Alba de Céspedes
Gebundenes Buch
Was vor uns liegt
Roman Acht junge Frauen träumen in Rom von Selbstbestimmung Sie sind eine Gemeinschaft - doch jede verbirgt ein Geheimnis
Übersetzung: Hansen, Esther
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Der zensierte Roman, der zum internationalen Bestseller wurdeAcht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom. Sie sehnen sich nach einem freien, selbstbestimmten Leben, haben Träume, die über die enge Welt von Heim und Herd weit hinausreichen. Unter den strengen Augen der Nonnen bilden sie rasch eine enge Gruppe von Freundinnen, in der sie ihre Sehnsüchte und Hoffnungen für die Zukunft miteinander teilen. Doch so nah sie sich sind, hat doch jede ihre Geheimnisse - ein Kind aus einer frühen Liebesbeziehung, fehlgeschlagene künstlerische Ambitionen, heftige Leidenscha...
Der zensierte Roman, der zum internationalen Bestseller wurde
Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom. Sie sehnen sich nach einem freien, selbstbestimmten Leben, haben Träume, die über die enge Welt von Heim und Herd weit hinausreichen. Unter den strengen Augen der Nonnen bilden sie rasch eine enge Gruppe von Freundinnen, in der sie ihre Sehnsüchte und Hoffnungen für die Zukunft miteinander teilen. Doch so nah sie sich sind, hat doch jede ihre Geheimnisse - ein Kind aus einer frühen Liebesbeziehung, fehlgeschlagene künstlerische Ambitionen, heftige Leidenschaften und kleinliche Eifersüchte. Die Monate vergehen, und eine jede von ihnen folgt ihrer eigenen Vision von Freiheit. Und doch ahnen sie nicht, was vor ihnen liegt.
Zum Zeitpunkt seiner Publikation 1938 erlebte Alba de Céspedes' grandioser Debütroman sofortige Zensur durch die faschistischen Behörden unter Mussolini. Was vor uns liegt, ein virtuoses Gruppenporträt und eine radikal neue Darstellung moderner Frauenleben, erscheint nun in einer schillernden Neuübersetzung.
Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom. Sie sehnen sich nach einem freien, selbstbestimmten Leben, haben Träume, die über die enge Welt von Heim und Herd weit hinausreichen. Unter den strengen Augen der Nonnen bilden sie rasch eine enge Gruppe von Freundinnen, in der sie ihre Sehnsüchte und Hoffnungen für die Zukunft miteinander teilen. Doch so nah sie sich sind, hat doch jede ihre Geheimnisse - ein Kind aus einer frühen Liebesbeziehung, fehlgeschlagene künstlerische Ambitionen, heftige Leidenschaften und kleinliche Eifersüchte. Die Monate vergehen, und eine jede von ihnen folgt ihrer eigenen Vision von Freiheit. Und doch ahnen sie nicht, was vor ihnen liegt.
Zum Zeitpunkt seiner Publikation 1938 erlebte Alba de Céspedes' grandioser Debütroman sofortige Zensur durch die faschistischen Behörden unter Mussolini. Was vor uns liegt, ein virtuoses Gruppenporträt und eine radikal neue Darstellung moderner Frauenleben, erscheint nun in einer schillernden Neuübersetzung.
Alba de Céspedes wurde 1911 in Rom geboren, als Tochter eines kubanischen Vaters und einer italienischen Mutter. Während des Krieges war de Céspedes im aktiven Widerstand und wurde zweimal inhaftiert. Später arbeitete sie als Radio- und Fernsehjournalistin, schrieb Prosa, Lyrik und fürs Theater. De Céspedes starb 1997 in Paris. Ihre Romane erleben derzeit eine internationale Wiederentdeckung. Esther Hansen lebt als literarische Übersetzerin in Köln. Sie übertrug unter anderen Daria Bignardi, Francesca Melandri, Goliarda Sapienza und Carmine Abate aus dem Italienischen ins Deutsche. 2008 wurde sie mit dem Förderpreis des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises ausgezeichnet.
