Für jede Lösung ein Problem - Gier, Kerstin

Kerstin Gier 

Für jede Lösung ein Problem

Roman

Broschiertes Buch
 
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Für jede Lösung ein Problem

Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den
anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 299 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.15614
  • Best.Nr. des Verlages: 15614
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 127mm x 25mm
  • Gewicht: 290g
  • ISBN-13: 9783404156146
  • ISBN-10: 3404156145
  • Best.Nr.: 20837038
Kerstin Gier, geb. 1966, schreibt humorvolle Frauenbücher. Einige ihrer Titel waren monatelang auf den Bestsellerlisten. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie im Bergischen Land.

Leseprobe zu "Für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier

"Zehn (S. 146-147)

Natürlich konnte ich auch ohne Schlaftabletten in einen Zug nach Irgendwo steigen. Ja, genau genommen war das die einzige Alternative. Denn so viel stand fest: Nach Hause konnte ich jetzt nicht mehr. Ich konnte überhaupt nirgendwo mehr hin, wenn alle meine Briefe gelesen hatten. Und was hatte ich nicht alles geschrieben! Zum Beispiel an Tante Evelyn! Wenn sie herauskriegte, dass ich gar nicht tot war, dann würde sie mich eigenhändig erwürgen.

Wahrscheinlich waren weder Volker noch Onkel Korbmacher darüber erfreut, dass Volker nicht Onkel Korbmachers Sohn war. Und Tante Evelyn natürlich schon gar nicht. Oder an diesen Adrian von Aurora. Ich wusste es nicht mehr ganz genau, aber ich war ziemlich sicher, dass ich ihm meine Brüste beschrieben hatte. Oh mein Gott! Was hatte ich getan? Und was sollte ich jetzt tun? Ich brauchte ein gutes Versteck. Aber wo konnte ich hin? Mir fiel nur ein einziger Mensch ein, bei dem ich jetzt überhaupt noch aufkreuzen konnte. »Gerri-Mausilein«, rief Charly aus. »Das ist aber eine schöne Überraschung. Ulrich, stell noch einen Teller auf den Tisch.

Gerri ist zum Frühstück gekommen.« »War die Post noch nicht da?«, fragte ich. »Doch, gerade gekommen«, sagte Charly zurück. »Ich habe ein Paket von Babyland bekommen. Lauter süße kleine Anziehsachen. Und Nippelöl. Wollte ich gerade auspacken und ausprobieren. Warum hast du eine Reisetasche dabei?«, fragte Charly. »Weil – tja, ich kann nicht mehr zurück in meine Wohnung«, sagte ich. »Meine Tante würde mich dort mit einem Kruzifix erschlagen.« »Was hat die Alte denn wieder? Hast du vergessen, das Treppengeländer zu polieren?« Ulrich – nur mit Boxershorts bekleidet – schlug mir auf die Schulter.

»Guten Morgen, altes Haus. Kaffee?« »Ja, bitte«, sagte ich und ließ mich in einen der Korbstühle fallen, die um den alten Küchentisch herumstanden. Auf dem Tisch stand ein dickes himmelblau-rosa gestreiftes Paket, und darauf lagen zwei Briefe, und einer davon war von mir. »Gut, Charly trinkt nämlich neuerdings Fencheltee«, sagte Ulrich. »Das würdest du auch, wenn dir so übel wäre wie mir«, sagte Charly und setzte sich neben mich. »Das mit der Morgenübelkeit ist übrigens voll gelogen. Mir ist den ganzen Tag schlecht.« »Mir auch«, sagte ich und starrte auf meinen Brief. Ich konnte ihn mir schnappen und aufessen.

