Tanja Kinkel
Broschiertes Buch
Im Wind der Freiheit
Roman »Was wir brauchen, sind große demokratische Erzählungen, und genau so eine schafft Tanja Kinkel mit ihrem Roman 'Im Wind der Freiheit.« Jörg Bong
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Erscheint vorauss. 4. März 2026
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»Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, eine demokratische Republik - wir müssen diese Werte wieder mit unmittelbarem, lebendigem Sinn füllen. Was wir brauchen, sind große demokratische Erzählungen und genau so eine schafft Tanja Kinkel mit ihrem Roman Im Wind der Freiheit. Auf brillante Weise gelingt es ihr, uns das erste große deutsche demokratische Aufbegehren gegen die Despotie miterleben zu lassen, als wären wir dabei, dies aus der Perspektive revolutionärer Frauen, die skandalöserweise völlig in Vergessenheit geraten sind. Tanja Kinkel zeigt uns, was die Revolution von 1848 auch ...
»Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, eine demokratische Republik - wir müssen diese Werte wieder mit unmittelbarem, lebendigem Sinn füllen. Was wir brauchen, sind große demokratische Erzählungen und genau so eine schafft Tanja Kinkel mit ihrem Roman Im Wind der Freiheit. Auf brillante Weise gelingt es ihr, uns das erste große deutsche demokratische Aufbegehren gegen die Despotie miterleben zu lassen, als wären wir dabei, dies aus der Perspektive revolutionärer Frauen, die skandalöserweise völlig in Vergessenheit geraten sind. Tanja Kinkel zeigt uns, was die Revolution von 1848 auch war: die erste große deutsche Frauenbewegung.« Jörg Bong
1848: Die Menschen im Deutschen Bund erheben sich gegen die Macht der Fürsten und der Zensur. Während Deutschland die Morgendämmerung der Demokratie erlebt, finden in den Wirren der Zeit zwei ungleiche Frauen zueinander: Die arbeits- und mittellose Susanne, die sich auf einen gefährlichen Auftrag eingelassen hat - und die mutige Schriftstellerin und unbeirrbare Demokratin Louise Otto. Seite an Seite kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Revolution, die trotz ihres Scheiterns das Land für immer verändern wird.
Ein großer, ergreifender Roman, der mitreißend und unvergesslich erstmals davon erzählt, wie eines unserer wertvollsten Güter - die Demokratie - maßgeblich von Frauen erkämpft wurde.
1848: Die Menschen im Deutschen Bund erheben sich gegen die Macht der Fürsten und der Zensur. Während Deutschland die Morgendämmerung der Demokratie erlebt, finden in den Wirren der Zeit zwei ungleiche Frauen zueinander: Die arbeits- und mittellose Susanne, die sich auf einen gefährlichen Auftrag eingelassen hat - und die mutige Schriftstellerin und unbeirrbare Demokratin Louise Otto. Seite an Seite kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Revolution, die trotz ihres Scheiterns das Land für immer verändern wird.
Ein großer, ergreifender Roman, der mitreißend und unvergesslich erstmals davon erzählt, wie eines unserer wertvollsten Güter - die Demokratie - maßgeblich von Frauen erkämpft wurde.
Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und erhielt diverse Literaturpreise und Stipendien. Sie ist u. a. Mitglied im Deutschen PEN, Präsidentin der Internationalen Feuchtwanger Gesellschaft L. A. und wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Tanja Kinkel ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen.