Produktdetails
- Verlag: Insel Verlag
- Originaltitel: Nessuno torna indietro
- Seitenzahl: 380
- Erscheinungstermin: 19. November 2025
- Deutsch
- Abmessung: 207mm x 134mm x 37mm
- Gewicht: 484g
- ISBN-13: 9783458645542
- ISBN-10: 3458645543
- Artikelnr.: 73743043
Herstellerkennzeichnung
Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
info@suhrkamp.de
»Virtuos verknüpft de Céspedes die Handlungsfäden, schreibt ihren Figuren muntere Dialoge auf den Leib, wechselt die Schauplätze, schlüpft abwechselnd in das Innere der jungen Frauen hinein und entwirft eine große Bandbreite weiblicher Empfindungen und Reaktionsmuster. ... Ein ebenso schwungvoller wie facettenreicher Gesellschaftsroman.« Maike Albath Deutschlandfunk 20251211
Alba de Céspedes entwirft in „Was vor uns liegt“ ein Gruppenporträt junger Frauen im Rom des Jahres 1934, das aber immer noch aktuelle Themen betrifft. Acht Studentinnen und Freundinnen leben gemeinsam im Grimaldi-Konvikt, bewacht von Nonnen und umgeben von gesellschaftlichen …
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Alba de Céspedes entwirft in „Was vor uns liegt“ ein Gruppenporträt junger Frauen im Rom des Jahres 1934, das aber immer noch aktuelle Themen betrifft. Acht Studentinnen und Freundinnen leben gemeinsam im Grimaldi-Konvikt, bewacht von Nonnen und umgeben von gesellschaftlichen Erwartungen, die ihre Zukunft eng abstecken. Doch trotz der Regeln des Konvikts erleben sie, was Freiheit und Selbstbestimmung bedeuten könnte und suchen jede ihren eigenen Weg.
Besonders gelungen fand ich die Art, wie de Céspedes die individuellen Geheimnisse der Figuren miteinander verwebt: unerfüllte Ambitionen, verborgene Leidenschaften, komplizierte Liebesgeschichten oder familiäre Lasten. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl an Stimmen weiblicher Lebensrealitäten, die für mich nur am Anfang des Romans aufgrund der vielen Figuren etwas unübersichtlich waren. Danach habe ich schnell in die miteinander verknüpften Geschichten hineingefunden und konnte den Roman sehr flüssig lesen. Mit jeder Figur habe ich mitgefiebert, da jede wieder eine neue Facette von weiblicher Suche nach Selbstbestimmung zeigt, ohne diese zu bewerten. Deshalb kam mir der Roman sowohl vom Stil als auch vom Inhalt her erstaunlich aktuell vor. Das liegt bestimmt auch an der gelungenen Übersetzung von Esther Hansen.
„Was vor uns liegt“ ist damit ein lohnenswertes, zeitloses Buch über Freundschaft, Erwartungen und den Mut zur eigenen Wahrheit, das wieder zeigt, wie aktuell Literatur aus den 1930er Jahren sein kann. Eine tolle Neuentdeckung!
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Acht Frauen
Dieser Roman war das Debüt von Alba de Céspedes, wurde aber 1938 nach seinem Erscheinen umgehend zensiert.
Es geht um acht junge Frauen, Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina, die 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom leben. Jede von ihnen hat …
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Acht Frauen
Dieser Roman war das Debüt von Alba de Céspedes, wurde aber 1938 nach seinem Erscheinen umgehend zensiert.
Es geht um acht junge Frauen, Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina, die 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom leben. Jede von ihnen hat Zukunftsträume und Geheimnisse. Ihre Wünsche und Ziele passen ebenso gut in die heutige Zeit wie in die 1930er Jahre. Die Frauen wollen Unabhängigkeit und ihre Freiheit. Sie rebellieren und lassen sich den Ordensschwestern gegenüber nicht den Mund verbieten.
