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Benutzername: KittysKiste
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Bewertungen

Insgesamt 234 Bewertungen
Bewertung vom 08.08.2020
Mein Herz gehört dir / Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie Bd.3
Force, Marie

Mein Herz gehört dir / Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie Bd.3


gut

Nun habe ich auch den dritten Band dieser Reihe beendet und muss sagen, dass die ersten drei Geschichten immer nach einem ähnlichen Schema ablaufen. Das macht mir ein bisschen Sorgen, weil ich befürchte, dass sich dies auch im weiteren Verlauf der Reihe nicht ändern wird.

Auch wenn der Schreibstil hier wieder super gut war, leicht zu verstehen und bildlich, erinnerte mich diese Geschichte doch sehr an die Geschichte aus dem ersten Band. Natürlich gab es auch Unterschiede, aber das Problem war im Großen und Ganzen das gleiche. Dennoch fand ich auch diese Liebesgeschichte wieder romantisch und süß und vor allem verliebe ich mich immer mehr in Vermont, welches sehr gemütlich und urig beschrieben wurde. Außerdem mochte ich, dass man auch am Leben aller anderen Charaktere teilnimmt und parallel zur Haupthandlung über ihre Entwicklung informiert wird. Das ändert aber leider nicht, dass ich die Geschichte trotzdem nur mittelmäßig fand. Mir war sie insgesamt auch wieder nicht packend genug und ich hätte mir irgendwie mehr gewünscht.

Genauso ging es mir mit den Charakteren. Immer mehr bekomme ich das Gefühl, dass sich vor allem die Männer in dieser Reihe zu sehr ähneln. So ist auch Colton wieder der nette Typ von nebenan und fast schon unterwürfig gegenüber Lucy, wenn auch bei Weitem nicht so schlimm wie Nolan aus Band zwei. Dennoch fehlen mir ein bisschen die Ecken und Kanten. Lucy hingegen fand ich wirklich okay, wenn auch nicht wahnsinnig besonders.

Alles in allem ist auch der dritte Band wieder ein eher ruhiger und gediegener Liebesroman, mit allem, was man eben in einem Liebesroman so zu bieten bekommt, allerdings eben leider nur auf mittelmäßige Weise. Deshalb werde ich jetzt auch erst einmal eine Pause von den Green Mountains machen.

Bewertung vom 04.08.2020
Kein Tag ohne dich / Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie Bd.2
Force, Marie

Kein Tag ohne dich / Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie Bd.2


gut

Auch der zweite Band der Green-Mountain-Reihe war wieder super süß und recht unterhaltsam. Leider konnte er mich aber dennoch nicht so gut packen, wie der erste Band.

In diesem Roman wechseln sich aktuelle Ereignisse mit Tagebucheinträgen von Hannah aus der Vergangenheit ab, wobei sich beides zueinander annähert und dem Leser auch die Entwicklung Hannahs im Laufe der Geschichte näher bringt. Dabei ist der Schreibstil der Autorin wieder bildlich und gut verständlich.

Obwohl die Handlung, wie oben schon erwähnt, wieder wirklich süß war und ich die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Nolan schön geschrieben fand, konnte sie mich leider nicht so richtig in ihren Bann ziehen. Ich habe keine Ahnung, was mir gefehlt hat, aber ich hatte oftmals nicht das Bedürfnis, sie weiter hören zu müssen. Dennoch gab es einige Punkte, die mich dann doch haben weiter hören lassen. So fand ich die Chemie und die Romantik zwischen Hannah und Nolan echt toll und auch, dass man wieder von Will und Cameron hört, den beiden Protagonisten aus dem ersten Band, hat mir super gut gefallen. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die Kuppelei von Vater und Großvater Abbott ein bisschen genervt hat.

Überhaupt muss ich sagen, dass mir die Charaktere hier manchmal ein bisschen zu extrem waren. Hannah ist außer Frage eine super sympathische Protagonistin, aber ihr ewiges Gejammer und ihre Zweifel hatten oft einen schalen Beigeschmack. Außerdem hat sie sich teilweise für eine 35-jährige Frau, echt kindisch benommen. Dafür war mir Nolan ein bisschen zu unterwürfig. Ansonsten mochte ich aber die Charaktere auch hier wieder sehr und vor allem die Familie Abbott als Einheit gefällt mir wirklich gut.

