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Benutzername: Carina
Wohnort: Wehrheim
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Danksagungen: 104 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 88 Bewertungen
Bewertung vom 04.10.2017
Die Wurzel alles Guten
Nousiainen, Miika

Die Wurzel alles Guten


gut

Als Pekka Kirnuvaara eines Tages die Zahnarztpraxis von Esko Kirnuvaara betritt, wird ihm schnell klar, dass es sich hierbei um seinen Halbbruder handeln muss. Nach anfänglichen Problemen, da die beiden sehr unterschiedliche Charaktere haben, was auf ihre Herkunft zurück zu führen ist - ihre Kindheit war nicht gerade von Liebe geprägt, kommen sie zu dem Entschluss mehr über ihre Eltern zu erfahren. Und so begeben sie sich auf die Reise.

Die Grundidee der Geschichte finde ich immer noch großartig. Die Suche nach sich selbst ist ein Thema, mit dem sich wahrscheinlich jeder von uns schon einmal auseinander gesetzt hat. Doch an der Umsetzung haperte es an der ein oder anderen Stelle. Zum einen fehlte mir der Tiefgang. Der Autor versucht viel anzureißen, bringt es aber nicht immer zu Ende. Man spürt während dem Lesen einfach, dass mehr drin gewesen wäre. Ich konnte mich nicht in die Protagonisten hineinversetzen, sodass mir die Bindung fehlte.
Und auch wie die Geschichte erzählt wird, hat mir nicht so zugesagt. Ich fand es gut, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Brüder erzählt wurde, doch irgendwie sorgte genau das dafür, dass die Erzählungen manchmal ein wenig holprig und abgehakt wirkte. Mit eventuell 100 Seiten mehr hätte hier ein wirklich grandioses Buch entstehen können, dass durch Humor, Tiefgang und Gefühlen den Leser in seinen Bann zieht.

Insgesamt war es ein recht durchschnittliches Buch, dass man am Abend mal so nebenbei anfängt und einen am Ende nochmal ein wenig zum Nachdenken anregt.
2,5-3 Sterne von mir.

Bewertung vom 27.07.2017
Der Näher / Martin Abel Bd.3
Löffler, Rainer

Der Näher / Martin Abel Bd.3


weniger gut

Ich habe es jetzt über 3 Monate immer wieder mal mit diesem Buch versucht, aber wir werden einfach nicht warm mit einander und habe es jetzt folglich kurz vor der Hälfte abgebrochen. Die ersten beiden Bände der Martin Abel Reihe kenne ich nicht, wobei bis auf 2-3 kleine Stellen am Anfang hat mich dies auch nicht großartig weiter gestört.

Der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht, sodass ich eigentlich voller Elan an die Geschichte ran ging. Doch wollte die Spannung, die versucht worden ist zu inszenieren nicht bei mir ankommen. Grund hierfür war in den meisten Fällen die übertriebene Darstellung einzelner Charaktere, die mir in keine Sekunde auch nur irgendwie sympathisch waren. Martin Abel hatte für mich einfach zu viele Kanten hatte, die sich zu keinem Gesamtbild zusammen geschlossen haben. Und auch die Einblicke in die Psyche des Täters waren so übertrieben und überspitzt dargestellt worden, dass vor allem diese Teile dafür sorgten, dass die Geschichte an Glaubhaftigkeit verlor.

Noch anzumerken sei, dass dieser Thriller sehr blutig und an manchen Stellen doch ein wenig eklig ist, gerade wenn man zu der Sorte Mensch gehört, die sich die detailliert beschriebenen Szenen im Kopf vorstellt.

Für Leser, die auf abgefahrene, skurrile und Blut überströmende Thriller stehen, kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Buch schon fast perfekt ist. Mich hat es leider nicht erreicht.

