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Benutzername: Inas Buecherregal
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Bewertungen

Insgesamt 117 Bewertungen
Bewertung vom 11.03.2019
kaltgestellt
Krüger, Michael

kaltgestellt


ausgezeichnet

Das eher dunkle gehaltene Cover mit dem aussagekräftigen Titel macht neugierig auf das Buch, der Klappentext tut sein Übriges dazu. Der Leser weiß durch ihn recht genau um was es in dem Buch gehen wird ohne jedoch zu viel zu verraten.

Story:
Jacob Verheyen ist auf dem Heimflug, eine Routinesache für ihn. Gelassen geht er durch den Zoll als er angehalten wird, ein Beamter möchte sein Gepäck untersuchen. Erst scheint auch alles in Ordnung zu sein, doch dann finden die Beamten einen zweiten Reisepass: Ausgestellt auf einen anderen Namen, aber zweifellos mit Jacob Verheyens Foto. Schnell ist es mit Verheyens Gelassenheit vorbei...

Charaktere:
Zum einen gibt es den bereits erwähnten Jacob Verheyen, einen ehrgeizigen Architekten, dem die Welt offen steht. Weltgewandt versucht er immer, die Oberwasser zu behalten. Doch schnell erkennt er, das andere sein Leben in die Hand genommen haben.
Urs Conradt ist ein freigestellter Richter in Zürich. "Kaltgestellt" wurde er, weil er ein paar mächtigen Leuten auf die Füße getreten ist oder kurz davor war. Doch Urs Conradt ist niemand, der sich so leicht auf das Abstellgleis schieben lässt.
Maike Kaldenhoff ist Staatsanwältin in Hamburg und Conradts Geliebte. Sie ist ebenso ehrgeizig wie Conradt, bedient sich aber anderen Mitteln.

Schreibstil:
Gleich zu Beginn werden dem Leser die handelnden Personen und ihre Vorgeschichte in kurzen Passagen vorgestellt, der Leser kann sich so gut ein Bild von den Figuren machen. Dies geschieht nicht zu ausführlich, macht somit erst recht neugierig auf den Rest des Buches und die Zusammenhänge.
Ich hatte erst die Befürchtung dass ein Krimi, in dem es um Politik und Steuerflucht geht, etwas trocken sein wird. Schnell wurde ich eines besseren belehrt. Der Autor springt in angenehmen Abständen von Erzählstrang zu Erzählstrang, durch die häufigen Wechsel kommt definitv keine Langeweile auf. Im Gegenteil, dadurch treibt der Autor der Spannungsbogen stets weiter nach oben.
Die Verzweiflung und Ausweglosigkeit Verheyens wird vom Autor sehr gut dargestellt, sie sind fast greifbar, der flüssige Schreibstil garantiert ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Oft haben Titel und Inhalt eines Buches wenig miteinander zu tun. Hier hat mir gut gefallen dass das Titelwort "Kaltgestellt" immer wieder mal erwähnt wird, allerdings nie so dass es aufdringlich wirkt.

Fazit:
Ein äusserst spannender Kriminalroman mit politischen Intrigen und Verwicklungen, den ich sehr gerne weiter empfehle.

Bewertung vom 01.03.2019
Hochzeit der Vampire ... / Gay Phantasy Bd.1
Ulrich, Hagen

Hochzeit der Vampire ... / Gay Phantasy Bd.1


ausgezeichnet

Cover und Titel gefallen mir sehr gut, geben den Inhalt des Buches passend wieder.
Der Klappentext gibt einiges vom Inhalt wieder, macht neugierig auf das Buch. Der Leser weiß worauf er sich einlässt.

