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Benutzername: Lisega
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Bewertungen

Insgesamt 1308 Bewertungen
Bewertung vom 20.03.2019
Die Edelsteintrilogie - Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün DVD-Box

Die Edelsteintrilogie - Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün DVD-Box


sehr gut

Gleich vorweg: die „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie von Kerstin Gier habe ich nie gelesen, insofern konnte ich die Verfilmungen der Bücher völlig unvoreingenommen und frei von schon bestehenden Bildern in meinem Kopf anschauen. Und ich war von dieser deutschen Fantasy-Reihe angenehm überrascht – die Geschichte ist originell und spannend, die Dialoge sind flott und pointiert, die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, der Soundtrack passt und die Ausstattung und Effekte sind für eine deutsche Produktion super. V.a. die beiden Hauptdarsteller konnten mich überzeugen. Maria Ehrich und Jannis Niewöhner verkörpern das Zeitreise-Pärchen Gwen und Gideon perfekt und bringen die Irrungen und Wirrungen, die ihre ungewöhnliche Aufgabe mit sich bringt, sehr gut rüber. Neben aller Dramatik und Romantik kommt aber auch der Humor in den drei Filmen nicht zu kurz. Wobei mir insgesamt die ersten beiden Filme, „Rubinrot“ und „Saphirblau“, viel besser gefallen haben als Teil 3: In „Smaragdgrün“ übertreiben es die Drehbuchautoren, und so manche Handlungsentwicklung, wie z.B. Gwens Kampftraining und ihr Auftritt als Lara Croft-Verschnitt, konnten mich überhaupt nicht überzeugen. Insgesamt aber sind die drei Filme wirklich gut gemachte Fantasy-Unterhaltung!

Bewertung vom 20.03.2019
Operation Rhino
St. John, Lauren

Operation Rhino


ausgezeichnet

„Operation Rhino“ ist der fünfte Band der wunderbaren Kinderbuch-Reihe um Martine, die in einem südafrikanischen Wildtierreservat lebt. Nach Giraffen, Leoparden, Delphinen und Elefanten geht es diesmal, wie der Titel verrät, um Nashörner: Seit kurzem leben zwei davon in Sawubona, dem Reservat von Martines Großmutter. Doch nach einer „Stars & Stripes Safari“, an der zu Martines Begeisterung auch die Jungs ihrer Lieblingsband „Take Flight“ teilnehmen, werden die beiden Breitmaulnashörner von Wilderern brutal niedergemetzelt. Um wenigstens ihr Kalb Jabulani am Leben zu erhalten, bringen Martin und Ben das kleine Nashorn in eine Aufzuchtstation am anderen Ende Südafrikas. Dort sollen sie eigentlich nur kurze Zeit bei der Versorgung der Nashorn-Babys helfen, doch als sie einen geheimen Gast der Station entdecken, geraten sie in tödliche Gefahr …

Lauren St. John beschreibt die exotische Welt ihrer Heldin Martine wieder einmal ganz wunderbar. Natürlich spielt Martines heilende Gabe auch in „Operation Rhino“ eine große Rolle, doch mit dem ernsten Thema der Wilderer rückt die magische Seite der Geschichte insgesamt etwas in den Hintergrund. Und Martine und Ben werden älter – so reagiert Ben sehr eifersüchtig auf Martines Schwärmerei für den Take Flight-Sänger Jayden. Leider ist das Buch der bislang letzte Band der Reihe – hoffen wir auf weitere afrikanische Abenteuer für junge Leser aus der Feder Lauren St. Johns!