Bewertung vom 12.03.2017
Wenn du mich tötest
Winter, Karen

Wenn du mich tötest


weniger gut

Meinung:
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und ich bin voller Hoffnung auf Nervenkitzel, interessante Wendungen und Spannung an das Lesen gegangen.
Die Charaktere sind für mich zu eindimensional gestaltet. Auch kann ich mich nicht in sie hineinversetzen und ihre Gedanken/Handlungen nachvollziehen schon mal gar nicht.
Die Ortsbeschreibungen haben mir gut gefallen auch wenn ein paar mehr Details die Bilder im Kopf mehr abgerundet hätten.
Die Handlung schien zunächst gar nicht mal schlecht, aber irgendwie auch bekannt. An sich ist die Geschichte nichts neues. Und wird auch nicht wirklich neu erzählt. Irgendwie kennt man alles, wird nicht überrascht und die Spannung bleibt dadurch auch auf der Strecke.
Das Ende war dann wieder okay, aber konnte auch nicht mehr viel retten.

Fazit:
Keine überzeugender Thriller. Stellenweise wirklich sehr langweilig und ich war auch mehr als einmal davor, das Buch abzubrechen. Durch den doch guten Schreibstil der Autorin und das Ende komm ich am Ende auf 2 Sterne.

Bewertung vom 12.03.2017
Der Klang deines Lächelns
Atkins, Dani

Der Klang deines Lächelns


ausgezeichnet

Meinung:

Auch wenn es nun einige Tage her ist, dass ich dieses Buch gelesen habe, fällt es mir immer noch schwer das Gelesene irgendwie in Worte zu fassen.
Jeder einzelne Charakter hat auf seine Weise was besonderes und hat mich mit sich mit fühlen lassen. Man wird dadurch in eine andere Welt gebracht und ich habe alles andere um mich herum vergessen.
Der Handlungsstrang war ein- zweimal ein wenig verwirrend, da man bei den Zeitsprüngen immer kurz ein bisschen überlegen musste, wo das ganze denn jetzt einzuordnen ist. Aber das hat sich schnell gelegt.
Durch diese Sprünge bastelte ich mir die Limette Geschichte durch einzelne Teile in meinem Kopf zusammen. Dadurch wirkte alles noch realer und hat mich sogar emotional gepackt.
Das Ende hatte es in sich und ich bin froh, dass ich zu Hause gelesen habe, denn es sind ein paar Tränen geflossen.

Fazit:
Von mir bekommt das Buch eine absolute Leseempfehlung und wird sicher auch meiner Highlightliste für dieses Jahr stehen.

Bewertung vom 12.03.2017
Der Tod so kalt
D'Andrea, Luca

Der Tod so kalt


sehr gut

Meine Meinung:

Ich hab mit diesem Buch 3 Anläufe gebraucht. Woran es im Nachhinein lag, kann ich gar nicht sagen, aber ich bin froh, dass ich dran geblieben bin. Die Beschreibungen der Protagonisten ist okay. Die einen besser - dazu zählen Salinger und seine Tochter Clara, die anderen beispielsweise Anneliese waren mir zu rund. Da fehlte mir das gewisse Etwas. Die Handlungsorte sind wundervoll beschrieben und ich konnte mir Siebenhoch und die Wälder plus Umgebung sehr gut vorstellen. Dies schafft der Autor durch seinen sehr gut abgewogen beschreibenden und detailreichen Schreibstil.

So bis zur Hälfte war ich mir nicht sicher, wie und wo ich dieses Buch einordnen soll. Es sprach mich an, hab es gerne gelesen, aber wenn ichs dann mal bei Seite gelegt habe, stellte ich mir die Frage, wie ich es denn fand. Und es war so ein Gefühl von OK. Ich erfahre was, könnte ein wenig mehr sein, die Spannung ist solala, aber schon irgendwie da. Und natürlich war meine Neugierde geweckt, wer denn hinter diesem grausamen Verbrechen steckt. Also las ich aufmerksam weiter.
Jetzt kann ich sagen, hat sich gelohnt. Auch wenn ich mir relativ früh sicher war, worauf alles hinauslaufen wird, haben mir die eingebauten Wendungen und gestreuten Hinweise des Autors sehr gut gefallen und mich schlussendlich von dem Buch überzeugt.

