Jahrmarkt eine Münze zugesteckt. Kiera versteckt sie und erst Jahre später fällt sie ihr wieder in die Hände. Und genau da nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn dem Schicksal kann man bekanntlich nicht entkommen. Doch Kiera ist zunächst ahnungslos und setzt ihre ganze Energie in die Band, die sie mit ihrem besten Freund Cody hat. Doch dann tauchen zwei neue Schüler auf. Die Brüder könnten nicht unterschiedlicher sein: Hell und freundlich scheint Hayden, während Phoenix dunkel und sarkastisch, manchmal fast grausam wirkt. Und doch ist es genau Phoenix, der Kiera von der Macht der Münze erzählt und es scheint, dass sie ihm vertrauen muss, denn für einen Monat weicht er nicht mehr von ihrer Seite .. und Kiera ist sich nicht sicher, wie sie das finden soll.

Meine Meinung:
Das ist nicht das erste Buch, das ich von der Autorin lese, doch ich muss sagen, für mich ist es das Beste. Mir gefiel die Geschichte von der ersten Seite an und ich mochte das Buch nicht weglegen und verschob alles andere dafür. Die Idee des Schicksals und der Brüder war für mich eine sehr frische Idee, die noch so gar nicht abgegriffen wirkt. Auch wenn hier mal wieder der typische Badboy im Vordergrund steht - aber ich bin ehrlich .. ich mag diese Typen eh lieber als die Softies ;)

Ich finde es toll, wie man nach und nach im Buch mehr erfährt. Worum es geht, was war, was kommen könnte. Und doch wird nicht alles verraten und immer nur in wohl dosierten Portionen, so dass die Spannung die ganze Zeit aufrecht gehalten wird. Auch eine kleine Prise Humor taucht immer mal wieder auf, die mich des öfteren zum Schmunzeln brachte.

Aber auch die Protagonisten - Kiera, Hayden, Phoenix, Cody .. tja und noch wer .. sind so vielschichtig und abwechslungsreich, dass man sich über jedes neue Detail freut, das man erfährt. Und dabei schafft es die Autorin auch sehr geschickt, einen aufs Glatteis zu führen... denn irgendwann im Buch ist man sehr erstaunt über das, was da so ans Tageslicht gerät .. und nein, das müsst ihr natürlich selbst lesen.

Ich hoffe nun inständig, dass Teil 2 nicht allzulang auf sich warten lässt, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das Buch endet nämlich mit einem relativ gemeinen Cliffhanger - der es aber unumgänglich macht, Teil 2 unbedingt lesen zu wollen :)

Fazit:
Eine tolle Geschichte mit interessanten Protagonisten. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es einen wirklich packt. Schöne, frische Ideen begeisterten mich beim Lesen und ich hoffe, Teil 2 kommt auch ganz bald.

Bewertung vom 18.07.2017
Landliebe
Lukas, Jana

Landliebe


ausgezeichnet

Inhalt:
Ellie braucht dringend Geld und so kommt ihr die Chance bei einer TV-Sendung mitzumachen wie gerufen. Wie schwer kann es schon sein, vier Wochen auf einem Weingut zu verbringen und eine verliebte Frau zu spielen? Es wird schwerer, als sich Ellie je hätte vorstellen können. Nicht genug, dass Tom sie für total unterbelichtet hält und scheinbar nicht mag, sie selbst gefällt sich in der Rolle der hübschen, aber dummen Nagelstylistin überhaupt nicht. Und auch Toms überhebliche Art geht ihr gehörig auf den Geist - wäre da nur nicht diese große Anziehungskraft, die er auf sie ausübt. So wird es für die Beiden immer schwerer, gute Miene vor der Kamera zu zeigen. Und eigentlich hat Tom ganz anderes im Kopf, als sich um das naive Blondchen zu kümmern ...

Meine Meinung:
Es ist ziemlich klar, auf welche Sendung diese Geschichte abzielt und ich gebe zu, ich bin eigentlich ein Fan davon. Sie amüsiert mich immer wieder. Doch diese Geschichte hier hat mich gerade dadurch absolut in ihren Bann gezogen. Denn sie piekt immer wieder genau in diese kleinen Details, die mich immer wieder bei der echten Sendung zum lachen bringen. Diese überzogenen Dialoge, die man dort erlebt und auch hier, wenn die Kameras auf dem Weingut laufen. Ich habe mich schon lange nicht mehr so unterhalten gefühlt! Grandios!

