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Benutzername: Lilofee
Wohnort: Berlin
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Bewertungen

Insgesamt 27 Bewertungen
Bewertung vom 12.04.2019
Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall
Dara, Domenico

Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall


sehr gut

Süditalien 1969:
Der Postbote von Girifalco ist sehr einsam und er liebt die Philosophie.
Außerdem sammelt er Zufälle.
Doch im Geheimen zieht er die Fäden in dem er in den Briefverkehr der Dorfbewohner eingreift.
Er ist den Menschen und der Welt gegenüber freundlich gesonnen.
Seiner Meinung nach sind Wunder nichts anderes als absolute Zufälle.


Mit einer wunderbaren leichten Sprache nimmt uns
der Autor mit eine längst vergangene Welt.
Fast schon märchenhaft wirken die Charaktere.
Vor allem der Postbote geht einem zu Herzen.
Seine Einsamkeit und der Wille den Dingen die richtige
Richtung zu geben ist sehr berührend.
Die Beschreibung der 1969 Jahre ist sehr gelungen.
Atmosphärisch dicht und sehr detailgetreu werden die Erlebnisse
wieder gegeben. Man hat das Gefühl direkt mit vor Ort zu sein.
Der Leser taucht ein und nimmt Anteil an der ganzen
Dorfbevölkerung. Man lebt und leidet mit den Charakteren.
Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Einleitung und
am Ende des Buches gibt es ein Personenregister.
Das ist auch gut so, denn es gibt eine ganze Menge Personen.
Eine bezaubernde Geschichte, federleicht und mit einer
großen Portion Liebe geschrieben.

Bewertung vom 01.04.2019
Rückwärtswalzer
Kaiser, Vea

Rückwärtswalzer


ausgezeichnet

Es geht in dieser Geschichte um Mirl, Wetti und Hedi, drei Schwestern,
die in der unmittelbaren Nachkriegszeit im niederösterreichischen Waldviertel aufwachsen.
Untermieter auf dem Hof sind Soldaten der russischen Besatzungsmacht und deren dressierter Bär.
Onkel Willi, der eigentlich Koviljo heißt, verlebt seine Kindheit in den montenegrinischen Bergen.
Durch eine Verkettung glücklicher Umstände zieht er ans Meer.
Dort, nimmt sein Leben eine Wendung.
Die zweite folgt einige Jahre später im Krankenhaus, wo er nach einem
schlimmen Unfall von Hedi gesundgepflegt wird.
Die beiden verlieben sich und ziehen nach Wien.
Sie treffen dort auf die Schwestern wo Mirl mehr mäßig als glücklich Verheiratet ist und auf Wetti, die im Naturkundemuseum putzt.
Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel-Life-Crisis geplagte Lorenz und seine drei
Tanten vor einer großen Herausforderung.

Vea Kaiser kann erzählen. Und es macht so großen Spaß ihr zu folgen.
Sie schafft es spielend ihre Geschichten mit Leben aufzufüllen.
Ihre Charaktere haben nicht unbedingt Tiefe, sind aber
mit der angemessenen Schrulligkeit und Herzenswärme versehen.
Sie schafft es, vor allem kleine Situationen groß herauszustellen.
Der Schreibstil ist so wunderbar sarkastisch, ironisch und auch wieder voller
Herzlichkeit.
Der Aufbau dieses Roadmovie mit all seinen Verstrickungen und mehr als skurrilen
Erlebnissen ist einfach nur schön.
Voller Witz und Herzenswärme wird hier eine Familiengeschichte erzählt.
Eine Geschichte über eine Familie, die eigentlich viel lieber die Zeit anhalten möchte.
Die von den Seelen der Verstorbenen begleitet wird, ob sie wollen oder nicht.
Ein toller Roman über den Zusammenhalt einer Familie mit einem überraschenden Ende.

Bewertung vom 28.03.2019
Tante Poldi und die Schwarze Madonna / Tante Poldi Bd.4
Giordano, Mario

Tante Poldi und die Schwarze Madonna / Tante Poldi Bd.4


ausgezeichnet

Poldi reicht es. Sie hat die Nase voll. Ihr Geburtstag steht vor der Tür.
Dummerweise sieht es aber so aus, als ob sie den nicht überleben wird.
Der Tod macht solche Andeutungen.
Als in Rom eine junge Ordensschwester vom Dach des apostolischen Palastes stürzt,
gerät Poldi unter Verdacht.
Wer ist, die Frau, die mit Poldis Stimme spricht und behauptet Isolde Oberreiter zu sein?
Damit nicht genug, auf einmal wenden sich ihre Nachbarn aus Torre Archirafi von ihr ab.
Poldi bekommt Drohungen an die Hauswand geschmiert.
Langsam reicht es, Poldi stürzt sich in die Ermittlungen.
Da hat aber nicht nur der Tod etwas dagegen, sondern auch der wahre Mörder.

