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Bewertung von Pan Tau Books - Ein Buchblog

Auch wenn Weihnachten nun schon etwas länger vorbei ist, möchte ich euch unbedingt noch dieses tolle neue Kinderbuch aus der Feder von Andreas Steinhöfel vorstellen. Rico, Oskar …


    Gebundenes Buch

2 Kundenbewertungen

Weihnachten in der Dieffe: volles Programm und nichts läuft nach Plan! Die Bäume sind zwar geschmückt, aber wer mit wem feiert, wird noch einmal kräftig durchgemischt. Und warum verschwindet ständig so viel Essen - füttert Oskar da etwa noch jemanden mit durch? Als nun auch noch ein Schneesturm über Berlin hereinbricht und niemand mehr rauskann, ist das Chaos perfekt. Und keiner ahnt, dass auf Rico und Oskar nicht nur eine, sondern gleich zwei große Überraschungen warten ...
Alle Bücher über Rico und Oskar: Rico, Oskar und der Diebstahlstein Rico, Oskar und das Herzgebreche Rico, Oskar und
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Produktbeschreibung
Weihnachten in der Dieffe: volles Programm und nichts läuft nach Plan! Die Bäume sind zwar geschmückt, aber wer mit wem feiert, wird noch einmal kräftig durchgemischt. Und warum verschwindet ständig so viel Essen - füttert Oskar da etwa noch jemanden mit durch? Als nun auch noch ein Schneesturm über Berlin hereinbricht und niemand mehr rauskann, ist das Chaos perfekt. Und keiner ahnt, dass auf Rico und Oskar nicht nur eine, sondern gleich zwei große Überraschungen warten ...

Alle Bücher über Rico und Oskar:
Rico, Oskar und der Diebstahlstein
Rico, Oskar und das Herzgebreche
Rico, Oskar und die Tieferschatten
Rico, Oskar und das VomhimmelhochKindercomics:
Rico & Oskar - Fische aus Silber
Rico & Oskar - Die Regenhütte
Rico & Oskar - Die perfekte Arschbombe
Rico & Oskar - Die Sache mit den Öhrchen
  • Produktdetails
  • Rico und Oskar
  • Verlag: Carlsen
  • Seitenzahl: 272
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Erscheinungstermin: Oktober 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 152mm x 32mm
  • Gewicht: 591g
  • ISBN-13: 9783551556653
  • ISBN-10: 3551556652
  • Artikelnr.: 48074422
Autorenporträt
Andreas Steinhöfel, geboren 1962, studierte Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften in Marburg. Nach Abschluss des Studiums erschien 1991 sein erstes Jugendbuch "Dirk und ich".
Neben dem Schreiben ist er als Übersetzer tätig, verfasst Drehbücher und rezensiert Jugendliteratur für die FAZ und DIE ZEIT. Bislang hat er zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, welche mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt Andreas Steinhöfel den "Erich Kästner Preis für Literatur" und 2013 den "Deutschen Jugendliteraturpreis".
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.11.2017

Dann bewegt man die Hand und fragt: Besser?

Andreas Steinhöfel beschert seinen Kinderbuchhelden Rico und Oskar einen Heiligabend mit Schneesturm und Überraschungsgästen.

Von Fridtjof Küchemann

Zusammen sind Rico und Oskar schwer zu toppen, das weiß jedes Kind. Zumindest sollte jedes etwa zehn Jahre alte Kind das wissen, denn es wäre ein Jammer, in diesem Lesealter die Geschichten des nach Selbstauskunft tiefenbegabten Erzählers und seines allem Anschein nach hochbegabten Freundes zu verpassen. Doch in "Rico, Oskar und das vom Himmelhoch", dem vierten Roman aus Andreas Steinhöfels Kinderbuchreihe, muss die entscheidenden Rätsel jeder für sich allein lösen, ohne den anderen, gegen den anderen in gewisser Hinsicht. Selbst wenn auch diesmal nicht viel gefehlt hat, damit sich die beiden Freunde einander anvertraut hätten: ein bisschen mehr Gelassenheit vielleicht in der einen, ein bisschen weniger Heißhunger in der anderen Situation.

Wer hat die Schneekugel mit der kleinen Meerjungfrau gestohlen? Gerade erst hatte Oskar sie aus dem Sommerurlaub mitgebracht, aus den Wochen in Dänemark, in denen Rico zu Hause in Berlin schon vor Langeweile zu versauern befürchtet hatte. Doch dann hatte eine großspurige Zufallsbekanntschaft den Größeren des ungleichen Freundespaares in einen Hinterhof geführt, in dem eine wilde Berliner Kindermischung die Sommerferientage verbrachte. Und Rico nur zu gerne mit ihnen. Nach seiner Rückkehr wurde sogar Oskar seiner Neigung zum Fremdeln zum Trotz in die Gruppe aufgenommen. Doch als eines Tages die Schneekugel verschwindet, fällt ihm zu jedem der neuen Freunde ein Motiv ein. Eine Situation, die Oskar mit der Gruppe brechen lässt und auch seine Freundschaft mit Rico auf die Probe stellt.

