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1943. Die junge Opernsängerin Ruth wird nach Theresienstadt deportiert, nur die Liebe zur Musik gibt ihr Hoffnung. Ein halbes Jahrhundert später erzählt sie einem schnarrenden Kassettenrekorder in einem New Yorker Altersheim ihre Geschichte. Dänemark, 2015: Alexander kämpft mit seiner Gesangskarriere und einem unerfüllten Kinderwunsch, den er und seine Frau so sehr haben. Seine Mutter mischt sich ständig in sein Leben und seine Ehe ein, bleibt aber ungewohnt still, wenn es um ihre eigene Herkunft geht. Eines Tages findet Alexander auf dem Dachboden zwei kleine Kassetten, und als er sie ...
1943. Die junge Opernsängerin Ruth wird nach Theresienstadt deportiert, nur die Liebe zur Musik gibt ihr Hoffnung. Ein halbes Jahrhundert später erzählt sie einem schnarrenden Kassettenrekorder in einem New Yorker Altersheim ihre Geschichte. Dänemark, 2015: Alexander kämpft mit seiner Gesangskarriere und einem unerfüllten Kinderwunsch, den er und seine Frau so sehr haben. Seine Mutter mischt sich ständig in sein Leben und seine Ehe ein, bleibt aber ungewohnt still, wenn es um ihre eigene Herkunft geht. Eines Tages findet Alexander auf dem Dachboden zwei kleine Kassetten, und als er sie abspielt, knistert ihm eine Stimme aus der Vergangenheit entgegen. Von Kopenhagen über Deutschland und New York - »Großmutters Geheimnis« ist eine warmherzige, das letzte Jahrhundert umspannende europäisch-jüdische Familiengeschichte über vererbte Traumata und die erlösende Kraft der Musik, inspiriert von der Familiengeschichte des Autors, ausgezeichnet mit dem dem wichtigsten dänischen Literaturpreis, der Goldenen Lorbeere.
Benjamin Koppel, geboren 1974, ist ein international bekannter dänischer Jazzmusiker. Er stammt aus einer Musikerfamilie, in der das Geschichtenerzählen beim Abendessen schon immer eine große Rolle gespielt hat. Anna war die lange verschollene Schwester seines Großvaters. Ihre Geschichte fand er so faszinierend, dass er unbedingt davon erzählen wollte. Mit 'Annas Sang', das 2022 in Dänemark erschienen ist, gelang Benjamin Koppel ein Überraschungsbestseller.
Produktdetails
- Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
- Originaltitel: Sommerfuglens stemme
- 1. Auflage
- Seitenzahl: 491
- Erscheinungstermin: 29. Oktober 2025
- Deutsch
- Abmessung: 198mm x 130mm x 43mm
- Gewicht: 455g
- ISBN-13: 9783758700361
- ISBN-10: 3758700361
- Artikelnr.: 73875579
Herstellerkennzeichnung
FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
produktsicherheit@fischerverlage.de
Dass dies alles [...] lebendig und authentisch wirkt, liegt an [...] Koppels Fähigkeit, die Personen wirklich zum Leben zu erwecken, mit allen Schwächen, menschlichen Eigenheiten und Stimmungen. Mauretta Heinzelmann NDR Kultur 20251126
Zwiespältiger Eindruck
Wer wie ich den Debutroman von Benjamin Koppel „Annas Lied“ gelesen hat, dürfte voller Vorfreude zu seinem neuesten Buch „ Großmutters Geheimnis“ gegriffen haben. Der bekannte Musiker und Autor hat sich auch dieses Mal wieder von …
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Zwiespältiger Eindruck
Wer wie ich den Debutroman von Benjamin Koppel „Annas Lied“ gelesen hat, dürfte voller Vorfreude zu seinem neuesten Buch „ Großmutters Geheimnis“ gegriffen haben. Der bekannte Musiker und Autor hat sich auch dieses Mal wieder von seiner eigenen Familiengeschichte inspirieren lassen.
Auch hier entwickelt er seine Erzählung auf zwei Ebenen.
In einem jüdischen Altersheim in New York spricht eine sehr alte Dame ihre Erinnerungen auf Band. Adressiert sind die Bänder an ihren in Dänemark lebenden Enkel, zu dem sie keinen Kontakt hat. Ihm möchte sie von ihrer Vergangenheit erzählen, damit er seine eigenen Wurzeln kennt und Verständnis für das komplizierte Familienverhältnis entwickeln kann.
