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Benutzername: Inas Buecherregal
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Bewertungen

Insgesamt 75 Bewertungen
Bewertung vom 17.10.2018
toi, toi, TOT! (eBook, ePUB)
Rindler, Ronny; Rindler, Ronny

toi, toi, TOT! (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Jan ist erleichtert, hat er sich doch, inspiriert durch das Musical "Spring", zu einer Entscheidung durchgerungen. Er will springen! Nie fühlte er sich lebendiger. Nun muss er nur noch seiner Schwester Beeke beichten, dann ist er frei. Laut den Musical-Text singend tänzelt er durch die Strasse in Richtung U-Bahn. Die U-Bahn fährt ein, noch eine Minute, plötzlich ein Sturz, Panik, das brüllen des herannahenden Zuges.....

Schon zu Beginn des Buches legt Ronny Rindler ein beachtliches Tempo vor. Ich hatte erst Bedenken ob der Autor das Tempo bis zum Schluß durchhalten kann: Ja, kann er. Das Buch ist eine rasante Berg- und Talfahrt, wobei es meist eher Bergauf geht.

Es gibt viele Beteiligte, sympathische und unsympathische, wie aus dem Leben gegriffen und darum authentisch. Die Handlung selbst klingt erst einmal etwas abgehoben, je weiter man im Buch voran kommt, desto schlüssiger wird das Ganze. Trotzdem bleibt erst mal die Frage aller Fragen: Ist da etwas dran, dass das Musical seine Zuschauer in den Selbstmord treibt?

Das Buch ist flüssig geschrieben, die vielen kurzen Sätze sorgen für einen schnellen Lesegenuß. Die Sprache ist sehr bildhaft, viele Situationen kann man sich gut vorstellen, das Kopfkino kommt auf seine Kosten. Das Buch ist gespickt mit den verschiedensten möglichen und unmöglichen Wortschöpfungen, die für das ein oder andere Schmunzeln und Lachen sorgen.

Ich habe mich prächtig amüsiert, Krimi, Drama, Komödie - alles vorhanden, ich werde dieses Buch definitv weiter empfehlen.

Bewertung vom 16.10.2018
Die Blutstraße (eBook, ePUB)
Barkawitz, Martin

Die Blutstraße (eBook, ePUB)


sehr gut

Jack ist mal wieder knapp bei Kasse, darum ist ihm eigentlich jeder Auftrag recht. Doch das Ehepaar Bishop, das gerade in seinem Büro sitzt um ihm einen Auftrag zu erteilen, ist ihm nicht ganz geheuer. Irgendwas stinkt gewaltig an der Sache. Doch hat Jack eine Wahl?

1928, New York. Wieder mal versucht Jack Reilly sich und seine Sekretärin über Wasser zu halten. Jack ist ein Mann mit Prinzipien, der seine Aufträge gewissenhaft ausführt - wenn auch nicht immer im Sinne des Auftraggebers. Mit Hilfe seiner schlagkräftigen Sekretärin Lucy, die immer ein Hufeisen in ihrer Handtasche hat, kämpft er sich wieder durch New Yorks Strassen, nicht ohne von einer schwierigen Situation in die nächste zu rutschen. Der Fall wird immer undurchsichtiger,

Der Schreibstil ist, wie bei allen Büchern von Martin Barkawitz, flüssig, kurze Sätze sorgen für einen schnellen Lesegenuß.
Der Flair der 30ger Jahre ist wieder sehr gut zu spüren, die bildhafte Sprache versetzt den Leser wieder mal in die Zeit der "schwarz-weiß-Filme".
Der Autor erzählt die Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht Jack Reillys. Der lockere und flapsige Stil passt hervorragend zu einem Privatdetektiv aus der Zeit.
Nebenschauplätze gibt es keine, der Spannungsbogen baut sich zunächst langsam auf, je mehr das Buch allerdings an Tempo zulegt, desto gespannter ist man, ob und vor allem wie Jack diesen Fall lösen wird.

Ein kurzweiliger Krimi, nicht nur für Nostalgie-Fans.

Bewertung vom 12.10.2018
Tödliche Abgründe
Judge, Alex S.

Tödliche Abgründe


ausgezeichnet

Kriminalhauptkommissar Peter Pfeiffer quält sich mit trockener Schreibtischarbeit. Er vermisst seinen ehemaligen Kollegen Ulf, dessen Nachfolgerin Nina Schätzlein auch kein Freund von Papierkram ist. Viel Zeit zum nachtrauern bleibt nicht, ein Mord im Swinger-Club "White Palace" fordert ihre ganze Aufmerksamkeit...

