Der nützliche Freund / Ein Fall für Jacques Ricou Bd.2 - Wickert, Ulrich

Der nützliche Freund / Ein Fall für Jacques Ricou Bd.2

Kriminalroman

Ulrich Wickert 

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Der nützliche Freund / Ein Fall für Jacques Ricou Bd.2

Jacques Ricou, der grimmig-charmante Pariser Richter, untersucht den Tod von Marc Leroc, einer Schlüsselfigur im größten Korruptionsfall der deutsch-französischen Geschichte. Unvermittelt gerät Jacques in einen Sumpf aus Verrat und politischen Intrigen - in dem auch das Leben seiner Freundin Margaux auf dem Spiel steht. Ulrich Wickert glänzt als Kenner französischer Lebensart und zeigt sich einmal mehr als brillanter Krimiautor.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 312 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Piper Taschenbuch Bd.5742
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 120mm x 22mm
  • Gewicht: 307g
  • ISBN-13: 9783492257428
  • ISBN-10: 3492257429
  • Best.Nr.: 26251326
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.08.2008

Junge Mädchen und alter Käse
Ulrich Wickert hat einen neuen Krimi geschrieben – über die Affäre Leuna, Landschaftsgärtner und den „Kansler”
Die Journalistin Margaux steht im Ruf, eine harte Rechercheurin mit Stil und ziemlich unerschrocken zu sein. Eine gute Schreiberin, die „manche riskante Geschichte vor allen anderen erfahren, recherchiert und veröffentlicht” hat. Jedenfalls arbeitet sie seriöser als viele ihrer wichtigtuerischen Kollegen in Paris, die gern „den Konjunktiv benutzen, um Spekulationen und Mutmaßungen als Tatsachen erscheinen” zu lassen. Als Killer einen der Informanten von Frau Margaux, einen Ex-Geheimdienstler, aus dem Weg räumen sollen, fragen sie ihren Auftraggeber, ob die Journalistin, die bei ihm sei, auch umgebracht werden solle: Besser nicht. „Zu bekannt. Würde zu viele Fragen nach sich ziehen.”
Lakonisch versucht der TV-Journalist Ulrich Wickert in seinem neuen Kriminalroman Der nützliche Freund die komplexe Wirklichkeit einer etwas unübersichtlichen Affären-Geschichte in den Griff zu bekommen. Der 65-Jährige hat schon viel gesehen und erlebt – er war Korrespondent in Paris, Washington und New York und …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.10.2008

Schluss mit geruhsam
Ulrich Wickerts Leuna-Affären-Kriminalroman

Wenn eine aus dem Fernsehen bekannte Person ein Sachbuch schreibt, scheuen sich in der Regel weder Autor noch Verlag, die televisionäre Popularität gewinnbringend einzusetzen. Je nach Thema freundlich lächelnd oder nachdenklich-ernst, blickt dann das Fernsehgesicht vom Umschlag den potentiellen Käufer an, der weiß, wen er vor sich und was er zu erwarten hat: Der Mensch ist die Message.

Anders liegen die Dinge, wenn sich ein Fernsehschaffender als Romancier versucht. In so einem Fall legt der Debütant meist großen Wert darauf, nicht mit der eigenen Bildschirmpersönlichkeit verwechselt zu werden - getrieben von der nicht ganz unbegründeten Befürchtung, literarisch sonst nicht ernst genommen zu werden. Ulrich Wickert, populärer Fernsehjournalist, Sachbuchautor, Kosmopolit und Moralist, hat auch diese Hürde locker überwunden. Sein erster Kriminalroman ist vor fünf Jahren mit stirnrunzelnder Überraschung, aber dann eben doch mit Wohlwollen aufgenommen worden. Also ließ Wickert seinen "Richter aus Paris", den Untersuchungsrichter Jacques Ricou, weiterermitteln. Nach der …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Nicht im Feuilleton, sondern im Medienteil, nicht von einem Literaturkritiker, sondern vom Reporter Hans Leyendecker wird Ulrich Wickerts neuer Krimi besprochen. Unter Hinweis auf die offenbar vom jüngst verstorbenen Vater vererbte ganz erstaunliche Schreib-Aktivität des einstigen Tagesthemen-Anchormans, der im Schnitt jedes Jahr ein Buch veröffentlicht. In diesem neuen Kriminalroman ermittelt Wickerts Serienheld, der Untersuchungsrichter Jacques Ricou im Zusammenhang mit der Bestechungsaffäre um Elf Aquitaine. Aber eher am Rande, denn allerlei deutsch-französisches Korruptionswesen wird ausführlich vorgeführt und angeprangert. Das Krimigenre nutze Wickert, so Leyendecker, als "Plattform" zum Hinweis auf "moralische Verwahrlosung", aber das findet der Rezensent wohl nicht weiter schlimm. Und weil ihm der "Rhythmus" gefällt, lobt er das Buch gar als "lesenswert", auch wenn Wickert schon mal den Gerichtstand Dresden mit Leipzig verwechsle.

