Mit Blick aufs Meer - Strout, Elizabeth

Mit Blick aufs Meer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Prize 2009

Elizabeth Strout 

Übersetzung: Roth, Sabine
Broschiertes Buch
 
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Mit Blick aufs Meer

In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Doch sieht man genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. Und Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin, sieht sehr genau hin. Sie kann stur und boshaft sein, dann wieder witzig, manchmal sogar eine Seele von Mensch. Auf jeden Fall kommt in Crosby keiner an ihr vorbei ...

Mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches fügt die amerikanische Bestsellerautorin die Geschichten um Olive und Crosby zu einem unvergesslichen Roman.


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 351 S. 187 mm
  • Seitenzahl: 352
  • btb Bd.74203
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 118mm x 30mm
  • Gewicht: 329g
  • ISBN-13: 9783442742035
  • ISBN-10: 344274203X
  • Best.Nr.: 33334026
Witzig, klug und wunderbar! Für Sie

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.07.2010

Es ist nicht gerecht, aber gut

Lebensklug und konservativ im besten Sinne: In ihrem Roman "Mit Blick aufs Meer" schildert Elizabeth Strout Ehepaare, wie sie auch ihr großer Kollege John Updike im Visier hatte - nur aus der Hüfthalter-Perspektive.

Von Martin Halter

Olive Kitteridge wird in Crosby und selbst in ihrem Haus mehr gefürchtet als geliebt. Nicht nur, weil sie als Mathematiklehrerin, Ehefrau und Mutter oft barsch und ungeduldig war. Die heile Welt eines Küstenstädtchens in Maine hat keinen Platz für Bosheit und Schmerz: Der Blick aufs Meer ist atemraubend, der Frühling ein Affront an strotzender Schönheit, die Vorgärten sind gepflegt, die Sünden der Puritaner lässlich: kleine Familiendramen, heimliche Liebschaften, kleinstädtische Kabalen und Skandälchen, über die man sich nach dem Kirchgang und im Segelclub herrlich das Maul zerreißen kann. Olive ist der Drachen im Haus, die Schlange im Paradies. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und weder auf Freund noch Feind Rücksicht: George W. Bush ist für die grimmige Demokratin ein gehirnamputierter Cowboy, ihr Gatte ein Friede-Freude-Eierkuchen-Trottel. In Olives rauher Schale …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Konservativ im besten Sinne" ist Elizabeth Strouts 2009 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Roman, schreibt Rezensent Martin Halter. Wobei dies eigentlich kein Roman ist, sondern eher eine Sammlung von Geschichten rund um die scharfzüngige Mathematiklehrerin Olive Kitteridge, die mit ihrer Familie in einem idyllischen Küstenstädtchen in Maine lebt. Viel los ist da nicht, so Halter. Aber Strout erzählt so "lebensklug" von Familien, Liebe und Alter, dass sich dem Rezensenten doch eine ganze Welt erschlossen hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Konservativ im besten Sinne" ist Elizabeth Strouts 2009 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Roman, schreibt Rezensent Martin Halter. Wobei dies eigentlich kein Roman ist, sondern eher eine Sammlung von Geschichten rund um die scharfzüngige Mathematiklehrerin Olive Kitteridge, die mit ihrer Familie in einem idyllischen Küstenstädtchen in Maine lebt. Viel los ist da nicht, so Halter. Aber Strout erzählt so "lebensklug" von Familien, Liebe und Alter, dass sich dem Rezensenten doch eine ganze Welt erschlossen hat.

© Perlentaucher Medien GmbH
Elizabeth Strout, geb. 1956 in Portland, Maine, begann nach dem Jurastudium zu schreiben. Sie lebt heute in New York City.

