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4 Kundenbewertungen

Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten - und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse im Nachbarhaus verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren…mehr

Produktbeschreibung
Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten - und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse im Nachbarhaus verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren Umsetzung nicht einfach. Um nicht zu sagen - allein schier unmöglich. Deshalb soll Taler ihm dabei helfen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Diogenes Verlag
  • Gesamtlaufzeit: 468 Min.
  • Erscheinungstermin: 01.12.2014
  • ISBN-13: 9783257692495
  • Artikelnr.: 42256230
Autorenporträt
Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschließlich fürs Schreiben entschied. Seine Romane - zuletzt erschien 'Elefant' und 'Allmen und die Erotik' - sowie seine 'Business Class'-Geschichten sind auch international große Erfolge. Martin Suter lebt mit seiner Familie in Zürich.
Rezensionen
Besprechung von 06.12.2013
NEUE TASCHENBÜCHER
Verlust
und Besessenheit
Dass unsere lineare Zeitvorstellung nichts als eine Hilfskonstruktion ist, wusste Einstein, weiß die Quantenphysik. Wie man mit dieser Erkenntnis ein spannendes Spiel treiben kann, und zwar jenseits von Science-Fiction, zeigt Martin Suter in seinem Psychothriller „Die Zeit, die Zeit“, der nur in Teilen als Krimi durchgeht.
  Zwei Männer, Nachbarn, beide verwitwet, der eine hochbetagt, der andere noch fast jung, kämpfen gegen die Unwiderruflichkeit eines schweren Verlusts. Der eine will den Mörder seiner Frau finden, indem er jeden Tag aufs Neue rekonstruiert, was sich vor jenem Verbrechen zugetragen hat. Der andere hängt einer Theorie an, nach der er den Malariatod seiner Gattin rückgängig machen wird, wenn er in seinem Umfeld akribisch alle Veränderungen tilgt, die sich seit ihrem Ableben ereignet haben. Gemeinsam lassen sich die beiden Besessenen auf ein abenteuerliches Experiment ein, das Suter mit kühler Sachlichkeit und nervenaufreibender Detailtreue schildert. Mag der Schluss auch ein wenig enttäuschen, so ist das, was vorausgeht, doch eine der reifsten Leistungen des Schweizer Erfolgsschriftstellers.  KRISTINA MAIDT-ZINKE
    
    
          
Martin Suter: Die Zeit,
die Zeit. Roman. Diogenes Verlag Zürich 2013.
198 Seiten, 10,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Besprechung von 25.06.2015
Genauigkeit und Zeit
Martin Suter schreibt den Schluss seines Romans um

Martin Suter ist ein Autor, dem es um Genauigkeit zu tun ist, in jedem seiner Bücher aufs Neue. Sein jüngster Thriller "Montecristo", in dem er es mit dem Gebaren der Großbanken und der Politik aufnimmt, ist dafür ein weiterer Beweis (F.A.Z. vom 7. März). Suters Präzision funktioniert auch in "Montecristo" nicht leichthändig realistisch, sondern er treibt den Möglichkeitssinn auf die Spitze maximaler Annäherung an die Wahrscheinlichkeit. Die Fiktion ist absolut plausibel; sie kann nur von der Wirklichkeit selbst überboten werden. Seine bisher weitestgehende Probe aufs Exempel des Wahrscheinlichen hat er aber 2012 im Roman "Die Zeit, die Zeit" statuiert.

Dort spielt Suter ein Szenario durch, das es mit dem Enigma des Raum-Zeit-Kontinuums aufnimmt: Was geschieht, wenn bis ins kleinste Detail ein Jahrzehnte vergangener Raum wiederhergestellt wird? Lässt sich dann auch die Zeit zurückstellen? Und lassen sich mit ihr auch Geschehnisse in der Zeit ungeschehen machen, allen voran der Tod? "Die Zeit, die Zeit" handelt von heute Lebenden, die ihre betrauerten Toten zurücksehnen. Sie stellen deshalb mit unvorstellbarem Aufwand eine zwei Jahrzehnte zurückliegende Umgebung wieder her, wie sie zu einem sekundengenauen Moment in der Zeit existierte, mit äußerster Perfektion wird ein ganzes Haus samt Interieur und umliegendem Gelände rekonstruiert. Am Ende entließ Suter seine Leser aus "Die Zeit, die Zeit" ins Ungewisse, ob nämlich nicht, was im Buch geschieht, einem schweren Traum entsprungen sein könnte - bisher.

Den Autor selbst mit solcherart Sinnfragen zu behelligen, entspricht nicht ganz den Spielregeln. Doch das Rätsel von "Die Zeit, die Zeit" insistierte, auch in mir. Also habe ich Martin Suter bei Gelegenheit darauf angesprochen. Er nahm das zum Anlass einer Erklärung: "Ich habe den Schluss von ,Die Zeit, die Zeit' umgeschrieben." Denn es hatte ihm keine Ruhe gelassen, dass eine kurze Passage fast am Ende des Romans die Absicht, die er mit seinem Erzählen verfolgte, unklar werden ließ: "Ausgerechnet mir, der ich Geschichten, die sich am Schluss als bloße Träume herausstellen, stets aus tiefstem Herzen gehasst habe, musste dieses Missverständnis passieren. Und ich wusste auch genau, welcher kleine handwerkliche Fehler dazu geführt hat." Also hat er diesen - aus seiner Sicht - Fauxpas korrigiert, für die aktuelle Auflage von "Die Zeit, die Zeit". Es brauchte dafür nur ein paar Sätze, doch die waren ihm wichtig. "Es funktioniert", sagte er noch mit einem Lächeln, als wir darüber redeten.

Martin Suter ist ein Schriftsteller, und er hasst das Ungefähre; ihm ist es um die Wahrheit im Innern seiner Geschichte zu tun. Und die beinah unmerkliche Variante hat mit seiner Genauigkeit zu tun. Vor allem aber ist sie eine Geste der Sorgfalt und Achtung gegenüber seinen Lesern; er hat sie nicht in einer Ungewissheit belassen wollen, die er selbst verschuldet hat.

ROSE-MARIA GROPP

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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