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Bewertungen

Insgesamt 335 Bewertungen
Bewertung vom 18.09.2017
Almost a Fairy Tale
Lang, Mara

Almost a Fairy Tale


gut

Die Schreibweise der Autorin ist recht einfach zu verfolgen, wobei mir ein bisschen das flüssige Lesen gefehlt hat. Hier wird vorwiegend mit kurzen Sätzen gearbeitet, sodass ich beim Lesen ab und an ins Stocken geraten bin. Ich konnte trotz allem alles verfolgen, aber leider muss ich sagen dass ich mich durch die Schreibweise nicht vollkommen fallen lassen konnte.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Sichtweisen, was ich prinzipiell gut finde mich aber trotz allem beim Lesen manchmal etwas verwirrt hatte. Die Sichtweisen wechseln oftmals zum neuen Kapitel oder werden anhand von Platzhaltern zumindest getrennt aufgezeigt.

Natalie ist eine junge Magische, welche ihr Potenzial jedoch noch so überhaupt nicht richtig kennt. Sie bemerkt die Magie, sieht sie auch um sich herum fließen wendet sie allerdings nicht offensiv an. Auf Grund einiger Gesetze ist es ihr nicht erlaubt damit zu zaubern, sodass sie diese einfach ignoriert.

Ihr Wesen ist offen, freundlich und gleichzeitig auch stark und kämpferisch. Ich konnte sie innerhalb der Geschichte leider nicht immer vollends greifen und auch einige ihrer Entscheidungen nicht richtig nachvollziehen.

Kilian ist zwar ein Prinz, benimmt sich aber eher wie ein ganz normaler Junge und arbeitet im Geheimdienst. Sein Wesen ist sehr freundlich, offen und hilfsbereit. Für seine Freunde und vor allem für Natalie setzt er sich ein, sofern diese in Gefahr geraten und geht dabei auch viele Risiken ein. Auch er war für mich oftmals zu undurchsichtig, hat Entscheidungen getroffen die mich mit dem Kopf haben schütteln lassen und ihn insgesamt als nicht so überzeugend dargestellt hat.

Neben diesen beiden spielen noch einige weitere Charaktere eine wichtige Rolle in der Geschichte. Es gibt auf der einen Seite die Bösen, auf der anderen Seite die Guten Magischen und dann noch dazwischen die Menschen welche mit beiden Parteien nicht wirklich etwas anfangen wollen. Alle eingeführten Charaktere haben durchaus ein Wesen erhalten, doch trotz allem konnte ich sie ebenso nicht immer richtig greifen. Man konnte bei einigen Pläne im Hinterkopf entdecken, bei anderen wusste ich bis zum Schluss nicht ganz genau auf welcher Seite derjenige tatsächlich steht und ob uns da nicht noch einiges erwarten dürfte. Letzten Endes war es aber tatsächlich so, dass ich die meisten Charaktere (ganz egal ob Haupt- oder Nebencharaktere) leider ziemlich oft innerhalb der Geschichte gerne geschüttelt hätte. Sie waren so undurchdacht, haben Fehler begannen die jeder Anfänger unterlassen hätte und oftmals leider auch unspektakulär. Mir haben Charaktere gefehlt, die trotz kurzfristigen Entscheidungen diese durchdenken ohne kopflos durch die Gegend zu rennen und mir im Kopf bleiben. Mich regelrecht begeistern, sodass ich ihnen weiter folgen möchte.

Die Umsetzung der Geschichte ist vielversprechend, teilweise spannend und hin und wieder auch erklärend aufgebaut. Durch den recht oft stattfindenden Personenwechsel erhält man rundum ein ganz gutes Bild, sodass man nachvollziehen kann in welche Richtungen sich alles entwickelt. Die magisch angehauchte Märchenwelt hat mich unglaublich neugierig gemacht, konnte mir eine interessante Welt aufzeigen und hat mir die Geschichte doch recht spannend, wenn auch abgehackt rübergebracht.

Trotz dass mir die Umsetzung der Grundidee ganz gut gefallen hat, konnte ich mich mit der Schreibweise nicht wirklich gut zusammentun. Des Weiteren blieben die Charaktere mir etwas zu blass, sodass ich einfach keinen richtigen Bezug aufbauen konnte.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch für einige etwas ganz besonderes werden könnte. Für mich war es eine schöne und magische Geschichte, die mich jedoch leider nicht komplett überzeugen konnte.

Bewertung vom 18.09.2017
Road to Salvation (Herzenswege 3) (eBook, ePUB)
Riemer, Martina

Road to Salvation (Herzenswege 3) (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich nicht schon früher zu dieser neuen Reihe von Martina Riemer gegriffen habe. Ihr Schreibstil ist erfrischend, locker, gefühlvoll und prägend. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere einfinden und habe diesen Roadtrip unheimlich genossen.