Story:
Elias und Mounia haben durch ein tragisches Unglück einen Großteil ihrer Familie verloren. Das Vampir-Geschwisterpaar lebt in Nordafrika und soll auf andere Gedanken kommen. Darum beschließt Grandmere, das Familienoberhaupt, die beiden zum Studieren nach Deutschland zu schicken. Über einen Freund bekommt sie Kontakt zur Familie von Jan und Nina, die als Kinder ebenfalls einen schweren Verlust erleiden mussten. Dadurch ist Jan auf Elias und Mounia gar nicht gut zu sprechen, vermutet er Terroristen o.ä. in ihnen.
Vor allem Elias macht das schwer zu schaffen, sieht er in Jan schließlich mehr wie nur einen Mitbewohner.

Charaktere:
Jan Meyer-Frankenforst ist ein ehrgeiziger junger Mann. Sein Studium und sein Sport stehen für ihn an erster Stelle. Auch sein Oldtimer, den er liebevoll restauriert, nimmt einen wichtigen Platz in seinem Leben ein. Unter den Folgen des Unglücks, welches ihm und seiner Schwester Nina in ihrer Kindheit wiederfahren ist, leidet er noch heute. Als ihm dann Elias und Mounia vor die Nase gesetzt werden, sieht er rot, welches ein Zusammenleben unter einem Dach äußerst schwierig macht. Nina hingegen ist lebenslustig und offen, freundet sich schnell mit den beiden an. Vor allem zwischen ihr und Mounia entwickelt sich eine sehr gute Freundschaft.
Elias ist mit der angespannten Situation im Haus ziemlich unglücklich, Jan interessiert ihn, nicht nur auf freundschaftlicher Ebene. Mounia hingegen lässt sich ihre Gute Laune nicht so leicht verderben.

Schreibstil:
Nachdem ich bereits den zweiten Teil lesen durfte, waren die Erwartungen an den ersten Teil ziemlich hoch. Und diese wurden vollends erfüllt. Auch hier herrscht wieder ein lockerer und leichter Schreibstil vor, der das Lesen zu einem kurzweiigen Vergnügen macht. Tragik, Romantik und Erotik wechseln sich in einem ausgewogenen Mischungsverhältnis ab. Auch hier überzeugten mich wieder die bildhafte und lebhafte Sprache, wodurch einige Szenen vor dem innneren Auge ablaufen konnten.
Die Handlung ist schlüssig, die Protagonisten authentisch, soweit man das von Vampiren behaupten kann.
Emotionen werden vom Autor sehr gut dargestellt. Jan brachte mich des öfteren zur Weißglut mit seinem Sturrkopf, den hätte ich ihm gerne das ein oder andere Mal gerade gerückt, mit Elias hatte ich immer wieder mal etwas Mitleid.

Fazit:
Ein Buch zum mitfiebern welches mich überzeugen konnte, ich war von Beginn an in der Geschichte versunken. Dies ist ein wahrlich gelungener Auftakt zur mehrteiligen Reihe.

Bewertung vom 22.02.2019
Wähle den Tod
Herrmann, Jutta Maria

Wähle den Tod


ausgezeichnet

Cover und Titel kommen recht düster daher, die hellen Zweige stehen in tollem Kontrast dazu.
Der Klappentext lässt erahnen, das es viele Verstrickungen gibt, die der Protagonistin alles abverlangen.

Story:
Jana ist eine fürsorgliche Mutter und liebevolle Ehefrau, jeden Morgen weckt sie die Kinder, deckt den Frühstückstisch, treibt sie zur Eile an. Auch an diesem Tag. Auch die täglichen Kabbeleien mit ihrer pubertierenden Tochter gehören dazu.
In all dem morgendlichen Trubel wird Bennie, der Familienhund, kurz in den Garten gelassen. Erst als alle aus dem Haus sind fällt Jana auf dass Bennie immer noch draußen ist. Besorgt ruft sie ihn, doch er taucht nicht auf....

Charaktere:
Jana ist liebevoll und fürsorglich, doch eines Tages wird sie von den Ereignissen überrannt. Überfordert mit der Situation greift sie zu einer Notlüge, doch es wird nicht bei dieser einen bleiben.
Hannes dagegen ist als Landtagsabgeordneter ruhig und besonnen, rational denkend versucht er die Geschicke seiner Familie zu lenken. Doch schon bald muss auch er begreifen, dass nichts ist wie es scheint.