Aufgewachsen ist die Ich-Erzählerin Ruth in Kopenhagen inmitten einer weit verzeigten jüdischen Familie. Ursprünglich aus dem polnischen Schtetl kommend, hat sich die Familie in Dänemark eine neue Existenz aufgebaut. ( Wer den Vorgänger gelesen hat, kennt die Koppelmanns. Die Ich- Erzählerin ist Annas Cousine.)
Es sind glückliche Jahre, bis die Nazis in Dänemark einmarschieren. Ruth, die im Anfang ihrer Karriere als Opernsängerin stand, wird 1943 mit ihrem Vater zusammen verhaftet und nach Theresienstadt deportiert. Eindringlich schildert der Autor die Geschehnisse im Lager. Einzig die Musik und die Beziehung zu einem jungen Mann geben Ruth die Kraft zum Überleben.
Im zweiten Erzählstrang wechselt der Autor von der Ich-Erzählung zur personalen Erzählweise und in das Dänemark der Gegenwart. Hier steht im Zentrum Ruths Enkel, der Musiker Alexander. Er ist unglücklich in seinem Job als Mitglied einer Cover-Band. Viel lieber würde er seine eigene Musik machen, doch dazu fehlt ihm der Mut.
Noch belastender für ihn ist aber seine private Situation. Seit einiger Zeit schon versuchen er und seine langjährige Partnerin Gry ein Kind zu bekommen, bisher vergeblich. Nun hoffen sie auf medizinische Hilfe in einer Kinderwunschklinik. Die Behandlung ist für die beiden und ihre Beziehung äußerst belastend.
Dazu kommt noch das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter. Lilian, einst eine gefeierte Musicalsängerin, ist egozentrisch und übergriffig. Ständig mischt sie sich völlig empathielos in Alexanders Leben ein. Schon als Kind fühlte er sich ungeliebt, immer stand ihre Karriere an erster Stelle..
Benjamin Koppel erzählt nun abwechselnd von Ruth und Alexander. Das konnte mich von Anfang an fesseln und ich fand beide Erzählstränge gleichermaßen interessant.
Nicht nur das tragische Schicksal von Ruth und ihrer Familie hat mich berührt, auch wenn ich schon viel über das Thema Judenverfolgung gelesen habe.
Ebenso eindringlich beschreibt Benjamin Koppel, was ungewollte Kinderlosigkeit für ein Paar bedeutet. Heute verspricht der medizinische Fortschritt Abhilfe. Doch der hat seinen Preis und ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Dabei geht jeder der Beteiligten anders mit einer solchen Situation um. Auch das wirkt glaubwürdig im Roman.
Doch der anfangs positive Eindruck verschwand leider im Verlauf der Lektüre. Das lag zum einem an einem strukturellen Problem, denn der Roman bekam ein Ungleichgewicht. Während bei Ruth Dramatisches passiert, dreht sich Alexanders Geschichte im Kreis. Hier wäre eine Straffung unbedingt notwendig gewesen. Später dann aber wird auf wenigen Seiten alles zu einem positiven Ende gebracht. Das wirkt unglaubwürdig und kitschig.
Außerdem hat Benjamin Koppel zu wenig Vertrauen in seine Leserschaft. Es wird sehr bald klar, dass Alexanders Zerrissenheit und Unzufriedenheit tiefere Gründe haben muss, Gründe, die in der familiären Vergangenheit liegen. Und auch, dass er seine Probleme erst in Griff bekommt, wenn er mehr über das familiäre Trauma weiß. Ein Thema des Romans ist also die sekundäre Traumatisierung , d.h. die transgenerationale Weitergabe von Traumata. Damit das auch jeder Lesende begreift, lässt er Alexanders Partnerin an einem Forschungsprojekt zu diesem Thema arbeiten. Das ist wenig elegant und wirkt didaktisch.
Positiv aufgefallen sind mir aber die vielen Passagen, in denen es um Musik geht. Da spürt man, dass sich der Autor, selbst Musiker, auf vertrautem Terrain bewegt. Hier vermag er es, einzelne Musikstücke einfühlsam zu interpretieren , aber auch die Bedeutung der Musik für seine Protagonisten rüberzubringen.
Insgesamt ist „ Großmutters Geheimnis“ ein Roman, der einen zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen hat.
