Oberwasser / Kommissar Jennerwein Bd.4 - Maurer, Jörg
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Jörg Maurer 

Oberwasser / Kommissar Jennerwein Bd.4

Alpenkrimi. Originalausgabe

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Oberwasser / Kommissar Jennerwein Bd.4

Wer drunten schwimmt, ist länger tot: Kommissar Jennerweins vierter Fall.

Nachts in einem idyllischen alpenländischen Kurort: Dunkle Gestalten schleppen eine leblose Person zur Höllentalklamm. Kommissar Jennerwein erhält einen heiklen Auftrag. Er muss einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, aber niemand darf wissen, dass er nach ihm sucht. Während er mit seinem bewährten Team offiziell einem Wilderer nachstellt, forscht er in Gumpen und Schluchten nach dem Vermissten. Derweil erzählen die Einheimischen düstere Legenden von Flößern, die einst das Wildwasser in eine Höhle sog, ein neugieriger Numismatiker entdeckt kryptische Zeichen auf einer alten Goldmünze, und ein Scharfschütze lauert am Bergbach. Kommissar Jennerwein gerät beinahe ins Strudeln ...


Produktinformation

  • Verlag: (Fischer (Tb.), Frankfurt)
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 395 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 395
  • Fischer Taschenbücher Bd.18895
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 128mm x 33mm
  • Gewicht: 343g
  • ISBN-13: 9783596188956
  • ISBN-10: 3596188954
  • Best.Nr.: 33372830
Jörg Maurer stammt aus Garmisch-Partenkirchen. Er studierte Germanistik, Anglistik, Theaterwissenschaften und Philosophie und ist Krimiautor und Musikkabarettist. Eine feste Größe in der süddeutschen Kabarettszene, leitete er jahrelang ein Theater in München und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kabarettpreis der Stadt München (2005) und dem Agatha-Christie-Krimi-Preis (2005 und 2006). Sein Krimi-Kabarettprogramm ist Kult.

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Kundenbewertungen zu "Oberwasser / Kommissar Jennerwein Bd.4" von "Jörg Maurer"

20 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.7 von 5 Sterne bei 20 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von R.E.R. am 29.04.2012 ***** gut
Zwei verschwundene BKA Beamten die in geheimer Mission das organisierte Verbrechen in Garmisch-Partenkirchen bekämpfen sollten. Ein Wilderer der auf offener Alm einen rechtschaffenen Jagdinspektor erschießt. Ein Abiturient, der von seiner Reise nach Marokko eine Münze mitbringt, für die sich auch gefährliche Personen interessieren. Ein unterirdisches Versteck, das ein seit Jahrhunderten währendes Geheimnis birgt. Jörg Maurer zieht in seinem neuesten Alpenkrimi “Oberwasser” wieder sämtliche Register um den Leser zu unterhalten aber auch gründlich in die Irre zu führen. Zumindest am Anfang.

Kommissar Jennerwein ermittelt mit seinem bewährten Team bereits zum vierten Mal in der voralpenländischen Idylle. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum er und seine Mannschaft den heiklen und, absolut geheimen, Auftrag bekommen die zwei entführten BKA Beamten zu finden. Um ungestört vor Ort ermitteln zu können muss allerdings erst einmal ein Grund vorliegen. Den schaffen sich die findigen Ermittler kurzerhand selber und gehen bald auf doppelte Verbrecherjagd: eine echte und eine fingierte.

Jörg Maurer Krimis sind wie ulkige Lustspiele. Einfach, heiter, possenhaft und voller Witz. Mir persönlich ging die Gaudi diesmal zu weit, weil die Spannung darunter litt. Unter den vielen Handlungssträngen, Figuren und Nebenschauplätzen muss man sich mühsam den Weg des eigentlichen Verbrechens suchen. Das stört den Lesefluss und ermüdet. Maurer springt aus der Erzählperspektive in den direkten Dialog mit dem Leser. Setzt wie Theaterdialoge inszenierte Kurzkapitel und auch gerne schematische Schaubilder ein. Bei soviel Chaos hatte ich Mühe den roten Faden im Blick zu behalten. Allerdings mündet am Ende alles in einen spektakulären Showdown, der wirklich sehr dramatisch ist. Auch alle offenen Fragen werden geklärt. Durchhalten lohnt sich also.

