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Benutzername: 
HayleyCP
Wohnort: 
Dinklage

Bewertungen

Insgesamt 72 Bewertungen
Bewertung vom 22.01.2023
Das glückliche Geheimnis
Geiger, Arno

Das glückliche Geheimnis


sehr gut

Ich finde es immer spannend wenn Menschen über ihr Leben erzählen. Wenn dann auch noch Geheimnisse ans Tageslicht kommen, dann wird es besonders interessant.
Arno Geiger erzählt uns hier von einem lang gehüteten Geheimnis, welches ich so nicht erwartet habe. Ich war total gespannt darauf was er uns zu erzählen hat und es hat mich etwas verblüfft. Nicht negativ, ganz und gar nicht. Ich mag seine Verbundenheit zu dem geschriebenen Wort. Während er selbst Zuhause unaufhörlich an seinen Romanen schreibt, zieht es ihn tageweise zum Altpapier anderer Menschen. In öffentlichen Containern sucht er nach Schätzen und findet diese auch. Mal mehr wert und mal weniger. Meistens Bücher, die er dann weiterverkauft aber später auch Tagebücher und Briefe. Ein außergewöhnliches Hobby. Aber es hat ihn glücklich gemacht.

Eine tolle Lebensgeschichte. Hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

Bewertung vom 15.01.2023
Der letzte Tanz der Debütantin
Kelly, Julia

Der letzte Tanz der Debütantin


sehr gut

Ich sollte wirklich keine Bücher kurz vor Weihnachten anfangen und versuchen diese über die Feiertage oder zwischen den Jahren zu lesen. Das klappt nicht. Ich hab zu wenig zeit, zu wenig Lust und bin einfach kaputt bei dem ganzen Trouble. Deswegen habe ich sehr lange gebraucht um das Buch zu lesen und hab immer wieder den Faden verloren. Und jetzt, 2 Wochen später, weiß ich gar nicht mehr so recht um was es ging.
Also halte ich mich an die Eckdaten. Der Schreibstil war toll. Ich kam am Anfang sehr gut in die Geschichte rein und war auch sofort angefixt. Das Thema ist mega. Sehr passend auch für den Umbruch in der heutigen Zeit. Ich hab viel Neues gelernt. Die Charakter*innen haben mir auch gut gefallen. Also Mutter und Großmutter waren mega ätzend aber dennoch fand ich sie als Protas sehr gut.
Ansonsten kann ich gerade nicht viel zu dem Buch sagen, weil ich wirklich ganz woanders im Kopf war beim Lesen. Leider. Ich glaube nämlich, dass es ein Schatz ist. Weshalb ich es nochmal lesen werde. Diesmal ohne Feiertage. Und fürs nächste Mal merke ich mir, dass ich niemals wieder über die Feiertage an einer Leserunde teilnehmen sollte. Das klappt einfach nicht.

Bewertung vom 17.12.2022
Tage voller Zorn
Oskari, Tuomas

Tage voller Zorn


ausgezeichnet

Das ich mal so einen schönen Polit-Thriller in der Hand halte, hätte ich auch nicht gedacht. Rein optisch sagt mir das Buch wirklich nicht was drin steckt aber es sieht schon sehr beeindruckend aus mit der bunten Schrift und dem passenenden Buchschnitt.
Aber schön von außen als auch von innen? Die Frage kann ich nur mit JA beantworten. Schön ist da nicht der richtige Begriff aber schön spannend und packend auf jeden Fall.

Das Buch hab ich wirklich einfach mal eben weg gesuchtet. Ich fand das Thema so spannend und die Idee auch sehr gut. Und als wenn das nicht spannend genug wäre, wird das Ganze auch noch im Perspektivwechsel erzählt, sodass man immer wieder neue Bröckchen dahin geschmissen bekommt. Da kann man ja gar nicht anders als mitzufiebern und zu versuchen das Puzzle irgendwie zusammen zu fügen.
Ich fand auch den Schreibstil sehr gelungen. Dadurch war das plolitische auch einfacher zu „ertragen“ und nicht so dröge und lahm.
Also alles in allem ein gelungenes Buch. Ich habe nichts dran auszusetzen und bin sehr zufrieden.

Bewertung vom 17.12.2022
Die Kraft der Reue
Pink, Daniel H.

