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Bewertung von allegra

Pierrot wächst in den 30er Jahren in Paris auf. Seine Mutter ist Französin, sein Vater Deutscher, der im 1. Weltkrieg an der Front gekämpft hat. Der Vater legt großen Wert …


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3 Kundenbewertungen

Als Pierrot seine Eltern verliert, muss er Paris verlassen und ein neues Leben bei seiner Tante beginnen, die in einem wohlhabenden deutschen Haushalt dient. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht vor der Tür. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Fassungslos muss der Hörer miterleben, wie sich Pierrot zum skrupellosen Nazi wandelt, seinen besten Freund verleugnet und seine Tante verrät. John Boyne ist das eindringliche Porträt eines Jungen gelungen, der den Machtversprechen des Nationalsozialismus erliegt und sich viel…mehr

Produktbeschreibung
Als Pierrot seine Eltern verliert, muss er Paris verlassen und ein neues Leben bei seiner Tante beginnen, die in einem wohlhabenden deutschen Haushalt dient. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht vor der Tür. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Fassungslos muss der Hörer miterleben, wie sich Pierrot zum skrupellosen Nazi wandelt, seinen besten Freund verleugnet und seine Tante verrät. John Boyne ist das eindringliche Porträt eines Jungen gelungen, der den Machtversprechen des Nationalsozialismus erliegt und sich viel zu spät bewusst wird, wie menschenverachtend und hasserfüllt deren Ideologie – und sein eigenes Handeln – ist.
  • Produktdetails
  • Verlag: Igel Records
  • Gesamtlaufzeit: 387 Min.
  • Altersempfehlung: ab 3 Jahre
  • Erscheinungstermin: 01.09.2018
  • ISBN-13: 9783731394754
  • Artikelnr.: 53793714
Autorenporträt
John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er studierte "Englische Literatur' und 'Kreatives Schreiben' in Dublin und Norwich.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Vor zehn Jahren veröffentlichte der Ire John Boyne seinen Jugendroman "Der Junge im gestreiften Pyjama", eine große Allegorie über Unschuld und Verrat, Freundschaft und Sühne. In "Der Junge auf dem Berg" gerät erneut ein junger Mensch in den Dunstkreis des Nationalsozialismus und wird Opfer von Manipulation und Indoktrination. Pierrot, in Paris geborener Sohn eines Deutschen und einer Französin, kommt nach dem Tod seiner Eltern in die Obhut seiner Tante, die auf dem Berghof Hitlers Arbeit findet. Aus Pierrot wird Peter, aus einem Kind, dessen bester Freund ein stummer jüdischer Mitschüler namens Anshel war, ein von Hitlers Macht geblendeter Mitläufer, der im Führer einen Vaterersatz sieht und sich immer mehr der Lehre seines Meisters verschreibt. Boynes Roman über Pierrot, der vom toleranten, lebensfrohen Kind zu einem fanatischen Jung-Nazi mutiert, ist ein düsteres, spannendes Porträt einer verratenen Generation, die sich selbst verliert. Eigentlich ein Jugendbuch, aber Boyne zieht keine Grenze zwischen erwachsenen und jugendlichen Lesern. Das Thema ist aktuell wie eh und je, die Beeinflussung durch große Worte und leere Verspechen kein Phänomen der Hitlerzeit und Gewalt gegen Minderheiten und Andersdenkende keine Zeiterscheinung der Vergangenheit.

John Boyne erzählt eine Parabel über Verführung. Sie ist gültig für heute. Cornelia Geißler Berliner Zeitung 20170824