Alex S. Judge schreibt flüssig mit Wortwitz gespickt, dennoch detailreich. Durch ihre zudem bildhafte Sprache fühlt man sich wie mitten im Geschehen, am Tatort kann man fast die Musik hören und den Gestank riechen. Die Örtlichkeiten und Personen kann man sich sehr gut vorstellen, deren Handlungen sind nachvollziehbar und somit authentisch.

Das Ermittlerpaar Pfeiffer und Nina sind mir sehr sympathisch, vor allem Nina die hin und wieder mal Dinge sagt, ohne zuvor nachzudenken. Nach und nach kommen immer mehr Figuren dazu, trotzdem verliert man nicht den Überblick. Zudem gibt es viele Verdächtige, viele Verwirrungen, Sex im Swingerclub und auch ausserhalb, geheime Wünsche, Intrigen - nichts ist wie es scheint. Diese Mischung hält den Spannungsbogen durchgehend oben.

Obwohl es viele Handlungsstränge gibt bleibt der Hauptaugenmerk trotzdem auf den Ermittlungen. Alle Stränge führen am Schluß zu einem schlüssigen Ende, welches mir sehr gut gefallen hat. Es passt meiner Meinung nach einfach perfekt zum Rest des Buches und ist nicht nur lieblos hingeklatscht damit das Buch ein Ende hat, ein würdiger Abschluß einer spannenden und fesselnden Geschichte.
Ich freue mich auf den zweiten Teil der ebenfalls schon bereit liegt.

Bewertung vom 10.10.2018
Hotline
Herrmann, Jutta Maria

Hotline


ausgezeichnet

Er kommt müde nach Hause.
Sie wartet auf ihn, wie schon viele Male zuvor.
Er liebt sie nicht mehr, schickt sie fort.
Sie weint, stößt ihn von sich.
Er fällt.
Sie hat ein Skalpell in der Hand.
Er stirbt.....

Soweit mal die Kurzfassung der Einleitung des Buches. Allein diese kurze Passage macht neugierig, wer die Personen sind und vor allem, warum muss jemand sterben?

Die Autorin schreibt in verschiedenen Perspektiven, dieser Wechsel hält die Spannung oben, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es fast an einem Stück durch. Nach und nach lernt man die Protagonisten kennen, diese sind mal mehr mal weniger sympathisch, eben wie im echten Leben. Dadurch wirken sie erst recht authentisch.

Die Handlung ist in weiten Teilen realitätsnah, ich kann mir gut vorstellen dass es einige Menschen gibt die dort anrufen würden bzw gibt es ja bereits ähnliche Organisationen. Das da die ein oder andere durchgeknallte Person dabei ist ist glaubhaft.
Jutta Maria Herrmann hat aus etwas eigentlich harmlosen eine fesselnde Geschichte gemacht, in der man mit den Protagonisten mitfiebert und mitleidet.

Es gibt ein paar Nebenschauplätze, die nach und nach zusammen führen und für Aufklärung sorgen. Je näher man dem Ende des Buches kommt, umso mehr nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich und am Ende ist nochmal Herzklopfen angesagt.

Dieses Buch hat mich überzeugt, ich werde sicherlich noch mehr von der Autorin lesen.

Bewertung vom 10.10.2018
Falknermord. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)
Ptak, Susanne

Falknermord. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eine stürmische Gewitternacht. Blitz, Donner und sein bellender Hund wecken Ewald Frerichs. Er schaut draussen nach ob alles in Ordnung ist und bemerkt ein fremdes Fahrzeug auf dem Grundstück bei der Baustelle seines Sohnes. Als der Fahrer davonfährt, erkennt Ewald Frerichs den Fahrer, dieser aber auch ihn. Doch was wollte er hier? Kurz darauf hängt vor Ewald Frerichs Tür ein getötetes Huhn mit einer unmissverständlichen Warnung....

Susanne Ptak schreibt sehr realitätsnah, ihre Protagonisten sind authentisch und deren Handlungen verständlich und nachvollziehbar. Man erfährt einiges über die Familien und das Privatleben der Ermittler, ohne vom eigentlichen Geschehen abzulenken.
Das Buch ist flüssig zu lesen, ohne zuviel Ausschmückung seitens der Autorin. Auch gibt es keine Nebenschauplätze die von der eigentlichen Geschichte ablenken.