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“Großmutters Geheimnis“ vom dänischen Autor Benjamin Koppel hat mir insgesamt betrachtet gut gefallen, mich emotional bewegt und dabei gefühlsmäßig durch eine Berg- und Talfahrt geführt. Da war auf den 488 Seiten alles dabei – Begeisterung, …
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“Großmutters Geheimnis“ vom dänischen Autor Benjamin Koppel hat mir insgesamt betrachtet gut gefallen, mich emotional bewegt und dabei gefühlsmäßig durch eine Berg- und Talfahrt geführt. Da war auf den 488 Seiten alles dabei – Begeisterung, Bestürzung, Fragezeichen, zum Abschluss des Buches leichte Enttäuschung über das Ende. Erzählt wird auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen, Gegenwart und Vergangenheit. Stilistisch für mich geschickt gemacht vom Autor, von Seite zu Seite wurde der Roman für mich immer spannender durch sich zusammenfügende einzelne Puzzleteile zum großen Ganzen. Wir schreiben zum einen das Jahr 2015. Musiker Alexander lebt mit seiner Partnerin Gry in Kopenhagen. Unerfüllt blieb bislang ein Kinderwunsch, daher unterzieht sich Gry einer Fertilitätsbehandlung in einer Spezialklinik. Alexanders Mutter Lillian, einst erfolgreiche Sängerin, verhält sich im Privatleben ebenso divenhaft wie einst auf der Bühne. Mischt sich in das Privatleben ihres Sohnes ein, Intimsphäre und Empathie scheinen Fremdworte für sie zu sein, körperlich wie emotional war sie so gut wie nie präsent in Alexanders Kindheit. Sein alkoholkranker Vater Knud hat nur am Rande einer eher unglückliche Randfigur gespielt. Alexander ist zwar als Musiker mit einer Band erfolgreich, dennoch nicht wirklich zufrieden mit seinem Leben. Dies äußert sich durch Angstzustände, Depressionen, Selbstzweifel und Schuldgefühle, die er durch Konsum von Alkohol und Drogen versucht zu ersticken. Dann findet er überraschend bei einer Aufräumaktion im Haus seiner Mutter besprochene Bänder seiner ihm bis dahin unbekannten Großmutter Ruth. Und mit diesem Fund wird der Leser dann in die Vergangenheit katapultiert, der Inhalt der Bänder hat später tiefgreifende Folgen auf die gesamte Familiendynamik. Die Bänder wirken wie eine große Lebensbeichte, auf ihnen berichtet die Großmutter über ihr bewegtes Leben, angefangen von einer behüteten Kindheit in einer Musikerfamilie, über ihre Ausbildung zur Opernsängerin bis hin zur Deportation in das von den Nazis errichtete Ghetto Theresienstadt , wo ihr nur die Liebe zur Musik die Kraft gibt zu überleben. Die Musik ist die gemeinsame Sprache, die „Tonart“, die Alexander und sie verbindet. Immer mehr Geheimnisse werden sukzessive gelüftet durch Ruths Erzählungen, Alexander besucht sie sogar noch in New York, wo sie mit stolzen 96 Jahren in einem jüdischen Pflegeheim lebt. Als Leserin wurde ich mitgenommen auf die Reise des Erkennens und Verstehens, umso enttäuschter war ich dann allerdings vom Ende, wo es sich der Autor für meine Begriffe dann etwas zu einfach macht, da hätte ich mehr Leidenschaft erwartet. Dennoch hat das Buch mir durchaus gefallen, es hat meine Neugierde und die Spannung auf den ersten dreihundert Seiten sehr hoch gehalten, und auch den Blick zugewandt auf eine dunkle Seite Deutscher Geschichte. Für unrealistisch habe ich es allerdings befunden, dass alte Traumata, die sich über Generationen hinweg weitervererben, nur durch das Hören von zwei Kassetten auflösen. Sicherlich ist die Aufarbeitung der Familiengeschichte ein erster Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg zur eigenen Heilung. Dass sich allerdings so schnell nahezu alle Probleme auf einmal lösen scheinen, war für mich schlichtweg realitätsfern. Daher ein Stern weniger von mir.
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In einem New Yorker Altenheim , nimmt Ruth,im Alter von über 90 Jahren, auf einem alten Kassettenrekorder, ihre Lebenserinnerungen auf ,in der Hoffnung, dass ihr Enkel, Alexander, diese eines Tages lesen kann. Ihr Schicksal ist sehr berührend und geht beim Lesen an die Substanz. Als …
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In einem New Yorker Altenheim , nimmt Ruth,im Alter von über 90 Jahren, auf einem alten Kassettenrekorder, ihre Lebenserinnerungen auf ,in der Hoffnung, dass ihr Enkel, Alexander, diese eines Tages lesen kann. Ihr Schicksal ist sehr berührend und geht beim Lesen an die Substanz. Als jüdische Opernsängerin wurde sie 1943 nach Theresienstadt deportiert,wo fortan schlimme Ereignisse ihren Alltag bestimmten.Lediglich ihre Liebe zur Musik und die Beziehung zu Leonard, ließ sie ihr Schicksal ertragen.