Das hatte ich in der Schule auch mal gemacht, mit einem Zettel, den Charly mir zugesteckt hatte. »Her mit dem Zettel, Fräuleinchen«, hatte Rothe gebrüllt. »Na, wird’s bald! Ich zähle bis drei. Eins, zwei …« Bei »drei« hatte ich mir den Zettel in den Mund geschoben. Es ging nicht anders, denn darauf stand: »Rothe ist ein sadistisches, neofaschistisches Hängebauchschwein«, und das war leider wahr. »Weißt du noch, wie ich dich damals vor Rothe gerettet habe, Charly?«, fragte ich. »Ich musste hundertmal schreiben: In Deutschland ist Papier nicht zum Essen da.«"

Kundenbewertungen zu "Für jede Lösung ein Problem" von "Kerstin Gier"

50 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 50 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(36)
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Bewertung von sternchen_betti aus Raunheim am 01.05.2012 ***** weniger gut
Aufgrund der durchweg guten Bewertungen habe ich mir das Buch zugelegt, musste aber leider feststellen, dass es sehr einfach und langweilig geschrieben ist. Ein paar Passagen sind ganz witzig, aber alles in Allem ist dieses Buch das Geld nicht wert. Habe schon bessere Bücher gelesen.

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Bewertung von MB aus MG am 11.03.2012 ***** sehr gut
Mein erstes Buch von Kerstin Gier, aber auch nicht das letzte Buch von ihr. Schön geschrieben, wie das Leben halt so spielt, es kommt immer anders als man sich das denkt. Auch ich hätte gerne am Ende noch weiter gelesen, aber das Buch war zu Ende, schade.
Mein Fazit: Das Buch lohnt sich, aus meiner Sicht, auf jeden Fall zu lesen.

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Bewertung von Ronja aus Westfrankreich am 07.11.2011 ***** sehr gut
Ein cooles Buch. Es scheint aus dem echten Leben abgeschrieben. Sympahisch, lustig, schön und doch nicht kitschig.

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Bewertung von Raschii am 17.10.2011 ***** ausgezeichnet
Es ist einfach ein super tolles Buch mit einer super tollen Geschichte!!!! Ich war völligst drin in der Story und konnte das Buch nicht mehr weglegen!!!

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Bewertung von Tuppi am 16.08.2011 ***** ausgezeichnet
Manchmal ist es besser, seinem Gegenüber deutlich zu sagen, was man von ihm hält – aber nicht jeder kann damit umgehen.

Gerda Thaler, genannt Gerri, hat es nicht leicht. 30 Jahre alt und total unzufrieden, bekommt sie von jedem – allen voran ihrer Mutter – vorgehalten, daß sie in ihrem Leben bisher nichts erreicht hat. Sie weiß selber, daß sie ohne richtige Freunde, einen Mann und Kinder nicht viel wert ist. Selbst ihre schriftstellerische Arbeit, das erfolgreiche Schreiben von Liebesromanen, wird verächtlich als nichts abgetan. Eines Tages bekommt sie von ihrer Mutter den Auftrag, alte Medikamente zurück in die Apotheke zu bringen. Als sie die vielen Schlaftabletten sieht, beschließt sie, sich damit das Leben zu nehmen. Dieses Vorhaben hat sie bereits, seit sie ihre Kündigung bekommen hat, allerdings war sie die ganze Zeit noch auf der Suche, wie sie das am besten anstellen soll. Vorher aber schreibt sie noch einige „Abschiedsbriefe“, in denen sie sich ihren Kummer von der Seele schreibt. Doch durch Zufall klappt es mit dem Selbstmord nicht ...

Der Schreibstil ist locker und leicht. Ich konnte mich gut in Gerri hineinversetzen und habe ihre Ängste und Sorgen verstanden. Ich kann nur sagen: wer so eine Mutter hat, braucht keine Feinde! Sie hatte ihren Plan bis ins letzte Detail geplant, hat ihr Leben entrümpelt und sich für ihr letztes Vorhaben sogar ein schickes Kleid und tolle Schuhe gekauft, um dann in einem Hotelzimmer einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. Ein letztes Glas Champagner an der Bar wollte sie sich genehmigen, wo sie mitbekommen hat, daß ihre Bekannte fremdgeht. Und als dann auch noch Ole auftauchte und seinen Liebeskummer mit Alkohol und Tränen ertränken wollte, war sie zur Stelle und hat ihm zugehört. Nachdem sie im Zimmer die ersten beiden Tabletten mit Wodka eingenommen hatte, stand Ole vor ihrer Tür und ließ sich nicht abwimmeln. Morgens wollte sie die restlichen 33 Tabletten wieder einsammeln und es an einem anderen Ort erneut versuchen, aber dann lagen die ganzen Tabletten im Zimmer verteilt. Nach dem Frühstück hatte das Zimmermädchen alles eingesaugt. Fast alle waren sauer auf Gerri, nur ihre Freundin Charlie hat es Ole gedankt, daß er sie gerettet hat.
Nach dem folgenden Spießrutenlauf hat sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen. Manche haben ihr ihren Abschiedsbrief nicht verziehen, aber die, die wichtig waren, haben sich ihre Worte zu Herzen genommen.
Ein tolles Buch über die Höhen und Tiefen des Lebens. Ich konnte weinen, schmunzeln, mich ärgern und mich freuen. Der Autorin ist es gelungen, mich mit diesem heiklen Thema bestens zu unterhalten. Und ich war ganz traurig, als das Buch fertig war. Ich hätte so gerne weitergelesen...