Erzählt wird diese süße Liebesgeschichte aus der Sichtweise unserer beiden Hauptcharaktere. Man erhält somit einen perfekten Blick auf die Gedankenwelt der beiden und kann viele Ungereimtheiten schneller verstehen.

Bianca ist ein offener, freundlicher und in diesem Sommer auch ein sehr spontaner Typ. Wenn sie sonst auch immer alles plant, dieses Mal möchte sie ausbrechen und das in Amerika. Es war unheimlich erfrischend, wie man zusammen mit Bianca so langsam aus sich herauskommt und sich auf verschiedenste Dinge einlässt. Man merkt ihr ihre Zweifel und trotz allem auch ihre Neugierde an, welche sie dazu antreibt loszulassen und einfach mal in den Tag zu leben.

Cassio war mir von der ersten Seite an total sympathisch. Er ist locker, eine sehr offene Persönlichkeit und hat trotz allem auch eine traurige und ruhige Seite. Seine Art und Weise mit dem Leben umzugehen hat mich zu Beginn schon begeistert, zum Ende hingegen auch wieder traurig gemacht. Er hat ein nicht gerade kleines Päckchen zu tragen und trotz allem versucht er damit irgendwie umzugehen. Hier hat mir seine Entwicklung innerhalb der Geschichte wirklich gut gefallen.

Die Liebesgeschichte wird von der Autorin authentisch, spritzig und sehr gefühlvoll umgesetzt. Ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt, konnte neben diesen beiden auch noch weitere Charaktere in mein Herz schließen und empfand es als eine wirklich zauberhafte Umsetzung.

Es beginnt in der Geschichte stürmisch wie in einem reisenden Fluss, entwickelt sich mit der Zeit zu ruhigem vertrautem Gewässer um schlussendlich in einer leidenschaftlichen Mündung über zu gehen.

Die Autorin hat mir eine schöne Liebesgeschichte geliefert, welche nicht nur durch wundervoll ausgearbeitete Protagonisten sondern auch durch eine gefühlvolle und nachvollziehbare Umsetzung überzeugt. Die Ängste, Hoffnungen und Gefühle konnte ich recht gut nachvollziehen und auch die Entwicklung an sich war überraschend und abschließend.

Sehr schön finde ich auch das Ende, welches uns wieder mit altbekannten Charakteren aus den Vorbüchern zusammenbringt. Und auch wenn ich diese bisher noch nicht kannte, habe ich durchaus Lust darauf sie kennenzulernen. :)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Road to Salvation“ hat Martina Riemer eine schöne, gefühlvolle und süße Liebesgeschichte ins Leben gerufen welche mich von Anfang bis Ende begeistern konnte. Die anderen beiden Bände werden mit Sicherheit auch noch gelesen werden. :)

Bewertung vom 18.09.2017
Im leuchtenden Sturm / Götterleuchten Bd.2
Armentrout, Jennifer L.

Im leuchtenden Sturm / Götterleuchten Bd.2


gut

Den ersten Teil dieser Reihe mochte ich unheimlich gerne, auch wenn es dort schon eine Menge um Sex, Verlangen und Anziehung ging. Trotz allem bin ich durch das Buch geflogen und hatte schlussendlich ein richtig gutes Gefühl.

Mit diesem bin ich in den zweiten Teil gestartet und habe mich auf eine tolle, mitreisende und fantasievolle Weiterentwicklung gefreut. Erhalten habe ich jedoch ein Buch, dass zwar durchaus schnell und problemlos gelesen werden kann, aber auf der anderen Seite noch mehr Anziehung, Verlangen und weniger ausgearbeitete Charaktere enthält.

Sowohl Jossi als auch Seth sind für mich in diesem zweiten Band irgendwie nicht wirklich schön durchdacht. Die Entscheidungen und Versöhnungen liefen für mich teilweise viel zu stumpf und leidenschaftslos ab, wenn man davon absieht das Seth die meiste Zeit erregt ist und Josie zwar schimpft aber im gleichen Zug auch mehr als gerne nachgibt.

Mir hat bei fast allen Charakteren die Ernsthaftigkeit gefehlt. Auf der einen Seite waren sie auf Grund der vorangehenden Situationen schockiert, aber nur ein paar Minuten später kümmern sie sich alle lieber um ihr Liebesleben. Sorry, aber das hat mich nach einigen Situationen schon extrem genervt.

Dazu geht es mir in diesem Fantasybuch einfach viel zu viel um Sex, einen erregten Protagonisten und andere liebestechnische Probleme. Die darin beinhaltete Geschichte kam mir leider in diesem zweiten Band immer mehr zu kurz. Dachte ich, es geht endlich weiter dann werden zwischendurch noch schnell Liebesbekundungen zwischenges. Mir war es letzten Endes einfach zu viel, dass im Buch dreiviertel des Weges sich darum gedreht hatte wie scharf alle irgendwie aufeinander sind.

