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Benutzername: http://ruby-celtic-testet.blogspot.de/
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Bewertungen

Insgesamt 615 Bewertungen
Bewertung vom 27.12.2020
Schwingenfall
Denninger, Simon

Schwingenfall


gut

Ich lese gerne zwischen rein auch mal High-Fantasy-Romane. Etwas anspruchsvoller geschrieben, ausgereifte Welten und außergewöhnliche Charaktere. Diese Bücher nehmen Zeit in Anspruch, aber versprechen immer wieder einen genialen Lesegenuss.

Genau dies habe ich bei diesem Buch erwartet. Es klang spannend und ganz so, als ob es nicht ganz so einfach abzuhandeln ist.

Die Geschichte selber wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man einen recht guten Rundumblick erhält. Der Haupterzähler ist und bleibt jedoch Toryan, welcher über sich hinauswächst, sich entwickelt und uns eine interessante Lebensgeschichte erzählt.

Die Grundidee der Geschichte ist interessant und durchaus teilweise auch so umgesetzt, wie ich es bisher so noch nicht gelesen hatte. Es hat teilweise altbekannte, aber auch einige neue Facetten was es durchaus interessant macht zu lesen. Dennoch fehlte mir beim Lesen teilweise ein bisschen der rote Faden. Wir springen in verschiedene Bereiche und ich persönlich konnte manchmal die Geschichte einfach nicht mehr greifen. Mir hatte der Hintergrund gefehlt um gewisse Situationen zu verstehen.
Im Nachhinein, wenn einige Dinge klarer sind, kann man es besser verstehen und nachvollziehen. In der Leseminute selber fiel es mir jedoch sehr schwer, sodass ich Schwierigkeiten hatte es zu verbinden.

Die Charaktere bleiben teilweise relativ blass, was ich in manchen Bereichen etwas schade fand. Sie haben es mir schwer gemacht, sie richtig zu greifen und sie in einen Bereich einzuordnen. An sich finde ich es gar nicht so schlecht, wenn es verschiedene Erzählstränge gibt und man so einiges besser versteht und verschiedene Sichtwiesen erhält. Hier bin ich jedoch immer wieder hängen geblieben und konnte es nicht richtig zuordnen. Das hat mir das Lesen etwas erschwert.

Insgesamt wurde auch eine anspruchsvollere Schreibweise gewählt, was keinesfalls schlecht ist. Ich liebe es, wenn die Autoren sich etwas trauen und etwas „erwachsener“ Schreiben. Hier hatte ich jedoch leider ab und an meine Probleme. Ich bin über manche Sätze und Redewendungen irgendwie gestolpert. Ich hatte keinen richtigen Lesefluss, zumindest nicht durchgehen. Das hat mich immer mal wieder aus dem Tritt gebracht, was ich wirklich schade fand.

Etwas schade fand ich auch den Weltenaufbau, denn dieser war meines Erachtens fast nicht vorhanden. Man hat nur sehr wenig bildhaft aufgezeigt bekommen. Ich habe zwar durchaus einige Städte und Gebiete kennengelernt, aber vorwiegend ihre Namen und weniger ihre Erscheinung. Gerade in High-Fantasy Romanen liebe ich es in die Welten einzutauchen. Sie zu fühlen, sie mir vorzustellen und mit vor Ort zu sein. Das hat mir hier leider gefehlt, wobei ich mir sehr gut vorstellen könnte das es unglaublich interessante gewesen wäre.

Was ich etwas schade fand, dass unsere zweite Hauptprotagonisten Minn, welche eigentlich schon irgendwie ein wichtiger Teil der Geschichte ist ab Mitte des Buches mehr oder weniger in den Hintergrund gerät. Sie wird nur noch zu einer Marionette der Geschichte und zeigt nicht wirklich etwas von sich.

