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Benutzername: Everett
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Bewertungen

Insgesamt 494 Bewertungen
Bewertung vom 20.01.2019
Warum Buddhismus wirkt
Wright, Robert

Warum Buddhismus wirkt


gut

Verhaltensanalyse, Illusion und Meditation
Auf jeden Fall ein interessanter Titel der mich neugierig gemacht hat. Buddhismus ist für mich bisher eine Religion, wie kann sie „wirken“? Wobei der Buddhismus für mich als Laie erstmal eher friedliche Aspekte hat. Hier werden Ansichten des Buddhismus heran gezo-gen und die Meditation als Möglichkeit für einen anderen Blick auf sich selber, Befindlich-keiten und die Umwelt als bestes Mittel dargestellt.
Einige Verhaltensweisen werden erklärt, die ihren Ursprung in der Evolution haben. Die früher zu Zeiten der Jäger und Sammler Sinn machten, aber uns heute eher im Wege ste-hen. Ist vieles Illusion?
Wobei, wenn Meditation zu einer anderen Wahrnehmung führen kann, war die vorherige eine Illusion, oder ist die jetzige nicht auch eine? Vielleicht doch nur eine Betrachtungssa-che?
Der Autor versucht das Thema dem Laien zu erklären. Immerhin hat er es selber getestet. Sein Schreibstil ist schon richtig gut, lässt mich auch manchmal schmunzeln. Er führt auch seine Schwächen und Schwierigkeiten um die Thematik näher darzustellen. Diese gesam-te Art der Beschreibung ist gut gelungen. Die Menschheit an sich ist in ihrem Verhalten halt auch nur auf Fortpflanzung programmiert, nur macht das Verhalten von einst heute oft nicht so viel Sinn.
Die Meditation lässt einen, im guten Fall und mit Übung, Abstand zu vielen unangeneh-men Dingen gewinnen. Die Welt könnte dadurch entspannter werden. Der Ansatz um z.B. das Rauchen sein zu lassen ist interessant und ein Versuch allemal wert. Ob es auch bei dem eher unruhigen Typ Mensch funktioniert (wie ich) bleibt abzuwarten.
Vieles wird recht oft widerholt. Gut, um es dem Leser immer wieder vor Augen zu führen, das Verständnis zu schärfen. Aber das machte das Lesen auch anstrengend und ließ mei-nen Lesespaß auch sinken.
Deshalb ist meine Meinung über dieses Buch auch zwiegespalten. Ein guter Ansatz, recht aufwendige Beschreibung und Erklärung. Meditation bewirkt etwas, doch kann ich es in meinen Alltag einbinden? Oder reicht auch die Möglichkeit von Menschlichkeit, Beson-nenheit und innere Ruhe? Ein Buch was mich mit Fragen und guten Ansatzpunkten zurück lässt. Wobei mir weiterhin der Wunsch nach Meditation fehlt, ich da wohl doch der fal-sche Typ bin.
Im Anhang des Buches eine Liste sog. buddhistischer Weisheiten, Literaturnachweise und Anmerkungen. Das Cover ist in einem angenehmen, warmen orange gehalten, die Schrift passend dazu.

Bewertung vom 10.01.2019
Der Maharadscha und ich   Erotischer Roman
Brown, Dorothy

Der Maharadscha und ich Erotischer Roman


sehr gut

Sandrine wird von ihren Freundinnen zu einer Indienreise eingeladen. Begeistert ist sie nicht, doch es ist eine gute Ablenkung nach der Trennung von ihrem Freund. Nach dem Genuss von Massagen, erotischen Massagen ändert sich Sandrines Einstellung gegenüber dem Land. Sie entdeckt ihre wunderbare Orgasmusfähigkeit, was auch dem Maharadscha vor Ort nicht verborgen bleibt. Nach und nach lernt Sandrine sehr umfangreiche Dinge in Sachen Erotik und Sex kennen, auch in Richtung Kamasutra. Der Maharadscha lässt sich Zeit bis es zur körperlichen Vereinigung kommt, die eröffnet dann aber nochmal ganz an-dere Wahrnehmungen bei Sandrine. Zwischendurch kommt es noch zu Ausflügen und Ge-sprächen mit ihren Freundinnen, Sandrine lässt Gedanken über ihr Leben zu und macht sich durch die intensiven sexuellen Erlebnisse in ihrem Denken freier und angstloser.
Diese erotischen Erlebnisse sind gut beschrieben und gehen noch ein wenig ins esoteri-sche, doch gut nachvollziehbar und die Geschichte bekommt dadurch noch einen beson-deren Kick. Mir hat diese Schilderung von Sandrines erotischem Indien-Urlaub richtig gut gefallen. Sex mit einer sinnvollen Handlung im Hintergrund und gut zu lesen. Da hat die Autorin einen guten Schreibstil.

