Der Schneegänger / Sanela Beara Bd.2 (MP3-CD) - Herrmann, Elisabeth

8,95
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
4 °P sammeln

    MP3 Audio CD

5 Kundenbewertungen

SALE AWAY... Der große Hörbuch-Frühling
Vier Jahre sind seit dem Verschwinden des kleinen Darijo vergangen. Damals forderten die Erpresser eine Million Lösegeld. Doch die Familie des Jungen ist arm. Sollte eigentlich der Sohn des Multimillionärs Reinartz entführt werden? Als im kältesten Winter seit Jahrzehnten das Skelett des Jungen entdeckt wird, muss die junge Polizistin Sanela Beara dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Die Begegnung mit dem gutaussehenden Biologen löst nicht nur Gefühle, sondern auch Zweifel in ihr aus. War es wirklich eine Entführung? Alle Beteiligten…mehr

Produktbeschreibung
SALE AWAY... Der große Hörbuch-Frühling

Vier Jahre sind seit dem Verschwinden des kleinen Darijo vergangen. Damals forderten die Erpresser eine Million Lösegeld. Doch die Familie des Jungen ist arm. Sollte eigentlich der Sohn des Multimillionärs Reinartz entführt werden? Als im kältesten Winter seit Jahrzehnten das Skelett des Jungen entdeckt wird, muss die junge Polizistin Sanela Beara dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Die Begegnung mit dem gutaussehenden Biologen löst nicht nur Gefühle, sondern auch Zweifel in ihr aus. War es wirklich eine Entführung? Alle Beteiligten verschanzen sich hinter einer Mauer des Schweigens. Für Sanela Beara gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Als verdeckte Ermittlerin nimmt sie die Rolle des Hausmädchens in der schwerreichen Familie Reinartz ein - denselben Platz, den auch Darijos Mutter Lida einst innehatte ...

Gelesen von Eva Mattes.

(1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 8h 5)
  • Produktdetails
  • Verlag: Dhv Der Hörverlag
  • Anzahl: 1 MP3 Audio CD
  • Gesamtlaufzeit: 485 Min.
  • Erscheinungstermin: 14. April 2017
  • ISBN-13: 9783844525359
  • Artikelnr.: 47037870
Autorenporträt
Herrmann, Elisabeth
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Mattes, Eva
Eva Mattes, 1954 in Tegernsee geboren, hatte schon mit zwölf Jahren erste Auftritte im Film und am Theater. Große Filmrollen erhielt sie 1970 in Michael Verhoevens Anti-Vietnamfilm "o.k." und 1971 in Reinhard Hauffs "Mathias Kneissl". Für beide Filme wurde sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet, machte damit Rainer Werner Fassbinder auf sich aufmerksam und erspielte sich unter seiner Regie ihren Ruf als eine der profiliertesten Darstellerinnen des jungen deutschen Films. Aber sie blieb dem Theater treu. 1981 etwa glänzte sie in Zadeks Shakespeare-Inszenierung "Der Widerspenstigen Zähmung". 1994 wurde Mattes fünftes Direktoriumsmitglied am Berliner Ensemble, neben Peter Zadek, Heiner Müller, Fritz Marquardt und Peter Palitzsch. Nach dem Weggang Zadeks 1995 legte sie ihren Direktionsposten am BE nieder, blieb aber als Schauspielerin im Ensemble. In Helma Sanders-Brahms' moderner Hörspielfassung von "Tausendundeine Nacht" spricht sie die Schah-Razade. Zuletzt las sie für den Hörverlag "Das Siegel der Tage" (2008) von Isabel Allende. Eva Mattes ermittelte jahrelang als Kommissarin Klara Blum für den Konstanzer "Tatort".
Trackliste
CD
1Der Schneegänger
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Warum Rose-Maria Gropp sich überhaupt die Mühe macht, diesen offenbar recht trashigen Roman überhaupt zu besprechen, bleibt etwas schleierhaft. Als hätte die FAZ noch Rezensionsplatz zu verschenken! Die Kritikerin jedenfalls hat sehr gelitten bei dieser Krimischmonzette, die sie aber dank echter "Derrick-Atmosphäre" für eine ZDF-Verfilmung empfehlen kann: Der kleine Sohn neureicher Einwanderer aus dem Berliner Grunewald wird verschwindet, Jahre später erst ermitteln ein wackerer Kommissar und seine empfindsame Mitstreiterin und geraten dabei zwischen die Fronten kroatischer Aufsteiger und migrantischer Basis-Community, umreißt Gropp den Plot: Sozial ambitioniert und "furchtbar banal geschrieben".

