Katja Früh
Hörbuch-Download MP3
Vielleicht ist die Liebe so (MP3-Download)
Ungekürzte Lesung. 457 Min.
Sprecher: Bommer, Vera
Erscheint vorauss. 21. Januar 2026
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»Der Termin ist am 18. Februar um vier. Trag dir das ein!«, sagt Anjas Mutter und schlürft genüsslich ihre Won-Ton-Suppe. Sie meint damit weder Friseur noch Zahnarzt, sondern ihr eigenes Ableben. Anja, Anfang vierzig, früher Schauspielerin, nun Barkeeperin, wirft diese Ankündigung aus der so oder so ungeraden Bahn, auch wenn das Verhältnis zu ihrer eigenwilligen Mutter schon immer kompliziert war und sie unentwegt um Abstand und ihr eigenes Leben und Lieben ringt. Und außerdem: Was soll denn nur aus Mamas Hund werden?
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Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978, fürs Theater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die über 10 Jahre laufende Serie ›Lüthi und Blanc‹) und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie eine regelmäßige Kolumne für ›Das Magazin‹ des Tages-Anzeiger. ›Vielleicht ist die Liebe so‹ ist ihr erster Roman.
Produktdetails
- Verlag: Diogenes Verlag
- Erscheinungstermin: 21. Januar 2026
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783257696257
- Artikelnr.: 75383965
eBook, ePUB
Selbstbestimmtheit
Die Mutter ist dominant, manipulierend, egomanisch, narzisstisch. Nun will sie auch noch im Rahmen ihrer Selbstbestimmtheit ihren Todeszeitpunkt festlegen, bevor sie alt, dement oder pflegebedürftig wird. Ihre Tochter Anja, Mitte vierzig, ist entsetzt darüber, dass …
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Selbstbestimmtheit
Die Mutter ist dominant, manipulierend, egomanisch, narzisstisch. Nun will sie auch noch im Rahmen ihrer Selbstbestimmtheit ihren Todeszeitpunkt festlegen, bevor sie alt, dement oder pflegebedürftig wird. Ihre Tochter Anja, Mitte vierzig, ist entsetzt darüber, dass sie dabei sein soll beim geplanten Suizid, der von den Behörden genehmigt worden ist.
Katja Früh zeichnet eine von Schwierigkeiten und Unverständnis geprägte Mutter-Tochter-Beziehung, die vor allem Anja sehr belastet und in ihrem Leben einschränkt. Die Selbstbestimmtheit scheint von der Mutter allein gepachtet zu sein, das Kind muss deren Vorstellungen entsprechen, um den mütterlichen Stolz zu befriedigen. Wie es der Mutter selbst dabei geht, ob sie tatsächlich so unangenehm ist, wie hier dargestellt, bleibt offen, denn erzählt wird aus Anjas Blickwinkel in der Ich-Form. Dabei bekommt man als Leser ihre Ängste und Sorgen hautnah mit, dennoch bewahrt die Autorin einen ausreichend distanzierten Schreibstil, sodass die Geschichte nicht abgleitet in schwülstige Gefühlsausbrüche. Besonders skurril ist Mutters letzter Wunsch an ihre Tochter, gut gelöst von Anja im Hinblick auf ihre Zukunft, welche am Ende des Buches nur kurz, aber dennoch sehr zufriedenstellend angerissen wird.
Ein Roman über Mütter und Töchter, über Selbstbestimmtheit und ihre Grenzen, über den geplanten Todeszeitpunkt und den Umgang der Zurückbleibenden mit diesem Termin. Eine Thematik, die mich selbst auch schon so manches Mal beschäftigt hat und die hier auf interessante Weise in eine durchaus realistische Handlung eingebettet wird. Leseempfehlung!
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Mama! Jetzt reicht es aber!
Katja Früh war bisher als Schweizer Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin bekannt, jetzt ist sie auch Schriftstellerin geworden. Sie ist nur ein Jahr älter als ich und hat mit „Vielleicht ist die Liebe so“ doch recht spät ihr …
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Mama! Jetzt reicht es aber!