Es gibt 2 Kommentare zu dieser Bewertung
  • sumsum aus Reichartshausen am 17.08.2011
    Vielen Dank Tuppi, kannte das Buch vorher überhaupt nicht, aber als ich Deine Bewertung gelesen habe, mußte ich mir das Buch gleich bestellen.
     (Inhalt anstößig?)
  • Tuppi am 17.08.2011
    Dankeschön! Ich hoffe, es gefällt genauso gut wie mir...
     (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von Stephie am 29.07.2011 ***** ausgezeichnet
Einfach genial!! Dieser Roman war mein erster von Kerstin Gier, es wird aber sicher nicht der letzte gewesen sein.
Mit einem amüsanten Schreibstil und den tollen Charakteren kann man dieses Buch nur empfehlen.
Gerri ist von Anfang an sympathisch, trotz des Selbstmordversuchs, und man fühlt als Leser mit ihr mit. Gleichzeitig möchte man aber auch nicht unbedingt in ihrer Haut stecken, wenn man bedenkt, dass alle Menschen in ihrer Begebung nun wissen, was Gerri tatsächlich über sie denkt, denn das sind in nahezu allen Fälle nicht direkt positive Aspekte.

Obwohl die Handlung nicht direkt spannend ist, kann man trotzdem gar nicht aufhören zu lesen, weil man unbedingt erfahren möchte, wie die Geschichte um Gerri ausgeht.


Es war wirklich ein Vergnügen dieses Buch zu lesen, denn es hat einfach dieses gewisse Etwas!

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Bewertung von ferkel. aus Gebesee am 24.05.2011 ***** sehr gut
Gerri hat genug von ihrem beschissenen Leben.Kein Mann will sie haben,und Liebesromane darf sie laut ihrem Verlag auch nicht mehr schreiben.So will sich mit Schlaftabletten und Wodka umbringen.Zuvor schreibt sie noch Abschiedsbriefe an alle die,die je etwas mit ihr zu tun hatten.Doch irgendwie will es nicht klappen mit dem Selbstmord.Dabei hatte sie doch die ganzen Briefe an Familie,Verwandte und Bekannte verteilt.Was nun?Sie nimmt sich ein Hotelzimmer und lebt weiter.Gerris Familie ist natürlich richtig sauer und so fängt der Ärger erst rictig an.
Mir hat das Buc gut gefallen,weil Gerri total chaotisch ist und Kerstin Gier gut schreibt.

