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Benutzername: Inas Buecherregal
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Bewertungen

Insgesamt 75 Bewertungen
Bewertung vom 08.02.2019
Totenboje. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)
Jorritsma, Sina

Totenboje. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


sehr gut

Mir gefallen die Cover der Autorin immer sehr gut, doch dieses hier konnte mich nicht überzeugen. Die Boje als Blickfang gefällt mir, den Rest finde ich nicht stimmig.
Der Titel ist kurz und knackig und passt wiederum sehr gut zum Inhalt.

Story:
Kommissar Köhler bekommt einen Anruf aus seiner Vergangenheit. Ihn wühlt dieser Anruf mehr auf wie es nach außen scheint. Erinnert er ihn doch an seine Zeit beim Bundeskriminalamt, eine Zeit die ihm heute noch Alpträume beschert.
Doch schnell kommt er auf andere Gedanken: In Norddeich wurde ein Mann mit einem Messer in der Brust gefunden...

Charaktere:
Thorsten Köhler ist ein ehemaliger Ermittler beim BKA. Er hat sich ins beschauliche Ostfriesland versetzten lassen, um der psychischen Belastung zu entfliehen. Seine Freundin Dörtje, eine Kriminalreporterin, hilft ihm dabei. Mit ihrer quirligen Art heitert sie Köhler oft auf, da sie sich aber keine Story entgehen lassen möchte, bringt sie sich dadurch hin und wieder in Gefahr.
Gerrit Wolter ist Köhlers Kollege, der ruhige Pol des Duos. Leider wird er dadurch gerne vom Vorgesetzten unterschätzt.

Schreibstil:
Sina Jorritsma schreibt wie immer sehr bildhaft, die schöne Umgebung kann man sich sehr gut vorstellen, sieht sie fast vor sich. Die Charaktere sind wieder gut ausgearbeitet, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen kommen sehr gut zur Geltung.
Geschrieben ist das Buch in der übergeordneten Erzählform, Erzählung und wörtliche Rede sind ausgewogen. Kurze und klare Sätze sorgen für ein flüssiges und kurzweiliges Lesevergnügen.
Spannung kommt nahezu von Anfang an auf, diese bleibt auch das ganze Buch über bestehen. Dem Leser werden dabei einige Verdächtige präsentiert, er wird auf falsche Spuren gelockt und bleibt fast bis zum Ende im Unklaren.

Fazit:
Auch der vierte Teil um das Ermittler-Duo Köhler/Wolter hat mir wieder sehr gut gefallen, die Story enthält noch ein paar Überraschungen und fesselt den Leser ans Buch, so dass man es gar nicht aus der Hand legen möchte. Einzig das Cover ist ein kleiner Wehmutstropfen.

Bewertung vom 07.01.2019
Phantomreiter
Ruthe, Luisa

Phantomreiter


ausgezeichnet

Cover und Titel sind mir sofort ins Auge gesprungen. Der Totenkopf mit dem roten Nebel kommes sehr geheimnisvoll daher, dazu passt die Schrift hervorragend.

Der Klappentext gibt dem Leser einen kleinen Einblick auf den Inhalt, macht neugierig auf die Phantomreiter, wer sie sind und vor allem was sie sind.

Charaktere:
Zum einen wäre da Verona. Sie ist eine Tochter aus gutem Haus. Ihr Eltern möchten sie gut verheiraten, wobei das materielle mehr zählt als Gefühle oder gar der Wille der Tochter. Anfangs ist Verona das verwöhnte, leicht aus der Fassung zu bringende Mädchen, je weiter die Geschichte fortschreitet um so erwachsener wird sie, stellt sich den Herausforderungen.
Zum anderen wäre da der Nordling, seinen Namen erfahren wir erst später. Ihn umgibt eine geheimnisvolle Aura, doch Verona kommt nach und nach hinter sein Geheimnis.
Veronas Tante Garda ist eine gebildete und vielseitige Frau, von ihr lernt Verona viel über die Geschichte ihres Landes, über andere Völker und über die Heilkraft der Kräuter.

