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kvel
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 633 Bewertungen
Bewertung vom 17.04.2022
Minna. Kopf hoch, Schultern zurück / Mütter-Trilogie Bd.1
Fuchs, Felicitas

Minna. Kopf hoch, Schultern zurück / Mütter-Trilogie Bd.1


sehr gut

Düsseldorf 1924.

Erster Teil einer Trilogie.

Die Beschreibungen des sozialen Lebens in dieser Zeit haben mir besonders gut gefallen.
Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen.
So erfährt man doch sehr nah und persönlich wie sich das Leben damals abgespielt hat.

Bewertung vom 13.02.2022
Einsteins Albtraum
Unzicker, Alexander

Einsteins Albtraum


ausgezeichnet

„Amerikas Aufstieg und der Niedergang der Physik“ (Buchuntertitel).

Text von der Verlagshomepage:
„Big science may destroy great science“ Karl Popper
Wie kein anderer repräsentierte Albert Einstein die europäische Physiktradition, die mit grundlegenden Prinzipien nach fundamentalen Naturgesetzen suchte. Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch korrumpierte der mephistophelische Pakt mit dem Militär des Imperiums USA die Physik, der in der Erfindung der Atombombe gipfelte. Geld und die Nähe zur Macht ließen sie zu einem technischen Hochleistungssport werden, der die Frage nach den grundlegenden Naturgesetzen schlicht vergessen hat. Alexander Unzicker zeigt, wie wir die Physik wieder in den Dienst der Menschen stellen, damit die Zivilisation im 21. Jahrhundert nachhaltig bestehen kann.

Text von der Umschlaginnenseite:
Während die europäische, naturphilosophische Forschungstradition auf grundlegende Naturgesetze gerichtet war und der Frage nachging, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, dominierte in der technologisch orientierten Kultur der Neuen Welt der Wunsch, große visionäre Projekte wie die Atombombe und die Mondlandung zu realisieren, auch wenn diese undenkbar erschienen. Diese mögen die größten technologischen Errungenschaften der Menschheit sein; die größten intelektuellen Leistungen sind es nicht. Während in der europäischen Tradition das technisch-erfinderische Element Hand in Hand mit der Grundlagenforschung ging, fehlt in der US-Wissenschaftspraxis seit knapp hundert Jahren das Element der naturphilosophischen Reflexion. Dies hat offensichtliche kulturelle Ursachen. Wenn man es zuspitzt: Amerikaner denken nicht gern gründlich nach.
[aus dem Inhalt]

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
Bildung ist kein Wert
Weisheit wird nicht geschätzt
Wissenschaft ist kein Krieg
Wo Macht der Erkenntnis schadet
Kriesen, Blasen, Crash
Symptome des kurzfristingen Denkens
Spaltung
Wohlfeile Erklärungen für ungelöste Probleme
Quarks und Neutrinos
Big Science auf Kosten der ungelösten Probleme
Beginn der Gigantomanie
Hochenergiephysik ohne Idee
Allmachtsfantasien
Strings, Multiversen, Supersymmetrie
Korrumpierte Physik
Der Verlust der Wahrhaftigkeit

Meine Meinung:
Sehr aufschlussreiche Erörterung.
Sehr spannend, interessant und auch für mich als Laie sehr gut lesbar.

Bewertung vom 13.02.2022
Über Menschen
Zeh, Juli

Über Menschen


ausgezeichnet

Die Autorin sieht genau hin.

Text von der Verlagshomepage:
Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht.

Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.

»Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)

Meine Meinung – Achtung es wird aus dem Inhalt berichtet:
Also ehrlich gesagt störte mich schon einiges in der Erzählung:
Dass die Protagonistin sich mehr oder weniger des Mädchens annimmt.
Ich fragte mich die ganze Zeit „Was ist mit der Mutter des Mädchens?“.
Ich verstand auch nicht den Zustand des Hauses des Nazi-Nachbarn.
Oder was soll das für eine Familienbeziehung zwischen der Protagonistin und ihrem Vater sein.
Und wieso sollte sie so große Geldsorgen haben; und warum funktioniert ohne Geld dennoch alles irgendwie.
Aber gut, das sind meine Probleme.

