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Benutzername: Inas Buecherregal
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Bewertungen

Insgesamt 75 Bewertungen
Bewertung vom 11.11.2018
Alster Clown (eBook, ePUB)
Barkawitz, Martin

Alster Clown (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Cover und den Titel finde ich sehr passend, beschreibt es doch treffend den Inhalt des Buches.

Der Klappentext ist kurz und verrät nicht zu viel, das finde ich immer sehr wichtig. Ellenlange Klappentexte mag ich gar nicht.

Das Buch behandelt den bereits 20. Fall von Heike Stein, Hauptkommissarin, und ihrem Team. Heike Stein ist eine toughe Frau die mitbeiden Beinen im Leben steht, abgesehen von ihrer on-off-Beziehung und Maja Wilken, die sie gedanklich nicht zur Ruhe kommen lässt. Ihr Kollege Ben Wilken ist alleinerziehender Vater, nachdem seine Frau Maja untergetaucht ist und polizeilich gesucht wird. Maja ist von Neid und Rachegelüsten zerfressen und geht dabei über Leichen.
Paulinas Chef, der Vorstandsvorsitzende Lutter war sofort unsympathisch, mein Gefühl hat sich dann auch kurz darauf bestätigt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt kurz und knackig, das Buch beginnt quasi sofort mit der Story, es gibt kaum Nebenschauplätze, die Spannung besteht das ganze Buch über vom Anfang bis zum Schluß. Lange Schachtelsätze oder Fremdwörter die den Lesefluss ausbremsen gibt es ebenfalls keine.

Die Story ist schlüssig, die Handlungsweisen und Gefühle der Figuren sind nachvollziehbar. Vom Privatleben der Ermittler bekommt man wenig mit, man weiß zwar dass Ben eine Tochter hat, wo diese aber während seiner Einsätze ist, erfährt man nicht. Außerdem erfährt man sehr schnell, wer dahinter steckt, trotzdem ist es spannend zu lesen, ob und wie Heike Stein und ihre Kollegen dahinter kommen und was währendessen noch alles passiert.

Ich habe auch schon diverse andere Bücher des Autors gelesen, Martin Barkawitz bleibt sich und seinem Stil treu, das hat mir gut gefallen. Dieser Krimi ist wieder kurzweilig und spannend, es hat mir viel Spaß gemacht ihn zu lesen.
Auch wenn man die anderen Heike-Stein-Krimis noch nicht kennt, kann man diesen getrost lesen, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist.

Bewertung vom 08.11.2018
Tödliche Vergebung
Judge, Alex S.

Tödliche Vergebung


ausgezeichnet

Timo Sommer klettert auf den Esstisch, sein schweißgetränktes Hemd klebt ihm am Körper. Die Angst vernichtet alles rationale Denken. Der Bschiedsbrief liegt bereit, er legt sich das Seil um den Hals, betet - und springt vom Tisch.
Doch er ist nicht allein....

Das Cover gefällt mir sehr gut, liegt doch der Augenmerk auf den betenden Händen, passend zu dem Wort Vergebung im Titel.

Ich freute mich sehr auf ein Wiedersehen mit Nina Schätzlein und Peter Pfeiffer, beide Ermittler bei der Kriminalpolizei. Eine Reihe mysteriöser Selbstmorde fordern ihre ganze Aufmerksamkeit, zeitgleich gibt es einige privat Dinge die sie unbedingt klären müssen.

Das Buch ist aus der übergeordneten Erzählform geschrieben, welche sehr passend für das Buch ist. Der schreibstil ist flüssig, keine langen Schachtelsätze, ausgewogene Mischung zwischen Erzählform und wörtlicher Rede. Es gibt mehrere Erzählstränge die immer mehr an Tempo zunehmen, je weiter die Geschichte fortschreitet. Der Spannungsbogen steigt rasch und bleibt kontinuierlich oben. Die Gefühle der Protagonisten werden von der Autorin sehr gut geschildert, dadurch wirken sie authentisch, man spürt regelrecht, wie verletzt Nina und auch Ellen sind, die Verzweiflung Pfeiffers ist fast greifbar.