Katja Früh war bisher als Schweizer Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin bekannt, jetzt ist sie auch Schriftstellerin geworden. Sie ist nur ein Jahr älter als ich und hat mit „Vielleicht ist die Liebe so“ doch recht spät ihr Erstlingswerk vorgelegt. Sie erzählt die tragikomische Geschichte von Anja und ihrer Mutter in der Ich-Form, so dass sich beim Lesen schnell eine geradezu persönliche Nähe aufbaut. Anja ist Mitte 40, war einmal Schauspielerin und arbeitet nun in einer Bar. Das Verhältnis zu ihrer dominanten Mutter ist „mittelprächtig“, am besten immer dann, wenn sie ihrer Mutter zustimmt. Mutter-Tochter-Verhältnisse sind nicht selten sehr emotional und nervenaufreibend, was aber Anja widerfährt, das ist schon recht ungewöhnlich. Die von mir gewählte Überschrift ist ein Zitat aus dem Kapitel 44.
Ihre Mutter teilt Anja bei einem gemeinsamen Essen lakonisch mit, dass sie gedenkt, am 18. Februar um 16 Uhr Suizid zu begehen, begleitet natürlich von Ärztin und Anwalt. Alles sei entschieden, da gibt es nichts mehr zu diskutieren. Sagt die Mutter. Anja ist dermaßen schockiert, dass ihr eigenes Gleichgewicht von dieser Minute an noch gestörter ist, als es das schon vorher war. Sie ist in psychiatrischer Behandlung, nimmt Medikamente gegen Schlaflosigkeit, Depressionen und Angstzustände. Nun kämpft sie nicht nur gegen all diese Beschwerden, sie versucht auch die Panik zu beherrschen vor jenem ominösen Datum. Als sie erkennt, dass sie die Mutter nicht umstimmen kann, beruhigt sie sich etwas und ist auch zu kleinen Hilfsdiensten bereits. Nur der von der Mutter geforderte Tod des Hündchens Anton geht ihr nicht so leicht von der Hand. Sie sucht sich Hilfe an der unsichersten Stelle ihres Lebens, bei ihrem Ex-Lover und Immer-noch-Freund Carlos. Freiwillige moralische Unterstützung erfährt sie eher in der Bar, von Stammgästen wie vom Personal. Aber erst Nelly, die engste und langjährigste Freundin der Mutter, kann ihr etwas Trost und Ruhe spenden.
Anja ist geplagt von Schuldgefühlen, nicht nur in Hinsicht auf ihre Mutter, sondern auch auf ihren Vater, der viel zu früh und als Alkoholiker verstarb. Die Mutter übergeht jegliches Bemühen von Anja, sich über alles, was sie bedrückt, auszusprechen. Später wird sie in Benjamin, dem Sohn von Nelly, endlich jemanden finden, der länger als zehn Minuten zuhört. Mehr zum Inhalt will ich nicht preisgeben. Es geht noch recht abwechslungsreich zu, das kann ich verraten.
In Anja kann ich mich an mancher Stelle sehr gut hineinversetzen, gerade die Auseinandersetzung mit dem (geplanten) Suizid eines geliebten Menschen ist höchst emotional. Es ist eine Tatsache, dass man so manchem, der es versucht hat und gegen seinen Willen gerettet wurde, sehr gegönnt hätte, friedlich zu sterben. Bei Anja ist das Gegenteil der Fall, ihre Mutter ist nicht sterbenskrank oder dement, sie will es nur nicht erleben. Dieser exzessive Hang zur Selbstbestimmung ist ungewöhnlich, aber ich kann ihn nachvollziehen. Da Anjas Mutter offensichtlich zu Exzentrik neigt, war der Satz „Ich liege im Sarg und will dabei nicht aussehen wie eine Hausfrau aus Buxtehude.“ tatsächlich so etwas von befreiend, ich konnte mir diese Frau vorstellen wie eine Filmdiva, schick, mit Zigarettenspitze und langem Kleid, immer auf Aufmerksamkeit bedacht. Und musste doch lachen. Da wollte sie wohl am Ende nichts dem Zufall überlassen. Wie ihr das gelingt, ist köstlich zu lesen und traurig zugleich.