Schreibstil:
Von den ersten Seiten an versteht es die Autorin, den Leser an das Buch zu fesseln. Ihre bildhaften und detailreichen Schilderungen machen das gelesene lebendig. Sie schreibt ausführlich, ohne sich jedoch in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Mehrere Erzählstränge heizen die Spannung zusätzlich an, ich wollte oft in das Geschehen eingreifen, so versunken war ich in die Geschichte. Die Panik war regelrecht greifbar.
Ich schwankte oft zwischen Mitgefühl und dem Gedanken, dass Jana selbst schuld sei an ihrer Situation. Das Verwirrspiel vereinnahmt den Leser bis zum Schluss, eine Lüge geht über in die Nächste.

Fazit:
Wieder einmal ein tolles Buch der Autorin, die Geschichte ist so spannend erzählt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Dieses sowie ihre anderen Büchern kann ich nur weiter empfehlen.

Bewertung vom 21.02.2019
Freak City - Hexenkessel, Audio-CD
Krist, Martin

Freak City - Hexenkessel, Audio-CD


sehr gut

Das hervorstechende Cover und der Titel gefallen mir sehr gut, ich finde sie gut aufeinander abgestimmt. In Verbindung mit dem kurzen und knackigen Klappentext ein Buch das auf jeden Fall neugierig macht.

Story:
Pearl steht im Dunkeln, beobachtet. Endlich geht im Diner gegenüber das Licht aus und der Besitzer tritt auf die Straße. Schnell läuft Pearl über die Straße, schiebt in wieder ins Innere.
Währenddessen schleichen Milo und Patsy um ein dunkles Stadthaus. Nur noch einmal, für Christie, Patsys Tochter. Schnell stopfen sie Geld unf Schmnuck aus dem soeben geöffneten Tresor in ihre Rucksäcke. Doch plötzlich geht das Licht an...

Charaktere:
Pearl wird als Halbblut beschrieben, als Rothaut beschimpft. Über ihn und seine Vergangenheit erfährt man nichts, außer dass er der Handlanger von jemandem ist, der aus irgendeinem Grund Macht über ihn hat. Eigentlich möchte er seine Ruhe haben, führt seine Aufträge aus und fertig. Doch plötzlich ist er es, der beobachtet wird.
Patsy ist geschieden, doch ihr Mann Eric scheint die Trennung noch nicht überwunden zu haben. Ihr neuer Freund Milo ist ihm ein Dorn im Auge, vor allem wegen Christie, seiner und Patsys Tochter. Doch Patsy denkt gar nicht daran, Milo aufzugeben und träumt von einem Neuanfang mit ihm und ihrer Tochter.

Schreibstil:
Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze Vorstellung von Pearl, die aber mehr Fragen aufwirft wie beantwortet. Ein interessanter Schachzug von Martin Krist, macht es den Leser nun erst recht auf den Inhalt neugierig. Der Autor erzählt das Buch in zwei Erzählsträngen, dabei bedient er sich der übergeordneten Erzählung. Wir begleiten zum einen Pearl, zum anderen Patsy und Milo. Beide Geschichten scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, erst nach und nach verknüpfen sich die beiden und warten mit einer Überraschung auf.
Spannung ist von Anfang an vorhanden, welche durch den rasanten Schreibstil und die raschen Szenen- und Perspektivenwechsel noch gesteigert wird.
Immer wieder werden verschiedene Songtexte eingeworfen, diese fand ich störend. Für mich wäre die Geschichte noch flüssiger zu lesen gewesen, wären diese weggelassen worden. Jemand ohne großartige Englischkenntnisse kann damit zudem wenig anfangen, die Verbindung zum Buch erschliest sich nicht. Eine Beziehung zu einem Charakter konnte ich aufgrund der Kürze des Buches keine aufbauen. Pearl finde ich sehr interessant, dennoch fehlte mir etwas die Tiefe, das kommt sicherlich noch in den folgenden Teilen. Patsy fand ich nur nervend. Natürlich ist sie von den Ereignissen überrannt worden und war überfordert, dennoch verhielt sie sich teilweise unreif und und handelt unüberlegt.