Ich kann abschließend sagen, dass mich dieser Band zwar ein bisschen enttäuscht hat, ich aber die Hoffnung nicht aufgebe, dass mir die weitere Bände wieder besser gefallen werden. Deshalb werde ich als nächstes auch gleich Band drei zur Hand nehmen.

Bewertung vom 28.07.2020
Alles, was du suchst / Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie Bd.1
Force, Marie

Alles, was du suchst / Lost in Love - Die Green-Mountain-Serie Bd.1


sehr gut

Endlich konnte ich mal wieder ein Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien, nämlich diesen wirklich tollen und romantischen Liebesroman und Auftakt der Green-Mountain-Reihe. Und natürlich habe ich wieder das meiste davon gehört, was ebenfalls sehr angenehm war.

Marie Force hat einen leichten, gut zu verstehenden Schreibstil und eine recht angenehme Sprache. Außerdem fand ich ihre Beschreibungen von dem kleinen Örtchen Butler im ländlichen Vermont sehr schön und vor allem bildlich. Dabei ist diese Geschichte mal nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben, was im ersten Moment zwar gewöhnungsbedürftig war, aber eben auch toll, weil man die Gedanken und Gefühle aller Beteiligten gut nachvollziehen kann.

Und auch die Geschichte fand ich wirklich super. Von der ersten Seite an war ich mittendrin im Geschehen und wollte auch immer wissen, wie es weitergeht, selbst wenn ich nicht immer zu einhundert Prozent gefesselt war, aber zum nebenher hören fand ich diese einfach super. Dabei ist sie nicht besonders aufregend oder dramatisch, sondern ruhig und beschaulich, ab und an hat sie mich sogar zum Schmunzeln gebracht. Die Liebesgeschichte in diesem Buch fand ich ebenfalls wirklich schön und romantisch, aber von Zeit zu Zeit auch prickelnd. Insgesamt hätte ich dann doch nicht mit den recht häufigen Sexszenen gerechnet, da diese aber sehr niveauvoll und gut geschrieben waren, fand ich sie ebenfalls toll. Und auch die Chemie zwischen den beiden Protagonisten wurde sehr gut umgesetzt. Insgesamt war diese Geschichte mit ihrer Wärme und leicht kitschigen Romantik mit kuscheligen Stunden am Kamin absolut mein Fall und hat mich gut unterhalten.

Genauso mochte ich die Charaktere in diesem Reihenauftakt. Ich mochte vor allem ihre Individualität, denn hier gleicht wirklich keiner dem anderen, wobei jeder einzelne Charakter auf seine Art und Weise besonders ist und menschlich wirkt. Auch die Protagonisten sind zwei interessant und sympathisch geschriebene Charaktere. Cameron ist dabei als leicht exzentrischer Stadtmensch das genaue Gegenteil zum bodenständigen, liebenswerten Will und doch ergänzen sie sich super gut.

Für mich war dieser erste Band auf jeden Fall schon einmal ein schöner und unterhaltsamer Einstieg in die Reihe und ich freue mich schon auf die weiteren Bände.

Bewertung vom 23.07.2020
Up all night Bd.1
Dawson, April

Up all night Bd.1


weniger gut

Nachdem ich „Still Broken“ von April Dawson ganz okay fand, dieses Buch mich aber dennoch nicht komplett vom Hocker reißen konnte, wollte ich ihr nun mit diesem Roman eine zweite Chance geben. Leider muss ich aber sagen, dass dieses mich nur enttäuscht hat.

Eigentlich ist der Schreibstil der Autorin ganz okay, aber eben auch verbesserungswürdig. So gibt es immer wieder plötzliche Szenenwechsel und manchmal war er mir ein bisschen zu schlicht. Dafür wurden allerdings ständig irgendwelche Dinge bis ins Detail beschrieben, die für die Geschichte gar keine Rolle spielten. Ansonsten war ich auch mit den Sprechern des Hörbuches nicht so ganz zufrieden. Diese haben sich einerseits zwar richtig Mühe gegeben, aber mit der Betonung war es manchmal so ein Ding. Außerdem mochte ich die Stimme des männlichen Sprechers nicht besonders.