Insgesamt ist das Buch aber dennoch ganz gut, gerade wenn man am Ende alle Fäden zusammen spinnen kann. Dennoch ist es teilweise ein Kampf durch das Buch für mich gewesen, was ich unglaublich schade fand.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Schwingenfall“ hat Simon Denniger durchaus eine interessante Grundstory geschaffen, welche den Leser in eine gefährliche und durchaus brutale Welt entzieht. Leider fehlte mir so ein bisschen der intensivere Weltenentwurf, der rote Faden der mich durch die Geschichte leitet und die flüssige wie mitreisende Schreibweise. Hier sollte man wirklich selber reinlesen, ob man mit der Schreibweise harmoniert. :)

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.12.2020
Jenseits der Schwarzen Treppe / Cassardim Bd.2
Dippel, Julia

Jenseits der Schwarzen Treppe / Cassardim Bd.2


ausgezeichnet

Auf diesen zweiten Band habe ich regelrecht hin gefiebert und ich bin sehr glücklich, dass er nun bei mir im Bücherschrank stehen darf und jederzeit von mir gelesen werden kann. :)

Durch die Hilfestellung der Autorin bin ich doch sehr schnell wieder in die Geschichte hineingekommen, konnte die Charaktere zuordnen und mein Gesamtbild langsam aber sicher wieder ins rechte Licht rücken.

Schon das Cover dieses zweiten Bandes hat mich begeistert und konnte nur dafür sorgen, dass ich es auch deshalb mit lesen muss. Die Autorin schafft es einfach zu begeistern, sowohl mit ihren Covern aber vor allem mit ihrer Schreibweise, ihrer Ideenfülle und ihrer mitreisenden Art der Erzählung.

Es war ein ständiges Auf und Ab im Buch, sowohl für die Charaktere als auch für mich als Leser. Der humorvolle, düstere und gefühlvolle Schreibstil der Autorin bringt dieses Buch zu seiner Leichtigkeit. Trotz, dass wir viele erschreckende und dann auch wieder positive Informationen über Noár erfahren, hat mich zur Erkenntnis gebracht das er ein wirklich ausgeklügelter und vielschichtiger Charakter ist. Er hat seine Fehler und dennoch ist er eine Persönlichkeit, die man nur respektieren und lieben kann.

Es ist einfach nur herrlich, wenn man die Freunde um Noár erst mal ins Herz geschlossen hat. Jeder einzelne Charakter erhält sein ganz eigenes Wesen, welches sowohl auf dem Schlachtfeld, sowie in etwas privateren Bereichen etwas besonderes mit einbringt. Sei es die Lockerheit, die Verbohrtheit, das Freundliche oder hilfsbereite. Jeder hat sein ganz eigenes Päckchen zu tragen und sein eigenes Wesen, was ihn zu etwas besonderen macht.

Zusammen mit Amaia erleben wir eine Welt voller Zwiespalt, Intrigen, Angsteinflößenden und dennoch auch Freundschaft, Hoffnung und Liebe. Das macht diese ganze Geschichte auch mit so besonders, denn die Autorin schafft es einen Einklang hineinzubringen. Es ist einfach nur schön mitzuerleben, wie sich Puzzleteile zusammenfügen und auch wenn manche erschreckend und beängstigend sind gibt es immer einen Hintergrund dazu.

Mit diesem zweiten Band hat mich die Autorin noch mehr in ihren Bann gezogen. Sie überzeugte mich mit einer vielschichtigen und sehr gut durchdachten Welt, greifbare wie auffallende Charaktere, Wendungen die einen die Luft anhalten lassen, überraschende Szenen welche einem zum Schmunzeln oder Erschrecken bringen genauso wie Situationen die einfach nur ans Herz gehen.

Sie versteht es eine perfekte Symbiose zu schaffen, die mich als Leser mitten hineinzieht und dafür sorgt das mein Herz regelrecht geöffnet wird für die Geschichte und die Charaktere.