Fazit:
Dies ist der Auftakt einer abgeschlossenen Reihe deren Teile unabhängig zu lesen sind. Ich bin schnell in das Buch hinein gekommen, die anfängliche Verwirrung hat sich schnell gelegt. Das Ende überraschte mich und macht neugierig auf den nächsten Teil.

Bewertung vom 13.02.2019
Rendezvous mit dem Tod
Buxbaum, Sabine

Rendezvous mit dem Tod


ausgezeichnet

Titel und Cover finde ich sehr schön aufeinander abgestimmt. Dunkel und Geheimnisvoll macht es neugierig auf den Inhalt.
Den Klappentext finde ich einen ticken zu lange, ich bin eher der Freund von kurzen und knackigen Beschreibungen. Allerdings weiß der Leser hier gleich, worauf er sich einlässt.

Story:
Lisa ist kurz unaufmerksam, da passiert es: Sie übersieht den schnell näher kommenden Rettungswagen und wird von diesem erfasst, alles um sie herum wird plötzlich dunkel.
Kurz erlangt sie das Bewusstsein, sieht blasse, verängstigte und verstörte Menschen um sich. Doch mitten drin steht er - gelassen und ohne emotionale Regung beobachtet er sie, tief dringt sein Blick aus seinen schwarzen Augen in sie ein, verunsichert Lisa.
Wer ist der ganz in schwarz gekleidete Unbekannte? Und warum hat sie das Gefühl dass ihn sonst niemand wahrnimmt? Wieder umschliesst sie die Dunkelheit...

Charaktere:
Lisa ist Onkologin, tagtäglich mit dem Sterben und dem Tod umgeben ist sie für ihre Patienten eine wichtige Stütze. Privat könnte Lisa allerdings selbst eine Stütze brauchen, prägen doch Verlust und Trauer ihre Vergangenheit, die sie zu überspielen versucht.
Der Tod wird wortwörtlich nach Lisas Unfall zu ihrem ständigen Begleiter. Gefühlvoll versucht er, Ordnung in Lisas Leben zu bringen, bringt es aber erstmal noch mehr durcheinander.

Schreibstil:
Kurze und flüssig zu lesende Kapitel lassen einen regelrecht durch das Buch fliegen. Das in der übergeordneten Erzählform geschriebene Buch besticht durch viel wörtliche Rede mit tiefgründigen Gesprächen. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Traurigkeit Lisas einzufangen, das Auf und Ab ihrer Gefühle wird sehr gut dargestellt. Lisa möchte man manchmal am liebsten in den Arm nehmen, dann wieder durchschütteln. Die Gespräche mit dem Tod berühren einen, regen zum Nachdenken an. Obwohl der Tod in fast jeder Situation präsent ist, bleibt er für meinen Begriff dennoch unscheinbar. Mir gefällt hierbei sehr gut, wie die Autorin es schafft, eine Liebesgeschichte zu schreiben, die sich ganz anders entwickelt wie ich es mir vorgestellt hatte. Zwischendurch war ich über die Richtung, die die Autorin eingeschlagen hat, etwas enttäuscht.
Das Ende wartet dann aber noch mit einer Überraschung auf, die mich mit dem Buch wieder vollends versöhnt hat.

Fazit:
Ein sehr gefühlvolles Buch über die Liebe, in dem der Tod statt die eines Bösewichts, eine ganz andere Rolle einnimmt. Dieses Buch unterscheidet sich von den üblichen BadBoy-goodGirl-Liebesgeschichten, ich war fasziniert und begeistert davon und kann das Buch vorbehaltlos weiter empfehlen.

