Wölfe / Thomas-Cromwell-Trilogie Bd.1 - Mantel, Hilary

Hilary Mantel 

Wölfe / Thomas-Cromwell-Trilogie Bd.1

Roman. Ausgezeichnet mit dem Booker Preis 2009

Übers. v. Christiane Trabant
Gebundenes Buch
 
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Wölfe / Thomas-Cromwell-Trilogie Bd.1

England im Jahr 1520: Das Königreich ist nur einen Pulsschlag von der Katastrophe entfernt. Sollte der König ohne männlichen Erben sterben, würde das Land durch einen Bürgerkrieg verwüstet. Henry VIII. möchte seine Ehe annullieren lassen und Anne Boleyn heiraten. Der Papst und ganz Europa sind dagegen. Die Scheidungsabsichten des Königs schaffen ein Machtvakuum, in das Thomas Cromwell tritt: Die Werkzeuge dieses politischen Genies sind Bestechung, Einschüchterung und Charme. Aus der Asche persönlichen Unglücks steigt er auf und bahnt sich seinen Weg durch die Fallstricke des Hofes, an dem "der Mensch des Menschen Wolf" ist. Hilary Mantel hat mit 'Wölfe' etwas sehr Rares geschaffen: einen wahrhaft großen Roman, der seinem historischen Gewand zum Trotz höchst zeitgemäß ist. Auf einzigartige Weise erforscht er die Choreografie der Macht.

"Hieb- und stichfest ausgedacht und doch voll schauriger Anklänge, stellenweise auch sehr witzig - sobald der Leser dieses 780-Seiten-Buch fertig gelesen hat, will er mehr." -- The Guardian


Produktinformation

  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 766 S.
  • Seitenzahl: 768
  • Heinrich VIII. & Thomas Cromwell Bd.1
  • Best.Nr. des Verlages: 8321/09593
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 152mm x 51mm
  • Gewicht: 958g
  • ISBN-13: 9783832195939
  • ISBN-10: 3832195939
  • Best.Nr.: 29503768
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.09.2010

Der Henker des Königs
Hilary Mantels Roman "Wölfe" blickt mit den Augen eines genialen Opportunisten auf die Welt der englischen Renaissance

Sein Porträt, gemalt von Hans Holbein, hängt in der Frick Collection in New York, neben dem seines großen Widersachers Thomas More. Und wer das Bild betrachtet, ist froh, dass er dem Schatzkanzler, Lordsiegelbewahrer und königlichen Großkammerherrn Thomas Cromwell nicht mehr persönlich gegenübertreten muss: diesem Bauerngesicht mit den stechenden Äuglein unter dem Samtbarett, diesem verkniffenen Mund samt Doppelkinn über dem schwarzen Pelzkragen, dieser fleischigen Hand, die das Papier aus der Kanzlei Heinrichs VIII. umklammert hält wie einen Dolch. Ganz anders dagegen More, auf der anderen Seite des Renaissancekamins: ein Feingeist, Historiker und Humanist, stilsicher, weltgewandt, Verfasser des philosophischen Klassikers "Utopia", Verteidiger der katholischen Kirche. Und Cromwells Opfer.

Die Nachwelt hat es wie der Hofmaler Hans Holbein gemacht: Sie hat dem einen Mann die Züge des Denkers und dem anderen die Grimasse des Schurken verpasst. In Shakespeares Königsdrama "Henry VIII" kommt …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensent Andreas Isenschmid ist einfach hingerissen von den ersten beiden Romanen der Romantrilogie um Thomas Cromwell, den englischen Lordkanzler, der zehn Jahre lang, von 1530 bis zu seiner Hinrichtung 1540, die Geschicke Englands bestimmte und noch weit über seine Lebenszeit hinaus mitprägte. Isenschmid schlüpft beim Lesen gewissermaßen in die Haut dieses "so abgründig bösen, so anziehend klugen" Mannes, berechnet mit ihm, intrigiert und tranchiert mit ihm. Und sieht, riecht und schmeckt das London jener Jahre mit ihm, so der begeisterte Rezensent. Mantel verzichtet auf einen interpretierenden, die Ereignisse voraussehenden Erzähler, erzählt Isenschmid weiter, und orientiert sich damit eher an der Kunst Holbeins als an der Thomas Manns. Gelegentlich verirrt man sich dadurch als Leser im Dickicht der Ereignisse, bekennt der Rezensent, aber die Schlussszenen - in "Wölfe" die Hinrichtung Thomas Morus', in "Falken" die Hinrichtung Anna Boleyns - machen das für ihn wieder mehr als wett. Ganz große Kunst, die der Holbeins in nichts nachsteht, resümiert Isenschmid.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.08.2010

