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Bretonisches Salz und perfide Machenschaften: Kommissar Dupins persönlichster Fall Die spektakulären Salzgärten auf der Guérande-Halbinsel. Der Veilchenduft des Fleur de Sel in der Erntezeit, von dem die alten Salzbauern erzählen, er erzeuge bisweilen Hirngespinste. Das glaubt auch Kommissar Dupin, als er in den Salinen aus heiterem Himmel angegriffen wird.
Eigentlich war Kommissar Dupin froh, dem leidigen Papierkram zu entkommen und einen Ausflug ins »Weiße Land« zwischen tosendem Atlantik und idyllischen Flüssen zu unternehmen. Doch als er sich dort für Lilou Breval, eine befreundete
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Produktbeschreibung
Bretonisches Salz und perfide Machenschaften: Kommissar Dupins persönlichster Fall
Die spektakulären Salzgärten auf der Guérande-Halbinsel. Der Veilchenduft des Fleur de Sel in der Erntezeit, von dem die alten Salzbauern erzählen, er erzeuge bisweilen Hirngespinste. Das glaubt auch Kommissar Dupin, als er in den Salinen aus heiterem Himmel angegriffen wird.
Eigentlich war Kommissar Dupin froh, dem leidigen Papierkram zu entkommen und einen Ausflug ins »Weiße Land« zwischen tosendem Atlantik und idyllischen Flüssen zu unternehmen. Doch als er sich dort für Lilou Breval, eine befreundete Journalistin, nach mysteriösen Fässern umsieht, gerät er unversehens unter Beschuss.
Der Täter ist nicht auszumachen, und wenig später verschwindet Breval spurlos. Seiner Sekretärin Nolwenn und dem Ehrgeiz des Präfekten ist es zu verdanken, dass Dupin in diesem Fall ermitteln darf. Aber nicht allein, denn die zuständige Kommissarin des Départements heißt Rose – und macht ihrem Namen alle Ehre ...
Was geht in den Salzgärten vor sich? Dupin und Rose suchen fieberhaft nach Anhaltspunkten und stoßen zwischen dem malerischen Golfe du Morbihan und den atemberaubenden Salinen auf falsche Alibis, gewaltige Interessenkonflikte, persönliche Fehden – und immer wieder auf urbretonische Geschichten. Als sich während ihrer Ermittlungen ausgerechnet ein Salzbauer erschießt, überschlagen sich die Ereignisse, und Dupin und Rose ahnen, dass ihnen nur noch wenig Zeit bleibt, um den Fall zu lösen ...
Über 700.000 Leser haben die ersten beiden Fälle Dupins geliebt – sie dürfen sich auf ein neues packendes, humorvolles und atmosphärisch bezauberndes Krimivergnügen aus der Bretagne freuen!

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, CY, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, IRL, I, L, M, NL, P, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch GmbH
  • Seitenzahl: 352
  • Erscheinungstermin: 15.05.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783462307764
  • Artikelnr.: 40842604
Autorenporträt
Bannalec, Jean-LucJean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause. Die ersten acht Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin, »Bretonische Verhältnisse«, »Bretonische Brandung«, »Bretonisches Gold«, »Bretonischer Stolz«, »Bretonische Flut«, »Bretonisches Leuchten«, »Bretonische Geheimnisse« und »Bretonisches Vermächtnis«, wurden für das Fernsehen verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2016 wurde Jean-Luc Bannalec von der Region Bretagne mit dem Titel »Mécène de Bretagne« ausgezeichnet. Seit 2018 ist er Ehrenmitglied der Académie littéraire de Bretagne.
Krimi des Monats Mai 2014
Was für ein Jammer! Da nähert sich Kommissar Georges Dupin nach der Trennung vor Jahren langsam seiner großen Liebe Claire wieder an, plant schon seit Wochen eine Kurzreise nach Paris, um Claire an ihrem Geburtstag zu einem Menü ins La Palette - ihr Lieblingsrestaurant - einzuladen. Und dann wird er einen Tag vor seiner geplanten Abreise aus der Bretagne mitten im "Weißen Land", in den Salzgärten angegriffen. Nur knapp kann er sich vor der ersten Kugel retten, eigentlich sollte er gar nicht hier sein. Er hätte die örtliche Polizei informieren sollen, doch er war Lilou Breval noch etwas schuldig. Die investigative Journalistin schreibt für Quest France und hatte ihm schon öfter weitergeholfen, ihm Informationen gegeben. Diesmal war sie es, die etwas von ihm wollte. Sie hatte deswegen sogar angerufen, was sie noch nie zuvor getan hatte, und ihn gebeten, sich eine bestimmte Saline und einen Schuppen dort anzusehen. Er solle nach blauen Plastikfässern Ausschau halten, es sei definitiv etwas faul hier...