Ich fand den Einblick in das Leben von vor 100 Jahren ausgesprochen interessant, habe mir aber oft mehr Tiefe gewünscht. Das Leben ist nicht immer gradlinig und da ein Großteil dessen noch vor den Protagonistinnen liegt, bleibt am Ende ihre Zukunft offen. Mir hätte an dieser Stelle ein Blick in diese gut gefallen. Dennoch habe ich Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina gerne ein Stück durch ihr Leben begleitet, da anhand der Protagonistinnen deutlich wird wie vielschichtig und unterschiedlich Emanzipation aussehen kann.
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Rom, 1934. Das Grimaldi ist eine Art Wohnheim für junge Studentinnen, das von einem Kloster betrieben wird. Die acht im Fokus des Buches stehenden jungen Frauen befinden sich alle in dem Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen des jeweiligen Studiums, den Erwartungen, die sie selbst und ihre …
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Rom, 1934. Das Grimaldi ist eine Art Wohnheim für junge Studentinnen, das von einem Kloster betrieben wird. Die acht im Fokus des Buches stehenden jungen Frauen befinden sich alle in dem Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen des jeweiligen Studiums, den Erwartungen, die sie selbst und ihre Familien haben, und den Vorgaben des Klosters. Sie leben im Kloster in einer Art Paralleluniversum mit noch strengeren Regeln und Erwartungen. Man bekommt einen guten Eindruck von der Zeit, muss dabei aber auf die Feinheiten achten, denn Alba de Céspedes beschreibt sehr pointiert.
Auch sonst ist "Was vor uns liegt" ein Buch, das man aufmerksam lesen sollte, um die unterschiedlichen jungen Frauen und das Nebenpersonal immer auseinander halten zu können.
Das Buch las sich für mich über weite Strecken sehr distanziert. Ansonsten sprachlich sehr eingänglich und gut lesbar.
Für mich war es eine interessante Zeitreise, da das Buch aus der Zeit stammt, die es beschreibt. Es wird auch klar, warum die Autorin mit ihrem Buch angeeckt ist bzw sogar der Zensur zu Opfer fiel (trotzdem hätte ich mir hierzu eine kleine Einordnung des Verlags gewünscht): man merkt, dass das Buch von einer selbstbewussten Feministin stammt.
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Was vor uns liegt' erlebt völlig zurecht eine neue Welle der Begeisterung, denn auch wenn dieses Buch in einem anderen Zeitalter spielt und geschrieben wurde, beleuchtet es Themen, die auch in der Jetzt-Zeit hochaktuell sind: Selbstbestimmung, Mut, Feminismus!
Die Autorin schafft es, jeder …
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Was vor uns liegt' erlebt völlig zurecht eine neue Welle der Begeisterung, denn auch wenn dieses Buch in einem anderen Zeitalter spielt und geschrieben wurde, beleuchtet es Themen, die auch in der Jetzt-Zeit hochaktuell sind: Selbstbestimmung, Mut, Feminismus!
Die Autorin schafft es, jeder ihrer Protagonistinnen ein ureigenes Leben und Schicksal einzuhauchen. Jede Frau treibt eine andere Kraft an, doch vereint sind sie in ihrem Leben umgeben von Nonnen und Restriktionen und dem unbedingten Willen, für Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung zu kämpfen!
Alba de Céspedes hat es geschafft, einen zeitlosen Roman zu schreiben, der Tiefgang, schwere Themen und virtuos gezeichnete Charaktere mit einem Erzählstil vereint, der gleichermaßen eine Sogwirkung und staunendes Innehalten beim Lesen auszulösen vermag!
