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Wolkenschloss
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Troisdorf

Bewertungen

Insgesamt 68 Bewertungen
Bewertung vom 02.05.2022
A Place to Love / Cherry Hill Bd.1
Lucas, Lilly

A Place to Love / Cherry Hill Bd.1


sehr gut

Das Cover des ersten Bandes der neuen Trilogie von Lilly Lucas gefällt mir wirklich gut! Ich mag dieses sonnengelb, was bei mir direkt ein angenehmes Gefühl nach Sommer ausgelöst hat. Ich finde generell die Gestaltung dieser Cover sehr viel besser als die der Reihe um Green Valley. Passen auch richtig gut zum Farmleben und den Protagonistinnen mit den Blumen-Namen. Inhaltlich geht es hier um die älteste Tochter der McCarthys, die eine Obstfarm betreiben. Seit dem Tod des Vaters ist die 25-jährige Juniper die Hauptverantwortliche für den Familienbetrieb und ihr Leben besteht praktisch nur noch aus Arbeit und der Sorge um die finanzielle Situation von „Cherry Hill“. Es bringt sie dann ganz schön durcheinander als Henry, ihre große Liebe von der Uni aus Wales, plötzlich bei ihr auf der Farm steht.

Da ich die Green Valley-Reihe unheimlich gerne gelesen habe, habe ich mich auch sehr auf dieses neue Buch der Autorin gefreut, gleichzeitig aber auch ein bisschen Angst davor gehabt, ob nicht meine Erwartungen an dieses Buch viel zu hoch sind und die Geschichte diesen hohen Erwartungen nicht gerecht werden kann. Zum Glück hat mir auch dieses Buch wirklich gut gefallen! Vor allem die Atmosphäre, die Lilly Lucas mit dem Setting auf der idyllischen Farm „Cherry Hill“ und ihrem einfachen, aber super eleganten Schreibstil, schafft zu kreieren, schaffen einige ausgesprochen angenehme Lesestunden und absolut keine Langeweile beim Lesen. Also durchaus gelungen!

Dazu beigetragen haben natürlich auch die beiden Protagonisten bzw. die vielen sympathischen Nebencharaktere, allen voran die Familie McCarthy. Juniper ist eine wirklich starke Frau, die in ihrem jungen Alter schon unglaublich viel Verantwortung für die Farm, die Familie und die Mitarbeiter trägt. Dabei ist sie gleichzeitig super fürsorglich, versucht allen anderen ihre Sorgen abzunehmen, allen zu helfen und entgegenzukommen, aber vergisst sich selbst oftmals dabei. June ist sehr stur, will alles alleine schaffen und fragt selten um Hilfe. Dabei fühlt sie sich als älteste verantwortlich für ihre Schwestern und ihre Mutter. Zwar konnte ich auch nicht immer alle ihre Entscheidungen nachvollziehen und verstehen, fand ihr Verhalten manchmal etwas nervig, aber grundsätzlich konnte ich ihre Gefühle ihrer Familie und vor allem ihrer Schwestern gut nachvollziehen, da ich ebenfalls die älteste von drei Schwestern bin. Ich kenne diese Selbstverständlichkeit die Verantwortung für die Jüngeren zu übernehmen und gewisse Dinge selbstständig zu erledigen ohne um Hilfe zu bitten.

Henry mochte ich total als entspannten Gegenpart zu der immer gestressten June. Er hat sie runtergeholt, war ehrlich, reflektiert und hat Fehler zugegeben wenn er welche von seiner Seite erkannt hat. Ich fand seine Handlungen meistens nachvollziehbar und habe ihn verstanden, obwohl das Buch nur als Junes Sicht geschrieben wurde und sie auch nicht immer wusste, was er dachte. Henry ist einfach eine super Ergänzung zu June und ich fand es beeindruckend wie breitwillig er sofort dafür bereit war nach Palisade zu ziehen und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Aber es gab insgesamt auch einfach angenehm wenige große Dramen, keine seltsamen Eifersuchtsgeschichten und auch keine (ich kann mich zumindest nicht erinnern) Situationen, in denen ich gerne die Figuren schütteln würde, weil sie sich seltsam/kindisch/doof verhalten. Deswegen allgemein ein sehr angenehmes Leseerlebnis und gepaart mit den wunderschönen Landschaftsbeschreibungen ein bisschen wie Leseurlaub in Colorado. Es war ein entspannter und lockerer Auftakt der neuen Reihe und ich bin gespannt, wie die nächsten beiden werden. Poppy und Lilac hat man ja bereits ein bisschen kennengelernt und potentielle Handlungsstränge wurden auch schon angeteasert, das kann nur gut werden! Ich hoffe der nächste Band steigert sich dann noch ein bisschen in der Intensität und Spannung, aber „A Place to Love“ macht definitiv Lust auf mehr von „Cherry Hill“!