Das Ende dieses Buch ist erschreckend und sorgt für eine bittere Erkenntnis, dass die Autorin noch lange nicht fertig ist mit ihrem Einfallsreichtum und ich bin mehr als nur ein bisschen gespannt darauf was wir erwarten dürfen. Ich hoffe wir müssen nicht allzu lange warten.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Cassardim – Jenseits der schwarzen Treppe“ hat Julia Dippel einen grandiosen zweiten Band zu Ihrer Reihe geschaffen. Sie überzeugt mit starken Charakteren, einer ausgefallenen Welt und einer spannenden und interessanten Umsetzung die immer wieder überrascht und Wendungen zum Vorschein bringt die einem die Luft weglässt. Sie überzeugt mit Gefühl, mit Hoffnung und mit der Angst sodass ich persönlich regelrecht hoffe das wir nicht allzu lange auf den nächsten Band warten müssen!

Bewertung vom 11.12.2020
Unter Bestien / Countdown to Noah Bd.2
Bechert, Fanny

Unter Bestien / Countdown to Noah Bd.2


ausgezeichnet

Endlich habe ich es geschafft den zweiten Band der Dilogie um Cassy und Daniel zu lesen. Schon der erste Band hat mich begeistern können und ich war unheimlich gespannt darauf, was sich die Autorin für das Finale sich hat einfallen lassen.

Wir gehen direkt über vom ersten in den zweiten Band, sodass wir nicht allzu viel Zeit verlieren. Ich hatte die Story noch genau vor Augen, konnte die Charaktere zuordnen und die Geschichte problemlos verfolgen.

Cassy wird immer mehr von ihrer Noah in Beschlag genommen. Sie muss kämpfen um Herr ihrer Sinne zu bleiben und keinen Schaden anzurichten. Es war interessant dem Zwist in ihr zu folgen und ich finde, dass die Autorin es wirklich phänomenal geschafft hat zu zeigen wie schwierig es ist und dennoch umsetzbar, wenn man nur stark genug kämpft.

Die Umsetzung der Geschichte konnte mich auch hier wieder von der ersten Seite an mitreisen und begeistern. Es wird spannend, überraschend, brutal, beängstigend und liebevoll. Die Freunde um Cassy werden ebenfalls auf eine Harte Probe gestellt und ich finde sie reagieren nachvollziehbar und genau so, wie man es sich wohl vorgestellt hätte.

Besonderen Wert wird in diesem zweiten Band auf den Zwist in Cassy gelegt, was ich persönlich sehr gut fand. Man lernt sie kennen, das Problem an sich und versucht mit ihr mit zu fühlen. Eine wie ich finde total emotionale, mitreisende und tolle Entwicklung und Umsetzung.

Insgesamt muss ich sagen, ein genialer zweiter Band und eine phänomenale Reihe die einen schockiert, überrascht und begeistert. Trotz allem hat mir leider in diesem letzten Band noch etwas gefehlt. Ein finaler „Kampf“ mit dem Alpha, welcher regelrecht süchtig nach Cassy beschrieben wurde und doch so einfach klein bei gegeben hat. Der Verlust, den Cassy erleiden muss...sie trauert und doch konnte es mich nur bedingt erreichen.

Das Ende des Buches war in gewisserweise schon vorher wahrnehmbar, wenn auch nicht in dieser Art und Weise. Etwas schräg empfand ich die plötzliche Zusammenführung verschiedener Personen. Irgendwie wirkte es nicht passend und etwas überladen.
Dennoch ist das letztendliche Ergebnis, warum es bei Cassy so geendet hat eine nachvollziehbare und logische Auflösung gewesen, die mich überzeugen konnte.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Countdown to Noah – Unter Bestien“ hat Fanny Bechert einen tollen, starken und überzeugenden Abschlussband geschaffen. Wenn mir auch ein paar einzelne Dinge nicht ganz gepasst hatten, war es eine Freude der Geschichte zu folgen und Cassy bei ihrem inneren Kampf zu begleiten. :)

Es gibt 4,5 Sterne.

Bewertung vom 05.12.2020
Tage der Dunkelheit / Angelfall Bd.2
Ee, Susan

Tage der Dunkelheit / Angelfall Bd.2


ausgezeichnet

Schon am ersten Band hat man gemerkt, dass die Autorin hier einen sehr düstere, beängstigende und spannende Reihe geschaffen hat. Sie sorgt dafür, dass man als Leser mehr als nur einmal Gänsehaut bekommt, an seine Grenzen stößt und teilweise regelrecht schockiert ist.