Bewertung vom 08.02.2019
Totenboje / Köhler und Wolter ermitteln Bd.4 (eBook, ePUB)
Jorritsma, Sina

Totenboje / Köhler und Wolter ermitteln Bd.4 (eBook, ePUB)


sehr gut

Mir gefallen die Cover der Autorin immer sehr gut, doch dieses hier konnte mich nicht überzeugen. Die Boje als Blickfang gefällt mir, den Rest finde ich nicht stimmig.
Der Titel ist kurz und knackig und passt wiederum sehr gut zum Inhalt.

Story:
Kommissar Köhler bekommt einen Anruf aus seiner Vergangenheit. Ihn wühlt dieser Anruf mehr auf wie es nach außen scheint. Erinnert er ihn doch an seine Zeit beim Bundeskriminalamt, eine Zeit die ihm heute noch Alpträume beschert.
Doch schnell kommt er auf andere Gedanken: In Norddeich wurde ein Mann mit einem Messer in der Brust gefunden...

Charaktere:
Thorsten Köhler ist ein ehemaliger Ermittler beim BKA. Er hat sich ins beschauliche Ostfriesland versetzten lassen, um der psychischen Belastung zu entfliehen. Seine Freundin Dörtje, eine Kriminalreporterin, hilft ihm dabei. Mit ihrer quirligen Art heitert sie Köhler oft auf, da sie sich aber keine Story entgehen lassen möchte, bringt sie sich dadurch hin und wieder in Gefahr.
Gerrit Wolter ist Köhlers Kollege, der ruhige Pol des Duos. Leider wird er dadurch gerne vom Vorgesetzten unterschätzt.

Schreibstil:
Sina Jorritsma schreibt wie immer sehr bildhaft, die schöne Umgebung kann man sich sehr gut vorstellen, sieht sie fast vor sich. Die Charaktere sind wieder gut ausgearbeitet, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen kommen sehr gut zur Geltung.
Geschrieben ist das Buch in der übergeordneten Erzählform, Erzählung und wörtliche Rede sind ausgewogen. Kurze und klare Sätze sorgen für ein flüssiges und kurzweiliges Lesevergnügen.
Spannung kommt nahezu von Anfang an auf, diese bleibt auch das ganze Buch über bestehen. Dem Leser werden dabei einige Verdächtige präsentiert, er wird auf falsche Spuren gelockt und bleibt fast bis zum Ende im Unklaren.

Fazit:
Auch der vierte Teil um das Ermittler-Duo Köhler/Wolter hat mir wieder sehr gut gefallen, die Story enthält noch ein paar Überraschungen und fesselt den Leser ans Buch, so dass man es gar nicht aus der Hand legen möchte. Einzig das Cover ist ein kleiner Wehmutstropfen.

Bewertung vom 31.01.2019
Tannenstein
Geschke, Linus

Tannenstein


sehr gut

Cover und Titel haben mich neugierig gemacht, sind passend zum Buch gewählt.

Der Klappentext macht ebenfalls neugierig, erzählt aber nicht zu viel von der Geschichte. Es hätte allerdings einen noch eindeutigeren Hinweis auf die Russenmafia geben können da diese das Buch zum großen Teil beherrscht.

Story:
Eines Tages kommt ein Fremder nach Tannenstein, Wanderer genannt. Er taucht plötzlich auf, lebt ein Jahr im Ort ohne jedoch richtig dazu zu gehören. Eines Tages richtet er ein Blutbad an, zündet sein Hab und Gut an und verschwindet wieder so plötzlich wie er aufgetaucht war.
Alexander Born ist ein inhaftierter, krimineller Ex-Polizist. Der Tod seiner Geliebten steht im Zusammenhang mit dem Wanderer. Welchen, versucht er nach seiner Entlassung herauszufinden....