Was die Handlung angeht, so dachte ich anfangs noch, sie könnte echt interessant werden, doch leider wurden meine Erwartungen enttäuscht. Viel zu oft zog sie sich einfach nur wahnsinnig in die Länge und die meiste Zeit war ich nur gelangweilt, weil einfach nichts wirklich spannendes oder emotionales geschehen ist. Dafür gibt es unzählige Zufälle, die mir so manches Mal ein Kopfschütteln beschert haben, genauso wie dieses ganze sinnlose Hin und Her zwischen Taylor und Daniel. Überhaupt gibt es lange Zeit keine richtige Liebesgeschichte, es kam überhaupt keine Chemie rüber und auch die Romantik hat mir gefehlt. Dafür wurde es zum Ende hin dann aber gleich zu kitschig und neben den ständigen, nervigen und überhaupt nicht prickelnden Sexszenen spürte ich förmlich die Zuckerwatte zwischen den Zeilen. Und dann noch das völlig überflüssige Drama, welches weder wirklich dramatisch war, noch irgendwie nachvollziehbar. So wirkte die ganze Story einfach nur konstruiert und unrealistisch. Und was bitte war das für ein Ende?

Und auch mit den Charakteren kam ich leider so gar nicht klar, denn diese wirken ebenfalls wahnsinnig konstruiert. Taylor soll eine toughe und sympathische Frau sein, nervte mich mit ihrer Naivität und dem ewigen Gejammer aber fast die ganze Zeit nur. Daniel fand ich ein bisschen besser, aber auch er war kein Highlight. Vielmehr ist er ziemlich blass, hat bis auf seine blöden Ideen keine Ecken und Kanten. Beide fand ich teilweise aber wirklich kindisch. Ein Lichtblick waren da nur Daniels Schwester Addison und deren beste Freundin Grace, die ich echt sympathisch und gut geschrieben fand.

Insgesamt ist dieses Buch absolut nicht mein Fall, viel zu übertrieben, aber dafür langweilig. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich es abgebrochen hätte, hätte ich es nicht als Hörbuch gehört. Die nächsten Bände werde ich mir aber nicht mehr anhören oder lesen.

Bewertung vom 21.07.2020
Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.3
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.3


gut

Nun habe ich auch den letzten Band dieser mystischen Trilogie beendet und muss sagen, dass auch dieser mir wieder recht gut gefallen hat, im Vergleich mit seinen Vorgängern aber leider nicht ganz mithalten konnte.

Was mir auch hier wieder gut gefallen hat, war der weiterhin sehr bildliche Schreibstil, über den ich gar nicht mehr allzu viel sagen kann. Nur soviel, als dass es auch hier wieder sehr angenehm war, der Sprecherin zuzuhören, was natürlich auch an ihrer guten Arbeit lag. Diese hat nämlich nicht nur die passende Stimme für die Geschichte, sondern auch eine richtig tolle Betonung. Zusammen mit dem tollen Schreibstil der Autorinnen war es wieder ein absoluter Hörgenuss.

Die Handlung hingegen wurde hier teilweise ein bisschen abstrus und nicht immer so ganz nachvollziehbar. Zwar blieb es durch zahlreiche Wendungen bis zum Schluss spannend, aber ein paar Entwicklungen waren dann doch in gewisser Weise vorhersehbar. Vor allem hat mich hier die Dreiecksgeschichte zwischen June, Blake und Preston dann doch ein bisschen gestört, auch wenn am Ende aufgelöst wurde, warum alles so kommen musste. Trotzdem hat mir hier einerseits etwas gefehlt., andererseits war das eine oder andere auch wieder zu viel für mich. So fehlte mir diese Chemie zwischen June und Blake aus den ersten beiden Bänden, die dann aber immer wieder zwischen June und Preston angedeutet wurde und so kam dieses ganze Liebesding zwischen June und Blake leider zu kurz. Außerdem war mir insgesamt dann doch ein bisschen zu viel Esoterik und Magie im Spiel. Mit dem Ausgang der Geschichte war ich aber wirklich zufrieden und ich kann gut damit leben, wie sie endete.