Der zweite Band hängt sich direkt ans Ende des ersten, sodass wir mit erleben wie Penryn so langsam wieder zurückkommt und sich bewegen kann. Gemeinsam mit ihr gehen wir weiter ins Rebellencamp und erleben so einige unschöne, traurige und schockierende Dinge. Wir sehen wie Menschen einander misstrauen, wie veränderte Personen abgeschottet und ausgeschlossen werden und wie gekämpft wird ohne einander Rückendeckung zu geben. Jeder ist auf sich aus und das zeigt sich auch in diesem Bereich wieder.

Nachdem Paige, Penryns Schwester abermals entführt oder abgehauen ist versucht Penryn gemeinsam mit ihrer Mutter und einer neuen Verbündeten diese aufzufinden und gerät dabei immer weiter in die Machenschaften der Engel. Wir und Penryn erfahren immer mehr davon, was geplant ist wie grausam tatsächlich vorgegangen wird und was für Möglichkeiten tatsächlich noch offen stehen.

Die Autorin schafft es weiterhin ihre Düsternis mit in die Geschichte zu verankern ohne die komplette Hoffnung herauszunehmen. Sie schafft immer wieder kleine Punkte, an welchen man sich festhalten kann. Es ist grausam, beängstigend und hoffnungslos aufgebaut und dennoch gibt es immer wieder ganz kleine Lichtblicke, die alles erhellen.

Insgesamt wieder ein starker, gefühlsbetonter, interessanter und aufklärender zweiter Band der aber gleichzeitig noch so viel mehr Fragen aufwirft.

Besonders schön finde ich es, nachdem Penryn und Raffe wieder aufeinander treffen. Es sind trotz der schlimmen Situation wieder ein paar Szenen der Leichtigkeit dabei, die das Herz höher schlagen lassen und dem Leser eine kleine Pause und wieder einmal Hoffnung geben.

Ich bin unheimlich gespannt darauf, wie die Autorin es weiterführen wird. Es kann nur noch spektakulärer werden. Meine Spannung liegt sehr weit oben wie es zu Ende geführt wird, was wir noch erleben werden und was aus Penryn, Paige, ihrer Mutter und Rafe werden wird. Aber auch einige andere Charaktere sind noch von Bedeutung und ich hoffe darauf, dass wir auch hier noch etwas erwarten dürfen.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Angelfall – Tage der Dunkelheit“ hat Susan EE einen starken, düsteren, mitreisenden und passenden zweiten Band ihrer Reihe geschaffen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, wollte unbedingt mehr wissen und konnte mir alles manchmal leider zu genau vorstellen. Sie schafft es mich regelrecht in den Bann zu ziehen und bin total neugierig darauf, wie es zum Abschluss kommen wird.

Bewertung vom 05.12.2020
Die Rache der Mondgöttin
Kullick, Stefanie

Die Rache der Mondgöttin


gut

Dieses Buch hat mich durch sein schönes Cover und den sehr interessanten Klappentext neugierig gemacht. Ich war gespannt was uns erwarten wird und wer Selene ist und was Ihre Geschichte verbirgt.

Überrascht war ich daher zunächst, dass die Geschichte von den beiden Charakteren Arianna und Konstantin erzählt wird. Zwei Reinkarnationen von Sternzeichen, welche die Aufgabe angenommen haben Selene ihr Liebesglück zurückzubringen.

Konstantin ist ein herzlicher, offener aber auch manches mal etwas zynischer Charakter, der mich dennoch von sich begeistern konnte. Er hat es nicht leicht, steht etwas extrem unter Stress und dennoch verliert er nur selten die Nerven. Ich mochte seine Art und Weise sehr gerne und bin gerne mit ihm einigen Geheimnissen auf die Schliche gekommen.

Arianna ist eine sehr liebenswerte, vorsichtige und dennoch auch offene Persönlichkeit. Zu Beginn der Geschichte kann sie sich nicht an Ihre Vergangenheit und Aufgabe erinnern, doch Konstantin hilft ihr und bricht damit eine Brücke zwischen beiden.