Um mal von diesem Vergleich aber loszukommen und zur Geschichte selbst zu gelangen: auch diese hat mich wirklich gut unterhalten. Ich mochte sowohl Tom, als auch Ellie als Charakter sehr sehr gern. Ich fand es immer wieder lustig, wenn die zwei aufeinander trafen und ihre vermeintlichen Rollen spielten und was sie insgeheim dachten, wie verzweifelt sie teilweise waren, diese nervigen Rollen zu spielen und doch aus wichtigen Gründen nicht davon los kamen.

Und trotz des ganzen witzigen und teilweise wirklich überspitzten, kamen auch immer wieder ernsthafte Momente und Gefühle durch und brachten damit wundervolle Abwechslung. Denn auch ernsthafte Themen gibt es in dieser Geschichte, die zwar nicht den größten Raum einnehmen, aber dennoch immer präsent sind. Und so geben sie der Geschichte auch ein bisschen Realität zurück, was mir sehr gut gefiel.

Ich habe die Hörbuchversion gehört und muss sagen, dass mir auch die Sprecherin Diana Amft sehr gut gefiel. Sie brachte die Geschichte mit so viel Leichtigkeit und Humor rüber, dass es überhaupt nicht schwer war, ihren Worten zu folgen. Sie zog einen dadurch noch ein bisschen mehr in die Geschichte.

Fazit:
Eine wirklich unglaublich unterhaltsame Geschichte, die mich oft Lachen ließ. Dennoch fehlte auch nicht das Gefühl oder hier und da die Ernsthaftigkeit, was es sehr ausgewogen machten und zusammen mit der Sprecherin Diana Amft den Hörer wirklich in seinen Bann zog. Für mich war es viel zu schnell vorbei, sehr sehr schade! :)

Bewertung vom 10.07.2017
Azur
Schulter, Sabine

Azur


ausgezeichnet

Auch der zweite Teil erfreut mit einer abwechslungsreichen und rasanten Geschichte. Mehr und mehr lernt man Azur, die Gilde und Saphir aber auch Cedrik und die Wächter kennen. Es machte Spaß, Zeit mit ihnen zu verbringen und zu erleben, wie sie nach und nach zueinander finden, vertrauen schenkten und von den anderen lernten.

Was mir vor allem sehr gefiel, war der Charakter von Azur. Sie schmeißt nicht einfach so alle ihre Ängste und Zweifel über Bord, wie man es so oft erlebt, wenn sich ein Protagonist in einen anderen verliebt. Sondern ziemlich real kämpft sie weiterhin mit allem, versucht etwas zu ändern und scheitert. Genau so, wie es im realen Leben auch ist. Das macht Azur ziemlich real und greifbar.

Cedrik ist allerdings genau so ein überzeugender Charakter. Wenn es um Azur geht ist und bleibt er ein Brausekopf, der leicht hochgeht aber alles für sie tun möchte. Das kann dann aber auch manchmal zu viel des Guten sein, was es doch recht amüsant macht. Dennoch bleibt er dabei immer der typisch männliche Beschützer und das macht ihn sympathisch und interessant.

Doch auch all die anderen Charaktere treten oft und wirklich vielschichtig in den Vordergrund. Ich mag es, wenn es so viele unterschiedliche Personen gibt, die einen auch noch alle in den Bann ziehen. Das trifft sowohl auf die Gilde, als auch auf die Wächter zu.

Ich war ziemlich erstaunt über die Wendungen in diesem Buch, auf die ich so natürlich nicht eingehen kann, da ich nicht zu viel verraten möchte.

Fazit:
Ein toller zweiter Teil,der überzeugt durch den Inhalt und die Charaktere. Es ist eine rasante Geschichte, die den Leser mitzieht und gefühlt viel zu schnell zum Ende bringt. Und obwohl die Geschichte hier abgeschlossen sein könnte, warte ich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung :)