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Peggy Guggenheim, der Venedig eines der aufregendsten Museen der Moderne zu verdanken hat, galt lange als skandalöses »armes reiches Mädchen« und wurde als »hässliches Entlein« verspottet. Zu Unrecht, wie Horncastles neue Biografie beweist. Als junge Frau im Paris der 1920er Jahre ist sie Teil der literarischen und künstlerischen Avantgarde, wird 1941 zur Fluchthelferin und rettet sich selbst und ihre Sammlung »entarteter Kunst« vor den Nationalsozialisten nach Amerika. Ihre Galerie in New York wird zum Anlaufpunkt europäischer Künstler:innen im Exil und zum Flaggschiff des Abstrak...
Peggy Guggenheim, der Venedig eines der aufregendsten Museen der Moderne zu verdanken hat, galt lange als skandalöses »armes reiches Mädchen« und wurde als »hässliches Entlein« verspottet. Zu Unrecht, wie Horncastles neue Biografie beweist. Als junge Frau im Paris der 1920er Jahre ist sie Teil der literarischen und künstlerischen Avantgarde, wird 1941 zur Fluchthelferin und rettet sich selbst und ihre Sammlung »entarteter Kunst« vor den Nationalsozialisten nach Amerika. Ihre Galerie in New York wird zum Anlaufpunkt europäischer Künstler:innen im Exil und zum Flaggschiff des Abstrakten Expressionismus, den sie 1948 nach Europa bringt. Sie war emanzipiert, engagiert und immer unerschrocken. Eine außergewöhnliche Frau, die den Zeitgeist des 20. Jahrhunderts gefördert hat, als Museen vom Louvre bis zum MET sich einig waren: Das ist keine Kunst.
Mona Horncastle ist promovierte Kunsthistorikerin. Von 2005 bis 2018 war sie Verlegerin des Horncastle Verlages, bis 2022 leitete sie zudem ein gemeinnütziges Unternehmen für Bildungsprojekte. Seit 2016 ist sie als freischaffende Autorin und Kuratorin tätig. Im Molden Verlag veröffentlichte sie Biografien über Margarete Schütte-Lihotzky sowie über Josephine Baker.
Produktdetails
- Reihenweise kluge Frauen 10
- Verlag: Styria
- Seitenzahl: 221
- Erscheinungstermin: 28. August 2025
- Deutsch
- Abmessung: 227mm x 160mm x 24mm
- Gewicht: 640g
- ISBN-13: 9783222151293
- ISBN-10: 3222151296
- Artikelnr.: 71939281
Herstellerkennzeichnung
Molden Verlag
Lobkowitzplatz 1
1010 Wien, AT
office@verlagsgruppestyria.at
Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der Marguerite (Peggy) Guggenheim. Erzählt wird in mehreren Abschnitten und umspannt ihr ganzes Leben.
Peggy hatte zwei große Leidenschaften. Kunst und Männer.
Das wird hier so wunderbar beschrieben. Wie Peggy …
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Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der Marguerite (Peggy) Guggenheim. Erzählt wird in mehreren Abschnitten und umspannt ihr ganzes Leben.
Peggy hatte zwei große Leidenschaften. Kunst und Männer.
Das wird hier so wunderbar beschrieben. Wie Peggy allen Widerständen zum Trotz ihren Traum erfüllt.
Man spürt förmlich die Kraft, die Peggy ausstrahlt. Ihre Leidenschaft, ihren Willen, sich gegen eine Männerwelt und sogar auch gegen die eigene Familie zu behaupten. Der unbedingte Wille zur Unabhängigkeit und der Auffassung, dass Kunst für jeden da war und nicht nur für einen kleinen, abgeschlossenen Kunstzirkel.
Die Leidenschaft zur Kunst und die Anfänge ihrer Sammlerleidenschaft sind so mitreißend beschrieben. Alle Facetten ihrer komplexen Persönlichkeit, ihre vielen Talente, die als Sammlerin und Galeristin von zeitgenössischer Kunst Furore machte. Fernab aller Klischees vermittelt die Autorin überraschende und faszinierende Einblicke in Peggys Persönlichkeit und künstlerische Auffassung. Peggy tut auch viel Gutes. Viele Freunde werden von ihr monatlich finanziell unterstützt. Auch in schlechten Zeiten denkt sie ganz zuletzt an sich.
Durch ihre finanziellen Zuwendungen gelingt zahlreichen Künstlern die Flucht aus Europa.
Peggy Guggenheim war eine schillernde Frau, die sich um keine bestehenden Normen kümmerte. Ihr Interesse galt hauptsächlich der Person des Künstlers und seinem Kunstwerk. Aufgrund der Missachtung jeglicher Konventionen galt sie als Rebellin. Eine Biografie, spannend
Ein sehr gut recherchiertes und auch spannendes Buch über eine kämpferische und starke Frau, die ihren Weg gegangen ist.
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Peggy Guggenheim war eine leidenschaftliche Sammlerin, Mäzenin und Freigeist. Sie lebte für die Kunst und schenkte der Welt ein Vermächtnis, das bis heute spürbar ist.
Dieses Buch zeigt das faszinierende Leben einer Frau, die – anders als viele andere Erbinnen – …
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Peggy Guggenheim war eine leidenschaftliche Sammlerin, Mäzenin und Freigeist. Sie lebte für die Kunst und schenkte der Welt ein Vermächtnis, das bis heute spürbar ist.
Dieses Buch zeigt das faszinierende Leben einer Frau, die – anders als viele andere Erbinnen – ihr Vermögen in die Kunst investierte und damit Geschichte schrieb.
Es ist Biografie und doch keine klassische: Männer, Kinder, Affären treten in den Hintergrund. Stattdessen rückt das Wesentliche ins Zentrum – Peggys unerschütterlicher Beitrag zur Kunstwelt, ihre Rettung sogenannter „entarteter Kunst“ und ihre Unterstützung von Künstler:innen, die ohne sie vielleicht verloren gegangen wären.
Für mich ist es ein inspirierendes Nachschlagewerk, das man immer wieder zur Hand nehmen möchte – voller wunderbarer Fotos und voller Mut einer Frau, die ihrer Zeit voraus war.
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Mutige und visionäre Frau
Peggy Guggenheim wurde 1898 in New York in wohlhabenden Kreisen geboren. Im Jahr 1979 fand im Garten ihres Palazzos in Venedig, den sie seit 1947 bewohnte, ihre Beisetzung statt. Dazwischen 81 Jahre aufregendes Leben einer mutigen und visionären Frau.
1920 …
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Mutige und visionäre Frau
Peggy Guggenheim wurde 1898 in New York in wohlhabenden Kreisen geboren. Im Jahr 1979 fand im Garten ihres Palazzos in Venedig, den sie seit 1947 bewohnte, ihre Beisetzung statt. Dazwischen 81 Jahre aufregendes Leben einer mutigen und visionären Frau.
1920 war u.a. eine von ihr erworbene Hans-Arp-Bronze der Grundstein ihrer Sammlung. Fortan förderte sie früh Werke der Moderne und unterstützte die junge, avantgardistische Künstlerszene. Kurz vor dem Beginn des 2. Weltkrieges rettet sie ihre inzwischen umfassende Sammlung vor den Nationalsozialisten nach New York und sie ermöglichte Künstlern, die nun als „entartet“ galten die Flucht in die USA, u.a. Max Ernst.
Im Jahr 1947 kehrte sie nach Europa zurück. Nach Venedig. Dort erwarb sie den Palazzo „Venier Die Leoni“ am Canale Grande. Zuerst als Wohnhaus und seit 1951 bis heute Ausstellungsraum eines Teiles ihrer Sammlung. Diese Sammlung ist bis heute eine der bedeutendsten der modernen Kunst.
Mona Horncastle ist es hervorragend gelungen dieses eindrucksvolle Leben fundiert und anschaulich zu erzählen, man merkt jedoch an ihrem Schreibstil, dass sie einen wissenschaftlichen Hintergrund hat. In prägnanten Kapiteln, versehen mit sehr interessanten Fotos. Schade, dass einige großformatige Bilder sehr verpixelt sind, dass finde ich etwas unprofessionell. Sie lässt sie uns aber teilhaben an dem vielfältigen personellen Netzwerk und Freundschaften von Peggy Guggenheim. Es setzte sich aus Künstlern, Künstlerehefrauen, Galeristen, Schriftstellern und Feministinnen zusammen. Viele bekannte Persönlichkeiten kommen vor. Das Buch gibt Einblick in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und die damals bedrohliche Situation für „entartete“ Künstler. Die Biografie würdigt die Leistung Peggy Guggenheims in diesen schwierigen Zeiten Kunst gesichert zu haben.