Sehr gut gelungen fand ich jedeoch, die Entwicklung, die die Protagonistin durchgemacht hat – und ich empfand diese Entwicklung auch keineswegs als unlogisch oder konstruiert.

Richtig gut fand ich in diesem Zusammenhang, die Beschreibungen bzgl. den großstädtischen Gutmenschentum, das sich in all seiner Rigorosität und Unbarmherzigkeit nur um das eigene Ego kreist.
Während auf dem Lande sich alle Lebenswirklichkeiten im Kleinen tummeln – und jeder Betroffene auf die eine oder andere Weise versucht mit dem Leben klar zu kommen.
Diese Herausarbeitungen fand ich wiklich sehr gelungen.

Fazit: Lesenswert.

Bewertung vom 13.02.2022
Universum
Peterson, Phillip P.

Universum


sehr gut

Science-Fiction-Roman.

Text von der Verlagshomepage:
Eine gefahrvolle Reise bis ans Ende des Universums – und darüber hinaus.
Der neue Science-Fiction-Roman von Bestseller-Autor Phillip P. Peterson.
Im 22. Jahrhundert hat sich die Menschheit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus ausgebreitet. Dank neuer Antriebe ist überlichtschnelles Reisen zur Normalität geworden, und es gibt Kolonien in den entlegensten Ecken der Galaxie. Das Reisen zwischen den Sternen ist sehr sicher - nur ganz selten geht etwas schief, und ein Schiff verschwindet spurlos im Hyperraum …
Die Challenger unter Kommandantin Christine Dillinger ist ein solches Schiff. Doch wie sich herausstellt, verschwindet es nicht einfach. Stattdessen erwartet Christine und ihre Crew ein Abenteuer, das jede Vorstellungskraft übersteigt.
Realistisch, spannend, wissenschaftlich fundiert – große deutschsprachige Science Fiction für Leser von Andreas Eschbach, Andy Weir und Cixin Liu.

Text von der Umschlaginnenseite:
Für Captain Christine Dillinger ist es der letzte Flug ihrer Karriere. Die Challenger ist auf dem Weg nach Omicron-3, einem Planeten in Randlage, der von einer Handvoll Kolonisten besiedelt wurde. Alles sieht nach einer Routine-Mission aus – bis der Antrieb beim Überlichtflug versagt. Christine und ihre Crew rasen, gefangen im Hyperraum, einem unbekannten Ziel entgegen.
Mike Warnock war lange Jahre beim Militär. Als Bomberpilot hat er eine unfassbare Schuld auf sich geladen und wünscht sich nichts sehnlicher, als mit seiner Familie auf einem anderen Planeten ein neues Leben anzufangen. Doch die Katastophe der Challenger zwingt ihn dazu, Verantwortung zu übernehmen, und er muss feststellen, dass nicht alle bereit sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen.

Meine Meinung:
Bei der Beurteilung schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, denn über machen Strecken fand ich die Beschreibungen doch etwas lang. Aber es sei natürlich dem Autorn überlassen wie viel Raum er seinen Szenen einräumen möchte (und damit vielleicht die Atmosphäre an Bord dem Leser nahe bringen möchte bzw. worauf er in seiner Erzählung seine Prioitäten gelegt hat).
Den Schluß empfand ich jedenfalls als eine richtig gute Grundiee!

Bewertung vom 09.10.2021
Nachdenken über Deutschland
Berger, Jens;Müller, Albrecht

Nachdenken über Deutschland


sehr gut

Das kritische Jahrbuch 2021 / 2022 (Buchuntertitel).

Inhalt, gemäß Buchrückseite:
Die besten kritischen Analysen zum politischen Geschehen.
Dieses Buch will aufregen und anregen. Aufregen, weil es die Dinge klar und deutlich benennt, die im Medienmainstream sonst nicht zu hören oder zu sehen sind. Und anregen zum Nachdenken, damit immer weniger Bürgerinnen und Bürger sich von skrupelloser Manipulation und willfähriger Meinungsmache bevormunden lassen. Wer vordenken will, muss zuerst nachdenken – mit diesem Jahrbuch wird kritisches Denken und Hinterfragen wieder heimisch in unserem Land.

