Ein sengend heißer Freitagnachmittag in Durton, einer Kleinstadt im ländlichen Australien: Ronnie und Esther, beste Freundinnen, fahren gemeinsam nach der Schule nach Hause - doch nur Ronnie kommt schließlich dort an. Die zwölfjährige Esther bleibt zunächst verschwunden, eine groß angelegte Suche beginnt - bis wenige Tage später ihre Leiche gefunden wird. Was ist geschehen?
Die kleinstädtische Gemeinschaft kämpft mit Trauer und Schrecken ob des Verlusts - und mit gegenseitigen Verdächtigungen, die nicht lange auf sich warten lassen.
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Unwiederbringlich zerstört
mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 07.09.2023
Bewertungsnummer: 2016886
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Veronica, die Ronnie genannt wird, und Esther wohnen in Durton, einer Kleinstadt im ländlichen Australien. Die zwölfjährigen Mädchen sind beste Freundinnen und verbringen die meiste Zeit zusammen. An einem heißen Freitagnachmittag verlassen beide gemeinsam die Schule, aber nur Ronnie kommt zu Hause an, Esther ist verschwunden. Als ihre Leiche Tage später gefunden wird, ist das Entsetzen groß und schnell klar, dass nicht alles so friedlich ist in dieser Kleinstadt, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Die von der Autorin gewählte Erzählweise fand ich erst etwas eigen, im Nachhinein kann ich aber sagen, dass diese viel dazu beigetragen hat, eine Atmosphäre zu schaffen, die perfekt zur Geschichte gepasst hat. Aus verschiedenen Blickwinkeln wurde die Tat beleuchtet, ob Mütter der Freundinnen, die ermittelnde Beamtin oder Kinder der Kleinstadt, die zum Teil namentlich nicht genannt wurden; deren Gedanken und Sichtweisen fanden in der Erzählung alle ihren Platz und trotz des Umstandes, dass Gegenwart und Vergangenheit eine Rolle spielten, hatte ich nie das Gefühl, dass diesbezüglich etwas unklar war. Lediglich die vielen Namen und damit zusammenhängende Bekanntschafts- sowie Verwandtschaftsverhältnisse haben zu Beginn dazu geführt, dass ich manchmal stutzte und nicht genau wusste, wie diese einzuordnen sind. Dies legte sich aber im Laufe des Buches, sodass einem ungestörten Lesevergnügen nichts mehr im Wege stand.
Erst nach und nach klärte sich, wer was mit wem oder gegen etwas zu tun haben könnte, vieles reichte weit in die Vergangenheit, einiges lag aber nur ein paar Stunden zurück. Je mehr ich über die Menschen erfuhr, desto mehr ergab alles rückblickend einen Sinn, einige Ereignisse schienen nebensächlich zu sein, spielten aber plötzlich eine Rolle, wenn ein neues Puzzleteil seinen Platz fand, weil eine der Personen ihr Schweigen brach. Es gab Vermutungen, Verdächtigungen, Anschuldigungen und Gerüchte, vergessene Kleinigkeiten und unterdrückte Wut. Obwohl ich wusste, welches Schicksal Esther ereilt hat, traf mich das Kapitel darüber mit voller Wucht. Je mehr Einzelheiten ans Licht kamen, desto entsetzter war ich, meine Gefühlspalette wechselte von Trauer über Schmerz zu Wut. Diese Auflösung habe ich nicht erwartet, das Finale war leise, herzzerreißend und lässt mich traurig zurück. Ein schmerzhaft schönes Buch, das von mir die volle Punktzahl bekommt und als Highlight ein extra Sternchen dazu.
Eine australische Kleinstadt im Ausnahmezustand...
Alexa K. aus Bad Oeynhausen am 12.06.2023
Bewertungsnummer: 1959575
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Zum Buch: Die australische Kleinstadt Durton im Ausnahmezustand. Die beiden 12-jährigen Freundinnen sind auf dem Weg von der Schule nach Hause, doch nur Ronnie kommt zuhause an. Von Esther fehlt jede Spur. Nach und nach kommt der Leser hier Dingen auf die Spur und das Ende lässt ihn verblüfft zurück!
Meine Meinung: Zuerst möchte ich den Schreibstil der Autorin hervorheben, denn er ist schon außergewöhnlich. Man erfährt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und das macht es ziemlich lebendig. Die Atmosphäre in der staubigen Hitze der Stadt Durton konnte die Autorin für mich sehr gut einfangen.
Dennoch hatte ich auch Probleme mit dem Stil, denn ich bin bis zum Schluss immer mit den Personen ins Schleudern geraten. Wer wessen Mutter ist und warum nochmal spricht sie nicht mit ihm? Das hat meinen Lesefluss erheblich gestört. Aber die Charaktere werden wirklich gut beschrieben. Wie das so ist in einer Kleinstadt, in der fast alle miteinander aufwachsen und Zugezogene nie wirklich ankommen.
Die Geschichte an sich hat mir aber gut gefallen und vom Ende war ich auch sehr überrascht!
Mein Fazit: Da ich immer wieder überlegen musste, wer wer ist, bekommt diese schöne Geschichte von mir leider nur 3 Sterne. Durch diese Verwirrungen konnte mich das Buch leider nicht so abholen wie ich gehofft hatte. Aber dennoch ist es ein guter Debütroman. Für mich schwierig zu bewerten.
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