Ich bin wirklich nicht prüde, aber ein Fantasybuch sollte sich durchaus auch um Fantasy drehen und nicht nur um die ständigen Erregungen verschiedenster Charaktere. -.-

Die Charaktere, also wirklich jeder einzelne von den beinhalteten war für mich einfach nicht greifbar. Es könnte daran liegen, dass ich mit der Zeit genervt war aber sie haben einfach kein wirkliches Wesen erhalten. Ich mochte die einzelnen Charaktere durchaus, aber mir hat einfach die Tiefe gefehlt.

Auch die Umsetzung empfand ich als leider nicht wirklich vollkommen rund. Prinzipiell fand ich die eingesetzten Ideen und Götter durchaus interessant und schön eingesetzt, auch waren immer mal wieder unvorhersehbare Richtungen eingebaut worden. Trotz allem war dies alles überschattet von den oftmals sehr unbedachten Situationen und den ständigen Liebeleien. Des Weiteren kamen einige Wendungen sehr abgehackt. Immer wieder wurden gefährliche Parts eingebaut, die ich einfach nicht so ganz nachvollziehen konnte auch wieso diese nicht verhindert werden konnten.

Insgesamt muss ich also sagen, dass die Grundidee der Geschichte noch immer für mich interessant ist, die Umsetzung mich jetzt allerdings nicht mehr wirklich vollkommen überzeugen konnte. Eigentlich schade, denn ich mochte ihre Reihen bisher immer sehr gerne.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Im leuchtenden Sturm„ hat Jennifer L. Armentrout eine nicht ganz so starke Fortsetzung dieser Reihe geschaffen. Insgesamt konnte mich die Idee weiterhin neugierig machen, allerdings hat mich die Umsetzung etwas irritiert und genervt zurückgelassen. Es ist einfach schade, dass es in dieser Reihe größtenteils um das Sexualleben der Charaktere geht als darum die Geschichte spannend und vor allem auf einander angepasst umzusetzen.

Bewertung vom 18.09.2017
Jamaica Lane - Heimliche Liebe / Edinburgh Love Stories Bd.3
Young, Samantha

Jamaica Lane - Heimliche Liebe / Edinburgh Love Stories Bd.3


ausgezeichnet

Puh, diese Schreibweise ist wie immer phänomenal. Die Autorin hat es bisher in jedem Ihrer Bänder geschafft mich regelrecht zu bannen, mich an die Geschichte zu fesseln sodass ich wirklich Schwierigkeiten hatte das Buch zur Seite zu legen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Liv, sodass wir ihre Gefühle sehr schön nachempfinden können. Dazu schafft sie es auch die Gefühle anderer Protagonisten inkl. Nate so zu projezieren, dass man sich ein sehr schönes Bild machen kann.

Liv ist eine starke und sehr freundliche Persönlichkeit. Schon in den vorherigen Bänden hat man gemerkt, dass ihr Familie und Freunde unheimlich wichtig sind. Sie ist offen, hilfsbereit und trotz allem aber auch gerade in Bezug auf Männer vorsichtig und schüchtern. Sie hatte in der Vergangenheit nicht die Möglichkeit gehabt sich auszuprobieren, was ihr nun einige Schwierigkeiten bringt. Da ist es nur von Vorteil, dass sie die beste Freundin des "SchwerenötersS Nate ist welcher ihr in diesem Fall seien Hilfe anbietet. Blöd nur, wenn man nicht bedenkt, dass diese Nachhilfe auch nach hinten losgehen kann.

Nate ist ein starker, impulsiver und liebevoller Kerl, welcher neben dem Bad Boy auch eine sehr ruhige und gefühlvolle Seite hat. In seinem Leben hat er nach seiner ersten großen Liebe, keine feste Beziehung mehr gehabt und möchte dies eigentlich auch nicht mehr wirklich. Aus diesem Grund wechselt er die Frauen ziemlich oft und schnell. Ab dem Moment in welchem er mit der Nachhilfe für seine beste Freundin startet, beginnt sich allerdings auch in ihm etwas zu verändern. Etwas das Angst im selber Angst macht.

Auch wenn die Liebesgeschichten sich in vereinzelten Parten ähneln, hat es die Autorin wieder einmal geschafft neue Wege zu gehen die sie verändert haben. Das Prinzip Bad Boy mit weichem Kern benutzt die Autorin schienbar sehr gerne und ich würde behaupten, dass sie dafür ein Händchen hat. Ich bin auf alle Fälle immer angetan von den Herren, so auch von Nate. :)

In dieser Geschichte verfolgen wir eine Nachhilfe in Bezug auf Bedürfnisse und Sex, welche schlussendlich etwas zum Chaos führt. Die Autorin hat hierbei schön aufgezeigt, dass man Gefühle halt doch niemals steuern kann und so haben wir einige Hochs und Tiefs erleben dürfen.