Produktdetails
- Verlag: Hoffmann Und Campe
- Seitenzahl: 480
- Erscheinungstermin: 4. März 2026
- Deutsch
- Abmessung: 210mm x 135mm
- ISBN-13: 9783455021332
- ISBN-10: 3455021336
- Artikelnr.: 75948169
Herstellerkennzeichnung
Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
buchhaltung@vah-jager.de
»Was wir brauchen, sind große demokratische Erzählungen und genau so eine schafft Tanja Kinkel mit ihrem Roman »Im Wind der Freiheit«.« Jörg Bong
Gebundenes Buch
Ich liebe die historischen Romane von Tanja Kinkel, doch dieses Buch ist sehr politisch angehaucht und zeigt die Situation der Frauen und deren Rechte um 1848 herum. Hier geht es vor allem um die Märzrevolution von 1848 und den Maiaufstand von Dresden. Louise Otto stammt aus einem gut …
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Ich liebe die historischen Romane von Tanja Kinkel, doch dieses Buch ist sehr politisch angehaucht und zeigt die Situation der Frauen und deren Rechte um 1848 herum. Hier geht es vor allem um die Märzrevolution von 1848 und den Maiaufstand von Dresden. Louise Otto stammt aus einem gut bürgerlichen Haus, sie war schon immer sehr wissbegierig und las schon damals die Zeitungen ihres Vaters. Sie war eine sozialkritische Schriftstellerin und setzte sich in der Frauenbewegung für Freiheit und Selbstbestimmung ein. Im Rahmen einer ihrer Recherchen trifft sie auf Susanne Grabasch, einer jungen Frau, die in einer Fabrik arbeitet und deren Besitzer die Frauen ausgebeutet hat. Als Susanne sich für eine verletzte Freundin einsetzen will, wir ihr und ihrer Mutter gekündigt. Sie schlägt sie als Prostituierte durch und lernt einen charismatischen Mann kennen, der sie als Spionin anwirbt. Von nun an mischt Susanne in der Bewegung mit, lernt Mitstreiter wie z.B. Amelie Struwe, Robert Blum und noch einige mehr kennen. Doch durch ihre Spionagetätigkeit kommt sie in einen Zwiespalt, will sie doch alles tun, damit es ihrer lungenkranken Mutter gut geht. Die Autorin hat hier die Politik zu dieser Zeit mit dem Lebensweg zweier wirklich bewundernswerter Frauen vermischt, zumal die Otto, Struwe, Blum und noch einige in dem Buch vorkommenden Protagonisten reelle Personen sind, die tatsächlich sehr aktiv in der revolutionären Bewegung waren, während Susanne eine fiktive Romanfigur ist. Die Autorin hat bei diesem Buch sehr umfangreich recherchiert und ist tief in die politische Vergangenheit eingetaucht. Hier überwiegt nicht die romantische Liebe, sondern wir erfahren, wie hart die Menschen für die Demokratie in Deutschland gekämpft haben und wieviele der Mitstreiter dabei getötet oder inhaftiert wurden. Ein Buch über die geschichtliche Vergangenheit, die uns nachdenklich zurück läßt.
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Der Wind der Freiheit, historischer Roman von Tanja Kinkel, EBook, Hoffmann & Campe -Verlag
Zwei mutige Frauen nehmen den Kampf um die Freiheit auf.
1848 erheben sich die Menschen des Deutschen Bundes über die Macht der Fürsten. Zwei ungleiche Frauen, Louise Otto aus wohlhabender …
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Der Wind der Freiheit, historischer Roman von Tanja Kinkel, EBook, Hoffmann & Campe -Verlag
Zwei mutige Frauen nehmen den Kampf um die Freiheit auf.
1848 erheben sich die Menschen des Deutschen Bundes über die Macht der Fürsten. Zwei ungleiche Frauen, Louise Otto aus wohlhabender Familie überzeugte Demokratin und Schriftstellerin, sowie Susanne Grabasch, die arbeits- und mittellos ihr Leben fristet. In ihrer Not lässt Susanne sich auf einen gefährlichen Auftrag ein. Seite an Seite kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung.
Das Buch besteht aus drei Teilen die sich in 27 Kapitel aufteilen, die einzelnen Kapitel sind im auktorialen Erzählstil verfasst. Aus der Sicht von verschiedenen Personen. Der Leser erhält dadurch einen Überblick über das gesamte Geschehen. Die Kapitel sind mit Ort und Datum versehen, so kann der Leser den zeitlichen Ablauf genau einordnen.
Auch dieses Mal hat mich die Lektüre eines Romans von Tanja Kinkel in eine Reise in eine andere Epoche geführt. Aus den Büchern der Autorin habe ich immer viel gelernt, doch dieses Mal habe ich mich überfordert gefühlt. Sehr schwierige politische Verwicklungen, eine Unmenge an Personen, komplizierte historische Fakten haben mir die Lektüre sehr schwer gemacht, immer wieder musste ich Abschnitte und Sätze nochmal lesen, das hat den Lesefluss und den Spaß an der Lektüre gestört. Obwohl ich historische Romane gerne lese, ist diese Epoche für mich nicht interessant genug.