Im Jahr 2015 / 2016 lebt der Musiker Alexander mit Gry zusammen.Sie versuchen schon seit längerer Zeit ein Kind zu bekommen,leider sind ihre Bemühungen erfolglos.Alexander leidet darunter und zweifelt außerdem daran,ein guter Vater werden zu können.Seinen Frust kompensiert er mit Alkohol und Kokain,wodurch die Beziehung zu Gry leidet.Seine Mutter Lillian, Eine ehemalige Musical Darstellerin, ist eine Diva, die sich nur für sich selbst interessiert und sich dabei ungeniert,in das Leben der jungen Leute einmischt.Sie hat zu ihrer eigenen Mutter schon Jahrzehnte keinen Kontakt mehr und hat ihrem Sohn fast alles aus der Vergangenheit verschwiegen.
Die Geschichte wird im stetigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Hierbei war der Part in der Vergangenheit deutlich interessanter. Die bewegende Geschichte der Großmutter bringt beim Lesen oft an die emotionalen Grenzen. In der Gegenwart nahm der unerfüllte Kinderwunsch und die damit verbundenen Bemühungen einen sehr großen Raum ein.Obwohl die Beschreibung des Geschehens in der Fertilitätsklinik interessant war,hätte ich diese Umfänglichkeit nicht gebraucht.
Neben dem Thema unerfüllter Kinderwunsch wurden auch vererbte Traumata,Familienkonflikte ,Alkohol - und Kokainsucht erörtert aber nicht vertieft.
Während die Geschichte der Großmutter,aufgrund ihres schweren Schicksals,sehr bewegend war ,blieb die Gegenwart,inklusive der beteiligten Personen über weite Strecken sehr blaß.
Dann gab es ,quasi aus dem Nichts,eine für mich nicht nachvollziehbare Wendung.Alle Probleme lösten sich in Rekordzeit in Wohlgefallen auf,wodurch die Glaubwürdigkeit abhanden kam.
Ich bin enttäuscht und kann leider nur drei Sterne vergeben.
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Dänemark, 2015:
Alexander ist ruhelos und sehr unzufrieden mit seinem Leben.
Er kämpft mit seiner Gesangskarriere und einem unerfüllten Kinderwunsch,
den er und seine Frau so sehr haben. Eventuelle Zweifel werden mit Alkohol
und Drogen beiseite geschoben. Zudem mischt sich …
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Dänemark, 2015:
Alexander ist ruhelos und sehr unzufrieden mit seinem Leben.
Er kämpft mit seiner Gesangskarriere und einem unerfüllten Kinderwunsch,
den er und seine Frau so sehr haben. Eventuelle Zweifel werden mit Alkohol
und Drogen beiseite geschoben. Zudem mischt sich ständig seine Mutter in sein Leben. Zu ihrem Leben, ihrer Vergangenheit ist sie eher zugeknöpft, erzählt nichts.
Eines Tages findet Alexander auf dem Dachboden zwei kleine Kassetten, und als er sie abspielt, knistert ihm eine Stimme aus der Vergangenheit entgegen.
1943. Die junge Opernsängerin Ruth wird nach Theresienstadt deportiert, nur die Liebe zur Musik gibt ihr Hoffnung. Ein halbes Jahrhundert später erzählt sie einem schnarrenden Kassettenrekorder in einem New Yorker Altersheim ihre Geschichte.
Alexanders Leben wird sehr detailliert wiedergegeben.
Sein unruhiges Wesen, seine Suche nach...Ja, wonach? Nach Antworten?
Er weiß es selber nicht genau. Seine Frau setzt alles daran, ein Kind
zu bekommen. Das wird mehr als anschaulich beschrieben. Alexander aber hat
Angst, Vater zu werden, Verantwortung zu übernehmen.
Erst als er seine Gefühle und Gedanken in Musik
übersetzt, kann er neuen Lebensmut und Stärke gewinnen.
Dazu verhilft ihm seine Großmutter. Sie nimmt ihm die vererbten Traumata
und gibt ihm die erlösende Kraft der Musik.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen.
Wobei die von Alexander teilweise sehr zäh wiedergegeben wird.
Die Charaktere sind spröde und wirken recht hölzern.
Lassen keine Nähe zu.
Ruths Geschichte ist da so ganz anders. Alles ist wunderbar erzählt.
Liest sich spannend und sehr authentisch.
Der Lesefluss wird aber durch Alexanders Teil immer wieder gebremst.