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Bewertung von tanjab aus Viersen am 12.05.2011 ***** ausgezeichnet
Gerda „Gerri“ Thaler hat genug vom Leben. Keine Männer in Sicht, gerade wurde ihr offenbart, dass sie nicht länger Liebesromane abliefern darf, weil ihr Verlag von einem anderen geschluckt wurde und die liebe Familie nervt. Sie will sich umbringen, nachdem sie sich mit Hilfe des Internets selbst eine Depression diagnostiziert hat. Lange grübelt sie nach, wie sie es am besten tun soll und am Ende kommt ihr das Schicksal zur Hilfe: Ihre Mutter drückt ihr mehrere unangebrochene Schlaftablettenpackungen zur Entsorgung in die Hand. Wie es sich für eine ordentliche Selbstmörderin gehört, schreibt Gerri an viele Menschen in ihrem Leben Abschiedsbriefe. Einmal kann man wenigstens schonungslos offen sein. Wenn nicht jetzt, wann denn dann? Sie hat die Briefe schon eingeworfen und sich mit ihren Schlaftabletten in einem Hotel einquartiert. Nur dummerweise scheint Gerris Leben zu oft vom Zufall bestimmt zu sein und diese häufen sich jetzt und halten sie davon ab, sich umzubringen. Nicht freiwillig versteht sich, aber ihr blieb einfach keine Chance mehr. Nachdem sie am nächsten Morgen jedoch immer noch lebt hat sie ein Problem: Die Abschiedsbriefe. Ihre ganze Familie ist sauer auf sie und eine Katastrophe beschwört die nächste herauf....
Das Buch ist sehr humorvoll und ich habe es innerhalb 2 Tage durchgelesen. Es ist ein toller Roman um abzuschalten und mal ein paar minuten in eine andere Welt zu tauchen....Gerne möchte ich dieses Buch an alle Frauen weiterempfehlen...

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Bewertung von leaM am 26.04.2011 ***** ausgezeichnet
Allein der Titel ist unschlagbar, und Kerstin Giers Humor finde ich ganz klasse. Es kommt selten vor, dass ich während dem Lesen eines Buchs laut lachen muss, aber ihre Bücher haben mich bisher noch nicht enttäuscht. Von allen, die ich bisher von Kerstin Gier gelesen habe, war dieses jedoch das Beste.

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Bewertung von ChrischiD aus NRW am 16.01.2011 ***** sehr gut
Gerri ist mehr als unzufrieden mit ihrem Leben und so fällt der Entschluss mehr oder weniger leicht eben diesem ein Ende zu setzen. Doch zuvor schreibt sie an ihre Familie und ihr nahe stehenden Personen Abschiedsbriefe der ganz besonderen Sorte, denn in diesen Briefen rechnet sie richtig ab, sie schreibt jedem das was sie schon immer einmal los werden wollte, klar, dass das nicht immer allzu positiv ausfällt. Nachdem alle Briefe geschrieben und in den Briefkasten geworfen wurden, kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, denkt Gerri, doch weit gefehlt, jetzt geht es erst richtig los, denn sie lebt weiter und alle wissen nun was sie von ihnen hält...

Ich hatte zuvor noch nichts von Kerstin Gier gelesen und war zunächst auch ein wenig skeptisch, da 'Frauenromane' nicht unbedingt zu meinem bevorzugten Genre gehören. Zwischendurch schonmal der ein oder andere, der muss mich dann aber auch sofort ansprechen, aber das war es dann auch. Doch dann fiel mir dieses Buch in die Hände und ich begann zu lesen … und konnte nicht mehr aufhören. Schon während der ersten fünf Seiten musste ich mindestens drei mal laut lachen, da war mir klar, dass ich auch den Rest des Buches lesen muss.

Wie schon geschrieben, ist das Buch auf alle Fälle sehr amüsant, denn die witzigen Stellen sind bei weitem noch nicht vorbei nach den ersten fünf Seiten. Der Witz zieht sich kontinuierlich durch das Buch hindurch, auch wenn das Thema eigentlich nicht zum Lachen ist, man kommt nicht umhin dies dennoch zu tun. Auch der sonstige Schreibstil gefiel mir gut, da es sehr flüssig geschrieben ist, so dass man förmlich durch die Handlung hindurch fliegt und gar nicht merkt, wie schnell die Zeit vergeht.

Das Thema ist nun eher ernsterer Natur, doch die Autorin hat es wunderbar geschafft den Ernst der ganzen Sache ein wenig abzuschwächen, so dass man nicht nur engstirnig den Selbstmordplan im Hinterkopf hat während man liest. Dennoch lässt sich das Thema natürlich nicht ganz ausblenden und auch, wenn man unheimlichen Spaß beim Lesen hat, so regt es doch gleichzeitig zum Nachdenken an.

Alles in allem ist das Buch wirklich ein Vergnügen, jedoch wirklich hauptsächlich für Frauen geeignet, da es das Klischee des Frauenromans in vielen Punkten erfüllt. Ich glaube nicht, dass Männer (zumindest die meisten) genauso viel Spaß an dem Roman hätten.

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