„Die Dame mit der großen Sonnenbrille auf dem blauen Cover“.
Mich hat dieses Buch sehr angesprochen. Wir erfahren sehr viel von Peggy Guggenheim mit dem Focus auf ihren Einfluss auf die Kunstwelt als Sammlerin. Peggy Guggenheim hat viel bewegt. Mona Horncastle bindet sie gekonnt in künstlerische und historische Zusammenhänge ein.
Alles in allem aber sehr lesenswert für Kunstlieber*innen und alle Buchfreunde.
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Ich habe selten eine Biografie gelesen, die mich so überrascht und inspiriert hat wie diese. Mona Horncastle gelingt es, Peggy Guggenheim nicht nur als Kunstmäzenin, sondern als vielschichtige, mutige und zutiefst faszinierende Frau zu porträtieren. Beim Lesen habe ich mich immer …
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Ich habe selten eine Biografie gelesen, die mich so überrascht und inspiriert hat wie diese. Mona Horncastle gelingt es, Peggy Guggenheim nicht nur als Kunstmäzenin, sondern als vielschichtige, mutige und zutiefst faszinierende Frau zu porträtieren. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich selbst in einer Welt voller Widerstände und Konventionen agieren würde – und ob ich auch nur annähernd den Mut hätte, den Guggenheim bewiesen hat.
Ein sehr spannender Gedankengang - auch für die heutige Zeit!
Ich konnte förmlich eintauchen in diese Welt der intellektuellen Rebellion, der kreativen Explosion – und ich habe mich gefragt, wie es wohl gewesen wäre, mit Djuna Barnes oder Max Ernst zu diskutieren, zu feiern, zu träumen.
Horncastle schreibt mit einer Klarheit und Empathie, die mir Peggy Guggenheim nähergebracht hat, als ich es je erwartet hätte. Ich hatte sie zuvor eher als schrille Figur der Kunstszene wahrgenommen – ein „armes reiches Mädchen“, wie sie oft genannt wurde. Doch dieses Buch hat meine Sicht komplett verändert. Guggenheim war nicht nur eine Sammlerin, sondern eine Visionärin, eine Kämpferin, eine Frau, die sich nie hat unterkriegen lassen.
Ich habe das Buch mit dem Gefühl beendet, dass ich nicht nur etwas über Kunstgeschichte gelernt habe, sondern auch über Mut, Unabhängigkeit und die Kraft, gegen den Strom zu schwimmen. Für mich ist diese Biografie eine Einladung, selbst freier zu denken – und vielleicht auch ein bisschen mehr Peggy zu sein.
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Ein Leben für die Kunst
Peggy Guggenheim, die reiche Erbin einer wohlhabenen Industriellenfamilie, eine Autoditaktin, Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Auch wenn mir ihr Name bekannt war, wusste ich doch so gut wie nichts über sie. …
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Ein Leben für die Kunst
Peggy Guggenheim, die reiche Erbin einer wohlhabenen Industriellenfamilie, eine Autoditaktin, Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Auch wenn mir ihr Name bekannt war, wusste ich doch so gut wie nichts über sie.
Kunsthistorikerin Mona Horncastle gibt mit ihrer Biografie Einblicke in ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Leidenschaft für die Kunst. Sie zeigt eine starke, engagierte, mutige und selbstbewusste Frau ihrer Zeit.
Ein leichter Schreibstil, der klar und sachlich, aber keineswegs trockene Theorie ist, macht das Lesen zum Erlebnis.
Mir hat dieses Buch gut gefallen, es war unterhaltsam und gleichzeitig auch sehr informativ.
Das ist mein zweites Buch aus dieser Reihe, über "Reihenweise kluge Frauen".
Ich mag die schlichten, aber doch besonderen Buchcover in verschiedenen Farben, die sich in den jeweiligen Büchern fortsetzen.
Dank der vielen Fotografien wirkt das Buch lebendiger und man hat einen direkten Blick auf Peggy Guggenheims Leben.