Insgesamt war die Geschichte dieses mal jedoch recht vorhersehbar. Es gab durchaus auch kleine Überraschungen, aber ich muss sagen dass man sich grob denken konnte in welche Richtung es gehen wird. Etwas schade, aber letztlich hat es mich beim Lesen nicht wirklich gestört. Die Autorin hat mich mit ihrer prickelnden Schreibweise vollkommen gefangen genommen und die liebevollen Charaktere verfolgt man einfach unheimlich gerne. :)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Jamaica Lane – Heimliche“ hat Samantha Young eine schöne und prickelnde Liebesgeschichte für Nate und Liv geschaffen. Das miteinander der Charaktere war auch in diesem Band wieder wunderschön und die Umsetzung war zwar nicht vollkommen unvorhersehbar, aber dennoch sehr schön und mitreisend geschrieben. Ich persönlich habe mich unheimlich wohlgefühlt und bin sehr gerne in diese Liebe eingetaucht.

Bewertung vom 18.09.2017
Wächterin der geheimen Quelle / Iceland Tales Bd.1 (eBook, ePUB)
Goldbach, Jana

Wächterin der geheimen Quelle / Iceland Tales Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

Die Schreibweise des Buches ist sehr ruhig, einfach und leicht verständlich geschrieben. Allerdings hat mir ein bisschen das flüssige gefehlt. Zwar konnte ich allem sehr schnell folgen, aber gleichzeitig kam ich mir manches mal etwas abgehackt vor.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise der Hauptprotagonistin Hannah, sodass man ihre Gedankengänge natürlich am ehesten wahrnehmen kann. Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass mir alles zu einfach gehalten wurde. Die Charaktere blieben für meine Verhältnisse etwas zu flach, sodass ich mich nicht richtig in sie hineindenken konnte.

Sowohl Hannah, als auch alle Nebencharaktere waren für mich nicht wirklich greifbar. Es hat Tiefe und die Greifbarkeit für mich einfach gefehlt. Ich konnte sie mir nicht im Kopf vorstellen und das hat mich beim Lesen ungemein gestört.

Die Grundidee der Story fand ich wirklich faszinierend und interessant, die Umsetzung jedoch hat mich nicht vom Hocker reisen können. Der Anfang war für mich leider zu ruhig und langatmig, dass ich sehr oft Seiten überspringen wollte. Letztlich habe ich mich durchgekämpft, aber das hat natürlich meine Lesefreuden nicht wirklich erhöht.

Die Umsetzung hat mich leider kaum mitreisen können, sodass ich die Geschichte zwar gelesen aber nicht verinnerlicht habe. Ich denke, dass man hier wirklich darauf achten sollte, dass die Geschichte nicht schlecht sondern einfach anders angelegt wurde. Für jüngere Leser ist die Umsetzung mit Sicherheit besser geeignet.

Ich selber habe leider nicht wirklich einen Zugang zur Geschichte gefunden, konnte mit den Charakteren nicht wirklich mitfühlen und habe die aufgezogene Welt einfach nicht wahrnehmen können. Das ist insgesamt wirklich schade, aber liegt weniger an der Geschichte selber sondern daran dass sie nicht für mich und meine Lesebedürfnisse angelegt ist.

Im gleichen Zug muss ich aber auch sagen, dass es beim Lesen auch den Eindruck gemacht hat dass diese Geschichte wirklich eher für die jüngere Generation angelegt ist. Viele andere Impress-Titel sind trotz allem auch für eine "ältere" Generationen geeignet, dieses Buch würde ich jedoch tatsächlich vorwiegend bei den jüngeren einordnen wollen.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Iceland Tales“ hat Jana Goldbach eine ganz süße Geschichte über Sagen in Island geschrieben. Ich denke für jüngere Leser könnte dies ein wirkliches Lesevergnügen sein, für mich persönlich haben leider greifbare Charaktere, tiefergreifende Gefühle und eine spannendere Umsetzung gefehlt.

Insgesamt hat die Geschichte definitiv potenzial und ich denke für jüngere Leser könnte diese auch etwas sein.

Bewertung vom 18.09.2017
Coldworth City
Kasten, Mona

Coldworth City


sehr gut

Die Schreibweise ist in diesem Buch sehr angenehm und einfach zu verfolgen. Erzählt wird die Geschichte von einer dritten Person, wobei diese immer auf bestimmte Personen eingeht und somit gerade diese genauer aufzeigt.

Raven ist eine starke, vorsichtige und sehr offensive Persönlichkeit. Sie hat früh lernen müssen auf ihren kleinen Bruder aufzupassen und sich zu verstecken. Gerade in der frühsten Kindheit haben beide viel schlimmes miterlebt und versuchen nun neu anzufangen bzw. einfach unerkannt in Ruhe zu leben.