Das ist sehr schade. Denn dieses Thema ist so wichtig.
Die Begegnung von Großmutter und Enkel. Das vorsichtige Kennenlernen,
das besser verstehen. Das alles wird wiederum warmherzig ohne Pathos erzählt.
Bedauerlicherweise endet der Roman dann ziemlich abrupt mit einer
nicht so passenden übertriebenen Harmonie.
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Generationsübergreifende Konflikte
Benjamin Koppel präsentiert mit seinem Roman ‘Großmutters Geheimnis‘ eine Geschichte, die sich vielschichtig, konfliktreich und verstörend zugleich zeigt. Es ist die weiterführende Schilderung von Schicksalen einer …
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Generationsübergreifende Konflikte
Benjamin Koppel präsentiert mit seinem Roman ‘Großmutters Geheimnis‘ eine Geschichte, die sich vielschichtig, konfliktreich und verstörend zugleich zeigt. Es ist die weiterführende Schilderung von Schicksalen einer jüdischen Familie, die in ‘Annas Lied‘ ihren Anfang fand. In der Musik, das alles Verbindende, finden die Protagonisten ihre Heimat. Sie fühlen jeden Ton, erleben diesen auf ihre ganz eigene Art im Innersten bewegend, intensiver als jedes Wort es auszudrücken vermag. Musik ist das verbindende Element zwischen Ruth, Lillian und Alexander, eine Sprache, die sie hervorragend verstehen und sprechen.
In den beiden Handlungssträngen des Romans kommt zum einen die sehr betagte, über neunzig jährige Ruth zu Wort, die ihre Lebensgeschichte auf Kassetten aufnimmt, in der Hoffnung, dass ihr Enkel sich diese eines Tages anhören wird. Es sind äußerst bewegende Worte, die ihr nicht leichtfallen, sie auszusprechen, die eine grausame menschenverachtende Zeit unter der Naziherrschaft im Ghetto Theresienstadt beschreiben. Sie schildert darüber hinaus, wie konfliktreich sich ihr weiteres Leben als Konsequenz dessen, was sie als sehr junge jüdische Frau erleiden musste, gestaltet hat. Äußerst berührend und mitfühlend zeichnet der Autor diesen Charakter.
Der andere Handlungsstrang führt nach Kopenhagen der Jahre 2015 und 2016. Alexander, ein talentierter, junger Musiker ist unzufrieden mit sich und dem was um ihn herum passiert. Die Ursachen dafür bleiben lange Zeit im Verborgenen. Nur seine äußerst egozentrische Mutter Lillian könnte ein Grund dafür sein oder ist es eher der übergroße Wunsch seiner langjährigen Freundin, die alles unternimmt, um endlich schwanger zu werden?
Im Roman werden schwerwiegende Themen wie Identitätskrisen, generationsübergreifende Konflikte mit ausgeprägten Angststörungen, Ablehnung und Suchtprobleme angesprochen, die nach Lösungen schreien. Wie diese umgesetzt wurden, ist sicherlich sehr individuell zu betrachten. Für mich kamen die Auflösungen der Konflikte überraschend schnell, ohne den von mir erwarteten Schlussakkord, der dieser spannenden, sich stets steigernden Geschichte letztendlich die ihr gewünschte Tiefe verleiht.
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Ein teilweise zeitgenössischer, teilweise historischer Roman, der sich ziemlich ausgiebig mit einer jüdischen Familiengeschichte befasst. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die mal mehr, mal weniger mitreißend sind, wie ich finde.
Der historische Teil ist sehr …
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Ein teilweise zeitgenössischer, teilweise historischer Roman, der sich ziemlich ausgiebig mit einer jüdischen Familiengeschichte befasst. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die mal mehr, mal weniger mitreißend sind, wie ich finde.
Der historische Teil ist sehr erschütternd und aufwühlend, berichtet unter anderem über die unglaublichen Grausamkeiten im KZ Theresienstadt.
Ruth, eine der Protagonisten, hat diese schlimme Zeit nur knapp und mit viel Glück überlebt. Diese furchtbaren Jahre haben ihr Leben für immer geprägt, was sich wie ein roter Faden auch durch das Leben ihrer Nachkommen zieht. Am meisten hat ihre Tochter Lillian darunter zu leiden. Aber auch für den Enkel Alexander gibt es einiges zu verarbeiten, was noch aus dieser Zeit stammt.
Es ist ein weiter Weg, bis endlich Ruhe einkehrt, sich alle auf eine bessere Zukunft konzentrieren und sich darauf freuen können.
