Der Steppenwolf, 1 MP3-CD - Hesse, Hermann
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Ein literarisches Meisterwerk von H. Hesse.


    MP3 Audio CD

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Erstmals in vollständiger Lesung
"Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf..." Harry Haller verzweifelt an sich selbst. Wie kann er sich einerseits nach Kunst und Schönheit sehnen und andererseits so dunkle, animalische Triebe besitzen? Dem Selbstmord nah, lernt er Hermine, eine Kurtisane, kennen. Durch ihre Hilfe gelangt er zur Einsicht, dass der Mensch viel mehr ist, als Harry erwartete.
Sylvester Groth legt alles in seine Stimme, was Harry Haller ausmacht:
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Produktbeschreibung
Erstmals in vollständiger Lesung

"Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf..." Harry Haller verzweifelt an sich selbst. Wie kann er sich einerseits nach Kunst und Schönheit sehnen und andererseits so dunkle, animalische Triebe besitzen? Dem Selbstmord nah, lernt er Hermine, eine Kurtisane, kennen. Durch ihre Hilfe gelangt er zur Einsicht, dass der Mensch viel mehr ist, als Harry erwartete.

Sylvester Groth legt alles in seine Stimme, was Harry Haller ausmacht: Klarheit, Sehnsucht, Verzweiflung, Hoffnung und Heiterkeit. Das Vorwort des Herausgebers und den Tractat liest Hans Peter Hallwachs.

(1mp3-CD, Laufzeit: 8h 2)
  • Produktdetails
  • Verlag: Dhv Der Hörverlag
  • Anzahl: 1 MP3 Audio CD
  • Gesamtlaufzeit: 482 Min.
  • Erscheinungstermin: 14. Juli 2014
  • ISBN-13: 9783844511741
  • Artikelnr.: 40027082
Autorenporträt
Das umfangreiche lyrische Werk Hermann Hesses (* Calw 1877, † Montagnola 1962) geriet über die großen Romanerfolge wie "Peter Camenzind" (1904), "Demian" (1919), "Siddhartha" (1922), "Der Steppenwolf" (1927), "Narziß und Goldmund" (1930) oder "Das Glasperlenspiel" (1943) fast ein wenig in Vergessenheit. Hermann Hesse, der 1946 für sein Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur erhielt, wuchs in einem pietistischen Elternhaus auf. Nach einer höchst konfliktreichen Jugend - u. a. verübte er einen Selbstmordversuch, brach die Schule und später eine Lehre ab und rebellierte gegen die von ihm empfundene Scheinheiligkeit der Gesellschaft - verarbeitete er diese Zeit auch in "Unterm Rad" (1906). Das Ringen um den eigenen Lebensweg bleibt für Hermann Hesse zeitlebens ein Thema - auch in seinen Büchern und Gedichten -, und er trifft damit oft den Nerv einer Jugend auf der Suche. Hesse, der sich im Ersten Weltkrieg als Freiwilliger gemeldet hatte, wegen Untauglichkeit aber in der Kriegsgefangenenfürsorge arbeitete, wurde zum entschiedenen Pazifisten und Kriegsgegner. Privat kämpfte er gegen das Auseinanderbrechen seiner ersten Ehe mit Maria Bernoulli, diverse Schicksalsschläge und die Trennung folgten. Hesse heiratete noch zwei Mal und lebte ab 1919 bis zu seinem Tod im schweizerischen Montagnola in der Nähe von Lugano. 1954 erhielt er den Militärorden Pour le Mérite, 1955 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels - zahlreiche Preise waren ihm zuvor zuteil geworden.
Trackliste
MP3 CD
1Vorwort des Herausgebers
2Vorwort des Herausgebers
3Vorwort des Herausgebers
4Vorwort des Herausgebers
5Vorwort des Herausgebers
6Vorwort des Herausgebers
7Vorwort des Herausgebers
8Vorwort des Herausgebers
9Vorwort des Herausgebers
10Harry Hallers Aufzeichnungen
11Harry Hallers Aufzeichnungen
12Harry Hallers Aufzeichnungen
13Harry Hallers Aufzeichnungen
14Harry Hallers Aufzeichnungen
15Harry Hallers Aufzeichnungen
16Harry Hallers Aufzeichnungen
17Tractat vom Steppenwolf
18Tractat vom Steppenwolf
19Tractat vom Steppenwolf
20Tractat vom Steppenwolf
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Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.03.2009

Heulen, bis der Arzt kommt

Man könnte es sich leichtmachen und behaupten, Hermann Hesses Romane seien Jugendbücher, die man, anfällig für existentielles Pathos und Schwülstigkeit, mit fünfzehn lesen sollte und dann nie wieder. Man könnte diese Bücher einfach aus dem Regal räumen, einigermaßen fassungslos darüber, dass der Mann seinen Literaturnobelpreis unter anderem für den "Steppenwolf" bekommen hat; dass Thomas Mann diesen "Steppenwolf" experimentell so gewagt fand wie André Gides "Falschmünzer" und James Joyce' "Ulysses"; und dass später dann Hippies glaubten, selber "Steppenwolf" spielen zu müssen, wegen der Drogen und der Anklänge fernöstlicher Philosophie, wobei sie die kulturkonservativen Züge des Werks lieber mal übersahen.