Was im Namen des Guten geschah
Booker-Preis-Gewinner 2009: Hilary Mantels großer historischer Roman über Oliver Cromwell und Thomas Morus
Die Lords des englischen Hofes schätzten den Maler aus Deutschland wenig. Er zeigte ihnen die Welt und die Menschen zu sehr, wie sie war, und nicht, wie man sie gerne gesehen hätte. König Heinrich VIII. aber soll gesagt haben: „Wisset, dass ich aus sieben Bauern in einer Minute sieben Lords machen kann, nicht aber aus sieben Lords von Eurem Schlage einen einzigen Holbein.“
Hans Holbein der Jüngere (um 1497 bis 1543), Meistermaler der Renaissance, hat in London außer dem Tudor-König zwei Männer aus Heinrichs innerem Machtzirkel porträtiert, deren Duell England und Europa für immer veränderte: Thomas Morus (1478 – 1535), den Lordkanzler, katholischen Vordenker und Autor der „Utopia“, und Thomas Cromwell (um 1485 – 1540), den wichtigsten Ratgeber am Hofe des Herrschers.
Morus hat in Holbeins Bild feine, intelligente Züge und einen nachdenklichen Blick, in dem etwas Unbeirrbares steckt. Cromwell, dunkel gekleidet wie sein Gegner, ist ein Bär von Mann, mit einem groben Gesicht, in dem ebenfalls die …

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"Ein Wunder von einem Roman." -- FAZ

"Ein preisgekröntes Meisterwerk (...). Eine Sensation (...). Hilary Mantel schreibt schnörkellos, präzise und findet immer wieder überraschend poetische Bilder" -- BRIGITTE

"Zum Verschlingen!" -- COSMOPOLITAN

"Ein literarischer Leckerbissen für alle Liebhaber historischer Romane." -- NDR Kultur ('Buch der Woche')

"Wölfe macht die Welt Heinrich des VIII. begehbar!" -- DIE WELT

"Der gewöhnliche historische Roman verhunzt sowohl die Geschichte, als auch die Literatur. In Wölfe haben beide einen Festtag. (...) Hilary Mantel, die viel Gepriesene, hat ein Teilreich der Literatur erneuert: den historischen Roman." -- FAS

"Ein Porträt von Mensch und Zeit (...) als bedrängend empfundene Gegenwart, die in jedem Moment nach Aufmerksamkeit verlangt, nach Misstrauen, nicht zuletzt auch nach weitblickenden Zielvorstellungen über das Dunkel des erlebten Moments hinaus. Und ihre klaren Sätze ohne historisierenden Zierrat, von Christine Trabant in ein genauso klares Deutsch übertragen, verstärken diese Wirkung noch." -- NZZ

"Die Wölfe sind anders, besser, aufregend, aufwühlend, und sie rufen nach einer Fortsetzung." -- WAZ

"Wölfe unterstreicht, dass literarische Meisterwerke auch vor historischer Kulisse funktionieren (...) große Kunst - ein Highlight des Bücherherbstes." -- BUCHJOURNAL

"Mantels historischer Wälzer ist anders, besser" -- KULTURSPIEGEL

"Fein gewebt aus Anspielungen, Verweisen sowie einer subtilen Psychologie ist diese Geschichte von Verführung, Verrat und gewaltsamen Tod ein spannender Roman, der vorzüglich amüsiert und gleichzeitig aufs Schönste bildet." -- DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