Schreibstil:
Am Anfang des Buches findet man eine kleine Landkarte, diese hilft dem Leser sich zu orientieren, dies finde ich sehr gut. So kann man sich die Aufteilung der Reiche besser vorstellen. Die Autorin schreibt flüssig, die Geschichte ist leicht und trotzdem spannend zu lesen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und liebevoll beschrieben, ihr Verhalten den Umständen entsprechend. Sehr interessant ist, dass beide die selben Situationen zum Teil unterschiedlich wahrnehmen, die Gedankengänge und Empfindungen werden von der Autorin sehr gut aufgezeigt.
Die Reiche und ihre Bewohner stellt die Autorin detailreich dar, die Kampfszenen sind ausführlich aber nicht zu brutal beschrieben.
Die Kapitel sind chronologisch geordnet, das Buch wird in der übergeordneten Erzählfom geschrieben.

Fazit:
Schon von den ersten Seiten an war ich von der Geschichte gefesselt. Ich war fasziniert von der Entwicklung der Protagonisten und ihren Erlebnissen und habe richtig mitgefiebert und mitgelitten. Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen und freue mich schon auf den zweiten Teil, auf den wir leider noch etwas warten müssen.

Bewertung vom 04.01.2019
Todesfall und Topfenstrudel
Delore, Kate

Todesfall und Topfenstrudel


sehr gut

Cover und Titel sind aufeinander abgestimmt, der Leser erwartet nun einen heiteren Regional bzw. Alpen-Krimi. Das Cover kommt recht bunt und fröhlich daher, passend zum Inhalt.

Der Klappentext macht neugierig, die Schrift kann für den ein anderen allerdings etwas schwierig zu lesen sein. Sie passt zwar zum Cover, eine andere Schriftart wäre vielleicht passender für mehr Text. Nicht jeder hat seine Lesebrille beim Einkaufen auf, es wäre schade wenn aus dem Grund das Buch nicht in den Einkaufskorb wandert.

Story-Einstieg:
Ein Selbstmörder steht oben auf dem Fensterbrett des vierten Stock. Gefährlich wankt der halbnackte Mann hin und her, die sensationsgierige Menge unten hält den Atem an. Man hört schon die Polizeisirenen als er das Glas hebt und der Menge zuruft: "Ciao und pfiat di, du schäbige alte Welt!"
Nach einem letzten Schluck stürzt der Mann nach unten, dem vermeintlichen Paradies entgegen.

Charaktere:
Mia Häfner steht mit beiden Beinen auf dem Boden,weiß was sie will. Sie ist am Boden zersört als sich ihr Freund das Leben nimmt. Sie versucht wieder auf die Beine zukommen, sucht sich Hilfe.
Majestät X ist der geheimnisvolle Fremde im Buch. Lange ist unklar warum er Menschen erpresst, was er damit bezweckt. Obwohl er meiner Meinung nach recht laienhaft handelt, kann er sein perfides Spiel durchziehen.
Kommissar Hasselberg ist die Gutmütigkeit in Person. Trotzdem ist er nicht zu unterschätzen, er zieht sein Ding durch - wenn es sein muss auch alleine. Gerne lässt er sich dabei von seinem Gspusi ablenken.

Schreibstil:
Lustig ist gleich am Anfang das Bayrisch-Deutsch Lexikon. Obwohl ich viele Begriffe schon kannte habe ich auch noch dazu gelernt.
Zu Beginn eines jeden Kapitel wird dem Leser Datum und Uhrzeit (manchmal auch der Ort) mitgeteilt, das Buch ist allerdings nicht chronologisch aufgebaut.
Das Buch wechselt zwischen übergeordneter Erzählform und Mias Part in der Ich-Form. Das hat mich erst etwas irritiert, nachdem ich mich daran gewöhnt hatte war es kein Problem mehr, ich fand sogar Gefallen daran.
Es gibt verschiedene Erzählstränge, zum einen Mias und den von Majestät X, dazu noch ein paar Nebenschauplätze, die alle nach und nach ein Bild ergeben.
Die Protagonisten sind bodenständig und meist authentisch. Einzig Ryan hat mir gar nicht gefallen, er wirkte so zwanghaft eingesetzt um seinen einen großen Auftritt zu bekommen.
Nach dem Selbstmord begibt sich Mia in psychologische Behandlung, dieser Teil war teilweise etwas langatmig, allerdings versteht man Mia dadurch besser, kann sich besser in sie hineinversetzen.
Der Schreibstil ist humorvoll und kurzweilig, kurze und klare Sätze runden das Ganze ab. Ein leichter Spannungsbogen zieht sich durch das gesamte Buch, mehr wird es leider auch nicht. Das Ende war überraschend, warum sich der Täter aber diesen Spitznamen gegeben hat? Ich hätte sicherlich einen anderen für mich gewählt.