Für mich ein bisschen viel Happy End am Schluß, aber das muss jeder Leser für sich entscheiden.
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„Großmutters Geheimnis“ erzählt eine Geschichte auf zwei Zeitebenen- zum einen die Geschichte von Alexander im Jahr 2016.Und die Geschichte von Ruth,sie selbst erzählt aus ihrer Vergangenheit – als Gefangene in einem Lager der Nazis.Ihren EnkelAlexander hat sie nie …
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„Großmutters Geheimnis“ erzählt eine Geschichte auf zwei Zeitebenen- zum einen die Geschichte von Alexander im Jahr 2016.Und die Geschichte von Ruth,sie selbst erzählt aus ihrer Vergangenheit – als Gefangene in einem Lager der Nazis.Ihren EnkelAlexander hat sie nie kennengelernt sie bespricht Kassetten für ihn.Damit er ihre Geschichte und die seiner Familie kennenlernt.Alte Verletzungen in der Familie haben dafür gesorgt , das diese entzweit ist. Ruth lässt sich nicht abhalten und erzählt in hohem Alter schonungslos ihre Geschichte.Alexander, ist ein Musiker- er wäre gerne erfolgreich,er ist voller Unsicherheit und seine Misserfolgeertränkt er in Alkohol und Drogen . Seine Freundin, würde gerne mit ihm ein Kind haben,aber dafür muß sie nicht nur eine ärztliche Behandlung über sich ergehen lassen . Der Wunsch nach einem Kind stellt das Paar vor unerwartete Schwierigkeiten.Alexander beginnt die Kassetten zu hören,seine Freudin Gry findet die Erinnerungen spannend.Nun beginnt Alexander seine Familiengeschichte zu entdecken…
Der Autor Benjamin Koppel hat eine tragische und berührende Geschichte einer Frau während der Ns-Zeit geschrieben und deren Enkel, der mit seinen ganz eigenen Dämonen kämpft.Ich fand die Geschichte berührend und zu Herzend gehend-gerne4 Sterne.
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2 Zeitstränge in sehr unterschiedlicher Ausführung und Intensität
Ich mag das Cover von „Großmutters Geheimnis“ von Benjamin Koppel sehr. Das leicht nostalgisch anmutende Bild mit der lesenden Frau am Fenster erzeugt für mich eine sehr angenehme und …
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2 Zeitstränge in sehr unterschiedlicher Ausführung und Intensität
Ich mag das Cover von „Großmutters Geheimnis“ von Benjamin Koppel sehr. Das leicht nostalgisch anmutende Bild mit der lesenden Frau am Fenster erzeugt für mich eine sehr angenehme und einladende Stimmung und auch die Farben wirken auf mich harmonisch und warm. Wie das Bild zur Geschichte passt, habe ich bisher jedoch nicht ergründen können.
Diese erzählt in zwei unterschiedlichen Zeitsträngen eine „jüdische Familiensaga über die erlösende Kraft der Musik“ (Zitat Klappentext):
Im einen Zeitstrang werden wir LeserInnen in die Zeit des zweiten Weltkrieges geführt und erleben durch der Erzählungen Ruths, die im Altersheim lebt und einem Kassettenrekorder ihre Lebensgeschichte diktiert, von ihren Erfahrungen in diesen schrecklichen Zeiten. Sie war eine aufstrebende Opernsängerin, wurde dann jedoch nach Theresienstadt deportiert und nur ihre tiefe Liebe zur Musik sowie ganz besondere Menschen haben ihr dabei geholfen diese Hölle zu überstehen.
Im Jahr 2015 kämpft der junge Alexander mit sich, seinem Leben, seiner unbefriedigenden Musikkarriere und einem unerfüllten Kinderwunsch. Außerdem mischt sich seine dominante Mutter ständig übergriffig in sein Leben ein, doch bei Fragen zu ihrer Herkunft und Familie blockt sie regelmäßig ab. Doch als Alexander alte Kassetten auf dem Dachboden findet, auf denen eine alte Frau aus der Vergangenheit erzählt, beginnt er seiner Familiengeschichte zu entdecken…
An den Schreibstil von Benjamin Koppel musste ich mich zu Beginn ein wenig gewöhnen, doch je mehr Zeit ich in der Geschichte verbracht habe, desto angenehmer wurde das Lesen für mich sprachlich und ich mochte seine Erzählweise gerne. Auch der Aufbau der Geschichte auf zwei Zeitebenen hat mich sehr begeistert, denn ich liebe es, wenn ich nah an den Geschehnissen sein darf. Leider muss ich jedoch gestehen, dass ich die Zeitebene der alten Frau hervorragend gelungen fand, die Geschichte im Jahre 2015 dagegen für mich jedoch sehr stark abfiel. Mit ihr habe ich mich sehr lange sehr schwer getan und mich einfach nicht so richtig wohl gefühlt. Irgendwie blieben mir die Charaktere über weite Strecken zu unnahbar, zu unsympathisch und zu farblos. Mit der alten Frau konnte ich dagegen von Anfang an mitfühlen und ihre Erzählungen haben mich regelrecht entführt. Ich mochte in ihren Zeitsträngen gar nicht aufhören zu lesen und habe sie als sehr lebendig erlebt. Die Schilderungen aus Theresienstadt habe ich teilweise als sehr grausam aber realistisch und eindringlich empfunden und bei einem solchen Thema muss das meiner Meinung nach auch genau so sein.