Leseprobe zu "Mit Blick aufs Meer" von Elizabeth Strout

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Viele Jahre lang war Henry Kitteridge Apotheker in der nahegelegenen Stadt und fuhr die Strecke jeden Morgen, über verschneite Straßen oder regennasse Straßen oder sommerliche Straßen, deren Ränder bis zu den Ausläufern der Stadt zugewuchert waren von den neuen Trieben der wilden Himbeeren, ehe er in die breitere Straße zur Apotheke einbog. Jetzt, im Ruhestand, wacht er immer noch früh auf und erinnert sich, wie lieb ihm diese Morgen waren, wenn die Welt sich anfühlte wie sein Geheimnis: Die Reifen schnurrten so sanft unter ihm, und das Licht brach durch den Frühnebel, und zu seiner Rechten blitzte kurz die Bucht auf, dann die Kiefern, hoch und schlank, und fast immer hatte er das Fenster einen Spalt offen, weil er den Kiefernduft liebte und die schwere Salzluft, und im Winter liebte er den Geruch der Kälte.

Die Apotheke war ein kleiner zweigeschossiger Bau, Wand an Wand mit dem Nachbarhaus, in dem ein Heimwerkermarkt und ein kleines Lebensmittelgeschäft untergebracht waren. Jeden Morgen parkte Henry hinterm Haus bei den großen metallenen Müllcontainern, und dann betrat er die Apotheke durch die Hintertür und schaltete drinnen die Lichter an, drehte den Thermostat hoch oder setzte, wenn es Sommer war, den Ventilator in Gang. Er öffnete den Tresor, legte Geld in die Kasse, schloss die Ladentür auf, wusch sich die Hände, zog seinen weißen Kittel über. Das Ritual hatte etwas Wohltuendes, fast als wäre der alte Laden mit seinen Regalen voll Zahnpastatuben, Vitaminpräparaten, Kosmetikartikeln und Haarspangen, seinen Nähnadeln, Grußkarten, roten Gummiwärmflaschen und Einlaufpumpen ein Freund, ein in sich ruhender, verlässlicher Freund. Und alles Unerfreuliche, das zu Hause vorgefallen sein mochte, alle Beklommenheit, weil seine Frau wieder einmal mitten in der Nacht aus dem Bett aufgestanden und durch das dunkle Haus gewandert war - all das blieb zurück wie ein fernes Ufer, wenn er in der Sicherheit seiner Apotheke herumging. Hinter der Theke, bei seinen Schubladen und Pillenreihen, war Henry ein fröhlicher Mensch. Gut gelaunt ging er ans Telefon, gut gelaunt händigte er Mrs. Merriman ihr Blutdruckmittel aus und dem alten Cliff Mott sein Digitalis, gut gelaunt füllte er das Valium für Rachel Jones ab, die in der Nacht, in der ihr Kind zur Welt kam, von ihrem Mann verlassen worden war. Henry war einer, der zuhörte, und viele Male die Woche sagte er: "Ach je, das tut mir aber leid", oder: "Ist denn das zu fassen?"

Insgeheim wirkten in ihm noch die Ängste nach, die er als Kind bei den beiden Nervenzusammenbrüchen seiner Mutter ausgestanden hatte - einer Mutter, von der er ansonsten furios umsorgt worden war. Wenn also, was selten vorkam, ein Kunde einen Preis überteuert oder die Qualität einer elastischen Binde oder eines Eisbeutels ungenügend fand, versuchte Henry möglichst rasch zu vermitteln. Viele Jahre hindurch arbeitete Mrs. Granger für ihn; ihr Mann war Hummerfischer, und sie hatte etwas von einer kalten Meeresbrise an sich. Beflissenheit gegenüber verstimmten Kunden war ihr fremd. Er musste, während er seine Rezepte bearbeitete, immer mit halbem Ohr lauschen, ob sie nicht gerade an der Kasse eine Beschwerde abwimmelte. Es war ein ganz ähnliches Gefühl, wie wenn er daheim achtzugeben versuchte, dass Olive, seine Frau, Christopher nicht zu hart anfasste, wenn er bei den Hausaufgaben geschlampt oder sonst eine Pflicht versäumt hatte - diese stetig angespannte Aufmerksamkeit, dieser Drang, alle zufrieden zu wissen. Sobald ihm Mrs. Grangers Stimme schroff vorkam, stieg er herab von seinem Podest an der Rückwand und ging nach vorn, um selbst mit dem Kunden zu reden. Davon abgesehen leistete Mrs. Granger gute Arbeit. Er schätzte an ihr, dass sie nicht geschwätzig war, fehlerfreie Bestandslisten führte und sich kaum krank meldete. Dass sie eines Nachts im Schlaf starb, überraschte ihn und erfüllte ihn mit leisem Schuldbewusstsein, als wäre ihm in all den Jahren Seite an Seite mit ihr das entscheidende Symptom entgangen, das er mit seinen Pillen und Säften und Spritzen vielleicht hätte heilen können.