Fazit:
Ein unterhaltsamer und kurzweiliger Krimi mit einer feinen Prise Humor und einem Schuß Ernsthaftigkeit, ich hatte viel Spaß beim lesen.

Bewertung vom 30.12.2018
Tödlicher Bestseller
Grüneweg, Verena; Pfolz, Karin

Tödlicher Bestseller


ausgezeichnet

Cover und Titel gefallen mir sehr gut. Das Buch aus dem Bäume wachsen und der Eispickel passen sehr gut zum Thema.

Der Klappentext macht neugiereig, man erkennt die Verbindung zum Titel.

Story-Einstieg:
Endlich ist er da, der Durchbruch. Lange musste sie darauf warten, es war ein schwieriger Weg hin zur Bestseller-Autorin. Doch kaum auf Platz Eins des Bestsellerrankings strecken Freunde und Bekannte die gierigen Hände nach ihr aus. Genervt stellt sie sämtliche Benachrichtigungstöne aus. Dabei sah das ganz von einem Jahr noch ganz anders aus, damals, in ihrer schäbigen Unterkunft...

Charaktere:
Christine, bisher eine erfolglose Autorin, hat plötzlich die Story ihres Lebens vor Augen. Eine Story die ihr ganz bestimmt den Durchbruch bringt, egal zu welchem Preis. Selbstbewusst und unbarmherzig verfolgt sie ihren Weg.
Doch wer ist der geheimnisvolle Beobachter? Was bezweckt er und wen sucht er?
Tim ist ein egozentrischer Verleger in dessen Welt sich alles um ihn dreht. Auf der Suche nach dem Glück verirrt er sich jedoch ganz gewaltig.

Schreibstil:
Die Autorin bedient sich verschiedener Erzählformen und Erzählstränge. Die Kapitel sind ein Wechsel von Erzählungen in der Ich-Form aus Sicht von Christine und dem geheimnisvollen Beobachter. Dann wiederum gibt es Kapitel in der übergeordneten Erzählform in der der Leser mehr über die anderen unterschiedlichen Charaktere erfährt. Das Buch ist sehr bildhaft und detailreich geschrieben, die Handlung ist durchaus authentisch, zumindest ist solch ein Verhalten ähnlich dem der Protagonisten vorstellbar. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinfühlen, durch die ausführliche Beschreibung der Gefühle kann man schnell eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen. Durch die klare und bildhafte Sprache ist die Begeisterung von Christine fast ansteckend, keine Schachtelsätze trüben den Lesegenuss. Der Spannungsbogen baut sich schnell auf, bleibt das ganze Buch über bestehen und steigert sich zum Ende hin sogar noch.

Fazit:
Erst war mir nicht klar was die einzelnen Erzählsträne miteinander zu tun haben, je weiter man liest desto klarer wird alles und man ist nicht mehr in der Lage das Buch aus den Händen zu legen.

Bewertung vom 28.12.2018
Monerl
Forster, Angela L.

Monerl


sehr gut

Cover und Titel sind auf den ersten Blick nicht aussagekräftig, obwohl mir das Cover gut gefällt, kann ich keinen Bezug zum Inhalt des Buches feststellen.

Der Klappentext versorgt den Leser mit vielen Informationen, eine genauere Vorstellung bekommt man allerdings nicht.

Charaktere:
Monika, von ihren Eltern liebevoll Monerl genannt, erlebt ihren persönlichen Alptraum. Doch sie bleibt stark, lässt sich nicht unterkriegen. Führt als Erwachsene ein nahezu glückliches und erfülltes Leben, bis sie die Vergangenheit unbarmherzig einholt. Alexander Graf ist ihr Traummann, Monerl seine Traumfrau, sein Tausendschön. Anton ist Monerls einziger Verbündeter, ein Freund der für sie da ist, immer.