Bewertung vom 13.03.2019
Deine Juliet
James,Lily/Huisman,Michiel

Deine Juliet


sehr gut

Eine zufällig entstandene Brieffreundschaft macht die junge Autorin Juliet Ashton, die unter dem Pseudonym „Izzy Bickerstaff“ erfolgreich ist, 1946 neugierig auf die Kanalinsel Guernsey und v.a. den Buchclub „Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“. Spontan sagt sie eine Lesereise ab, lässt ihren Verlobten Mark in London zurück und reist auf die Insel, um die Mitglieder des Buchclubs kennenzulernen. Doch aus dem geplanten Zeitungsartikel über die Gruppe wird zunächst nichts – sie wollen ihre Geschichte nicht in der Öffentlichkeit ausbreiten. Juliet wird neugierig auf das traurige Geheimnis des Buchclubs und bleibt auf der Insel, um zu recherchieren …
„Deine Juliet“ ist eine gefühlvolle Verfilmung des Briefromans von Mary Ann Shaffer & Annie Barrows, die Einblicke in die Zeit der deutschen Besatzung der Kanalinseln gibt. Der Film nimmt sich Zeit zum Erzählen und enthält neben einer angenehm zurückhaltenden Liebesgeschichte sehr „britische“ Zutaten: Herrliche Landschaftsaufnahmen, exzentrische Charaktere und immer wieder einen verschmitzten Humor. Die wunderbaren Schauspieler, von denen ich gefühlt die Hälfte aus „Downton Abbey“ kannte, tragen die warmherzige und zugleich tragische Geschichte mühelos. Schönes Gefühlskino!

Bewertung vom 01.03.2019
Bruder Cadfael und das Mönchskraut / Bruder Cadfael Bd.3 (eBook, ePUB)
Peters, Ellis

Bruder Cadfael und das Mönchskraut / Bruder Cadfael Bd.3 (eBook, ePUB)


sehr gut

Im dritten Fall mit Bruder Cadfael gerät die Benediktinerabtei von Shrewsbury vor Weihnachten 1138 in Aufruhr: Ausgerechnet in der eigentlich besinnlichen Zeit wird der Abt Heribert nach London gerufen – vermutlich um abgesetzt zu werden – und Gervase Bonel, ein Gast des Klosters, welcher der Abtei eine große Schenkung stiften wollte, wird ermordet. Der Mord macht besonders Cadfael betroffen, wurde doch eine aus Mönchskraut von ihm hergestellte Arznei verwendet, um Bonel zu vergiften. Schnell gerät der Stiefsohn des Toten in Verdacht, doch Cadfael verfolgt mit seinem Gärtnergehilfen Bruder Mark eigene Spuren – die Mutter des Jungen kennt er von früher gut …

„Bruder Cadfael und das Mönchskraut“ ist ein spannender und auch vergnüglicher Fall aus der Mittelalter-Krimireihe von Ellis Peters. Dass der Hauptverdächtige nicht wirklich der Mörder ist, wird den Lesern zwar schnell klar, aber sein Versteck- und Verwechslungsspiel mit den Männern des Sheriffs ist mit viel Witz inszeniert. Wer der wahre Täter ist, stellt sich auch für die Leser erst sehr spät heraus. Durch die Frage nach dem neuen Abt rückt in diesem Krimi auch die Klostergemeinschaft in den Mittelpunkt – der befürchtete Aufstieg von Prior Robert versetzt die Mitbrüder in Sorge. Und nicht zuletzt kommt der geografischen Lage des Klosters im Grenzgebiet in diesem Band besondere Bedeutung zu; denn die kulturellen und rechtlichen Unterschiede zwischen England und Wales sind für die Lösung des Falls äußerst wichtig.

Bewertung vom 22.02.2019
Venom

Venom


sehr gut

„Venom“ ist im Marvel-Comic-Universum einer der interessantesten Gegner von Spider-Man. Im kurzweiligen filmischen Solo-Auftritt dieses Antihelden spielt der Spinnenmann aber keine Rolle, sondern es wird gezeigt, wie der außerirdische Symbiont auf seinen Wirt, den investigativen Journalisten Eddie Brock, trifft. Eddie, der von Tom Hardy hervorragend verkörpert wird, zieht sich seinen Parasiten bei einem nächtlichen Ausflug in das Biotech-Labor des Milliardärs Carlton Drake zu. Fortan müssen sich die beiden zusammenraufen und als Alien-Mensch-Hybrid gegen Drakes Schergen kämpfen. Die Story ist zugegeben nicht besonders tiefschürfend, und die rasanten Verfolgungsjagden und Kampfszenen setzen jetzt sicher keine neuen Standards. Aber der Film ist flott inszeniert und gut gespielt, und die Reibereien zwischen Eddie und Venom sind mit vielen markanten Sprüchen und der richtigen Portion Humor gespickt. Für mich kann sich der Antiheld Venom damit ein eigenes, interessantes Profil verschaffen, das nicht in der Masse der Marvel-Helden untergeht. Eine andere FSK-Freigabe als 12 wäre zwar wünschenswert gewesen, aber auch so macht „Venom“ einfach nur Spaß.