"Ein Mäuschen", sagte seine Frau, als er das neue Mädchen einstellte. "Eine richtig graue Maus."

Denise Thibodeau hatte runde Backen und kleine Äuglein, die durch ihre braun eingefassten Brillengläser spitzten. "Aber eine nette graue Maus", sagte Henry. "Eine niedliche Maus."

"Niemand ist niedlich, der sich so miserabel hält", sagte Olive. Es stimmte, Denises schmale Schultern hingen vornüber, als wollte sie Abbitte für etwas leisten. Sie war zweiundzwanzig und hatte gerade ihren Abschluss an der Staatlichen Universität in Vermont gemacht. Ihr Mann hieß auch Henry, und als Henry Kitteridge Henry Thibodeau kennenlernte, empfand er etwas Strahlendes an ihm, das ihn fesselte. Der junge Mann war kräftig, mit grobknochigem Gesicht und einem Leuchten in den Augen, das seine schlichte, anständige Erscheinung aus der Durchschnittlichkeit heraushob. Er war Klempner und arbeitete im Betrieb seines Onkels. Denise und er waren seit einem Jahr verheiratet.

"Sonst noch Wünsche", sagte Olive, als er vorschlug, sie sollten das junge Paar zum Essen einladen. Henry ließ das Thema fallen. Dies war die Zeit, als sein Sohn, auch wenn man ihm die Pubertät äußerlich noch nicht ansah, in eine plötzliche, aggressive Muffigkeit verfiel, die die Stimmung im ganzen Haus vergiftete; Olive wirkte genauso verändert und unstet wie Christopher, und die beiden fochten schnelle, wilde Kämpfe aus, die ebenso schnell in eine stumme, enge Vertrautheit umschlagen konnten, während Henry, ratlos und verdutzt, dastand und nichts begriff.

Aber als er sich an einem Spätsommerabend, als die Sonne schon hinter den Fichten unterging, auf dem Parkplatz noch mit den Thibodeaus unterhielt, befiel Henry Kitteridge eine solche Sehnsucht nach der Gesellschaft dieser jungen Leute, die ihn mit einem so zurückhaltenden und doch eifrigen Interesse ansahen, während er von seiner eigenen fernen Studienzeit sprach, dass er sagte: "Ach, übrigens, Olive und ich würden euch demnächst gern zu uns zum Essen einladen."Er fuhr heim, vorbei an den hohen Kiefern und der aufblitzenden Bucht, und dachte an die Thibodeaus, die in die entgegengesetzte Richtung fuhren, zu ihrem Trailer am Stadtrand. Er stellte sich das Trailerinnere vor, gemütlich und aufgeräumt - denn Denise hatte eine reinliche Art -, stellte sich vor, wie sie einander von ihrem Tag erzählten.

Viele Jahre lang war Henry Kitteridge Apotheker in der nahegelegenen Stadt und fuhr die Strecke jeden Morgen, über verschneite Straßen oder regennasse Straßen oder sommerliche Straßen, deren Ränder bis zu den Ausläufern der Stadt zugewuchert waren von den neuen Trieben der wilden Himbeeren, ehe er in die breitere Straße zur Apotheke einbog. Jetzt, im Ruhestand, wacht er immer noch früh auf und erinnert sich, wie lieb ihm diese Morgen waren, wenn die Welt sich anfühlte wie sein Geheimnis: Die Reifen schnurrten so sanft unter ihm, und das Licht brach durch den Frühnebel, und zu seiner Rechten blitzte kurz die Bucht auf, dann die Kiefern, hoch und schlank, und fast immer hatte er das Fenster einen Spalt offen, weil er den Kiefernduft liebte und die schwere Salzluft, und im Winter liebte er den Geruch der Kälte.