"Überall lauscht man gebannt Dialogen, die gefährlich, intim, böse witzig, elegant modern, pointiert sind (...) ein brillanter historischer Roman, eher ein sinnliches Denk- als ein Lehrstück über Macht und Vergeblichkeit. 760 Seiten im Präsens geschrieben - nicht nur das macht seine Gegenwärtigkeit aus." -- FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Ein Meisterwerk des historischen Romans." -- TAGESANZEIGER

"Ein atemberaubend intelligent geschriebenes Historienpanorama." -- Sigrid Löffler (Kulturradio-Tipps RBB)

"Ein wunderbares Stück historischer Literatur." -- KÖLNER STADTANZEIGER

"...ein Werk von shakespearescher Größe und Wucht, und zugleich ein durch und durch moderner Roman" -- BERLINER ZEITUNG

"Ein exquisites Beispiel von Erzählkunst" -- BUCHKULTUR

"Ein Wunder von einem Roman." FAZ "Ein preisgekröntes Meisterwerk (...). Eine Sensation (...). Hilary Mantel schreibt schnörkellos, präzise und findet immer wieder überraschend poetische Bilder" BRIGITTE "Zum Verschlingen!" COSMOPOLITAN "Ein literarischer Leckerbissen für alle Liebhaber historischer Romane." NDR Kultur (,Buch der Woche') "Wölfe macht die Welt Heinrich des VIII. begehbar!" DIE WELT "Der gewöhnliche historische Roman verhunzt sowohl die Geschichte, als auch die Literatur. In Wölfe haben beide einen Festtag. (...) Hilary Mantel, die viel Gepriesene, hat ein Teilreich der Literatur erneuert: den historischen Roman." FAS "Ein Porträt von Mensch und Zeit (...) als bedrängend empfundene Gegenwart, die in jedem Moment nach Aufmerksamkeit verlangt, nach Misstrauen, nicht zuletzt auch nach weitblickenden Zielvorstellungen über das Dunkel des erlebten Moments hinaus. Und ihre klaren Sätze ohne historisierenden Zierrat, von Christine Trabant in ein genauso klares Deutsch übertragen, verstärken diese Wirkung noch." NZZ "Die Wölfe sind anders, besser, aufregend, aufwühlend, und sie rufen nach einer Fortsetzung." WAZ "Wölfe unterstreicht, dass literarische Meisterwerke auch vor historischer Kulisse funktionieren (...) große Kunst - ein Highlight des Bücherherbstes." BUCHJOURNAL "Mantels historischer Wälzer ist anders, besser" KULTURSPIEGEL "Fein gewebt aus Anspielungen, Verweisen sowie einer subtilen Psychologie ist diese Geschichte von Verführung, Verrat und gewaltsamen Tod ein spannender Roman, der vorzüglich amüsiert und gleichzeitig aufs Schönste bildet." DEUTSCHLANDRADIO KULTUR "Überall lauscht man gebannt Dialogen, die gefährlich, intim, böse witzig, elegant modern, pointiert sind (...) ein brillanter historischer Roman, eher ein sinnliches Denk- als ein Lehrstück über Macht und Vergeblichkeit. 760 Seiten im Präsens geschrieben - nicht nur das macht seine Gegenwärtigkeit aus." FRANKFURTER RUNDSCHAU "Ein Meisterwerk des historischen Romans." TAGESANZEIGER "Ein atemberaubend intelligent geschriebenes Historienpanorama." Sigrid Löffler (Kulturradio-Tipps RBB) "Ein wunderbares Stück historischer Literatur." KÖLNER STADTANZEIGER "...ein Werk von shakespearescher Größe und Wucht, und zugleich ein durch und durch moderner Roman" BERLINER ZEITUNG "Ein exquisites Beispiel von Erzählkunst" BUCHKULTUR "Sie nähert sich der modernen, geistreichen und blutrünstigen englischen Renaissance im besten Stile eines packenden, seriösen historischen Romans mit höchstem literarischem Anspruch." ABENDZEITUNG