© Perlentaucher Medien GmbH
"Es gibt nicht wenige, die Elisabeth Herrmann für die beste deutsche Krimiautorin halten. Man kann es verstehen!" Brigitte
Besprechung von 02.02.2015
Der mit der Wölfin jault
Liebe und andere Gegenleistungen: Elisabeth Herrmann steigt in die Psychokiste

Elisabeth Herrmann ist eine Größe in der Sphäre deutschsprachiger Kriminalromane. Sie wurde dafür schon prämiert, vom ZDF als Publikumsmagnet verfilmt, und der Goldmann Verlag hat nun ihren aktuellen Thriller zu seinem Spitzentitel gemacht. Keine Frage, "Der Schneegänger" wird auf den einschlägigen Bestenlisten landen. Rätselhaft ist der knapp 450 Seiten starke Roman in mehrfacher Hinsicht.

Denn er stellt ein bemerkenswertes Phänomen dar: Er ist, zumindest in Teilen, furchtbar banal geschrieben - und er ist zugleich, über die längste Strecke, unbestreitbar spannend. Seine Lektüre treibt den Leser vor sich her, obwohl der immer wieder waidwund (was zur Handlung allerdings durchaus passt) aufjault wie ein verletzter Wolf, angesichts der nächsten Plattitüde; die kann so klingen: "Diana stellte ihre Vuitton auf der Kochinsel aus Marmor ab und ging über nobel knarrendes Parkett in Esszimmer"; ganz klar, Grunewald-Villa in Berlin. Oder so: "Sanela atmete seinen Geruch ein, das scharfe Rasierwasser, einen Hauch Knoblauch und einen Duft wie aus alten Büchern, Weisheit und Wissen"; eindeutig das Flair kroatischer Immigranten.

Oder so: "Dass Gehring nicht einfach aufstand, lag daran, dass es draußen kalt und mittlerweile dunkel war und ihn diese Couch langsam in sich hineinzog, geradezu aufsaugte und es ihm unmöglich machte, sich zu erheben. Die Carnivore unter den Couchen"; unverkennbar Grunewald-Villa, andere Straßenseite.

Nun ist zahnschmerzerregendes Zitieren aus dem Zusammenhang nie ganz fair. Und immerhin stimmt der Plot bei Herrmann, jedenfalls die längste Zeit. Sie produziert eine dichte, recherchierte Atmosphäre, in der sie Charaktere statt Typen agieren lässt. Da sind ihr schwieriger Berliner Hauptkommissar Lutz Gehring und seine junge, unberechenbare Mitspielerin Sanela Beara, kindlich traumatisiert vom Kroatien-Krieg in den neunziger Jahren und wildentschlossen, in die Elite der deutschen Polizei aufzusteigen. Da sind der ein bisschen arg animalische kroatische Wolfs-Biologe Darko Tudor, sexy Liebling der Frauen, und seine leider labile Ex-Frau Lida, aufgestiegen in den Berliner Geldadel; sie müssen den Tod ihres kleinen Sohns Darijo beklagen, dessen sterbliche Überreste nach seinem Verschwinden in einem Waldstück aufgefunden werden.

Und da ist der großkotzige Verbundglas-Unternehmer Günter Reinartz samt Söhnen Siegfried und Tristan (wer tut denn Kindern solche Namen an?) in seinem Herrenhaus. Sie alle sind verstrickt in den Tod des gequälten Kinds Darijo, der zum Zeitpunkt der Erzählung vier Jahre zurückliegt. Der Bauplan für den "Schneegänger" (irgendwann wird der Buchtitel verständlich) folgt mit der Präzision eines Uhrwerks - Personenwechsel, Ortswechsel, Tempuswechsel - der Methode Cliffhanger. Im Ganzen geht es um die Konfrontation neureicher, gewissenloser Bourgeoisie mit der "Community" kroatischer Einwanderer in Berlin. Das schafft dieses gewisse Etwas der beliebten "Derrick"-Atmosphäre - hier das herrschaftliche Haus, dort das Milieu mit eigenen Spielregeln; dazwischen der wackere Kommissar, der auch sein Päckchen zu tragen hat. Am Ende der wenigen eiskalten Tage, auf die sich die Ermittlungen um die schlimme Geschichte zusammenschieben, steht eine Auflösung, die sich für die Fernsehverfilmung zur Primetime umstandslos empfiehlt.

Für den Leser des Romans aber ist der Ausgang enttäuschend, es ist dann doch schade um die Zeit. So viel erzählerischer sozial ambitionierter Aufwand um ein Geschehen, an dem alle irgendwie beteiligt waren. Der Thriller mutiert zur Psychokiste, in der freilich keinem der beiden gesellschaftlichen Lager zu viel Schuld aufgeladen wird, eben ZDF-Montagsfilm-kompatibel. Das Wilde wird eliminiert, und die Moral ist auch zum Heulen: "Aber war es nicht egal? Liebte man denn nur, wenn man als Gegenleistung dafür dieselbe Menge an Zuneigung zurückbekam?" So was tut schon weh, in mehr als einer Hinsicht.

ROSE-MARIA GROPP

Elisabeth Herrmann:

"Der Schneegänger".

Kriminalroman.

Goldmann Verlag, München 2015. 448 S., geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr
»Spannend bis zur letzten Seite«