Die Kraft der Reue


sehr gut

Ich finde das Thema dieses Buches ja unglaublich interessant und spannend und war ganz aufgeregt als ich angefangen habe zu lesen. Was ich da alles gelernt habe war außergwöhnlich. Der Autor hat mit einem tollen Schreibstil sehr interessante Dinge zusammengefasst und festgehalten. Ich konnte da so viel für mich selbst rausholen und mitnehmen, wahnsinn. Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch und auch jetzt, wo es schon ne Weile her ist, dass ich es gelesen habe, wirkt es bei mir noch nach. Ich gehe etwas bewusster an die Dinge ran und ich habe sehr viel über meine Vergangenheit nachgedacht und in mich selbst hinein gehorcht.
Wer gerne auf eine kleine Reise zur Selbstfindung gehen möchte, ist hier bestens aufgehoben.
Außerdem macht es auch optisch was her und der gelungene Schreibstil macht es auch ganz einfach der Thematik zu folgen und mitzuhalten.

Bewertung vom 17.12.2022
Der Junge im Fluss / Inspector Eden Brooke Bd.2
Kelly, Jim

Der Junge im Fluss / Inspector Eden Brooke Bd.2


gut

Leider hat mich das Buch so gar nicht gepackt. Ich hatte unglaubliche Schwierigkeiten in das Buch, das Geschehen einzutauchen. Am Anfang dachte ich noch, es läge daran, dass ich zuvor eine seichte Liebesgeschichte gelesen habe und hab es dann auch immer weiter und weiter versucht aber es ging einfach nicht. Ich bin immer wieder beim lesen abgeschweift und konnte der Story kaum folgen. Es hat mich schlichtweg total gelangweilt. Die Leseprobe fand ich echt super aber der Rest konnte mich nicht überzeugen. So vielversprechend die Geschichte klang, so wenig entsprach sie meiner Vorstellung. Der Schreibstil hat mich auch ein wenig genervt und es ist gar keine Spannung aufgekommen. Klar, es ist kein Thriller aber auch Kriminalromane haben immer eine Spannung, der man sich nicht enziehen kann, finde ich.
Naja man kann eben nicht alles mögen und nicht jedes Buch kann einen packen und umhauen.

Bewertung vom 23.10.2022
From Tokyo with Love
Stein, Julia K.

From Tokyo with Love


gut

Mir hat das Buch ganz okay gefallen. Es hat mich nicht umgehauen aber ich konnte es schnell und einfach lesen und für den Moment hat es mich gut unterhalten. Aber lasst uns ein kleines bisschen – so spoilerfrei wie möglich – über die Details reden...

Mir hat das Setting ganz gut gefallen. Tokyo mega, Winter auch gut. Weihnachten etwas zu kitschig für meinen Geschmack. Aber ich bin auch voll die Anti-Romantikerin und deshalb kann ich das gut verkraften. Ich fand auch gut, dass die Autorin immer wieder so kleine kulturelle Details mit reingebracht hat und das auch gar nicht verkrampft oder irgendwas. Sie hat das gut mit der Geschichte verwoben. Das fand ich außerordentlich gut gelungen. Ich denke, da können viele, die noch nicht so viel über Japan wissen, noch einiges Neues dazulernen.
Und dann kommt das ausgelutsche Zeug dazu. Rockstar Romance. Haters to Lovers. Ich wusste ja vorher was ich bekomme und habe gehofft es ist nicht so schlimm. Es war auch nicht so schlimm, außer so ein richtig nerviges, für das Genre typische, Gedöns und das geht mir richtig hart auf die Nerven. Dabei gibt es New Adult Romane die toll sind und gar nicht langweilig, ohne das ganze Drama. Ich frag mich dann immer ob die Protas mit Absicht so dämlich geschrieben wurden oder ob die Autor*innen so viele scheiß Erfahrungen im Umgang mit Menschen gemacht haben. Konfliktlösung wird da echt klein geschrieben und ich finde das schwierig. Genauso wie Klischees. Ich würde mich freuen, wenn die Menschen hinter den Geschichten etwas mehr rausholen würden, als das Übliche. Ich bin halt 70% nur noch gelangweilt oder genervt wenn ich New Adult lese und das finde ich schade. Als der Hype um das Genre anfing, war ich voll dabei und hatte immer den Überblick über jeden neuen Roman und fand die auch richtig gut aber mittlerweile ist es einfach, wie schon gesagt, ausgelutscht. Da hilft auch das tolle japanische Setting nicht, wenn die Protas mal wieder zu abgestumpft sind um wenigstens vernünftig miteinander zu reden.
Ich will das Buch hier auch nicht zerreißen, weil ich es nicht mega scheiße fand oder schlecht. Ich fand es gut. Mittelmäßig aber gut. Und ich will hier jetzt auch nicht ein Fass aufmachen aber das muss mal gesagt werden. Es ist sicherlich nicht einfach ein Buch zu schreiben und da steckt auch Zeit und Blut und Schweiß und Tränen drin aber ich will nicht immer das Gleiche, nur anders erzählt, lesen. Sorry.
Aber es gab eben auch gute Szenen, die mich gepackt haben. Wir gehen hier schließlich mit 2 Rockstars auf Konzerttour und das war sehr spannend. Im Großen und Ganzen also ein kleines Hin und Her. Mal fand ich es großartig und mal eben echt lame. Und ich muss auch leider sagen, dass bei mir wirklich nicht viel Romantik und/oder sexuelle Spannung ankam. Klar, ich bin da auch manchmal ein Eisklotz aber immer sehr empfänglich für deepe Emotionen. Die haben mir hier total gefehlt und das liegt wohl an der ultrakurzen Zeitspanne.