"Ein Wunder von einem Roman. FAZ Ein wahrhaft großer Roman. BUCH MAGAZIN Ein preisgekröntes Meisterwerk ( ). Eine Sensation ( ). Hilary Mantel schreibt schnörkellos, präzise und findet immer wieder überraschend poetische Bilder BRIGITTE Zum Verschlingen! COSMOPOLITAN Ein literarischer Leckerbissen für alle Liebhaber historischer Romane. NDR Kultur ( Buch der Woche ) "Wölfe macht die Welt Heinrich des VIII. begehbar!" DIE WELT Der gewöhnliche historische Roman verhunzt sowohl die Geschichte, als auch die Literatur. In Wölfe haben beide einen Festtag. (...) Hilary Mantel, die viel Gepriesene, hat ein Teilreich der Literatur erneuert: den historischen Roman." FAS "Ein Porträt von Mensch und Zeit (...) als bedrängend empfundene Gegenwart, die in jedem Moment nach Aufmerksamkeit verlangt, nach Misstrauen, nicht zuletzt auch nach weitblickenden Zielvorstellungen über das Dunkel des erlebten Moments hinaus. Und ihre klaren Sätze ohne historisierenden Zierrat, von Christine Trabant in ein genauso klares Deutsch übertragen, verstärken diese Wirkung noch." NZZ Die Wölfe sind anders, besser, aufregend, aufwühlend, und sie rufen nach einer Fortsetzung. WAZ Wölfe unterstreicht, dass literarische Meisterwerke auch vor historischer Kulisse funktionieren (...) große Kunst - ein Highlight des Bücherherbstes." BUCHJOURNAL "Mantels historischer Wälzer ist anders, besser" KULTURSPIEGEL Fein gewebt aus Anspielungen, Verweisen sowie einer subtilen Psychologie ist diese Geschichte von Verführung, Verrat und gewaltsamen Tod ein spannender Roman, der vorzüglich amüsiert und gleichzeitig aufs Schönste bildet. DEUTSCHLANDRADIO KULTUR "Überall lauscht man gebannt Dialogen, die gefährlich, intim, böse witzig, elegant modern, pointiert sind ( ) ein brillanter historischer Roman, eher ein sinnliches Denk- als ein Lehrstück über Macht und Vergeblichkeit. 760 Seiten im Präsens geschrieben - nicht nur das macht seine Gegenwärtigkeit aus." FRANKFURTER RUNDSCHAU Ein Meisterwerk des historischen Romans. TAGESANZEIGER Ein atemberaubend intelligent geschriebenes Historienpanorama. Sigrid Löffler (Kulturradio-Tipps RBB) Ein wunderbares Stück historischer Literatur. KÖLNER STADTANZEIGER ein Werk von shakespearescher Größe und Wucht, und zugleich ein durch und durch moderner Roman BERLINER ZEITUNG Ein exquisites Beispiel von Erzählkunst BUCHKULTUR Sie nähert sich der modernen, geistreichen und blutrünstigen englischen Renaissance im besten Stile eines packenden, seriösen historischen Romans mit höchstem literarischem Anspruch. ABENDZEITUNG Also: wer einen modernen Roman mit psychologische Finesse in historischem Gewand sucht, ist bei den Wölfen genau richtig. TOP MAGAZIN

"Hieb- und stichfest ausgedacht und doch voll schauriger Anklänge, stellenweise auch sehr witzig sobald der Leser dieses 766-Seiten-Buch fertig gelesen hat, will er mehr." The Guardian

"Ein Wunder von einem Roman."
FAZ

"Zum Verschlingen!"
COSMOPOLITAN

"Ein literarischer Leckerbissen für alle Liebhaber historischer Romane."
NDR Kultur ('Buch der Woche')