Auch mit den Charakteren hatte ich in diesem Band so meine kleinen Problemchen. Immer noch wahnsinnig interessant und gut geschrieben, konnte ich aber dennoch die ein oder andere Verhaltensweise nicht so ganz verstehen. Plötzlich benahm sich Blake ganz komisch. Okay, das ließ sich erklären. Aber wie June darauf reagierte, war mir, dafür, dass sie ihn ja so sehr begehrte, nicht ganz schlüssig. Für mich fühlte sich das alles ein bisschen halbherzig an. Und Preston war mir zwischendrin auch manchmal nicht mehr ganz so sympathisch.

Insgesamt klingt das alles vielleicht nicht ganz so gut, aber es soll nicht heißen, dass dieses Buch schlecht ist. Mich hat es trotz allem gut unterhalten und die Geschichte zu einem runden Abschluss gebracht. Dennoch ist die Reihe für mich kein Highlight, aber durchaus empfehlenswert.

Bewertung vom 20.07.2020
Ein Augenblick für immer. Das zweite Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.2
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das zweite Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.2


sehr gut

Im zweiten Band der Trilogie erfährt man nun mehr über den Fluch, mit dem June und Blake zu kämpfen haben und es wurde wieder sehr interessant und spannend. Von der ersten Seite an war ich wieder mitten in der Geschichte und wurde gut unterhalten.

Wer sich im ersten Band der Reihe noch nicht in Cornwall verliebt hat, der wird es sicherlich jetzt tun, denn das Autorenduo Rose Snow weiß einfach, den Leser in dieses wunderschöne Stück Land zu entführen. Aber auch insgesamt ist ihr Schreibstil weiterhin sehr beschreibend und bildlich.

Die Handlung hier schließt unmittelbar an die Ereignisse des ersten Bandes an und es ist und bleibt mystisch, geheimnisvoll und spannend. Dazu kommt das immer mehr prickelnde Verhältnis zwischen June und Blake. Sogar etwas heißere Szenen gibt es zwischen ihnen. Aber auch Preston spielt in deren Beziehung eine große Rolle. Wer nun aber Angst vor einer langweiligen Dreiecksbeziehung hat, der kann eigentlich ganz entspannt an die Geschichte heran gehen, denn so wirklich viel Liebe und Romantik gibt es dann doch nicht. Dafür spielt der Fluch eine sehr große Rolle und June und ihre Freunde machen sich auf die Suche nach Antworten. Dabei bedient sich die Geschichte nicht nur fantastischer Elemente, sondern auch an Thrillerelementen, die noch einmal für eine extra Portion Spannung sorgen. Außerdem gibt es einige interessante Irrungen und Wirrungen und spannende Wendungen, die teilweise etwas vorhersehbar waren, aber teilweise eben auch nicht. Dafür werden die Geheimnisse um die Blauen und die Grünen endlich zum großen Teil aufgelöst, aber auch neue Fragen aufgeworfen. Geendet hat dieser Band dann mit einem riesigen Cliffhanger, so dass ich gleich Band drei weiter hören musste.

Die Charaktere sind in diesem Band wieder recht gut beschrieben und authentisch, wenn eben auch weiterhin irgendwie typische Jugendbuchcharaktere mit Stärken und Macken, wobei der ein oder andere aber auch einmal eine andere Seite von sich zeigt. Allerdings mag ich sie noch immer sehr und auch eine ganz bestimmte Person, die hier mehr Aufmerksamkeit bekommt, fand ich wirklich interessant geschrieben. Zu meinem Lieblingscharakter hat sich aber auf jeden Fall Lillys Oma Violet entwickelt, die ihren ganz eigenen und liebenswerten Charme hat.