Verlagsinfo:
Der Jahresrückblick mit den besten kritischen Analysen zum politischen Geschehen. Für kritische Geister sind die NachDenkSeiten schon lange kein Geheimnis mehr. Bekannt sind sie für ihre kritische Auseinandersetzungen mit wirtschaftlichen und tagespolitischen Geschehnissen, die meist aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und hinterfragt werden. Das von Albrecht Müller und Jens Berger herausgegebene Jahrbuch der NachDenkSeiten ist chronologisch nach Themenfeldern zusammengestellt und bietet brillante wie treffsichere Analysen zu wichtigen politischen und wirschaftlichen Entwicklungen des Jahres.

Meine Meinung:
Viele interessante Themen und Aspekte.

Besonders gelungen fand ich die Texte „Die Einen leider unter der Corona-Krise, die Anderen unter der Rolex-Knappheit“ (S. 173 – 181) und „Schweine im Weltall“ (S. 181 – 184).

Sehr schade fand ich jedoch, dass die Abbildungen auf den Seiten 243 bis 253 nur schwarz-weiß und nicht in Farbe sind.

Bewertung vom 28.09.2021
Macht und Wahn
Weiner, Tim

Macht und Wahn


sehr gut

Der politische Krieg zwischen den USA und Russland seit 1945 (Buchuntertitel).

Inhalt, gemäß Verlagshomepge:
Wieder liefert Tim Weiner, der Geheimdienstexperte und Pulitzer-Preisträger, eine packende und eindringliche Darstellung politischer Machtspiele. In »Macht und Wahn« beleuchtet er die bilaterale Beziehung zwischen den Großmächten Russland und USA.
Gespickt mit Insiderberichten zeichnet Weiner fesselnd und anschaulich die Wurzeln dieses inzwischen über 75 Jahre andauernden Kampfes nach, den Amerika und Russland von 1945 bis 2020 mit Spionage, Diplomatie, Sabotage und Desinformation miteinander ausfechten. Weiner führt hinter verschlossene Türen und lässt die Protagonisten – Präsidenten, Politiker, Hintermänner – beider Seiten des Ost-West-Konflikts zu Wort kommen. Er beleuchtet die Machenschaften des KGB und der CIA und ihre Folgen für die Zeitgeschichte.
Heute sehen die einst als Sieger aus dem Kalten Krieg hervorgegangenen USA ihre Demokratie in Gefahr. Denn Russland griff unter Wladimir Putin bereits zu einem Rückschlag an, der die USA gänzlich unvorbereitet traf: Mittels einer verdeckten Kampagne über Internet und Soziale Medien nahm die russische Regierung Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 und stellte so sicher, dass ihr Wunschkandidat, Donald Trump, das Weiße Haus bezog. Auch das dagegen eingeleitete Amtsenthebungsverfahren richtete nichts aus. Erneut verhärten sich die Fronten, der Ausgang dieses realen Politthrillers jedoch bleibt ungewiss.

Meine Meinung:
Dieses Sachbuch berichtet sehr detailliert (und chronologisch) aus dem ewigen Kalten Krieg; über all die Machenschaften der CIA (und ihre Finanzierungen).
Wirklich sehr informativ und lesenswert; auch um Politisches besser einordnen zu können.

Bewertung vom 28.09.2021
The Upper World - Ein Hauch Zukunft
Fadugba, Femi

The Upper World - Ein Hauch Zukunft


sehr gut

Interessantes Buchkonzept.

