Benutzername: Everett
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Bewertungen

Insgesamt 427 Bewertungen
Bewertung vom 23.10.2017
Zorn des Himmels
Dübell, Richard

Zorn des Himmels


ausgezeichnet

Nicht der erste historische Roman des Autors, allerdings kommt mir nun die Pause bis zu diesem Buch zu lange vor. Zorn des Himmels hat mir wieder gut gefallen.

Mitte Juli 1342 wird die Gegend um Frankfurt von einer große Hitze und Trockenheit heimgesucht. Doch eine andere Katastrophe bahnt sich an, ein Unwetter mit verheerenden Ausmaßen zieht heran. Dazu ist der Kaiser in der Stadt und die Sicherheitsmaßnahmen bringen Unruhe in die Bevölkerung. Zwei Deutschordenritter kommen eher unauffällig in die Stadt, einer will den Kaiser töten. Mittendrin ist Phi-lippa, diFüre Tochter eines Fährmanns.
Bis zu diesem Roman wusste ich über die schlimmen Unwetter, Überflutungen Mitte 1342 nichts, wo es doch so eine einschneidende Katastrophe war. Dazu die Probleme des Kaisers mit der Kirche. Wobei mir hier der Kaiser sehr menschlich und an seinem Land interessiert vorkommt. Im Gegensatz zur Kirche, den Päpsten. Die Zeit damals, die Darstellung der Stadt mitsamt der Bevölkerung hat mir gut gefallen. Die Recherche muss sehr umfangreich gewesen sein, um diese Geschichte mit den vielen Leuten und Geschehnissen zu schreiben. Die Gliederung finde ich gerade nach Beendigung des Buches sehr gelun-gen, ebenso so die Dialoge. Einfach die richtige Mischung zwischen historischen Geschehnissen, persön-lichen Schicksalen. Dazu kommt die intensive Schilderung der Flutkatastrophe.
Für mich ein gelungener historischer Roman, in einem gut zu lesenden Stil geschrieben. Ein Muss für Fans historischer Romane.

Bewertung vom 17.10.2017
Warte nicht für immer
Berg, J. L.

Warte nicht für immer


sehr gut

Clare und Ethan sind glücklich miteinander, ihre Tochter Maddie kommt auf die Welt. Doch dann erkrankt Ethan, stirbt und Clare bleibt mit Maddie allein zurück. Clare bleiben ihr Erinnerungen und ein Brief von Ethan, der bisher immer noch ungeöffnet ist.
Logan hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich, hält sich in diesen Dingen vor unfähig, bis er auf Clare trifft. Beide sind voneinander sehr angetan. Schaffen sie es, ihre Bedenken, ihre Vergangen-heit hinter sich zu lassen? Ist Clare bereit den Brief zu lesen und eine Entscheidung zu treffen? Lässt das Schicksal sie zueinander stehen, oder bringt sie auseinander?
Clares und Logans Geschichte hat mir gut gefallen. Die Charaktere sind gut dargestellt und die Au-torin erzählt ihre Geschichte richtig warmherzig. Ich konnte die Handlungen von Beiden gut verste-hen und ihre Gründe wurden nicht übertrieben dargestellt. Ganz liebenswert ist die kleine Maddie, die den Erwachsenen durch ihre Art den Weg ebnet. Wie es sich bei solchen Romanen gehört sind die Protagonisten gutaussehend und eventuell auch etwas speziell.
Hier ist die Geschichte von Logan und Clare sehr schön geschildert, sie wirkt echt und vermittelt sehr viel Gefühl. Eine schöne, warmherzige Unterhaltung, wo das Lesen Spaß macht.