Es sollen Monate vergehen, bis der Dieb schließlich den Mut zum Geständnis und zu einer Entschuldigung findet. Ausgerechnet an Heiligabend, zur Unzeit, auch wenn einer der multikulturellen Hinterhoffreunde noch gemeint hatte, Oskar wäre dann womöglich "friedlicher gestimmt wegen der feiernden Christenheit, also barmherziger, nächstenliebender und vergebender und so weiter".

Wer hätte auch damit rechnen können, dass ausgerechnet an diesem Tag ein Schneesturm Berlin lahmlegen sollte, wie ihn die Stadt noch nicht gesehen hat? Wer hätte ahnen können, dass Ricos Halbschwester, die doch erst in zwei Wochen auf die Welt kommen sollte, ausgerechnet jetzt ungeduldig wird? Und wer wäre darauf gekommen, weshalb Oskar just an diesem Abend in eine Situation gerät, die ihn grundsätzlich überfordert, seinen ebenfalls zur Überforderung neigenden Vater allerdings auf eine Weise über sich hinauswachsen lässt, die es dem Jungen schließlich möglich macht, zu seiner Verantwortung zu stehen und ihm zu folgen? Es gibt gleich eine ganze Reihe großer Auftritte in Andreas Steinhöfels Geschichte. Das liegt an der Kunst des Schriftstellers, Charaktere und Beziehungen von einer Vielschichtigkeit und zugleich Selbstverständlichkeit zu entwickeln, wie es nicht nur in der Kinderliteratur selten ist.

Wer noch eine Vorstellung davon bekommen will, warum Steinhöfel unlängst als erster dezidiert für Kinder schreibender Autor in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen worden ist, der findet sie hier: in der Tiefe, der Wärme und dem Witz, die der Schriftsteller mit den vermeintlich einfachen sprachlichen Mitteln eines ein Förderzentrum besuchenden Kindes zu erzeugen vermag. Eine Geburt sei kein Kindergeburtstag, stellt der Stiefvater klar, als Ricos Mutter in den Wehen liegt - um sich prompt den Einspruch des Jungen einzuhandeln. Selbst das Hadern mit der Sprache wird zur Poesie: Um sich und den hereingeschneiten Freunden die Zeit zu vertreiben, wird "Der Zauberer von Oz" geschaut, ein Film, in dem, wie Rico zusammenfasst, ein Mädchen mit seinem Hund ins Land Oz "sturmverwirbelt, wirbelverstürmt oder versturmwirbelt" werde.

"Vomhimmelhoch" setzt nicht voraus, die anderen Abenteuer von Rico und Oskar zu kennen - Andreas Steinhöfel belässt es bei wenigen Anspielungen. Doch es ist rührend zu lesen, welche Entwicklung der Autor seinen Erzähler nehmen lässt, wie Rico an seiner Freundschaft mit Oskar seit dem ersten Band gewachsen ist, an der Fürsorge und den Herausforderungen der Nachbarschaft, wie sein Selbstvertrauen zunimmt und die Momente blanker Überforderungen weniger werden, in denen in seinem Kopf nur noch die Bingokugeln aneinanderklacken.

Nicht nur für komplizierte Gefühle findet Rico einfache Worte, sondern auch für die richtige Art, sie zu zeigen. Als sich Frau Dahling später am Tag zu Hause fragt, wo ihr Freund bei dem Wetter nur bleibt, tröstet der Junge sie: "Ich ging zu ihr und nahm sie in den Arm", schildert Rico, "was natürlich bedeutete, sie nahm mich in den Arm, weil sie größer ist als ich, aber ich war der Drücker." Und auch als der reumütige Schneekugeldieb es immerhin bis in Ricos Wohnung geschafft hat, ihm dort aber aus Angst vor dem Wiedersehen mit Oskar und aus Scham die Tränen kommen, weiß Rico, was zu tun ist: "Wenn einer weint, legt man ihm eine Hand auf die Schulter oder wo gerade Platz ist. Man wartet still und zählt bis ungefähr zwanzig. Dann bewegt man seine Hand ein ganz kleines bisschen, aber wirklich nur ein bisschen, und sagt: ,Besser?'"