"Wölfe macht die Welt Heinrich des VIII. begehbar!"
DIE WELT
Hilary Mantel wurde 1952 in Glossop, England, geboren. Nach dem Jura-Studium in London war sie als Sozialarbeiterin tätig. Sie lebte fünf Jahre lang in Botswana und vier Jahre in Saudi-Arabien. Für den Roman >Wölfe< (DuMont 2010) wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit >Falken<, dem zweiten Band der Tudor-Trilogie, gewann Hilary Mantel 2012 den Booker bereits zum zweiten Mal. Die deutsche Übersetzung erscheint im Frühjahr 2013 im DuMont Buchverlag, wo auch ihr Roman >Brüder< (2012) erschien.

Kundenbewertungen zu "Wölfe / Thomas-Cromwell-Trilogie Bd.1"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(3)
***** sehr gut
***** gut
 
(1)
***** weniger gut
***** schlecht
 
(1)
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Bewertung von leserattebremen aus Bremen am 16.05.2013 ***** ausgezeichnet
Heinrich VIII. ist der wohl bekannteste englische König. Um sich von seiner Frau scheiden zu lassen, brach er mit der katholischen Kirche und hatte nacheinander mehrere Ehefrauen, von denen einige sogar auf dem Schafott landeten, wenn er sich zu einer anderen hingezogen fühlte. Doch wer ist der Mann an seiner Seite, der in ihn bei allen rechtlichen und privaten Problemen zur Seite stand? Thomas Cromwell wurde als armer Sohn eines Schmieds in Wales geboren, floh vor seinem gewalttätigen Vater durch ganz Europa, lerne Recht und Wirtschaft kennen und wurde später zum Berater von Heinrichs Feind in der Kirche, Kardinal Wolsey. Nach dessen Tod arbeitet er sich bis zum engsten Berater und Vertrauten des Königs hoch.
Hilary Mantel beschreibt in diesem Buch detailliert den Aufstieg von Thomas Cromwell, seine Rolle bei der Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche und den gleichzeitigen Aufstieg von Anne Boleyn zur Königin von England. Dieser historische Roman unterscheidet sich von den meisten anderen nicht nur durch die großartige Rechercher und die detailreiche Beschreibung, sondern auch durch den völligen Verzicht auf Kitsch und die romantische Verklärung von vergangenen Zeiten. Der nüchterne Stil der Booker-Preisträgerin von 2009 passt zum kühl denkenden Analytiker Thomas Cromwell, der immer zwei Schritte weiter zu denken scheint, als alle in seinem Umfeld. Während alte Vertraute des Königs in Ungnade fallen, arbeitet er sich konstant immer dichter an das direkte Umfeld des Königs heran.
„Wölfe“ ist ein herausragender historischer Roman, von dessen Umfang (immerhin 760 Seiten) man sich keinesfalls abschrecken lassen sollte. Die Autorin näherte sich Heinrich VIII. aus einem neuen Blickwinkel, was das Buch auch für Leser, die sich schon viel mit seiner Geschichte beschäftigt haben, durchaus interessant werden lässt. Und mit „Falken“ ist bereits der zweite Band ins Deutsche übersetzte worden, auch für diesen erhielt Hilary Mantel 2012 den Booker Prize. Die Geschichte um Thomas Cromwell und eigenwilligen englischen König geht also weiter.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Friedrich aus Reutlingen am 10.02.2013 ***** schlecht
Normaler weise werden die Menschen welche mitten im Satz abbrechen und ein neues Thema beginnen zur Therapie geschickt. In England bekommt man den Booker-Preis dafür!
Frau Mantel muss viel über den historischen Hintergrung wissen, aber das Buch ist auf dem Niveau eines Neuntklässlers geschrieben.
Ich konnte nicht in die Zeit von Cromwell eintauchen, es kam keine Spannung auf. Ich musste mich ständig fragen: "Wer redet nun da? Wo befindet sich der Kardinal eigentlich?"
Die Erzählstränge sind wirr aneinander gereit und lassen für mich keinen Fluss aufkommen..
Nach gezwungenen 200 Seiten warf ich das Buch weg. Schade um meine Zeit und schade um das Papier.
MfG
Fritz

