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Benutzername: Inas Buecherregal
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Bewertungen

Insgesamt 75 Bewertungen
Bewertung vom 06.12.2018
Leid und letzter Tag
Haller, Elias

Leid und letzter Tag


ausgezeichnet

Das Cover ähnelt den vorhergehenden Bänden, daher hat die Reihe einen hohen Widererkennungswert.

Mit dem Titel verhält es sich genauso, die eher kryptisch erscheinenden Worte machen neugierig, eine konkrete Vorstellung bekommt man dadurch nicht.

Dieser verrät nicht zu viel, macht dennoch neugierig und man bekommt eine Vorstellung was einen erwartet, diese wird aber bei weitem übertroffen.

Maria ist überglücklich, gerade hat sie ihrem zweiten Mann das Ja-Wort gegeben. Die erste Ehe mit ihrem prügelnden Exmann hat sie hinter sich gelassen. Angetrunken wankt sie zum Hotelzimmer, Thomas, ihr folgt ihr. Im Zimmer wartet ein weiteres Geschenk auf sie. Eine Videokamera.....und ein Bündel Lederriemen!
Ab heute bist du meine Ehehure, hört sie Thomas sagen. Sie will fliehen, stößt aber mit einem nackten Mann zusammen, der eine Ledermaske trägt - Thomas Bruder!

Erik Donner ist Kriminalhauptkommisssar beim K11. Er ist ein schwieriger Zeitgenosse und Kollege, hinter vorgehaltener Hand auch Monster genannt. Einzig Anne, seine Chefin und Freundin, versteht ihn. Ihre Besonnenheit ist das komplette Gegenteil von Donner. Bis zu dem Augenblick, der ihr Leben auf den Kopf stellt.
Erik Donners Vater ist charakterlich seinem Sohn recht ähnlich, kein Wunder dass die beiden des öfteren aneinander geraten.
Fitz ist eigentlich zufällig in das Spiel geraten, versteht aber sich zu behaupten. Er wurde mir richtig sympathisch.

Bereits auf den ersten Seiten ist klar was einen erwartet. Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, es gibt Kapitel die in der Gegenwart spielen und welche die von der Vergangenheit handeln. Nach und nach versteht man die Zusammenhänge, überraschende Wendungen und sich überschlagende Ereignisse tragen zur Spannung des Buches bei. Die Gefühlsregungen wie Abscheu, Angst und auch Arroganz werden vom Autor sehr gut dargestellt. Generell bedient sich Elias Haller einer sehr bildhaften Sprache, vieles kann man sich sehr gut vorstellen.

Das gegenseitige Sticheln von Vater und Sohn Donner gefiel mir sehr gut, zeigt es doch deutlich die Anspannung die zwischen beiden vorherrscht. Die Idee mit der App ist klasse, die Umsetzung hat mir auch sehr gut gefallen. Vom Ende war ich geschockt, ich konnte es erst gar nicht fassen und bin nun sehr gespannt ob und wann es einen siebten Teil mit Erik Donner geben wird.

Bewertung vom 02.12.2018
Du bist mein Besitz
Summer, Drea

Du bist mein Besitz


ausgezeichnet

Drea Summer versteht es hervorragend, die Gefühlsregungen ihrer Protagonisten zum Ausdruck zu bringen. Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, es gibt verschiedene Erzählstränge, hauptsächlich zum einen Sven und Jenny, zum anderen die Ermittler. Zwischendurch die Gedankengänge der Protagonisten, wodurch zum Beispiel die Zerrissenheit, Wut und Trauer von Sven deutlich zu erkennen ist. Somit wirken die Figuren authentischer. Die Handlung ist schlüssig, die Handlungen und Reaktionen der Charaktere nachvollziehbar. Das Tempo ist von Anfang an hoch und der Schreibstil packend, die Geschichte in ihrem ganzen Ausmaß nicht vorhersehbar.

Fazit
Auch mit dem dritten und leider letzten Teil ihrer Cran Canaria-Trilogie ist Drea Summer wieder ein erstklassiger Thriller gelungen. Von Anfang an war ich in der Geschichte gefesselt, der gleich zu Beginn steigende Spannungsbogen bleibt während des ganzen Buches kontinuierlich oben, so dass man kaum das Buch aus der Hand legen mag. Das Ende hat mich nochmals überrascht, alles in allem wieder ein Buch welches mich überzeugen konnte.