Aber nur wenn man Lust hat, sich durch die Beschreibung diverser bajuwarischer Eigenheiten, Sitten und Gebräuche, kulinarischer Spezialitäten, regionaler Besonderheiten, geschichtliche Exkurse und sonstige Abwege zu lesen. Sonst sollte man von diesem Krimi, bzw. generell von dieser Reihe, eher die Finger lassen.

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Bewertung von seemann am 01.04.2012 ***** sehr gut
Jennerwein und sein Ermittlungsteam machen sich bei ihrem neuesten Fall auf die Suche nach zwei verschwundenen BKA-Agenten, die in geheimer Mission unterwegs waren. Dabei müssen sie möglichst unauffällig bleiben um die laufenden Ermittlungen nicht zu stören. Unter einem Vorwand ermitteln sie verdeckt nach den beiden. Zunächst tappen sie im Dunkeln und laufen falschen Fährten hinterher, doch ausgerechnet alte kriminelle Bekannte liefern den entscheidenen Hinweis, der sie weiterbringt. Aber nicht nur Jennerwein verfolgt die Verbrecher, sondern auch diverse außenstehende Personen kommen ihnen versehentlich auf die Spur - einfach herrlich.
Hat man die diveren Erzählstränge erst einmal voreinandergebracht, eröffnet sich dem Leser ein spannender Krimi, der viele niveauvolle Pointen und Anspielungen aufweist. Ein wirklich gelungener Roman.

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Bewertung von Sternenstaubfee aus Ostfriesland am 31.03.2012 ***** sehr gut
Kommissar Hubertus Jennerwein hat einen neuen Fall: Gemeinsam mit seinem Team sucht er zwei verschwundene BKA-Ermittler. Da niemand von diesem Fall erfahren darf, muss ein Alibi-Fall her. Zum Schein jagen die Kommissare einen Wilderer.
* Meine Meinung *
Dieses Buch hat mich wunderbar unterhalten können. Es war spannend und humorvoll und voller Lokalkolorit, was ich sehr mag. Jennerwein und seine Truppe sind allesamt tolle Charaktere, die immer wieder für Erheiterung sorgen.
Sehr gut gefällt mir, dass es viele verschiedene Handlungsstränge gibt, die zunächst scheinbar gar nicht miteinander harmonieren, die aber im Laufe der Geschiichte dann aber doch zusammengeführt werden. So bleibt die Neugier auf den Fortgang der Geschichte und die Spannung immer da.
Fazit: Ein tolles Buch, das vier Sterne von mir bekommt!

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Johanna aus Münster am 09.04.2012
    Unbedingt mit Band 1 starten.. ich hab mich so gefreut, dass Ursel und Ignaz im Bd 4 wieder mit von der Partie sind... die Jennerwein-Bücher sind auf jedenfall besser zu verstehen, wenn man sie in …mehr
     (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von babblebird am 30.03.2012 ***** sehr gut
„Wer drunten schwimmt, ist länger tot: Kommissar Jennerweins vierter Fall
Nachts in einem idyllischen alpenländischen Kurort: Dunkle Gestalten schleppen eine leblose Person zur Höllentalklamm. Kommissar Jennerwein erhält einen heiklen Auftrag. Er muss einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, aber niemand darf wissen, dass er nach ihm sucht. Während er mit seinem bewährten Team offiziell einem Wilderer nachstellt, forscht er in Gumpen und Schluchten nach dem Vermissten. Derweil erzählen die Einheimischen düstere Legenden von Flößern, die einst das Wildwasser in eine Höhle sog, ein neugieriger Numismatiker entdeckt kryptische Zeichen auf einer alten Goldmünze, und ein Scharfschütze lauert am Bergbach. Kommissar Jennerwein gerät beinahe ins Strudel.“

Vorab: Wer hier einen gewöhnlichen Krimi erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Wer sich auf ein skurriles, aberwitziges und manchmal auch überspitztes Abenteuer einlassen will, ist bei Jörg Maurer genau richtig.