Ich kann also sagen, dass auch der zweite Band dieser Trilogie mich wieder abholen und fesseln konnte und ich gut unterhalten wurde. Rose Snow haben es jedenfalls geschafft, mich noch weiter in die Geschichte und die Mythen des alten Cornwall abtauchen zu lassen. Für Fans von urbaner Fantasy mit ein bisschen Liebe ist dieses Buch daher absolut geeignet.

Bewertung vom 19.07.2020
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1


sehr gut

Schon als ich das erste Mal von dieser Trilogie gehört hatte war mir klar, dass ich sie lesen muss. Umso glücklicher war ich auf Grund meiner Leseflaute, dass ich sie jetzt als Hörbuch hören kann und kann sagen, dass ich Band eins schon einmal wirklich gut fand.

Das Autorenduo Rose Snow hat einen sehr einfachen, locker leichten und gleichzeitig bildlichen Schreibstil, welcher mich zusammen mit dem wunderschönen und geheimnisvollen Setting sofort in seinen Bann gezogen hat. Und auch die Sprecherin des Hörbuches hat einen super guten Job gemacht, wie ich finde.

Schon von der ersten Minute an war ich mitten in der Geschichte angelangt und fühlte mich, als wäre ich mit June zusammen in Cornwall, einer tollen und von den Autorinnen super gut und lebendig beschriebenen Gegend in England. Zudem mochte ich, wie June und Blake, einer ihrer Cousins aufeinander treffen, ihre Chemie und die Neckereien. Von Anfang an spürt man einfach eine Anziehung zwischen den beiden und gleichzeitig, dass irgendetwas nicht mit Blake stimmt. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf, als June auf dem Anwesen ihres Onkels ankommt und gleich danach die ersten merkwürdigen Dinge geschehen, die schon bald Junes Neugier erwecken. Zudem gibt es eine offensichtliche Rivalität zwischen den Zwillingsbrüdern Blake und Preston, die noch weitere Fragen aufwirft. Als June dann ihre Gabe entdeckt, wird es erst richtig spannend und interessant, denn auch diese ist einfach großartig beschrieben und wirft weitere Fragen auf.

Was die Charaktere angeht, so gibt es hier viel Abwechslung, von der aufmüpfigen, neugierigen jungen Frau bis hin zum mürrischen Bad Boy, der immer und überall über sie bestimmen will, ist alles dabei, wobei aber alle Charaktere irgendwie typisch sind für Jugendbücher und nichts großartig Besonderes. Dennoch mag ich gerade die selbstbewusste Protagonistin June echt gern und freue mich auf weitere Abenteuer mit ihr.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich diese spannende Urban Fantasy Geschichte wirklich mag und auf jeden Fall gespannt bin, wie es mit June, Blake und Preston weiter geht, auch wenn klar ist, wer wohl hier die große Liebe erleben wird. Aber es bleiben ja zum Glück noch viele Fragen offen, auf deren Antworten ich sehr neugierig bin.

Bewertung vom 18.07.2020
Wie die Ruhe vor dem Sturm / Chances Bd.1
Cherry, Brittainy C.

Wie die Ruhe vor dem Sturm / Chances Bd.1


sehr gut

Da ich die Bücher von Brittainy C. Cherry einfach nur liebe, war klar, dass ich auch dieses Buch so schnell wie möglich lesen, beziehungsweise als Hörbuch hören musste. Umso glücklicher war ich, dass dieses auf Bookbeat zur Verfügung stand. Und was soll ich sagen? Auch dieses Buch war wieder großartig, wenn auch nicht das Beste der Autorin.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich bei New Adult und Liebesgeschichten zur Zeit so meine Probleme mit den Anfängen habe. So auch hier. Obwohl die Autorin mich mit ihrem wundervollen, poetischen Schreibstil gleich packen konnte, so konnte es die Geschichte nicht ganz.

Am Anfang geht es nämlich noch um die Vergangenheit, darum, wie sich Eleanor und Greyson als Jugendliche kennenlernen und wie sie sich später wieder aus den Augen verlieren. Dieser Teil des Romans war zwar, wie auch schon von allen anderen Geschichten der Autorin gewohnt, wieder sehr emotional, ergreifend und auch romantisch, konnte mich aber dennoch nicht zu einhundert Prozent in seinen Bann ziehen. Allerdings schiebe ich das der Tatsache zu, dass es mir zunehmend schwerer fällt, mich in die Beziehungen so junger Menschen hineinzufühlen.