Der Spannungsbogen baut sich langsam auf, bleibt konstant während der Geschichte bis zur Auflösung am Schluß.

Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten, ein kurzweiliger, empfehlenswerter Krimi mit sympthischen Ermittlern.

Bewertung vom 10.10.2018
Tu, was ich dir sage
Summer, Drea

Tu, was ich dir sage


ausgezeichnet

In einem Park auf Cran Canaria wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, erhängt mit einem Bettlaken um den Hals. Nur gibt es weit und breit keine Bäume. Wer hat ihn dort abgeleg? Inspector Carlos Diaz, den wir im ersten Teil kennengelernt haben, übernimmt die Ermittlungen.

Die Geschichte beginnt erst recht harmlos mit einem einfachen Leichenfund, nimmt allerding recht schnell an Fahrt auf und entwickelt sich in eine erschreckende und erschütternde Richtung, man hofft dass es dies wirklich nur im Buch gibt.
Der Schreibstil ist flüssig, wie bereits im ersten Teil fliegt man nur so durch die Kapitel.
Immer wieder werden spanische Wörter oder Sätze hineingeflochten, was den Protagonisten zusätzlich authenzität verleiht. Deren Handeln ist nachvollziehbar, sympathien schnell verteilt.

Drea Summer bedient sich wieder einer sehr bildhaften Sprache, ohne sich mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten, man bekommt trotz des grausigen Themas Lust auf Urlaub.

Das Ende hat mich begeistert, sofern das bei dieser Thematik gesagt werden darf. Lange habe ich überlegt, wie ich mein Fazit am besten formuliere, um nicht morbide zu erscheinen, aber ich kann nur sagen, es hat mich begeistert.
Dies ist wieder ein sehr zu empfehlendes Buch von Drea Summer.

Bewertung vom 06.10.2018
Sie sind nichts wert
Summer, Drea

Sie sind nichts wert


ausgezeichnet

Katharina und Yasmin machen Urlaub auf Cran Canaria, der Urlaub ist ein Geschenk ihrer Eltern zum bestandenen Abitur. Die beiden lernen Jan und David lernen und verabreden sich am nächsten Tag, um gemeinsam einen Ausflug zu machen. Alles ist toll, Yasmin und David verliebt und auch Katharina hat ein Auge auf Jan geworfen. Doch dann verschwindet Katharina plötzlich, kurz darauf sind die beiden Jungs unauffindbar und Yasmin bleibt verzweifelt und voller Angst zurück...

Drea Summer beginnt ihr Buch mit der Geschichte zweier Mädchen, die neugierig und unbefangen in die Zukunft blicken. Diese Unbekümmertheit kommt sehr gut zum Ausdruck, auch die Angst und Verzweiflung von Yasmin ist sehr gut zu spüren, als Katharina nicht auffindbar ist. Schnell wird die spanische Polizei eingeschaltet, diese bekommt Unterstützung von 2 Ermittlern aus Deutschland, Norbert Richter und Sarah Österreicher.

Ein anderer Erzählstrang ist die Geschichte von Mateo, ein junger Mann der unter der Fittiche seines brutalen und gewalttätigen Vaters steht. Mateo möchte fort, schaut sehnsüchtig auf ein Flugzeug, schafft es aber nicht, sich zu trennen. So wird er weiterhin geschlagen und gequält.

Drea Summer schafft es hervorragend, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen, ich habe mitgelitten und mitgefiebert. Gehofft dass es für Katharina sowie Mateo gut ausgehen wird. Doch schnell wurde mir klar, das nicht alles so ist wie es scheint.
Spannung baut sich schnell auf, durch verschiedene Nebenhandlungen wird diese das ganze Buch über gehalten.

Der Schluß hat mich dann sehr überrascht, auch nachdenklich zurück gelassen. Hätte ich genauso gehandelt?

Ein tolles Buch von Drea Summer, der zweite Teil liegt auch schon bereit. Sehr zu empfehlen.

Bewertung vom 06.10.2018
Die Toten vom Ennert
Büchel, Karin

Die Toten vom Ennert


sehr gut

Kommissarin Mira Jäger erholt sich auf Juist vom Alltagstrubel. Doch kaum zurück hat der Polizei-Alltag sie wieder, ein Toter wird entdeckt. Mit ihrem Kollegen Hansen macht sich Mira Jäger auf den Weg zum Tatort. Doch dann der Schock, der Tote ist Utz, ihre Jugendliebe....