Oberwasser war mein erster Alpenkrimi von Jörg Maurer und ich wusste nicht so recht, was mich erwartet. Das erste Kapitel überraschte mich bereits und stimmte mich freudig auf den Rest. Jörg Maurers Humor und Schreibstil hat mich ab der ersten Seite überzeugt. Zugegeben, ich hatte reichlich Mühe nicht durcheinander zu kommen, denn Jörg Maurer spart nicht an Handlungssträngen und noch weniger an Personen. Auch am Ende erschließt sich mir nicht, warum es manche Charaktere in das Buch geschafft haben und zu meinem Leidwesen werden auch nicht alle Handlungsstränge aufgeklärt.
Zudem war mir das Team um Jennewein völlig fremd, aber dafür umso sympathischer. Ob ich mit den Charakteren schneller zurecht gekommen wäre, wenn ich die vorherigen Bände gelesen hätte, kann ich nicht beurteilen, aber es überkam mich manchmal das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe.
Der skurrile Humor macht aber vieles wett und bringt unglaublichen Spaß beim Lesen. Oberwasser ist zum Glück nicht überladen vom Bayrischen Dialekt, so dass auch Dialekt-Fremde keine Probleme bekommen und verstehen, was da geschrieben steht. Jörg Maurer setzt den Dialekt genau richtig ein um die Geschichte und Personen abzurunden. Dass es dem Ermittler-Team etwas an Farbe und Tiefe fehlt, machte mir bei diesem Krimi überhaupt nichts aus. Was Jörg Maurer am Team gespart hat, findet sich umso mehr in den grandiosen Bewohnern mit ihren Eigenarten, den detaillierten Beschreibungen der Örtlichkeiten und aberwitzigen sowie skurrilen Szenarien, welches dem ganzen die Sahnehaube aufsetzt.

Mein erster Jörg Maurer war wahrlich ein Abenteuer welches sich gelohnt hat. Ich habe nicht selten gelacht, geschmunzelt, gerätselt und Heißhunger auf Leberkässemmel bekommen. Lesefreude par excellence, man muss sich nur drauf einlassen. Dafür gebe ich 4 von 5 Sternen.

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Bewertung von Sarah O. am 30.03.2012 ***** weniger gut
"Oberwasser" ist für mich der erste Alpenkrimi aus Jörg Maurers Jennerwein-Reihe und nein, es hat mir nicht besonders gefallen. Das kann zum einen daran liegen, dass ich die drei Vorgänger "Föhnlage" , "Hochsaison" und "Niedertracht" nicht gelesen habe, zum anderen aber auch daran, dass die Handlung fürchterlich wirr und vieles überflüssig war. Aber erst einmal zum Inhalt: Im alpenländischen Kurort mit Bindestrich verschwinden zwei verdeckt arbeitende BKA-Ermittler. Um jedoch in der Bevölkerung keinen Verdacht zu erwecken, dass das BKA dort kriminellen Machenschaften im großen Stil auf der Spur ist, erfinden Kommissar Jennerwein und sein Team kurzerhand einen Ersatzfall und inszenieren öffentlichkeitswirksam den Mord eines Wilderers an einem Oberforstrat. Unter dem Vorwand, das Versteck des flüchtigen Wilderers zu suchen, macht sich das Team in Wirklichkeit auf die Suche nach den verschwundenen Undercover-Ermittlern. Währenddessen findet ein Abiturient im Marokko-Urlaub eine alte deutsche Münze mit rätselhafter Gravur, ein von Strudeln begeisterter Kajakfahrer treibt sich in den Gewässern rum, ein gefoltertes Entführungsopfer schreibt in einer dunklen Höhle Tagebuch und das Bestatterehepaar Grasegger, kriminell durch und durch, kehrt mitsamt Bewährungsauflagen in den Kurort zurück...

Meine Probleme mir dem Buch sind recht einfach zusammenzufassen: Zu viele Handlungsstränge, zu viele Personenn, wenig Tiefe bei den Charakteren, keine schlüssige Ermittlungsarbeit, die der Bezeichnung Krimi gerecht werden könnte und ein Humor, der bei mir oft nicht funktionierte, da er übertrieben und oft schon zu albern war um noch intelligent zu sein.