Knox ist Ravens Bruder, freundlich, hilfsbereit, ruhig, besorgt und gleichzeitig unheimlich angetan von Mutanten und Onlinegames. Mit seinem besten und irgendwie auch einzigsten Freund verbringt er unheimlich viel Zeit. Innerhalb der Geschichte erhält er leider keine allzugroße Rolle wie ich finde. Er bekommt ein Wesen, welches aber leider nicht vollends ausgereift wurde. Eigentlich schade, denn ich denke in ihm steckt noch so einiges potenzial. :)

Wade scheint ebenfalls ein vielversprechender und vor allem mysteriöser Charakter zu sein. Über ihn erfahren wir innerhalb der Geschichte auch so einiges, was ihn für mich nur weiter sympathisch hat dastehen lassen. Dazu könnte ich mir vorstellen, dass man auch mit und von ihm noch so einiges hätte erwarten dürfen. Insgesamt fand ich ihn gut ausgeformt und ich konnte mir ein recht gutes Bild von seinem Wesen machen.

Die eingebauten Charaktere, seien sie Haupt- oder Nebenpersonen gewesen waren zwar durchaus greifbar, aber für mich letztlich nicht vollkommen ausgereift. Man konnte nicht vollends mit ihnen „verschmelzen“ und sie als Freund oder ähnliches ansehen. Mir hat ein bisschen die Tiefe dahingehend gefehlt.

Die Umsetzung dieses Einzelbandes hat mir gut gefallen, wenn ich es insgesamt auch alles ein kleines bisschen schnell abgehandelt gefunden habe. Die einzelnen Passagen im Buch haben schon sehr an X-Men erinnert, sowohl einige Mutanten, als auch einige Situationen. Gestört hat es mich jetzt an sich nicht, aber es war damit leider auch nicht wirklich etwas großartig neues.

Die Geschichte selber war sehr zwiegepalten, mal überraschend und dann auch wieder sehr vorhersehbar. Dadurch, dass einige Punkte aus bekannten Filmen angelehnt wurde konnte ich mir einige Ereignisse schon vorher denken. Das macht das Buch nicht wirklich schlechter, da die Autorin durchaus versucht hat einen eigenen Weg zu gehen. Trotz allem hat mir hier einfach etwas gefehlt, welches mich dann schlussendlich zum Lesen regelrecht gezwungen hätte.

Das Ende dieses Buches ist abschließend, aber kann gleichzeitig natürlich auch noch eine Tür für weitere Bände lassen und eventuell erwartet einen dann eine Umsetzung so ganz ohne Anlehnung an schon altbekanntes. :)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Coldworth City“ hat die Autorin einen schönen Roman geschrieben, welcher in einer Welt der Mutanten angelegt ist. Die Grundidee gefällt mir schon seit X-Men unheimlich gut, leider war diese auch in diesem Buch teilweise sehr daran angelehnt.

Mir ist das Lesen durch die sehr angenehme Schreibweise unheimlich leicht gefallen, allerdings hätte ich mir etwas greifbarere Charaktere und eine unvorhersehbarere Geschichte gewünscht.

Es gibt 3,5 Sterne von mir!

Bewertung vom 18.09.2017
Das Herz des Verräters / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.2
Pearson, Mary E.

Das Herz des Verräters / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.2


ausgezeichnet

Schon nachdem ich die ersten Seiten dieses zweiten Bandes gelesen habe war ich begeistert. Die Schreibweise war wieder magisch, gefühlvoll und mitreisend. Die Autorin hat es verstanden einen guten und greifbaren Anfang zu schaffen, der mich sofort in das Geschehen hineinziehen konnte.

Erzählt wird dieser dritte Band wieder aus den vier Sichtweisen unserer Hauptcharaktere, was ich noch immer sehr passend finde. Die Autorin schafft damit eine rundum aufklärende Atmosphäre und man versteht jeden einzelnen von ihnen besser. Man erhält insgesamt ein gutes Bild auch von den Nebencharakteren und das wiederum macht es schwierig jeden in eine Schublade zu stecken.

Lia, Kaden und Raff sind natürlich auch hier wieder die wichtigsten Figuren im Buch und ich finde die Autorin hat es definitiv geschafft aus jedem einen starken, bleibenden und vor allen nachvollziehbaren Charakter zu erschaffen. Schon in ersten Band konnten mich alle drei überzeugen, aber beim jetzigen Lesen hatte ich tatsächlich das Gefühl ein Teil von ihnen und ihrer Geschichte zu sein. Man erfährt verschiedene Blickwinkel aus der Vergangenheit, der Gegenwart und ab und an auch aus der Zukunft. Sie entwickeln sich alle großartig, man erhält Züge die man so vielleicht nicht erwartet hätte und ich konnte nicht anders als sie alle drei lieb zu gewinnen und das könnte irgendwann zum Problem werden. ;)

Auch alle anderen Nebencharaktere konnten für mich greifbar dargestellt werden. Natürlich konnte hier nicht auf jeden eingegangen werden, aber alle der Geschichte dienlichen habe ich mir sehr gut vorstellen können. So konnte man auch zu diesen Personen ein Gefühl aufbauen und schlussendlich wurde es nicht nur Lia für ein Problem aus der Gefangenschaft zu fliehen. Wenn man lernt, dass nicht nur die Bösen dort leben, dann weiß man nicht mehr ob es sich nicht doch lohnt auch für diese Leute zu kämpfen.