An die Schreibweise der Autorin musste ich mich tatsächlich erst etwas gewöhnen, doch bin schlussendlich recht schnell reingekommen. Die Gefühle der einzelnen Charakter kann man teilweise sehr schön nachvollziehen, wobei es sich nur auf ganz bestimmte Personen bezieht. Die meisten Reinkarnationen und irgendwie auch Selen blieben eher blass.

Die Umsetzung der Geschichte hat mich gerade auch wegen dem eigentlichen Teil der Geschichte sehr überrascht. Er ist spannend umgesetzt, zeigt eine für mich komplett nachvollziehbare Entwicklung und sorgt durchaus für einen mitreisenden Ablauf.

Insgesamt muss ich sagen, hat die Autorin es geschafft das ich der Geschichte sehr gerne gefolgt bin. Mir hat auch die Entwicklung und die immer wieder überraschenden Wendungen sehr gut gefallen.

Das Ende passt sehr schön zu unseren Charaktere und dennoch fehlt mir so ein bisschen der Abschluss. Man weiß nicht, wie es letztlich weitergeht. Sind sie immer noch ein Teil des Ganzen und was könnte noch passieren. Auf der einen Seite mag ich so offene Enden durchaus auch mal gerne, aber irgendwie fehlte mir hier der Abschluss zur Grundgeschichte.

Ich habe das Buch zu Ende gelesen und hatte das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Ich konnte nicht richtig abschließen da mir das tatsächliche Ende gefehlt hat. Schade, aber manchmal ist das Gefühl einfach so.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Die Rache der Mondgöttin“ hat Stefanie Kullick einen durchaus schönen, mitreisenden und spannenden Roman geschaffen. Sie punktet mit einer interessanten Story und greifbaren Charakteren, einer immer wieder überraschenden Wendung und einer spannungsgeladenen Umsetzung. Gleichzeitig hat sie mich als Leser aber am Ende gefühlt hängen lassen, da dieses für die Grundgeschichte einfach viel zu viele Fragen offen lässt.

Bewertung vom 05.12.2020
Perfect - Willst du die perfekte Welt? / Perfekt Bd.2
Ahern, Cecelia

Perfect - Willst du die perfekte Welt? / Perfekt Bd.2


ausgezeichnet

Ich bin direkt wieder in den zweiten Band hineingekommen, auch wenn doch ein paar Monate zwischen dem Lesen gelegen haben. Es ist tatsächlich ein prägendes Buch, sodass ich echt sagen muss sowohl die Charaktere als auch die Grundstory sind irgendwie bei mir verankert. :)

Wir treffen Celestine auf der Flucht wieder, wobei sie fürs erste einen Unterschlupf bei ihrem Großvater gefunden hat. Wir bekommen ein kleines eintauchen in die Grundsituation dort, bevor es gleich wieder nervenaufreibend, spannend und mitreisend weitergeht.

Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass Celestine weiter gewachsen ist. Die Situationen im ersten Band haben sie durchaus angegriffen, aber gleichzeitig auch unheimlich stark gemacht. Sie fühlt sich auf der einen Seite in die Ecke gedrängt und dennoch kämpft sie auch darum weiterzukommen, ein Leben für sich zu erschaffen.

Das Wiedertreffen mit alten und neuen Bekannten, vor allem mit Carrick hat mich gleich wieder tief berührt. Es sind alles verletzte Seelen, welche aber füreinander einstehen. Sie passen auf sich auf und lassen sich nicht unterkriegen. Ich bin total begeistert von der gesamten Geschichte.

Auch einige neue Gesichter werden in diesem Buch auf den Plan gerufen und sie alle haben einen Hintergrund, welcher unglaublich spannend und interessant ist. Die Autorin schafft es alles irgendwie ein bisschen zu verknüpfen, sodass Celestine mit ein bisschen Geschick und Köpfchen viele Fäden zu einem spannen kann. Eine unglaublich bewegende, beängstigende und starke Dilogie, welche mich nicht nur einmal hat die Luft anhalten lassen.