Der Leser hat die Möglichkeit mit den beiden Frauen, viel über die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche in der sich das gesamtdeutsche Parlament versammelte, um über eine freiheitliche Verfassung und die Bildung eines deutschen Nationalstaats zu beraten. Das Mainzer Informationsbüro einem Geheimdienst, und über den Kampf um Frauenrechte und Demokratie zu erfahren. Mit diesem Teil der Geschichte habe ich mich bisher noch nicht befasst und somit hatte ich Probleme die Zusammenhänge zu überblicken. Spannung ist keine vorhanden. Nüchtern und emotionslos erzählt.
Die Figuren sind zum Großteil historisch belegt, Publikationen von Amalia Struve und Louise Otto können auch heute noch im Buchhandel zugänglich. Über die Revolution 1848 kann sich der interessierte Leser umfassend informieren. Dieser Roman könnte ein Anstoß dazu sein.
Wie Arbeiterinnen und Dienstmädchen zu der Zeit lebten, ist anschaulich beschrieben, mir haben die Kapitel aus Sicht Susannes besser gefallen, das hat mich sehr berührt. Susanne ist eine tolle Figur, sie hat eine enorme Entwicklung gemacht, hat Sprachen und Benehmen gelernt, dazu ist sie eine fürsorgliche und praktische Person. Als „Doppelagentin“ geradezu raffiniert. Louise Otto fand ich dagegen unsympathisch, durch ihre privilegierten Familienverhältnisse und ihrem Schreibtalent musste sie nie den Kampf ums Überleben aufnehmen, ich fand sie naiv und blauäugig.
Für mich war das Buch anstrengend, immer wieder habe ich es weggelegt und nach einiger Zeit erst weitergelesen. Wer sich für diese Epoche und die politischen Entwicklungen interessiert wird Gefallen am Buch finden.
Von mir knapp 3 Sterne
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Frauen im Aufbruch
Der historische Roman "Im Wind der Freiheit" wurde von Tanja Kinkel geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 451 Seiten und das Cover zeigt revolutionäre Aufstände, was ebenso das Gefühl von …
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Frauen im Aufbruch
Der historische Roman "Im Wind der Freiheit" wurde von Tanja Kinkel geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 451 Seiten und das Cover zeigt revolutionäre Aufstände, was ebenso das Gefühl von Aufbruch und Veränderungen vermittelt. Die Handlung spielt im Jahr 1848, als die Menschen im Deutschen Bund gegen die autoritäre Herrschaft der Fürsten und die drückende Zensur revoltieren. In dieser Zeit treffen die mittellose Susanne und die mutige Schriftstellerin Louise Otto aufeinander. Gemeinsam kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Revolution, die das Land nachhaltig prägen wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und fängt die Atmosphäre dieser Epoche gut ein. Dennoch fiel es mir anfangs schwer in die Geschichte einzutauchen. Einige Kapitel wirken langatmig und bremsen den Lesefluss. Die zahlreichen historischen Details sind zwar faszinierend, können aber auch die Handlung überladen, was die Spannung eher mittelmäßig erscheinen lässt. Die Charaktere sind grundsätzlich gut entwickelt und bieten verschiedene Perspektiven und Motivationen. Allerdings wird die Vielzahl der Figuren mit der Zeit etwas unübersichtlich. Besonders gefallen hat mir Susanne, die durch ihren starken Charakter und ihren Mut besticht. Insgesamt ist das Buch ein solider Roman, der insbesondere für Leser, die sich für die Epoche der 1848er Revolution interessieren, von Bedeutung ist.
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Gebundenes Buch
Tanja Kinkels Roman Im Wind der Freiheit entführt die Leser*innen in das Jahr 1848, eine Zeit des Aufbruchs und der Revolution im Deutschen Bund. Im Mittelpunkt stehen zwei ungleiche Frauen: die mittellose Susanne und die entschlossene Schriftstellerin Louise Otto. Gemeinsam kämpfen sie …
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Tanja Kinkels Roman Im Wind der Freiheit entführt die Leser*innen in das Jahr 1848, eine Zeit des Aufbruchs und der Revolution im Deutschen Bund. Im Mittelpunkt stehen zwei ungleiche Frauen: die mittellose Susanne und die entschlossene Schriftstellerin Louise Otto. Gemeinsam kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Epoche, die von politischen Umwälzungen geprägt ist.
Das Cover des Buches ist ansprechend gestaltet und fängt die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts gekonnt ein. Die Farbgebung und das Motiv wecken sofort Interesse und spiegeln die Thematik des Romans wider.