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 15.09.2017

Pierrot
und der „Führer“
Keine Fabel – das neue
Buch von John Boyne
John Boynes Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ war vor zehn Jahren ein Welterfolg. Kritische Stimmen bemängelten damals, man könne ein in seiner Tragik unermessliches Thema wie den Holocaust nicht auf eine irreale Freundschaft zwischen dem Kind eines Lagerkommandanten und einem gleichaltrigen jüdischen Jungen herunterbrechen. Nur in Form einer Fabel konnte der Ire seinem Anliegen gerecht werden.
In seinem neuen Roman, „Der Junge auf dem Berg“ – übersetzt von Ilse Layer – ist von Fabel keine Rede mehr. An John Boynes hehrer Intention besteht indes kein Zweifel: die Geschichte der Verführbarkeit eines jungen Menschen zu erzählen. Er schickt den französischen Waisenjungen Pierrot 1937 im Alter von sieben Jahren auf den Berghof, das wichtigste Refugium Adolf Hitlers, gleichwohl ein zentraler Ort seiner Machtausübung. Dort arbeitet Pierrots Tante als Hauswirtschafterin, die sich, mit Hitlers Erlaubnis, des leidgeprüften, sensiblen Kindes annimmt. Der vom Ersten Weltkrieg traumatisierte deutsche Vater hatte sich das Leben genommen. Seine französische Mutter starb an Tuberkulose. Pierrot faszinieren alsbald Uniformen und forsches Auftreten machtbewusster HJ-Funktionäre. Zudem gerät er immer mehr in den Bann des „Führers“, der ihm unerwartet Vertrauen schenkt. So entwickelt sich Pierrot, der inzwischen Peter heißt, zu einem Fanatiker, der schließlich das Leben ihm naher Menschen zerstört und unter einem Berg von Schuld versinkt, die ihn ein Leben lang zeichnet, selbst wenn ihm Boyne am Ende eine besondere Art der Katharsis zuteil werden lässt.
Der erste Teil der Geschichte erscheint glaubwürdig. Die Konflikte der Eltern. Die innige Freundschaft zu einem jüdischen Nachbarsjungen. Der Aufenthalt im Waisenhaus. Dann aber, als sich das Kind auf dem Berghof einlebt, beugt Boyne die Realität derart auf das Maß seiner Absicht herunter, dass der wissende Leser, der die Geschichte der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs kennt, die Stirn in Falten legt. Hitler ist von nicht unbedingt wohlgesonnenen Bediensteten umgeben. Ein Attentat wird vorbereitet und im letzten Augenblick verhindert. Pierrot-Peter liest inzwischen mit Begeisterung „Mein Kampf“. Als Protokollführer eines Geheimgesprächs wird er unmittelbarer Ohrenzeuge der Auschwitz-Pläne. Er versucht, eine Mitschülerin, die ihm nicht zu Willen ist, mit Gewalt zu erobern. Mit 15 schenkt er Eva Braun Thomas Manns „Zauberberg“. Kurz vor Kriegsende bereut er sofort „zutiefst“. Orientierungslos zieht er über Land und wird Lehrer in Amsterdam. Erst danach liest er angeblich sein erstes Buch seit „Emil und die Detektive“, seiner Lieblingslektüre aus Kindertagen.
Die historischen Tatsachen werden vom Autor zur Förderung des Erkenntnisprozesses des Lesers zurechtgebogen und so unglaubwürdig. Um die Verführbarkeit junger Menschen zu veranschaulichen, braucht es kein pseudorealistisches Szenarium aus dem Inneren des Hitlerschen Machtzirkels. Dazu reicht einfach eine Fabel. (ab 13 Jahre)
SIGGI SEUSS
John Boyne: Der Junge auf dem Berg. Aus dem Englischen von Ilse Layer. Fischer Verlag, Frankfurt 2017. 304 Seiten, 16,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.09.2017

Mitschuldig werden ist nicht schwer
Zu Gast bei Hitler: John Boynes Roman "Der Junge auf dem Berg"

Die Debatte, ob und wie die Ereignisse überhaupt darstellbar sein könnten, begann bereits während des Holocausts und ging nach 1945 bis in die unmittelbare Gegenwart weiter - in der Jugendliteratur zuletzt im Fall von John Boynes Roman "Der Junge im gestreiften Pyjama". Während etwa Elie Wiesel in seinem berühmten Diktum jedem Roman über Auschwitz attestierte, entweder kein Roman zu sein oder nicht von Auschwitz zu handeln, war es Imre Kertész, der im "Galeerentagebuch" formulierte, dass das Konzentrationslager nur als Literatur vorstellbar sei, nicht als Realität.