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Ein Leben für die Kunst
In seiner Reihe "Reihenweise kluge Frauen" hat der Molden Verlag bereits neun Biografien veröffentlicht, drei davon stammen aus der Feder der deutschen Autorin Mona Horncastle. Im 10. Band geht es um die Amerikanerin Peggy Guggenheim, die sich als …
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Ein Leben für die Kunst
In seiner Reihe "Reihenweise kluge Frauen" hat der Molden Verlag bereits neun Biografien veröffentlicht, drei davon stammen aus der Feder der deutschen Autorin Mona Horncastle. Im 10. Band geht es um die Amerikanerin Peggy Guggenheim, die sich als bedeutende Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts widmete.
Das gebundene Buch ist sehr liebevoll und hochwertig gestaltet. Es umfasst 224 Seiten und ist in sechs Kapitel gegliedert, zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, die dem Leser Peggy Guggenheims Leben und Wirken nahebringen, ergänzen die Texte.
Peggy wird 1898 als zweite von drei Töchtern der Eheleute Benjamin und Florette Guggenheim geboren. Die Familie ist vermögend, die Kinder wachsen inmitten von Luxus auf und werden von Privatlehrern zuhause unterrichtet. Als der Vater 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben kommt, erbt Peggy ein umfangreiches Aktienpaket, das es ihr ermöglicht, mit Eintritt ihrer Volljährigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie liebt die Literatur, wendet sich aber nach einer monatelangen Europareise mit zahlreichen Museumsbesuchen der Malerei des 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Surrealismus und abstrakter Expressionismus zu. 1937 eröffnet sie eine Galerie für moderne Kunst. Wenig später vergrößert sich mit dem Tod ihrer Mutter ihr Vermögen beträchtlich, und sie beginnt, im großen Stil Kunstobjekte zu erwerben, bevor der Zweite Weltkrieg ihre Pläne, ein Museum zu eröffnen, zunichte macht ...
Das interessante Buch ist in sachlicher und klarer Sprache geschrieben und gibt uns nicht nur Einblicke in Peggys Leben und ihr Wirken für die Kunst, sondern auch in ihre Herkunft und die ihrer Familie. Sie liebt die Kunst, sie liebt auch die Männer und hat viele Affären. Peggy pflegt zahlreiche Kontakte, sie feiert gern und oft, und sie zeigt sich äußerst großzügig gegenüber Freunden und der Familie. Zielstrebig geht sie ihren Weg, wir erleben ihre Anfänge als Kunstsammlerin und Galeristin, die auch Werke von Künstlerinnen zeigt, was für die damalige Zeit ungewöhnlich ist. Sie rettet bedeutende Kunstobjekte jüdischer Künstler und sogenannte "entartete Kunst" vor dem Zugriff der Nationalsozialisten. Später ist es ihr ein Anliegen, junge und unbekannte Künstler durch Geldzuwendungen und Ausstellungen zu unterstützen.
Die Autorin beschreibt neben Peggys schillernder Persönlichkeit auch ihr kompliziertes Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Sie heiratet zweimal und bekommt zwei Kinder, für die sie sich jedoch nur wenig Zeit nimmt.
Ich habe die Biografie, deren Schwerpunkt auf Peggys leidenschaftlichem Wirken für die Kunst liegt, sehr gern und mit großem Interesse gelesen und dabei viel über die Kunstszene des 20. Jahrhunderts erfahren. Es fiel mir allerdings nicht gerade leicht, mir die unzähligen im Buch vorkommenden Namen bzw. deren Bezug zu Peggy einzuprägen.
Leseempfehlung für alle, die sich für Kunst und ein leidenschaftliches Leben für die Kunst interessieren!
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Um Peggy Guggenheim ranken sich Geschichten, Gerüchte, Vermutungen und Anekdoten. Nicht immer schmeichelhaft. Mal wird sie als Femme fatale betitelt, die die Männer reihenweise verschlingt. Als unkonventioneller Freigeist, die nicht viel auf gesellschaftliche Normen gibt. Und auch als …
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Um Peggy Guggenheim ranken sich Geschichten, Gerüchte, Vermutungen und Anekdoten. Nicht immer schmeichelhaft. Mal wird sie als Femme fatale betitelt, die die Männer reihenweise verschlingt. Als unkonventioneller Freigeist, die nicht viel auf gesellschaftliche Normen gibt. Und auch als Kunstkäuferin mit wenig Verstand und großem Geldbeutel. Also durchaus eine Frau mit einer ziemlich großen Projektionsfläche. Umso besser gefällt mir, dass der Focus in dieser Kurzbiografie auf ihrem Schaffen liegt und nicht auf ihrem Privatleben. Ganz ohne einen Einblick ins Private geht es natürlich nicht, wenn man über den Werdegang eines Menschen schreibt. Liegt die Prägung doch oft in den Erlebnissen der Kindheit und Jugend. Aber der Autorin ist eine weitgehend neutrale Schilderung von Peggys Familienleben gelungen. Die ein oder andere etwas humoristische Formulierung bei der Patchwork-Konstellation sei da an der Stelle verziehen, auch wenn man es noch sehr versucht nüchtern aufzuschreiben. Es bleibt ein wenig ein Kuriosum.