Fazit:
Die Umgebung und der Schreibstil machen den Thriller zu etwas besonderem. Gut erzählt und sehr gut verpackt. 4 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.11.2016
Das Paket
Fitzek, Sebastian

Das Paket


sehr gut

In letzter Zeit hatte mich die sogenannte Leseflaute heimgesucht. Aber das Bücher kaufen geht natürlich immer. Und so war es ein absolutes Muss für mich, den neuen Fitzek zu haben. Als das Buch ankam war ich positiv überrascht. Das Buch war in einem Paket eingepackt und machte somit seinem Titel alle ehre.
Von den vielen Eindrücken übermannt hab ich die Flaute Flaute sein lassen und mit dem Lesen begonnen. Und irgendwie nicht mehr aufgehört. Waren für mich die letzten Thriller zwar immer noch gut, aber nicht komplett überzeugend, liegt hier ein wahrer Fitzek vor.
Die Thematik an sich ist sehr ansprechend und etwas, was die ein oder andere Frau, auch wenn sie nicht persönlich betroffen ist, des öfteren mal zum Nachdenken bringt. Die vielen Wendungen und falsch gelegten Fährten machen die Geschichte und das Buch zu etwas besonderem. Am Ende war ich ein wenig traurig, dass es schon zu Ende war.
Als einziges Manko würde ich den Abschluss der Geschichte nennen. In meinen Augen war es ein wenig zu viel und konnte mich nicht gänzlich überzeugen. Aber das soll das Buch als Ganzes nicht zu sehr beeinträchtigen.

Sollte es auf diesem Planeten wirklich noch Menschen geben, die Fitzek noch nicht für sich entdeckt haben,kauft es und verschlingt es. Es lohnt sich definitiv!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.11.2016
Penguin Bloom
Bloom, Cameron; Greive, Bradley Tr.

Penguin Bloom


ausgezeichnet

Inhalt:
Hier möchte ich nicht zu viel verraten nur so viel: Sam Bloom, eine junge, lebenslustige Frau, wird durch einen tragischen Unfall an den Rollstuhl gebunden. Eine Welt bricht zusammen. Die Familie leidet sehr. Und dann taucht der kleine Vogel Penguin auf, der das Leben der einzelnen Personen ein wenig auf den Kopf stellt und bei allen Beteiligten neuen Mut hervorruft.

Meine Meinung:

Als ich das Buch im Rahmen der Buchflüsterer Aktion erhielt, blätterte ich ein wenig durch das Buch, fand die Aufmachung sehr ansprechend und wollte schon mal ein wenig rein lesen. Dabei blieb es dann aber nicht. Die hochwertigen Bilder, die passend zu den Texten ausgewählt wurden, die einerseits sehr sachliche und dadurch sehr emotionale Beschreibung des Geschehenen machten das Buch zu einem Page-Turner. Selten habe ich mir so viel Zeit gelassen, ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, zu betrachten.

Der Prolog behandelt in wenigen Seiten die Vorgeschichte und den Unfall vom Sam Bloom und ihrer Familie. Es war auf den Punkt gebracht und hat mich sehr gefesselt. Es wird sich auf das wesentliche konzentriert, aber ohne den Leser zu sehr auf Distanz zu halten. Ich habe einen solchen Fall zwar selber noch nicht miterlebt, aber meine volle Aufmerksamkeit hatte der Autor - ich konnte es mir alles vorstellen und lag oft dar und hab mit dem Kopf genickt, weil ich Verständnis für diese Aussagen hatte.
Die Hauptgeschichte, in der nun auch der Vogel Penugin dazu kommt, war sowohl traurig, als auch wunderschön. Die Bilder untermalten die geschriebenen Texte und haben mir mehr als einmal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Und ohne viel vom Epilog vorwegzunehmen. Bitte lest es! Es ist von Sam persönlich geschrieben und hat mich sehr berührt. Die kleinen Tipps und Tricks und die Einblicke von ihrer Seite aus, haben mir viele wichtige Dinge noch einmal vor Augen geführt und ich werde vieles für mich mitnehmen. Ich bewundere diese Familie, dass sie diesen Weg gegangen sind und ihre tragischen Erlebnisse mit anderen Teilen werden.