Bewertung vom 08.10.2017
Verführung / Die Wellington Saga Bd.2
Figueras, Nacho

Verführung / Die Wellington Saga Bd.2


ausgezeichnet

Teil zwei der Geschichte um die Del Campos, dem Polospiel und der Liebe. Nachdem Alejandro Del Campo in Versuchung seine große Liebe gefunden hat, ist nun sein jüngerer Bruder Sebastian an der Reihe. Auch er ist Bestandteil der Polomannschaft der Del Cam-pos, ist ein guter Spieler, doch mehr bekannt durch seine Frauengeschichten und lasche Einstellung gegenüber dem Team. Doch als er die Regisseurin Katherine kennen lernt ist er fasziniert und erstaunt. Denn plötzlich sind andere Frauen für ihn uninteressant und solche Gefühle kannte er bisher nicht. Dazu taucht er in die Filmszene ein und kann er ergründen, warum er dem Polospiel gegenüber so eine selt-same Einstellung hatte?
Ja, man weiß auch hier wer zusammen kommt und das es nicht gleich ganz reibungslos funktioniert. Die Hauptpersonen sehen natürlich alle gut aus. Doch wie immer bei solchen Romanen kommt es auf das „Wie“ an und das gefällt mir hier sehr gut. Der Schreibstil gefällt mir gut, fast noch besser als im ersten Teil der Wellington Saga. Es lässt sich locker und leicht lesen, die Charaktere werden gut dargestellt, ohne dass irgendetwas langatmig wird. Die kleinen Einsichten der Protagonisten werden gut beschrie-ben, auch das sich verbessernde Verhältnis zwischen den Brüdern zum Ende hin.
Pferde kommen hier als Rahmenhandlung vor, kurz kommt das tolle Gefühl beim Reiten mal zur Erwäh-nung, aber das Polospiel ist halt in der Familie Tradition, der Alltag mit den Tieren kommt eher nicht vor, da herrscht das Leben im Bereich der Schönen und Reichen vor. Hier bewegen sich Sebastian und Kathe-rine aber netterweise ohne Allüren.
Für mich war Verführung gute Unterhaltung, das Lesen hat Spaß gemacht und ich freue mich darauf den dritten Band zu lesen.
Wobei Verführung auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes gelesen werden kann. Was mir bei Reihen immer gut gefällt.

Bewertung vom 03.10.2017
Sieben Tage voller Wunder
Atkins, Dani

Sieben Tage voller Wunder


sehr gut

Auf einem Flughafen in Kanada fällt Hannah ein Mann auf, der sie mit seinen Augen sofort an-spricht. Er lädt sie auf einen Kaffee ein, doch ein Telefonat kommt dazwischen. Im Flugzeug bedau-ert es Hannah ein wenig Logan nicht näher kennen gelernt zu haben. Doch dann muss Hannah dramatische Geschehnisse meistern, mit Logans Hilfe. Das Ende ist eindeutig überraschend und durchaus ganz im Stil der Autorin.
Durch den Flugzeugabsturz ist schnell eine gewisse Dramatik in der Geschichte und natürlich war ich als Leser gespannt, wie Hannah diese Situation meistert. Es ist ein recht kurzer Roman und könnte fast auch ein Drehbuch sein. Dabei kommt mir Logan schon etwas zu stark, über den Din-gen stehend und allwissend vor. Später klärt sich das dann auf und dadurch bekommt der Roman ein wenig etwas mystisches.
Die Geschichte ließ sich gut lesen, es entstand ein angenehmer Lesefluss. Bloß, tiefere Emotionen habe ich beim Lesen vermisst, oder stellten sich bei mir nicht ein. Ein schnell zu lesender Roman, der Platz für weitere Fantasie lässt.

Bewertung vom 03.10.2017
Verrat
Schulte am Hülse, Jessica

Verrat


sehr gut

Sieben Kurzgeschichten über Beziehungen die mit Liebe begannen und aus unterschiedli-chen Gründen mit Verrat an der Liebe enden. Meist haben die Charaktere einiges an psy-chischen Störungen, tuen so ihren Partnern weh, ziehen sie runter, zerstören vielleicht auch den anderen. Oder es treffen zwei aufeinander, die sich ergänzen.
Diese sieben Geschichten sind eine Auswahl von sechzehn, die die Autorin in persönli-chen Gesprächen recherchiert hat. Durch den Verrat an der Liebe werden bei den Leuten emotionale Defizite befriedig, oder sie geraten durch diese in die gefühlsmäßige Abhän-gigkeit, die sie droht zu zerstören.
Die sieben Erzählungen sind ausgesprochen emotionslos geschildert, halt aus der Sicht eines nicht urteilenden Menschen sondern von jemanden, der nur aufschreibt und nicht wertet.
Ich fand es erschreckend, was alles passieren kann, was Menschen anderen antun unter dem Vorwand der Liebe, was dann so zerstörerisch wirkt. Wobei es in einigen Fällen für den Verräter ein anfälliges Opfer geben muss.
Ein interessantes Thema, was in verschiedenen Facetten dargestellt wird. Mir fehlte ein wenig das Emotionale, oder irgendwie tiefer gehende. Wobei ich einfach nur froh bin nicht in so einer Situation zu stecken. Insofern interessant, was es für Abgründe gibt.