Und wenn man das Buch trotzdem wieder in die Hand nimmt, dann eigentlich nur, weil Hesses "Steppenwolf" von 1927 auch ein historischer Text gegen die neue Mobilmachung war, gegen all jene, die nach dem Ende des Weltkriegs, der bei manchen eilig schon der "erste" Weltkrieg hieß, gleich den neuen, "kommenden" Krieg herbeisehnten und meinten, sich militaristisch aufplustern zu müssen.

Was aber macht Hermann Hesse daraus? Bis auf ein paar pazifistische Sätze? Bis auf die beiläufige Diagnose einer "Zeitkrankheit" und "Generationenneurose"? Ein peinliches Künstlerdrama, sonst nichts! Er lässt ein Genie des Leidens, einen Selbst- und Menschenhasser und Moderneverächter namens Harry Haller in unüberbotender Larmoyanz von seinen antibürgerlichen Affekten und seinen sentimentalen kleinbürgerlichen Sehnsüchten erzählen; einen Zerrissenen, der stolz auf seinen Schmerz ist, weil er angeblich Ausdruck seines hohen Ranges ist. Und weil auch Hesse weiß, dass es mit der Kulturkritik so eine Sache ist und er seinen Haller, der der Menschenwelt so fremd ist wie ein Wolf, pessimistisch nicht einfach Mozart gegen Jazz ausspielen lassen kann, Kammermusik gegen Saxophon, alte Gemäuer gegen Lichtreklame, schickt er ihn in eine Schule: In einem "magischen Theater" soll Haller lernen, sich zu enthemmen, sich dem Rausch hinzugeben und über sich selbst zu lachen. Erotisch kriegt er das ganz gut hin, solange die Damen Dirnen sind. Die übrige Rauschangelegenheit bleibt, auch nach Einnahme eines Halluzinogens, bitterernst. Haller verspricht, an sich zu arbeiten.

Dass Hesse - vom oberlehrerhaften Tonfall seines Erzählers sowie der insgesamt entsetzlich didaktischen Note des ganzen Selbsterfahrungstrips einmal abgesehen - nebenbei auch noch meint, dem Leser eine Lektion in Sachen Psychologie erteilen zu müssen, macht es nicht besser: Dass "in Wirklichkeit kein Ich, auch nicht das naivste, eine Einheit, sondern eine höchst vielfältige Welt, ein Chaos von Formen, von Stufen und Zuständen, von Erbschaften und Möglichkeiten" ist, klingt nicht nur heute platt. Es war schon 1927 nicht gerade originell.

So wohnt man einer nicht enden wollenden Therapiesitzung bei, die als Fallgeschichte interessant sein mag, aber nicht als Erzählkunst, und ist der Verzweiflung schon sehr nahe, als im sogenannten "Traktat vom Steppenwolf", einer Broschüre, die Harry Haller wie von Geisterhand zugesteckt wird, mit allem nur erdenklichen Pathos ausgerechnet der "versöhnliche Ausweg in den Humor" angepriesen wird: "Einzig der Humor", liest man da, "die herrliche Erfindung der in ihrer Berufung zum Größten Gehemmten, der beinahe Tragischen, der höchstbegabten Unglücklichen, einzig der Humor (vielleicht die eigenste und genialste Leistung des Menschentums) vollbringt das Unmögliche, überzieht und vereinigt alle Bezirke des Menschenwesens mit den Strahlungen seiner Prismen." Das ist dann wirklich der Gipfel.

Wenn Hesse irgendetwas nicht hatte, dann Humor. Das wusste schon Kurt Tucholsky, der zum fünfzigsten Geburtstag des Schriftstellers einen Text über den "deutschen Menschen" schrieb und ihm darin den "tierischen Ernst einer Kuh, eines Hundes, eines Möbelstücks" attestierte. Hermann Hesses "Steppenwolf" gehört zu den sicher humorlosesten Büchern der Literaturgeschichte. Gerade da, wo es vom Lachen handelt. Und nicht mal das ist ein Witz.

JULIA ENCKE

Hermann Hesse: "Der Steppenwolf". Suhrkamp-Verlag, 230 Seiten, 7 Euro

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"Ein Lehrbuch des Lebens für Jüngere, für Ältere ein Ratgeber zur Reflexion."
n-tv.de 16.12.2015
"Ich lese den Steppenwolf, dies unbarmherzigst und seelenzerwühlendste aller Bekenntnisbücher, düsterer und wilder als Rousseaus Confessions, die grausamste Geburtsfeier, die je ein Dichter selbst zelebrierte."
"Es handelt sich um einen Anarchisten, der voll rasender Wut auf dieses falsch dastehende Dasein Warenhäuser und Kathedralen zerschlagen und der bürgerlichen Weltordung das Gesicht ins Genick drehen möchte. Es handelt sich um einen Revolutionär des Ichs... Der Steppenwolf ist eine Dichtung des gegenbürgerlichen Mutes." (Kurt Pinthus)
"Gradios." -- MAGDEBUGER VOLKSSTIMME

"So lässt sich der Steppenwolf wunderbar (wieder-)entdecken: als Hörspiel, das beispielhaft zeigt, wie man mit diesem Medium Literatur vertont." -- HÖRBÜCHER