Fazit:
Die Aufmachung, die Geschichte, der Schreibstil das alles zusammen macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Sollten Sie sich für solche Thematiken an sich interessieren oder sich in einer solchen Situation entweder als direkt betroffene Person oder als außenstehender befinden, nehmen Sie dieses Buch zur Hand. Es spendet Trost. Man kann Hoffnung darauf schöpfen. Und vielleicht versteht man die Menschen dann ein wenig besser. Absolute Leseempfehlung!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.08.2016
Die Weiße Rose / Das Juwel Bd.2
Ewing, Amy

Die Weiße Rose / Das Juwel Bd.2


ausgezeichnet

Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Band von "Das Juwel".

Inhalt:

Der Gefährte Ash und die Surrogatin Violet sind zusammen auf der Flucht. Nachdem die Herzogin von See die beiden erwischt hat, ist dies die einzige Möglichkeit um am Leben zu bleiben. Violet wäre nicht sie selbst, wenn sie es nicht auch noch irgendwie schaffen würde, ihre Freundin Raven aus dem Haus von Stein zu befreien. Zu Dritt und mit der Hilfe einiger Leute schaffen sie es, aus dem Juwel zu fliehen.
Doch an dem Ort der Zuflucht erfährt Violet die wahren Hintergründe der Hilfe und steht vor einer schweren Entscheidung. Wie weit geht sie, um die Menschen die sie liebt zu retten und kann sie es überhaupt?

Meine Meinung:

Ich war positiv davon überrascht, dass der 2. Band nahtlos an Band 1 anknüpft. Auch wenn es einige Zeit her war, dass ich den ersten Teil gelesen habe, viel ist mir absolut nicht schwer, wieder in die Geschichte hinein zu finden.
Die Autorin hat mit wenigen kleinen Fakten die Erinnerungen des Lesers hervorgerufen. Man hatte also nicht das Gefühl, dass einem jetzt nochmal haarklein alles erzählt wird und endlose Wiederholungen vorhanden sind.
Der Beginn der Geschichte ist genauso rasant wie das Ende der ersten. Violet ist in ihrem Zimmer und muss dabei zusehen, wie die Herrin ihr mit das wichtigste in Ihrem Leben nimmt. Und so weiß sie, dass die fliehen muss. Diese Szenen sind auf der einen Seite so brutal aber auf der anderen Seite auch so emotional beschrieben, dass man mit Violet direkt wieder mitleiden musste. Ich hab mit gefiebert und gehofft, dass die Probleme, die es geben wird (welche Flucht verläuft denn auch schon reibungslos) sie nicht von ihrem Ziel abbringen wird.

Gut hat mit die Wendung danach gefallen. Denn ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich mir als Leser nicht mehr sicher war, was da denn jetzt noch kommen soll. Die Dramatik und die Fantasie die dieses Buch transportiert sorgen dafür, dass das Buch ein wahrer Page Turner ist.

Auch die Entwicklung der Charaktere sorgen für den absoluten Wohlfühlfaktor. Sie passen sich den Situationen an und werden erwachsener. War mir Ash im ersten Band doch noch ein wenig unsympathisch, weil ich ihn nicht einordnen konnte und nicht so recht wusste, was für eine Bedeutung ich ihm im Verlaufe der Geschichte beideuten soll, ist er mir hier richtig ans Herz gewachsen. Die Dialoge zwischen ihm und Violet zeugen von sehr viel Tiefe.
Allgemein muss ich sagen, dass mir die Dialoge sehr viel besser gefallen haben. Sie hatten Sinn und waren nicht nur als "Füller" gedacht,

Die Szenarie ist natürlich nicht mehr so glamourös wie zuvor. Man lernt die anderen Kreise kurz kennen und kriegt ein Gefühl dafür, wie es den anderen Menschen ergeht, wieso sie ihre Kinder verkaufen, wieso alles so ist, wie es leider ist. In meinen Augen eine große Entwicklung.