Bewertung vom 19.02.2019
Highlander

Highlander


ausgezeichnet

„Who wants to live forever?“
In diesem kultigen Fantasyabenteuer gehört der titelgebende „Highlander“ zu einer Gruppe von Männern, die nur sterben können, wenn ihnen von ihresgleichen der Kopf abgeschlagen wird. So streift Connor MacLeod, der eigentlich schon 1536 in einer Schlacht hätte sterben müssen, durch die Jahrhunderte. In New York treffen schließlich die letzten verbliebenen Unsterblichen aufeinander, MacLeod muss sich seinem Erzfeind Kurgan zum finalen Kampf stellen …
Der Film kann mittlerweile getrost als Klassiker bezeichnet werden und überzeugt mit einer packenden Story, einem hervorragend aufspielenden Starensemble (u.a. Christopher Lambert, Sean Connery, Clancy Brown), für die damalige Zeit (Produktionsjahr: 1986) spektakulären Effekten und nicht zuletzt dem tollen Soundtrack von Queen.

Bewertung vom 18.02.2019
SPQR XIII: The Year of Confusion (eBook, ePUB)
Roberts, John Maddox

SPQR XIII: The Year of Confusion (eBook, ePUB)


sehr gut

„I could not imagine how the institution of a new calendar could be the occasion of much trouble. I was soon to understand the poverty of my imagination.“

Rom 46 v. Chr.: Decius Caecilius Metellus hat, im Gegensatz zu den meisten Angehörigen seiner Familie, den Bürgerkrieg überlebt und ist weiterhin Senator, der vom Diktator Caesar mit Sonderaufgaben betraut wird. Die jüngste ist besonders unangenehm: Er soll die Einführung des neuen, revolutionären Kalenders überwachen, den Gelehrte aus aller Welt unter Leitung des berühmten Astronomen Sosigenes entwickelt haben. Nicht nur, dass der Kalender bei den Römern auf breite Ablehnung stößt, bald werden auch zwei beteiligte Wissenschaftler stranguliert aufgefunden. Wurden sie wegen ihrer Arbeit am Kalender ermordet? Steckt die Opposition gegen Caesar dahinter? Oder ist das Motiv im lukrativen astrologischen Nebenerwerb der Gelehrten zu suchen?

Nachdem mir Band 11 und 12 der Reihe nicht so gut gefallen haben, kehrt John Maddox Roberts mit dem leider letzten Band wieder zu alter Stärke zurück. Vielleicht liegt das daran, dass „The Year of Confusion“ wieder in Rom spielt. Hier kann Decius mit Hermes durch die Straßen streifen, Tavernen und Bäder besuchen und bei der Aufklärung des Falls seine zahlreichen Kontakte spielen lassen. Cicero, Antonius und Fulvia haben Gastauftritte, ebenso wie die späteren Caesarmörder Brutus und Cassius und die ägyptische Königin Cleopatra. Und natürlich steht Caesar im Mittelpunkt, der körperlich geschwächt wirkt, aber immer mehr königliche Allüren entwickelt. Auch wenn der Fall ein bisschen flach ist, die Aufklärung ist spannend bis humorvoll geschrieben und macht großen Spaß. Ein schöner „Abschiedsband“.

Bewertung vom 14.02.2019
Jungle Speed (SKWAK-Edition) (Spiel)

Jungle Speed (SKWAK-Edition) (Spiel)


ausgezeichnet

Das beliebte Reaktionsspiel "Jungle Speed“ gibt es mit der SKWAK-Edition im neuen, frischeren Design. Ansonsten hat sich nicht viel geändert, nur die Farbe der Karten ist in dieser Version immer egal. Das Spiel besteht aus 70 Karten und einem kleinen, bunten Holztotem, das in die Mitte des Tisches gestellt wird. Alle Spieler bekommen einen Stapel Karten, den sie möglichst schnell loswerden müssen - wer zuerst keine Karten mehr hat, gewinnt. Die Karten zeigen unterschiedliche Symbole in verschiedenen Farben, die sich aber doch ziemlich ähnlichsehen. Reihum deckt nun jeder eine Karte auf und legt sie offen vor sich ab. Sobald zwei Spieler das gleiche Symbol vor sich liegen haben, kommt es zu einem Duell. Wer als erster das Totem greift, gewinnt dieses Duell. Der langsamere Spieler muss alle Karten des Gewinners zu seinem Kartenstapel dazunehmen. Wer im Eifer des Gefechts danebenliegt und fälschlicherweise zum Totem greift, muss sogar alle derzeit ausliegenden Karten aufnehmen. Klingt hektisch, aber richtig "speed“ kommt erst auf, wenn noch die Spezialkarten (Pfeile nach außen, Pfeile nach innen) ins Spiel kommen! Ein einfaches Spielprinzip, das wirklich in jeder Spielrunde Spaß macht. Und sehr praktisch: Auch dieser Version des Spiels liegt ein Stoffbeutel bei, in dem man Karten und Totem schön verstauen kann.