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In dem wunderbaren Roman „Was vor uns liegt“ von Alba de Céspedes geht es im Großen und Ganzen um acht junge Frauen, die während ihres Studiums in Rom in einem Konvikt gemeinsam leben und dort ihren Träumen und Zielen nach Selbstbestimmung und -Behauptung mal mehr …
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In dem wunderbaren Roman „Was vor uns liegt“ von Alba de Céspedes geht es im Großen und Ganzen um acht junge Frauen, die während ihres Studiums in Rom in einem Konvikt gemeinsam leben und dort ihren Träumen und Zielen nach Selbstbestimmung und -Behauptung mal mehr und mal weniger nachgehen. Die acht Frauen stammen aus unterschiedlichen Gesellschaften und Regionen Italiens und kommen alle einmal zu Wort - manche mehr, manche weniger. Das macht das Buch für mich sehr kurzweilig und interessant, ich habe es sehr gerne gelesen. Da es Ende der 1930er- Jahre verfasst wurde, finde ich es erstaunlicherweise immer noch erschreckend aktuell. Der Schreibstil ist recht eingängig, auch wenn ich zu Beginn kurz meine Probleme hatte, in das Buch reinzukommen. Lediglich das Cover ist nicht so ganz mein Fall, aber das ist reine Geschmackssache. Insgesamt überzeugend!
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Acht junge Frauen auf der Suche nach ihrem Weg im Leben
Sie studierten in Rom im Jahr 1934 und wohnten im Grimaldi-Konvikt, wo sie sich kennen gelernt und Freundschaft geschlossen hatten: Anna, Augusta, Emanuela, Milly, Silvia, Valentina, Vinca und Xenia, acht junge Frauen die von der Zukunft …
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Acht junge Frauen auf der Suche nach ihrem Weg im Leben
Sie studierten in Rom im Jahr 1934 und wohnten im Grimaldi-Konvikt, wo sie sich kennen gelernt und Freundschaft geschlossen hatten: Anna, Augusta, Emanuela, Milly, Silvia, Valentina, Vinca und Xenia, acht junge Frauen die von der Zukunft träumten. Abends sitzen sie beisammen, lernen gemeinsam und erzählen sich Geschichten aus ihrem Leben - aber dennoch hat jede ihr eigenes Geheimnis, das sie sorgfältig vor den Freundinnen verborgen hält. Gemeinsam sehnen sie sich nach Selbstbestimmung und Freiheit, raus aus den Zwängen des Konvikts, in dem die Nonnen um 22 Uhr das Licht löschen. Werden ihre Hoffnungen und Träume in Erfüllung gehen, oder was hält die Zukunft für die jungen Frauen bereit?
Alba de Céspedes, geb. 1911 in Rom, gest. 1997 in Paris, war eine der erfolgreichsten Autorinnen Italiens. Sie arbeitete als Radio- und Fernsehjournalistin und schrieb Prosa, Lyrik und Theatertexte. Während des II. Weltkrieges war sie im aktiven Widerstand und wurde zweimal inhaftiert. Ihre Romane wurden zu internationalen Bestsellern und werden derzeit wiederentdeckt. Warum die Originalausgabe des Romans „Was vor uns liegt“ – „Nessuno torna indietro“ aus dem Jahr 1938 seinerzeit der Zensur zum Opfer fiel, ist für mich aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar.
Der Autorin ist ein interessanter Roman gelungen, der die Gedanken und Gefühle junger Frauen, ihren Mut zur Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zur damaligen Zeit sehr gut wiedergibt. Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm, präzise und auf das Wesentliche konzentriert. Man erfährt Ereignisse aus der Kindheit der jungen Frauen, ihrer Herkunft und ihrem Elternhaus. Dabei vermeidet Alba de Céspedes strikt politische Andeutungen, im Vordergrund stehen Sehnsucht nach Liebe, Freiheit und der Wunsch nach einer eigenen Familie – alles Themen, die auch heute noch mehr oder weniger aktuell sind.
Fazit: Ein wieder entdeckter Roman, dessen Inhalt auch heute noch seine Gültigkeit hat und den ich sehr gerne empfehle!