Auch dieser Band überzeugt wieder durch die wunderbare Sprache und
Ausdrucksweise. Diese Poldi mit ihrer so bombenfesten Perücke
und ihrem so handfesten Vokabular, die sogar mit dem Tod verhandeln kann.
Sie steckt natürlich wieder mal in großen Schwierigkeiten.
Ihr Neffe, der so gern ein großer Schriftsteller wäre und als Chronist
der Geschehnisse fungiert, ist ja nichts anderes gewohnt von seiner Tante.
Dieses Mal wird er aber so richtig in die Ermittlungen mit einbezogen.
Es ist nicht so einfach neben einem Superhirn zu bestehen.
P.O.L.D.I. Der Progressive-Oberreiter-Lügen-und-Drama-Index ist einfach nicht
zu toppen.
So ganz nebenbei wird der Leser durch die Eigenarten Siziliens und seiner Bewohner,
bis zum Vatikan geführt.
Die Charaktere sind einfach nur wunderbar. Schrullig, eckig und die Figur der Poldi
ist ein richtiger strahlender Solitär.
Resolut und selbstbewusst nimmt sie sich, was sie will.
Der Autor spannt viele lose Fäden die am Ende auf wunderbare Weise zusammen laufen.
Auch der vierte Band spart nicht an Originalität.
Poldi bringt den Vatikan im Nonnen Habit völlig aus der Rolle,
liefert sich heiße Verfolgungsfahrten und klärt ein altes Geheimnis in ihrem Dorf.
Wir können sogar auf eine Hochzeit hoffen.
Bis zum Schluss bleibt der Spannungsbogen erhalten.

Bewertung vom 25.03.2019
Die Angehörigen
Dion, Katharine

Die Angehörigen


ausgezeichnet

Der plötzliche Tod von Maida konfrontiert Gene
mit Gefühlen die ihn erschüttern. Nach 49 Jahren
des Zusammenlebens muss er seine Ehe infrage
stellen. Wer war Maida wirklich? Hat sie ihr gemeinsames
Leben als Glücklich empfunden, hat sie sich nach etwas
anderem gesehnt? Hilflos steht Gene dem Verlust von
Zärtlichkeiten und dem unerwarteten Alleinsein gegenüber.
Gene versucht das alles zu verarbeiten und gleichzeitig
muss er erkennen wir geheimnisvoll seine Frau eigentlich war.

Kathrine Dion ist ein sehr feines Debüt gelungen.
Ihre Sätze kommen so voller Intelligenz daher.
Jeder Satz ist voller Leben und trägt schwer.
Es liest sich nicht leicht aber doch sehr flüssig.

Man nimmt großen Anteil an Gene, wie er versucht sein Leben
wieder in das Gleichgewicht zu bringen.
Liebe, Hingabe und Trauer bringen den trauernden Vater aus dem Gleichgewicht,
als er versucht seine so unruhige Tochter an sich zu binden.
Die Charaktere sind so voller Leben, sie sprühen förmlich vor Energie.
Ein Roman der sich mit sehr wichtigen Fragen auseinandersetzt.
Ist die Art und Weise wie wir jetzt leben, wie wir uns damals entschieden haben, richtig?
Mit allen Konsequenzen?
Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so liebenswert machen.
Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft einfach nur wunderbar.
Ein Buch das zum Nachdenken veranlasst und lange nachklingt.
Ein tolles Debüt, eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 12.03.2019
Mörder mögen keine Matjes
Koch, Krischan

Mörder mögen keine Matjes


ausgezeichnet

Thies Detlefsen muss nach Hamburg.
Ein Container wird in Fredenbüll angeschwemmt.
Aber dieser enthält nicht nur Elektroschrott.
Es liegt ein Toter drin und der Tatort ist
höchstwahrscheinlich Hamburg.
Also machen sich Thies und die gesamte Belegschaft
der Hidden Kist auf nach Hamburg.

Krischan Koch hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Pointiert und scharfsinnig, einfach umwerfend.
Die Charaktere sind etwas skurrile und sehr sympathisch.
Die Dialoge witzig und die Situationskomik sorgt
für allerbeste Unterhaltung.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden
Schluss erhalten.
Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Dieser Küsten-Krimi lebt durch seine schrägen, liebenswerten Figuren
und durch seinen Humor.
Man kann einfach nicht genug bekommen von diesen schrulligen Typen.
Auch der 7.Band dieser Reihe ist allerbeste Unterhaltung.
Eine Leseempfehlung