Inhalt, gemäß Verlagshomepage:
Zwei Gangs, zwei Zeiten, zwei Welten und eine Chance.
Esso, ein afrikanischstämmiger Teenager aus dem Süden Londons, gehört zwar keiner Gang an, doch er ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Weil er zugesehen hat, wie ein berüchtigtes Gangmitglied zusammengeschlagen wurde, muss er um sein Leben fürchten. Als er vor ein Auto läuft und bewusstlos wird, entdeckt er, dass er Zugang zu einer anderen Welt hat – er kann dort Szenen seines zukünftigen Lebens sehen. Und etwas, was er unbedingt verhindern möchte.
Im Jahr 2035 kämpft Rhia mit anderen Problemen: Sie ist ohne Eltern aufgewachsen, ihr Fußballtalent ist die einzige Chance auf eine bessere Zukunft. Da bekommt sie einen neuen Schultutor: Esso. Niemand weiß, wo er herkommt, doch er trägt ein Bild von Rhias Mutter bei sich. Und er erzählt ihr, dass er ihre Hilfe braucht: Rhia ist seine einzige Hoffnung, sein Leben zu retten, das seiner Freunde und das seiner großen Liebe Nadia …

Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre.

Einführung von Femi Fadugba
Als ich an der Universität studierte, schrieb ich einen Aufsatz über Quantenphysik, der in derselben Zeitschrift veröffentlicht wurde, in der Einstein viele seiner berühmten Ideen publik machte. Für diesen Aufsatz bekam ich eine Auszeichnung und die Gelegenheit, vor dem House of Commons eine Rede zu halten – was mir unvergessen bleiben wird.
Als ich am Abend nach der Rede heimkam, sah ich in Peckham vor dem Block, in dem meine Tante wohnt, das blau-weiße Absperrband der Polizei. Ein Junge war erstochen worden. Er war allerhöchstens 15 Jahre alt.
Eine zwanzigminütige Busfahrt war alles, was diese beiden vollkommen unterschiedlichen Welten voneinander trennte. Ich habe in meinem Leben nicht nur in Peckham gewohnt, sondern auch an Orten wie Kigali, Somerset, Oxfort und Philadelphia. Und immer habe ich mich gefragt, wie ich diese kontrastierenden Umgebungen, in denen ich aufwuchs, zusammenbringen könnte. Und wie ich es anstellen könnte, dass einige der schwierigen Fragen des Lebens einen Sinn ergeben, so wie es in diesen Gleichungen der Fall ist.
Dann, eines Tages, kam ich auf die verrückte Idee, dass ich die Geschichte eines Jungen aus South London mit der Zeitreisen-Physik kombinieren könnte. Und diese Geschichte sollte möglichst so spannend werden, dass sowohl die Nerds als auch die Kids, die krumme Dinger drehen, und selbst die Sportskanonen (und der ganze Rest von uns, der irgendwo dazwischen hängt) sie lesen wollen.
Und verstehen können.
Mein Roman 'The Upper World' ist eine zeitgenössische Geschichte, die in Peckham, einem Stadtviertel von London, spielt. Sie erzählt von dem 16-jährigen Esso, der Gefahr läuft, von der Schule zu fliegen, und in einen Bandenkrieg gerät. Durch einen Zufall erhällt Esso Zugang zu einer Welt, in der er einen Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft erhaschen kann. Eine Generation später treffen wir das Fußballtalent Rhia, die verzweifelt versucht, einen Weg zurück in die Vergangenheit zu finden, um ihre Eltern zu retten, die sie nie kennengelernt hat. Die Kräfte, die beide entwickeln, erkläre ich mithilfe der Physik, was bedeutet, dass die Leser*innen im Verlauf der Lektüre mit neuen Ideen konfrontiert werden, genau wie Esso und Rhia, deren Leben buchstäblich davon abhängt, dass sie begreifen lernen, wie unser Universum funktioniert.
Da Netflix die Geschichte als Film einem weltweitem Publikum zugänglich macht, bin ich sehr neugierig und gespannt, welche Wirkungen sie haben wird. Es wäre schön, wenn eines Tages die Lehrer*innen das Buch auf ihre Lektüreliste für die Ferien setzen würden. Und ich würde mich freuen, eine Welt mitzugestalten, in der Leute, die über den neuesten Song von [...] oder Giggs reden, auch den Inhalt von 'The Upper World' als Teil ihrer Kultur betrachten. (S. 2/3)

Hinweis:
Im Anhang befinden sich Skizzen und Erklärungen.