Dabei weiß Rico nicht etwa mehr von der Welt und von den Menschen, als ein kleiner Junge mit großem Herzen eben wissen kann. Seine Einsichten sind klar, aber diskret, ähnlich wie in den Buchillustrationen Peter Schössows, in denen das Entscheidende oft außerhalb des Bildes zu finden wäre, das emotionale Echo allerdings offensichtlich ist. Die Schlaglichter, die Steinhöfel so auf Ricos Familie, seine Nachbarn und Freunde wirft, zeigen ein bewegendes Spektrum an Charakteren und Konstellationen: Zu lesen, wie sich Oskar und sein ebenfalls hochempfindlicher Vater miteinander zurechtfinden, wie unbekümmert sich die Freunde dieses Vaters gelegentlich über dessen Einwände und Vorwände hinwegsetzen, wie Rico und sein Stiefvater damit klarkommen, zu einer Familie zusammenzuwachsen, die auch noch Zuwachs erwartet, wie die Hinterhofbande bei aller Unterschiedlichkeit der kindlichen Charaktere zusammenspielt oder wie vielfältig die Stimmungen und Schwingungen sind, mit denen die Nachbarn im Haus Diefe 93 miteinander auskommen, ist das große Vergnügen dieser Weihnachtsgeschichte, die weit über das christliche Fest der Liebe hinausweist.

Andreas Steinhöfel: "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch". Roman.

Carlsen Verlag, Hamburg 2017. 272 S., geb., 14,99 [Euro]. Ab 10 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 22.12.2017

Die geklaute Schneekugel
Andreas Steinhöfel bereitet seinen Helden ein spannendes Weihnachtsfest
Als Andreas Steinhöfel 2008 die literarischen Kinderfiguren Rico und Oskar erfand, ahnte er nicht, dass diese beiden Knaben sein Leben fortan begleiten, ja bestimmen würden. Das Buch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ wurde zwar sogleich mit dem „Luchs“ von der Zeit und Radio Bremen ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, doch den wirklichen Erfolg hatte es bei den Kindern, die diesen „tiefbegabten“ Rico und seinen skurrilen, hochbegabten Freund Oskar so liebten, dass sie den Autor zu einer Fortsetzung nach der anderen überredeten.
Nun also der vierte Band, eine Weihnachtsgeschichte, wie der Titel mit einer typischen Steinhöfel-Wortschöpfung verrät: „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“. In der Dieffe 93 hat sich einiges verändert, Ricos Mutter hat ihren Nachbarn Simon Westbühl – von Rico respektlos „der Bühl“ genannt – geheiratet, und Rico hat als Trost einen Hund namens Porsche bekommen. Oskar ist mit seinem Vater in die leere Wohnung vom alten Fietzke gezogen, doch das Aufregendste steht noch bevor, denn Anfang Januar soll Rico ein Geschwisterchen bekommen! Einem stimmungsvollen Weihnachtsfest für die Bewohner der Dieffe 93 scheint also nichts im Wege zu stehen. Wenn nur Oskar nicht so seltsam wäre, als hätte er ein Geheimnis, kein Weihnachtsgeheimnis offenbar, eher etwas, das ihn bedrückt. Was dazu führt, dass er den überraschenden Besuch der beiden Hinterhoffreunde aus dem Sommer, die gekommen sind, um die geklaute Schneekugel zurückzubringen und um Vergebung zu bitten, schnöde zurückweist. Und Rico an seinen freundschaftlichen Gefühlen für Oskar zweifeln lässt.
Doch dann legt ein Schneesturm die Stadt lahm und Ricos Geschwisterchen will unbedingt ein Christkind werden, was bei diesem Wetter auf eine Hausgeburt ohne ärztliche Hilfe hinausläuft. Probleme über Probleme also, doch Andreas Steinhöfel lässt seinen tiefbegabten Helden über sich selbst hinauswachsen: „So. Jetzt kommt mal so eine Stelle, an der ich beweisen kann, dass in dem Wort Tiefbegabung der vordere tiefe Teil nicht so wichtig ist wie der begabte hintere, jedenfalls solange der hintere einigermaßen funktioniert.“ Doch nicht nur Rico, alle Bewohner der Dieffe 93, die Andreas Steinhöfel auf seine unnachahmliche Weise mit all ihren Macken und Besonderheiten lebendig werden lässt, und ihre wegen des Schneesturms zahlreichen Besucher helfen zusammen in dieser Nacht, als Ricos Schwesterchen zur Welt kommt, Oskars Geheimnis sich nicht länger geheim halten lässt, und alles außer Kontrolle zu geraten droht.
„Die Dieffe 93 hatte sich wacker gehalten. Wir alle hatten uns wacker gehalten“, kommentiert Rico das turbulente Geschehen, nachdem alles gut ausgegangen ist. Es sei das schönste „Happy End“, das ihm jemals eingefallen sei, hat Andreas Steinhöfel bei einer Lesung verraten. Und ja, der vierte „Rico“, samt den originellen, winterlichen Illustrationen von Peter Schössow, ist ihm wieder rundherum gelungen! (ab 10 Jahre)
HILDE ELISABETH MENZEL
Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch. Mit lllustrationen von Peter Schössow. Carlsen Verlag 2017. 128 Seiten, 14,99 Euro.
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"Der beste 'Rico, Oskar'-Roman von allen!", DER TAGESSPIEGEL, Susanna Nieder, 23.12.2017