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Verbrechen. Ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis 2010
Stories
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
FAZ-Rezension SZ-Rezension Perlentaucher-Notizen Autorenporträt Ferdinand von Schirach
Produktinformation
- Verlag: Piper
- 2009
- 2. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 205 S.
- Seitenzahl: 205
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 136mm x 25mm
- Gewicht: 360g
- ISBN-13: 9783492053624
- ISBN-10: 3492053629
- Best.Nr.: 26250904
Produktbeschreibung zu "Verbrechen. Ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis 2010"
Kurzbeschreibung
Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er ...
Beschreibung
Leseprobe zu "Verbrechen. Ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis 2010"
02.09.2009
Anwalt seiner selbst
Ohne Zweifel für den Angeklagten: Ferdinand von Schirach verteidigt
das Verbrechen mit literarischen Mitteln.
Fast alle großen Veränderungen in unserer Gesellschaft spiegeln
sich in Strafprozessen wider", sagte der Jurist Ferdinand von
Schirach vor ziemlich genau einem Jahr in einem
"Welt"-Interview. Befragt hatte man ihn nicht nur als
prominenten Strafverteidiger, sondern - wieder einmal - auch als
Enkel des ehemaligen Reichsjugendführers Baldur von Schirach. Der
Anlass schließlich war die Attacke auf die Wachsfigur Adolf Hitlers
in der neu eröffneten Madame-Tussaud-Dependance in Berlin. Wie
sollte mit dem Täter verfahren werden? Rhetorisches Geschick verrät
es, wie von Schirach sofort die Schuldfrage verschiebt: "Ein
Richter wird sich Gedanken darüber machen müssen, dass in unserer
Gesellschaft, in der es fast keine Tabus mehr gibt, nun auch noch
das letzte überschritten wurde: Hitler wird als Wachsfigur
aufgestellt, als sei er ein berühmter Tennisspieler." Wie
dieser Jurist ebenden Mann, der Hitler den Wachsschädel abgerissen
hat, zum einzig Aufrechten erklärte, das hatte Feuer: Er heile mit
seiner Tat den Frevel, …
02.09.2009
So riecht ein Polizeirevier
Da saust die Axt: Ferdinand von Schirachs „Verbrechen”
Ein Mann packt aus. Einer, der ständig mit Verbrechern zu tun hat, ein teilnehmender Beobachter an der ewigen Front von Eifersucht, Gier, Rache, Schuld und Sühne, der die wildesten Fälle und Schicksale aus der Nähe kennt. So oder ähnlich lautet der Tenor der Rezensionen, Interviews und Porträts, die bisher zu Ferdinand von Schirachs literarischem Debüt „Verbrechen” erschienen sind. Das klingt gut, und es klingt als Leitmotiv auch so dominant, dass man das Denken danach eigentlich gleich einstellen könnte. Richtig ist es trotzdem nicht.
Das Problem ist dies: Schirach, geboren 1964 in München, ist ein bekannter Strafverteidiger mit Kanzlei in Berlin, und sein Ich-Erzähler ist ebenfalls ein bekannter Strafverteidiger mit Kanzlei in Berlin. Wenn die Ehefrau erst einmal zerstückelt, der Bruder ertränkt, der „führende Industrielle” unter Mordverdacht festgenommen ist, wird dieser Ich-Erzähler gerufen. Dann entwickelt er eine klare, meist recht nüchterne Verteidigungsstrategie, argumentiert vor Gericht, erwartet das Urteil. Was er weiß – und er weiß, …
Kundenbewertungen zu "Verbrechen. Ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis 2010"
Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 05.02.2012
Ein freundlicher älterer Doktor erschlägt nach vierzig Jahren Ehe seine Frau mit einer Axt, ein führender Industrieller wird des Mordes an einer Prostituierten verdächtigt, eine Frau tötet ihren Bruder Elf Geschichten über die Abgründe der menschlichen Natur, erzählt von Strafverteidiger Ferdinand von Schirach, basierend auf Fällen, die er in seiner Kanzlei erlebt hat.
Ferdinand von Schirach berichtet hier von Fällen aus seiner Kanzlei. (Ich gehe davon aus, das die Namen der betroffenen Personen geändert wurden). Ich wurde auf dieses Buch durch eine Fersnsehsendung aufmerksam, in der Ferdinand von Schirach zu diesem Buch und den Fällen interviewt wurde. Ich hatte mir viel davon erhofft und meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Eine megaspannende Lektüre, bei der auch das deutsche Rechtssystem und die Aufgaben der einzelnen Gruppen (Staatsanwaltschaft, Verteidigung, Richter) in groben Zügen -und ganz nebenbei- erklärt wird. Ich bin total begeistert und freue mich schon auf den zweiten Band aus der Feder von Herrn von Schirach.