Anja wird ein ganzes Buch lang als eine nicht mehr ganz junge Frau mit fürchterlichen Minderwertigkeitskomplexen gezeichnet. Aber die Formulierung „… und ich fühlte mich gemeint …“, die hätte sich die Autorin gern sparen können. Diese Talk-Show-Attitüde ist doch sehr abgedroschen. Viele Mal kommt in der einen oder anderen Form zum Ausdruck, dass, wenn sie, Anja, anders wäre, wäre alles gut. Aber so einfach ist es nicht. Auch das ständige Wiederholen, dass sie sich bei Nelly immer viel wohler und willkommener als bei ihrer Mutter gefühlt hat, ging mir etwas auf die Nerven. Hier hätte das Lektorat ab und an noch kürzen können, um den notwendigen Spannungsbogen nicht so zu überdehnen.
Ich habe das E-Book gelesen, kann deshalb zur Typografie nichts schreiben. Das Cover ist ansprechend, der Orange-Ton des kleinen Schmuckkissens hat eine beruhigende Wirkung, man muss nicht gleich aufs Schlimmste gefasst sein, wenn man zu diesem Buch greift. Und doch ist da eine Leerstelle, es fehlt eine Perle zur Symmetrie. Vielleicht ist die Liebe so.
Fazit: Ein Roman, der eine Geschichte erzählt, die so oder ähnlich überall passieren könnte. Dem Thema betreuter Suizid wird ein wenig der Mantel des Schreckens genommen. Lesenswert, aber ein bisschen langgezogen.
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Angst vor dem hohen Alter
Emphatielos erklärt Anjas Mutter ihrer Tochter, dass sie sich am 18. Februar um 4 Uhr das Leben nehmen wird. Eine Sterbehilfeorganisation wird sie dabei unterstützen und auch Anja soll anwesend sein.
Das Verhältnis zwischen Anja und ihrer …
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Angst vor dem hohen Alter
Emphatielos erklärt Anjas Mutter ihrer Tochter, dass sie sich am 18. Februar um 4 Uhr das Leben nehmen wird. Eine Sterbehilfeorganisation wird sie dabei unterstützen und auch Anja soll anwesend sein.
Das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter war nie einfach, aber diese Mitteilung trifft Anja sehr. Sie versucht alles, um ihrer Mutter den freiwilligen Tod auszureden, doch keine Chance. Im Gegenteil ihre Mutter bittet sie, ihr bei der Erledigung einiger Dinge zu helfen.
Anja kann es nicht fassen. Sie benötigt eh schon therapeutische Hilfe, um ihr Leben zu bewältigen und der Entschluss ihrer Mutter bringt sie restlich durcheinander. In den verbleibenden Tagen versucht Anja ihrer Mutter näher zu kommen, aber es scheint unmöglich zu sein.
Dieses Buch stellt die Frage in den Raum, ob es möglich sein soll seinen Todestag selbst zu bestimmen, weil man Angst hat, dem Tod nicht würdevoll zu erleben, wenn man es dem Zufall überlässt.
Ein mutiges Buch, das ein Thema aufgreift über das selten gesprochen wird.
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Gebundenes Buch
Meine Meinung
Nein, so ist die Liebe nicht!
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, das Buch muss ich lesen. Das hat man schließlich nicht alle Tage, dass eine Mutter ihrer Tochter beim gemeinsamen Mittagessen den genauen Zeitpunkt ihres …
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Meine Meinung
Nein, so ist die Liebe nicht!
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, das Buch muss ich lesen. Das hat man schließlich nicht alle Tage, dass eine Mutter ihrer Tochter beim gemeinsamen Mittagessen den genauen Zeitpunkt ihres Ablebens nennt. Der Schreibstil liest sich wie Butter und ich war sofort mitten im Geschehen.
Anja ist Anfang vierzig und kommt mit ihrer dominanten Mutter nicht klar. Die Schauspielerei hat sie an den Nagel gehängt und kellnert leidenschaftlich gerne in einer Bar. Ihre Mutter interessieren die Gründe für diese Entscheidung nicht. Sie gibt stets ihrer Tochter an allem Schuld.