Bewertung vom 09.02.2022
Anywhere / Dunbridge Academy Bd.1
Sprinz, Sarah

Anywhere / Dunbridge Academy Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover des Buches finde ich mega schön! Ich mag vor allem dieses blau, was in der Kombination mit den Verzierungen auf dem Cover super edel aussieht! Außerdem passt es gut zur Atmosphäre der Dunbridge Academy mit den Initialen der Schule und diesem eher altmodischen Aussehen könnte es auch in der Schulbibliothek mit den hohen Regalen stehen. Inhaltlich geht es um Emma aus Deutschland, die ein Austauschjahr an der schottischen Dunbridge Academy macht und eigentlich nur Hinweise auf ihren Vater finden will, da ihre Eltern sich an der Schule kennengelernt haben und er sie vor einigen Jahren verlassen hat. Ablenkung ist nicht eingeplant, die kommt jedoch schon auf dem Weg in Form des Schulsprechers Henry, der Emma direkt bei der ersten Begegnung wortwörtlich umwirft.

Mir hat das Buch echt richtig gut gefallen. Ich hatte absolut nicht damit gerechnet eine so emotionale Geschichte zu bekommen als ich angefangen habe zu lesen. Aus der What if Reihe weiß ich wozu die Autorin in der Lage ist und ihr Schreibstil ist einfach unglaublich, der lässt auch bei diesem neuen Buch keine Wünsche offen, aber ich hatte etwas Bedenken, dass mir die Protagonisten einfach zu jung sind, das Setting einer Schule nicht New Adult genug und einfach alles etwas zu kindisch. In den ersten zwei Dritteln des Buches ist es auch immer eine Gradwanderung und ich konnte mich nicht entscheiden, da die Protagonisten zwar unglaublich reif für ihr Alter sind und auch super sympathisch, aber der Funke ist nicht so übergesprungen. Sie hatten auch einfach die üblichen Teenie Probleme: Mädchen, Jungs, doofe Lehrer, Noten, Eltern. Ich mochte Emma und Henry trotzdem beide sehr. Vor allem Henry und wie offen und ehrlich er sowohl Emma als auch Grace gegenüber war, habe ich sehr an ihm gemocht! Doch auch Emma ist eine tolle Person, die auf der Suche nach ihrem Weg ist und dabei nicht von jedem den richtigen Support bekommt.

Doch dann kam ein Wendepunkt. Inhaltlich kann und will ich da nichts zu sagen, was der beinhaltet, da es alle unglaublich spoilern würde, die das Buch noch nicht kennen. Seit diesem Kapitel war ich zu Tränen gerührt, die Emotionen der Protagonisten sind einfach komplett bei mir angekommen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen bis ich die letzte Seite gelesen hatte. Ich fand es unglaublich gut wie die Autorin geschafft hat aus dieser eher durchschnittlichen Internatsgeschichte plötzlich so ein Buch zu erschaffen. Es gab aus meiner Sicht einfach ziemlich viele Dinge, die nur im Zusammenhang funktioniert haben und so auch nicht künstlich ein bestimmtes Ende herbeigeführt haben, es war einfach alles stimmig. Ohne gewisse Ereignisse wären andere nicht eingetroffen und dann würde es ein anderes Ende geben. Am allerbesten im ganzen Buch hat mir glaube ich gefallen, wie mit dem Thema Trauer umgegangen wurde und wie es thematisiert wurde. Das fand ich unglaublich passend und so viel besser als in den meisten anderen Büchern! Als Leserin musste ich zwar sehr mit den Protagonisten mitleiden und einiges aushalten, aber ich hatte einfach ein unglaublich tolles Leseerlebnis und freue mich schon extrem auf die nächsten beiden Teile und wieder zurück an die Dunbridge Academy zu kommen!