Schreibstil:
Monerl ist ein Buch welches ich nach den ersten Seiten auf die Seite legen und nie mehr anschauen wollte. Ich breche nie Bücher ab, hier war ich aber kurz davor. Gewalt und Mißbrauch an Kindern, so detailliert dargestellt, ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Ich habe es nicht bereut, das Buch trotzdem weiter gelesen zu haben.
An den Schreibstil mit den kurzen und abgehackten Sätzen musste ich mich erst gewöhnen, die Autorin schreibt schnörkellos und direkt. Das Buch kommt kalt daher, schonungslos und kommt ohne Gefühlsduselei aus. Das passt zum Buch, dennoch ist das der einzige Punkt den ich kritisieren kann, mir hat etwas die Tiefe der Protagonisten gefehlt, die Charaktere blieben alle etwas oberfächlich. Monerl allerdings hat mich fasziniert, ihre Kaltblütigkeit sucht ihresgleichen, verständlich nach dem was sie durchmachen musste. Ich hatte sogar Verständniss für sie übrig. Es gibt einen Erzählstrang, keine Nebenschauplätze und langatmige Schachtelsätze. Dadurch lässt sich die Geschichte flüssig lesen, vorausgesetzt man braucht nicht mal eine Pause vom Buch.

Fazit:
Ein Buch das Abscheu, Verständniss, Ekel und Mitgefühl hervor ruft, für mich eine tolle und interessante Mischung.

Bewertung vom 27.12.2018
Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.11
Maurer, Jörg

Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.11


gut

Cover und Titel haben mich sofort angesprochen, hell und freundlich verspricht es eine nette Unterhaltung zu werden.

Der Klappentext gibt einen Hinweis worum es im Buch geht, verrät aber nicht zu viel.

Chraraktere:
Alle Mitglieder aus Jennerweins Team bekommen hier die selbe Aufmerksamkeit, darum möchte ich hier nicht auf jeden einzelnen eingehen. Ludwig Stengele kann es nicht lassen, auch hier in lockerer Umgebung muss er alles überprüfen, mögliche Fluchtwege herausfinden, er kann einfach nicht aus seiner Haut. Obwohl alle einfach nur fröhlich feiern wollen, können sie das Ermitteln nicht sein lassen. Erst freiwillig und nebenbei, dann gezwungenermaßen.
Jennerwein entpuppt sich als Geschichtenerzähler, alle hängen nahezu gebannt an seinen Lippen. Auch Emil Prokopp, der Freund der Gerichtsmedizinerin. Die Charaktere werden zum großteil authentisch dargestellt, deren Empfindungen sind nachvollziehbar.

Das Buch ist in mehrere Erzählstänge gegliedert. Zum einen gibt es die Erzählung Jennerweins aus seiner Zeit am Gymnasium 1980. Diese Rückblenden sind kurzweilig, immer wieder mit Humorvollen Anekdoten gespickt, diese haben mir sehr gut gefallen. Dann gibt es die momentane Situation auf der Hütte, zu dieser Erzählung gibt es immer wieder kleine Vorausblicke. Zudem gibt es ein paar Nebenhandlungen deren Sinn sich erst recht spät oder gar nicht ergibt. Diese sind mir negativ aufgefallen und hätten gekürzt oder weggelassen werden können, mich haben sie im Lesefluß ausgebremst, immer wieder musste ich hin und her switschen und versuchen die Ereignisse zusammen zu bringen. Durch dieses ganze Misch-Masch wirkt die Geschichte an manchen Stellen sehr konstruiert und unglaubwürdig. Es gibt langatmige Ausführungen der verschiedenen Todesarten und die Darstellung derer in Literatur und Musik, auch dieses trägt nicht zur Geschichte bei, man hat das Gefühl da mussten ein paar Seiten gefüllt werden.

Fazit:
Wer einen richtigen Krimi erwartet, wird enttäuscht sein. Das Buch ist ein netter Zeitvertreib in dem die Protagonisten sympathisch dargestellt werden, dies täuscht aber nicht über die ansonsten eher verwirrende Handlung hinweg.

Bewertung vom 21.12.2018
Tödlicher Irrtum
Burow, Patrick

Tödlicher Irrtum


sehr gut

Das Cover kommt recht düster daher, ergänzt sich sehr gut mit dem Titel

Der Klappentext macht neugierig, der Leser bekommt eine Ahnung worum es geht, verrät aber nicht zu viel.

Charaktere:
Prof. Hekscher scheint ein schwieriger Zeitgenosse zu sein. Er hat ein Alkoholproblem, betitelt seine Studenten mit lächerlichen Namen. In dem eigens für ihn erschaffenen Institut für Justizirrtümer geht er allerdings auf, es entwickelt sich nach und nach eine recht gute Zusammenarbeit zwischen ihm und den beiden Studenten Florian und Saskia.
Florian ist gutherzig, aber auch faul. Das Lernen steht nicht an erster Stelle, dadurch gerät er immer wieder mal in peinliche Situtationen. Saskia ist das genaue Gegenteil, ehrgeizig möchte sie unbedingt ihrem Vater gefallen.