Die Handlung ist, obwohl fiktiv, schlüssig, die Handlungsweisen der Protagonisten nachvollziehbar.
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung von Nina, stand sie doch schon immer im Schatten ihres Bruders und litt unter ihrem herrschüchtigen Vater. Bereits im ersten Teil hat sie sich etwas von ihrem Vater gelöst, in diesem Teil wird sie, trotz diverser Schwierigkeiten, immer selbstbewusster.

Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen, ich war sofort in der Geschichte drin und war bis zum Ende in ihr gefesselt.

Bewertung vom 04.11.2018
Schneekönig
Bronski, Max

Schneekönig


sehr gut

Dreimal in der Woche überlässt Wilhelm Gossec dem Münchner Obdachlosenverein seinen Stand auf dem Christkindlmarkt. Vervollständigt wird die Truppe, die die Hirten und Joseph darstellen, von Roswitha als Maria und einem Ministranten. Verkleidet als Hirtenbub rezitiert er die Weihnachtsgeschichte. Nach dem Alkoholgeschwängerten Abbau macht sich Wilhelm auf den Heimweg und wird von einem Auto erfasst.....

Das Buch wird aus der Ich-Form erzählt, Erzähler ist Wilhelm Gossec, ein Trödelhändler aus München.
Ich war erst skeptisch, mit einem Krimi im herkömmlichen Sinne hatte der Anfang schon nichts zu tun und ich war gespannt wohin sich die Geschichte entwickeln wird. Plötzlich war ich dann doch ganz versunken in die Geschichte von Wilhelm, Mariella und ihrem Neugeborenen.

Der Autor schreibt in einem lockeren und humorvollen Stil, einen bitterernsten Krimi erwartet man hier vergeblich, es ist eher eine unterhaltsame als eine spannende Geschichte. Teilweise etwas wirr, was war während seiner doppelten Anwesenheit mit seinem verletzten Körper, ist der verletzte Körper im Krankenhaus real? Oder der Wilhelm der die Geschichte erzählt? Oder ist alles nur ein Traum? Warum fällt keinem auf dass es ihn doppelt gibt bzw hat keiner seiner Freunde etwas von seinem Unfall mitbekommen? Wilhelm selbst scheint dies auch nicht klar zu sein....

Ansonsten handelt Wilhelm ganz normal und nachvollziehbar. Er hilft einer werdenden Mutter, kümmert sich um seine Nachbarn, zwischendurch wird der Wohnugsmarkt in München thematisiert. Alles ganz normal, bis auf ein paar seltsame, um nicht zu sagen mystische Vorkommnisse. Nimmt man diese raus, sind die Handlungen der Protagonisten nachvollziehbar, die Handlung schlüssig.
Ein Spannungsbogen existiert kaum bis gar nicht, trotzdem ist eine gut konstruierte Geschichte die Spaß macht.

Bewertung vom 04.11.2018
Der Tod kommt nach Mitternacht
Sullivan, Matthew

Der Tod kommt nach Mitternacht


sehr gut

Lydia steht hinter der Kasse in der kleinen Buchhandlung, es ist nach Mitternacht, der Laden schließt gleich. Plötzlich ein Geräusch das wie ein fallendes Buch klingt, und wieder, und wieder.... Auf der Suche nach der Ursache findet sie einen Stammkunden vor, Joey , erhängt an einem Balken. In seiner Tasche ein Bild von ihr als 10jähriges Mädchen.....

Das geheimnisvolle des Buches hat mich schnell in seinen Bann gezogen, die Unnahbarkeit und Zurückgezogenheit Lydias ist regelrecht zwischen den Zeilen zu spüren.
Die Geschichte spielt in der Gegenwart, wird jedoch immer wieder von Rückblicken in Lydias Vergangenheit unterbrochen.
Die Angst und Verlorenheit der kleinen Lydia wird sehr bildhaft beschrieben, schnell bekommt man Mitleid mit dem kleinen Mädchen, ganz allein trotz der Anwesenheit des Vaters.

Es dauerte etwas bis ich mit der Geschichte warm wurde, obwohl von Anfang an spannend geschrieben, packte es mich erst ab dem 1/3.
Die Geschichte wird immer rätselhafter, Lydias mysteriöse Vergangenheit und ihre Zukunft prallen aufeinander.
Die Sprache ist sehr bildhaft, die Gefühle der Protagonisten kommen dadurch sehr gut zur Geltung. Der Autor nutzt keine langen oder verschachtelten Sätze die den Lesefluss ausbremsen würden.