Bewertung vom 31.12.2018
Sinful King / Sinful Trilogie Bd.1
March, Meghan

Sinful King / Sinful Trilogie Bd.1


gut

3,5 Sterne
Keira leitet die Destillerie Seven Sinners, die sie von ihrem Vater übernommen hat. Leider hat sie ein großes finanzielles Problem, und eine halbe Million Schulden beim gefürchteten Lachlan Mount. Die Schulden sind eine Hinterlassenschaft ihres Ehemannes und ihr bleibt nur die Wahl, entweder die Firma zu verlieren, oder Lachlan zu gehören.
So lässt sich Keira auf Lachlan Mount und seine interessanten Bedingungen ein. Ihr Ver-stand scheint sich gegen ihn und seine Dominanz beim Sex zu wehren, doch ihr Körper ist da anderer Meinung.
Bei dieser Geschichte bin ich mir nicht ganz sicher was ich davon halten soll. Sie lässt sich unheimlich schnell lesen und unterhält einen. Doch einiges kommt sehr konstruiert, gewollt vor. Den Personen fehlt Tiefgang und manches Verhalten wirkt naiv. Eine Frau wegen Schulden zu gewissen Dingen zu zwingen, nun ja, das ist nicht meins. Auch wenn es angeb-lich ihre tiefsten Sehnsüchte sind. Das geht auch anders. Dazu kam etwas mehr Handlung erst im letzten Drittel des Buches auf, dafür aber gehäuft und es endet mit einem fiesen cliffhanger.
Ich sehe keine Gemeinsamkeiten zu Bourbon Kings, oder auch zu Mr. Grey.
Eine wirklich ausbaufähige Gesichte, die in einem gut zu lesenden Stil geschrieben ist.

Bewertung vom 25.12.2018
Die Sprache der Tiere
Brensing, Karsten

Die Sprache der Tiere


gut

Wir Menschen kommunizieren, die Tiere kommunizieren untereinander. Geht das auch zusammen? An vielen Beispielen zeigt der Autor was für kommunikative Fähigkeiten die verschiedenen Tiere haben und welche Voraussetzungen dafür nötig sind. Karsten Brensing zeigt auf, dass wir vieles falsch interpretieren, wie an der Delphin Therapie und auch vieles nicht wissen, wo uns die Fähigkeiten der Tiere überraschen.
Wie nehmen Menschen das Verhalten von Tieren wahr, was sehen wir in ihnen und sie in uns?
Anhand von vielen Beispielen versucht der Autor dem Leser die vielen Facetten vom „re-den“ dargestellt. Im Endeffekt kommt es auf den Respekt an, den die Menschen gegen-über den Tieren so oft vermissen lassen.
Es werden ganz viele Dinge angesprochen, um dem Leser dieses umfangreiche Thema nä-her zu bringen. Der Schreibstil des Autors ist gut und es wurde manchmal mit einem Au-genzwinkern geschrieben. Locker und verständlich. Doch sind sehr viele Hinweise, auf an-dere Bücher, auf Videos mit reichlich Fußnoten, die am Ende des Buches weiter aufgeführt sind. Das stört entweder den Lesefluss, oder es wird überlesen. Und es bleibt beim Lesen etwas auf der Strecke. Schade.
Ich bekam viele Informationen bzw. viele weiterführende Hinweise um das Gelesene zu vertiefen: Irgendetwas fehlt mir aber um so richtig begeistert zu sein und hilfreiches für den Alltag mit Tieren habe ich für mich nicht entdeckt.

Bewertung vom 22.12.2018
Unter uns nur Wolken
Pfeffer, Anna

Unter uns nur Wolken


ausgezeichnet

Alzheimer, eine tückische, gemeine Krankheit. Florian hat sie, doch bisher lehnt er jede Hil-fe ab, sehr zum Leidweisen von seinem Enkel Tom. Der möchte für ihn da sein, doch er muss auch in seiner eigenen Bar arbeiten und stellt ihn für ein fast unlösbares Problem. Bis-her hat Florian jede Pflegekraft vergrault. Wird er es auch mit Ani schaffen, die aus Zufall und in einer Notlage, in den Haushalt kommt.
Florian kommt auf sehr interessante Ideen um auch Ani los zu werden. Doch einiges ist hier anders. Die Charaktere werden in der Geschichte sehr gut dargestellt und das ohne großen, besonderen Beschreibungen. Richtig gut gelungen.
Dazu wird dem Leser die Auswirkungen von Alzheimer am Beispiel Florian gut näher ge-bracht. Wobei sich diese Krankheit durchaus immer anders äußert. Ich finde, Florian ist das schon ein spezieller Fall. Zudem sieht man an Tom, was diese Krankheit mit dem nahen Umfeld machen kann, es an seine Grenzen bringen.
Ein gut zu lesender Roman, mit ernstem Hintergrund, der dennoch auch unterhaltsam ist.