Die Apotheke war ein kleiner zweigeschossiger Bau, Wand an Wand mit dem Nachbarhaus, in dem ein Heimwerkermarkt und ein kleines Lebensmittelgeschäft untergebracht waren. Jeden Morgen parkte Henry hinterm Haus bei den großen metallenen Müllcontainern, und dann betrat er die Apotheke durch die Hintertür und schaltete drinnen die Lichter an, drehte den Thermostat hoch oder setzte, wenn es Sommer war, den Ventilator in Gang. Er öffnete den Tresor, legte Geld in die Kasse, schloss die Ladentür auf, wusch sich die Hände, zog seinen weißen Kittel über. Das Ritual hatte etwas Wohltuendes, fast als wäre der alte Laden mit seinen Regalen voll Zahnpastatuben, Vitaminpräparaten, Kosmetikartikeln und Haarspangen, seinen Nähnadeln, Grußkarten, roten Gummiwärmflaschen und Einlaufpumpen ein Freund, ein in sich ruhender, verlässlicher Freund. Und alles Unerfreuliche, das zu Hause vorgefallen sein mochte, alle Beklommenheit, weil seine Frau wieder einmal mitten in der Nacht aus dem Bett aufgestanden und durch das dunkle Haus gewandert war - all das blieb zurück wie ein fernes Ufer, wenn er in der Sicherheit seiner Apotheke herumging. Hinter der Theke, bei seinen Schubladen und Pillenreihen, war Henry ein fröhlicher Mensch. Gut gelaunt ging er ans Telefon, gut gelaunt händigte er Mrs. Merriman ihr Blutdruckmittel aus und dem alten Cliff Mott sein Digitalis, gut gelaunt füllte er das Valium für Rachel Jones ab, die in der Nacht, in der ihr Kind zur Welt kam, von ihrem Mann verlassen worden war. Henry war einer, der zuhörte, und viele Male die Woche sagte er: "Ach je, das tut mir aber leid", oder: "Ist denn das zu fassen?"

Insgeheim wirkten in ihm noch die Ängste nach, die er als Kind bei den beiden Nervenzusammenbrüchen seiner Mutter ausgestanden hatte - einer Mutter, von der er ansonsten furios umsorgt worden war. Wenn also, was selten vorkam, ein Kunde einen Preis überteuert oder die Qualität einer elastischen Binde oder eines Eisbeutels ungenügend fand, versuchte Henry möglichst rasch zu vermitteln. Viele Jahre hindurch arbeitete Mrs. Granger für ihn; ihr Mann war Hummerfischer, und sie hatte etwas von einer kalten Meeresbrise an sich. Beflissenheit gegenüber verstimmten Kunden war ihr fremd. Er musste, während er seine Rezepte bearbeitete, immer mit halbem Ohr lauschen, ob sie nicht gerade an der Kasse eine Beschwerde abwimmelte. Es war ein ganz ähnliches Gefühl, wie wenn er daheim achtzugeben versuchte, dass Olive, seine Frau, Christopher nicht zu hart anfasste, wenn er bei den Hausaufgaben geschlampt oder sonst eine Pflicht versäumt hatte - diese stetig angespannte Aufmerksamkeit, dieser Drang, alle zufrieden zu wissen. Sobald ihm Mrs. Grangers Stimme schroff vorkam, stieg er herab von seinem Podest an der Rückwand und ging nach vorn, um selbst mit dem Kunden zu reden. Davon abgesehen leistete Mrs. Granger gute Arbeit. Er schätzte an ihr, dass sie nicht geschwätzig war, fehlerfreie Bestandslisten führte und sich kaum krank meldete. Dass sie eines Nachts im Schlaf starb, überraschte ihn und erfüllte ihn mit leisem Schuldbewusstsein, als wäre ihm in all den Jahren Seite an Seite mit ihr das entscheidende Symptom entgangen, das er mit seinen Pillen und Säften und Spritzen vielleicht hätte heilen können.

"Ein Mäuschen", sagte seine Frau, als er das neue Mädchen einstellte. "Eine richtig graue Maus."