Bewertung vom 26.11.2018
Kira
Marshall, Ive

Kira


sehr gut

Das eher dunkel und bedrohlich gehaltene Cover mit dem Binärsystem im HIntergrund passt sehr gut zum Buch. Der Name Kira als Titel ist zwar kurz, aber ebenso passend. Zusammen mit dem Untertitel sorgt er für Neugierde.

Der Klappentext ist aussagekräftig und gibt einen Vorgeschmack auf das was den Leser erwartet.

Peter Walters Rolle hat mir sehr gut gefallen, allein die Vorstellung dass sich ein Verhaltenspsychologe mit einer künstlichen Intelligenz, nämlich Kira, unterhält und ihre Gefühle erforscht, ist äußerst interessant, gleichzeitig aber aich beängstigend.
Martina Beckstein spielt als Neuroinformatikerin ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Erforschung von Kira, zumal sie maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war.
Zu Kira soll sich der Leser seine eigenen Gedanken machen.

Ive Marshall schreibt sehr detailreich und ausführlich, sodass man sich sämtliche Örtlichkeiten und Figuren sehr gut vorstellen kann. Trotz vieler Fachbegriffe ist das komplexe Thema leicht verständlich, man kann sehr gut der Geschichte folgen. Sämtliche Gefühle wie Angst, Aufregung und Hoffnung sind zwischen den Zeilen spürbar und sorgen für Authenzität. Die Handlung des Buches verläuft in einer direkten, chronologischen Linie, ohne Rückblenden und nennenswerte Ausschweifungen

Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl Kira nur eine "Maschine" ist, hat sie trotzdem für Gefühlsregungen gesorgt, sie erscheint wie alle anderen Protagonisten wirklichkeitsnah und lebensecht. Die Zeit im Weltall fand ich sehr gut geschildert, und ich war gespannt wie der Autor das Ende umsetzt. Da muss ich sagen hat mir irgendetwas gefehlt, da Ende war mir zum Teil zu Klischeehaft. Dennoch ist dies ein Buch das ich gerne weiter empfehle.

Bewertung vom 25.11.2018
Angerichtet (eBook, ePUB)
Sammet, Marcus

Angerichtet (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Jeder der Charaktere hat eine Vita, das macht sie authentisch. So lernt man auch die Geschichte hinter den Figuren kennen, welche teilweise wichtig für die Story ist.
Max Hermann hat seine Vergangenheit als Profikiller hinter sich gelassen. Doch seine Freundin Ines ist sich nicht sicher ob sie ihm immer zu 100 Prozent vertrauen kann. Trotzdem kann nichts ihre Liebe zueinander erschüttern.
Michael Guthmann hat mir so manche Gänsehaut beschert. Sein Handeln ist systematisch, ohne Reue versucht er, Meister seines Fachs zu werden.
Micky Dearest tut mir ja fast ein bisschen Leid, will er doch auch nur etwas vom großen Glück abbekommen und setzt dadurch alles aufs Spiel.
Außerdem treffen wir wieder auf alte Bekannte.

Schreibstil:
Marcus Sammet schreibt wie gewohnt sehr bildhaft und detailreich. Der Autor beschreibt auch Nebensächlichkeiten, aber nicht zu ausführlich um die Spannung zu nehmen, diese tragen mit zur Authenzität der Story bei. Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, verschiedene Erzählstränge aus unterschiedlichen Perspektiven runden das Ganze ab. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto kürzer werden die Kapitel und umso mehr nimmt die Geschichte an Fahrt auf.

Fazit:
Schon nach den ersten Seiten ist klar, worum es in dem Buch geht. Diese Thematik hat mir so manche Gänsehaut und so manches Ekelgefühl beschert, nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen Schilderungen der Vorgehensweise und der Verarbeitung. Dass es dann noch einen erlesenen Kreis Gourmets gibt ist die Krönung des Ganzen.
Ich bin wieder einmal begeistert, auch dieser Teil aus der "Sterbe wohl"-Reihe hat mich wieder überzeugen können.