Der Spannungsbogen steigt zuerst recht langsam, ab etwa 1/3 des Buches legt der Autor allerdings an Tempo zu und der Spannungsbogen steigt rasch an. Immer neue Erkenntnisse verwirren den Leser bis er am Ende mit einem Paukenschlag erlöst wird.

Ein super Buch das ich nach Anlaufschwierigkeiten nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Bewertung vom 01.11.2018
Das Buch der Elfen
Bender, Tom S.

Das Buch der Elfen


sehr gut

Lysana, die Elfenkönigin, betet zu ihren Göttern, bittet um Zuversicht und Hoffnung, um die Rettung für ihr Land. Es herrscht Krieg, Graf Myroon nimmt Stück für Stück das vormals schöne Land ein. Myroon wurde von finsteren Göttern in ein übermenschliches Scheusal verwandelt, an seiner Seite kämpfen groteske Bestien. Lysana und ihr Mann erschaffen daraufhin ein magisches Buch um ihr Volk zu retten, dieses Buch darf niemals zerstört werden....

Gleich zu Beginn wird der Leser mit den Haupt- und Nebencharakteren bekannt gemacht, inkl. schönen Zeichnungen von Gwain und der Elfe Silvania.
Tom S. Bender schreibt sehr bildhaft, der Leser begleitet Zet und Gwain auf ihrer gefahrvollen Reise, man fühlt sich schnell mitten in die fantasievolle Welt hineinversetzt. Auf der Suche nach den fehlenden Seiten des Buches begegnen sie einigen seltsamen, freundlich gesinnten und auch bösartigen Kreaturen. Die verschiedenen Orte, die die Gefährten durchreisen, sind sehr schön und detailreich beschrieben, außerdem findet der Leser eine Landkarte im Buch um sich besser in der Geschichte orientieren zu können.

Die Geschichte ist schlüssig, die Handlungen der Figuren sind nachvollziehbar. Die Sprache ist wie bereits erwähnt, sehr bildhaft, solange es die greifbaren Dinge betrifft, die Figuren bleiben aber alle etwas unscheinbar, die Gefühle könnten meiner Meinung nach etwas intensiver bzw. ausführlicher beschrieben werden.

Durch die oftmals sehr kurzen Sätze liest sich das Buch an manchen Stellen etwas abgehakt, dennoch bleibt der Leser in der Handlung gefangen, immer neu dazu kommende Charaktere sorgen für fortwährende Spannung. Das Buch ist sehr schön ausgearbeitet, es hat mir viel Spaß gemacht es zu lesen. Vielen Dank dafür :-)

Bewertung vom 23.10.2018
Vampire, die bellen, beissen nicht
Thomas, Christin

Vampire, die bellen, beissen nicht


sehr gut

Es ist einfach nicht Caitlyns Tag: Erst stößt sie sich den Zeh, dann bekommt sie einen Auftrag aufgebrummt, kippt ihren heissen Kaffee in ihren Ausschnitt und wird zu guter Letzt von der von ihr zu beschattenden Zielperson entdeckt. Ein Telefongespräch mit ihrer Mutter rundet das Ganze dann noch ab....doch dieser Tag ist auch bald geschafft. Wie geht es jetzt bloß mit ihrem Auftrag weiter?

Caitlyn ist Privatdetektivin und soll den untreuen Ehemann der Auftraggeberin überführen, allerdings gibt es da ein Problem....

Caitliyn ist etwas schusselig, das mochte ich sofort an ihr. So oder so ähnliche Tage kennt wohl jeder. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, Caitlyn erzählt dem Leser ihre Geschichte. Ihre Gedanken dabei sind herrlich, oft entlockten sie mir ein Schmunzeln. Durch die bildhafte und lebhafte Sprache ist ihre Zerrissenheit sehr gut zu spüren, Angst und Mut wechseln sich ab. Die Handlung ist nachvollziehbar, allerdings hätte diese an manchen Stellen noch etwas mehr ausgeschmückt werden können. Der Schreibstil ist flüssig, das Buch gut zu lesen, Nebenschauplätze gibt es keine. Immer wieder gibt es spannende Szenen, diese beherrschen das Buch aber nicht.

Jedes Kapitel beginnt mit einer wunderschönen Zeichnung, einer Lupe und einer Rose. Eine Anspielung auf ihren Beruf, das hat mit gut gefallen.