Charaktere:
Alexander Born ist ein ehemaliger Polizist, sitzt drei Jahre im Gefängnis ab bis er nach seiner Entlassung seiner Trauer und Wut über den Mord an seiner Partnerin und Geliebten freien Lauf lassen kann. Er handelt dabei nicht immer überlegt, das macht ihn aber authentisch. Wobei er mir manches mal zu ungeschoren davon kommt.
Norah Bernsen fühlt sich in ihrem Job unterfordert und vom Vorgesetzten unterdrückt. Sie beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln, da Borns Fall sie interessiert. In ihren Versuchen Born zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zu überzeugen, muss sie schwerwiegende Entscheidungen treffen.
Der Wanderer bleibt bis zum Schluß geheimnisvoll, es ist unklar auf welchem Weg er sich befindet, was er bezweckt. Scheinbar skrupellos zieht er eine blutige Spur hinter sich her.

Schreibstil:
Der Leser wird vom Autor in viele verschieden Orte entführt: Tannstein, Berlin, Russland, Polen, Weissrußland uvm. Kurze Kapitel erleichtern das Lesevergnügen, dennoch war ich teilweise durch die vielen verschiedenen Orte und Namen verwirrt. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Linus Geschke beschreibt detailliert die Machenschaften und die Hierachie der sogenannten Russen-Mafia inklusiver ihrer Drogen- und Waffengeschäfte. Gewalt ist in diesen Kreisen an der Tagesardnung, sei es Folter, Vergewaltigung oder Mord. Der Autor versteht es jedoch, trotz dieser brutalen Machenschaften und Schilderungen der Gewalt, sich nicht allzusehr in Gewaltverherrlichende Schilderungen zu verlieren. Diese gehören dazu, werden aber nicht allzu ausführlich ausgeschlachtet.
Erzählt wird das Buch in der übergeordneten Erzählform, wörtliche Rede und Erzählung harmonisieren miteinander.
Die Handlung ist authentisch, auch die Charaktere erscheinen menschlich, egal ob man sie in Gut oder Böse einteilt, was zuweilen ziemlich schwer fällt. Nicht jeder scheint das zu sein was er vorgibt.

Fazit:
Ein spannendes und fesselndes Buch, welches einen Einblick in die Gewaltspirale der mafiösen Verbindungen gibt.

Bewertung vom 25.01.2019
Böses Blut der Vampire / Gay Phantasy Bd.2
Hagen, Ulrich

Böses Blut der Vampire / Gay Phantasy Bd.2


ausgezeichnet

Cover und Titel haben mich sofort angesprochen als ich das Buch zu einer Leserunde entdeckt habe. Ich habe die illustrierte Ausgabe, diese hat ein anderes, ebenfalls illustriertes, Cover. Ich finde beide passend.

Der Klappentext ist nicht so ganz passend, geht es in der Geschichte meiner Meinung nach eher um Cosmin und Basti statt um Elias und Jan. Trotzdem sind alle Charaktere miteinander verbunden.

Story-Einstieg:
Sophie hat aus einer Beziehung mit Jan etwas mitgenommen - 2 kleine Jungs, Zwillinge, ihr ein und alles. Jan lebt mittlerweile mit Elias zusammen, sie sind glücklich verheiratet - und Vampire. Plötzlich steht eines Tages Sophie vor der Türe. Sie bittet Jan und Elias um Hilfe, ein Wunsch, den die beiden ihr nicht abschlagen können. Sie wird sterben und möchte auf keinen Fall dass ihr religiöser und fanatischer Vater seine Enkel bekommt. Auch ihrem Bruder Basti macht er das Leben schwer, doch dann lernt dieser Cosmin kennen, einen prolligen und von sich überzeugten Vampir, und sein Leben gerät außer Fugen....