Bewertung vom 15.11.2021
Das kleine Chalet in der Schweiz / Romantic Escapes Bd.6
Caplin, Julie

Das kleine Chalet in der Schweiz / Romantic Escapes Bd.6


ausgezeichnet

Das Cover finde ich sehr schön und vor allem passend. Passend zum Buch und passend in die Reihe der anderen Bücher! Gemeinsam im Regal sehen sie alle sehr schön aus nebeneinander. Inhaltlich geht es in diesem Band um Mina. Sie liebt Essen und das Kreieren von neuen Gerichten. Bei ihrer Arbeit in einer Testküche versucht sie sich da auszuleben, ist aber oftmals zu kreativ für den Geschmack der Chefs. Deswegen lebt sie die Kreativität in ihrer Freizeit aus und kocht aufwendige Dinner für ihre Freunde. Bei einem dieser Dinner kommt es zum Desaster: Ihr Freund hat eine Affäre mit einer Freundin von ihr. Mina trifft diese Erkenntnis unvorbereitet, hatte sie sich doch eine gemeinsame Zukunft vorstellen können. Um von allem eine Auszeit zu bekommen, nimmt sie kurzerhand zwei Wochen Urlaub und das Angebot ihrer Patentante Amelie an und besucht diese in ihrem Chalet in den Schweizer Bergen. Dort gibt es schließlich mehr als genug wunderbares Essen zu genießen, also genau Minas Ding!

Ich habe mich gefreut bei diesem Buch wieder ein anderes Land kennenzulernen, nach Tokio im letzten Buch, nun etwas nicht ganz so Exotisches, aber auch in der Schweiz war ich noch nie, deswegen fand ich die Vorstellung gut mit Mina dorthin zu reisen. Da wurde ich auch nicht enttäuscht. Es geht sehr viel um das Land, das dort angesagte Essen, Skifahren, Eisenbahnen und Traditionen. Das mochte ich sehr, aber es war jetzt auch nicht übertrieben. Auch der Schreibstil war wieder sehr angenehm, locker und leicht zu lesen. Die Geschichte an sich ist jetzt keine Überraschung, viele Dinge waren so absolut vorhersehbar, aber das finde ich bei diesen Büchern absolut nicht schlimm, das kann man sich ja schon beinahe vorher denken... Es ist einfach eine gelungene Auszeit vom Alltag. Ich fand schön wie sehr sich Mina für das viele unterschiedliche Essen begeistert hat und wie sie das unbekannte Land erkundet hat. Diese Neugier und Begeisterungsfähigkeit war auf jeden Fall mitreißend und ansteckend. Generell mochte ich ihre Art, wie sie ihre Träume verfolgt und wie konsequent sie ist. Auch Luke fand ich klasse. Das erste Zusammentreffen von Mina und Luke im Zug hat mir richtig gut gefallen, ich fand dann umso schöner, wie schnell sie sich wiedergesehen haben und mehr oder weniger bei der Begegnung aus der Zug anknüpfen konnten.

Generell hat das Buch einfach sehr große Lust auf Winterurlaub bzw. Urlaub in der Schweiz, egal zu welcher Jahreszeit, gemacht, hat mir einige super entspannte Lesestunden bereitet und absolut Lust gemacht weitere Bücher der Autorin zu lesen!

Bewertung vom 14.11.2021
Nightsky Full Of Promise / Berlin Night Bd.1
Jayawanth, Mounia

Nightsky Full Of Promise / Berlin Night Bd.1


gut

Das Cover ist wirklich wunderschön und ich liebe die Kombination aus den unterschiedlichen Farben, der Skyline und das goldene Glitzer. Alleine das Cover hat in meinen Augen ja schon ein Stern verdient, weswegen ich gehofft habe, dass der Inhalt genauso toll ist wie das Äußere. Inhaltlich geht es um Sydney und Luke, die sich bei einer Abiparty in einer lauen Sommernacht in Berlin kennenlernen, eine super schöne Zeit verbringen und sich an genau diesem Ort ein Jahr später wieder treffen wollen, denn Luke will für ein Jahr ins Ausland gehen und so wollen sie den besonderen Gefühlen der Nacht eine Chance geben. Fünf Jahre später hängt Sydney noch immer dieser einen Nacht hinterher, Luke kann sich bei einem überraschenden Wiedersehen aber weder an Sydney und schon gar nicht mehr an die gemeinsamen, besonderen Momente erinnern. Auch vom Versprechen weiß er nichts mehr.

