San Miguel - Boyle, T. C.
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Bewertung von Havers

Seit Mitte der neunziger Jahre T.C. Boyles genialer Roman über Kalifornien und seine mexikanischen Einwanderer „América“ erschienen ist, bin ich ein großer Fan dieses …


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3 Kundenbewertungen

Drei Frauen im Kampf gegen die Naturgewalten San Miguel - eine windumtoste, karge Insel vor der kalifornischen Küste - ist das Ziel der Hoffnung für die kranke Marantha, die am Neujahrstag 1888 zusammen mit ihrem Mann Will, Adoptivtochter Edith und der Magd dort eintrifft, um ein neues Leben zu führen. Doch sie ahnt schon bald, dass San Miguel nicht der Ort ihrer Genesung sein wird, so wie Will es ihr versprochen hat.
Auch dem zweiten Paar, das 50 Jahre später den Versuch unternimmt, sich dort anzusiedeln, wird San Miguel kein Glück bringen. Der harte Alltag und die gnadenlosen
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Produktbeschreibung
Drei Frauen im Kampf gegen die Naturgewalten
San Miguel - eine windumtoste, karge Insel vor der kalifornischen Küste - ist das Ziel der Hoffnung für die kranke Marantha, die am Neujahrstag 1888 zusammen mit ihrem Mann Will, Adoptivtochter Edith und der Magd dort eintrifft, um ein neues Leben zu führen. Doch sie ahnt schon bald, dass San Miguel nicht der Ort ihrer Genesung sein wird, so wie Will es ihr versprochen hat.

Auch dem zweiten Paar, das 50 Jahre später den Versuch unternimmt, sich dort anzusiedeln, wird San Miguel kein Glück bringen. Der harte Alltag und die gnadenlosen Naturgewalten stellen die Beziehung von Herbie und seiner Frau Elise auf eine Zerreißprobe.
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.21639
  • Verlag: Dtv
  • Seitenzahl: 448
  • Erscheinungstermin: 24. Juni 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 126mm x 25mm
  • Gewicht: 326g
  • ISBN-13: 9783423216395
  • ISBN-10: 3423216395
  • Artikelnr.: 43902481
Autorenporträt
T.C. Boyle wurde 1948 in Peekskill, New York als Sohn eines Busfahrers und einer Sekretärin geboren. Er studierte Englisch und Geschichte und arbeitete zunächst als Lehrer an einer High School, bevor er nach seiner Promotion nach Los Angeles wechselte, wo er bis heute Kreatives Schreiben unterrichtet. Boyle hat seit den 1980er Jahren über 20 Bücher veröffentlicht, viele von ihnen wurden Bestseller und wahre Kultbücher. Boyle machte sich sowohl als Autor mit einem Faible für exzentrische Figuren und schräge Geschichten einen Namen, als auch durch seine Persönlichkeit. Der Expunker mit dem Frank-Zappa-Bärtchen, den Ohrringen und dem wilden Haar, der mit Drogen experimentierte und gegen den Vietnamkrieg demonstrierte, fiel stets auch wegen seiner bissigen politischen Kommentare auf. Boyle lebt mit Frau und drei Kindern bei Santa Barbara.

Das meint die buecher.de-Redaktion:T.C. Boyle gilt zu Recht als Kultautor. Der Meister des absurden Humors erzählt seine aberwitzigen Geschichten auf höchstem Niveau.
Rezensionen
"Packend!"
Annika, emotion slow 01.11.2017

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

T. C. Boyle is back. Findet Irene Binal nach der Lektüre dieses auf wahren Geschehnissen basierenden Romans über zwei Frauen, die anno 1888 auf San Miguel, einer Inselgruppe vor Santa Barbara, ihr Glück versuchen - und scheitern. Für Binal liegt der Reiz des Textes in Boyles hier gut erlebbarer Fähigkeit, Fakten und Fiktion miteinander zu verbinden, indem er sich einerseits eng an seine Recherchen hält, aber andererseits die Psyche seiner Protagonisten tief ausleuchtet. Für Binal ergibt das genau jene funkelnde Magie, für die sie den Autor schätzt und die ihm schon abhanden gekommen zu sein schien, wie Binal schreibt. Genuss bietet ihr darüber hinaus die Ruhe, mit der Boyle hier in die Details geht und der kargen Insellandschaft Raum im Text gewährt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 05.11.2014

Neue Taschenbücher
Haschen
nach Glück
San Miguel – die Insel vor Santa Barbara ist alles andere als ein irdisches Paradies: öd, schroff, windgepeitscht. Der Abenteurer Will und seine schwindsüchtige Frau Marantha samt Adoptivtochter Edith übersiedeln 1888 ausgerechnet auf das menschenfeindliche Eiland, um Geborgenheit, Glück und Genesung zu finden. Naturgemäß verschlimmert sich Maranthas Zustand: „Es war die Insel, die Insel erdrückte sie . . .“ Auch für Elise und ihren Mann Herbie, die Jahrzehnte später nach San Miguel aufbrechen, um der Zivilisation zu entfliehen, bringt die Insel Fluch statt Segen.
  T. C. Boyles Roman hat die Lebensberichte von Marantha Waters und Elise Lester zum Hintergrund, für eine klassisch erzählte, psychologisch fein austarierte Geschichte über das Haschen des Menschen nach ein bisschen Glück. Während die Ego-Männer umknicken wie die Bäume im Wind, stemmen sich die Frauen dem Schicksal entgegen: „Jeder konnte . . . mit dem Himmel hadern. Sie aber war eine Schauspielerin und ging innerlich auf Distanz, damit sie sehen und hören und empfinden konnte, damit sie sich von dem Gott, der ihr dies angetan hatte, lossagen konnte.“    FLORIAN WELLE
    
      
T. C. Boyle : San Miguel. Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren. dtv, München 2014. 464 Seiten, 10,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Wie sich Boyle in die drei Frauen hineinversetzt, deren Leben auf der Insel er beschreibt, das zeugt einmal mehr von seinem feinen Gespür für die Psyche seiner Figuren." Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 15.08.13 "T.C. Boyles Stoff ist wunderbar, im Kern authenisch, und er ist fantastisch ausgearbeitet." Silke Behl, Radio Bremen, 25.08.13 "Ein Meisterwerk." Hans von Trotha, Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton, 05.09.13 "Sein neuer Roman ist so spannend, dass man ihn kaum aus der Hand legen will." Andreas Heimann, Oberhessische Presse, 30.08.13 "So sanft hat T.C. Boyle Scheitern noch nie erzählt." Elke Heidenreich, Stern, 26.09.13 "Und das ist trotz Wind, Regen, Matsch und Kälte ganz einfach ein Vergnügen." Udo Schöpfer, Die Rheinpfalz, 31.08.13 "T. Coraghessan Boyle lässt in seinem subtilen neuen Roman "San Miguel" zwei starke Frauen an den Träumen ihrer Männer scheitern." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.13 "Ein großartig subtil komponierter Roman." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.13 "T.C. Boyle hat bewiesen, dass er seine schriftstellerische Meisterschaft noch lange nicht verlernt hat." Irene Binal, Neue Zuercher Zeitung, 19.01.14