Bewertung vom 26.09.2017
Hassliebe
Kloppmann, Ina

Hassliebe


sehr gut

Als zweiter Titel steht noch Krimi für Frauen dabei. Wobei ich finde, dass die Bezeichnung Krimi hier nicht so ganz passt. Denn es handelt sich um Geschichten von Frauen, die in psy-chische Abhängigkeit von manipulativen, gewalttätigen Männern geraten, was sich durch die Geschichte der Frauen einer Familie zieht. Wobei die letzte in der Reihe, Nathalie, erst durch ihr eigenes stalken in eine sehr gefährliche Situation kommt.
Es ist ein wichtiges Thema. Aus solchen Beziehungen sollten betroffene Frauen viel früher und schneller raus kommen können. Dazu braucht es Hilfe.
Die Geschichte von Melanie, ihrer Tochter Nathalie und dem dann helfenden Umfeld hat mir gefallen. Einige Charaktere waren zwar eher Randfiguren, aber richtig gut. Dazu ist es sehr umfassend und die Autorin stellt verschiedene Ausprägungen dieser Abhängigkeiten dar.
Der Schreibstil hat mich nicht vollends gepackt. Am Anfang habe ich gewartet, wann der Kriminalfall kommt und so im dritten Viertel des Buches habe ich mich dann doch recht schwer getan beim Lesen. Da konnte es mich nicht ganz so packen und für mein Empfinden ist das noch ausbaufähiger, damit es den Leser noch mehr packt und er mitfiebern kann.
Eher 3,5Sterne

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.09.2017
Ruf der Versuchung
Adrian, Lara

Ruf der Versuchung


gut

2,5 Sterne
Eine sog. Novelle ergänzend zur Midnight Breed – Serie. Novelle vom Umfang her ist schon mal passend. 120 Seiten, wobei durchaus alles nötige darin erwähnt wird, aber der Kürze fehlt die Würze. Wobei diese Geschichte auch nicht hätte länger sein müssen. Das übliche halt, starker, cooler Krieger trifft auf seine frühere Liebe und muss sie aus den Fängen des Bösen befreien. Gepaart mit knurrenden Besitzansprüchen, die bei Vampiren dann wohl normal sind. Ach ja, Blut trinken mussten die Guten nicht, nur voneinander, wegen der Bindung. Ich war enttäuscht, hatte auch bei einer kurzen Geschichte meine Vorstellung von guter Unterhaltung. Hier war ich schnell durch und fand es dann auch gut. Durchgehend nach demselben Schema zu schreiben ist dann irgendwann nicht mehr gut. Die Geschichte lässt sich schon gut lesen, doch bietet absolut nichts, was mich als Leser fesselt.
Von einer Novelle kann man mehr erwarten.

Bewertung vom 20.09.2017
Kleins Große Sache
Engist, Daniela

Kleins Große Sache


gut

3,5 Sterne
Mit einem Philosophiestudium bewirbt sich Harald Klein bei einem Schweizer Großkon-zern. Er wird gegen seine Erwartung eingestellt und darf sich Global Communication Mana-ger nennen. Ohne eine Ahnung von den internen Abläufen laviert er sich so durch, voller Elan und Blick fürs Wesentliche.
Doch die Geschehnisse im Konzern sind recht oft nicht nachvollziehbar, dafür gibt es Stuhl-kreise für das große Ganze! Geplantes, sinnvolles arbeiten habe ich nicht oft entdeckt. Die Business-Sprache war für mich schon immer von unglaublich, völlig überzogen und einfach nur daneben. Deutsch wäre in einem deutschsprachigen Unternehmen erstmal die erste Wahl, auch bei Beschreibungen vom Arbeitsplatz.
Eine interessante Darstellung vom Leben in wohl vielen austauschbaren Großkonzernen, der alltägliche Wahnwitz, oftmals ohne sinnvollen Hintergrund, der einen schon verzweifeln lassen kann.
Mir ist klar was die Autorin dem Leser zeigen will, es kommt in dem Roman auch zur Gel-tung. Der Schreibstil ist schon besonders, stellt die Situation gut dar, mir sog. hochtrabenden Wörtern und daneben kurz und treffend. Die Misere des Harald Klein kommt gut rüber. Doch in der guten Beschreibung bleibt dann doch etwas der Lesegenuss auf der Strecke, größtenteils wiederholte sich vieles im Ablauf, nur an anderen Orten, mit anderen Personen. Das ist halt das Elend des Alltags, der Suche nach dem Sinn der Arbeit, vielleicht des Da-seins? Diese Suche bringt eher wenig, der „normale“ Mensch arbeitet für seinen Lebensun-terhalt, der Manager mit reichlich Geld in der Tasche dann der Macht wegen, oder aus ande-ren Gründen.
Dort fehlte mir dann etwas packendes, was ein wenig Lesespaß brachte. Aber vielleicht ist das auch beabsichtigt, um dem Leser das ganze Elend vor Augen zu führen. Da hatte ich die Idee, dass die tägliche Arbeit im Haushalt des Öfteren mehr Sinn macht als in einigen Ma-nagerbüros, nur das die Hausarbeit gar nicht bezahlt wird, wo man dann doch wieder ir-gendwie beim Thema ist. Etwas kürzer gefasst hätte mehr Spaß beim Lesen gebracht.
Am Ende dann noch etwas philosophisch und überraschend.