Grundsätzlich fand ich diesen Beginn sehr vielversprechend und die ersten Kapitel, die in der Leseprobe enthalten sind, mochte ich auch super gerne. Man lernt Sydney und Luke ein bisschen kennen, ahnt vieles, während sie sich das erste Mal treffen. Doch in der eigentlichen Geschichte, die dann fünf Jahre später spielt, finde ich vor allem Sydney ziemlich nervig. Zu Beginn hat mich das noch nicht so richtig gestört, doch im Laufe des Buches hat sie alles nur unnötig kompliziert gemacht, ich konnte absolut nicht nachvollziehen, wie sich teilweise verhalten hat und wie sie sich von ihren Mitmenschen wegen allem möglichen beeinflussen ließ, war auch einfach störend. Kommunikation von Sydneys Seite hätte extrem viele Konflikte und Auseinandersetzungen komplett vermieden und wenn sie von Anfang an ehrlich zu Luke gewesen wäre, hätte man die gesamte Geschichte in circa fünf Kapiteln erzählen können... Diese Nicht-Kommunikation und die vielen störenden Kleinigkeiten in dem Buch, haben mir total die positive Grundstimmung, die ich zu Beginn empfunden habe, zerstört und mir die Geschichte irgendwie vermiest. Es war zwar jetzt nicht so, dass ich mich total durch quälen musste, aber es gab immer wieder Szenen, die mich nicht so packen konnte. Andererseits kamen dann auch Szenen, die mich berührt haben.

Luke an sich mochte ich meistens als Charakter, aber vor allem seine Familie wurde mir viel zu extrem dargestellt. Auch den Schreibstil mochte ich ganz gerne, ich bin grundsätzlich gut voran gekommen und wenn auch inhaltlich die Geschichte nicht viel zu bieten hatte, war zumindest das Drumherum alles in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Es wurden zwar auch wichtige und aktuelle Themen im Buch angesprochen, aber ehrlich gesagt fand ich es insgesamt nicht gut eingearbeitet. Das lag meistens an Sydney, sie wurde als kluge, weltgewandte und fortschrittliche junge Frau beschrieben und dargestellt, aber wenn man sie ein paar Kapitel erlebt hat, wurde ich als Leserin dann vom glatten Gegenteil überzeugt. Sie hat die Meinung von allen anderen wichtiger genommen als ihre eigene, wo ich erwarte, dass eine erwachsene Frau da drübersteht und hat nicht wirklich kapiert worum es beim Feminismus geht (was man dann von einer so klug dargestellten Frau doch irgendwie erwarten würde). Insgesamt konnte mich das Buch einfach nicht abholen. Das ganze Buch über fehlte mir einfach was. Die Tiefe, die Emotionen, dieses extreme Mitfiebern. Das hatte ich hier überhaupt nicht...

Bewertung vom 27.10.2021
Regenglanz
Omah, Anya

Regenglanz


ausgezeichnet

Das Cover finde ich einfach wunderschön! Ich liebe dieses Grün, wie die Regentropfen zum Buchtitel passen und der farblich passende Buchschnitt ist einfach der Hammer! Alleine die äußere Aufmachung hat 5 Sterne verdient, aber zum Glück hat dieses Buch nicht nur tolle äußere Werte, auch die inneren sind klasse! Inhaltlich geht es um Alissa und Simon. Die Kunststudentin arbeitet neben dem Studium in einem Tattoostudio, wo die beiden sich das erste Mal begegnen. Sportstudent Simon zeigt sich bei dieser ersten Begegnung nicht von seiner besten Seite. Dadurch, dass ihm das Tattoo, was überstochen werden soll, unglaublich peinlich ist (der Name seiner Ex-Freundin) und er es wenn überhaupt einem Mann zeigen wollte, hält Alissa ihn erst für einen Sexisten. Doch mit den Sitzungen lernen sich die beiden kennen und verbringen dabei auch viel Zeit gemeinsam, wo beide herausfinden wie nett sie sich tatsächlich finden.