Bewertung vom 03.03.2019
Ein Tropfen vom Glück
Laurain, Antoine

Ein Tropfen vom Glück


sehr gut

Rezension - Ein Tropfen vom Glück

Ein Septemberabend in einem Pariser Mietshaus. Der Zufall führt Hubert,
dessen Familie das Haus einst bauen ließ, mit Magalie, Julien, und Bob zusammen.
Sie verbringen den Abend über einer Flasche Château Saint-Antoine 1954,
die sie in Huberts Keller gefunden haben. Doch am nächsten Morgen ist nichts mehr wie zuvor.
Sie finden sich im Paris von 1954 wieder, wo sie nicht nur Dalí, Truffaut, Piaf und andere begegnen.
Ein außergewöhnliches Wochenende liegt vor ihnen, das ihrer aller Leben ordentlich
durcheinanderwirbeln wird.

Der Autor hat eine bezaubernde Art zu schreiben.
Sein Schreibstil ist wie ein Eintritt in eine andere Welt.
Es macht sehr viel Spaß mit den Charakteren in ein längst vergangene
Zeit zu reisen und das Frankreich der 50er Jahre zu erleben.
Atmosphärisch dicht und sehr detailgetreu werden die Erlebnisse
wieder gegeben. Man hat das Gefühl direkt mit vor Ort zu sein.
Eine bezaubernde Geschichte ohne jeglichen Kitsch und eine Story die zeitweise an
die fabelhafte Welt der Amélie – erinnert.
Voller Melancholie für Vergangenes aber auch absolut zeitgemäß.

Bewertung vom 11.02.2019
Was uns erinnern lässt
Naumann, Kati

Was uns erinnern lässt


sehr gut

1977: Die vierzehnjährige Christine verliert ihr
Zuhause. Das ehemals mondäne Hotel Waldeshöh liegt
seit der Teilung Deutschland im Thüringer Wald
direkt in der Sperrzone.
Ohne Passierscheine darf dort niemand mehr hin.
Das Leben dort wird immer beschwerlicher. Sogar die
Postzustellung wurde eingestellt. Eines Tages passiert
das unvorstellbare...

2017: Milla ist auf der Suche nach vergessenen Orten.
Abseits eines Wanderweges im Thüringer Wald findet
sie einen überwucherten Keller und stößt auf die
Geschichte des Hotels Waldeshöh. Dieser Ort fasziniert
sie so sehr das sie unbedingt mehr darüber erfahren will.

Kati Naumann hat einen Roman geschaffen der einen in den Bann nimmt.
Durch ihren authentischen und atmosphärisch mitreißenden Erzählstil, sorgt die Autorin für ein originelles und nicht minder aufwühlendes Leseerlebnis.
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und springt immer wieder die Vergangenheit zurück.
Die Mischung zwischen der Realität und der fiktiven Familie Dressel vermischt sich zu einer spannenden Familiengeschichte.
Hier wird eine immer noch recht unbekannte Zeit beschrieben.
Leben im Sperrgebiet und Zwangsumsiedlungen bedeuteten gravierende und unmittelbare Einschnitte im Alltagsleben.
Die Charaktere sind sehr lebensecht und authentisch beschrieben.
Man bekommt man schnell einen interessanten Einblick in die Denkweise der Menschen.
Die Beschreibung der Landschaft vermittelt einen das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
So macht Geschichte Spaß.

Habe ich doch einiges erfahren was ich bis heute nicht wusste.
Ein wundervolles Buch was ich nur empfehlen kann.

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Bewertung vom 28.01.2019
Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2
Sauer, Beate

Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2


sehr gut

Köln im Sommer 1947.
Frederike Matthee von der weiblichen Polizei hilft
bei der Untersuchung an dem Mord einer ehemaligen
Kollegin. Es gibt bereits eine Tatverdächtige. Die
beteuert aber ihre Unschuld. Frederike fängt an ihr
zu Glauben und ermittelt in alle Richtungen.
Sie kommt immer Tiefer in den braunen Sumpf der
NS-Zeit. Zum Glück hat sie Richard Davies
an ihrer Seite. Davies ist bei der Royal Military Police
und hält sich dienstlich in Köln auf. Ein Deutscher Jude
der mit einem Kindertransport nach England verschickt wurde.


Dies ist der zweite Band. Wer den ersten nicht gelesen hat,
kommt mühelos klar.
Viel Lokalkolorit und ein sehr gutes Hintergrundwissen machen diesen Krimi
zu einem Leseerlebnis.
Die sehr unschöne und anstrengende Nachkriegszeit wird wunderbar
beschrieben.
Das Leiden der Menschen wird schonungslos wiedergegeben.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Der Autor schafft es spielend historisches mit dem erdachten zu verbinden.
Alles wird sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Durch die wunderbare Schreibweise fällt es nicht schwer sich zurechtzufinden.
Man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Auch die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah.
Man lebt und leidet mit Ihnen.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden Schluss erhalten.
Eine unbedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 28.01.2019
Agathe
Bomann, Anne C.