Tanja Kinkel gelingt es meisterhaft, historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen zu verknüpfen. Die Geschichte ist spannend und einfühlsam erzählt, wobei die politischen Umstände der 1848er Revolution lebendig und nachvollziehbar dargestellt werden. Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, wodurch man sich leicht in die Zeit und die Charaktere hineinversetzen kann.
Die Figuren sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Besonders beeindruckend ist die Darstellung von Louise Otto, deren Mut und Entschlossenheit inspirieren. Auch Susannes Entwicklung im Verlauf der Geschichte ist glaubwürdig und berührend.
Als langjährige Leserin von Tanja Kinkel schätze ich ihre Fähigkeit, historische Stoffe mit menschlichen Geschichten zu verweben. Im Wind der Freiheit reiht sich nahtlos in ihre beeindruckende Bibliografie ein und bestätigt einmal mehr ihr Talent, Geschichte lebendig werden zu lassen.
Insgesamt ist Im Wind der Freiheit ein packender historischer Roman, der nicht nur die Ereignisse der 1848er Revolution beleuchtet, sondern auch die Rolle der Frauen in dieser bewegten Zeit würdigt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für Geschichte, starke Frauenfiguren und fesselnde Erzählungen begeistern.
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Gebundenes Buch
Das Cover mit der zurückblickenden Frau auf ein Kampfgeschehen passt sehr gut zu dem historischen Roman. Das Buch beginnt mit dem Prolog im Jahre 1835 in dem man Louise kennenlernt, die darum kämpft allein über das Erbe ihrer verstorbenen Eltern verfügen zu können. Ein paar …
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Das Cover mit der zurückblickenden Frau auf ein Kampfgeschehen passt sehr gut zu dem historischen Roman. Das Buch beginnt mit dem Prolog im Jahre 1835 in dem man Louise kennenlernt, die darum kämpft allein über das Erbe ihrer verstorbenen Eltern verfügen zu können. Ein paar Jahre später trifft Louise auf Susanne, die mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat. Susanne schuftet zusammen mit ihrer Mutter in einer Tuchfabrik und dennoch haben die beiden kein Geld für eine anständige Unterkunft und ausreichend Essen. Die beiden Frauen verknüpft die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen der damaligen Zeit; schlechte Arbeitsbedingungen, wenig Lohn und das Wahlrecht bzw. Mitbestimmungsrecht für Frauen. Die beiden ungleichen Frauen versuchen gut durch die Wirren der Revolution zu kommen und erleben viel Ungerechtigkeit.
Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und man kann sich gut in das Gelesene und die damalige Zeit hineinversetzen. Ein gut recherchierter historischer Roman über die Anfänge der Demokratie in Deutschland.
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Louise Otto verliert ihre Eltern als Siebzehnjährige, dennoch gelingt es ihr, einen Vormund zu vermeiden und selbst über ihr Leben und ihr Vermögen verfügen zu können. Sie wird Schriftstellerin, veröffentlicht Bücher und in Zeitungen, unter anderem auch bei Robert …
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Louise Otto verliert ihre Eltern als Siebzehnjährige, dennoch gelingt es ihr, einen Vormund zu vermeiden und selbst über ihr Leben und ihr Vermögen verfügen zu können. Sie wird Schriftstellerin, veröffentlicht Bücher und in Zeitungen, unter anderem auch bei Robert Blum. Sie denkt fortschrittlich und setzt sich auch für Frauenrechte ein.
Susanne Grabasch kommt aus prekären Verhältnissen, muss schon als Kind Gewalt von Männern erdulden und schuftet schließlich in einer Textilfabrik. Ihr erstes Zusammentreffen mit Louise Otto endet letztlich nicht gut für sie, sie landet auf der Straße.
Tanja Kinkel war für mich schon immer eine Garantin für interessante und gut recherchierte Romane, und so habe ich auch hier bedenkenlos zugegriffen. Erzählt wird ein Stück deutscher Geschichte, nämlich die Geschehnisse rund um die Revolution 1848/1849. Im Fokus stehen bei ihr allerdings Frauen, reale und fiktive, deren Leben davon beeinflusst wurde, die aber auch aktiv gehandelt haben. Man trifft im Laufe der Handlung auf einige historische Persönlichkeiten, sowohl weibliche als auch männliche. Auch Louise Otto hat wirklich gelebt, Susanne allerdings ist stellvertretend für alle weiblichen Arbeiterinnen anzusehen, deren Leben noch schwieriger war als das der männlichen Arbeiter.