Dafür wurde es mit dem zweiten Teil des Buches wieder genauso, wie ich es mag. Eleanor und Greyson treffen sich nach vielen Jahren wie durch einen Zufall wieder und obwohl sich in beider Leben so vieles verändert hat, gibt es noch immer diese gewisse Anziehung zwischen ihnen. Und genau dieses Prickeln und die ganzen dramatischen und emotionalen Dinge, die geschehen sind, haben mich absolut begeistert, genauso wie die Tatsache, dass dieses Mal auch Kinder eine Rolle spielen und diese wirklich grandios. So sind hier die Abgründe zweier Familien, die nach einem schrecklichen Schicksal zu zerbrechen drohen, ein sehr wichtiges und einnehmendes Thema der gesamten Geschichte. Gleichzeitig versuchen die Protagonisten in all diesem emotionalen Chaos auch noch mit ihren eigenen aber auch gegenseitigen Gefühlen klar zu kommen. Das alles hat mich wieder wahnsinnig berührt.

Auch die Charaktere haben mich wieder begeistert. Vor allem mochte ich Eleanor, das Mädchen, mit dem keiner so richtig was zu tun haben will, die das aber auch so gar nicht interessiert und die dabei auch noch wahnsinnig schlagfertig ist. Dennoch ist sie eine sehr sympathische und loyale Person. Ihre Art fand ich einfach nur bewundernswert und ich habe sie von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen. Und auch Greyson fand ich großartig geschrieben, vielschichtig und charakterstark.

Insgesamt hat die Autorin auch mit diesem Buch wieder eine wunderschöne Liebesgeschichte zu Papier gebracht und ich bin immer wieder begeistert von ihrem schriftstellerischem Talent. Und auch, wenn ich diesem Roman nicht die volle Punktzahl geben kann, so kann ich ihn doch ohne jeden Zweifel weiterempfehlen.

Bewertung vom 16.07.2020
Stolz und Vorurteil
Austen, Jane

Stolz und Vorurteil


ausgezeichnet

Eigentlich müsste jeder die Geschichte rund um Elizabeth Bennet und Mr. Darcy kennen und so wurde es auch für mich endlich Zeit, mir die Geschichte zu Gemüte zu führen, nachdem ich immer ein bisschen Angst vor dem altertümlichen Schreibstil hatte und nun Dank Bookbeat das Hörbuch zur Hilfe nehmen konnte.

Und ja, der Schreibstil ist wirklich altertümlich und sicher nicht für jeden besonders gut zu lesen, aber ich habe mich super schnell daran gewöhnt und konnte und wollte kaum noch aufhören, zu hören, wie es mit den beiden Protagonisten weiter geht, auch wenn ich die Geschichte natürlich durch die Verfilmung schon kannte. Und wenn ich dann das Buch mit den wunderschönen Extras mit zur Hand genommen habe, bekam die Geschichte noch eine Extraportion Würze. Außerdem hat Eva Mattes als Sprecherin einen großartigen Job gemacht und die Geschichte perfekt herüber gebracht.

Überhaupt muss ich sagen, dass ich die Geschichte aus der Feder von Jane Austen, einer der hochgelobtesten und wohl bekanntesten Verfasserinnen von klassischer Literatur des 19. Jahrhunderts, mehr als geliebt habe. Ich mochte nicht nur das Lebensgefühl dieser Zeit, die tolle, stilvolle Sprache und das teils romantische, teils harsche Hin und Her zwischen Elizabeth und Darcy, sondern auch den Humor, die Lebensfreude und dass diese Geschichte im Sumpf der oft nur allzu gleichartigen Geschichten auf dem Buchmarkt, trotz des Alters der Story mal etwas Neues, Erfrischendes und Prickelndes hatte. Dabei braucht man nun einmal keine kitschigen, tränenreichen und vor allem sexualisierte Szenen, wie heutzutage üblich. All diese Natürlichkeit hat mich absolut vom Hocker gerissen und meine Neugier auf weitere Klassiker noch ein ganzes Stück gesteigert.