Leider nicht überzeugend. Den Rest der Reihe werde ich wohl nie lesen.

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Bewertung von I_love_books am 30.03.2012 ***** sehr gut
Oberwasser ist bereits der vierte Fall von Kommissar Jennerwein und doch hatte ich bisher keine Ahnung von dessen literarischer Existenz. Ich bin also ein absoluter Alpenkrimi-Frischling.
Normaler Weise bin ich kein großer Fan von kabarettistischen Texten und deshalb war ich anfangs recht skeptisch, ob das Buch von Jörg Maurer wohl zuviel Wortwitz für meinen Geschmack beinhaltet. Aber Grundlegend ist es ja ein Krimi, also muss es ja auch etwas für mich sein.
Zum Inhalt:
Im tiefen Bayern gibt es mehr als nur Weißwurschteln, Brezen und Leberkäs’… Die Kurort-Idylle trügt, denn die Mafia treibt dort seit langem ihr Unwesen und während das BKA vor Ort ermittelt, verschwindet einer ihrer Beamten spurlos. Kommissar Jennerwein und sein Team werden mit der Suche beauftragt – jedoch müssen sie undercover agieren und ihre Anwesenheit durch ein fiktives Verbrechen begründen. Die Ermittler saugen sich eine irrwitzige Story über einen Wilderer und einen Mord aus den Fingern und los geht’s mit dem Alpenkrimi.
Mein Fazit:
“Oberwasser” ist ein witziger Krimi, der durchaus Lust macht, noch mehr bayrischen Ermittlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu lunzen. Die Handlung besteht aus mehreren Handlungssträngen und noch mehr Personen. Die Namenvielfalt hat mich irgendwie ein bisschen erdrückt. Gern hätte ich noch mehr Details über die tatsächlichen Geschehnisse in der Höllentalklamm (Folter & Halluzinationen) gehabt. Zum Schluss muss ich gestehen, dass mich der kleine Bayrische Exkurs – mit den vielen bayrischen Wörtern und Redewendungen, wie z. B. “I muass aufs Heisl” – sehr amüsiert hat. Während des Lesens ist mir außerdem bewusst geworden, dass der Autor einen gewissen Faible dafür hat, eigene Wörter & Redewendungen zu kreieren. Die Passage “Ein homöopathisches Nicken der Nickstärke D20″ ist mir z. B. sehr in Erinnerung geblieben.

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Bewertung von Caro1893 aus Stuttgart am 29.03.2012 ***** sehr gut
Ich bin wirklich positiv überrascht von "Oberwasser". Ich hatte bevor ich begonnen habe zu lesen, nämlich die Befürchtung, dass es evtl. ein bisschen zu skurril für mich sein und mein Humorzentrum ein bisschen verfehlen könnte. Je länger ich aber gelesen habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass das nicht der Fall ist.

Natürlich hat Jörg Maurer einen speziellen Humor und auch einen speziellen Schreibstil, an den ich mich erst einmal ein bisschen gewöhnen musste, aber blöd fand ich ihn nicht und gestört hat er mich auch nicht. Ich konnte zwar nicht bei allem Lachen, finde aber schon dass Maurer einen sehr schönen, gut zu lesenden und vorallem sehr interessanten Schreibstil hat. Wobei "interessant" hier nicht negativ gemeint ist. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, hatte ich richtig Spaß daran in diesen Schreibstil einzutauchen. Er hat mir wirklich gut gefallen. Ein weitere Pluspunkt seines Schreibstils ist die Tatsache, dass er die Protagonisten so sprechen lässt und die Umgebung so beschreibt, dass ich als Leser mich tatsächlich so gefühlt habe als wäre ich in Bayern. Auch die Namensbezeichnungen der einzelnen Personen sind zunächst gewöhnungsbedürftig, da Maurer immer erst mit den Nachnamen (z.B. Mühlriedl, Rudi) anfängt, aber nach einer Weile scheint auch das normal und das Buch wird dadurch immer authentischer.