Wunderbar gelungen ist es dem Autor die Liebe zur Musik in die Geschichte einzuflechten. Ich kenne mich in diesem Bereich nicht wirklich aus, doch die poetischen Schilderungen von einzelnen Tönen, Stimmungen und Meisterwerken der Musikgeschichte wirkten auf mich ausgesprochen lebendig und berührend. Sie gaben der Geschichte – im wahrsten Sinne des Wortes - eine ganz besondere Note und verbanden die Familienmitglieder miteinander. Nicht so glücklich war ich mit dem Ende des Buches, denn es wurden zwar alle offenen Fragen gut aufgeklärt und erläutert, was mir immer sehr wichtig ist, aber die Art und Weise passte für mich leider nicht zur Ernsthaftigkeit und Komplexität der gesamten Geschichte.
Die Idee und die grundsätzliche Anlegung der Geschichte sind meiner Meinung nach sehr gut, in der Umsetzung und in der Herausarbeitung der Charaktere gibt es für mich jedoch einige Schwachpunkte, weshalb „Großmutters Geheimnis“ von mir 3,5 Sterne erhält. Alleine wegen der Erzählung der alten Frau lohnt sich eine Lektüre aber auf jeden Fall und ich wünsche euch eine gute Lesezeit mit dieser eindringlichen Geschichte!
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Als mich das Buch erreicht, ist es Anfang November. Der Gottesdienst zum Gedenken an die Reichspogromnacht und eine Reihe an Veranstaltungen zum Tagebuch der Anne Frank gehören in meinen Tagesablauf. In einem Konzert gibt es Musik aus der Kinderoper „Brundibar“, die mich zutiefst …
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Als mich das Buch erreicht, ist es Anfang November. Der Gottesdienst zum Gedenken an die Reichspogromnacht und eine Reihe an Veranstaltungen zum Tagebuch der Anne Frank gehören in meinen Tagesablauf. In einem Konzert gibt es Musik aus der Kinderoper „Brundibar“, die mich zutiefst berührt. Ich erfahre, dass sie in Theresienstadt aufgeführt wurde, was mich mit dem Buch „Großmutters Geheimnis“ von Benjamin Koppel verbindet.
Ruth ist eine junge Opernsängerin, die 1943 nach Theresienstadt deportiert wird. Fünfzig Jahre später lebt sie in einem Altenheim in New York. Ihren Enkel Alexander hat sie nie kennengelernt, möchte aber ihre Familiengeschichte nicht für sich behalten und bespricht Kassetten.
Ihr ganzes Leben breitet sie aus, alles, was sie im Lager erlebt und gefühlt hat, nachdem sie mit ihrem Vater in Theresienstadt angekommen ist, erzählt sie dem Kassettenrekorder. Die Grausamkeiten und Ruths Verzweiflung erschüttern mich zutiefst. Auf der anderen Seite ist die Musik. Welch große Liebe sie verbindet und welche Hoffnung die Musik ihr schenkt, das erkenne ich, wenn Ruth über Musik spricht. Diese Erzählungen schenken Mut und lassen auch mich als Leserin ein wenig aufatmen. Einige dieser Stellen weitet der Autor aus, indem er interessante Informationen einfließen lässt. Vielleicht ist durch die Musik tatsächlich vieles selbst beim Lesen der Geschichte leichter zu ertragen.
Es ist nicht viel, was Alexander weiß aus seiner Vergangenheit und über die Herkunft seiner Mutter. Dann findet er die Kassetten …
Mich hat das Buch bis zum Schluss gefesselt und ich kann kaum glauben, was Menschen anderen Menschen antun können - wozu Menschen fähig sind. Nie wieder!