Meine Meinung:
Das gesamte Konzept von dem Buch fand ich echt interessant:
d

Bewertung vom 12.09.2021
Jünger wären mir die Alten lieber
Bittl, Monika

Jünger wären mir die Alten lieber


sehr gut

„für Frauen, deren Eltern in die Jahre kommen“

Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite:
Wenn Elternliebe und Tragikomik Hand in Hand gehen. Bestellerautorin Monika Bittl schreibt so unterhaltend wie einfühlsam über ein Thema, das eine ganze Generation angeht: Was tun, wenn die Eltern alt werden? Wie fühlt man sich in dieser Lebenssituation als Kümmerin in alle Richtungen? Wie überlebt man diese hochemotionale Phase des Lebens, ohne sich selbst dabei aufzugeben?
In kurzweiligen Alltagsgeschichten zeigt Monika Bittl: Wer den Blickwinkel auf die Alten und sich selbst noch einmal verändert, bekommt einen neuen Energie-Booster. Denn wir können zwar den Alterungsprozess nicht aufhalten, aber wie stehen vor der Wahl, nicht nur das Tragische, sondern auch das Komische in dieser Lebenssituation zu sehen. Zugleich wird es uns möglich, mit den Eltern noch mal ein neues, sehr inniges Verhältnis aufzubauen. Vorausgesetzt wir nehmen sie und uns so hin, wie wir eben sind: unperfekt, eigenwillig und bei allen Schwächen trotzdem liebenswert.

Meine Meinung:
Gefallen hat mir der humoristische Ansatz, mit dem die Autorin ihren positiven Blick auf die alternden Eltern richtet (wobei mir schon klar ist, dass dies in der Realiltät so bestimmt nicht in allen Eltern-Kind-Konstellationen zustanden kommen wird).
Aber gut fand ich auch, dass das Buch echte Hinweise zu bieten hatte (aber es ist definitv kein Sachbuch).

Fazit: Ich habe es gerne gelesen.

Bewertung vom 12.09.2021
Zwei Frauen & ein Regenbogen (eBook, ePUB)
Dana

Zwei Frauen & ein Regenbogen (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ja, das Leben ist bunt wie ein Regenbogen!

Inhalt – Auszug aus dem Prolog:
Suza wird von ihrem Mann betrogen.
Sie ist enttäuscht und verliert den Glauben an die Liebe.
Meike verliert ihre Liebe durch ein Ungllück.
Für sie geht der Sinn des Lebens verloren.

Meine Meinung:
Dieser Roman ist ein wahrer Lesegenuss!
Einfache Sprache – aber sprachgewaltig!!!
Die Autorin besitzt eine sehr gute Ausdrucksweise.
Sie verwendet ungewöhliche, aber sehr treffende Beschreibungen!

Beispiele:
„die Liebe können wir weder bestimmen, noch uns suchen. Sie findet uns.“ (S. 10)
„als würde das Glücksgefühl im Dauerlauf durch ihre Adern fließen“ (S. 114)

Die Autorin hat ein wunderbares Gespür für die Beschreibung von Situationen und Gefühlen.
Mir persönlich gefielen ihre wunderbare Formulierungen außerordentlich gut.
Dabei haftet ihrem Schreibstil nichts Kitschiges an!

Fazit: Kein typischer Liebesroman – aber ein Roman über die Liebe.

Bewertung vom 11.09.2021
Die Apotheker
Böttcher, Sven

Die Apotheker


sehr gut

„Zu Risiken und Nebenwirkungen stelle man besser nicht die falschen Fragen“.

Meine Meinung:
Die Grundidee hinter der Story fand ich echt gut und ich hätte gerne die volle Punktzahl vergeben.

Aber aus folgenden Gründen hat es nicht zu fünf Sternen gereicht:
- Die Story hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt; zu konstruiert, vorhersehbar, „deutsch“, unlogisch, …
- Es wurde zu wenig auf den Interessensschwerpunkt von Big-Pharma eingegangen; für meinen Geschmack waren es zu wenig Hintergrundinformationen, die in den Text eingeflossen sind.
- An vielen Stellen musste man überlegen, wer wann was gesagt oder getan hatte, da es nicht eindeutig aus dem Text hervorgegangen ist.

Fazit: Aber sonst sehr gut; ich habe es sehr gerne gelesen.