Wow, ich liebe das Buch einfach unglaublich! Ich hatte lange keine Geschichte mehr, die mich zwischen arbeiten und schlafen so sehr fesseln konnte, dass alles andere irgendwie in den Hintergrund gerückt ist und mich hat vergessen, dass mein Leben auch noch aus anderen Dingen besteht. Ich war vom ersten Augenblick an sowohl von Alissa als auch von Simon geflasht und begeistert. Ich mochte total beide Perspektiven abwechselnd lesen zu können, so hatte ich direkt von Anfang an das Gefühl, dass ich die beiden Protagonisten bereits richtig gut kenne und habe mich ziemlich mitgenommen gefühlt. Die weiteren Zusammentreffen nach dem ersten Kennenlernen wirken auch absolut nicht konstruiert, weil sie sich ja sehen müssen durch das Tättowieren. Das finde ich auch sehr gelungen, weil nicht irgendwie seltsame Situationen heraufbeschworen werden. Super schön fand ich auch, dass das Setting Hamburg gewählt wurde, weil ich einfach sehr viele Orte dort von Besuchen kenne (nur den Geheimtipp von Simon nicht, da muss ich auf jeden Fall bei meinem nächsten Besuch hin!), was in fiktiven Storysettings in den USA nicht der Fall ist. Der Schreibstil hat definitiv auch noch zusätzlich dafür gesorgt, dass ich komplett in den Bann des Buches gezogen wurde. Super leicht zu lesen und super schwer zur Seite zu legen, wenn ich los musste.

Alissa fand ich von Anfang an super, mochte wie sie auf Simon und seine Unhöflichkeiten reagiert und sich da nicht von seinem ersten Eindruck beeinflussen lässt. Ich mag die Beziehung zu ihren Freundinnen und wie sehr sie in der Kunst aufgeht und da versucht sich auch nicht von ihrer biestigen Schwester und dem ignoranten Vater zu beeinflussen. Wobei ich den Vater tatsächlich bis zum Schluss überhaupt nicht verstanden habe, was ich ein kleines bisschen Schade finde. Ich mag wie sie ihr Ding macht und ihre Leidenschaft lebt, zwar ehrgeizig ist, aber auch erkennt, wenn sie etwas gut gemacht hat. Allerdings fand ich sie jetzt nicht immer super sympathisch und wäre gerne in der Realität mit ihr befreundet, wie ich das oft bei fiktiven Charakteren denke. Sie hat einige Dinge gemacht und vor allem wie sie sich vor ihrer Schwester verhalten hat, die ich nicht unterstützen würde und die sie in meinen Augen nicht sympathischer gemacht haben. Aber die Autorin hat es geschafft, dass ich zwar persönlich Alissa nicht so mochte, sie aber als Figur nachvollziehbar bleibt, ich ihre Emotionen nachvollziehen konnte und sie einfach eine realistische Figur geblieben ist, die mir mit der Zeit immer sympathischer geworden ist, auch wenn ich Manches bis zum Schluss nicht verstanden habe. Mit Simon ging es mir da komplett anders. Ich mochte ihn von der ersten Sekunde einfach total. Er war mir super sympathisch und ich finde ihn klasse. Ich konnte seine Handlungen nachvollziehen, fand ihn realistisch und mochte auch seine Familie unglaublich gerne!

Ich habe es jetzt schon an der einen oder anderen Stelle erwähnt, tue es zum Schluss aber gerne nochmal: Ich habe dieses Buch geliebt, ich mochte schon das Cover, den Schreibstil, das Setting

Bewertung vom 27.10.2021
Du hast mir gerade noch gefehlt
McFarlane, Mhairi

Du hast mir gerade noch gefehlt


ausgezeichnet

Das Cover finde ich schlicht, aber schön und vor allem passend zu den anderen Büchern der Autorin. Der Wiedererkennungswert ist sehr hoch und gemeinsam sehen die Bücher auch im Regal schön aus! Inhaltlich geht es in diesem Buch um die vier beste Freunde Eve, Susie, Justin und Ed. Seit der Schulzeit sind sie beste Freunde, die Freundschaft hat sogar die unterschiedlichen Studienorte sowie andere Umstände überstanden. Gemeinsame Pub-Quiz-Abende schweißen die vier noch immer zusammen, wenn auch inzwischen Eds Freundin Hester ebenfalls daran teilnimmt und sie regelmäßig gegen das Team der Funktionsjacken verlieren. Niemand ahnt, dass der Pub-Quiz-Abend, an dem Hester Ed einen Heiratsantrag macht, der letzte in dieser Konstellation sein wird. Denn als Ed am nächsten Tag Eve anruft, muss er ihr mitteilen, dass Susie noch in der Nacht von einem Auto angefahren wurde und anschließend verstorben sei. Eve ist am Boden zerstört, Susie ist ihre beste Freundin und soll plötzlich nicht mehr leben. Sie haben doch kurz vorher noch Nachrichten ausgetauscht. Der Tod von Susie ruft ihren älteren Bruder Finlay auf den Plan, zu dem sie kein gutes Verhältnis hatte und der auch nach ihrem Tod noch Chaos macht.