Horncastle deutet im Nachwort an, dass es nicht die einfachste Beziehung zwischen Peggy und ihren Kindern gab und lässt es bewusst heraus. Ich finde das gut, es geht in diesem Buch einzig und allein um das künstlerische Lebenswerk der Peggy Guggenheim.
Und das ist als Kunstsammlerin, Galeristin, Entdeckerin und Mäzenin ein wahnsinnig starkes Vermächtnis. Das Buch vermittelt das Bild einer Frau, die einerseits ein Kind ihrer Zeit ist, andererseits auch den engen Vorstellungen der damaligen Gesellschaft zu entfliehen versucht, auch ein wenig ihrer Zeit voraus ist. Eine Frau, die im wahrsten Sinne des Wortes lebensfroh war, durch die Seiten aber auch unruhig und von einer Rastlosigkeit getrieben erscheint. Dafür auch zielstrebig, großzügig, loyal und ein kleines bisschen rachsüchtig. Und ein bisschen exzentrisch. Aber erwartet man das nicht auch irgendwie von jemandem aus der Kunstszene? Ich bin mir ziemlich sicher, dass in heutige Zeit Peggy Guggenheim auch ein Social Media Star wäre, der Kunst und Glamour ganz wunderbar miteinander Einklang gebracht hätte.
Das Buch gibt einen umfassenden und guten ersten Eindruck zu Peggy Guggenheim als Kunstsammlerin und Galeristin. Gleichzeitig macht es auch Lust, sich noch eingehender mit der Person und ihrer Arbeit zu beschäftigen. Nur das Name-Dropping artet an der einen oder anderen Stelle für meinen Geschmack etwas zu sehr aus.
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Außergewöhnliche Biographie
Die Autorin Mona Horncastle hat eine sehr interessante und außergewöhnliche Biographie über Peggy Guggenheim geschrieben. Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Den Schreibstil fand ich sehr flüssig. Bilder und Zitate runden den …
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Außergewöhnliche Biographie
Die Autorin Mona Horncastle hat eine sehr interessante und außergewöhnliche Biographie über Peggy Guggenheim geschrieben. Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Den Schreibstil fand ich sehr flüssig. Bilder und Zitate runden den Text sehr ab. Das hat sehr geholfen, um im Lesefluss zu bleiben. Was Peggy Guggenheim für die Kunst gemacht hat, ist schon erstaunlich und sehr eindrucksvoll. So viel habe ich vor diesem Buch nicht über Peggy Guggenheim Bescheid gewusst. Durch dieses Buch habe ich sehr viel Neues über diese großartige Frau erfahren. Im Nachwort schreibt die Autorin, dass sie in dieser Biographie das Privatleben von Peggy Guggenheim ausgespart hat. Das hat mir sehr gefallen. Denn so wird ihr Lebenswerk noch viel mehr gewürdigt. Ich empfehle diese Biographie jedem, der mehr über diese beachtenswerte Frau erfahren möchte.
Außergewöhnliche Biographie einer auffallenden Frau.
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Ihrer Zeit voraus
Ein neues Buch in der Buchreihe "Reihenweise kluge Frauen" aus dem Molden Verlag: Diesmal hat Mona Horncastle über Peggy Guggenheim geschrieben und somit wurde nun der zehnte Band in dieser Reihe veröffentlicht.
Peggy Guggenheim ist denke ich so manchen …
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Ihrer Zeit voraus
Ein neues Buch in der Buchreihe "Reihenweise kluge Frauen" aus dem Molden Verlag: Diesmal hat Mona Horncastle über Peggy Guggenheim geschrieben und somit wurde nun der zehnte Band in dieser Reihe veröffentlicht.