Karin Büchel schreibt die Geschichte um Mira Jäger in der Ich-Form, der Leser begleitet die Kommissarin rund um die Uhr. Das Buch beginnt die Autorin mit einem Vorwort von Mira Jäger, dies hat mir sehr gefallen und macht die Figur "greifbarer".
Mira Jäger passieren wie den Menschen im realen Leben Mißgeschicke, muss sich ihren nervenden Ex-Mann vom Leib halten, die Beschreibungen des alltäglichen macht die Protagonistin authentisch und sympathisch.

Mira Jägers Anspannung ist gut erkennbar, im privaten wie auch im beruflichen Bereich. Einerseits ist sie taff, andererseits lässt sie sich von Ex-Mann und Freundin gängeln. Vom Privatleben der anderen Figuren erfährt man nicht viel, ausser das die Kinder von Hansen irgendwie immer krank sind oder zahnen und die Frau überfordert scheint.

Der Schreibstil ist flüssig, manchmal sogar kurz und knapp. Die Autorin verwendet keine verschachtelten Sätze, Nebenschauplätze gibt es so gut wie keine. Spannung baut sich langsam auf, bis fast zum Schluß ist nicht klar wer dahinter steckt.Das Ende ist schnell abgehandelt, passt sich aber dadurch dem Stil des Buches an.

Bewertung vom 03.10.2018
Befreit
Kloppmann, Ina

Befreit


sehr gut

Linda zieht aus der Kleinstadt nach San Fransisco, fast langsam Fuß. Doch eines fehlt ihr noch, ein Partner an ihrer Seite. Sie lernt Robin kennen und lieben...doch wer ist Robin wirklich?

Kurz und knackig, wie auf dem Cover versprochen: Für zwischendurch und Unterwegs Kurzkrimi. Leider viel zu kurz für mich. Trotzdem gelang es der Autorin auch auf den nur 46 Seiten Spannung aufkommenzu lassen.
Die Protagonisten erscheinen authentisch, die Handlung ist schlüssig.
Ina Kloppmann schreibt flüssig ohne abzuschweifen, dieser Kurzkrimi macht Lust auf weitere Werke von ihr.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.10.2018
Die Party
Winner, Jonas

Die Party


ausgezeichnet

"Brandon hat noch eine Stunde zu leben"
MIt diesem Satz endet das erste Kapitel.
Brandon sieht sich ein Fotoalbum an, Bilder von einer Halloween-Party vor 30 Jahren. Ein paar der Gäste lädt er nun wieder zu einer Halloween-Party ein. Diese können sich allerdings keinen Reim darauf machen, haben sie ja schon jahrelang keinen Kontakt zueinander gehabt. Was also bezweckt Brandon damit?
Bevor sie dies herausfinden können, geschieht ein schreckliches Unglück...

Anfangs lernen wir die einzelnen Figuren kennen, eine Auflistung findet man auch am Ende des Buches. Jeder von Brandons Gästen hat eine andere Erinnerung an damals, an Begebenheiten und Freundschaften. Jeder verknüpft die Reise in die Vergangenheit mit anderen Erinnerungen, guten und auch schlechten.

Auf den ersten Schock nach dem Unfall kommt schnell die Panik. Diese wird sehr gut vom Autor dargestellt, jeder ist sich selbst am nächsten. Jeder verdächtigt jeden, sucht auch in der Vergangenheit nach Hinweisen. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich, die Geschichte nimmt immer mehr an Fahrt auf so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann bis man nicht weiss, wer und was hinter dem ganzen steckt. Der flüssige Schreibstil trägt sein weiteres dazu bei. Das Gefühlsleben der Protagonisten wird gut dargestellt, der Wechsel zwischen Melancholie und Angst gefällt mir sehr gut, dadurch wirken sie authentisch.

Trotz der angespannten Situation gibt es Gelegenheit für tiefgründige Gespräche die der Autor selbst gut umzusetzen weiss. Gerade ausführlich genug um etwas über das Leben der Protagonisten zu erfahren, aber nicht zu lang dass es den Leser langweilt.

Der Schluß wartet dann noch mit einer Überraschung auf, ich zumindest habe das so nicht kommen sehen. Ein super spannendes Buch, hat mir sehr gut gefallen.