Ehrlich gesagt war ich nach dem Lesen des Klappentextes etwas erstaunt darüber, dass das Buch die Themen Tod und Trauerbewältigung beinhaltet. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und habe hier in meiner Rezension auch nicht verschwiegen, dass jemand stirbt, sonst hat man komplett andere Erwartungen an ein Buch. Zu meinem Erstaunen hat die Autorin aber auch diesmal wunderbar geschafft eine leichte und witzige Geschichte zu schreiben und mich als Leserin da auch komplett mitzunehmen, obwohl es um so super heftige Themen geht und man den Tod jetzt nicht unbedingt mit viel Spaß verbindet. Mahiri McFarlane gelingt es trotzdem Leichtigkeit zu transportieren und sympathische Charaktere zu kreieren, die mir alle super sympathisch waren. Ich war fasziniert wie gut sich alle ergänzt haben und welche Dynamik sich zwischen den drei verbliebenen Freunden nach Susies Tod ergeben hat. Ich mochte auch wie Finlay beschrieben wurde und wie er und Eve es geschafft haben überhaupt miteinander zu reden.

Nachdem ich meine anfängliche Verwunderung überwunden hatte, dass dieser Roman der Autorin nicht so fröhlich und humorvoll beginnt, mochte ich das Buch wieder sehr, konnte gut in der Geschichte untertauchen und fand hervorragend wie sie es geschafft hat zwischen Leichtigkeit und dem Thema Tod und Trauer zu balancieren.

Bewertung vom 17.10.2021
Was wir in uns sehen / Burlington University Bd.1
Bowen, Sarina

Was wir in uns sehen / Burlington University Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover finde ich wirklich schön, ich finde die Farbkombination super schön und die Blätteranken ebenso. Mich erinnert die Gestaltung ein bisschen an die The Ivy Years Bücher, die ähnlich mit Blumen gestaltet wurden. Was aber wiederum etwas unpassend ist, da diese neue Reihe eher ein Spin-Off von der Reihe True North ist. Stört jedoch nicht, wenn man – wie ich – sowieso bereits alle Bücher von beiden Reihen, gelesen hat. Inhaltlich geht es nun wieder zurück zur Shipley Farm und um Dylan, den jüngsten Bruder. Er studiert gemeinsam mit Chastity, die auf der Farm nebenan lebt, an der Burlington University. Sie sind gute Freunde, obwohl Chastity bereits seit Jahren mehr möchte als Freundschaft. Doch Dylan gilt als Weiberheld, hat nun das erste Mal seit langem eine feste Freundin. Trotzdem gibt Dylan Chastity Nachhilfe in Mathe und verbringen so jede Woche viel Zeit mit ihr, was ihr gefällt. Jedes Wochenende fährt er nach Hause auf die Farm, um seiner Familie zu helfen und sich um die ungeliebten Ziegen zu kümmern, die offenbar er angeschafft hat. Seinem Bruder sind die ein Dorn im Auge, die er loswerden will, wenn sie ihm weiter so viel Ärger bereiten und nur Geld kosten. Chastity hat dann die Idee, um der übrigen Ziegenmilch einen Sinn zu geben und noch mehr Zeit mit Dylan zu verbringen: Sie machen Karamell aus der Ziegenmilch und verkaufen dieses zur Weihnachtszeit!

Nachdem mir die Brooklyn Years-Reihe sowie Never let me Down von der Autorin bei weitem nicht mehr so gut gefallen haben, wie die True North-Reihe oder gar meine allerliebste Ivy Years-Reihe, hatte ich fast damit gerechnet, dass Sarina Bowen es auch diesmal nicht schafft mich wieder mehr zu begeistern. Aber ich muss sagen, dass sie mich wieder total abholt. Ich kann gar nicht so genau sagen woran das jetzt liegt, aber ich finde es wunderbar wieder auf der Shipley-Farm zu sein und zu sehen wie erwachsen sie alle geworden sind. Zum Ende hin gefällt mir das Buch dann nicht mehr zu hundert Prozent, wieso kann ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, um zu spoilern, aber im Vergleich zu Brooklyn Years oder Never let me Down, mochte ich dieses Buch wieder richtig gerne!