© Perlentaucher Medien GmbH
Ulrich Wickert, geboren 1942 in Tokio, studierte in Deutschland Jura und in den USA Politische Wissenschaften. Von 1977 bis 1991 war er ARD-Korrespondent in Washington, New York und Paris, von 1991 bis 2006 moderierte er die "Tagesthemen". 2005 wurde Wickert in Frankreich zum "Offizier der Ehrenlegion" und 2006 zum Sekretär der Académie de Berlin ernannt. Er lebt in Hamburg und Südfrankreich, wo er neben Kriminalromanen auch politische Sachbücher schreibt.

Kundenbewertungen zu "Der nützliche Freund / Ein Fall für Jacques..."

30 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2.8 von 5 Sterne bei 30 Bewertungen   gut)
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Bewertung von Page-Turner aus HH am 28.02.2013   sehr gut
Erinnerungen an die Leuna-Affäre

Inhalt:
Der französische Ermittlungsrichter Ricou ermittelt im Todesfall des ehemaligen Agenten Leroc. Persönlich betroffen ist der Richter bei diesem Fall deshalb, da seine Freundin Margaux darin verwickelt ist. Wenig später findet sich der Richter in einem der größten Korruptionsfälle und in den Stricken der Politik wieder.

Meinung:
Mit dem Schreibstil von Ulrich Wickert muss man wohl erst ein wenig warm werden. Dieser Krimi ist sicherlich nichts für mal eben zwischendurch. Herrn Wickert gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die gefangen nimmt. Sehr sympathisch erscheint die Hauptfigur des Richters mit seiner bodenständigen Haftung. Den beiden Handlungssträngen kann mal plausibel folgen. Dem Leser bleibt die vormalige journalistische Tätigkeit des Autors sicher nicht verborgen, stellt sich dieser Krimi doch als sehr gut recherchiert dar. Die Verstrickungen der Politik, Wirtschaft und der Finanzen werden glaubhaft dargelegt. Schnell wird gedanklich die Erinnerung an die damalige Leuna-Affäre wach.

Cover und Titel:
Das Titelbild verbinde ich selbst sofort mit Paris. Der Betrachter scheint einen Blick auf den Place de la Concorde aus dem Fenster zu erhaschen. Der Titel wird im Laufe des Lesens schlüssig.

Fazit:
Gute, gelungene und anspruchsvolle Unterhaltung. Für Liebhaber von rasanten, spannenden Krimis ein sicheres Lesevergnügen.

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 06.11.2011   sehr gut
Der Krimi spielt hauptsächlich in Paris. Der Untersuchungsrichter Jacques stößt in seinem aktuellen Fall auf Geldwäscherintrigen zwischen Frankreich und Deutschland aus der Wendezeit. Einer der Beteiligten will auspacken und ist kurz darauf tot. Doch bei dem einen Toten bleibt es nicht. Wer steckt dahinter und welche Kreise zieht die Verschwörung?

Ein zwar kurzer aber spannungs- und temporeich geschriebener Krimi aus der Feder von Ulrich Wickert, dem Tagesschaumann. Es gibt viele Verwicklungen und viel Hintergrundwissen zu Eigentums- und Geldwerten aus der Umbruchszeit der Wende. Gut recherchiert und glaubwürdig. Der Schreibstil ist sehr klar, faktenreich und spannend, eine Krimireihe, von der bereits 2 weitere Bücher existieren, die man ebenfalls lesen sollte.

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 11.09.2011   sehr gut
Kurzbeschreibung:
Untersuchungsrichter Ricou ermittelt im Mordfall Leroc: Der Lobbyist war beim Kauf der Leuna-Raffinerie für France-Oil dafür verantwortlich, Millionen zu waschen und an deutsche Politiker zu verteilen. Die Spur führt zum ehemaligen Staatssekretär Mormann. Jacques Ricou, der kantige Richter aus Paris, ist an den größten Korruptionsfall der deutsch-französischen Geschichte geraten - ein Sumpf aus Verrat und politischer Intrige.