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Im Roman was vor uns liegt, handelt es sich um einen historischen Roman aus dem Jahre 1934 und spielt in Italien. Es geht um acht junge Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie kommen aus reichen oder armen Familien und haben nur ein Zeil zu studieren. Alle kommen aus den …
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Im Roman was vor uns liegt, handelt es sich um einen historischen Roman aus dem Jahre 1934 und spielt in Italien. Es geht um acht junge Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie kommen aus reichen oder armen Familien und haben nur ein Zeil zu studieren. Alle kommen aus den verschiedensten Gegenden Italien und wohnen gemeinsam im Grimaldi Haus, das von strengen Nonnen geleitet wird. Jeder der Frauen hat ihre eigene Geschichte und Geheimnisse, die so nach und nach ans Licht kommen. Verbunden sind sie mit ihren Träumen von einer offener und modernen Welt, in der sich sich frei von Zwängen, wie auch der Selbstbestimmung, Selbstständigkeit und auch ihre ihre Sexualität ausleben können.
Fazit:
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und kommt auch da der Roman vor sehr langer Zeit geschrieben wurde sehr altmodisch daher.
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Zukunft in Reichweite
Alba de Céspedes soll gesagt haben: „Wir Frauen leben auf dem Grund eines Brunnens, und nur wer auf dem Grund eines Brunnens sitzt, kennt das Mitleid.“
Wie ist das gemeint? Frauen und Mädchen sind in verschiedenen Kulturen meist für das …
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Zukunft in Reichweite
Alba de Céspedes soll gesagt haben: „Wir Frauen leben auf dem Grund eines Brunnens, und nur wer auf dem Grund eines Brunnens sitzt, kennt das Mitleid.“
Wie ist das gemeint? Frauen und Mädchen sind in verschiedenen Kulturen meist für das mühsame Wasserholen aus den Brunnen zuständig, manchmal über weite Strecken hinweg. Sie verrichten also Schwerarbeit und verstehen die Not der anderen Menschen besser als andere. Auch das Coverbild deutet auf den Brunnen hin.
Noch ein anderer Aspekt trifft auf „Was vor uns liegt“ zu: Es geht um zentrale Punkte, wo Frauen sich treffen, in diesem Fall ein katholisches Internat. UND dass Frauen aufgrund ihrer Rolle und Stellung in der Gesellschaft mit den Tiefpunkten meist sehr vertraut sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. Soviel nur nebenbei.
Auf den nach dem anfänglichen Verbot und dem ersten Hype wieder aufgelegten Roman bezieht sich am meisten wohl der gemeinsame Austausch über eine sehr unsichere, aber weitgehend nicht selbstbestimmte Zukunft und die (noch) fehlende Selbstbestimmung.
Von Konventionen, Konservativismus und Religion eingeengte junge Studentinnen, noch dazu im faschistischen Italien, werden in einem katholischen Internat zusammengewürfelt. Jede hat ihr eigenes und ganz besonderes Vorleben, das sie prägt, und ihre Wünsche an die Zukunft. Doch die ist unsicherer als je zuvor.
Mir gefällt, wie reichhaltig die Autorin jede Figur zeichnet und ihr eine Fülle von Leben einhaucht. Auch wenn die Mädchen sich gegen die Nonnen nur selten wehren können, hat mich das jeweils Aufmüpfige doch sehr gefreut. Da brodelt und bebt es unter der Oberfläche, jeden Augenblick könnte eine der Frauen über die Stränge schlagen. Die einzelnen Schicksale haben mich berührt. Und noch etwas: de Céspedes schaut genau hin, zeigt auch auf die Kleinigkeiten am Wegrand der Handlung.
Der Sprachstil gefällt mir sehr, und auch, wie genau die einzelnen Szenen dargestellt sind. Ebenso die Erläuterung der verschiedenartigen Probleme, Hoffnungen und persönlichen Zweifel. Wie sehen die diversen Lebensentwürfe aus? Was ist den einzelnen Mädchen wichtig?