Bewertung vom 09.12.2018
Zeit der Entscheidung / Die Nightingale Schwestern Bd.6
Douglas, Donna

Zeit der Entscheidung / Die Nightingale Schwestern Bd.6


ausgezeichnet

Band sechs der Reihe. Inzwischen ist es 1940, Dora ist Mutter geworden und fängt wieder in Nightingale Hospital an. Ihr Nick ist Soldat und die Ungewissheit ist für sie, wie für viele andere, ist schlimm. Dazu kommen neue Helferinnen ins Hospital und auch die Oberin hat viel zu improvisieren.
Mich hat auch dieses Buch über die Schwester im Nightingale Hospital wieder begeistert. Ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin es schafft bisher in sechs Bänden den Schreibstil, den Inhalt, weiter so gut zu halten. Da macht eine Reihe dann auch wirklich Sinn.
Die Geschichte um das Krankenhaus ist vielschichtig, es sind einige Personen die hier vor-kommen und alles greift zusammen. Die Zeit mit dem Krieg wird gut dargestellt und die Schicksale sind gefühlsmäßig gut dargestellt aber nicht zu gefühlsduselig. Hier passt alles richtig gut zusammen. Ein Lesevergnügen und ich freue mich auf Band 7.

Bewertung vom 27.11.2018
Es muss ja nicht gleich Liebe sein
Mallery, Susan

Es muss ja nicht gleich Liebe sein


gut

Stephen Remington ist seit kurzer Zeit der Arzt der Kleinstadt Lone Star Canyon. Gegenüber seiner Praxis hat Nora ihren Friseursalon und somit hat er sie oft im Blick, ist von ihr schon ziemlich angezogen und lässt sich von Noras kratzbürstigen Art auch nicht abschrecken.
Natürlich kommen sie sich näher, aber tiefere Gefühle dürfen nicht sein. Beide haben ihre Erfahrungen in der Vergangenheit gehabt und wollen ihr Herz nicht mehr verschenken.
Der Weg dieser Geschichte ist klar, als Leser erwartet man in diesem Bereich ja auch nichts anderes. Allerdings fehlt mir doch etwas an Tiefgang. Die Umgebung Kleinstadt mit den Leuten, die doch alles mitbekommen was passiert, kommt viel zu kurz. Selbst die so patent wirkende Mutter von Nora, die Familie und Noras Ex werden zu wenig in die Geschichte eingebunden. Stephens Gedankengänge sind schon verständlich, aber für einen erwachsenen Mann scheinen sie mir schon übertrieben. Die Geschichte lässt sich gut lesen. Doch die Per-sonen kommen mir doch einigermaßen schnell und lieblos dahin geworfen vor und das hat mich an manchen Stellen schon geärgert. Schnell zu lesende, ganz nette Unterhaltung von der ich mir mehr erwartet habe.

Bewertung vom 09.11.2018
Vier Beine tragen meine Seele
Werth, Isabell; Simeoni, Evi

Vier Beine tragen meine Seele


ausgezeichnet

Isabell Werth, die derzeit wohl bekannteste und erfolgreichste Dressurreiterin, hat in Zu-sammenarbeit mit der Sportjournalistin Evi Simeoni ist ein sehr interessantes Buch ge-schrieben. Es gibt Einblicke in Isabells Werdegang, über ihre Pferde und Hintergründe. Was für ein Glück, dass sie schon als Kind die Möglichkeit hatte zu reiten und ihr beson-deres Talent zeigte und dieses gefördert wurde. Sie traf auch eindeutig die richtigen Men-schen zur richtigen Zeit.
Die Faszination Pferd hat sie so toll in Worte gefasst. Diese Faszination treibt auch unser-eins, als Hobbyreiter, immer wieder in den Stall und lässt einen runter kommen. So kann ich ansatzweise verstehen, was Isabell Werth antreibt und wie viel Zeit und Herzblut in ihrer Arbeit mit den Pferden steckt. Und dann ihre Pferde, das Wichtigste überhaupt. Die so verschieden waren und sind und in denen Isabell Werth so früh ihre Fähigkeiten sah, nur manchmal erst den richtige Zugang finden musste. Ehrlich spricht sie über Dinge, die sie heute, mit dem entsprechenden Wissen, anders gemacht hätte. Und man liest über die tiefe Verbundenheit, die Isabell Werth zu den Pferden fühlt. So ist mir die Person von ihr näher gekommen als nur über das Wettkampfgeschehen. Meinen Respekt für ihre Leis-tung, ihr Durchhaltevermögen, Kampfgeist und Liebe zu den Pferden. Richtig gut war auch die Aussage, dass Frau Werth den Ausflug in die Modewelt interessant fand, doch das tägliche Styling für die Arbeit mit den Pferden so gar nicht gebrauchen kann.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hätte noch umfangreicher sein können, noch mehr über die Pferde erzählen können, oder auch vom Alltag.