Ein sehr interressanter und spannender Fall, der immer verwickelter und komplizierter wird. Man erhält Einblicke in politische Intrigen und muss am Ende feststellen, dass nicht alle das sind, was sie zu sein vogeben. Für mich war es der erste Krimi aus der Feder von Ulrich Wickert, aber ich werde mir sicher auch noch weitere zulegen.

Reihenfolge der Krimis mit Untersuchungsrichter "Jacques Ricou"
1. Der Richter aus Paris - Eine fast wahre Geschicht
2. Die Wüstenkönigin - Der Richter in Angola
3. Der nützliche Freund
4. Das achte Paradies.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 05.08.2009   sehr gut
Ein französischer Richter begibt sich in Leipzig und Paris in den Sumpf auf Korruption und Verbrechen auf der politischen Bühne. Dabei droht er, selbst unter die Räder zu kommen...
Der dritte Roman um Richter Jaques gewinnt schnell an Fahrt und stürzt ihn in Höhen und Tiefen. Mit vielen Daten und Fakten auf verschiedenen Handlungsebenen fordert der Autor seinen Leser und dessen Konzentration jedoch heraus. Der Schreibstil ist flüssig, aber das Buch ist nichts, um es noch kurz vor dem Einschlafen in die Hand zu nehmen. Trotzdem bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.
Wie Ulrich Wickert Paris beschreibt, ist wunderbar. Selten habe einen Ort einer Krimi-Handlung so liebevoll geschildert bekommen.
Einen Stern Abzug gibt es allerdings, weil manchmal die Handlungsabläufe im Hintergrund und die beteiligten Personen etwas schwer nachzuvollziehen sind.

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Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 02.04.2009   sehr gut
Für Paris-Liebhaber und Geschmäcker des gehobeneren Krimis

Die Journalistin Margaux hofft auf die Geschichte ihres Lebens. Sie arbeitet zusammen mit Marc Leroc, der als Einzigster in der Leuna-Affäre verurteilt wurde, an einem Bericht in dem die Wahrheit ans Licht kommen soll. Wenige Stunden später wird er tot aufgefunden und Margaux liegt bewusstlos auf Lerocs Balkon. Margaux’ Freund, der Richter Jacques Ricou, ermittelt in dem Fall und gerät selber ins Visier der Verbrecher.

Vorher hatte ich noch nichts von Ulrich Wickert gelesen und ich war gespannt auf den Krimi. Von der Grundidee her gefällt es mir, dass die Leuna-Affäre auf diese Art und Weise aufgearbeitet wurde und man auf diesem Weg etwas erfährt, auch wenn man sich nicht übermäßig für politische Themen interessiert. Allerdings wäre ein Vor- oder Nachwort hilfreich gewesen, denn wenn man sich nicht selber näher mit dem Thema beschäftigt hat, wäre es hilfreich zu erfahren, was den Tatsachen entspricht und was Fiktion ist. Der Krimi ist gut geschrieben, obwohl er ein wenig sachlich ist, und bei einer Anzahl von 313 Seiten und mit großem Schriftgrad abgedruckt kann man nicht so tief eintauchen wie bei manch anderem Krimi. Große Spannung kam nicht auf und ich wurde von der Geschichte nicht mitgerissen, aber ich habe sie gerne gelesen.

Wer sich in Paris auskennt und das dortige Flair mag, sich für Wirtschaft, Finanzen und Politik interessiert, wird mit Sicherheit seine Freude an dem Krimi haben.

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Bewertung von Wölkchen aus München am 24.02.2009   weniger gut
Ulrich Wickert als Krimiautor kannte ich bisher nicht. Da mein Vater aber dieses Buch zum Geburtstag bekommen hat, habe ich mir gedacht, das ist eine gute Möglichkeit, um die andere Seite des Ulrich Wickert kennenzulernen.
Das Buch ist nicht sonderlich dick, gut zweihundert Seiten, aber relativ groß(zügig) gedruckt. Doch warum sollte es nicht möglich seinen, einen gut konstruierten, straffen Plot auf geringem Raum unterzubringen. Es müssen ja nicht immer 700-Seiten Wälzer à la Stieg Larsson sein...