Peggy Guggenheim ist denke ich so manchen ein Begriff. Wenn nicht im ersten Moment Peggy selbst, so bestimmt ihr Vater Benjamin Guggenheim, der auf der Jungfernfahrt der Titanic verunglückt ist und auch im gleichnamigen Film mit Kate Winslet und Leonardo di Caprio erwähnt wurde.
Peggy Guggenheim wurde in eine reiche, jüdische Familie in New York geboren und fand schon in jungen Jahren Interesse an Kunst. Ihr Ziel war es vor allem immer Künstler*innen zu unterstützen und dies tat sie Zeit ihres Lebens. Sie hielt sich den Großteil ihres Lebens in Europa auf, wo die Kunstszene boomte und wo sie in Kontakt mit Künstler*innen kam, die zu dieser Zeit wenig bekannt waren. Einige ihrer Werke kaufte sie und stellte sie aus.
Neben diesen Einzelheiten bekommt man auch etwas über Peggys Liebes- und Familienleben mit, wenn auch vor allem die Teile, die im Hinblick auf die Kunst relevant sind. Diesen Aspekt hat Horncastle bewusst gewählt. Mit ihren zahlreichen Liebschaften und dem Fokus auf Karriere statt Familie und Kindern, würde Peggy anders bewertet werden als beispielsweise ein Mann. Vor allem zu ihren Lebzeiten.
Das Buch ist neben den vielen informativen Aspekten außerdem sehr schön gestaltet und macht in jedem Bücherregal was her. Innerhalb des Buches findet man viele Fotos, die dem geschriebenen ein Bild verleihen. Das Buchcover ist dabei wie immer im Stil der ganzen Reihe designet.
Alles in Allem hat mir das Buch gut gefallen und ich durfte einen Einblick in das Leben einer interessanten Frau bekommen. Dies wird definitiv nicht das letzte Buch aus dieser Reihe für mich gewesen sein.
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Peggy Guggenheim kaufte nicht ausschließlich Werke junger und unbekannter Künstler. Viele von ihnen konnten ihre Miete nicht bezahlen und wurden nur selten satt. Als die Nationalsozialisten in vielen Staaten Europas die Herrschaft übernahmen, gab es den Begriff „entartete …
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Peggy Guggenheim kaufte nicht ausschließlich Werke junger und unbekannter Künstler. Viele von ihnen konnten ihre Miete nicht bezahlen und wurden nur selten satt. Als die Nationalsozialisten in vielen Staaten Europas die Herrschaft übernahmen, gab es den Begriff „entartete Kunst“. Dabei handelte es sich um Werke, die von jüdischen Künstlern kreiert wurden. Frau Guggenheim war selbst Jüdin und widersetzte sich den Verboten. Sie kaufte auch diese Gemälde und ihre Sammlung nahm schnell Dimensionen ein, die keinen Wandschmuck für ein Einfamilienhaus darstellten. Ihr haben wir zu verdanken, dass Werke von Munch, Kandinski, Legér, Klee und weiteren guten Künstlern bis heute erhalten blieben.
Was für ein Buch. Obwohl als Sachbuch veröffentlicht, war es zu keinem Zeitpunkt abgehoben oder gar langweilig. Wer Salvador Dali als „wandelnde Schnapsbar“ betitelt, hat eine große Portion Humor, die er in seinem Buch verarbeitet. Frau Guggenheim eröffnete auch Frauen den Zutritt zu ihren Ausstellungen. Surrealisten waren so borniert, dass sie nicht wahrhaben wollten, dass Frauen auch gut malen können.
Frau Guggenheim ließ 7 Abtreibungen zu. Einmal wurde sie und zudem auch die Ehefrau ihres Geliebten gleichzeitig schwanger. Sie war ein Abbild dieser Zeit. Eine Geliebte, oder Mätresse, zu haben, gehörte zur Normalität, zum „guten Ton“. Es war nicht verwerflich.
Peggy Guggenheim hatte ein großes Herz und einen ebenso großen Geldbeutel. Sie verhalf nicht nur Marc Chagall und Max Ernst zur Flucht vor den Nationalsozialisten. Dieses Buch ist eine würdige Biografie für diese außergewöhnliche Frau. Was mir besonders gefiel, das sind die vielen Fotos. Je mehr ich über diese Dame lese, desto beeindruckter bin ich von ihr.
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