Spiegelkind / Spiegelkind Bd.1 - Bronsky, Alina

Alina Bronsky 

Spiegelkind / Spiegelkind Bd.1

Gebundenes Buch
 
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Spiegelkind / Spiegelkind Bd.1

Im Leben der 15jährigen Juli ist alles geregelt. Auffallen ist gefährlich, wer der Norm nicht entspricht, wird verfolgt. Doch dann verschwindet Julis Mutter plötzlich spurlos und der Vater zittert vor Angst. Nach und nach kommt Juli hinter das Geheimnis ihrer Familie: Ihre Mutter ist eine der wenigen Pheen, die wegen ihrer besonderen Fähigkeiten in der Gesellschaft der totalen Normalität gefürchtet und verachtet werden. Gehört auch Juli bald zu den Ausgestoßenen? Zusammen mit ihrer neuen Freundin Ksü und deren Bruder Ivan macht sie sich auf eine gefährliche Suche - nach der verschwundenen Mutter, der verbotenen Welt der Pheen und der Wahrheit über sich selbst.


Produktinformation

  • Verlag: (Arena)
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 301 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Altersempfehlung: ab 11 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 160mm x 38mm
  • Gewicht: 650g
  • ISBN-13: 9783401067988
  • ISBN-10: 3401067982
  • Best.Nr.: 34570563

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die Lektüre von Alina Bronskys zweitem Roman "Spiegelkind" kann Rezensent Tilman Spreckelsen nicht nur Jugendlichen empfehlen. Auch erwachsene Leser werden schnell in den Bann dieser in jeder Hinsicht fantastischen Geschichte gezogen, versichert der Kritiker. Er begleitet hier die fünfzehnjährige Juliane, die sich nach dem Verschwinden ihrer geheimnisvollen Mutter auch schmerzlich von ihrem Vater lösen muss, nicht nur in eine Gegenwelt gemalter Bilder, sondern erlebt voller Faszination auch ihre Existenz zwischen Leben und Tod. Der Rezensent lobt dabei insbesondere Bronskys Vermögen, jegliche Erwartungen und Klischees zu durchbrechen, und verfolgt mit großem Interesse die differenzierte Entwicklung ihrer Figuren. Nach diesem "furiosen Auftakt" erwartet Spreckelsen gespannt die Fortsetzung der geplanten Trilogie.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.01.2012

Hinter der Leinwand geht es weiter
Das Tier in ihr: Alina Bronsky wandert in "Spiegelkind" von Bild zu Bild, ohne sich zu verlieren

Als Alina Bronskys Debüt "Scherbenpark" 2009 für den Jugendliteraturpreis nominiert wurde, obwohl der Roman bis dahin als ein Buch für Erwachsene verbreitet worden war, nährte diese Entscheidung eine Diskussion, die längst noch nicht an ihr Ende gekommen ist. Denn seit dreißigjährige Leser "Harry Potter" und Stephenie Meyers Vampirromane für sich entdeckt haben, seit Verlage mit dem Label "All Age" auf Kunden diesseits und jenseits der 18 zielen, ist die früher wenigstens im Handel hochgehaltene Grenze zwischen den Büchern für Jugendliche und denen für Erwachsene gefallen.

Das könnte man ignorieren, sofern man sich nicht für Verkaufsstrategien interessiert. Allerdings fragt sich, ob mit dieser Nivellierung nicht auch eine ästhetische Dimension verbunden ist. Sind Erwachsene, die sich der "Twilight"-Serie in die Arme werfen, mit Thomas Mann überhaupt noch zu erreichen? Waren sie es je? Und sind Bücher, die wie "Scherbenpark" oder zuletzt Wolfgang Herrndorfs "Tschick" mit großer Souveränität die …

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Alina Bronsky, geb. 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt in Frankfurt und telefoniert bis heute fast täglich mit ihren Großeltern in Sibirien

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Kundenbewertungen zu "Spiegelkind / Spiegelkind Bd.1" von "Alina Bronsky"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 07.05.2012 ***** sehr gut
Alle Achtung!! So schnell hatte meine lesefaule Tochter noch niiie ein Buch gelesen. Sie war ganz begeistert!

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Bewertung von Literella.blog.de am 23.02.2012 ***** sehr gut
Inhalt:
In der Welt in der Juli lebt gilt es als oberste Regel "normal" zu sein, mit dem Strom zu schwimmen. Wer dieser Regel nicht entspricht wird verfolgt und geächtet.
Doch dann verschwindet plötzlich Julis Mutter, ihr Vater tut so als wäre nichts passiert und hat scheinbar große Angst. Juli erfährt, dass ihre Mutter eine Phee ist, deren besondere Fähigkeiten selbstverständlich nicht der Norm entsprechen. Dies macht sie zu besonders gefährdeten Wesen.
Gemeinsam mit einer neuen Freundin macht sich Juli auf die Suche nach ihrer Mutter und gerät dabei selbst immer mehr in den Blickpunkt der Ermittler.

Meine Meinung:
Mir fällt es ausnahmsweise schwer das Genre des Buches zu bestimmen. Ist es ein fantastischer Roman mit dystopischen Elementen oder eine Dystopie mit fantastischen Zügen? Aber eigentlich ist es auch egal, denn die Hauptsache ist ja, dass es eine Geschichte schafft ihre Leser zu fesseln, zu überraschen und zu begeistern und genau das hat das Buch (zumindest bei mir) geschafft.
Die Grundproblematik einer jeden Dystopie wird durch fantastische Elemente aufgelockert und mit einer extra Portion Spannung versorgt. Was hat es mit den Pheen auf sich? Was sind sie? Was können sie? Und das Wichtigste: Was wollen sie? Diese Fragen sind in der Handlung relativ zentral. Die Autorin schafft es dem Leser Stückchen für Stückchen zu reichen, um das Puzzle zu vervollständigen. Man hat also nicht die ganze Zeit das Gefühl, dass man um die Lösung der Probleme kreist und nicht vorankommt, was ja leider bei vielen Büchern der Fall ist.
Juli, die Ich-Erzählerin und Hauptperson der Geschichte, ist ein sehr interessanter und facettenreicher Charakter. Einerseits bemüht die Fassade der Normalität aufrecht zu erhalten, andererseits doch schon längst nicht mehr in die enge Welt des "nicht Auffallens" passend, kommt ihr Zwiespalt sehr gut rüber und macht sie selbst sehr sympathisch.
Das Tempo in dem die Handlung voranschreitet ist genau richtig, sodass beim Lesen keine Langeweile aufkommt, man aber auch nicht das Gefühl bekommt, dass wichtige Informationen irgendwo auf der Strecke geblieben sind.
Etwas schade fand ich, dass die Figur "Ivan" etwas im Hintergrund geblieben ist. Über ihn hätte ich gerne mehr erfahren. Aber ich denke das wird die Autorin im zweiten Teil der Trilogie nachholen.

Fazit:
Ein wirklich lesenswertes, gut geschriebenes Buch, das mit sehr sympathischen Charakteren, einer spannenden, kurzweiligen Handlung und einigen neuen Ideen punktet.

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