Wenn auch diese Debatte nicht endgültig entschieden ist, so manifestierte sich doch in den letzten zwanzig Jahren ein deutlich vernehmbares Unbehagen gegen Fiktionalisierungen des Holocausts, und das vor allem bei Romanen von nachgeborenen Autoren. Die immer wieder geführte Diskussion, ob man "so" über den Holocaust und die NS-Zeit erzählen "dürfe", überdeckt freilich die Tatsache, dass fiktionales Erzählen letztlich anthropologisch notwendig ist: Der Mensch als "geschichtenerzählendes Tier" (Graham Swift) braucht das Verkleinerungsglas der Fiktion, um seine Geschichte auch emotional zu begreifen. An dieser Stelle berühren sich Zeitzeugenbericht und Roman: Sie individualisieren Schicksale im Massenmord auf je eigene Weise und machen diesen so überhaupt erst fassbar.

Die Zeitzeugenberichte werden deshalb als Textmonumente enorm wichtig bleiben, doch wir werden uns zwangsläufig ebenso von ihrer Erfahrungswelt entfernen. Unser Geschichtsverständnis bedarf deshalb immer auch der Aktualisierung durch Geschichten (und nicht nur durch neue Sachbücher), sonst wird es irgendwann bedeutungslos. Das zu verhindern ist die eigentliche Leistung des historischen Romans, gerade über den Holocaust. Wenn man einen solchen beurteilt, sollte man also lieber fragen, wie er sich seinem Gegenstand nähert und was genau er erzählen will, und nicht, ob er das überhaupt darf und ob er dabei die Ereignisse immer historisch adäquat abbildet.

Bei John Boynes Roman "Der Junge im gestreiften Pyjama", dem Welterfolg aus dem Jahr 2006, kann man das exemplarisch zeigen: Liest man ihn (zumal in der Schule) als einen Roman, der die Ereignisgeschichte des Holocausts vermittelt, gar als Text über das reale Auschwitz, ist er tatsächlich in jeder Hinsicht unangemessen: Er enthält historische Fehler und Ungenauigkeiten und bietet zudem eine hochproblematische poetische Gerechtigkeit. Doch der Roman wird von Anfang an als Fabel, als Gleichnis präsentiert und handelt letztlich davon, warum man die vielen Zäune, die zwischen Menschen errichtet werden, überwinden muss. Die Erzählung vermag damit für Kinder und Jugendliche sicher nicht zu erklären, was das historische Auschwitz war, kann aber eine moralische Frage illustrieren, die sich nicht zuletzt aus den historischen Ereignissen ergibt und noch immer stellt, vielleicht dringlicher denn je.

Boynes neuer Roman "Der Junge auf dem Berg", der bereits 2015 auf Englisch erschien und nun auch auf Deutsch angeboten wird, ist nicht nur eine Art literarischer Gegenschuss zum "Jungen im gestreiften Pyjama", sondern wird gleich in mehrfacher Hinsicht explizit mit seinem Vorgänger verbunden. Das beginnt auf paratextueller Ebene: Habe er im ersten Roman noch der Hoffnung Ausdruck verliehen, Hass, Vorurteile und Diskriminierung seien primär Erscheinungen der Vergangenheit, hätten ihn die aktuellen Ereignisse eines Besseren belehrt, schreibt der Autor im Vorwort. Deshalb erzähle er ein weiteres Mal von dieser Zeit und davon, "wie leicht es doch ist, verdorben zu werden, sich mitschuldig zu machen, dem Bösen tatenlos zuzusehen".

Im Romantext begegnen dem Leser zudem bekannte Figuren aus der anderen "Junge"-Erzählung: Bruno huscht mit seiner Schwester und seiner Mutter durch das Bild, sein Vater, der spätere KZ-Kommandant, hat sogar mehrere Auftritte. Und doch ist die neue Geschichte anders angelegt: Sie wird nicht als Fabel gekennzeichnet, sondern als Roman. Das weist das Geschehen zwar einerseits wieder als fiktiv aus, aber durch einen Hinweis über dem Impressum, dass das Werk teilweise auf Tatsachen basiere, wird die Verbindung zu den historischen Ereignissen andererseits deutlich gestärkt.