Der Kriminalfall der sich immer weiter und spannender entwickelt war auch klasse. Ich war richtig gefesselt an das Buch und das bin ich von Regionalkrimis gar nicht unbedingt gewöhnt. Nimmt man zum Beispiel die Kluftingerreihe so steht hier doch eher der Kommissar im Vordergrund und lässt einen eher schmunzeln als vor Spannung an den Nägeln knabbern. Hier war das aber ganz anders. Ich wollte unbedingt weiterlesen um zu erfahren, wie denn jetzt die Finte funktioniert und ob es Jennerwein wohl schaffen wird seinen eigentlichen Fall zu lösen.

Die Personen sind zwar zum Teil auch etwas skurril und komisch und manche mochte ich auch nicht wirklich. Ich finde aber trotzdem oder auch gerade deswegen hat es Maurer geschafft Charaktere zu schaffen, die in Erinnerung bleiben. Die gerade aufgrund ihrer skurrilen Art Eindruck machen und nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Über den ein oder anderen musste ich auch mal meinen Kopf schütteln, aber ich glaube nicht, dass er Autor Figuren wollte, die von allen gemocht werden. Ich glaube viel mehr, dass er kontroverse Charaktere schaffen wollte, die auch mal anecken. Hier denke ich vorallem an das Ehepaar Grasegger, dass mir stellenweise doch ein bisschen auf die Nerven ging.

Das Ende hält dann auch noch die ein oder andere Überraschung parat, auch wenn ich finde, dass alles zum Schluss ein bisschen schnell aufgeklärt wurde. Vielleicht ist das auch nur die Enttäuschung darüber, dass das Buch vorbei ist. Aber ich hätte aufgrund des Verlaufs irgendwie ein spektakuläreres Ende, eine überraschendere Auflösung erwartet. Trotzdem bin ich doch alles in Allem zufrieden damit und das ist schon auch ok so. Dick aufgetragene Action hätte auch nicht wirklich in das Buch gepasst, und so muss ich dann auch nach längerem Nachdenken feststellen, dass das Ende ganz passend ist. Es lässt zudem noch ein paar Spekulationen für die nächsten Bände offen, vorallem was das Privatleben der Ermittler angeht.

Zum Schluss, nachdem die Geschichte zu Ende ist, werden noch einige Details zur Geschichte auf die gewohnt humorvolle Art erklärt! Vorallem den Plan auf dem er die ganzen Liebesbeziehungen im Dorf aufzeichnet finde ich herrlich!

Nach der Lektüre von "Oberwasser" habe ich richtig Lust bekommen, die anderen Bücher von Jörg Maurer ebenfalls zu lesen. Vorallem, da mir das ermittelende

Fazit:
Humorvoller, ein bisschen schräger Alpenkrimi, der einiges an Spannung zu bieten hat und besonders mit der tollen und besonderen Sprache des Autors und einem sympathischen Ermittlerteam punkten kann.

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Bewertung von lesenundmehr.wordpress.com aus Gelsenkirchen am 28.03.2012 ***** sehr gut
Irgendwie suggerierte mir schon das Cover, dass dies kein bierernster Krimi werden würde….

Der Einstieg fiel aber nicht ganz so leicht wie erhofft, weil viele parallele Handlungsstränge eröffnet wurden. Außerdem hatte ich damit zu tun, dass ich mir die viele Personen merken musste, die in dieser Geschichte eine Rolle spielten. Ich kannte auch das „Jennerwein-Team“ vorher noch nicht, da es mein erster Roman von J. Maurer war. Daher hatte mein Kopf jede Menge Arbeit zu leisten.
Die Geschichte gefiel mir allerdings von Anfang an gut, allem voran der etwas skurrile, spitzfindige Wortwitz des Autors. Hierzu zählen die eingeschobenen Theaterszenen ebenso wie z.B. die „Bräuche-App“. Außerdem sind manche Personen nicht so dumm, wie man glauben soll. Mehr möchte ich allerdings nicht verraten.

Jeder Abschnitt für sich ist spannend, interessant, amüsant oder alles zugleich. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Geschichte irgendwann langatmig wurde. Hierzu trug auch die gute Beschreibung von Land und Leuten bei. Die Einstreuungen bayrischer Sprache verliehen dem Roman zudem einen gewissen Charme, wobei die Wortwahl gut dosiert und durchaus „Preußen-tauglich“ war.
Nach und nach wurden die Handlungsstränge miteinander verzahnt. Das geschah gekonnt und schlüssig.