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Corlenius aus Darmstadt am 04.09.2011 ***** gut
Verwirrend, wenn man sich nicht vorher mit der englischen Geschichte befasst hat. Aber trotzdem gut zu lesen, und auch zwischendurch mal wieder weg zu legen, weil es gut in Abschnitten unterteilt ist und am Ende des Buches, die Personen der verschiedenen Zeitabschnitten erläutert sind. Hilary Mantel beschreibt Cromwell fast sympathisch.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Lisega am 06.03.2011 ***** ausgezeichnet
Ich muss zugeben dass mein Bild von Thomas Cromwell, dem zweiten wichtigen Minister unter Heinrich VIII. nach Kardinal Wolsey, bisher nur auf der Fernsehserie „Die Tudors“ basierte. Darin wird er als skrupelloser, machthungriger und auch grausamer Emporkömmling gezeigt. In Hilary Mantels ausgezeichnetem Roman „Wölfe“ wird zwar auch klar, dass Cromwell durch und durch ein machiavellistischer Politiker war, aber die Autorin zeigt noch ganz andere Seiten des großen Staatsmanns. Cromwell war Kardinal Wolsey auch noch nach dessen Sturz ein loyaler Diener, er war ein geschickter und angesehener Kaufmann in der Londoner City, ein liebevoller Ehemann und Familienvater, ein tiefgläubiger Anhänger der neuen religiösen Strömungen, ein charmanter Gesprächspartner und insgesamt ein überaus intelligenter und umfassend gebildeter Mann aus einfachen Verhältnissen, der sich stetig nach oben gearbeitet hat. Am Hof des großen Tudorkönigs konnte eben nur erfolgreich sein, wer wie Cromwell geschickt und skrupellos das Intrigen- und Ränkespiel für sich zu nutzen wusste. Neben dem detaillierten Blick auf Cromwells vielschichtige Persönlichkeit ist Mantels Darstellung des Hoflebens eine Stärke des Romans. Dabei sieht man als Leser vieles aus Cromwells Perspektive und bekommt so ein Gespür für seine Motive – wobei einmal bemerkt wird, dass er selbst nicht weiß, was ihn antreibt. Der Roman endet auf Cromwells Höhepunkt der Macht, die letzten Jahre seiner Kanzlerschaft und seine Hinrichtung spart Mantel aus. Von mir aus könnte sie gerne eine nochmals 750 Seiten umfassende Fortsetzung schreiben, denn einen so gut recherchierten, hervorragend komponierten und glänzend geschriebenen historischen Roman hatte ich bis dato noch nicht gelesen. Ja ich scheue mich fast, den Begriff „historischer Roman“ zu verwenden, weil sich „Wölfe“ so von den üblichen Werken dieses Genres unterscheidet. Mantels Roman ist wirklich ganz große Literatur.

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Bewertung von Max aus Penzberg am 20.12.2010 ***** ausgezeichnet
Fast schon lässig, wie Hilary Mantel in "Wölfe" den Aufstieg von Thomas Cromwell am Hofe Heinrichs VIII. schildert. Aus ärmlichsten Verhältniseen, als Kind vor den Schlägen des Vaters von zu Hause ausgerissen, durch die Welt gezogen, die Handelszentren der Welt kennengelernt und wieder zurückgekommen als Berater des katholischen Kardinals, der aber beim König in Ungnade fällt, da er sich einer Scheidung widersetzt, damit Heinrich seine angebetete Anne Boleyn ehelichen kann.
In diesem Intrigensumpf schafft es Cromwell immer, nicht unterzugehen, sondern im Gegenteil von seinen Gegnern sogar als Berater herangezogen zu werden.
Ob alles historisch stimmt, mag jemand anderes beurteilen, der Roman als solcher bringt den Stoff hervorragend und auf ganz neue Art und Weise rüber. Lesenswert!

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