Definitiv ein Buch, dass sich lohnt und das nicht nur wegen der greifbaren Charaktere, sondern auch wegen der Umsetzung, welche immer wieder Überraschend aber vor allem auch herzergreifend ist.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Perfect – Willst du die perfekte Welt“ hat Cecilia Ahern einen starken Abschluss Ihrer Dilogie geschaffen. Sie überzeugt mit genialen Umsetzungen, immer wieder überraschenden Wendungen und starken wie greifbaren Charakteren.
Definitiv eine Dilogie, welche sich ins Herz frisst und zum Nachdenken anregt. Wahnsinnig spannend, ergreifend und faszinierend!

Bewertung vom 05.12.2020
Feuer im Schatten (Das Geheimnis der Schwingen 1)
Night, Aurelia L.

Feuer im Schatten (Das Geheimnis der Schwingen 1)


sehr gut

Fantasybücher mit Drachen mag ich ja total gerne. Diese imposanten Tiere sind gewaltig und sie als Wandler kennenzulernen finde ich immer herrlich genial. :)

Die Geschichte wird aus Sichtweise unseres Hauptprotagonisten Sascha erzählt, welcher ein interessantes Geheimnis hat. Dieses kann man beim Lesen allerdings schon von Beginn an herausfinden bzw. sich denken.

Sascha ist ein freundlicher, liebenswerter aber auch eingeengter Charakter. Er wird in ein Leben gezwängt, welchem ihm die Luft zum Atmen nimmt. Er weiß keinen Ausweg als zu fliehen, doch letztlich würde er damit seine Familie ins Unglück stürzen. Also nimmt er sein Schicksal an, geht über seine Grenzen hinaus und erhält ein weiteres Problem in Form von Gefühlen welches ihn zerreißt.

Colin wirkt von Beginn an höflich, geheimnisvoll aber auch anziehend interessant. Er hat mehrere Seiten, doch letztlich siegt immer seine eher freundliche bzw. unnahbare. Er wirkt so ganz anders als sein Vater, was es ihm schwer macht Verbündete bzw. Vertraute zu finden. Im ersten Moment misstraut ihm leider jeder.

Die Umsetzung ist sehr schön aufgebaut. Wir erleben ziemlich gut die Gefühlswelt von Sascha, seine Angst, seine Hoffnungen und sein Durchhaltevermögen. Gemeinsam mit seinem Leibwächter und besten Freund versucht er sein Geheimnis zu bewahren und seiner Familie Ehre zu bereiten.

Die Drachenfamilien berufen ein Duell der Königssöhne ein, sodass diese sich beweisen müssen. Sie sollen ihre Stärke unter Beweis stellen und zeigen, dass sie es wert sind einmal ihren Teil der Welt zu beherrschen. Leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass alles nur Schein ist und etwas größeres dahinter steckt.

Bei diesem Duell der Extraklasse lernt Sascha auch Colin näher kennen, arbeitet mit ihm zusammen und lernt auch hinter andere Fassaden zu schauen. Doch auch andere Königssöhne kommen ihm näher als gewünscht, sodass sein Geheimnis nicht lange eines bleiben wird.

Insgesamt ist die Geschichte sehr spannend und mitreisend gehalten. Zwar gibt es Passagen, dir mir teilweise etwas zu langgezogen waren mit Gedanken aber letztlich waren auch die Wichtig um das Verständnis einzuräumen. Manchmal hätte ich jedoch auch gerne mal Colins Sichtweise kennengelernt.

Nun bin ich jedenfalls gespannt wie es weitergehen wird mit der Geschichte. Es wird noch einen zweiten und letzten Band geben, in welchem wir sehen werden ob das Geheimnis von Sascha einen Krieg beginnen und eventuell auch verhindern kann. Und ganz wichtig, werden seine Gefühle doch noch erfüllt werden können.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Das Geheimnis der Schwingen – Feuer im Schatten“ hat Aurelia L. Night einen spannenden und vielschichtigen Auftaktband geschaffen. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere aussagekräftig und die Umsetzung sehr interessant. Ich bin gespannt was uns noch alles erwarten wird.