Charaktere:
Zum einen haben wir Jan und Elias, zwei schwule Vampire die glücklich miteinander leben, ihre Träume und Vorstellungen von ihrer Zukunft haben. Bis beide unverhofft Vater werden. Beide Reaktionen waren für mich nachvollziehbar. Erst ist Jan geschockt, kann mit der Situation nicht umgehen, doch Elias bringt ihn auf die richtige Bahn. Die beiden ergänzen sich sehr gut und gefallen mir sehr als Paar.
Basti ist ein junger Mann der in einer Famile mit einem sehr religiösen Vater aufwächst. Dieser legt sich das Wort des Herrn gerne mal so aus wie es ihm am besten scheint, sieht sich als den Inbegriff des gottesfürchtigen Christen. Damit treibt er allerdings Basti aus dem Haus, der in seinem besten Freund Malte und dessen Eltern eine zweite Familie gefunden hat. Basti ist oft impulsiv, handelt erst bevor er nachdenkt. Er wird im Buch als Diva, Zicke und kleiner Irrer beschrieben, eine sehr treffende Beschreibung.
Cosmin ist geheimnisvoll und düster, aber eine durchaus interessante Erscheinung. Erst ist nicht klar was er bezweckt, doch schnell begreift man wohin die Reise geht.

Schreibstil:
Der Autor überzeugt mich mit seinem locker und leichten Schreibstil, ich bin nahezu durch die Kapitel geflogen. Er versteht es bestens, die Zerissenheit Cosmins darzustellen, schnell sieht man in ihm einen bemitleidenswerten Kerl und möchte ihn am liebsten in die Arme nehmen. Diese Aufgabe hat er jedoch für jemand anderen vorgesehen. Auch Bastis jugendliche Leichtigkeit wird treffend geschildert, dadurch ist es ein leichtes sich in die jeweiligen Figuren hinzuversetzen, sie wirken authentisch. Immer wieder flicht der Autor persönliche Meinung mit ein, zum Teil als Fußnote. Dies hat mich immer wieder mal aus dem Konzept gebracht da ich kein Freund von Fußnoten bin. Durch den bildhaften und lebhaften Sprachstil konnte ich mir viele Szenen nahezu bildlich vorstellen, die Handlung ist schlüssig und die Vorgehensweisen der unterschiedlichen Charaktere nachvollziehbar.
Der Inhalt wechselt zwischen Spannung, Liebesgeschichte inklusive Sex und Leidenschaft und Drama, eine perfekte Mischung.
Dies ist der zweite Band der Reihe, ich hatte aber keinerlei Probleme dem Inhalt zu folgen.

Fazit:
Dies war mein erstes Buch aus dem Genre Gay-Romance, erst war ich skeptisch, schnell konnte mich das Buch aber überzeugen. Die Geschichte um schwule Vampire, ihr Zusammenleben und ihr Zusammenkommen hat mich von Beginn an gefesselt.

Bewertung vom 21.01.2019
Tödliche Zeilen (Krimi, Cosy Crime)
Stiller, Dorothea

Tödliche Zeilen (Krimi, Cosy Crime)


sehr gut

Cover und Titel sind gut aufeinander abgestimmt, passen sehr gut zum Buch und seinem Inhalt.

Der Klappentext ist mir etwas zu lang und zu ausführlich, verrät mir etwas zu viel. ich lasse mich gerne überraschen.

Charaktere:
Agnes Munro ist eine liebenswürdige Dame, kümmert sich um ihre Mitmenschen obwohl sie selbst auch einen inneren Kampf auszutragen hat. Effy und Charlie benötigen ihre Unterstützung allerdings mehr denn ja, darum stellt sie ihre Angelegenheiten erst mal hinten an. Andrew und Matthew sind von Agnes Vorahnung nicht ganz überzeugt, trotzdem stehen sie ihr bei.

Story-Einstieg:
Hazel schreckt aus dem Schlaf hoch, wird vom Klingeln des Telefons geweckt. Kurz überlegt sie ob sie ran gehen soll, aber schließlich könnte es ja etwas wichtiges sein. Am anderen Ende ist Neil, ihr Bruder. Er müsse ihr unbedingt etwas wichtiges mitteilen, sei schon auf dem Weg zu ihr, Schlagartig ist Hazel wach, sie hat sein lallen bemerkt. Ist er etwa betrunken? Und fährt Auto? "Leg das Telefon weg und fahr rechts an", beschwört sie Neil. Aber er geht nicht darauf ein, sei gleich bei ihr. Plötzlich bricht die Verbindung ab.....