Stil:
Der Autor schreibt flüssig kurze und klare Sätze und in kurzen Kapiteln, die schnell zu lesen sind. Für meine Begriffe fast etwas zu schnell, kaum hat man sich in eine Szene eingelesen, kommt schon wieder ein neues Kapitel. Ich hätte es schöner gefunden, zusammenhängender lesen zu können. Der Autor geht eher sparsam mit Gefühlsbeschreibungen um, daher bleiben die Figuren alle etwas blass. Die Trauer der Mutter nimmt man ihm zwar ab, das ist aber auch schon fast die einzige richtige Gefühlsregung im Buch. Die Sprache ist bildhaft, die Umgebung kann sich der Leser gut vorstellen. Man merkt dass der Autor weiss wovon er schreibt, als Richter hat er tagtäglich mit Recht und Gerechtigkeit zu tun, einzelne Passagen lesen sich dadurch fast wie ein Sachbuch. Die Spannung steigt je weiter die Geschichte fortschreitet, der Leser bleibt bis zum Schluß im Ungewissen.

Fazit:
Das Buch hat mir gut gefallen, einzig die andauernd eingeworfenen Filmzitat haben genervt, da wäre weniger mehr gewesen. Der Schluß war mir leider etwas zu schnell abgewickelt. Trotzdem ein Buch das einen beschäftigt und nachdenklich zurück lässt, ist es tatsächlich so einfach, einem Justizirrtum zu erliegen?

Bewertung vom 17.12.2018
Rachesommer / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.1
Gruber, Andreas

Rachesommer / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover mit dem Rettungsring hat einen Bezug zum Buch. Das neue Cover mit den Kirschen und dem Titel ergibt erst einmal keinen Sinn, in Verbindung mit den anderen Teilen der Reihe sind die Cover und Titel perfekt aufeinander abgestimmt und haben somit einen hohen Widererkennungswert.

Der Klappentext macht neugierig, ist aufschlußreich, verrät aber nicht zu viel.

Charaktere
Zum einen ist da Walter Pulaski, Kriminalkommissar beim Kriminaldauerdienst. Er zeichnet sich duch Hartnäckigkeit aus, übergeht dadurch hin und wieder Dienstvorschriften und eckt bei seinen Vorgesetzen an. Er war mir auf anhieb sympathisch, verwitwet und alleinerziehend ohne die typischen Probleme wie sie die Ermittler in vielen anderen Thrillern oder Krimis haben.
Evelyn Meyers ist eher introvertierter, schlecht einzuschätzen, ihre Vergangenheit macht ihr des öfteren zu schaffen.
Patrick steht ihr dabei immer zur Seite, ist für sie da und verhilft ihr als Detektiv zu mancherlei geheimen Informationen.

Gleich beim ersten Aufschlagen des Buches stößt man auf die Vorstellung der beiden Protagonisten, ein kleiner Steckbrief der mir sehr gut gefallen hat, kann man sich dadurch doch schon zuvor ein Bild machen. Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, Erzählung und wörtliche Rede sind ausgewogen. Andreas Gruber benutzt eine bildhafte Sprache, so kann man sich die ortlichen Begebenheiten gut vorstellen, ebenso detailreich werden auch die Charaktere beschrieben, diese wirken authentisch, deren Handlungen sind nachvollziehbar. Die beiden Erzählstränge von Evelyn und Pulaski haben scheinbar nichts miteinander zu tun, je weiter man im Buch vorankommt, desto mehr verflechten sie sich um am Ende zu einem zusammen zu verschmelzen. Die einzelnen Rückblicke bringen nach und nach Licht in das Geschehen. Zum Ende hin legt das Buch an Tempo zu, die Kapitel werden kürzer, die Handlungen überschlagen sich fast, der Spannungsbogen erreicht dabei seinen Höhepunkt.

Ich habe mich oft während des Lesens geärgert, aufgrund der vielen Burokratie und gesellschaftspolitischer Aspekte werden Pulaski viele Steine in den Weg gelegt, es gibt ein Gerangel um Zuständigkeiten. Gerade darum ist mir Pulaski so sympathisch, er lässt sich nicht unterkriegen und zieht sein Ding durch, ohne Rücksicht auf sich oder andere. Ein grandioser Auftakt der Rache-Reihe um Pulaski und Meyers, welche ich nur weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 10.12.2018
JAGD (eBook, ePUB)
Starke, Claudia

JAGD (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, zumal es sehr gut zum Inhalt des Buches passt.
Der Titel ist kurz und knackig, man möchte nun natürlich wissen, wer und warum er gejagt wird.

