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Nach >Der Schatten des Windes < und >Das Spiel des Engels < der neue große Barcelona-Roman von Carlos Ruiz Zafón. - Barcelona, Weihnachten 1957. Der Buchhändler Daniel Sempere und sein Freund Fermín werden erneut in ein großes Abenteuer hineingezogen. In der Fortführung seiner Welterfolge nimm Carlos Ruiz Zafón den Leser mit auf eine fesselnde Reise in sein Barcelona. Unheimlich und spannend, mit unglaublicher Sogkraft und viel Humor schildert der Roman die Geschichte von Fermín, der »von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel zur Zukunft hat«. Fermíns Lebensgeschichte verknüpft di…mehr

Produktbeschreibung

Nach >Der Schatten des Windes< und >Das Spiel des Engels< der neue große Barcelona-Roman von Carlos Ruiz Zafón. - Barcelona, Weihnachten 1957. Der Buchhändler Daniel Sempere und sein Freund Fermín werden erneut in ein großes Abenteuer hineingezogen. In der Fortführung seiner Welterfolge nimmt Carlos Ruiz Zafón den Leser mit auf eine fesselnde Reise in sein Barcelona. Unheimlich und spannend, mit unglaublicher Sogkraft und viel Humor schildert der Roman die Geschichte von Fermín, der »von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel zur Zukunft hat«. Fermíns Lebensgeschichte verknüpft die Fäden von >Der Schatten des Windes< mit denen aus >Das Spiel des Engels<. Ein meisterliches Vexierspiel, das die Leser rund um die Welt in Bann hält.
  • Produktdetails
  • Verlag: S. Fischer
  • Seitenzahl: 402
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 402 S. 2 Pln.
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 140mm x 45mm
  • Gewicht: 592g
  • ISBN-13: 9783100954022
  • ISBN-10: 3100954025
  • Best.Nr.: 35678692

Autorenporträt

Carlos Ruiz Zafón, geb. 1964 in Barcelona, lebt heute in Los Angeles. Mit den großen Barcelona-Romanen 'Der Schatten des Windes' und 'Das Spiel des Engels' begeisterte er ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt; seine Bücher wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Das Spiel des Engels stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Literatur für die Bahnhofsbuchhandlung hat Eberhard Geisler zu annoncieren. Der neu auf Deutsch erschienene Roman "Der Gefangene des Himmels" von Carlos Ruiz Zafon überzeugt den Rezensenten nur auf den ersten Blick. Hinter der komplex erscheinenden Handlung um einen Regimegegner Francos, der nach dem Bürgerkrieg versucht ein neues Leben zu führen und in ein undurchdringliches Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen verwoben wird, hinter der beklemmenden Atmosphäre im Barcelona der 50er Jahre und bissigen Dialogen entdeckt der Rezensent schließlich: heiße Luft. Dagegen, dass der Autor schreibt wie ein Schweizer Uhrwerk, ist eigentlich nichts zu sagen, dagegen dass er seine Figuren einmal benutzt und dann wegschmeißt, wie Geisler erklärt, jedoch schon. Puppen statt Charaktere, Äußerlichkeit statt Geistigkeit, das ist dem Rezensenten schließlich nicht genug.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 09.08.2013
Hinkefuß
Der dritte Barcelona-Schmöker
von Carlos Ruiz Zafón
Im Schatten des Windes, der um seine ersten beiden Millionenseller gemacht wurde, könnte Carlos Ruiz Zafón, Katalane mit Wohnsitz in Los Angeles, ehemaliger Werbetexter und Drehbuchschreiber, ziemlich komfortabel leben. Aber so einfach ist das nicht, denn der Markt schreit nach mehr, und warum sollte, was zweimal funktioniert hat, nicht auch beim dritten und vierten Mal gut laufen? Weshalb Zafón angekündigt hat, seine Barcelona-Schmöker zu einer Tetralogie zu komplettieren. Der dritte Band des Zyklus „Friedhof der vergessenen Bücher“ enthält unter dem Titel „Der Gefangene des Windes“ eine hintersinnige Gebrauchsanweisung für den Leser: er könne die Bände „in beliebiger Abfolge“ und unabhängig voneinander genießen, doch erst die Verknüpfung der Handlungsstränge aus allen vier Romanen werde ihn „ins Zentrum der Geschichte“ führen.
  Das klingt nach einem Versuch, die Spannung hoch zu halten. Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, der Autor selbst sei seines Stoffes schon ein wenig überdrüssig geworden. Das Druckbild ist luftig, es überwiegen Dialoge aus kurzen Sätzen, die allzu häufig Entbehrliches transportieren, sodass man für jeden Katalanen-Kalauer dankbar ist. Hatte Zafón in den ersten beiden Romanen noch sichtlich Spaß daran, haarsträubende Plots zu konstruieren, doppelte Böden einzuziehen, mit Schauer-Elementen zu jonglieren und anspielungsreich die Magie der Literatur z beschwören, so verzettelt er sich nun in lahmen Eheszenen und Gruselnummern aus Francos Folterkellern, die zu reißerisch sind, um als Aufarbeitung der spanischen Bürgerkriegsgeschichte durchzugehen.
  Allenfalls das erste Viertel des Romans, im winterlichen Barcelona des Jahres 1957 spielend, hat so etwas wie Flair und erzählerischen Witz. In der Buchhandlung Sempere & Söhne, deren Juniorchef Daniel im Eröffnungs-Epos „Der Schatten des Windes“ als kleiner Junge auftrat, erscheint eines Tages ein finsterer, hinkefüßiger Fremder und kauft eine kostbare Ausgabe des „Grafen von Monte Christo“, um sie dem Ladengehilfen Fermín Romero de Torres mit einer obskuren Widmung zu hinterlassen. Mit der Szene, in der Daniel den Unbekannten über die Ramblas verfolgt und Letzterer auf mehr oder weniger komische Weise seine Teufelsqualitäten offenbart, ist dann aber der Höhepunkt schon erreicht. Das dunkle Geheimnis, in das der Hallodri und Sprücheklopfer Firmín verstrickt ist, wird allzu rasch und spannungsarm aufgeklärt, der Rest des Romans mit Belanglosigkeiten gestreckt.
  Mystisch-Magisches scheint den Autor nun nicht mehr zu interessieren; alles bleibt vordergründig und eindeutig, es geht um Geld und Macht. Neue Figuren werden eingeführt und abrupt wieder fallengelassen, Themenstränge aus den vorausgegangenen Romanen geradezu brachial zusammengerafft. Am Schluss hat man erfahren, dass Isabella, die Mutter des Buchhändlers Daniel, durch Gift ums Leben kam, und man weiß auch, wer es ihr verabreicht hat. Im Epilog fällt gar ein Zettel mit der Anschrift des Mörders aus einem zerbrochenen Engelsfigürchen. Und wenn es im letzten Satz heißt, Daniels Geschichte sei noch nicht zu Ende, sondern habe „eben erst angefangen“, dann ist das Spannendste daran die Frage, ob immer noch Millionen von Zafón-Lesern die Fortsetzung herbeisehnen werden – oder eher nicht.
KRISTINA MAIDT-ZINKE
Carlos Ruiz Zafón : Der Gefangene des Himmels. Roman. Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012. 403 Seiten, 22,99 Euro.
Wer kennt die Anschrift des
Mörders? Ein Engel, wer sonst?
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