Fazit:

Ich war schon vom ersten Teil begeistert. Aber dieses Mal. Einfach nur Wow. Ich habe "Die weiße Rose" in nicht mal 24 Stunden gelesen und bin schon ein wenig traurig, dass ich jetzt wieder so lange warten muss, bis das große Finale rauskommt.
Mir gefallen die Wendungen, die Gefühle, der Schreibstil die Entwicklungen, einfach alles!
Also lest diese Reihe unbedingt. Sie ist ein absolutes muss.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.08.2016
So wie die Hoffnung lebt
Ernst, Susanna

So wie die Hoffnung lebt


sehr gut

Inhalt:

Tragische Umstände sorgen dafür, dass sich die Kinder Jonah und Katie in einem Waisenhaus begegnen. Jedes einzelne Heimkind hat sein eigenes Schicksal und man versucht ihnen dort zu helfen. Jonah bewundert die kleine Katie. Denn obwohl sie kein Wort spricht, hat sie eine unglaubliche Ausstrahlung. Deshalb nimmt er sich zur Aufgabe, Katie zum Reden zu bewegen. Ab diesem Zeitpunkt sind die beiden untrennbar - doch dann meint es das Leben wieder ein Mal nicht gut mit ihnen.
Viele Jahre später muss Jonah immer noch an sie denken. Er kann einfach nicht aufhören nach ihr zu suchen und begibt sich auf eine letzte Reise...


Meine Meinung:

Dieses Buch ist wieder der Grund dafür, wieso ich finde, dass man Klappentexte nicht lesen sollte. Denn auch wenn es auf der einen Seite ansprechend klingt, bildet sich im Kopf doch eine "0815" Vorstellung davon, was einen erwartet. Doch sobald man anfängt zu lesen, weiß man, dass man sich geirrt hat. Schon auf den ersten Seiten war ich sprachlos. Das beschriebene Schicksal von Katie hat mich sprachlos gemacht. Es wurden unglaubliche Emotionen hervorgerufen, sodass ich dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Es war direkt von Beginn an ein Page Turner. Dies liegt ebenfalls an den Perspektivwechseln. Man liest die Geschichte sowohl aus Katies als auch aus Jonahs Sicht.

Die Autorin Susanna Ernst versteht es perfekt, den Leser mitfiebern zu lassen, aber auch an den richtigen Stellen ein wenig die Spannung und Emotionen runter zu fahren, damit man kurz Ruhe hat, das Geschehene zu reflektieren.

Ebenso gut gelungen ist die Weiterentwicklung der Charaktere. Man begleitet Katie und Jonah von Kindesbeinen an, bis hin zu ihrer Jugend und dann ins Erwachsenen Leben. Es ist perfekt aufeinander abgestimmt. Man merkt richtig, wie die Autorin sich damit auseinander gesetzt hat. Doch durch ein paar Überraschungen der Autorin, war nicht alles so, wie erwartet, was mich als Leser mit einem mehr als guten Gefühl zurück gelassen hat.

Und die größte Überraschung war dann doch ein wenig das Ende. Im Verlauf der Geschichte, hatte ich ein relativ klares Bild davon, was mit den Protagonisten passieren wird.

WIeso ich letztendlich doch nur 4 Sterne gegeben habe, sind ein paar Kleinigkeiten, die mich dann doch nicht komplett überzeugt haben.
Zunächst einmal waren es die Beschreibungen des Heimes, der Leute die da wohnen, die mir ein wenig sauer aufgestoßen sind. Hier wurde zu viel mit Klischees gearbeitet.
Dann der plötzliche Jahreswechsel. Es hat sich schon einige Seiten davor angedeutet, dass langsam was passieren muss, weil immer mehr kleinere Zeitsprünge vorhanden waren und die Erzählungen irgendwie so wirkten, als müsse man noch irgendwas finden, damit man endlich den großen Zeitsprung vollführen kann. Es wirkte hier also nicht ganz rund.
Und zu Guter letzt, hätte ich mir im letzten Drittel der Geschichte einfach mehr Erzählungen aus Katies Sichtweise gewünscht. Der Autorin war es immer gut gelungen, die einzelnen Perspektiven zu wechseln, sodass man als Leser beide Seiten nachvollziehen konnte. Schade, dass es hier nicht der Fall war.

Fazit:
Die zu letzt genannten Punkte sind einfach nur Kleinigkeiten, die genannt werden sollten, aber niemanden vom Lesen abhalten sollten. Denn dieser Roman ist so herzergreifend, dass ich nur hoffen kann, dass noch mehr Büchersüchtige zu diesem Buch greifen werden.
Absolute Leseempfehlung!!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.