Bewertung vom 17.09.2017
Spectrum / August Burke Bd.1
Cross, Ethan

Spectrum / August Burke Bd.1


sehr gut

Ein Massaker in Südafrika und eine Polizistin die auf Rache aus ist. Eine Geiselnahme in Las Vegas ohne Forderungen. In der Einsatzzentrale vor dem Gebäude der Geiselnahme treffen Special Agent Carter, Officer Nic Juliano und August Burke aufeinander um den Fall zu lösen. Dabei ist August Burke durch sein Asperger anders, hat aber auch ganz besonde-re Fähigkeiten Zusammenhänge zu erkennen die anderen verborgen bleiben.
Nach und nach lernt der Leser die Charaktere kennen, taucht immer mehr in die Ge-schehnisse ein. Durch die kurz gehaltenen Kapitel wird die Handlung vorangetrieben. Au-gust hat erst seine Schwierigkeiten mit mehreren eng zusammen zu arbeiten, doch Carter und Nic finden für alle zusammen eine Weg.
Je weiter ich bei diesem Thriller gelesen habe, desto besser gefiel er mir. Hier entwickelt sich wirklich eine umfangreiche Geschichte, die gut und packend aufgebaut ist und bei der mir die drei Hauptprotagonisten Burke, Nic und Carter immer sympathischer werden, aber auch die andere Seite ihre Geschichte hat und gut beschrieben wird.
Spectrum wird gegründet und ich bin auf ihre weiteren Ermittlungen gespannt.
Mit hat dieses Buch gefallen, der Schreibstil war gut zu lesen und die Geschichte fesselnd. Neben gewaltsamen, heftig brutalen und gefühllosen Szenen kommt auf anderer Seite aber auch Menschlichkeit im Ermittlerteam nicht zu kurz und die Dialoge haben mir richtig gut gefallen. Gut gemacht und die Person des August Burke gewinnt mit dem Fortgang der Geschichte.

Bewertung vom 16.09.2017
Marlenes Geheimnis
Riebe, Brigitte

Marlenes Geheimnis


ausgezeichnet

Ein Stück deutsche Geschichte. Die kommt zu Tage als Nane nach der Beerdigung ihrer Großmutter Eva deren Aufzeichnungen liest.
Zu lange war Nane nicht mehr am Bodensee, wo ihre Großmutter eine gut gehende Schnaps-brennerei betrieb, die jetzt ihre Tante weiter führt.
In den Aufzeichnungen erzählt Eva ihre Geschichte von ihrer Kindheit im Sudetenland, über den Krieg und der Zeit danach. Ihrer ersten Liebe, der Tochter Marlene, den Verlusten die der Krieg anrichtete, was bis in die jetzige Zeit reicht.
Bereits der Klappentext hat mich angesprochen, diese drei Frauengenerationen, von der Zeit des zweiten Weltkrieges bis heute machten mich neugierig.
Evas Geschichte ist sehr berührend und fesselnd, wenn die Erzählung zu wechselte musste ich mich manchmal schon wieder sortieren, wobei auch Nanes Part absolut interessant ist.
Die zwei Erzählstränge von Nane und Eva ergänzen sich perfekt und führen zum Ende alles passend zusammen. Dabei ist der Schreibstil wirklich wunderbar zu lesen und ich hatte mei-ne Schwierigkeiten mich zwischendurch vom Buch loszureißen. Hier ist ein Roman, wo alles zusammen passt und stimmig ist. Dazu erinnert er an die Zeit des zweiten Weltkrieges, was von den Menschen für ein Wahnsinn angerichtet wurde, auch danach noch und wie weit das alles auch noch in die heutige Zeit reicht. Die einzelnen Charaktere sind gut dargestellt, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Es ist einfach nur fesselnd zu lesen, keine Längen und es fügt sich alles so stimmig ineinander.
Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen
Hier hatte ich einfach Lesegenuss bei einer tolle Geschichte mit Gefühl und geschichtlichem Hintergrund. Der wieder klar macht, dass man die damalige Zeit nie vergessen sollte!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.