Bisher von Ferdinand von Schirach erschienene Bände:
1. Verbrechen
2. Schuld
3. Der Fall Collini
4. Der Bäcker (nur als eBook)
Bewertung von bbqueen aus Calw am 17.10.2010
Schirach berichtet von Verbrechen in kurzer, direkter, einfacher Art. Sehr leicht und schnell zu lesendes Buch.
13 Fälle werden auf jeweils 10 - 20 Seiten dargestellt, und dabei jeweils immer beide Seiten, Täter und Opfer, beäugt.
Dabei schafft es Schirach, dass man Verständnis für einen Mörder und gleichzeitig für die Opfer entwickelt. Parallel dazu entstehen Zweifel an der Justiz. Es macht den anschein, dass in Zeiten von DNA-Tests man immer noch leicht frei gesprochen werden kann, wenn man nur den richtigen Anwalt hat.
Verbrechen ist ein fantastisches Buch, welches Einblick in die Welt von Anwälten, Staatsanwälte und Justiz gibt.
Bewertung von Medienkasper aus Bad Vilbel am 28.07.2010
Bewertung von Schaf Dörte, das möhrte aus AanLuW am 26.07.2010
Bewertung von Fitnessbaba aus Osnabrück am 14.07.2010
Bewertung von Merendina aus Bayern am 13.05.2010
Als Autor bleibt Schirach neutral, er bezieht keinerlei Position und bildet sich kein Urteil über die verschiedenen Fälle. Die Verbrechen werden in meist kurzen Sätzen als reine Sachverhalte dargestellt. Durch die einfache, recht sachliche Sprache lassen sich die einzelnen Fälle sehr zügig lesen. Der Stil Schirachs ist sachlich, nüchtern, fast emotionslos und kühl.
Dennoch empfindet der Leser Mitgefühl mit Täter oder Opfer, Ekel aufgrund der Grausamkeit mancher Taten, Abscheu, aber zuweilen auch Mitleid oder Verständnis gegenüber dem Verbrecher. Sei es der Arzt, der nach vielen Jahren seine tyrannische Ehefrau ermordet, die drei Einbrecher, die allesamt Opfer werden, die Schwester, die ihren Bruder aus Liebe tötet, der Mann, der seine Freundin ermordet, der gehänselte Junge, der die Justiz austrickst, oder der Mann, der einen Banküberfall begeht, nur um nach Hause zu gelangen - all diese Fälle reißen den Leser regelrecht mit, machen ihn nachdenklich.
Schirach schafft es in seinem Buch geradezu Verbrecher menschlich darzustellen. Natürlich ist ein Verbrechen immer noch ein Verbrechen. Aber wenn man die Fälle näher betrachtet, über die Umstände und Beweggründe in Kenntnis gesetzt wird, dann wird man als Leser schon nachdenklich und sieht die Taten in einem anderen Licht und kommt zu der Erkenntis, dass Verbrecher nicht von Haus aus böse und Opfer nicht immer gut sind.
Insgesamt ein Buch, das man nicht so schnell aus der Hand legen kann!
Bewertung von Frank aus 40789 Monheim am Rhein am 12.04.2010
Bewertung von Saarländer :-) am 03.01.2010
Bewertung von seifra75 aus Oberfranken am 26.11.2009
Bewertung von Silke B. aus Köln am 29.10.2009
Besonders gefallen hat mir dabei, dass Herr von Schirach immer sachlich bleibt und auf Effekthascherei verzichtet. Juristische Abläufe oder Begriffe werden kurz erläutert, so dass auch das Verhalten des Anwalts verständlich ist.
Trotz der Sachlichkeit des Autors gelang es mir nicht immer die Distanz zu den Geschichten und ihren Figuren zu wahren. Einige der Schicksale sind einfach zu bewegend und das Wissen, dass es sich hier um authentische Fälle handelt, führt noch mehr dazu die Geschichten an sich heran zu lassen.
Nicht bei allen Fällen handelt es sich um Verbrechen und Personen, die man mit einem Strafverteidiger in Verbindung bringt. Manchmal ist es auch wirklich nur eine Geschichte, die Ferdinand von Schirach von Klienten erzählt wurde oder der Autor konnte seiner Tätigkeit als Anwalt in diesem Fall nicht weiter nachgehen. Eine Wertung der Ereignisse wird dem Leser überlassen. Der Autor nimmt sich lediglich das Recht heraus, die Frage nach dem Sinn einer Bestrafung in den Raum zu stellen und so bleibt auch im Nachhinein noch genug Material um darüber zu grübeln.
Ganz deutlich hat mir dieses Buch gezeigt, auf welcher Gradwanderung man sich als Anwalt für Strafrecht befindet. Das wäre ganz sicher kein Beruf für mich.