Da ich bisher vorwiegend in anderen Genres unterwegs war, hatte ich erst Bedenken einen Liebesroman zu lesen. Aber was soll ich sagen, ich habe es nicht bereut.

Der Epilog beinhaltet ein schönes Schlußwort über die Liebe in der Hektik des Alltags und miteinander verbundene Seelen. Diese Zeilen haben mich sehr berührt, treffen sie doch auf jeden zu, egal ob Mensch oder Vampir.

Eine schöne und kurzweilige Liebesgeschichte, diese zu lesen hat mir großen Spaß gemacht.

Bewertung vom 21.10.2018
Rachewinter / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.3
Gruber, Andreas

Rachewinter / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.3


ausgezeichnet

2 Bauarbeiter beobachten vom Dach aus im Haus gegenüber ein Pärchen beim Sex. Ihre Entscheidung, die Szene heimlich zu filmen, hat folgenschwere Konsequenzen. Plötzlich haben sie nicht nur das Liebesspiel auf Video, sondern einen Mord...

Es gibt zwei Erzählstränge, einmal Evelyn Meyers aus Wien, Anwältin des Verdächtigen und Walter Pulaski, Ermittler aus Leipzig. Durch die beiden Erzählstränge die im Wechsel gelesen werden, baut sich rasch ein steigender Spannungsbogen auf, bis die beiden am Ende zusammenführen.
Der flüssige Schreibstil und die detailreiche Beschreibung der Vorkommnisse fesselt den Leser von Beginn an.

Die Figuren sind authentisch, haben ihre Fehler, doch das macht sie sympathisch, oder auch nicht. Es gibt Figuren die ich gerne persönlich treffen würde, um andere würde ich einen großen Bogen machen. Die Handlung ist schlüssig und die Handlungsweisen der Figuren zum Großteil nachvollziehbar. Bis auf Jasmins und Ninas Verhalten, aber vielleicht verhält sich ein junger Mensch nach einer Schocknachricht tatsächlich so irrational. Doch gerade Jasmin hätte es besser wissen müssen.

Das Buch ist wieder sehr gut recherchiert, das spannende und interessante Thema sehr gut umgesetzt. Die Handlung überrascht oft, was ist Wahrheit und was Lüge? Es gibt viele Ungereihmtheiten, doch wer falsch spielt bleibt lange verborgen und der Leser wird auf falsche Fährten gelockt.

Ein toller Thriller der mich von Anfang an begeistert hat.

Bewertung vom 18.10.2018
Die Blutfinca
La Piscina, Jorge de

Die Blutfinca


sehr gut

Jorge de la Piscinas Thriller beginnt mit einem Prolog. Es ist das Jahr 1530, Mallorca.
Ein 13jähriger Junge, Indio aus dem Volk der Azteken, wurde samt einer Finca einem alten Seefahrer als Belohnung für seine treuen Dienste auf den Schiffen des spanischen Königs überlassen. Der alte Mann hatte als Konquistador gegen das Volk des Jungen gekämpft. Doch eines Tages wendet sich der gequälte Junge gegen seinen Peiniger, als stolzer Krieger nimmt er Rache für sein Volk, seinen Vater, seine Schwester...

Der Rest des Buches spielt in der Gegenwart. Der Leser begleitet Marc Renner, einen pensionierten Kriminalbeamten aus Deutschland, auf seinem Weg, ein Restaurant auf Mallorca zu eröffnen. Sehr gut dargestellt vom Autor wurden Vorfreude, Angst, Unsicherheit und auch der Ärger der damit einher geht. Als die einheimische Polizei an ihn heran tritt, glaubt man ihm seine Abneigung, schliesslich hat er mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Als er den Grund erfährt, spürt man die Trauer und auch die darauf folgende Entschlossenheit. Sämtliche Gefühle kann der Leser sehr gut nachempfinden.

Die Stimmung auf der Insel wird durch die bildhafte und detailreiche Sprache sehr gut aufgezeigt. Erst das fröhliche, dann nach und nach immer düsterer. Die Kapitel sind flüssig geschrieben und schnell zu lesen. Gut gefallen hat mir immer wieder aufkommende kleine Kabbelei zwischen Luca und Marc, dies hat die Stimmung immer wieder mal aufgeheitert.