Wickert verarbeitet in seinem Kriminalroman die Leuna-Affäre, der größte Korruptionsskandal der deutsch-französischen Geschichte. Der Hintergrund des Krimis beruht also auf wahren Begebenheiten. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Wickert in einem ausführlicheren Nachwort darlegt, was genau die Fakten sind und was dazugedichtet ist.
Die Mordfälle, die Wickert um diesen Skandal herum entwirft, und deren Lösung sind zwar stringent erzählt, allerdings kaum ausgeschmückt. Die eigentliche Handlung des Krimis nimmt vielleicht 150 Seiten ein. Falsche Fährten, irreführende Indizien, Überraschungen für den Leser – das gibt es nicht, und dazu fehlt auch der Platz. Da hätte ich mir etwas mehr erwartet und gewünscht.

Was passiert nun auf den verbleibenden ca. 150 Seiten? Wickert ist Frankreich- und Pariskenner. Und so sind die Beschreibungen der Stadt, der Lokalitäten und der sozialen Situation sowie der Lebensart der Franzosen ein wichtiger Bestandteil des Buches. Das finde ich grundsätzlich nicht verkehrt, doch bei Wickert wirkt es an vielen Stellen leider sehr gezwungen. An jeder nur irgend möglichen Stelle lässt er sein Wissen über die Stadt einfließen. Das macht die Dialoge oft etwas holprig und unglaubwürdig. Denn welche Pariser erzählen sich in ihren Gesprächen schon die Geschichte ihres Viertels, wenn es eigentlich darum geht, einen Mord aufzuklären!? Hier hätte ein bisschen weniger Lokalkolorit gut getan.

„Der nützliche Freund“ ist leicht und flüssig zu lesen. Wirkliche Spannung kam bei mir allerdings nicht auf, höchstens Interesse, wie es weitergeht.
Ein bisschen drängt sich das Gefühl auf, dass hier doch hauptsächlich der Name das Zugpferd ist. So ist auf dem Buchrücken der Name des Autors auch weitaus größer als der Titel abgebildet. Wirklich überzeugt hat mich das Buch nicht, als Nachrichtensprecher, Journalist und Sachbuchautor gefällt mir Wickert besser.

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Bewertung von Kerstin Müller aus Bendorf am 24.11.2008   ausgezeichnet
Meiner Meinung nach ist der Roman sehr gut zu lesen, vor allen Dingen ist er sehr gut recherchiert. Da erkennt man wieder Wickerts journalistische Ausbildung. Jeder Charakter hat seine Eigenheiten: Ricou mit seinen unbedingten Willen den Fall aufzuklären (ohne Rücksicht auf seine eigene Person); Margaux, die als Journalistin hinter jeden guten Story her ist und nicht all ihre Quellen preis gibt; dann noch die Gerichtspräsidentin, die sich leider nicht den Anweisungen der Justizministerin widersetzen kann. Man erkennt auch in seinem Roman, dass Wickert eine Weile in Paris gelebt hat, denn er beschreibt nicht nur die Stadt, sondern auch die französische Politik.
Wickert wechselt in seinem Roman öfters die Orte des Geschehen, trotzdem bleibt man der Handlung immer verbunden und weiß sie einzuordnen. Nach jedem Kapitel war ich gespannt, wie es im nächsten weiterging.
Dies war mein erster Krimi von Ulrich Wickert und ich fand ihn gelungen. Er war vielleicht nicht so spannend wie manch andere Krimis, aber doch allem spannend. Für mich war die letzte Seite, ich nenne es mal Nachwort, ein Highlight. Genau in diesem Nachwort erkennt man die journalistische Tätigkeit und Spitzfindigkeit Wickerts, wie man sie auch in den Tagesthemen her in Erinnerung hat.

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Bewertung von Laurie aus FT am 24.10.2008   gut
Hin und her gerissen
Dies war mein erstes Buch von Ulrich Wickert. Ich möchte nicht sagen, daß es mein Letztes war, aber etwas Abstand zu Politik und Wirtschaftskriminalität kann ich jetzt gut gebrauchen. Ich bin nicht sehr interessiert am politischen Geschehen und schon gar nicht an den Machenschaften in der Politik und Wirtschaft, und deshalb habe ich mir mit dem Lesen ein bischen schwer getan. Aber was Herrn Wickert dabei wirklich gut gelungen ist, sind diese immer wieder auftauchenden kurzen Zusammenfassungen des aktuellen Ermittlungsstandes durch die Akteure und somit war ich beim Lesen nicht komplett verwirrt.
Die Geschichte an sich verlief teilweise etwas schleppend und manchmal wurden einfach zu viele Nebensächlichkeiten erzählt (z.B. die Kollegin die in einer Jazzband singt). Auch das Ende kam zu abrupt und war etwas unbefriedigend in der Auflösung.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die detaillierten Beschreibungen und Informationen, die man beim Lesen über Paris erfahren hat. Da wäre ein kleiner Stadtplan im Buch nicht schlecht gewesen. Die Begeisterung von Richter Ricou als er über sein Viertel in Paris spricht versetzt den Leser direkt an den Ort des Geschehens - man kann die Croissants förmlich riechen.
Manche Leser mögen die Menge an Informationen als störend oder unpassend empfinden. Doch ich glaube, daß Herr Wickert ein großer Fan von Paris ist und er sein Wissen und seine Begeisterung über diese Stadt mit dem Leser teilen möchte. Und das ist ihm richtig gut gelungen.

