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Theodor Fontane
Fontane, TheodorHeinrich Theodor Fontane war ein deutscher Autor und Schriftsteller. Er gilt als wichtiger Vertreter des Realismus. Fontane wurde am 30.12.1819 in Neuruppin geboren und verstarb am 20.09.1898 in Berlin.
Theodor Fontane gilt mit seinen Gesellschaftsromanen als einer der wichtigsten Vertreter des Realismus. Der Sohn eines Apothekers erlernte zunächst den Beruf des Vaters, vertrieb sich aber bereits während seiner Lehre die Zeit lieber mit dem Schreiben.
Kundenbewertungen
In seiner beliebten Reihe „Poesie für Kinder“ hat der Kindermann Verlag die bekannte Ballade „Die Brück‘ am Tay“ herausgebracht. Theodor Fontane behandelt hier den tatsächlichen Brückeneinsturz der Firth-of-Tay-Brücke in Schottland am 28. Dezember 1879, die als Meisterwerk moderner Ingenieurkunst galt. Z...
In seiner beliebten Reihe „Poesie für Kinder“ hat der Kindermann Verlag die bekannte Ballade „Die Brück‘ am Tay“ herausgebracht. Theodor Fontane behandelt hier den tatsächlichen Brückeneinsturz der Firth-of-Tay-Brücke in Schottland am 28. Dezember 1879, die als Meisterwerk moderner Ingenieurkunst galt. Zu Beginn greift Fontane auf Shakespeare zurück und lässt drei Hexen (aus „Macbeth“) auftreten, die sich verabreden, um die Brücke samt Schnellzug einstürzen zu lassen.
Das eigentliche Unglück wird aus der Sicht des Brückenwärterpaares und ihrem Sohn Johnie, dem Lokführer, geschildert. Während das Ehepaar mit Sorge auf die Naturgewalten schaut, hat Johnie den unerschütterlichen Glauben in die Technik: „Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf, die bleiben Sieger in solchem Kampf.“ Doch am Ende triumphieren die Hexen: „Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand.“
Durch die eindrucksvollen und großformatigen Illustrationen von Tobias Krejtschi gewinnt die Ballade an Realität und Dramatik, sodass sie für Kinder verständlich wird und vielleicht auch zu einer Lyrikbegeisterung beiträgt. Im Anhang findet man neben den Kurzbiografien von Theodor Fontane und Tobias Krejtschi auch einige historische Informationen zu dem tatsächlichen Geschehen aus dem Jahre 1879. Fazit: Ein tolles Kinderbuch, das große Literatur für Kinder erschließt.
Cover:
Das Cover ist sehr stilvoll und verweist auf die angesprochene Zeit. Ein Schnellzug im Hintergrund und ein Mann mit einer Taschenuhr im Vordergrund setzten das Ganze in Szene. Besonders ist auch der Rauch, der aus der Lock kommt und einen Totenkopf formt.
Meinung:
Das Buch hat seine ganz eigene Dynamik ...
Cover:
Das Cover ist sehr stilvoll und verweist auf die angesprochene Zeit. Ein Schnellzug im Hintergrund und ein Mann mit einer Taschenuhr im Vordergrund setzten das Ganze in Szene. Besonders ist auch der Rauch, der aus der Lock kommt und einen Totenkopf formt.
Meinung:
Das Buch hat seine ganz eigene Dynamik und Dramatik und setzt einen Klassiker der Poesie von Theodor Fontane neu und kinderecht um, so dass hier Kinder bereits an solche Weltliteratur herangeführt werden. Die klassischen Verse werden mit ausdrucksstarker Bebilderung unterstützt und in neues Licht gerückt. Die Literatur bekommt hier ein neues Gewand und teils auch recht dramatisch, wird hier die Stimmung und Atmosphäre der Verse bildlich, wie textlich gut umgesetzt.
Inhaltlich werde ich hier nicht weiter drauf eingehen, da dieser Klassiker vermutlich den meisten bereits bekannt ist, und ansonsten würde ich empfehlen, dies hier nachzuholen.
Die Erzählung beruht auf den Ereignissen vom 28.12.1879. Dort stürzte die Firth-of-Tay-Brücke während eines Orkans bei der Überfahrt eines Zuges ein. Die Brücke war zu schwach konstruiert, stürzte ein und forderte dabei 75 Todesopfern. Diese Tragik wurde in dem Werk von Theodor Fontane eingebaut und dieser Klassiker hier in Text und Bild sehr ausdrucksstark umgesetzt.