Bewertung vom 22.11.2018
Der Tod uns scheidet
Schwermer, Melisa

Der Tod uns scheidet


ausgezeichnet

Eine Hütte im Wald, alle Gäste waren bereits gegangen oder schliefen. Das Pärchen im inneren der Hütte wird beobachtet, leise und im verborgenen lauert er dort. Er kennt die Frau, weiß welches Spiel sie spielt.
Wütend drückt er die Zigarette aus und zieht sich die Maske übers Gesicht. Fest umklammert er den Griff des Messers und tritt mit dem Fuß die Tür der Hütte ein.....

Cover/Titel
Das in Rottönen gehaltende Cover mit der eingeritzten Schrift spricht mich sofort an. Ebenso der Titel, dieser sagt aus, das eine Person sicherlich sterben wird.

Den Klappentext finde ich zu lang, er verrät dadurch recht viel. Jasmins Affäre hätte ich dort noch nicht genannt.

Chraktere:
Helga Kannengießer ist Ermittlerin bei der Mordkommission. Als Frau die mit einer Frau in einer Beziehung lebt, hat sie es oft nicht leicht, schon gar nicht mit ihrem Macho-Kollegen Dieter. Totzdem lässt sie sich nicht unterkriegen. Helgas Rolle in der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, hebt sie sich doch etwas von den üblichen Ermittlerinnen ab.
Ihr Kollege Dieter war mir auf Anhieb unsympathisch, seine Angewohnheit Helga mit dieversen Namen zu betiteln, hat mich ziemlich genervt.
Jasmin spielt eine undurchsichtige Rolle, zumindest am Anfang. Zu ihr konnte ich keine Beziehung aufbauen, mein Mitleid mit ihr hielt sich dadurch auch in Grenzen.

Stil:
Durch den übergeordneten Erzähl-Stil bekommt man einen guten Einblick in die Geschehnisse, mal aus der Sicht der Ermittler, mal aus der des Mörders, mal aus der des Opfers. Kurze und klare Sätze sorgen für einen flüssigen Lesegenuss, Fremdwörter werden keine verwendet. Durch die bildhafte Sprache kann man sich sehr gut in das Geschehen hineinversetzen, zum Beispiel in die Party am Anfang. Man spürt förmlich die gereizte Stimmung und merkt wie die Stimmung langsam kippt.
Außerdem ist mir aufgefallen,dass es anscheinend keine einzige glückliche Beziehung in dem Buch gibt, jede Beziehung ist entweder beendet oder eingeschlafen. Auch diese Passagen wurde von der Autorin sehr gut aufgegriffen und umgesetzt.

Fazit:
Obwohl ich schon vor dem Ende einen Verdacht hatte wer dahinter stecken könnte, hat mich das Buch dennoch bis zum Schluß gefesselt. Melisa Schwermer versteht es, dem Leser immer wieder mal ein Bröckchen hinzuwerfen um ihn bei Laune zu halten. Bei mir hat das hervorragend funktioniert.

Bewertung vom 21.11.2018
Der Ruf der toten Mädchen (eBook, ePUB)
Coleman, M. Sean

Der Ruf der toten Mädchen (eBook, ePUB)


gut

PC Daniel Cotter besitzt einen scharfen Verstand, er versteht die Dorfbewohner und sie vertrauen ihm. Misstrauisch beobachtet er Alex Treiben. Einerseits wird ihm ein scharfer Verstand und Weltoffenheit bescheinigt, doch sein Handeln wieder spricht dem oft.
Dr. Alex Ripley ist eine Skeptikerin, glaubt nicht an Wunder und Wunderheiler, gerät darum oft mit vielen Menschen aneinander. Sie lässt sich allerdings nicht unterkriegen oder einschüchtern. Ihre Figur ist sehr interessant, bleibt leider etwas blass, in ihr steckt aber Potenzial.
Alan ist der Beistzer eines Gasthofes, von ihm erfährt Alex einiges über das Dorf, ihn finde ich am sympathischsten von allen Beteiligten.

Stil:
Das Buch ist flüssig zu lesen, die bedrückende und unheimliche Atmosphäre bringt der Autor sehr gut zur Geltung. Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, verschiedene Erzählstränge sorgen für Spannung und Abwechslung. Die Örtlichkeiten kann man sich sehr gut vorstellen, die Dorfbewohner leider nicht. Sämtliche Charaktere bleiben ziemlich blass, die Hintergründe werden, wenn überhaupt, nur kurz angerissen. Die Gottesfürchtigkeit der Dorfbewohner hätte meiner Meinung nach ausführlicher behandelt werden könnnen.