Im Groben kannte ich die damaligen Ereignisse, dieser Roman hat sie mir umfassender nahegebracht. Ich finde vor allem den Fokus auf die Sicht der Frauen wichtig und gut gelungen, die leider von den Revolutionären kaum mitgedacht wurden, wurde dort von allen Menschen und Gleichheit gesprochen, meinte man in der Regel die Männer. Daran konnten auch Frauenrechtlerinnen wie Louise Otto leider wenig ändern, auch wenn sie bei einigen der Abgeordneten Gehör fanden.
Für mich ist der Roman neben einer anschaulichen Geschichtsstunde auch sehr spannend gewesen. Ich habe mitgefühlt mit den Protagonist:innen, aus deren Sicht erzählt wird. Darunter ist übrigens auch ein Mann, Lukas Brandstetter ist Soldat der preußischen Armee, und wird immer wieder in Brandherde geschickt, dabei lernt er auch Susanne kennen, so dass sich ihrer beider Schicksale verknüpfen. Manches stand natürlich von Anfang an fest, da es tatsächlich passiert ist, doch so tief war mein Wissen vorher nicht, dass es für mich nicht doch einige Überraschungen gegeben hätte. Und auch das Leben der oben genannten Frauen, vor allem das Susannes, bietet einige Möglichkeiten, zum Daumen drücken.
Erzählt wird eingängig, bildhaft und atmosphärisch, ich fühlte mich immer mittendrin. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch sie hat man regelrecht bildlich vor Augen. Tanja Kinkel ist es wieder gelungen, die damalige Zeit und ihre Akteur:innen lebendig werden zu lassen. Ein Personenverzeichnis und vor allem ein Nachwort der Autorin hätten den Roman noch zusätzlich aufgewertet, leider wurde darauf verzichtet.
Tanja Kinkel hat es wieder geschafft mich Neues zu lehren, mich zu unterhalten und mich interessiert lesen zu lassen. Das Thema finde ich wichtig, die Protagonist:innen gut gezeichnet, die Erzählung spannend, sehr gerne empfehle ich diesen interessanten Roman weiter.
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Gebundenes Buch
Das Cover lässt die Spannung bereits vermuten, die auch in dem Buch steckt.
Es geht um die Märzrevolution im Jahr 1848, und eine Frau der Arbeiterklasse namens Susanne, die mitten hinein gerät. Tanja Kinkel beschreibt nachvollziehbar den inneren Kampf und die Unsicherheit, auf …
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Das Cover lässt die Spannung bereits vermuten, die auch in dem Buch steckt.
Es geht um die Märzrevolution im Jahr 1848, und eine Frau der Arbeiterklasse namens Susanne, die mitten hinein gerät. Tanja Kinkel beschreibt nachvollziehbar den inneren Kampf und die Unsicherheit, auf wessen Seite Susanne stehen soll. Dazu lernen wir Louise Otto kennen, die sich klar auf eine Seite geschlagen hat, aber nun ihrerseits den Kampf gegen das Patriarchat aufnehmen muss, da die Herren der Schöpfung den „Weibern“ das Wählen nicht zutrauen.
Und daneben fließen weitere geschichtliche Figuren wir Robert und Jenny Blum, Fürst Metternich und Amalie Struve ein. Selbst die Brüder Grimm bleiben nicht unerwähnt.
Was ich besonders toll finde: die Situation damals wird anscheinend sehr realistisch beschrieben, und die Personen die neben der Protagonistin Susanne in Erscheinung treten, gab es so (oder so ähnlich) tatsächlich.
Ein wirklich lehrreicher und gleichzeitig unterhaltsamer Roman, meisterlich geschrieben von einer tollen Autorin, Tanja Kinkel.
Ich kann das Buch nur allen empfehlen, die sich für Politik oder historische Romane interessieren. Und allen anderen auch :) denn der politische Aspekt fließt völlig spielerisch ein und wird von der Geschichte getragen.
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eBook, ePUB
Generell ist das Buch sehr gut geschrieben, es macht Spaß zu lesen und hält einen für das Geld lange dabei.
Erstmal zum physischen Buch: die Druckqualität ist super in der gebundenen Version und die Seitendicke und generelle Haptik sehr angenehm.
Zum Inhalt: das Buch liest …
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Generell ist das Buch sehr gut geschrieben, es macht Spaß zu lesen und hält einen für das Geld lange dabei.