Das Text- Bildverhältnis wurde gut umgesetzt. Die Stimmung der Poesie gut erfasst und aufgegriffen. Poesie wird hier bereits den Jüngeren nahe gebracht, aber auch für Erwachsene ist dieses Buch toll geeignet und jedem, der sich gern mit Klassikern und Poesie befasst. Eine tragische Ballade die packt und bewegt.
Auch die optische Umsetzung ist sehr gut gelungen. Die Illustrationen sprechen für sich und setzten die verschiednen Strophen sehr gut um und veranschaulichen dies bildlich.
Ich finde es toll, wie hier Klassiker optisch und verständlich gut in Szene gesetzt werden und einem so die Poesie nahe gebracht wird. Richtig gut gelungen.
Fazit:
Das Buch hat seine ganz eigene Dynamik und Dramatik und setzt einen Klassiker der Poesie von Theodor Fontane neu und kinderecht um.
In der Reihe “Poesie für Kinder” ist nach “John Maynard” mit “Die Brück’ am Tay” nun eine weitere Ballade von Theodor Fontane mit Illustrationen von Tobias Krejtschi erschienen.
Mit Theodor Fontane verbinde ich zwar in erster Linie die Ballade um “John Maynard”, die ich ein stückweit mehr liebe ...
In der Reihe “Poesie für Kinder” ist nach “John Maynard” mit “Die Brück’ am Tay” nun eine weitere Ballade von Theodor Fontane mit Illustrationen von Tobias Krejtschi erschienen.
Mit Theodor Fontane verbinde ich zwar in erster Linie die Ballade um “John Maynard”, die ich ein stückweit mehr liebe als andere Werke von ihm, nichts desto trotz ist “Die Brück’ am Tay” ein ebenso tolles und beeindruckendes Werk.
Zudem ist es immer noch aktuell, obwohl es bereits 1880 erschienen ist. Der Kampf zwischen Natur und Technik ist jedoch immerwährend und gerade im Jahr 2020 ist dies wieder sehr in unser Bewusstsein gedrungen, angesichts einer weltweiten Pandemie, die unser aller Leben im Griff hat.
Dass der Mensch und seine Technik nur Spielfiguren für die Gewalten der Natur sind, auch wenn er sich oftmals als Bezwinger derer ansieht, veranschaulicht Fontane mit einer Anlehnung an das Werk William Shakespeares. Denn keine geringeren als die drei Hexen aus dessen Stück “Macbeth” treffen sich in “Die Brück’ am Tay” an einem Kessel, in dessen Gebräu sie das traurige Schicksal der Passagiere heraufbeschwören, die am 28. Dezember 1879 mit dem Schnellzug von Edinburgh nach Dundee in den nachtschwarzen Schlund der dunklen See und damit in den Tod gerissen wurden. Die drei Hexen symbolisieren die Naturgewalten Wasser, Luft und Feuer.
Angesichts der düsteren und schwermütigen Thematik hat Tobias Krejtschi gedeckte Farben für seine Illustrationen gewählt. Meines Erachtens passt diese Art von Farben am besten zu seinen Illustrationen, die oftmals sehr kantig und ein stückweit stilisiert daherkommen.
Je tiefer man in seine Bilder eintaucht, desto mehr Einzelheiten und Anspielungen wird man gewahr. Sehr gut gefällt mir beispielsweise das Deckblatt zu Beginn des Buches, auf dem man eine im Wasser herabsinkende Taschenuhr neben einem Fisch sieht – ein weiteres Stück Technik, welches von der Natur verschlungen wird – oder die Masken und Gewänder der Hexen mit ihren zahlreichen und etwas gruseligen Details, die auf ihr eigentliches Wesen – Wasser, Luft und Feuer – hinweisen.
Als besonders bedrückend innerhalb Fontanes Ballade empfand ich immer die Stelle als einer der Reisenden seiner Begleitung davon erzählt, wie beschwerlich das Überqueren der See früher im Schifferboot war, kurz bevor der Schnellzug von der hochgelobten und nun einbrechenden Brücke in der tiefdunklen See verschwindet.