Leider blieben zum Schluss einige Fragen unbeantwortet. Das fand ich einerseits sehr schade, da ich gerne Antworten gehabt hätte. Auf der anderen Seite bietet das evtl. Potential für einen weiteren Fall.

„Oberwasser“ ist ein Roman, der von seinem Ideenreichtum und seinem illustren Figurenmix lebt. Er ist witzig, spritzig, unterhaltsam, spannend und lehrreich zugleich. Und mir ist immer ganz wichtig: man muss die Vorgänger-Bücher nicht gelesen haben, um dieses Buch verstehen und genießen zu können.

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Bewertung von mithrandir am 27.03.2012 ***** sehr gut
Ein neuer Fall für Kommissar Jennerwein: Ein BKA-Ermittler ist verschwunden. Sein Vorgesetzter setzt Jennerwein und seine Truppe darauf an. Um die laufenden Ermittlungen des BKA nicht zu gefährden, muss ein Alibi-Fall konstruiert werden um das Erscheinen der Polizistengruppe zu erklären und zu verschleiern: Ein Wilderer muss her. Dieser "erschießt" vor breitem Publikum einen Mann und setzt sich dann ab. Herhalten für den Wilderer muss der Ehemann einer Teamkollegin, der als Bayer im Austauschprogramm in Westfalen gelandet ist. Der Plan geht auf und der Wilderer ist nunmehr Thema Nr. 1 im Dorf. Die Truppe beginnt zu ermitteln.
In weiteren Erzählsträngen macht der Leser Bekanntschaft mit einem Kanubesessenen Manager, einem hyperintelligenten Ex-Abiturienten in medienloser Daseinserfahrung, der unter die Numismatiker gegangen ist, dem Opfer, den Tätern und alten Bekannten aus dem ehemaligen Bestattungsgewerbe.
Ist die Vielzahl der skurillen Handlungsstränge zunächst verwirrend, zeigt sich im Laufe der Geschichte jedoch die Genialität des Autors, indem er die einzelnen Fäden gekonnt miteinander verwebt. Trotz der wunderbaren Komik, derer sich der Autor sich des öfteren bedient, ist "Oberwasser" aber dennoch ein spannender Kriminalroman, der den Leser gekonnt am Lesestoff festhält. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Jörg Maurer.

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Bewertung von Tinka95 aus München am 27.03.2012 ***** sehr gut
Ganz nach dem Motto „ Sterben, wo andere Urlaub machen“ schreibt Jörg Maurer über Provinzkommissare in der Nähe von Garmischparten-Kirchen. In seinem neusten Alpenkrimi „Oberwasser“ geht es um das Kriminalteam IV von Kommissar Jennerwein, die vom BKA den Auftrag bekommen haben zwei entführte Ermittler zu finden, möglichst lebendig natürlich. Um die eigentlichen Ermittlungen des BKA nicht zu stören, müssen die Kommissare verdeckt arbeiten. Den urbayrischen Einwohnern des Kurorts machen sie weiß, einen gefährlichen Wilderer zu suchen. Neben dieser Haupthandlung wird auch die Geschichte eines Managers, eines Liebespaares, eines Schülers und eines ehemaligen Bestatterehepaares erzählt, deren Handlungen alle mit dem Fall zu tun haben scheinen. Alle haben ein Ziel: Der Höllentalklamm.
Mit viel Witz und bayrischem Charme schreibt Jörg Maurer über witzige Personen, bayrischem Essen und Traditionen aus Oberbayern. Besonders die Dialoge zwischen den misstrauischen Einwohnern sind urkomisch und mit Wortwitzen wie „Der Mond hing über der Alpspitze wie ein frisch geschmiertes, ganz leicht angebissenes Schmalzbrot“ haut er den Leser vom Sessel.
Nachdem man die Zusammenhänge zwischen den Personen drin hat, lässt sich das Buch locker flockig lesen und macht Lust auf mehr Alpenkomik.

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