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6 Kundenbewertungen

Julie ist schön, beliebt und kann wundervoll singen. Zusammen mit ihrer Band will sie am Schulfest auftreten. Doch wie aus dem Nichts erhält Julie gemeine E-Mails, Beschimpfungen, Drohungen. Dann taucht im Internet ein gefaktes Facebook-Profil auf, das Julie als arrogante Zicke darstellt. Im Nu lästern Klassenkameraden und wildfremde User online über sie. Julie verzweifelt. Wer tut ihr das an? Als sie auch noch die Band verlassen soll und die Drohungen in Gewalt umschlagen, eskaliert die Situation.…mehr

Produktbeschreibung
Julie ist schön, beliebt und kann wundervoll singen. Zusammen mit ihrer Band will sie am Schulfest auftreten. Doch wie aus dem Nichts erhält Julie gemeine E-Mails, Beschimpfungen, Drohungen. Dann taucht im Internet ein gefaktes Facebook-Profil auf, das Julie als arrogante Zicke darstellt. Im Nu lästern Klassenkameraden und wildfremde User online über sie.
Julie verzweifelt. Wer tut ihr das an? Als sie auch noch die Band verlassen soll und die Drohungen in Gewalt umschlagen, eskaliert die Situation.
  • Produktdetails
  • Loewe-Taschenbuch Bd.7706
  • Verlag: Loewe Verlag
  • Seitenzahl: 160
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Erscheinungstermin: 18. März 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 123mm x 17mm
  • Gewicht: 180g
  • ISBN-13: 9783785577066
  • ISBN-10: 3785577060
  • Artikelnr.: 36854091
Autorenporträt
Hammer, Agnes
Agnes Hammer wurde 1970 geboren. Geschrieben hat sie eigentlich schon immer, jedenfalls kann sie sich noch genau an den karierten Block erinnern, auf den sie mit acht Jahren ihre erste Geschichte schrieb. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Philosophie in Köln. Seit 1998 arbeitet sie in Düsseldorf mit sozial benachteiligten Jugendlichen in einem großen Berufsbildungszentrum. Sie ist seit 2005 Anti-Aggressivitäts-Trainerin. Für ihren Roman "Herz, klopf!" wurde sie 2010 mit dem Kranichsteiner Literaturstipendium ausgezeichnet. Darüber hinaus ist sie Preisträgerin des Kurd-Laßwitz-Stipendiums 2011 und Stipendiatin des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 19.03.2013

IM DOPPELPACK
Gefahr
im Netz
Julie führt ein Leben, wie es sich jeder gerne vorstellt: Sie sieht gut aus, sie wohnt im guten Viertel der Stadt, sie hat eine heile Familie, eine beste Freundin, sie ist die Sängerin einer Band und sie ist beliebt. Eigentlich. Doch dann widerfährt Julie, was sich keiner vorstellen will: Sie wird in anonymen Mails beleidigt und beschimpft, ein Facebook-Profil mit anzüglichen Bildern taucht im Netz auf, Feindseligkeiten begegnen ihr überall, auf dem Schulklo, im Klassenzimmer – doch was hat sie bloß getan? Und wer steckt hinter diesen Angriffen? Nach und nach verliert Julie alles, was sie einmal ausgemacht hat.
  Erschreckend realitätsnah erzählt Agnes Hammer, was passiert, wenn Menschen in sozialen Netzwerken Macht über andere gewinnen. Als sei alles erlaubt, fallen Grenzen der Moral. Neid, Rache, Hass brechen sich ungebremst Bahn. Fast alle machen mit, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie stark ein anderes Leben dadurch beschädigt werden kann. Jeder schlägt auf Julie ein – mit Worten im Netz, mit Fäusten auf der Straße. „Ich hatte das nicht kommen sehen. Es war wie in einem dieser Albträume in denen ich mich nicht wehren konnte. Ich bekam keine Luft mehr. Es war, als würde ich gewürgt, obwohl Alina mich nur an den Haaren zog. Sie waren zu dritt und ich war allein. Ich hatte keine Chance.“
  Davon so konsequent zu lesen rüttelt auf und warnt zugleich. Das Thema Cybermobbing geht gerade uns Jugendliche etwas an. Ich blogg dich weg! zeigt zwar Auswege, vor allem aber macht es klar: Es kann jeden jederzeit aus dem Nichts heraus treffen. Dass es nicht so weit kommt, haben auch die Leser in der Hand.
MAGDALENA KNÖDLER , 17 JAHRE
Wie wir alle wissen, übertrifft die Realität die Phantasie bei weitem. Das gilt besonders für ein Thema, dessen Brisanz und Ausmaß gerade in jüngster Zeit offensichtlich wird: Schulen wie Einzelpersonen beklagen eine eklatante Zunahme von Cybermobbing . Jetzt hat die mit dem Kranichsteiner Literaturstipendium ausgezeichnete Autorin Agnes Hammer das Buch zum Problem geschrieben.
  Aus den verschiedenen Perspektiven der Mitwirkenden, Opfer wie Täter, erzählt sie in kurzen Abschnitten wie Zeugenaussagen, was so oder so ähnlich überall stattfinden könnte: wie üble Nachrede im Netz, wie Drohungen und handfeste Gewalt aus Glückskind Julie ein Nervenbündel machen. Die Geschichte will so unübersehbar wie bekennend aufklären, sie benennt Verantwortung, mehr noch, sie fordert sie ein: Macht nicht mit!, Holt euch Hilfe!, Fühlt euch zuständig!, sind nur einige der impliziten Ansagen an die Leser, schließlich sind die sozialen Netzwerke gerade deren Spielwiesen.
  Welche Gefahren sie bergen, ist bekannt, Mobbing ist nur eine, Selbstinszenierung, Selbstüberschätzung, Selbstbetrug, das Spiel mit der Wirklichkeit einige andere. Hauptfigur Julie muss sich folgerichtig nicht nur mit Scham, Verunsicherung, Ohnmacht auseinandersetzen, sondern genauso mit der Frage, ob sie tatsächlich so arrogant ist, wie ihr vorgeworfen wird. Außenseiterin Lisa, Tochter einer alleinerziehenden Alkoholikerin, greift ein, als es fast zu spät ist, Band-Gitarrist Sebastian bekennt sich endlich zu seinen Gefühlen, und natürlich bleibt spannend, wer der Täter ist. Stück für Stück setzt sich ein Bild zusammen, das vielleicht keiner (wahr)haben will, das aber angeschaut werden sollte.
  Ob die Betroffenen sich je wieder erholen werden, bleibt so offen wie das Ende eines Buches, das in seiner offenkundigen Intention zwar wenig literarisch ist, aber als Fallbeispiel wichtig.
CHRISTINE KNÖDLER
Agnes Hammer: Ich blogg dich weg! Loewe TB 2013, 160 Seiten, 5,95 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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