Tobias Krejtschi hat diesen Twist innerhalb weniger Textzeilen kongenial mit seinen Illustrationen aufgegriffen. Sieht man auf der einen Doppelseite die beiden Reisenden noch gemeinsam mit ihrem Hund bei einem gemütlichen Plausch im komfortablen Zugabteil sitzen, ist die nächste Seite bis auf den Dampf der Lok und die erleuchteten Zugfenster fast schwarz.
'Und unser Stolz ist unsre Brück’;
ich lache, denk’ ich an früher zurück,
an all den Jammer und all die Not
mit dem elend alten Schifferboot;…'
Im Anhang lässt sich die Ballade auf einer Doppelseite am Stück nachlesen.
Auf der Folgeseite finden sich kurze Lebensläufe von Theodor Fontane und Tobias Krejtschi.
“Poesie für Kinder” ist eine wundervolle Reihe, sei es um (Kindheits)Erinnerungen aufleben zu lassen, Klassiker seinen Kindern und Enkeln näher zu bringen, oder schöne Texte in Verbindung mit nicht minder schönen und immer passend zum Inhalt ausgewählten Illustrationen zu genießen, die den Klassikern noch mehr Tiefe verleihen, als sie sowieso von Haus aus mitbringen.
Fontane im handlichen Kleinformat
In der aktuellen „to-go-Reihe“ präsentiert die Eulenspiegel Verlagsgruppe kleine, wenige Seiten zählende Wissensschätze im handlichen Format von etwa 10 x 15 cm. Diese kleinen Reisebegleiter beinhalten Zitate und Auszüge aus Werken bekannter Persönlichkeiten, wie beispielsw...
Fontane im handlichen Kleinformat
In der aktuellen „to-go-Reihe“ präsentiert die Eulenspiegel Verlagsgruppe kleine, wenige Seiten zählende Wissensschätze im handlichen Format von etwa 10 x 15 cm. Diese kleinen Reisebegleiter beinhalten Zitate und Auszüge aus Werken bekannter Persönlichkeiten, wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Sigmund Freud, Martin Luther, Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Karl Marx, Kurt Tucholsky, Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, Alexander von Humboldt, Ernesto Che Guevara, Bertolt Brecht, Willy Brandt, Heinrich Heine – und Theodor Fontane.
Das vorliegende Buch erhielt den treffenden Untertitel „Heitere Worte von Theodor Fontane“ und bietet dem interessierten Leser eine Fülle von Zitaten, Gedichten, Auszüge aus Reiseberichten der Wanderungen durch die Mark Brandenburg sowie aus seinem Roman Effi Briest und auch aus Fontanes schriftlicher Korrespondenz. Man liest Passagen aus Briefen, die unter anderem an Emilie Fontane, Fontanes Tochter Mete, Frau Jenny Treibel, Bernhard von Lepel, Paul Heyse, Karl Bleibtreu, Georg Friedlaender sowie viele weitere Personen gerichtet sind.
Zwar wurde der Inhalt vorwiegend in sehr kleinen Lettern dargestellt, viele einseitige und in Großdruck abgebildete Aussagen des Dichters sorgen jedoch für eine gefällige Abwechslung. Zu jedem Zitat und zu jedem aus einem Werk oder aus einem Briefwechsel stammenden Auszug wurde die Quelle bzw. der entsprechenden Namen der Korrespondenzpartner genannt. Die optische Aufmachung dieses Buches hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sämtliche Ausgaben der „to-go-Reihe“ weisen eine einheitliche Gestaltung des Covers auf, wobei auf jeweils einem einfärbigen Hintergrund ein Portrait sowie der Nachname des Autors in sehr großen Lettern abgebildet wurde. Ein kleiner roter Stempel mit den Worten „to go“ vervollständigt das ansprechende Gesamtbild. Ich bedauerte es lediglich, keinen Auszug aus dem Lebenslauf oder eine kleine Lebensbeschreibung zum Autor in diesem Buch gefunden zu haben.
Fazit: „Fontane to go“ stellt sowohl für Einsteiger, als auch für Menschen, die Fontanes Werke bereits kennen und schätzen, einen praktischen Begleiter dar, der bequem auch in kleinen Handtaschen Platz findet. Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin, doch seine Gedanken zu den Themen Familie, Ehe, Glück und vielen anderen Dingen, die Menschen beschäftigen, sind nach wie vor aktuell.