Auch die Charaktere fand ich großartig, menschlich und vielschichtig geschrieben. Es war eine wahre Wonne, sie bei ihrer Reise zu begleiten und ich kann mit Recht sagen, dass ich sie vermissen werde. Ich liebe Elizabeths Art, ihre Offenheit und ihren Witz und ich liebe Darcy, den griesgrämig erscheinenden jungen Mann voller unnahbarem Stolz, der wohl erste Bad Boy der Literaturgeschichte. Genauso mochte ich die chaotische Familie Bennet bei allem Kopfschütteln und Fremdschämen einfach nur wahnsinnig gern, ebenfalls wie den immer netten und beherrschten Bingley.

Ich kann nur sagen, dass ich dieses Buch einfach nur geliebt habe und ich nun verstehe, warum es so hoch gelobt wird. Zudem weiß ich jetzt, dass wirklich jeder diese Geschichte gelesen haben muss, der romantische Liebesgeschichten ohne unsinnigen Schnörkeln lesen oder hören liebt. Eine absolute Lese- beziehungsweise Hörempfehlung.

Bewertung vom 15.07.2020
Kurt
Kuttner, Sarah

Kurt


ausgezeichnet

Ich muss zugeben, dass dieses Buch nicht meine erste Wahl meiner neusten Lektüre war. Allerdings haben mich die Kürze der Geschichte, sowie die vielen positiven Meinungen dazu gebracht, nun endlich dieses Buch zur Hand zu nehmen und nebenbei über Bookbeat zu hören.

Mit einem schlichten, umgangssprachlichen, aber emotional auffällig neutralen Schreibstil erzählt Sarah Kuttner hier eine Geschichte, die auf mich wahnsinnig realistisch wirkte. Dabei liest sie auch selbst das dazugehörige Hörbuch, welches sie mit einer zwar gewöhnungsbedürftigen Stimme, aber mit viel Engagement gesprochen hat.

Die Geschichte rund um Lena und die beiden Kurts beginnt relativ ruhig und unaufgeregt, aber dafür sehr menschlich. Man lernt alle Beteiligten kennen, ihr Verhältnis zueinander und wie sie miteinander umgehen. Und dann, etwas nach einem Drittel des Buches kommt der große Knall, ein Knall, der zwar nicht wirklich knallt und recht emotionslos beschrieben wurde, aber dessen Tragik in der Stille, die danach folgt, mehr als genug unterstrichen wird. Dies alles hat die Autorin wahnsinnig realistisch und nachvollziehbar auf Papier gebracht. Überhaupt trägt für mich gerade diese Stille und das Gefühl des Alltäglichen, des Menschlichen, diese Geschichte. Sie braucht nicht viele unnütze Worte, keine Gefühlsduselei, keine Mitleid erhaschenden Phrasen, sondern lebt von den Emotionen zwischen den Zeilen.

Und auch die Charaktere fand ich wunderbar menschlich und realistisch beschrieben. Lena ist eine Außenstehende, nicht die Mutter und doch keine Fremde. Genau wie alle anderen, trauert auch sie, versucht aber gleichzeitig, für den großen Kurt da zu sein. Sie hat einen denkbar schweren Job und ist dennoch auf ihre irgendwie verschrobene Weise eine tolle und nachvollziehbar geschriebene Figur. Neben ihr gehen die anderen Charaktere, außer dem kleinen Kurt, ein bisschen unter. Da hier aber gerade das Verhältnis zwischen ihr und ihrem „Stiefsohn“ im Mittelpunkt steht, störte mich das gar nicht.

Alles in allem finde ich diese Geschichte absolut gelungen und vor allem sehr realitätsnah geschrieben, ohne aber auf die Tränendrüse zu drücken. Der eine oder andere mag vielleicht Probleme mit dieser Distanz haben, doch ich fand sie genau richtig, um nicht an der traurigen Geschichte zu verzweifeln.