Erstmal zum physischen Buch: die Druckqualität ist super in der gebundenen Version und die Seitendicke und generelle Haptik sehr angenehm.
Zum Inhalt: das Buch liest sich sehr gut, die Dialoge sind angenehm realistisch, aber die Zwischenfrequenzen manchmal etwas langatmig. Ich habe mich oft erwischt, diese mal übersprungen zu haben und dann doch etwas wichtiges verpasst zu haben. Die 400-500 Seiten lesen sich nicht allzu flott, obwohl der Schreibstil zwar zum Überfliegen einlädt, aber dennoch viel abverlangt. Die Geschichte ist echt gut geschrieben und man bleibt gerne am Ball, da es einfach interessant ist. Ich kann das Buch empfehlen, vielleicht wenn man viel Zeit und Muse hat sich etwas intensiv zu widmen und kein Überfliegen notwendig ist.
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eBook, ePUB
Frauen engagieren sich für die demokratische Entwicklung in Deutschland.
Mit ihrem Roman „Im Wind der Freiheit“ entführt Tanja Kinkel die Leserin und den Leser in ein zerrissenes Deutschland im Jahr 1848. Die Hauptpersonen, die jungen Frauen Louise und Susanne, stammen …
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Frauen engagieren sich für die demokratische Entwicklung in Deutschland.
Mit ihrem Roman „Im Wind der Freiheit“ entführt Tanja Kinkel die Leserin und den Leser in ein zerrissenes Deutschland im Jahr 1848. Die Hauptpersonen, die jungen Frauen Louise und Susanne, stammen aus unterschiedlichen sozialen Milieus. Die eine aus reichem Haus sucht sich als Schriftstellerin Anerkennung, die andere, eine arbeitslose Fabrikarbeiterin, die sich ihr Geld als Prostituierte verdient und sich um ihre kranke Mutter kümmert. Immer wieder kreuzen sich ihre Lebenswege. Susanne lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein und bringt dadurch einige Streiter für die Freiheit in Gefahr. Andere Frauen, wie Amalie Struve, engagieren sich ebenfalls für mehr Frauenrechte. Die Autorin beschreibt dies ausführlich in einem flüssigen Erzählstil. Die vielen Personen erschweren jedoch oftmals den Überblick über die Handlung. Das Hintergrund-Cover vermittelt einen guten Eindruck von den Straßenschlachten, die Frau im Vordergrund, mit moderner Haartracht, passt jedoch nicht recht in das Bild. Ich habe viel über die Revolution, die Nationalversammlung und die Kämpfe in den einzelnen Staaten erfahren. Die Autorin hat sich eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt und hat sehr gründlich recherchiert. Dennoch hätte ich gerne mehr über dieses Thema im Nachwort erfahren. Das Buch ist ein historischer Roman für alle, die sich für Deutschlands geschichtliche Vergangenheit interessieren.
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eBook, ePUB
Frauenrechte, immer wieder ein spannendes und wichtiges Thema. Es ist immer wieder faszinierend zu lesen, welche Zustände für Frauen herrschten und welch harter Kampf hinter dem steckt, was wir im 21. Jahrhundert als selbstverständlich gegeben sehen.
Etwas schade war, dass es hier …
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Frauenrechte, immer wieder ein spannendes und wichtiges Thema. Es ist immer wieder faszinierend zu lesen, welche Zustände für Frauen herrschten und welch harter Kampf hinter dem steckt, was wir im 21. Jahrhundert als selbstverständlich gegeben sehen.
Etwas schade war, dass es hier oft eher sachlich und informativ gestaltet wurde. Ist nicht grundsätzlich falsch, dennoch lese ich bei historischen Romanen eindeutig lieber Geschichte eingekleidet in einer Rahmenhandlung, so war es zumindest stellenweise fast eher lehrbuchartig.
Die persönlichen Erlebnisse der Protagonistinnen mussten oft hinten anstehen bzw. wurden nur sehr flach und kurz behandelt. Schade, dieser Mix gibt für mich immer eher ein gelungenes Buch ab.
Großartig fand ich aber die Darstellung der verschiedenen "Schichten", Luise Otto aus gutem Hause, die sich den "heroischen Kampf" für die Frauenrechte leisten kann, während Susanne Grabasch aus ganz anderen Motiven heraus für ihre Rechte kämpft.
Insgesamt also ein gelungenes Buch!
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