Bewertung vom 07.11.2018
Indian Cowboy
Rose Billert, Brita

Indian Cowboy


gut

3,5 Sterne
Ryan ist ein Lakota und lebt mit seiner Familie im Reservat. Der kleinen Ranch und Pferde-zucht seine Vaters geht es finanziell nicht gut und eine Arbeit ist nicht zu finden. So ent-schließt er sich zur Army zu gehen. Während der harten Grundausbildung erkennen die Vor-gesetzten seine besonderen Fähigkeiten und er wird Fahrer von hochrangigen Armeeangehö-rigen.
Hier wird deutlich wie Ryan zwischen zwei extremen Welten pendelt um die Familienranch zu retten. Das ist ein sehr schwieriger Weg und es ist bewundernswert, wie Ryan das durch-steht. Er zeigt den Leuten gegenüber keine Angriffspunkte, bleibt unnahbar, cool. Das ist schon richtig und hilft ihm bei dem Job sicherlich. Doch mir fehlte da etwas mehr von Ryan, halt durchaus etwas von seiner Gefühlswelt.
Eine interessante Geschichte, die sich vom Kampf um die finanzielle Existenz der Pferder-anch zu einer Art Krimi mit Aufdeckung von Korruption, Mord, Verdunklung im Umfeld der Army, in die Ryan unfreiwillig verwickelt wird.
Hier wird schon einiges vom Leben der Lakota erwähnt, man erlebt aber auch, dass Erpres-sung o.ä. auch nicht vor ihnen Halt macht. Der Schreibstil ist gut zu lesen und die Schau-plätze gut beschrieben, wie auch der „Spirit“ der Lakota. Doch mir fehlt der Tiefgang, gera-de bei den Hauptcharakteren.
Den ziemlichen Cliffhanger am Ende fand ich schade für die Geschichte. Ein rundes Ende hätte der Geschichte nicht geschadet und weitere Bände über Ryan Black Hawk würde man auch bei einem anderen Ende lesen. Einfach, weil Ryan interessant ist, ebenso sein weiteres Leben. Auch wenn sein Charakter noch mehr Tiefgang vertragen kann und der Bereich Pfer-de und die besondere Verbindung zu ihnen, vernachlässigt wurde.
Ein Roman, der viele Bereiche abdeckt.

Bewertung vom 27.10.2018
Saphir - Rebellische Herzen
Belitz, Bettina

Saphir - Rebellische Herzen


sehr gut

Sozialstunden in einem Pferdestall ableisten, das möchte Roxy erstmal gar nicht. Zu sehr tut die Erinnerung weh und nochmal möchte sie das nicht erleben. Doch ihr bleibt keine Wahl und sie erlebt neben einem vernachlässigten Schulstall auch das elitäre und ist durchaus fehl am Platz. Dort trifft sie auf Saphir, ein ehemaliges Rennpferd, voller Angst und völlig un-verstanden von seinen Besitzern. Und auch Nolan, der Sohn des Stallbesitzers, steht Roxy nicht abwertend gegenüber.
Dieser erste Band der Reihe um Saphir ist ohne großen Schnickschnack geschrieben, es gibt keine Längen und die wichtigen Dinge sind gut ausgedrückte dargestellt. So kann man als Leser Roxys Beweggründe sehr gut nachvollziehen und fühlt mit ihr und Saphir. Es werden in dieser Geschichte ganz viele Punkte angesprochen. Vom Umgang mit Pferden, Menschen, die aufgrund ihres Geldes blind und taub gegenüber anderen sind und Freundschaft. Viel-leicht sind ein paar Dinge ein wenig übertrieben dargestellt, wird ein Klischee bedient. Das passt aber zur Geschichte. Diese ist rundum gelungen und vom Schreibstil auch für jüngere Leser gut zu lesen. Dazu vermittelt sie noch ganz viel Wichtiges.
Gerne möchte ich erfahren, wie es mit Roxy, Nolan und Saphir weiter geht.
Der Einband gefällt mir richtig gut, einfach gehalten doch auch edel.