Schüsse in den Salinen - Kommissar Georges Dupin in Lebensgefahr

Lilou Breval hatte wohl Recht damit gehabt. Warum sonst sollte Dupin mitten am Tag in den Salzgärten unter Beschuss genommen werden, und das mehrmals? Er schafft es gerade so, sich in einen Wellblechverschlag zu flüchten und sitzt nun in der Hütte fest, ohne Handyempfang. "So ein Scheiß!" - ein typischer Dupin-Satz. Als die Angreifer den Schuppen von außen verriegeln und das Weite suchen, klingelt plötzlich doch das Telefon. Ein Balken Empfang, leider ist die Verbindung nach ein paar Sekunden wieder tot. Immerhin hat der Anrufer am anderen Ende der Leitung irgendwie die örtliche Polizei verständigt, denn die rast zu den Salinen und fordert Dupin via Megafon auf, mit erhobenen Händen aus dem nun geöffneten Verschlag zu kommen. In Empfang nimmt ihn eine gut aussehende Frau im Hosenanzug, mit schulterlangen dunklen Haaren und einer Sig Sauer in der rechten Hand: Es ist Commissaire Sylvaine Rose vom Commissariat de Police Guérande, Département Loire-Atlantique. Ihre Begrüßung ist wenig charmant: "Was haben Sie hier zu suchen? Was war das für eine unprofessionelle Aktion?"

Mit Commissaire Sylvaine Rose ist nicht zu spaßen

Mit Sylvaine Rose ist nicht zu spaßen, das versteht Dupin schnell. Jedenfalls nicht, wenn sie im Dienst ist und auf unprofessionell oder leichtsinnig agierende Kollegen trifft. Ansonsten scheint sie viel zu lachen, das jedenfalls schließt Dupin aus den zauberhaften Lachfältchen in ihrem Gesicht. Er beugt sich also erst mal ihren Befehlen, lässt sich ins Krankenhaus fahren, um einen Streifschuss versorgen zu lassen, den er in all der Aufregung und aufgeputscht mit Adrenalin gar nicht bemerkt hatte. Dass Commissaire Rose alles wissen will, ist ihm klar - das würde er auch gerne. Aber noch weiß er gar nichts und wird langsam richtig sauer. Als ihm der Arzt wegen seines gefährlich niedrigen Blutdrucks auch noch Kaffee verbietet, schwankt Dupin zwischen Verzweiflung und Tobsuchtsanfall. Aber der Arzt weiß ja auch nicht, dass Dupins Blutdruck generell sehr niedrig und der Kommissar kaffeesüchtig ist … wie gut, dass Kollege Riwal sich gleich auf den Weg gemacht hat und es auch schafft, sich den Weg zu "seinem" Kommissar zu bahnen, trotz Verbot der Ärzte - in der Hand einen Plastikbecher mit einem doppelten Espresso. Dupin hätte den Inspektor deswegen umarmen können.

Verschwunden: die Journalistin Lilou Breval. Woran hat sie recherchiert?

Leider ist die Zeugin, die etwas mehr Licht ins Dunkel dieser Geschichte bringen hätte können - die Journalistin Lilou Breval -, spurlos verschwunden. Ihr Haus steht leer, ihr Laptop ist auch nicht da, doch immerhin findet Dupin Artikel zum Thema Salz. Er erfährt, dass es einen "Krieg der Salze" gibt zwischen dem atlantischen und dem mediterranen Salz. Das atlantische macht, so liest Dupin, heute nur noch etwa fünf Prozent der französischen Salzproduktion aus. Früher waren es 95 Prozent! Die Bretonen schworen zwar nach wie vor auf das sel artisanal, das Fleur de Sel, und mit ihnen sicher viele Feinschmecker, aber der große Rest der Welt betrachtete die Sache des Salzes wohl rein nach Kostenfaktor. Sollte der Salz-Krieg irgendetwas mit den Schüssen auf ihn zu tun haben? Um das herauszufinden, muss Kommissar Dupin vom Commissariat de Police Concarneau es erst einmal schaffen, an den Ermittlungen beteiligt zu werden. Schließlich hatte er außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches in der Guérande im Alleingang "gewildert", als er den Hinweisen der Journalistin nachging. Dass das so leicht werden würde, daran hatte Dupin im Traum nicht gedacht. Sein sonst ungeliebter Vorgesetzter, der Präfekt Locmariaquer, fühlt sich bei der Ehre gepackt und will keinesfalls, dass sein Kommissariat von dem Fall ausgeschlossen wird. O Wunder! Dupin darf ermitteln. Commissaire Rose stimmt das nicht froh, aber sie befolgt den Befehl von oben - nun sind beide gleichberechtigte Partner. Die Reise nach Paris, die Reise zu Claire, scheint so allerdings in weite Ferne zu rücken. Aber wer weiß, vielleicht erlebt Dupin auch hier eine Überraschung, mit der er nicht im Geringsten gerechnet hat...