Denise Thibodeau hatte runde Backen und kleine Äuglein, die durch ihre braun eingefassten Brillengläser spitzten. "Aber eine nette graue Maus", sagte Henry. "Eine niedliche Maus."

"Niemand ist niedlich, der sich so miserabel hält", sagte Olive. Es stimmte, Denises schmale Schultern hingen vornüber, als wollte sie Abbitte für etwas leisten. Sie war zweiundzwanzig und hatte gerade ihren Abschluss an der Staatlichen Universität in Vermont gemacht. Ihr Mann hieß auch Henry, und als Henry Kitteridge Henry Thibodeau kennenlernte, empfand er etwas Strahlendes an ihm, das ihn fesselte. Der junge Mann war kräftig, mit grobknochigem Gesicht und einem Leuchten in den Augen, das seine schlichte, anständige Erscheinung aus der Durchschnittlichkeit heraushob. Er war Klempner und arbeitete im Betrieb seines Onkels. Denise und er waren seit einem Jahr verheiratet.

"Sonst noch Wünsche", sagte Olive, als er vorschlug, sie sollten das junge Paar zum Essen einladen. Henry ließ das Thema fallen. Dies war die Zeit, als sein Sohn, auch wenn man ihm die Pubertät äußerlich noch nicht ansah, in eine plötzliche, aggressive Muffigkeit verfiel, die die Stimmung im ganzen Haus vergiftete; Olive wirkte genauso verändert und unstet wie Christopher, und die beiden fochten schnelle, wilde Kämpfe aus, die ebenso schnell in eine stumme, enge Vertrautheit umschlagen konnten, während Henry, ratlos und verdutzt, dastand und nichts begriff.

Aber als er sich an einem Spätsommerabend, als die Sonne schon hinter den Fichten unterging, auf dem Parkplatz noch mit den Thibodeaus unterhielt, befiel Henry Kitteridge eine solche Sehnsucht nach der Gesellschaft dieser jungen Leute, die ihn mit einem so zurückhaltenden und doch eifrigen Interesse ansahen, während er von seiner eigenen fernen Studienzeit sprach, dass er sagte: "Ach, übrigens, Olive und ich würden euch demnächst gern zu uns zum Essen einladen."Er fuhr heim, vorbei an den hohen Kiefern und der aufblitzenden Bucht, und dachte an die Thibodeaus, die in die entgegengesetzte Richtung fuhren, zu ihrem Trailer am Stadtrand. Er stellte sich das Trailerinnere vor, gemütlich und aufgeräumt - denn Denise hatte eine reinliche Art -, stellte sich vor, wie sie einander von ihrem Tag erzählten.


Kundenbewertungen zu "Mit Blick aufs Meer" von "Elizabeth Strout"

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 12.10.2013   sehr gut
Das Buch ist sehr gut, nur die Versandzeit von fast zwei Wochen ist bisschen lang.

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Bewertung von Everett aus Barsinghausen am 15.11.2011   sehr gut
Elizabeth Strout erzählt von einem kleinen Ort an der Küste Maines. Man könnte meinen, es wäre ein eher langweiliges Städtchen, in dem nicht viel passiert. Doch auch hier leben Menschen, Menschen mit ihren eigenen Geschichten, Gefühlen, dem eigenen Unglück auch im Kleinen und dem Finden von ein klein wenig Glück.
Olive Kitteridge lebt schon lange in Crosby, hier zog sie ihren Sohn groß und war Lehrerin an der Schule. Sie ist eine facettenreiche Person, die auch reichlich unbequem sein kann, ihre eigene Meinung hat und auch mal aneckt.
Um Olive herum werden ihre Geschichten, die ihrer Familie und anderer Bewohner des Ortes erzählt. Dieses macht die Autorin in einer sehr schönen Erzählform. Es sind keine großartigen, außergewöhnlichen Dinge, eher die alltäglichen, die hier auf irgendwie fesselnde Art und Weise geschildert werden.
Ich musste diesen Roman zügig durchlesen, hier wurde man durch die Sprache der Autorin an die Geschichten gefesselt und fand Großartigkeiten im Alltag, und das auch das Alltägliche ein gro-ßer Kampf ist, der den Menschen immer wieder neu fordert und formt.