Schreibstil:
Dorothea Stiller gelingt es hervorragend, die Stimmung an der schottischen Küste einzufangen, durch ihre bildhafte Beschreibung kann man sich gut in die Umgebung hineinversetzten. Ebenso detailreich beschreibt sie die unterschiedlichen Charaktere, die der Leser nach und nach kennen lernt. Am Anfang sind es viele Figuren, die alle fast gleichzeitig auftauchen, dadurch kam ich zuerst etwas durcheinander. Mit der Zeit wusste man aber wer zu wem gehört und wer in welcher Verbindung zu wem steht.
Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, die Kapitel sind chronologisch geordnet.
Leider sind trotz Lektorat ein paar Fehler durchgerutscht, diese taten der Spannung aber keinen Abbruch.

Fazit:
Wer auf Krimis a la Agatha Christie steht, ist mit diesem Buch bestens unterhalten. Kurzweilig und spannend fliegt man fast durch die Kapitel, lässt sich von unvorhersehbaren Wendungen mitreissen und vom Ende überraschen.

Bewertung vom 11.01.2019
Mädchenfresser (Thriller)
Schmidt, Andreas

Mädchenfresser (Thriller)


sehr gut

Das farbige Cover samt dem Titel springen einem sofort ins Auge, der Zahn erregt Aufmerksamkeit.
Der Klappentext macht neugierig auf den Inhalt, gibt einen kleinen Einblick ohne zu viel zu verraten.

Story-Einstieg:
Heute Nacht wird es soweit sein, alle hielten ihn für verrückt, wollten ihn sogar einweisen. In einer verlassenen Fabrikhalle hat er den idelaen Unterschlupf gefunden. Liebevoll streicheln seine Finger über das kalte Leder der Bahre. Hier wird das Treffen ungestört statt finden können, hier wird sie liegen und ihm gehören....

Chraktere:
Mandy ist eine wunderschöne Frau die von einer Modelkarriere träumt. Um einen Fuß in die Türe zu bekommen beginnt sie, sich für Erotik-Fotos auszuziehen. Ihrem Freund Tom passt dies allerdings gar nicht, kommt er doch jedes Mal fast um vor Eifersucht. Beide sind ein Paar das sich eigentlich liebt, wenn da nicht ein Geheimniss zwischen ihnen stehen würde.
Franke Hahne ist eine 30jährige Kommissarin, die mit ihrem Kollegen Michael Stüttger auf der Jagd nach dem Mörder sind. Beide sind authentisch, mit kleinen Fehlern die sie glaubwürdig erscheinen lassen. Franke ist oft impulsiv, Michael eher der ruhigere Pol, obwohl bei ihm mit der Zeit auch die Nerven blank liegen. Beide Ermittler haben mir sehr gut gefallen.

Schreibstil:
Der Mörder macht in Wuppertal Jagd auf seine Opfer, dabei geht er nicht zimperlich mit ihnen um. Diese Szenen werden bildhaft beschrieben, sind nichts für schwache Nerven. Aufgrund dieser bildhaften Sprache kann sich der Leser gut in die Situation der Opfer hineinversetzten, man hat Mitleid mit ihnen, kann aber ein Stück weit auch nachvollziehen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Sämtliche Figuren werden authentisch dargestellt, kein Charakter wirkt überzogen oder unglaubwürdig.
Durch den flüssigen Schreibstil fliegt man nur so durch die Kapitel, die in verschiedene Tage und in verschiedene Uhrzeiten unterteilt sind.
Der Spannungsbogen steigt schnell an und sorgt am Ende für eine Überraschung.
Einen Minuspunkt gibt es dafür, dass der Mörder wohl schon viele Jahre auf der Jagd war und nie ein Zusammenhang zwischen den alten und den aktuellen Morden hergestellt werden konnte.

Fazit:
Ein tolles Buch mit einem interessanten Thema, das vom Autor spannend umgesetzt wurde. Hat mit gut gefallen, empfehle ich gerne weiter.