Ich war mir zuerst nicht sicher was ich von Marc Renner halten soll, je weiter das Buch fortschreitet desto sympathischer wurde er mir. Manchmal aufbrausend und unbeherrscht, dann wieder der kühle Analytiker. Auch Maria mit ihren Geschichten fand ich toll. Durch ihre Geschichten wurde die Spannung während des ganzen Buches über aufrecht gehalten, bis zum alles entscheidenden Finale.

Ein toller Krimi, ich freue mich schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

Bewertung vom 18.10.2018
Mc Atee`s zauberhafte Tiere
Pfister, Astrid

Mc Atee`s zauberhafte Tiere


ausgezeichnet

Der siebenjährige Kevin steht mit großen Augen vor McAtee`s zauberhaftem Spielzeugladen. So ein Geschäft hat er ja noch nie gesehen! Heute darf er sich aussuchen was er möchte, nach langem Suchen wird er endlich fündig. Genau das ist es was er möchte. Doch leider ist sein Vater da anderer Meinung. So entscheidet sich Kevin mit Hilfe von Herrn McAtee für einen Stoffbären. Der sei etwas ganz besonders, meint Herr McAtee zum Abschied.....

Jedes Kind, welches mit Ängsten, Sorgen und Problemen in McAtee`s Spielzeugladen kommt, bekommt ein besonderes Stofftier, das genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Manchmal allerdings kommen die Stofftiere auch zu den Kindern.

Astrid Pfister schreibt so liebevoll und detailreich, die Schilderungen der Ängste liessen mein Mutterherz höher schlagen, bei der Freude der Kinder musste ich die ein oder andere Träne verdrücken. Die Handlungen sind leicht zu verstehen und nachvollziehbar, das ein oder andere Kind wird sich darin vielleicht wiedererkennen.

Das Buch ist gegliedert in einzelne abgeschlossene Kapitel, die alle aber McAtee`s Spielzeugladen gemeinsam haben. Es gibt keine langen oder verschachtelten Sätze, die Kapitel haben die passende Länge und sind damit hervorragend geeignet um auf dem Sofa unter einer Decke gekuschelt oder vor dem Schlafen gehen vorgelesen zu werden.

Jedes Kapitel zeigt den Kindern, ihr könnt alles schaffen wenn ihr fest daran glaubt, alle Hindernisse überwinden, alle Ängste und Sorgen sind gleich viel kleiner wenn man darüber mit jemandem spricht. Den Eltern zeigt es auf, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen zum reden, zum umarmen, dem Kind zu zeigen ich bin immer für dich da.
Ich denke, so mancher Erwachsene hätte auch gerne eines von McAtee`s Stofftieren.

Bewertung vom 17.10.2018
Friesenstrand. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)
Jorritsma, Sina

Friesenstrand. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

"Moin, wir haben eben gerade am Strand eine Leiche gefunden."
Zack!
So wird Kommissarin Mona Sander von ihrer Kollegin Grietje Smit aus dem Schlaf gerissen. Sie und ihr Kollege Enno Moll machen sich gleich auf zum Fundort am Borkumer Strand. Wer ist die halbnackte Tote? Und genauso wichtig: Wer ist ihr Mörder?

Mona Sander und ihr Kollege Enno sind mir schon etwas ans Herz gewachsen, dies ist nämlich nicht der erste Fall, bei dem ich die beiden begleiten durfte. Die beiden, wie auch die anderen Protagonisten werden von der Autorin sehr autenthisch beschrieben. Jeder hat so seine Eigenheiten, hat seine Ecken und Kanten, das macht sie sympathisch. Mona Sander handelt manchmal etwas impulsiv, Enno Moll hat das Herz auf dem rechten Fleck.

Das Buch ist wieder sehr flüssig zu lesen, die Autorin schreibt bildhaft, so dass man sich die Begebenheiten sehr gut vorstellen kann.
Der Spannungsbogen baut sich schnell auf und bleibt während des ganzen Buches kontinuierlich oben. Es werden dem Leser viele Verdächtige präsentiert, er wird auf falsche Fährten geschickt,jeder hätte ein Motiv. Wer tatsächlich dahinter steckt bleibt bis zum Schluß verborgen.
Sehr gefallen haben mir die Beschreibung der Umgebung, man fühlt sich fast auf Borkum versetzt.

Ich freue mich schon auf die nächsten Fälle von Mona und Enno.