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Im hohen Alter beginnt Ruth in einem jüdischen Seniorenheim in New York ihr bisheriges Leben auf Kassetten zu sprechen, in der Hoffnung, dass diese ihren ihr unbekannten Enkel mal erreichen werden. Sie erzählt von ihrer großen Familie, von deren Zusammenhalt und den jüdischen …
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Im hohen Alter beginnt Ruth in einem jüdischen Seniorenheim in New York ihr bisheriges Leben auf Kassetten zu sprechen, in der Hoffnung, dass diese ihren ihr unbekannten Enkel mal erreichen werden. Sie erzählt von ihrer großen Familie, von deren Zusammenhalt und den jüdischen Gebräuchen. Und auch von ihrer großen Leidenschaft für die Musik. Diese bestimmte vor dem 2. Weltkrieg weitestgehend ihr Leben. Und dass es irgendwann die Zerrüttung im Familiengefüge gab - es besteht kein Kontakt mehr zu ihrer Tochter und dem Enkelsohn. Sie berichtet von dem Beginn der Judenverfolgung, auch sie wurde nach Theresienstadt gebracht und überlebte nur knapp diese Zeit bis zur Befreiung.
Dass Ruth mit ihrer Kassetten-Aufnahme das Trauma wieder nach oben befördert hat, zeigt, dass auch das Verdrängen über Jahrzehnte nicht geschafft hat, das Grauen der Vergangenheit zu beseitigen. Es muss aufgearbeitet werden. Doch es gab kaum Möglichkeiten für die Betroffenen. Umso wichtiger, dass wir uns erinnern. Das größte Drama ist für mich, dass Ruth und Lillian es ein Leben lang nicht geschafft haben, miteinander zu reden, Verständnis zu üben. Vielleicht hätte das ihrer beider Leben verändern können. Umso mehr bewundere ich heute die Menschen, die immer wieder an die Öffentlichkeit gegangen sind und als Sprachrohr dienten für die schweigenden Überlebenden.
In Dänemark erleben wir Lillian, ihren Sohn Alexander und Schwiegertochter Gry in ihrem Bemühen, irgendwie den Kontakt miteinander zu meistern. Lillian, ein vorher erfolgreicher Musicalstar terrorisiert ihre ganze Umgebung und ihre Familie mit ihren hohen Ansprüchen. Alexander hat ihr nichts entgegen zu setzen und fügt sich. Das scheint sein ganzes Leben so gewesen zu sein und ihm fehlt es an vielem: Seltsbewusstsein, Eigenverantwortung und Zielen. Gry scheint sein Halt zu sein und auch in dieser Beziehung zeichnet sich für mich seine Anpassung ab. Krampfhaft wird um eine Schwangerschaft gekämpft, ich kann im ganzen Geschehen kaum Gefühle erkennen. Keine guten Voraussetzungen für ein Leben mit einem Kind. Wie der Autor den "kalten" Akt der medizinischen Hilfe und den leblosen Umgang miteinander beschreibt finde ich sehr passend im Hinblick auf diese Familienkonstellation. Alexander macht keine Anstalten, notwendige Änderungen anzugehen, er scheint ziellos und gleichgültig zu sein. Doch das Hören von Ruths Kassetten löst etwas in ihm aus, er stellt sich der familiären Vergangenheit.
Dennoch lässt mich das Buch zwiegespalten zurück. Ich empfinde den letzten Teil "abgespalten" vom übrigen Inhalt. Es ist wünschenswert, dass sich Dinge auflösen, Traumata der Vergangenheit bewältigt werden, doch das geschieht mir hier eindeutig viel zu glatt und zu schnell. Die Vergangenheit hatte so massiven Einfluss auf alles Nachfolgende, das ist, wie hier geschildert, einfach realitätsfremd. Für mich las es sich wie eine Aufzählung, alles wird gut. Die lang erkämpfte Schwangerschaft, Alexanders 180 Grad Drehung in Bezug auf sein Leben, das wundersame Verständnis von Lillian - sorry, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Vielleicht hätte es keiner kompletten Auflösung bedurft. Ich spreche aus eigener Erfahrung, die Traumata des Krieges sind auch in meiner Familie präsent und es ist ein langer Weg.
Passend und schön fand ich das Zusammentreffen von Ruth und Alexander - ein wunderbarer Anfang, die Schatten der Vergangenheit zu lüften.
Der letzte Teil hat mich tatsächlich enttäuscht. Es ist wirklich schade, weil Ruths Teil sehr berührend und erzählerisch gut geschrieben und die Idee dahinter toll ist. Hier hat die Zusammenführung von Vergangenheit und Gegenwart leider nicht gut funktioniert.
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