Fazit:
Auch wenn Kirkdale als ein ruhiges Fleckchen beschrieben wird, kann ich trotzdem kaum glauben, das im gesamten Dorf solch ein Fanatismus vorherrscht. Der Tod der Mädchen ist für die Angehörigen schon schlimm genug, das Verhalten der restlichen Bewohner, und auch der Freunde, erzeugt bei mir Kopfschütteln.
Da Buch hätte Potenzial für eine tolle und fesselnde Geschichte, leider wurde das nicht komplett ausgeschöpft. Teilweise plätschert die Geschichte vor sich hin, unglaubwürdige Handlungen der Protagonisten und wirre Passagen wechseln sich ab.
Leider konnte das Buch nicht halten was die Leseprobe versprochen hatte.

Bewertung vom 20.11.2018
Diabellis Inferno
Poljak, Ingrid

Diabellis Inferno


ausgezeichnet

Das Cover spricht mich sofort an, es zeigt einen Ausschnitt des Kuppelfreskos "Höllensturz" aus der Karlskirche in Wien.

Der Titel assoziiert bei mir ein teuflisches Inferno, was sich teilweise im Buch bestätigt.

Der Klappentext ist kurz und verrät nicht zu viel, macht dennoch
neugierig auf das Buch.

Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, erzählt werden verschiedene Erzählstränge, die erst nach und nach ein Gesamtbild ergeben. Dabei ist die Sprache sehr bildhaft, vieles sehr detailreich beschrieben ohne jedoch zu sehr abzuschweifen. Wörtliche Rede und Erzählung sind ausgewogen, die Sprache klar ohne Fremdwörter. Das Buch ist dadurch flüssig zu lesen, es gibt keine verschachtelten Sätze die den Lesefluß ausbremsen.

Die Stoy spielt in Wien, ist zu Anfang etwas undurchsichtig, doch gerade das macht hier den Reiz aus. Alle Protagonisten sind so geschildert, dass man sogleich Sympathien empfindet. Ob diese Empfindung richtig war stellt sich erst zum Ende hin heraus. Man hat das Gefühl, jeder spielt falsch, hat etwas zu verbergen, man möchte unbedingt wissen weswegen man das Buch kaum aus der Hand legen mag.

Von mir gibt es dafür eine klare Lesemepfehlung.

Bewertung vom 15.11.2018
Ort der verlorenen Seelen
Eichenlaub, Anna J.

Ort der verlorenen Seelen


ausgezeichnet

Das Cover gefällt mir sehr gut, gibt es doch sehr gut den Inhalt des Buches wieder.
Ebenso treffend gibt der Klappentext einen Hinweis auf die Geschichte und macht Lust auf das Buch, verrät dabei aber nicht zu viel.

Stephan und Vincent machen einen sympathischen Eindruck. ihre Freundschaft mit Thomas trägt ihr übriges dazu bei. Alle drei sind Studenten, und trotz anfänglicher Eifersüchteleien halten sie zusammen, wenn es darauf ankommt.

Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben und ist aufgrund der kurzen und klaren Sätze flüssig zu lesen, Wörtliche Rede und Erzählung sind ausgewogen. Der Spannungsbogen steigt nach dem ersten OBE kontinuierlich an, zum Ende hin nimmt die Spannung sogar nochmals zu.
Das Buch ist in 10 Tage aufgeteilt, diese sind nochmals in Unterkapitel unterteilt. Dazwischen gibt es immer wieder mal Passagen mit Stephans Gedanken.

Die Geschichte ist teilweise beklemmend und sorgt für kleine schaurige Momente und Gänsehaut. Die Beklemmung während dieser außerkörperlichen Erfahrung ist deutlich zu spüren.

Obwohl ich eher weniger in diesem Genre zu Hause bin, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Die Idee dieser Experimente ist nicht neu, wie die Autorin das Thema umgesetzt hat finde ich allerdings sehr gelungen.