Insgesamt bietet "Verbrechen" für den Laien einen interessanten Einblick in die kuriosen Fälle eines Anwalts, wobei jedoch jedem Leser klar sein sollte, dass diese nicht die Regelfälle sind, die einem vor deutschen Gerichten begegnen. Leider ist das Buch sehr dünn, so dass es nur ein kurzes Lesevergnügen bot.
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02.09.2009
Tobias Kniebe ist begeistert vom Erzähldebüt Ferdinand von
Schirachs und findet, dass die Lesart der Verbrechensgeschichten
als kaum verbrämte Enthüllungen aus dem Berufsalltag eines Berliner
Strafverteidigers viel zu kurz greift. Dieses Missverständnis
ergibt sich laut Rezensent nicht nur aus der Tatsache, dass der
Autor und sein Erzähler diesen Beruf teilen, auch Schierach selbst
stützt diese Rezeption durch die Behauptung, die geschilderten
Taten beruhten auf echten Fällen und er habe lediglich Namen und
Orte verändert. Das lenkt Kniebes Ansicht nach von den unglaublich
treffenden Porträts und Miniaturen dieses Bandes ab, der ein
Polizeirevier in seiner ganzen Tristesse ebenso glaubwürdig zu
zeichnen versteht wie das Innenleben eines schwäbischen Axtmörders.
Und so macht man in Schierachs Geschichten "genuin
literarische Entdeckungen", die weit entfernt von
"Tatort"-Klischees tief im Gedächtnis bleiben, preist
Kniebe.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Ferdinand von Schirach schreibt so souverän, klar und
einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht ... er ist ein
großartiger Erzähler." (Der Spiegel)
"Ein wunderbares Debüt, fesselnd von der ersten Seite an und
ohne jeden falschen Ton." (Frankfurrter Allgemeine
Sonntagszeitung)
"Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie
beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am
Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat."
(Literarische Welt)
"Ein unglaublich beeindruckendes Buch" (BZ)
" Verbrechen ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste
Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an Aber
dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen." (WDR
2)
"Einen ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von
menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe.
Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er
erweist sich auch als begnadeter Erzähler Das reale Leben hält mehr
Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr
lesenwert." (Buchmarkt)
"Mitunter kamen mir, wenn ich über die Lakonie lachen musste,
mit der da finstere …
Rezensionen und Kritik
»Ferdinand von Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht ... er ist ein großartiger Erzähler.« Der Spiegel »Ein wunderbares Debüt, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.« Frankfurrter Allgemeine Sonntagszeitung »Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat.« Literarische Welt »Ein unglaublich beeindruckendes Buch ...« BZ »>Verbrechen< ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an ... Aber dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen.« WDR 2 »Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler ... Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenwert.« Buchmarkt »Mitunter kamen mir, wenn ich über die Lakonie lachen musste, mit der da finstere Vorgänge beschrieben werden, …
Rezensionen und Kritik
»Ferdinand von Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht ? er ist ein großartiger Erzähler.« Der Spiegel »Ein wunderbares Debüt, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.« Frankfurrter Allgemeine Sonntagszeitung »Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat.« Literarische Welt »Ein unglaublich beeindruckendes Buch ?« BZ »?Verbrechen? ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an ? Aber dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen.« WDR 2 »Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler ? Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenwert.« Buchmarkt »Mitunter kamen mir, wenn ich über die Lakonie lachen musste, mit der da finstere Vorgänge beschrieben werden, …
Autorenporträt zu "Ferdinand von Schirach"
Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt.
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11 Marktplatz-Angebote für "Verbrechen. Ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis 2010" ab EUR 5,00
| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| wie neu | 5,00 | 2,00 | Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung | keuk1 | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 5,95 | 1,10 | offene Rechnung | Antiquariat Hans Wäger | 100,0% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 6,00 | 1,50 | Banküberweisung | japr | 100,0% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 6,50 | 1,10 | Banküberweisung | Sodi | 100,0% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 7,00 | 1,00 | Banküberweisung | klaeri | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 7,50 | 1,50 | Banküberweisung | Sotina | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 8,00 | 1,10 | Banküberweisung | Helga 54 | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 9,02 | 1,70 | Banküberweisung | Paveier | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 10,00 | 1,70 | PayPal | pillepalle | 100,0% | ansehen |
| 11,00 | 1,00 | Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) | philobuch susanne mayr | 100,0% | ansehen | |
| wie neu | 15,85 | 0,00 | Banküberweisung | georghebel | 95,0% | ansehen |























































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