Die Umsetzung ist wie ich finde um einiges spannender, gefühlvoller und interessanter als im ersten Band. Wir erleben die Bewohner und das Land Vender, lernen den skrupellosen und trotz allem manchmal auch menschlichen Kommissar kennen und erhalten so viele Einblicke dass ich regelrecht an der Geschichte gefangen gehalten wurde.

Die Autorin geht einige unvorhersehbare Wendungen ein und wenn man sich auch vorstellen kann, was am Ende des zweiten Bandes auf einen wartet wird mit Sicherheit keiner damit rechnen was tatsächlich passiert. Ich war schockiert, besorgt und wollte unbedingt weiterlesen.

Die Autorin schafft es einen liebevollen aber zugleich auch brutalen Roman zu schaffen, der so viele Facetten beinhaltet. Es kann geschmunzelt werden, gelacht, getrauert, geweint, geliebt und noch so viel mehr. Ich finde es lohnt sich auf alle Fälle hier zuzugreifen, wenn mir auch noch immer der Part der Fantasy leider zu kurz kommt.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Das Herz des Verräters“ hat Mary E. Pearson einen ganz wundervollen und vor allem spannenden zweiten Band der Reihe geschrieben. Hat der erste mit vielen Geheimnissen begonnen, erhalten wir hier neben neuen Fragen vor allem einige Antworten, wundervolle Charaktere und ein Setting das mich persönlich ängstigt und fasziniert zugleich.

Nach dem ersten Band bin ich von dieser weiteren Umsetzung mehr als begeistert und warte nun sehnsüchtig darauf die Fortsetzung in den Händen zu halten.

Bewertung vom 18.09.2017
Die Schatten der Erinnerung / Verwandte Seelen Bd.3
Stevens, Nica

Die Schatten der Erinnerung / Verwandte Seelen Bd.3


ausgezeichnet

Ich habe den zweiten Band der Reihe im letzten Jahr gelesen und ich war mir nicht sicher, ob ich direkt wieder hineinfinde. Doch schon nach der ersten Seite war ich mitten drinnen, wusste welche Charaktere vorkommen, wohin sie gehören und auf welche wundervolle Welt ich mich einlassen darf.

Die Schreibweise der Autorin hat mich auch in diesem dritten Band wieder vollkommen von sich überzeugen können. Sie versteht es die Welt so detailliert zu beschreiben, dass ich mir alles sehr genau vorstellen kann. Es hat einen Platz in meinem Herzen gefunden. Auch wird das Gefühl, sei es nun positiv wie negativ super schön und bleibend rübergebracht. Ich konnte mich wieder in der Geschichte verlieren und bin regelrecht durch die Geschichte gezogen worden.

Wir beginnen am Ende des zweiten Bandes. Die große Schlacht ist geschlagen und trotz allem ist der Frieden noch nicht wieder eingekehrt. Gefangene wurden genommen, Krisen müssen angegangen und dabei muss die Liebe neu angenommen werden.

Die Charaktere werden auch im letzten Teil wieder sehr liebevoll, greifbar und bleibend aufgesetzt. Ich konnte mich sehr gut in fast alle wichtigen Charaktere einfügen, auch wenn die Sichtweise „nur“ aus Sam und Jakes Sicht aufgezeigt wird. Trotz allem vermittelt die Schreibweise aus der Perspektive des Erzählers auch das Gefühl der anderen Charaktere sehr schön, sodass man sie ebenfalls ins Herz schließen kann.

Es gibt so viele wundervolle Personen, die einen das Herz aufgehen lassen und selbst Sams Großvater, welcher ein Schurke der besten Art ist konnte mich innerhalb der Geschichte mehrfach berühren und ich hatte kurzzeitig ein gutes Gefühl für ihn übrig. Er ist gefährlich, hat Unmengen schreckliche Taten durchgeführt und dennoch schafft es die Autorin ihn in diesem Band als fühlendes Wesen darzustellen welcher einfach den falschen Weg eingeschlagen hat.

Die Umsetzung dieses dritten Bandes hat mich wirklich überrascht. Ich habe mit vielen Richtungen gerechnet, doch die Autorin hat es geschafft eine komplett andere einzuschlagen. Wir haben mit Verlusten zu kämpfen, müssen uns an zwiegespaltene Verbündete gewöhnen, haben Schwierigkeiten mit dem Verfall der Welt sowie den gefährlichen Tieren und dennoch halten wir gemeinsam mit Sam daran fest das sich das ganze noch zum guten wendet.