Anja ringt um Liebe und ein selbstbestimmtes Leben; packt aber leider vieles falsch an. Jetzt soll sie auch noch anwesend sein, wenn ihre Mutter den genehmigten Suizid begeht.
Der sympathischen, gutherzigen Frau bleibt wirklich nichts erspart. Muss sie wirklich mit dabei sein, wenn die Mutter ihren kerngesunden Hund einschläfern lässt? Da war ich ehrlich gesagt richtig glücklich darüber, dass die Tierärztin diesen Auftrag verweigert hat. Anja musste ihrer Mutter versprechen, dass sie einen Tierarzt findet, der den Hund einschläfert. Natürlich hatte Anja eine bessere Lösung und versteckte den süßen Vierbeiner bei einem Freund.
Die Geschichte spielt in Zürich. In der Schweiz darf man, nach genauen Überprüfungen, sein Leben selbst beenden. Das Thema selbstbestimmtes Leben und Sterben nimmt eine große Rolle in dem Geschehen ein und bietet Zündstoff für Diskussionen.
Anjas Mutter möchte ihr Leben beenden, bevor sie krank und dement ist und nicht auf Pflege angewiesen sein. Anja fühlt sich in Gegenwart ihrer Mutter klein und unbedeutend. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie beleidigend diese sich ihr gegenüber verhält.
Mir hat diese Mutter schier den Atem geraubt; ob der vielen Gemeinheiten ihrer eigenen Tochter gegenüber. Die gesamte Aufmerksamkeit der attraktiven Witwe galt früher ihrem Mann, einem berühmten Dirigenten. Die Tochter war von jeher eine Randfigur.
Der Mutter und Tochterkonflikt sitzt tief und wirkt unlösbar. Glück und ein Gefühl von Geborgenheit empfindet Anja ausschließlich bei ihrem Chef und den Kunden in der Bar, die zum Teil richtige Freunde geworden sind. Sie fühlt sich dort getragen und darf sie selbst sein. Die Wertschätzung stärkt sie für alles, was noch kommen wird. Ihr dürft mir glauben, es kommt noch sehr, sehr viel.
Fazit
Echte Freunde sind Retter in der Not. Die waren für Anja eine große Notwendigkeit; denn, wer so eine Mutter hat, braucht keine Feinde mehr.
Ob sich die Mutter tatsächlich das Leben genommen hat? Ich empfehle euch, das selbst zu erkunden.
Von mir eine klare Empfehlung. Der Inhalt hält, was der Klappentext verspricht.
Herzlichen Dank, Katja Früh. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.
Ein Dankeschön an den Diogenes Verlag. Das war wieder mal ein literarisches Sahneschnittchen.
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eBook, ePUB
Zum Inhalt:
Wie reagierst du, wenn deine Mutter dir mitteilt, wann genau sie sterben wird? Genau das passiert Anja. Die Anfang vierzigjährige Tochter Anja wirft diese Mitteilung völlig aus der Bahn. Zwar war ihre Beziehung eh immer schwierig, aber das ist schon eine andere Nummer.
Meine …
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Zum Inhalt:
Wie reagierst du, wenn deine Mutter dir mitteilt, wann genau sie sterben wird? Genau das passiert Anja. Die Anfang vierzigjährige Tochter Anja wirft diese Mitteilung völlig aus der Bahn. Zwar war ihre Beziehung eh immer schwierig, aber das ist schon eine andere Nummer.
Meine Meinung:
Die Beziehung von Mutter und Tochter ist schwierig und eigentlich hat Anja schon genug mit ihrer eigenen psychischen Gesundheit zu tun und nun auch noch das. Die Mutter lässt sich auch nicht wirklich umstimmen, so dass Anja nun doch bereot ist, das ein oder andere für sie zu tun.. Dieses Bemühen hat natürlich auch damit zu tun, dass Anja schon immer um Anerkennung gekämpft und nur wenig bekommen hat. Das werden sie viele Kinder kennen, deshalb fand ich gerade das auch besonders berührend. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und wenn man bedenkt, dass dieses Buch ein Erstlingswerk ist, noch beeindruckender. Das Buch hat mir gefallen, hat mich nachdenklich gemacht und auch berührt.
Fazit:
Berührende Geschichte
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