Bewertung vom 12.11.2018
Die Gefühle der Anderen
Acheronian, Galax

Die Gefühle der Anderen


ausgezeichnet

Justin Anderson ist ein in sich gekehrter Junge, der gelernt hat, mit seiner "Fähigkeit" zu leben. Dies gelingt ihm nicht immer. Oft wird er von Gefühlen und Empfindungen fremder Menschen überrannt.
Trotzdem freundet er sich schnell mit seinem Banknachbarn Koryu an, der ebenfalls ein Geheimniss mit sich trägt. Beide Jungs geben sich gegenseitig Halt, auch um gegen Kevin und seine Freunde zu bestehen.
Die Annäherung der beiden hat mir gut gefallen, auch die Entwicklung der Freundschaft fand ich toll. Bis auf ein paar Szenen in denen ich mir gewünscht hätte, das Koryu etwas zurückhaltender gewesen wäre.

Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, der Autor schreibt sehr bildhaft, schon zu Beginn bei der Szene als Justin durch den Regen fährt, hat man das Gefühl die Kälte selbst zu spüren. Die Umgebung und auch die Gedanken Justins sind sehr detailreich beschrieben so dass es dem Leser leicht fällt, sich in jede Situation hineinzuversetzen. Der Spannungsbogen baut sich zuerst etwas zögerlich auf, zwar erlebt Justin bald nach seiner Ankunft in der neuen Schule seltsame Dinge, die meiste Zeit begleiten wir aber Justin und Koryu bei dem Entstehen ihrer Freundschaft. Doch dann nimmt die Geschichte immer mehr an Tempo zu, man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung des Buches verläuft in einer direkten, chronologischen Linie, es gibt keine großartigen Rückblenden oder nennenswerte Ausschweifungen.

Die Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert, das mystische bleibt erst im Hintergrund um dann immer mehr in den Vordergrund zu treten, am Ende beherrscht es die Geschichte komplett. Den Schluß habe ich so nicht erwartet und musste diesen auch erst mal sacken lassen, dann aber war ich begeistert.

Das Buch ist als Jugendrama mit mystischem Hintergrund bezeichnet, dem kann ich vorbehaltlos zustimmen. Allerdings ist das Buch nicht nur für Jugendliche spannend zu lesen, auch mich hat es in seinen Bann gezogen.

Bewertung vom 11.11.2018
Liebe ist unvergänglich
Pfister, Astrid

Liebe ist unvergänglich


ausgezeichnet

Das Cover und der Titel sind sehr passen gewählt. Da die Bewohner von einer längst vergangenen Zeit berichten aus ihrer Jugend und jungen Erwachsenen-Jahren während des Krieges, passt das schwarz-weiß-Bild sehr gut dazu. Auch der Titel beschreibt den Inhalt des Buches treffend.

Der Klappentext sagt zwar einiges über den Inhalt aus, verrät dennoch nicht zu viel.

Charlotte, die Pflegerin, ist unglücklich in ihrem Privatleben, sie hat Zweifel an den Gefühlen ihres Freundes für sie, entfernt er sich doch immer weiter von ihr. Zudem nimmt er ihre Roman-Idee nicht ernst, die Liebe die es früher gab, gibt es heute nicht mehr, passt nicht mehr in die heutige Welt. Trotzdem gibt sie ihren Traum nicht auf.

Der Leser lernt ein paar der Bewohner des Heimes kennen, jeder hat eine andere Geschichte zu erzählen, alle haben aber die große Liebe gemeinsam, die sie vermissen, immer noch erleben, hinterher trauern oder voller Liebe an sie zurück denken.

Astrid Pfister schreibt sehr detailreich und sehr liebevoll von den Bewohnern und ihren Erlebnissen, ihre bildhafte Beschreibung erzeugte bei mir ein wohliges Gefühl, so konnte ich richtig in der Geschichte versinken. Liebe, Sorge, Verzweiflung, Hoffnung, all diese Gefühle hat die Autorin sehr gut zu Papier gebracht.

Das Buch und die einzelnen Geschichten sind schlüssig, das Verhalten der Menschen damals sowie heute nachvollziehbar. Die Geschichten werden von Astrid Pfister so glaubhaft erzählt dass man jedes Wort abnimmt und es keine Rolle spielt ob diese fiktiv oder real sind.

Dieses Buch ist so melancholisch und herzergreifend geschrieben, dass mir manchmal sogar die Tränen in die Augen traten. Dieses Buch zaubert einem trotz der rührenden Geschichten ein Lächeln auf die Lippen und öffnet dem Leser die Augen für die Liebe. Ich möchte dieses Buch jede mans Herz legen, nicht nur den "hoffnungslosen Romantikern".