Bewertung vom 21.11.2020
Die Mächte der Moria Bd.1
Cordova, Zoraida

Die Mächte der Moria Bd.1


sehr gut

Dieses Buch fand seinen Weg recht zufällig zu mir und ich war gespannt um die Geschichte von Renata und der Gabe der Moria. Insgesamt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Renata erzählt, welche uns ein recht umfassendes Bild über das Reich, ihre Freunde und Feinde gibt.

Renata ist eine vielschichtige, vorsichtige, geprägte und dennoch liebevolle Persönlichkeit. Sie ist aufgewachsen im Palast und hat erst später herausgefunden, dass sie dort ausgenommen und ihre Kraft missbraucht wurde. Ihre Gabe ist das Erinnerungen stehlen, was gefährlich und gleichzeitig auch hilfreich sein kann.

Renata ist mit einer Gruppe Rebellen unterwegs auf der Suche nach neuen Geheimnisse aus dem Königreich um dieses zu stürzen. Dabei erhält ihre Gruppe eine neue Aufgabe, bei welcher ihr Geliebter und gleichzeitig Anführer Ihrer Gruppe Dez vom Prinzen entführt wird. Aus diesem Grund bleibt der Gruppe nichts anderes übrig, als hinterher zu gehen, Dez zu finden und zu retten.

Die Geschichte ist insgesamt spannend, vielversprechend, überraschend und mit vielen tollen und nicht immer ganz durchsichtigen Charakteren versehen. Durch Renata erhält man einen wirklich guten Einblick, sodass man sich ein tolles Bild machen kann. Die Story an sich lässt einen durchaus neugierig auf die weitere Fortsetzung innerhalb dieser Geschichte werden.

Der Abschluss dieses ersten Bandes war überraschend und lässt einen erstmal leicht schockiert zurück, also zumindest mich. :P Da ist man durchaus neugierig wie es sich weiterentwickelt.

Dennoch hatte ich leider Schwierigkeiten mich so richtig in die Geschichte fallen zu lassen. Für mich war es trotz der doch sehr eindrucksvollen Geschichte sehr anstrengend und ich bin nur schwerlich vorangekommen. Aus diesem Grund werde ich wohl auch den zweiten Band nicht lesen, da es für mich trotz toller Geschichte nicht so angenehm zu lesen war.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Die Mächte der Moria“ hat Zoraida Córdova einen durchaus spannenden und vielschichtigen Auftaktband geschaffen. Auch wenn mich das Buch leider nicht so mitgerissen hat, war die Umsetzung gut und die Charaktere toll ausgebaut. Hier sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, einfach ob man mit der Schreibweise mitfließen kann. :)

Ich vergebe 3,5 Sterne.

Bewertung vom 15.11.2020
Nordlichtglanz und Rentierglück (eBook, ePUB)
Woods, Ana

Nordlichtglanz und Rentierglück (eBook, ePUB)


gut

So langsam geht es doch immer schneller auf die Weihnachtszeit zu und da liebe ich ja immer so richtige schöne Liebesbücher. Dieses hat mich schon alleine wegen den Rentieren und Lappland total neugierig gemacht.

Zoey ist leider ein Charakter, den ich so gar nicht einschätzen und auch nicht so ganz leiden konnte. Sie ist verwöhnt, schaut von oben auf die Menschen herab und wirkte für mich unnahbar und nicht sehr liebenswert. Im Laufe der Geschichte änderte sich zwar ihr Verhalten, aber gerade ihre Gedanken geraten doch immer wieder in alte Muster und insgesamt war es nur bedingt nachvollziehbar wie sie sich verändert und woran es liegt.

Shane ist ein liebenswerter, gefühlvoller und lebenslustiger Zeitgenosse. Er wirkt zu Beginn eher streng und genervt, aber man merkt sehr schnell dass er Zoey auch verstehen möchte. Immerhin kommt sie aus einer komplett anderen Welt, sodass er ihr doch viele Chancen gibt und versucht ihr zu helfen.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Idee sehr gut gefallen hat. Sie strahlte Witz und eine gefühlvolle Stimmung aus, dennoch haben mir einige Dinge nicht so gut gefallen. Gerade die Gedankenwelt von Zoey kam mir manches mal etwas verwirrend und irritierend vor. Auf der einen Seite verändert sie sich und dennoch jammert sie gleichzeitig, dass das alles nicht sein dürfte.