Die Spannung baut sich schon bald auf, von Beginn an erzählt Alba de Céspedes erfüllt mit Leben und Farbe. Der Roman umfasst viele Themen, welche gerade junge Frauen, aber eigentlich alle, auf die Beine bringen und bewegen. Sie sind allesamt noch heute aktuell.
Das Cover kommt klassisch rüber, brave und eifrige Mädchen zu Füßen eines Brunnens (Ausspruch Autorin).
Das Buch umfasst so vieles, was zeitlos bleiben wird. Ich möchte es eigentlich allen Literaturfreunden in die Hand drücken.
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Der Roman „Was vor uns liegt“ von Albe de Céspedes, der bereits im Jahr 1938 erschien und zwei Jahre später der Zensur zum Opfer fiel, ist für die damalige Zeit als revolutionär anzusehen. Es ist ein wirklicher Frauenroman, der unterhaltsam und kurzweilig zu lesen …
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Der Roman „Was vor uns liegt“ von Albe de Céspedes, der bereits im Jahr 1938 erschien und zwei Jahre später der Zensur zum Opfer fiel, ist für die damalige Zeit als revolutionär anzusehen. Es ist ein wirklicher Frauenroman, der unterhaltsam und kurzweilig zu lesen ist. Jede der acht beschriebenen Frauen hat ihre eigene Geschichte und versucht einen Weg im Leben für sich zu finden. Dabei sind die Voraussetzungen und Herangehensweisen sehr unterschiedlich, was das Interessante dabei ist. Der Roman beschreibt die Lebenssituation der Frauen im damaligen Italien, mit all ihren Wünschen, Sehnsüchten und Enttäuschungen. Auf der einen Seite werden die traditionellen Rollenbilder der Frauen gezeigt und auf der anderen Seite die Versuche, sich diesen zu entziehen oder gegenzustellen. Das Cover des Romans gefällt mir sehr gut, weil es solch eine Fröhlichkeit ausstrahlt.
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Das Leben von acht Frauen in Rom ab 1934 – ein interessantes Gruppenporträt
Verschiedenen sozialen Schichten entwachsen folgen 8 junge Frauen einem Studium an der Universität in Rom oder Ähnlichem über vier Jahre, in einem katholischen Konvikt mit strengen Regeln lebend. …
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Das Leben von acht Frauen in Rom ab 1934 – ein interessantes Gruppenporträt
Verschiedenen sozialen Schichten entwachsen folgen 8 junge Frauen einem Studium an der Universität in Rom oder Ähnlichem über vier Jahre, in einem katholischen Konvikt mit strengen Regeln lebend. Trotz vieler gemeinsamen Hoffnungen und Träumen von Selbstbestimmung in Freiheit, befreit von Traditionen, geltenden Moralvorstellungen und patriarchischen Entscheidungen, hegen sie auch ihre Geheimnisse, verfallen in Lügen. Die althergebrachte Rolle der Frau neben Ehemann und Kindern wird von ihnen in der Stadt Rom in Frage gestellt, so weit weg von Eltern, dem Dorf, dem gewohnten Freundeskreis. Neben der gemeinsamen Bildungserfahrung teilen sie auch ihre Ängste und ihre Sehnsüchte rund um das Thema Liebe. Welche Bedeutung das Thema Geld auf das Leben von Frauen besonders in prekären Verhältnissen haben kann, wird breit dargestellt. Das Erwachsenwerden und die Unabhängigkeit der unverheirateten Frau, auch mit Kind, wird geistreich neben die Frau im häuslichen Kontext gestellt. Durch die Einbeziehung des Spanischen Bürgerkriegs ab 1936 wird auch Politisches und Historisches im Roman verarbeitet. Der Schreibstil überzeugt besonders in den realistischen Dialogen um Freundschaft und moralische Werte.
Ein interessanter Gesellschaftsroman über Zeitgenossinnen der Autorin.
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