Selbst zum Zeitpunkt der größten Verzweiflung, als Sam und Jake sich so nah und doch so fern sind, zeigt sie sich als extrem starker Charakter und kristallisiert heraus das die Autorin es versteht die Charaktere mit solch verschiedenen Facetten zu verweben. Sam ist in diesem Buch stark und gleichzeitig schwach, bringt somit etwas menschliches mit sich und hat sich mir damit auch weiter ins Herz gebrannt.

Das Ende ist sehr schön gewählt und konnte mich vollends überzeugt. Auch der Epilog, welcher mal aus der Sichtwiese einer komplett anderen und positiv überraschenden Person erzählt wird hat mich mit einem wirklich guten und abschließenden Gefühl zurückgelassen. Es werden alle noch auftauchenden Fragen aufgeklärt ohne es zu kitschig wirken zu lassen und gleichzeitig lässt uns die Autorin ein Türchen offen um diese Welt vielleicht nicht für immer verlassen zu müssen.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Verwandte Seelen – Die Schatten der Erinnerung“ hat Nica Stevens einen rundum gelungenen, gefühlsbetonten, starken und vor allem überraschenden Abschluss einer grandiosen Trilogie geschaffen. Die wundervollen Charakter, die faszinierende Welt und die spannende Umsetzung haben mich auch diesen dritten Band in kürzester Zeit verschlingen lassen.

Es lohnt sich wirklich diese Trilogie als Fantasyfan zu lesen und als kleiner Tipp!

Die nächste Reihe in dieser Welt wird schon bald erscheinen. Angefangen mit Jenna, welche ihr zum Ende dieses Bandes kennenlernen werdet ;)

Bewertung vom 25.08.2017
Sternenmeer (eBook, ePUB)
Voosen, Tanja

Sternenmeer (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Schon beim Bittersweet „Wir sehen uns gestern“ konnte ich die Schreibweise von Tanja Voorsen kennenlernen und habe sofort bemerkt, dass sie sehr gefühlvoll ist. Daher war ich neugierig auf dieses Buch, denn es versprach mir vom Klappentext her viel Spaß, Durcheinander und ganz viel Emotion. :o)

In der Geschichte geht es um Laurie, welche von der Situation zu Hause genervt ist. Ihre Eltern streiten sich nur noch und so wie es aussieht läuft es auf eine Scheidung raus. Laurie ist damit überfordert und versucht zu rebellieren. Allerdings funktioniert es nicht so wie sie gerne hätte und auf einmal sind da Schmetterlinge im Bauch. Kann das was werden und dann passieren auch noch unschöne Dinge im Sommercamp. Was soll Laurie nur tun?

Die Schreibweise von Tanja Voorsen ist sehr angenehm, ruhig und bildhaft. Ich habe mich beim Lesen richtig wohlgefühlt und konnte sehr schön mitfühlen.

Die einzelnen Charaktere haben alle ein eigenes Gesicht und eine Persönlichkeit erhalten. Man konnte sich alle sehr gut vorstellen.

Laurie ist ein sehr interessanter Charakter und wurde meines Erachtens sehr schön geformt. Man merkt beim Lesen, dass sie einen starken und eigenwilligen Charakter hat. Aber auch, dass sie sehr empfindsam und gefühlvoll ist. Dazu macht es ihr einfach zu schaffen, dass ihre Familie auseinanderbricht und sie im Grunde nur zuschauen kann. Es wurde von Tanja Voorsen sehr gut widergespiegelt wie verloren und verwirrt sich Laurie fühlt.

Derek ist ebenfalls ein ganz besonderer Charakter, welchen ich sofort ins Herz schließen konnte. Er ist nach außen hin tatsächlich erstmal etwas ruppig und gemein, doch nach und nach lernt man ihn besser kennen. Man bemerkt die Mauer, welche er aufgebaut hat und wie sie nach und nach bröckelt. Man lernt den „wahren“ Derek kennen.

Mir hat die gesamte Geschichte unheimlich gut gefallen. Sie wurde schön aufgebaut, denn erst lernte man die Protagonisten in ihrem „Alltagsleben“ kennen und dann ging es auf ins Sommercamp. Man hat also die Wandlung der Gefühle sehr gut wahrnehmen können und konnte viel eher verstehen, warum sie bei bestimmten Dingen so handeln. Ich fand es unglaublich angenehm gehandhabt.

Zum Schluss wurde es ja dann sogar richtig turbulent, gefährlich und aufregend. Während dem Sommercamp hat es Laurie nicht leicht und ihre grad frisch erblühte Romanze scheint ebenfalls zu bröckeln. Doch hier merkt man, dass Laurie trotz allem auch ein starker Charakter ist und sich so schnell nicht unterkriegen lässt. ;o)

Mein Gesamtfazit:

Mit "Sternenmeer" hat Tanja Voosen eine schön ausgebaute Geschichte über die erste große Liebe geschrieben, welche nicht immer so einfach zu handhaben ist. Laurie muss schlussendlich einiges einstecken und unternehmen um ihre zarte Blüte der Liebe stärken und halten zu können.