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Bewertung von Katharina1981 aus Offenbach am 23.10.2008   weniger gut
Das Buch der nützliche Freund hat leider nicht meinen Geschmack getroffen.
Ich war mir schon, bevor ich mit dem Buch begonnen habe, nicht sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist.
Ich hatte aus neugier die Leseprobe gelesen und einige Rezensionen und eigentlich beschlossen mir dieses Buch nicht zu kaufen, aber eine Freundin meinte, dass ihr das Buch sehr gut gefallen hat und wollte es mir ausleihen.
Also habe ich es doch gelesen.
Ich muss sagen, das es für meinen Geschmack zu langatmig und trocken war, zwar gab es auch immer mal wieder ein paar spannende Stellen, aber im großen und ganzen war es mir zu trocken und zu „Wirschaftlich“.
Das soll nich heißen, das ich so was gar nicht mag, ich habe schon ein paar Politische Thriller gelesen, von denen ich begeistert war, aber bei diesem Buch hatte ich echt Probleme mich in die Story einzufinden und vor allem drinne zu bleiben.
Der Schreibstil war eigentlich angenehm zu lesen, aber die wirtschaftliche Faktenflut war mir einfach zu viel.
Eher ein Buch für Leute die ein sehr großes Wirtschaftliches Interesse haben.

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Bewertung von Walther aus Dresden am 20.10.2008   ausgezeichnet
"Der nützliche Freund" von Ulrich Wickert ist wohl schon der dritte Teil einer Reihe um den Pariser Richter Jacques Ricou, aber der erste, den ich gelesen habe. Es ist ein auf Tatsachen beruhender politischer Krimi. Und der ist zweifellos spannend und rassant geschrieben. Der ehemalige Geheimagent Marc Leroc wird ermordet, nachdem er angekündigt hatte in seiner Biografie, die wahren Hintergründe beim Skandal um den Verkauf der Leuna-Raffinerie offenzulegen. Es entwickelt sich eine spannende Geschichte mit Raum für Zwischenmenschliches, Liebe, Freundschaft und Verrat. Was mich jedoch an dieser Story wirklich begeistert hat, ist die Verknüpfung der bekannten Parteispendenaffäre um Helmut Kohl und die CDU, welche nie aufgeklärt wurde und dem in Sachsen sehr umstrittenen Korruptionsvorwurf im Politik- und Justizumfeld, welcher dem Innenminister Buttolo fast den Stuhl gekostet hätte. Nach einem spektakulären Auftakt verliefen die Ermittlungen nach und nach im Sande und verschwanden wieder aus den Medien. Richter Ricou hat ganz sicher recht, wenn er sagt: "Es gibt eine zweite Welt, von der ein normaler Mensch nie etwas erfährt. Die Verteilung der Macht und Ihrer Pfründe findet dort satt." Ullrich Wickert macht seinem Leser deutlich, wie wenig wir über diese andere Seite wissen und wieviel Geld hier für wahre Macht zur Verfügung steht. Beim Lesen fallen einem alle hier zusammengeführten Zeitungsmeldungen und Schlagzeilen wieder ein, die man in der heutigen Informationgesellschaft sofort zugunsten neuer Nachrichten wieder "vergessen" hatte. Es macht einen riesigen Spass immer weiter zu lesen und man bleibt am Ende mit einem Gefühl der Verstörung und Machtlosigkeit zurück. "Die in diesem Roman geschilderten Ereignisse beruhen auf gründlicher Recherche. Das Bemerkenswerte an dem größten Korruptionsskandal der deutsch-französischen Geschichte ist die Unauffälligkeit, mit der er zu den Akten gelegt wurde." Dieses Buch ist unglaublich, und leider keine Fiktion.

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