Bewertung vom 07.02.2019
6 nimmt! - 25 Jahre (Kartenspiel)

6 nimmt! - 25 Jahre (Kartenspiel)


ausgezeichnet

„6 nimmt!“ ist ein tolles Ablegespiel für lustige Spielerunden mit der Familie oder Freunden und kann inzwischen getrost als moderner Kartenspielklassiker bezeichnet werden. Tatsächlich feiert Wolfgang Kramers Spiel „mit den Hornochsen“ in diesem Jahr bereits sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass gibt es nun eine Jubiläumsausgabe mit dem Grundspiel für 2-10 Spieler, aber auch einer Jubiläumsvariante für 2-8 Spieler. Diese Sonderausgabe enthält zu den Zahlenkarten noch 28 Sonderkarten, es wird also mit insgesamt 132 Karten gespielt. Im Gegensatz zum normalen „6 nimmt!“ erhält jeder Spieler nicht 10 Karten auf die Hand, sondern 12 Zahlenkarten und drei Sonderkarten, und es wird auch nicht gespielt, bis der erste Spieler 66 Minuspunkte hat, sondern nach zwei Durchgängen abgerechnet. Die Regeln sind aber ebenso schnell erklärt und einfach zu verstehen. Die verschiedenen Sonderkarten sind jeweils 4x im Spiel: „Stopp“, „Verschieben“, „Dazwischenlegen“, „Ersetzen“, „Minus=Plus“, „5. Reihe“ und „7 nimmt!“. Ich denke, die Namen sind selbsterklärend, und so mancher Vielspieler hat sich die eine oder andere dieser Sonderkarten beim normalen „6 nimmt!“ sicher schon öfters gewünscht – ich auf jeden Fall. Die Karten sind definitiv eine Bereicherung und machen das Spiel nochmal interessanter.

Bewertung vom 04.02.2019
Bruder Cadfael und der unbekannte Tote / Bruder Cadfael Bd.2 (eBook, ePUB)
Peters, Ellis

Bruder Cadfael und der unbekannte Tote / Bruder Cadfael Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der zweite Fall für Bruder Cadfael steht ganz im Schatten des Thronstreits zwischen König Stephen und Kaiserin Maude (Lesern historischer Romane aus Ken Folletts "Die Säulen der Erde" bekannt). Als im Sommer 1138 das treu zu Maude stehende Shrewsbury von Stephens Truppen erobert wird, hat das auch Auswirkungen auf das Kloster. Zunächst nur in Form der Bestattung von 94 erhängten Garnisonskämpfern. Doch der aufmerksame Cadfael findet eine Leiche zu viel – ein Mordopfer sollte wohl klammheimlich in der Masse der Hingerichteten versteckt werden. Cadfael macht es sich zur Aufgabe, den feigen Mörder zu stellen. Dabei hat er mit einem neuen Gehilfen im Klostergarten eigentlich schon genug Sorgen …

"Der unbekannte Tote" ist ein sehr spannender Mittelalter-Krimi, bei dem mit der Figur des Bruders Cadfael wieder mal gezeigt wird, dass mit genauen Beobachtungen und einer gehörigen Portion Menschenkenntnis knifflige Fälle ganz ohne CSI-Kram gelöst werden können. Der historische Rahmen des Krimis ist authentisch wiedergegeben; trotz des ernsthaften Kriegsthemas blitzt auch immer wieder der typische Cadfael- Humor auf. Besonders spannend ist auch Cadfaels Katz-und-Maus-Spiel mit dem undurchsichtigen Ritter Hugh Beringar, der im Gästehaus des Klosters weilt und einen Spezialauftrag von König Stephen hat. Wobei nicht ganz klar ist, wer Katz und wer Maus ist …