Die Umsetzung hat mir ganz gut gefallen, wobei ich gerne noch manche Bereiche etwas genauer mitbekommen hätte. Dann wäre mir die Wandlung von Zoey vielleicht auch gefühlsmäßig leichter gefallen.

So muss ich sagen, dass ich leider Schwierigkeiten hatte die Geschichte richtig lieb zu gewinnen, da ich mit der Hauptprotagonistin einfach nicht warm geworden bin. Trotz allem muss ich sagen, dass die Grundstory an sich ganz schön war.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Nordlichtglanz und Rentierglück“ hat Ana Woods prinzipiell einen schönen Winterliebesroman geschaffen. Leider hat mich persönlich die Hauptprotagonistin null von sich überzeugen können und hat mir damit das Lesevergnügen leider etwas abschätzig gemacht. Schade, aber dennoch war die Grundstory schön zu verfolgen.

Bewertung vom 15.11.2020
Der Dieb ohne Herz
Sceatcher, Ney

Der Dieb ohne Herz


ausgezeichnet

Ich liebe Märchen und hier hat mich sowohl das Cover, als auch der Klappentext unheimlich neugierig gemacht. Als ich es also auf dem Kindle hatte, musste ich sofort starten und ich gebe zu: Ich war süchtig und habe es innerhalb eines Abends zuende gesuchtet.

Es gab einen regelrechten Sog. Die Charaktere sind vielseitig, die Geschichte ist fantasievoll, märchenhaft und an manchen Stellen auch düster. Man überblickt nicht sofort alles, kann immer wieder überrascht werden und hat eine wundervolle Vorstellung von den Charakteren und der Umgebung.

Malina ist eine liebenswerte, aufgeweckte und hoffnungsvolle Persönlichkeit. Sie liebt Märchen, sie liebt ihre Ziehmutter und das Leben. Dennoch fehlt ihr etwas entscheidendes, eine Geschichte und somit eine Vergangenheit. Die Geschichten geben ihr Hoffnung und auf eine Waghalsige Idee, welche ihr Helfen soll sich selber zu finden und gleichzeitig ihrer Ziehmutter zu helfen.

Der Dieb ohne Herz ist eine schöne, kantige und interessante Persönlichkeit. Ich mochte ihn total gerne, auch weil man ihn nicht immer direkt einschätzen konnte. Er spricht sehr offen und dennoch ist man nicht ganz sicher, ob er es manches mal wirklich so meint oder einen nur hochnehmen möchte. Ich mochte ihn total gerne und fand seine geheimnisvolle Art total passend zur Geschichte.

Die Umsetzung ist märchenhaft, zielgerichtet und ich persönlich habe mich unheimlich wohlgefühlt. Ich wurde durch die Geschichte getragen, habe hinter verschiedene Masken geschaut und fand es einfach nur mega aufgebaut. Wir lernen so einige interessante Charaktere kennen, verbinden nach und nach verschiedene Fäden sodass sich zum Schluss ein ganzes Bild ergibt und dabei auch Geschichten. ;)

Ich mochte diese Reise unheimlich gerne und kann sie nur jedem Märchenliebhaber empfehlen. Sie ist liebenswürdig, bildhaft beschrieben und sorgt für ein megagutes Gefühl. ;)

Das Ende war passend, überraschend und tatsächlich im Nachheinein auch absehbar wenn man die Worte gedanklich nochmal nachverfolgt. Überraschung pur. ;)

Mein Gesamtfazit:

Mit „Der Dieb ohne Herz“ hat Ney Sceatcher einen megatollen märchenhaften Roman ins Leben gerufen, welcher mich regelrecht an sich gefesselt hat. Er überzeugte mich mit einer tollen Story, ausgefallenen Charakteren und einer mitreisenden Erzählung.