Zudem gibt der Klappentext einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt, alles zusammen eine gelungene Zusammenfügung.

Wir lernen viele verschiedene Charaktere in diesem Buch kennen. Thomas Schultz ist ein von ihnen. Ein junger und ehrgeiziger Pathologe, der nur seine Karriere sieht und dadurch das wesentliche aus dem Auge verliert.
Kai Bruckner, ebenso ehrgeizig wie Thoms, ist er doch schon viele Jahre auf der Suche nach dem Jäger. Nach seiner Versetzung muss er mit einem ebenfalls neuen Kollegen Jan zusammen arbeiten, doch Jan ist in sich gekehrt und gibt wenig von sich Preis.
Jonas und Laura werden zufällig mit hinein gezogen, müssen mit ihrer Situation klar kommen.

Die siebzehn Kapitel sind nur nach Zahlen benannt, teilweise untergliedert in verschiedene Absätze und Erzählstränge. Das Buch ist in der übergordneten Erzählform geschrieben, enthält eher weniger wörtliche Rede. Teilweise wird man durch die vielen verschiedenen Namen verwirrt, zum Ende hin ergeben alle aber einen Sinn und die unterschiedlichen Erzählstränge führen zusammen.
DieGefühlsregungen und das Verlangen beschreibt die Autorin sehr gut, das gehetzte dabei wird durch die abrupten Abschnitte sehr gut deutlich. Claudia Starke schreibt sehr flüssig ohne lange und verschachtelte Sätze, keine Fremdwörter bremsen den Lesefluss aus. Der Spannungsbogen steigt eher gemächlich an, am Ende nimmt das Tempo dann noch zu und präsentiert dem Leser einen passenden Schluß.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mich sehr gut in das Buch und die Protagonisten hinein fühlen. Vor allem Jonas hat es mir angetan, ich weiss nicht wie ich in seiner Situation regaiert hätte. Das Ende lässt ein paar Fragen offen, auf die ich wegen Spoiler-Gefahr nicht eingehen möchte.
Ich habe hier bereits ein weiteres Buch der Autorin liegen, auf das ich mich nach diesem hier nun besonders freue.

Bewertung vom 09.12.2018
Dinner mit Elch
Böhm, Michael; Hentzschel, Dieter

Dinner mit Elch


weniger gut

Das Cover gefällt mir recht gut, das ist leider auch das einzige was mir an dem Buch gefällt.
Der Titel ist nicht sehr aussagekräftig, passend finde ich ihn auch nicht wirklich.

Der Klappentext passt so gar nicht zum Inhalt. Wieso hatte der ermordete viele Feinde? Davon liest man im Buch nichts. Das jeder jeden verdächtigt ist so auch nicht richtig, ein Verdächtiger ist doch schnell gefunden.

Der Schreibstil ist für mich gewöhnugsbedürftig, zum Teil gibt es in den Dialogen eine sehr geschwollene Ausdrucksweise wie zum Beispiel: Ich werde mich in die Küche begeben um was Gutes auf den Tisch zu zaubern. Kein Mann würde sich so seinem Vater gegenüber äußern, zumindest nicht in dieser Situation.
Es herrschen Dialoge vor, die in der dritten Person erzählt werden, so wie: Er wolle nachsehen was es zu sehen gäbe. Schöner wäre es, wenn die Protagonisten direkt miteinander sprechen würden.

Im Buch jagt ein Logikfehler den anderen, es tauchen Personen auf deren Erscheinen unklar bleibt, wer sind sie und warum sind sie da? Die Polizisten beschliessen, erst einmal die Einladung zum Kaffee anzunehmen bevor sie sich auf die Verfolgung des Mörders machen, der währenddessen von Erik verfolgt wird. Die Türe des Blockhauses wird nicht abgesperrt obwohl draussen ein Täter rumläuft und die Gruppe schon mehrmals überrascht hat. Dann zum Schluß noch ein hellsehender Nachbar. Das letzte Kapitel, das von der Woche davor handelt, ist dann noch die Krönung des Ganzen und hinterlässt mich mit einem Kopfschütteln.

Mich hat das Buch nicht überzeugen können , ich habe mich leider vom Klappentext irreführen lassen.