Super schön fand ich es auch, dass Dylan nun erwachsen war und einfach kein Kind, wie beim ersten Buch, wo man ihn kennenlernt. Ich mochte ihn im Grunde, nur an seiner Kommunikation muss er auf jeden Fall noch arbeiten. Wie oft er einfach nicht das gesagt hat, was er sagen wollte und super unnötige Konflikte mit seinem Bruder Griffin hatte. Wenn beide mal miteinander geredet hätten, richtig geredet, nicht gestritten, dann hätten sie viele Sachen schon vorher klären können, so wollte ich ihn ab und an gerne schütteln und zu seinem Glück zwingen... Chastity mochte ich auch gerne, obwohl ich sie oftmals einfach nicht verstanden habe. Sie ist in einer Sekte aufgewachsen und noch nicht allzu lange von dort abgehauen. Viele Dinge sind neu für sie, das verstehe ich auch und wird auch oftmals gut beschrieben, aber manche Dinge sind einfach super unlogisch und machen keinen Sinn... Die Nebenfiguren wie Dylans Mitbewohner Rickie war super, hat der Geschichte noch ein bisschen Schwung gebracht. Der Schreibstil war wie immer angenehm und ich freue mich nun auf den nächsten Band mit Dylans Zwillingsschwester!

Bewertung vom 17.10.2021
Drive Me Crazy - Für die Liebe bitte wenden
O'Leary, Beth

Drive Me Crazy - Für die Liebe bitte wenden


ausgezeichnet

Das Cover mochte ich schon beiden ersten beiden Büchern nicht, diese Mischung aus gelb und beige spricht mich einfach nicht an. Aber ich finde gut, dass vom Prinzip her immer das gleiche Design verwendet wird, so weiß ich auf den ersten Blick, da ist ein neues Buch, was ich lesen möchte. Inhaltlich geht es diesmal um Addie, die mit ihrer Schwester Deb im Mini einen Roadtrip zur Hochzeit ihrer besten Freundin unternimmt. Sie haben Snacks eingepackt, noch einen Mitfahrer, der das gleiche Ziel hat und alles ist gut geplant. Sie freuen sich sogar auf die lange Autofahrt. Doch kurz nach dem Start kracht es bereits und ausgerechnet Dylan, Addies Ex, ist ihnen hinten drauf gefahren. Addie wollte ihn nie wieder sehen und jetzt machen sie mit ihm und dessen Freund Marcus gemeinsam den Roadtrip zur Hochzeit. Denn Dylans Auto ist ein Totalschaden und der Mini hat kaum etwas abbekommen. Jetzt geht die Reise so richtig los...

Nachdem mir bereits die letzten beiden Bücher der Autorin richtig gut gefallen haben, hat auch dieses mich nicht enttäuscht. Ich mag ihren Schreibstil total gerne, war schnell in der Geschichte drin und mochte die abwechselnden Erzählungen von Gegenwart und Vergangenheit. So hat man parallel mit dem Roadtrip auch noch erfahren wie Addie und Dylan zusammengekommen sind und wieso sie sich wieder getrennt haben. Witzig finde ich auch die Idee, dass sie ausgerechnet zu fünft in einem Mini reisen, in fast jedem anderen Auto wäre mehr Platz gewesen, doch so kann sich niemand aus dem Weg gehen und so ziemlich alle Konflikte kommen an die Oberfläche. Ich finde die Bezeichnung „turbulentester Roadtrip des Jahres“, wie es auf der Rückseite des Buches steht, schon sehr passend, möchte aber jetzt auch nicht näher darauf eingehen, was ich am besten fand, weil das möglicherweise spoilern würde! Ich mochte die Figuren – bis auf Marcus – alle sehr, fand die Geschichte super und freue mich schon darauf, wenn ein neues Buch der Autorin erscheint!

Bewertung vom 30.09.2021
Ein Buch, vier Jahreszeiten
Funk, Kristin

Ein Buch, vier Jahreszeiten


sehr gut

Das Cover des Buches finde ich recht niedlich, es passt auf jeden Fall zum Buch und wenn man genauer hinschaut, sieht man auch direkt wie die Jahreszeiten dort bildlich angeordnet sind. Inhaltlich geht es in diesem Buch darum viele Anregungen, Ideen, Wissen, Literatur und vieles Mehr zu den einzelnen Jahreszeiten zu finden. So gibt es Gedichte, Kurzgeschichten, Zitate, Anleitungen zum Basteln, Kochen, Backen oder kleineren Bauprojekten.