Alles zum Krimi des Monats
Rezensionen
"Die "Spannung" hält den Leser nicht nur bei der Stange. Sie geht in eine intellektuelle Kategorie über, ohne ihren Unterhaltungswert zu verlieren [...]" Harald Loch Nürnberger Nachrichten 20150821
Ermittlerporträt
Ermittlersteckbrief: Kommissar Dupin aus den Kriminalromanen von Jean-Luc Bannalec

Das erste Mal trafen wir ihn im Roman "Bretonische Verhältnisse". Denn in der Bretagne, genau genommen in Concarneau, lebt und arbeitet Kommissar George Dupin bereits seit fast drei Jahren. Das Verhältnis zwischen der malerischen Kleinstadt und dem Commissaire ist nicht ganz unkompliziert; immerhin ist er ein echter Großstädter - der strafversetzt wurde. Die Ursache dafür hat wohl mit jenem Charakterzug zu tun, der ihm auch das Fußfassen in der Provinz erschwert: Er hält nicht viel von oberflächlicher Freundlichkeit, auch nicht gegenüber Autoritäten. Bei ärgerlichem Verhalten und gegenüber unsympathischen Charakteren macht er gern klare, bisweilen grobe Ansagen.

Im Allgemeinen arbeitet Dupin sowieso lieber allein und grübelt bei der x-ten Tasse Kaffee (entgegen ärztlichen Einwänden) oder auf einem Spaziergang über seinen aktuellen Fall. Eine unbeantwortete Frage verfolgt ihn "wie ein dunkler, mysteriöser Schatten" - selbst wenn der betreffende Fall länger zurückliegt. Viel Zeit nimmt er sich auch für intensive Befragungen von Verdächtigen und Betroffenen. Dabei behält er die Zügel in der Hand und wendet seine typischen Techniken an: Er unterbricht sein Gegenüber häufig und überraschend mit einem abrupten Themenwechsel, oder er legt am Ende noch eine Frage nach. Sollte jemand versuchen, ihn zu täuschen, bekommt der Kommissar ganz schlechte Laune. Im Gespräch und bei den Schlussfolgerungen vertraut er auf sein Bauchgefühl, geht Impulsen nach und macht sich jede Menge Notizen in eines seiner roten Clairefontaine-Hefte. Die neuen Erkenntnisse an seine Kollegen unmittelbar weiterzugeben oder auch nur ans Telefon zu gehen - das findet er nicht besonders wichtig.

Immerhin gibt es ein paar Menschen, die er gern um sich hat. Seine Assistentin Nolwenn bildet zusammen mit den beiden Inspektoren Riwal und Kadeg das treue Team im Kommissariat. Dann ist da auch noch Paul Girard, der Besitzer seines Lieblingslokals "Amiral" und längst ein enger Freund. Auch seiner Freundin Claire, einer Chirurgin, macht es Dupin mit seiner Tendenz zum Einzelgängertum nicht ganz leicht. Dennoch haben sie nach einer Trennung wieder zusammengefunden und führen glücklicherweise keine Fernbeziehung mehr. In "Bretonisches Leuchten" überlegt Dupin sogar, den gemeinsamen Urlaub zu nutzen, um den nächsten Schritt anzugehen ...

Monsieur le Commissaire offenbart uns immer wieder liebenswerte Eigenheiten: seine Leidenschaft für gutes Essen, seine Neigung, seekrank zu werden, seine Begeisterung für Pinguine und Aquarien, dass er einen uralten Citroën fährt und sich ein schönes Haus direkt am Meer wünscht. Vor allem erweist Dupin sich aber immer wieder als pragmatischer und erfolgreicher Ermittler!