Wer Lust auf seichtes Drama, mit klitzekleinem Einblick in die japanische Kultur hat, ist hier genau richtig. An die Menschen kann ich es empfehlen. Für mich war es halt okay aber kein Buch, welches ich jemals rereaden würde und das sagt genug.

Bewertung vom 09.10.2022
Was ich euch verschweige
Lodge, Gytha

Was ich euch verschweige


ausgezeichnet

Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen. Typisch für Gytha Lodge ist anschwellende Spannung, die die ganzen Geschichte zu einem Pageturner machen. Man möchte einfach wissen was denn jetzt los ist. Im Laufe der Geschichte hatte ich so viele Fragen und brauchte die Antworten einfach. Mich hat ein regelrechter Durst nach Auflösung überkommen.
Ich hab mitgerätselt und konnte mir oft keinen Reim auf die Geschichte machen.
Der Schreibstil war sehr gut. Da ist man sofort drin, braucht nicht viel Eingewöhnung. Ich finde es auch gut, dass man hier aus zwei Perspektiven liest. Aber nicht so abgehackt wie in anderen Bücher. Es hatte immer einen weichen Übergang.
Ich finde es überwältigend gut wie Gytha die Charaktere ausgearbeit hat. Genauso wie die Themen die hier erörtert werden. Sehr wichtige Themen meiner Meinung nach und eine Metapher für Situationen die jeden Tag aufs Neue passieren. Die jeden Tag vielen Menschen passieren.
Wir sind blind. Wir wollen Betroffenen nicht zuhören und glauben auch nicht, weil uns die Empathie fehlt, das Vorstellungsvermögen, wir verroht sind.
Kriminalromane greifen ja oft immer und immer wieder die gleichen Themen auf und auch hier ist es nichts Neues gewesen aber die Art und Weise war für mich neu und hat mich wirklich begeistert. Dazu das psychologische Wissen, welches mit eingeflossen ist und die Aufklärung.
Ich bin absolut begeistert.

Bewertung vom 18.09.2022
Intimitäten
Kitamura, Katie

Intimitäten


sehr gut

Ich finde der Titel ist etwas am Thema vorbei oder wie kann ich es besser sagen? Lässt nicht so gut auf den Inhalt schließen. Ich für meinen Teil hatte was ganz anderes erwartet. Der Klappentext klang richtig gut und ich wusste schon so, dass es keine abgedroschene, durchgelutschte Liebesgeschichte wird aber dennoch dachte ich, diese stände im Fokus. Tut sie aber nicht und das fand ich, ehrlich gesagt, noch hundertmal besser.
Passend zu dem Beruf der Hauptprotagonistin wird hier sehr viel und schön mit der Sprache umgegangen. Kitamura weiß wie man eine Leserschaft am Buch hält. Nicht ein einziges Mal war mir langweilig oder bin ich in andere Gedanken abgeschweift.
Und dennoch wurde ein wenig mit Intimitäten gehandelt. Aber eben anders als man so denken würde.
Manchmal wusste ich nicht so recht wo die Reise hingeht, was mir die Geschichte sagen möchte aber die Irreführungen an einigen Stellen fand ich irgendwie erfrischend.
So ganz schaffte es das Buch nicht zu einer 5-Sterne-Bewertung, einfach schlichtweg weil ich nach dem Lesen nicht so begeistert war wie bei anderen Highlights und die Geschichte nicht so nachgehallt hat.
Aber es war eine gute Abendlektüre, die ich durchaus empfehlen würde.