Insgesamt ist das Angebot im Buch unglaublich vielseitig und abwechslungsreich, ich finde es wirklich süß und gelungen, um es zu verschenken. Ich weiß allerdings nicht, ob ich es wirklich nur für mich selbst gekauft hätte. Mir gefallen die Anleitungen für so unterschiedliche Dinge sehr, aber mir fehlen teilweise einfach gute Fotos von den gebastelten, gekochten oder gebackenen Sachen. Manchmal fällt es mir einfach schwer mir vorzustellen wie etwas korrekt gemacht werden soll und wie herum ich etwas halten soll. Ansonsten finde ich die Ideen und Anregungen jetzt nicht absolut innovativ oder krass, es bleibt alles eher oberflächlich, aber es sind auf jeden Fall ein paar gute Ideen dabei.

Außerdem finde ich die Abwechslung der unterschiedlichen Dinge auch innerhalb der Jahreszeiten schön, wenn man nicht allzu genau vor dem Lesen ins Inhaltsverzeichnis schaut, dann ist jede Seite eine Überraschung und man weiß nie so recht, was wohl als nächstes kommen wird. Die literarischen Texte sind überwiegend auch sehr inspirierend und sehr angepasst an die einzelnen Jahreszeiten. Gefallen tut mir auch das recht minimalistische Design im Buch, da das Buch sowieso schon super viel Inhalt hat zu so Verschiedenem, mag ich es nicht noch durch knallige, aufwendige Bilder erschlagen zu werden.

Bewertung vom 08.09.2021
Mit dir leuchtet der Ozean
Coplin, Lea

Mit dir leuchtet der Ozean


sehr gut

Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich mag diese farbige Darstellung des Ozeans, das vermittelt in meinen Augen das richtige Urlaubsgefühl und passt zum Setting. Inhaltlich geht es um Penny und Milo. Beide kommen aus München, sind dort auch ein Jahr in die gleiche Schule gegangen und treffen sich jetzt bei ihren Jobs im Ferienresort in Fuerteventura wieder. Die unerwartete Wiederbegegnung der beiden wühlt einige unangenehme Dinge aus der Vergangenheit auf, die besser verschlossen geblieben wären. Milo ist doch jetzt mit Helena zusammen, die Pennys Mitbewohnerin und Patin ist. Chaos ist da irgendwie schon vorprogrammiert. Penny ist außerdem nicht besonders glücklich darüber alleine nach Fuerteventura geflogen zu sein, weil sie das eigentlich mit ihrer besten Freundin Nathalie machen wollte, die sich aber kurz vor der Abreise das Bein gebrochen hat, Penny alleine fühlt sich zunächst einmal nicht besonders wohl und etwas fehl am Platz.

Mir hat der Schreibstil der Autorin richtig gut gefallen, durch ihn bin ich auch gut in der Geschichte angekommen. Neben dem Cover und dem Schreibstil hat mir auch das Setting richtig gut gefallen. Ich mochte diese andauernde Urlaubsatmosphäre, die das Resort auf der Insel mir beim Lesen vermittelt hat. Etwas schade war, dass Penny, Milo und die anderen praktisch nur gearbeitet haben, aber besonders gestört hat es mich nicht. Die meisten Figuren mochte ich vor allem in den ersten zwei Dritteln des Buches sehr. Ich fand super schön wie tierlieb Milo war, wie er sich um die Katzen gekümmert hat und schon alleine das hat gereicht damit ich ihn toll fand. Doch auch sonst finde ich ihn sehr sympathisch während er gegen die Dämonen der Vergangenheit kämpft. Auch Penny mochte ich gerne. Auch sie war den Katzen aufgeschlossen, konnte sich nach einigem Zögern für neue Dinge begeistern und hat auch alle Dinge erledigt, die so komplett gegen ihre Natur waren. Das fand ich schon recht beeindruckend, wie sie das durchgezogen hat und sich vor allem am Anfang von Helena hat mitziehen lassen.

Generell bin ich mit der Bewertung der Geschichte auch nicht so streng, weil es ein Jugendbuch ist und ich da auch nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Insgesamt ist die Geschichte nichts total besonderes, aber sie hat mich zwei Tage lang gut unterhalten, etwas Sommerfeeling und Urlaubsstimmung verbreitet und mir hat sie einfach gut gefallen. Für zwischendurch eine empfehlenswerte Geschichte, die jetzt nicht unbedingt Überraschungen bereithält, aber solide Unterhaltung bietet und absolut lesenswert ist.