Erzählt wird die Geschichte von Pierrot, einem Jungen, der zunächst allein mit seiner französischen Mutter in Paris aufwächst, weil sein deutscher Vater, gebrochen von den Schrecken des Ersten Weltkriegs, die Familie verlassen hat und stirbt. Als seine Mutter der Tuberkulose erliegt, muss der Junge, der gerne bei der Familie seines jüdischen Freundes Anshel Bronstein geblieben wäre, in ein Waisenhaus. Von dort holt ihn 1936 seine Tante Beatrix nach Deutschland, denn sie arbeitet als Angestellte auf einem großen Anwesen, und der Hausherr hat zugestimmt, dass Pierrot dort leben darf. Schnell stellt sich heraus, dass es nicht irgendein Haus ist, in das der Junge einzieht, und der Besitzer nicht irgendwer: Es ist der Berghof, die Sommerresidenz Adolf Hitlers. Pierrot, der sich bald Peter nennen wird, gerät in den Bann des "Führers", er will ihm unbedingt gefallen und genießt es, dass er durch die Nähe zum Diktator an Macht im Haus und im Ort gewinnt. Zunehmend entwickelt sich der anfangs noch sympathische Protagonist zum mörderisch gefährlichen Scheusal. In seiner jugendlichen Selbstgerechtigkeit begeht er mehrfach entsetzlichen Verrat und steht deshalb am Kriegsende allein und voller Schuld da.

Dass die Geschichte da noch nicht endet, sondern noch eine Wendung nimmt (bei der Anshel wieder eine Rolle spielt), ist sicher eine Stärke des Romans. Auch in anderer Hinsicht kann er überzeugen: Selbst wenn Hitler als Figur notwendigerweise stark vereinfacht wird, so entwirft Boyne doch einen im Erzählkontext glaubwürdigen Charakter, der zwar charismatisch wirkt, aber immer wieder zeigt, wie wenig er zur Empathie fähig ist. Genau diesem Vorbild wird Pierrot folgen und erst zu spät erkennen, wohin er geraten ist.

Historisch ist der Roman insgesamt genauer als "Der Junge im gestreiften Pyjama": Immer wieder werden verbürgte Episoden in die Geschichte eingewoben, wie der Besuch des Herzogs von Windsor und Wallis Simpsons auf dem Berghof, doch manchmal wirken diese historischen Anbindungen auch arg bemüht. Ihre Stärken hat auch diese Erzählung nämlich nicht in einer vermeintlichen geschichtlichen Genauigkeit, sondern in den moralischen Fragen, die sie aufwirft. In dieser Hinsicht ist Boyne ein spannender, hervorragend erzählter Jugendroman gelungen, der seine Leserinnen und Leser nicht unberührt lassen wird.

SASCHA FEUCHERT

Der Autor ist Professor für neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und ihre Didaktik an der Universität Gießen.

John Boyne: "Der Junge auf dem Berg". Roman.

Aus dem Englischen von Ilse Layer. Fischer KJB, Frankfurt 2017. 304 S., geb., 16,99 [Euro]. Ab 12 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

John Boyne erzählt in seinem neuen Roman "Der Junge auf dem Berg" wieder von der NS-Zeit, diesmal aber nicht in Form einer Fabel, wie bei seinem Erfolgsroman "Der Junge im gestreiften Pyjama", sondern mit mehr Bezug zur Realität, berichtet Rezensent Siggi Seuß. Er folgt hier dem Waisenjungen Pierrot, der auf dem Berghof Hitlers lebt und immer weiter in den "Bann des Führers" und der nationalsozialistischen Machtideologie gerät. Während dem Kritiker der erste Teil des Romans, in dem Pierrot seine Eltern verliert und ins Waisenhaus kommt, durchaus "glaubwürdig" erscheint, bricht Boyne den zweiten Teil seines Romans, der vom Leben auf den Berghof erzählt, zu sehr für den beabsichtigten "Erkenntnisprozess" herunter, bedauert der Kritiker. Statt des "pseudorealistischen Szenariums" hätte Boyle lieber wieder eine Fabel schreiben sollen, meint Seuß.

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