Agathe


sehr gut

Ein Psychiater, 72 Jahre alt, beschließt seine Praxis
zu schließen und in den Ruhestand zu gehen.
Das fällt ihm nicht leicht, denn er lebt sehr isoliert
und hat keine Freunde. Ein Leben ohne seine Praxis
kann er sich schwer vorstellen.
Sein Leben lang hat er sich um andere gekümmert aber
diese Probleme kommen ihm längst banal daher und er
steht dem ganzen ziemlich hilflos gegenüber.
Eines Tages kommt eine neue Patientin in seine Praxis
und alles wird anders als gedacht.

Dieses Buch hat praktisch kein Verfallsdatum, es ist
völlig zeitlos.
Die Geschichte spielt in den 1940 Jahren in Frankreich
und zeigt uns einen sehr introvertierten Menschen,
der keinerlei Lebensfreude mehr hat.
Kurz vor seinem Ruhestand muss er erkennen, dass er noch nie geliebt
hat. Er hat die Formel für ein glückliches Dasein noch immer
nicht gefunden.
Seine Patienten sind ihm mittlerweile völlig egal, ihre Probleme
rühren ihn nicht mehr. Vielleicht haben sie es auch nie getan.
Er weiß, dass er etwas ändern muss, kann sich aber
nicht so richtig aufraffen.
Ein Schlüsselerlebnis weckt ihn endlich aus seiner Lähmung und so
langsam beginnt er mit kleinen Schritten ins gefährliche und doch
auch so liebenswerte Leben zurück.

Das Cover ist wunderschön und erweckt Erwartungen die so nicht
erfüllt werden.
Es handelt sich hier nicht um eine kleine Liebesgeschichte.

Die Charaktere sind sehr lebensecht und liebevoll gezeichnet.
Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil.
Sehr realistisch, interessant und detailliert.
Jeder Satz sitzt, ist ein Erlebnis mit einer sagenhaften Präsenz.
Sie zeigt, dass die Literatur auf wunderbare Art und Weise die Erfahrungen
des wirklichen Lebens widerspiegeln kann.
Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so liebenswert
machen.
Ein sehr kluger Roman der einen nachdenklich macht.
Alt sein heißt nicht, gleich das nun alles im Leben vorbei sein muss.
Man muss sich nur trauen.
Das späte Glück oder eine Freundschaft sind durchaus möglich.
Das ist die Botschaft.
Dem Charme dieses Buches kann man sich kaum entziehen.
Einfach Zauberhaft!
Eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 18.01.2019
Die Farben des Feuers
Lemaitre, Pierre

Die Farben des Feuers


ausgezeichnet

1927 Stirbt der berühmte französische Bankier Marcel Pericourt.
Er hinterlässt seine Tochter Madeleine und seinen Enkel Paul.
Madeleine, deren Exmann nach einem landesweiten Skandal im Gefängnis sitzt,
plötzlich völlig allein an der Spitze eines Bankimperiums – in einer Epoche,
in der es Frauen nicht einmal gestattet war,
selbst einen Scheck zu unterschreiben.
Gustave Joubert, der Prokurist der Bank, Charles Pericourt,
Madeleines verschwenderischer Onkel, und André Delcourt,
ihr Liebhaber mit dichterischen Ambitionen, um die junge Erbin
und ihren Sohn schwirren um sie wie Motten um das Licht.
Habgier und Neid weht Madeleine entgegen aber sie weiß sich zu wehren.
Um ihres Sohnes willen beginnt
sie ihren ganz persönlichen Rachefeldzug zu planen.

Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Das macht dieses Buch zu einem Leseerlebnis.
Fließend, mit einem teilweise recht zynischen Unterton wird das
Schicksal der Hauptcharaktere Madeleine wiedergegeben.
Im Hintergrund lauert der Zweite Weltkrieg, die politische Stimmung
ist am Kippen. Man lebt und leidet mit den Charakteren und taucht
mühelos in eine vergangene Welt ein in der Frauen wenig zu sagen hatten.
Die Stimmung wird wunderbar wiedergegeben und man kann sich sehr gut
in die Geschichte hineinversetzen.
Ein grandioses Sittengemälde das ein vielstimmiges Panorama
der soziale Missstände der industriellen Gesellschaft
und die moralische Verwahrlosung einer Gesellschaft wieder gibt.
Ein Roman, der tiefe Einblicke in das prosperierenden Bürgertum
der französischen Gesellschaft aufzeigt.
Ein Gesellschaftsroman vom feinsten mit sehr starken und
ausdrucksvollen Charakteren.
Eine unbedingte Leseempfehlung!