„Fontane to go“ hat mir sehr gut gefallen und wird auch meine eigene Korrespondenz zukünftig bereichern – bestimmte Zitate und Auszüge bieten sich perfekt für die Verwendung in handgeschriebenen Glückwunschkarten an.
Was haben Fontane, Freud, Goethe, Marx, Heine, Humboldt, Willy Brandt und Martin Luther gemeinsam? Die Antwort fällt jenem leicht, der die Reihe "to go" des Eulenspiegelverlages kennt. Von allen und noch viel mehr bekannten Persönlichkeiten sind Zitate in diesen kleinen Büchlein zusammengefasst.
Das hier re...
Was haben Fontane, Freud, Goethe, Marx, Heine, Humboldt, Willy Brandt und Martin Luther gemeinsam? Die Antwort fällt jenem leicht, der die Reihe "to go" des Eulenspiegelverlages kennt. Von allen und noch viel mehr bekannten Persönlichkeiten sind Zitate in diesen kleinen Büchlein zusammengefasst.
Das hier rezensierte Büchlein befasst sich nun mit einem meiner Lieblingsdichter, nämlich mit Theodor Fontane.
So manches Zitat von dem bekannten Schriftsteller Theodor Fontane ist bereits sprichwörtlich geworden, ich erinnere nur an Briests "Das ist ein weites Feld!" Und in seinen Schriften findet man zu jedem Thema des Lebens wahre Schätze. Die vielleicht bedeutendsten sind in dieser kleinen Zitatensammlung zusammengestellt.
Dabei ist nicht nur die Auswahl dieser Zitate sehr abwechslungsreich, sondern auch die optische Darbietung. Während die Zitate aus seinen Romanen, Tagebüchern, Gedichten und vielen Briefen stammen, sind auch die Schriften mal klein, mal groß geschrieben und einzelne Worte wurden dick gedruckt hervorgehoben.
Auch ein kleiner Fragebogen, den Theodor Fontane am 10. 3. 1891 ausfüllte gehört zu diesem Büchlein. Ein wenig schade finde ich nur, dass nicht auch ein kleiner Lebenslauf und seine wichtigsten Werke in dem Buch abgedruckt sind. Das wäre vor allem für jene interessant, die mehr zufällig dieses Büchlein lesen, weil es eben zu dieser Reihe gehört. Aber das ist das einzige Manko. Darum bewerte ich dieses Buch mit sehr guten 4,5 von 5 Sternen. Ich lege es allen Zitatliebhabern ans Herz, allen die Theodor Fontanes mögen oder näher kennen lernen wollen und allen die einen kleinen Überblick haben möchten. Das Büchlein regt dazu an, sich danach auch näher mit dem großen Dichterfürsten zu befassen.
Die Textsammlung von Theodor Fontane bietet viel Abwechslung. Neben Zitaten aus seinen Romanen und Reiseberichten kommen seine Gedichte und vor allem Auszüge aus Briefen an Familie und Freunde zur Geltung. Der Untertitel „Heitere Worte von Theodor Fontane“ ist sehr treffend.
Die Gestaltung ist nicht langweilig...
Die Textsammlung von Theodor Fontane bietet viel Abwechslung. Neben Zitaten aus seinen Romanen und Reiseberichten kommen seine Gedichte und vor allem Auszüge aus Briefen an Familie und Freunde zur Geltung. Der Untertitel „Heitere Worte von Theodor Fontane“ ist sehr treffend.
Die Gestaltung ist nicht langweilig, sondern durch Wechsel von Groß- und Kleinschreibung sowie Änderung der Buchstabengröße sehr abwechslungsreich. Gefallen hat mir auch, dass vermerkt wird, aus welchen Texten das Zitat stammt oder an wen der Brief adressiert war.
Seine Ansichten und Gedanken sind auch heute durchaus noch aktuell und regen zum Nachdenken an.
Diese Zitatensammlung eignet sich sowohl für Leser, die Fontane kennen lernen möchten als auch für Kenner seiner Texte, die eine Übersicht der schönsten Textstellen zu schätzen wissen. Mich hat sie dazu inspiriert, mal wieder ein Buch von Theodor Fontane zu lesen.
Die „to go“-Reihe der Eulenspiegel Verlagsgruppe war mir bisher nicht bekannt, aber die Übersicht am Ende des Buches lädt zum weiteren Schmökern ein.