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Bewertung von Max aus Penzberg am 09.08.2010   sehr gut
"Mit Blick aufs Meer" von Elizabeth Stroud ist eine der Entdeckungen dieses Sommers. In mehreren Geschichten, deren einzige Verbindung die Figur der Olive Kitteridge ist, erzählt die Autorin vom Leben in einer Kleinstadt an der Ostküste der USA. Die Hauptfigur ist eine verbittert wirkende, pensionierte Lehrerin, aber im Verlauf der Geschichte erfährt der Leser, was Olive so gemacht hat, wie sie jetzt ist.
Ein sehr bewegender Roman, der die Lektüre auf jeden Fall lohnt.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 25.05.2010   ausgezeichnet
Elizabeth Strouts „Mit Blick aufs Meer“ ist ein beschaulicher Roman aus dem wunderschönen Maine an der nordöstlichen Atlantikküste. Es geht um Toleranz, um Liebe und um den Umgang mit all den täglichen Sorgen, die einem das Dasein gründlich versauern können. Doch trotz schwerer Schicksalsschläge - oder gerade deshalb? - verändern sich für die Protagonistin Sichtweisen und schließlich auch das Leben selbst. Ein erfrischender und sensibler Roman über das Leben und die Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen. Nicht zu Unrecht erhielt Elizabeth Strout für „Mit Blick aufs Meer “ 2009 den Pulitzerpreis.

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 19.05.2010   ausgezeichnet
Dieses Buch wurde mit dem Putlitzer - Preis ausgezeichnet und stand Monate lang weit oben auf der Bestsellerliste der New York Times. Ich war also sehr gespannt auf diesen Bestseller.

Zunächst war ich erstaunt, dass es sich nicht um einen durchgehenden Roman handelt, sondern um mehrere Geschichten. Einzige Konstante in diesem Buch ist Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin.

Olives Welt ist die Kleinstadt Crosby an der Küste von Maine. Sie hat einen Sohn den sie nicht so recht loslassen kann, den sie dann aber doch an eine Ärztin verliert als er 38 ist. Und sie hat einen Mann der in seiner Stadtapotheke arbeitet. Er ist der Stille, sie die Laute, manchmal sogar boshaft, aber dann auch wieder mitfühlend und sogar witzig.

Als sie sich in das Auto eines ehemaligen Schülers setzt und über dessen Mutter mit ihm spricht, ist dem ehemaligen Schüler das anfangs gar nicht recht. Aber im Verlauf des Gesprächs erzählt Olive ihm, dass sie seine Mutter, die Selbstmord verübt hatte, sehr gemocht hat. Dem Schüler hilft dieses Gespräch.

Viele Charaktere lernt der Leser in diesem Buch kennen. Alle streifen irgendwann einmal das Leben von Olive Kitteridge. Auch wenn sie durch ihr forsches Auftreten oft als laut und vielleicht auch unsentimental gesehen wird, mir ist diese Frau sehr sympathisch. Vielleicht ist sie ja auch nur so geworden, weil die eigentliche Liebe ihres Lebens nicht ihr Ehemann war.

Als ihr Sohn heiratet, bemerkt sie das sie alt und dick geworden ist. Beinah tut sie mir leid, aber für Mitleid ist bei dieser Frau keine Zeit. Sie überrascht mich und ich bin glücklich darüber. Sie braucht mein Mitleid nicht.

Olivias Leben geht weiter. Der Sohn lässt sich scheiden und heiratet wieder. Er wohnt jetzt weit weg und Olive sieht ihn und ihre Enkel so gut wie nie, aber dennoch hält das Leben für Olive noch so viel bereit und sie packt das Leben beim Schopfe.

Viele Themen stecken in diesem beeindruckenden Buch. Auch für mich ist es jetzt ein Bestseller geworden. In ihm stecken viele Themen die in der Zukunft immer wichtiger werden, für jeden einzelnen Leser und erst recht für die ganze Gesellschaft.

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu

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