Bewertung vom 18.09.2022
Die Buchhändlerin von Paris
Maher, Kerri

Die Buchhändlerin von Paris


ausgezeichnet

Dieses Buch hat mich happy gemacht.
Der Ort, das Zeitalter. Da schmilzt sogar mein steinhartes Herz dahin.
Ich kann Sylvias Entscheidung nach Paris zu ziehen sehr gut nachvollziehen. Gerade zu der Zeit. Wunderschön.

Aber nun kommen wir mal zu den Details und vor allem den Inhalt.
Ich mag Kerri Mahers Schreibstil wirklich sehr gerne. Ich hatte nie Probleme mir die Umgebung vorzustellen oder bin mit der Geschichte nicht hinterhergekommen. Wenn ich Lust hatte ein paar Minuten der Realität zu entfliehen, dann hab ich mir das Buch geschnappt und innerhalb von Sekunden war ich in Frankreich.
Ich steh ja gar nicht mehr so krass auf Liebesgeschichten, weil die mir meistens zu abgedroschen sind etc. Allerdings bei queeren Romanzen bin ich immer dabei, weil das irgendwie alles deeper macht.
Ich bin aber froh, dass wir hier eine ganz seichte Liebesstory haben. Das Lesbischsein wird nicht so zum Thema gemacht. Es gibt keine wiederholte und ausgelutschte Coming-Out-Geschichte. Ich will das gar nicht schlecht machen. Was ich damit meine ist, dass wir ganz bestimmt ganz viele Coming Outs in Bücher brauchen, damit es so viele Menschen wie möglich lesen. Je mehr queere Persönlichkeiten integriert werden umso besser. Aber ich mag es nicht wenn daraus so ein riesiges Gedöns wird, weil man dann wieder darauf aufmerksam gemacht wird, dass es nicht „normal“ ist. Ja, deswegen fnde ich es toll wie hier damit umgegangen wird. Zwei Frauen die fest im Leben stehen und im Reinen sind mit sich selbst und ihrer Sexualität. Das feier ich. Wir brauchen mehr davon.
Und dann noch die kleinen aber feinen historischen Elemente wie, z.B. die Sache mit „Ulysses“, die mir so gar nicht geläufig war. Das Buch schon aber das Drumherum nicht.
Ich finde das ist ein toller Mix, der dieses Buch zu meinem Wohlfühlbuch/Happy Place gemacht hat.
Und irgendwie hab ich jetzt Bock Joyce zu lesen. =)

Bewertung vom 27.03.2022
Love in the Big City
Park, Sang Young

Love in the Big City


ausgezeichnet

Was für ein tolles Buch.
Ich hatte das Buch erst gar nicht auf dem Schirm, weil das Cover, für mich, eher eine normale 0815 Liebesgeschichte dargestellt hat. Also Cover und Titel waren für mich sehr unscheinbar. Habe gar nicht auf den Autor geachtet oder die Details. Denn wenn man genau hinsieht, dann sieht man, dass dort ein klitzekleines Stückchen von Seoul abgebildet ist. Hätte ich also genauer hingesehen, dann wäre ich sofort angefixt gewesen.
Ich habe nämlich eine ausgeprägte Liebe zu Korea. Ich liebe koreanische Literatur auch sehr. Und dann ist der Autor bzw Protagonist auch noch homo. Jackpot. Mehr Interesse kann man bei mir gar nicht wecken.

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch und die Geschichte, die Park Sang Young hier geschrieben hat und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn es mir nicht zu 100% klar ist, denke ich, dass wir hier eine kleine Autobiografie haben. Sang Young erzählt von seinem Leben als homosexueller und homoromantischer Mann in Korea.

Ich finde seine Geschichte sehr interessant zu lesen und hab das Buch auch sehr schnell durch gehabt. Leider. Ich mochte mich gar nicht trennen.
Auch wenn wir hier keinen üblichen Spannungsbogen mit überladenem Finale haben, war es dennoch spannend zu lesen. Ich mochte auch den Humor sehr. Hier und da gab es immer so kleine humorvolle Spitzen und das hat mir sehr gefallen.

Ich würde jetzt gerne sagen, dass Park Sang Young hier auch tolle Nebencharakter*innen ausgearbeitet hat aber ich schätze diese lehnen an echte Menschen an. Also hat er tolle Menschen kennengelernt, mit interessanten Persönlichkeiten.

Tolles Buch. Tolle Geschichte. Sehr erhlich und emotional aber auch manchmal seltsam und witzig.
Von mir bekommt es eine Leseempfehlung.