Hier hat man wieder einmal gesehen, dass es nicht immer alles so einfach ist gerade wenn familär im Hintergrund etwas nicht rund läuft.

Eine schöne Story, die zum Nachdenken animieren kann und gleichzeitig einfach schön zu lesen ist. Irgendwie erinnert es ein bisschen an die eigene Jugend. *g*

Bewertung vom 25.08.2017
Die Perfekten
Brinkmann, Caroline

Die Perfekten


ausgezeichnet

Die Schreibweise der Autorin ist sehr angenehm, bildhaft und gefühlsübergreifend. Sie hat es geschafft mir die Umgebungen sowie die zwiegespaltenen Charaktere näher zu bringen, sodass ich sie ins Herz schließen konnte und gleichzeitig fürchtete.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise unserer beiden Hauptprotagonisten Rain und Lark, welche beide kein einfaches Leben hinter und vor sich haben. Sie geben uns einen Einblick in ihre Gefühlswelt und bringen damit nicht nur sich komplett durcheinander.

Rain ist eine starke Persönlichkeit, welche bis zu einem bestimmten Punkt im Leben wusste wohin sie gehört auch wenn sie sich gerne etwas anderes gewünscht hätte. Sie ist mutig, loyal und eine Kämpfernatur die sich so schnell nicht unterkriegen lässt. Ihr Charakter wurde vielfältig, realistisch und vor allem greifbar aufgebaut. Ich habe es abgenommen, dass sie so wirklich existieren könnte.

Lark ist ein angreifbarer, dafür aber herzlicher, ebenfalls loyaler und hoffnungsvoller Charakter. Er hat im Leben selber Glück gehabt, doch hängt gleichzeitig durch seine Familie im Pech fest. Die Klassen in Hope zwingen ihn dazu Dinge zu tun die er selber nicht für richtig hält und dennoch tut um seine Schwester und seine Eltern zu schützen. Dabei verliert er nie seinen Lebensmut, sondern ist noch eine Stütze für andere, auch wenn er selber am verzweifeln ist. Er vergisst gemachten Fehler von sich nicht, erkannt aber (wenn auch nur ganz weit im Hinterkopf) trotz allem an, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht anders hätte ausgehen können. Sein Charakter ist sehr zwiegespalten, zieht ein in eine Grauzone die so scharfkantig ist dass man ihn am liebsten dort hinausziehen würde.

Rose ist ein Charakter, den man unbedingt erwähnen muss. Dieses kleine Mädchen ist so süß, dass man es nur lieben kann. Ein kleiner Sonnenschein, welcher dieser düsteren Dystopie einen Lichtblick bringt der immer wieder strahlend aufleuchtet.

Auch alle weiteren eingebauten Charaktere waren greifbar, nachvollziehbar und gleichzeitig so mysteriös dass man nicht wusste auf welcher Seite sie nun wirklich stehen. Die Autorin hat es geschafft eine regelrechte Grauzone in die Geschichte einzubauen, welche einzelne Charaktere sowohl im guten als auch schlechten Licht aufzeigt. Dadurch ist es auch für den Leser oftmals schwer zu erkennen, wer nun tatsächlich auf welcher Seite steht und es mit wem gut oder schlecht meint.

Die Umsetzung dieser Dystopie ist der Autorin unheimlich gut gelungen. Sie hat es geschafft eine bleibende Welt zu erschaffen, die prägt und gleichzeitig fasziniert. Die Gradwanderung zwischen einer allumfassenden Erzählung und einer ordentlichen Portion Spannung, Angst und Hoffnung hat sie super hinbekommen. Von der ersten bis zur letzten Minute war ich neugierig darauf wie es weitergeht, wer auf welcher Seite steht und ob sich schlussendlich tatsächlich noch alles zum guten wendet.

Innerhalb der Geschichte gibt es viele Fragen die aufkommen, zu welchen man sich Gedanken macht. Doch letztlich schafft es die Autorin immer wieder einen zu überraschen und auch wenn man stets einen Verdacht hat, heißt es nicht dass man diesem auch wirklich zu 100% vertrauen darf.

Ich persönlich finde es auch gut, dass die Autorin nicht damit spart Charaktere zu verletzen oder sterben zu lassen. Ich leide mit jedem einzelnen mit, finde es grausam liebgewonnene Begleiter zu verlieren und dennoch gehört es zu solch einer düsteren Dystopie dazu in welcher Krieg und Widerstand herrscht. Leider kann es nicht immer nur Gewinner geben, sodass ich diese Umsetzung wirklich überzeugend fand.

Das Ende dieses Buches ist erst der Anfang wie ich zum Ende des Buches hin finde. Zum einen abschließend und gleichzeitig ein Versprechen auf so viel mehr.